Mittwoch, 29. Januar 2020

Rezension - Der Ring des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Der Ring des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Januar 2020

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln im Mittelalter – aufregend, abwechslungsreich und gefährlich. Ein extrem spannender und hervorragend recherchierter Roman über eine starke Frau und schmutzige Geldgeschäfte im 15. Jahrhundert. Köln, 1423. Der Tod ihres Mannes, des Lombarden Nicolai Golatti, hat Aleydis de Bruinker zu einer sehr jungen und sehr reichen Witwe gemacht. Und zu einer Frau mit vielen Feinden: Konkurrenten, die sie als unfähig verleumden, die geerbte Wechselstube zu führen. Angeblich ehrenwerte Männer, die an die Mitgift ihrer Mündel wollen. Und eine unsichtbare Bedrohung aus der Schattenwelt, dem Netz aus Intrigen und Erpressung, das ihr Mann zu Lebzeiten gewoben hat. Als ein Brandanschlag auf Nicolais Mörderin die Stadt erschüttert, muss Aleydis etwas tun, das ihr überhaupt nicht behagt: Gewaltrichter Vinzenz van Cleve um Hilfe bitten, den Mann, der ohnehin schon zu viel Platz in ihren Gedanken einnimmt …


Meine Meinung:
Ich hatte ja schon das Buch "Das Gold des Lombarden" mit Begeisterung gelesen und freute mich nun auf die Fortsetzung. Obwohl es schon eine Weile her ist, seit ich das Buch gelesen hatte, kam ich sehr schnell wieder rein ins Geschehen.
Ich fühlte mich dann auch gleich wieder wohl in der Hausgemeinschaft von Aleydis. Obwohl es durchaus unruhig wurde, denn noch immer gab es Probleme mit dem Erbe, dass sie antreten musste. Zumal erst nach und nach heraus kam, welchen Geschäften ihr verstorbener Mann so alles nachging. Es war weiterhin spannend und ich fühlte mich ein weiteres Mal an das Buch gefesselt. Aber so kenne ich es ja auch, Petra Schier hat mich bisher noch nie enttäuscht. Allerdings weiß ich auch, dass sie sich immer neue Überraschungen einfallen lässt und ich spielte ab und zu mit dem Gedanken, mal schnell auf den letzten Seiten nachzusehen, ob ich erkennen kann, dass es nach meinen Wünschen bzw Vorstellungen ausgeht.  Ich habe es aber aushalten können, was meine Spannung natürlich enorm steigerte und ich nicht schnell genug das Buch verschlingen konnte. Ja, ich habe es regelrecht verschlungen, was mir manchmal etwas leid tut. Ich kann mir vorstellen, dass aufwändig recherchiert werden muss, denn die Autorin hat mir sehr viel Wissen über die Arbeit eines Münzwechslers mitgeteilt. Und das alles so nebenbei, denn in der Hauptsache ging es doch darum Geheimnisse zu lüften und einem Täter auf die Spur zu kommen.


Fazit:
Es freut mich, dass es mit Sicherheit noch ein weiteres Buch geben wird. Dieses ist jetzt zwar abgeschlossen, aber Potential für ein nächstes ist reichlich vorhanden und ich weiß, dass ich auch das nächste Buch verschlingen werde, sobald ich es in meinen Händen halten kann.

Beim Verlag und bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 26. Januar 2020

Rezension - Potsdamer Ganoven



Autorin: Hanna C. Bergmann

Titel: Potsdamer Ganoven

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2019

Seiten: 309

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Gmeiner-Verlag



Über die Autorin:
Hanna C. Bergmann heißt eigentlich Karin Joachim. Sie wurde in Bonn-Bad Godesberg geboren und lebt seit über 20 Jahren im Ahrtal. Die studierte Germanistin und Anglistin sowie ehemalige Leiterin eines archäologischen Museums ist heute als freiberufliche Autorin tätig. In ihrer Freizeit ist Karin Joachim mit ihrem Border Terrier unterwegs, mit dem sie die Natur erkundet. Besonders gerne besichtigt sie historische Orte sowie Parks und Gärten im In- und Ausland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Winterkälte hat die ehemalige Garnisonsstadt fest im Griff. Wie an jedem Tag dreht der junge Postbote Theodor Berwalt seine Runde. Am Stadtkanal findet er bei einer Zustellung die Leiche von Alfred Pagel. Kaum hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen, gerät Theodor in Verdacht, Pagel ermordet zu haben. Dem Postboten eilt seine Freundin Gisela zu Hilfe, die als Stenotypistin im Polizeipräsidium arbeitet. Gemeinsam begeben sich Theodor und Gisela auf Mörderjagd …


Meine Meinung:
Was erfreut eine Leseratte, die gerne Krimis und historische Bücher liest? Na klar, ein historischer Krimi. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich lesen kann, wie zu früheren Zeiten Mordfälle aufgelöst wurden, ohne die ganzen technischen Hilfsmittel, die heutzutage eingesetzt werden können. Außerdem finde ich es toll, wenn ich so nebenbei auch einiges über das Leben der damaligen Zeit erfahren kann.
Berlin 1924, einige Jahre nach dem großen Krieg, wie damals der erste Weltkrieg genannt wurde. Theodor Berwalt ist als Postbote tätig und kommt viel rum, er sieht auch viel. Allerdings hätte er viel darum gegeben, wenn er den Toten nicht gefunden hätte. Leider wurde er als Verdächtiger angesehen und musste einige Tage zu Hause bleiben. So hatte er allerdings Zeit sich mit seiner Freundin Gisela um einiges zu kümmern.
Hanna C. Bergmann hat mir mit diesem Krimi Einblicke in das Berliner Leben verschaffen können. Aber auch Spannung vermittelt. Denn es war nicht leicht für Theodor und Gisela, wofür es mehrere Gründe gibt. Aber die möchte ich hier nicht nennen. Auf jeden Fall fühlte ich mich an das Buch gefesselt. Der Mord konnte aufgeklärt werden, aber es gibt noch einiges, was bei mir Fragen aufwirft und ich gehe sehr davon aus, dass ich in einem Folgeband mehr dazu erfahren werde. Wichtig ist allerdings, dass dieser Fall abgeschlossen werden konnte.


Fazit:
Ein gelungener Start für den Postboten Theodor Berwalt.  Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle das Buch gerne weiter. Geduldig warte ich nun auf die nächste Folge.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Pechmaries Rache


Autorin: Carla Berling

Titel: Pechmaries Rache

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Dezember 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag




Über die Autorin:
Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihren Romanen durch große und kleine Städte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf dem Hellberger Hof regiert der Hass: Alle Familienmitglieder sind bis aufs Blut zerstritten - spätestens seit die dreijährige Angelina im Bach ertrunken ist, weil ihre Großmutter nicht richtig aufgepasst hat. Reporterin Ira Wittekind, die eigentlich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt und einen Artikel über den Hof schreiben will, hat von Anfang an ein merkwürdiges Gefühl. Dann sterben zwei weitere Menschen. Und als Ira gemeinsam mit Kommissar Brück recherchiert, stellt sich schnell heraus, dass die Ursachen für die Streitigkeiten auf dem Hof eine Grausamkeit besitzen, die sie sich niemals hätte vorstellen können...


Meine Meinung:
Als Serienjunkie war für mich klar, dass ich auch den 5. Fall von Ira Wittekind lesen wollte. Inzwischen kenne ich sie ja sehr gut. Ich freute mich auch schon sehr darauf, die Tanten ihres künftigen Mannes wieder zu treffen. Ja, Ira wird bald heiraten und ist mit Vorbereitungen beschäftigt, als in ihrer Nachbarschaft eine ältere Frau stirbt, was ihr komisch vorkommt. Als kurz danach eine weitere Tote auf dem Hof stirbt, will Ira wissen, ob das alles mit rechten Dingen zugeht.
Gemeinsam mit Ira erfahre ich vieles über die Familie der Verstorbenen und ich muss gestehen, da tun sich Abgründe auf. Ich bin natürlich sehr gespannt, ob der Verdacht zurecht besteht, den Ira hat. Irgendwann habe ich selber eine Vermutung, wo ich eigentlich sehr sicher bin und nun mit Spannung verfolge, wie das denn wohl geschehen ist.
Am Ende des Buches komme ich in einen echten Gewissenskonflikt, ähnlich wie Coco, der Freundin von Ira. Carla Berling hat sich wieder einiges einfallen und mich ein weiteres Mal begeistert. Die Tanten befinden sich immer noch in meinem Leserherzen. Bei der Hochzeit wäre ich zu gerne dabei gewesen. Aber mehr werde ich nun nicht verraten.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es fühlt sich außerdem schön an. Der Buchtitel gefällt mir überhaupt nicht. Dafür aber die Inhalte der Umschlagklappen. Vorne werden die wichtigsten beteiligten Personen aufgeführt und hinten befindet sich eine kleine Landkarte. Sehr hilfreich, wenn eine gewisse Zeit zwischen den Erscheinungsterminen liegt.


Fazit:
Natürlich hat das Buch eine abgeschlossene Geschichte. Es ist nicht erforderlich, die anderen Bücher zu kennen. Aber es macht halt mehr Spaß, wenn sie in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden können. Ich empfehle also nicht nur dieses Buch, sondern auch die vorherigen Bücher dieser Serie.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Rezension - Mord im Krimihotel



Autorin: Ingrid Schmitz

Titel: Mord im Krimihotel

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2017

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH



Über die Autorin:
Ingrid Schmitz, geb. 1955 in Düsseldorf, ist gelernte Speditionskauffrau und arbeitete bei einer kanadischen Reederei und im sowjetischen Außenhandel. Seit 2000 ist sie hauptberufliche Autorin. Mittlerweile sind an die 60 Kurzkrimis und mehrere Kriminalromane von ihr veröffentlicht worden. Regelmäßig gibt sie (kulinarische) Kriminalanthologien heraus. Ingrid Schmitz ist Mitglied bei »Mörderische Schwestern« und im »Syndikat«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Zimmer mit Leiche, bitte
Krimiautorin Lea Schein reist mit einer ordentlichen Portion Lampenfieber in das beschauliche Städtchen Hillesheim mitten in der Eifel. Dort blüht angeblich das Verbrechen. Selbstverständlich nur auf dem Papier. Inmitten der morbiden Atmosphäre eines Krimihotels soll sie mit ihren Lesungen den Wochenendgästen zu einem angenehmen Schauder verhelfen.
Aber nicht alle Anwesenden hat die spannende Kriminalliteratur hierhergelockt, wie Lea schon bald feststellen muss. Zum Entsetzen aller liegt plötzlich eine Tote auf dem Hotelparkplatz. Es handelt sich keineswegs um eine makabre Inszenierung, denn die Leiche ist echt! Lea Schein ermittelt – und diesmal nicht auf dem Papier.


Meine Meinung:
Zuerst möchte ich allen Unwissenden mitteilen, dass es dieses Krimihotel tatsächlich gibt. Ich hege schon lange den Wunsch, mal dorthin zu fahren. Allerdings bin ich jetzt etwas unsicher. Könnte es für mich da auch gefährlich werden? 😉 Nein, Scherz beiseite, denn es lesen dort so viele Cops und pfiffige Krimiautoren, der Täter würde mit Sicherheit schnell gefunden werden und es deshalb erst gar nicht wagen.
Ingrid Schmitz lässt ihre Protagonistin, die Autorin Lea Schein nach Hillesheim reisen. Sie soll dort aus ihren Büchern vorlesen. Allerdings hat sie zu dem Zeitpunkt noch nicht viel veröffentlicht und war im Grunde froh, dass sie dort einiges an Ablenkung findet. Wobei es nicht unbedingt eine Tote hätte sein müssen. Aber zunächst lernen sich alle Beteiligten, die da ein Wochenende verbringen werden, kennen. Nun, Lea und ich erfahren einiges über die Leute, die sehr unterschiedliche Charaktere haben und aus den verschiedensten Gründen nach Hillesheim gekommen sind. Außerdem erfahre ich, was sich an so einem Krimiwochenende so alles dort abspielt, was mir sehr gut gefallen hat. So habe ich Informationen bekommen und konnte voller Spannung beobachten, was unternommen wird, um den Täter zu finden.
Ich erwähnte ja schon, dass die Beteiligten aus den unterschiedlichsten Gründen angereist sind und dies sollte auch eine wichtige Rolle spielen. So gab es reichlich Nebenschauplätze, was ich interessant fand. Natürlich wurde der Fall aufgelöst, es wurden Entscheidungen getroffen und ich konnte nachlesen, was innerhalb eines Jahres passiert ist.


Fazit:
Unterhaltsam und spannend empfand ich diesen Krimi, den ich gerne weiter empfehle und ich denke jetzt doch einmal ernsthaft über ein Wochenende in Hillesheim nach.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Dienstag, 21. Januar 2020

Rezension - Münchhausenwut


Autorin: Deborah Emrath

Titel: Münchhausenwut

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 10. Januar 2020
erschienen: Taschenbuch 20. Februar 2020

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Deborah Emrath, geboren 1976 im Untertaunus, wohnt genau wie Emma, die Protagonistin ihres Debütromans, in Bodenwerder. Auch den trockenen Humor hat sie mit ihrer Kriminalhauptkommissarin gemeinsam. Ihre erste Kurzgeschichte aus der Grundschulzeit handelte von einer Kuh, die eine Fahrkarte kaufen wollte. Mittlerweile hat sie bereits einige – hoffentlich besser lesbare -Kurzgeschichten veröffentlicht. Seit 2005 lebt sie in Bodenwerder, zusammen mit ihrem Ehemann und zwei Birmakatern. Mittlerweile ist das Städtchen an der Weser ihre Heimat. Ihre Geschichten bleiben so bewusst im Alltag verankert. Die Figuren der studierten Diplompädagogin leben von ihrer Erfahrung als Lehrkraft. Wenn sie nicht gerade Emma zur Aufklärung eines Mordfalls schickt, arbeitet sie als freie Lektorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ralf Ebelski, Gynäkologe und Hauptdarsteller im Musical "Münchhausen", wird erwürgt am Münchhausenbrunnen im beschaulichen Bodenwerder aufgefunden. Auch ein Täter ist schnell gefunden. Doch als die Fassade des schauspielernden Frauenarztes bröckelt, steigt die Zahl der Verdächtigen rasant an.
Fast jeder verfolgt bei dieser Mörderjagd eigene Pläne. So auch Emma Stanford, die Kriminalhauptkommissarin mit dem trockenen Humor, die mit der Aufklärung des Falles beauftragt wird. Leider kann sie dieser Pflicht wegen ihrer neuen Freundin Barbara und ihres nicht mehr so ganz Ex-Mannes Andreas nur wenig nachkommen. Denn die beiden haben eigene Vorstellungen von den Motiven und dem Tathergang. Emma muss schnell sein, denn der Täter ist immer noch auf freiem Fuß.


Meine Meinung:
Münchhausen sollte ja eigentlich den meisten bekannt sein. Die Gegend vielleicht nicht so, aber ich kenne sie und es freut mich immer wieder, wenn ich weiß, was wo passiert. Deshalb war ich natürlich mal wieder neugierig auf einen Krimi. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, was wohl daran liegen mag, dass sie bisher mit Kurzgeschichten an Anthologien beteiligt war und dies ihr Debütroman ist.
So lernte ich zunächst Emma Stanfort kennen, die sich hauptsächlich um den Mord kümmern sollte. Nach und nach kamen noch mehr Personen hinzu und da hat die Autorin einen interessanten Schreibstil gewählt. Denn sie hat wechselweise viele Personen zu Wort kommen lassen, die Situationen aus ihrer Sicht schilderten. So kannte ich das noch nicht und musste mich auch erst einmal daran gewöhnen. Meist habe ich immer aus Sicht der Ermittler und geheimnisvoll aus Sicht des Täters etwas gelesen. Aber so machte es Deborah Emrath besonders spannend und lenkte den Verdacht auf viele Personen. Ich selber hatte lange keine Ahnung, wer denn nun der Täter war.
Was ich neben der Spannung immer gerne lese, sind Angaben über das Privatleben der Ermittler, davon gab es hier reichlich und es spielte eine sehr wichtige Rolle. Wie immer möchte ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber zumindest erwähnen, dass ich das Ende als sehr dramatisch empfand und nun gespannt auf weitere Folgen bin.


Fazit:
Mir hat der Debütroman sehr gut gefallen, Spannung gab es und auch viele Informationen, die die Umgebung und deren Besonderheiten betrafen. Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr über Emma Stanfort lesen kann. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Donnerstag, 16. Januar 2020

Rezension - Hamish Macbeth - Hamish und der tote Witzbold


Autorin: M.C. Beaton

Titel: Hamish Macbeth - Hamish und der tote Witzbold

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Dezember 2019

Seiten: 224

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Lübbe



Über die Autorin:
M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um den schottischen Dorfpolizisten Hamish Macbeth und die englische Detektivin Agatha Raisin feiert sie bis heute große Erfolge in über 15 Ländern. M.C. Beaton lebt und arbeitet in einem Cottage in den Cotswolds


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als der schottische Dorfpolizist Hamish Macbeth die Nachricht erhält, dass im Gutshaus des schonungslosen Witzbolds Arthur Trent ein Mord geschehen ist, hält er das zunächst für einen schlechten Scherz. Umso überraschter ist er, als er Trent tatsächlich erstochen und in einen Schrank gestopft auffindet. An Verdächtigen herrscht auch kein Mangel: Das Haus ist voller habgieriger Verwandter, die alle mehr am Inhalt des Testaments als an der Aufklärung des Verbrechens interessiert sind ...


Meine Meinung:
Hier hat mich das Buchcover dazu verführt das Buch zu lesen, ich versprach mir einen spannenden humorvollen Krimi.  So kam es, dass ich mitten in einer Buchserie landete und Constable Hamish Macbeth, sowie seine Freundin Priscilla Halburton-Smythe kennen lernte. Beide waren mir sehr sympathisch, was ich von allen anderen Beteiligten nicht behaupten kann, egal ob sie nun  Ermittler, Mordopfer oder Verdächtige waren. Besonders der so genannte Witzbold war mir total unsympathisch und mir tat es überhaupt nicht leid, was mit ihm geschehen ist. Bin ich jetzt eine böse Leserin? Ich meine nein, denn was der Typ den Leuten schon Jahre lang antat, fand ich in keinster Weise witzig. Aber spannend war es. Ich meine, einen Täter innerhalb einer Gemeinschaft zu suchen, die sich aus irgendeinem Grund alle in dem Haus aufhalten, ist nicht neues. Aber es war eben ein Rätselraten, wer es denn gewesen sein kann. Deshalb habe ich natürlich Hamish bei der Auflösung des Falles begleitet und war am Ende schon etwas überrascht. Gefallen hat mir die Situation, die den Ausschlag zum Geständnis gab und das Hamish am Ende auch einen Wunsch erfüllt bekam, naja nicht ganz freiwillig, aber das macht ja nichts.


Fazit:
Oft ist es ja so, dass ich vorherige Bücher und natürlich die folgenden gerne lesen möchte, wenn ich mitten in einer Serie starte. Diesmal ist es nicht der Fall und leider kann ich nur drei von fünf Sternen vergeben.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#HamishMacbethunddertoteWitzbold #NetGalleyDE

Rezension - Gut in Schuss, mit leichten Macken



Autorin: bibo Loebnau

Titel: Gut in Schuss, mit leichten Macken

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. September 2019

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag



Über die Autorin:
bibo Loebnau ist gelernte Journalistin, verheiratet und lebt abwechselnd in Berlin und in einem kleinen Haus am See in der Mark Brandenburg. Dort, mit Blick in die Natur, entstehen die meisten ihrer Bücher. Vor ihrer schriftstellerischen Karriere arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen und betreute als PR-Redakteurin zahlreiche TV-Shows. bibo Loebnau ist seit 2014 Mitglied bei DELIA, davon vier Jahre lang Pressesprecherin der Autorenvereinigung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Perfekt war gestern ... Mia hat das perfekte Haus in Berlin Dahlem, den perfekten Mann und überhaupt das perfekte Leben. Bis sie eines Tages ihren Göttergatten beim Fremdgehen erwischt. Plötzlich findet sie sich in einer WG mit dem exzentrischen Künstler Fritz und seinen zwei Katzen wieder. Mia verabschiedet sich ein für alle Mal von den allmorgendlichen Smoothies und dem strengen Sportprogramm. Denn sie erkennt: Glücklich sein geht anders ...


Meine Meinung:
Von wegen, das Leben in einer Villa mit genügend Geld im Hintergrund kann doch so toll sein, oder? Diese Frage musste oder soll ich besser schreiben, durfte Mia sich stellen. Mitte Vierzig, der Sohn studiert in einer entfernten Stadt und der Mann hat eine jüngere, muss Mia ganz neu starten. Im Grunde sind diese Voraussetzungen nichts ungewöhnliches, im wahren Leben kommt es öfter vor und in den Büchern sowieso.
Ich war nun sehr neugierig, was die Autorin sich für Mia hat einfallen lassen. Neben bekannten Entwicklungen und Entscheidungen hat sich die Autorin viel Neues ausgedacht und fesselnd aufgeschrieben.  Zumindest fühlte ich mich gut unterhalten und habe Mia gerne von Dahlem nach Kreuzberg begleitet. Zu gerne hätte ich ebenfalls etwas aus ihrer Kollektion erstanden, so begeistert wie alle Frauen darauf reagierten. Mir hat der Schreibstil der Autorin gefallen, ich hatte alles wunderbar vor Augen und war so richtig mittendrin und dabei. Humor hat sie ebenfalls bewiesen, ich hatte richtig viel Spaß mit dem Namen der Sängerin.
Die Autorin hat es verstanden, den Personen die unterschiedlichsten Charaktere zu geben, sie hat klar gemacht, wie wichtig wahre Freundschaft ist, dass man Mut für neues haben soll und vor allem mal über den eigenen Schatten springen muss.


Fazit:
Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen und als Leserin war ich gerne dabei und fühlte mich gut unterhalten. Das Buch eignet sich bestens, wenn nach leichter Lektüre für Zwischendurch gesucht wird.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Rezension - Die Schnüfflerin



Autorin: Anne von Vaszary

Titel: Die Schnüfflerin

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Januar 2020

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur



Über die Autorin:
Anne von Vaszary, 1975 geboren und aufgewachsen in Sachsen, studierte Dramaturgie und Drehbuchschreiben an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und schlug den damals ungewöhnlichen Weg ins interactive Storytelling ein. Ihre Werke erhielten mehrere Preise, u.a. den Lara Kino Award für die Beste Kinoadaption 2009 sowie den Deutschen Entwicklerpreis für das Beste Adventure 2009 und die Beste Story 2016. 2016 gewann sie auch das Arbeitsstipendium der Mörderischen Schwestern, das den Weg zu ihrem ersten Kriminalroman »Die Schnüfflerin« ebnete. Ein weiterer Band ist für 2021 bereits in Arbeit. Anne von Vaszary lebt mit ihrer Familie in Berlin und schreibt in Sachsen und auf Sylt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Schnüfflerin-Reihe, Band 1 Der Geruchssinn als Ermittler: »Die Schnüfflerin« von Anne von Vaszary ist ein origineller, unblutiger Kriminalroman um eine Frau, die dank ihres ausgeprägten Geruchssinns einem Gift-Anschlag in Berlin entgeht und unverhofft selbst zur Ermittlerin wird.

Eigentlich wollte Nina (23, Schulabbrecherin ohne Lebensplan) sich mit ihrem Bekannten Ricky nur in einem Restaurant in Berlin treffen, um ihm zu sagen, dass ihr One-Night-Stand Folgen hat, doch dann kommt alles anders. Mehrere Gäste ringen nach Luft, rutschen von ihren Stühlen und kämpfen um ihr Leben – unter ihnen auch Ricky. Nina bleibt von dem Gift-Anschlag verschont, weil ihre seit der Schwangerschaft hochsensible Nase sie davon abgehalten hat, das Essen zu probieren. Schon seit Tagen kämpft Nina mit den Auswirkungen ihres verstärkten Geruchssinns. Eine nützliche Fähigkeit, denkt sich Kommissar Koller von der Berliner Kripo und spannt Nina in seine Ermittlungen ein, die – der Nase nach – direkt zum Mörder führen ...


Meine Meinung:
Als Krimifan freue ich mich immer wieder, wenn ich neue Autorinnen kennen lerne und möchte natürlich auch deren Bücher lesen. Bisher hatte ich von Anne von Vaszary erst eine Kurzgeschichte gelesen, die eine von 24 Weihnachtskrimis in dem Buch "Lametta, Lichter, Leichenschmaus" war. Nun war ich auf ihren Debüt-Krimi sehr gespannt.
Die Protagonistin Nina ist mir dann auch schnell an mein Leserherz gewachsen. Durch eine besondere Begabung landete sie mitten in einen Mordfall. Kommissar Koller fand nicht nur ihren Geruchssinn nützlich, er erkannte auch, dass sie noch weitere Begabungen besaß. Denn wir beide stellten fest, dass Nina ebenfalls sehr gut beobachten und clevere Fragen stellen kann.
Die Autorin hat mal einen etwas anderen Weg eingeschlagen und mich damit begeistert. Sie hat für reichlich Spannung und auch für überraschende Wendungen gesorgt. Ich war mal wieder regelrecht gefesselt an das Buch.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gefallen und auch alle beteiligten Personen, denen die Autorin sehr interessante Charaktere zugeordnet hat. Selbst Kommissar Koller ist kein "gewöhnlicher" Mitarbeiter. Allerdings möchte ich jetzt nicht weiter auf alle Personen eingehen, es soll keinem das Lesevergnügen genommen werden. Das Ende hat mich besonders überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.


Fazit:
Der Start einer neuen Krimiserie ist der Autorin bestens gelungen. Dieser Fall fand in dem Buch einen guten Abschluss. Allerdings blieben bei mir noch Fragen offen, die mit Sicherheit in der Nächsten Folge geklärt werden, worauf ich mich schon freue.  Auf jeden Fall empfehle ich allen diesen Krimi.

Was ich noch erwähnen wollte, ich hatte die Autorin auf der Buchmesse 2019 in Frankfurt getroffen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich stellte fest, dass ich das Buch mit den 24 Krimis auf meiner Leseliste hatte. Natürlich wollte ich ihren großen Krimi auch lesen und musste etwas warten, bis ich es mir kaufen konnte. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Rezension - Das Dünenhaus



Autorin: Ann-Kristin Vinterberg

Titel: Das Dünenhaus

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 12. Januar 2020

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand



Über die Autorin:
Ann-Kristin Vinterberg ist das Pseudonym einer deutschen Autorin mit Wohnsitz in Kopenhagen. Ann-Kristin ist schreibwütig, süchtig nach Büchern, liebt Schokolade und trinkt Tee. Sie spielt gerne Gott und schreibt seit der Grundschule Geschichten, Tagebuch, Briefe und auf jedes Zipfelchen Papier. Vor der E-Buch Revolution nahm sie Bücher mit in die Badewanne – und da sie eine solche leider nicht mehr besitzt, nimmt sie jetzt die E-Bücher mit ins Bett. Sie schreibt abends, wenn alle anderen fernsehen oder Freunde treffen. Dann hat Ann- Kristin eine Verabredung mit ihren Personen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vivi Sangild kehrt nach Jahren wieder in das Ferienhaus ihrer Familie in Dänemark zurück. Hinter ihr liegt eine unerreichbare Liebe. Ihr altes Leben in Berlin erscheint ihr sinnlos. Soll sie ihrem Herzen folgen und einen neuen Anfang in Dänemark wagen? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und die Idylle am Kattegat bekommt Risse. Jemand beobachtet und bedroht Vivian.


Meine Meinung:
In erster Linie hat mich die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Denn ich habe vor einiger Zeit einen schönen Urlaub am Kattegat verbracht und war nun gespannt, ob Orte genannt werden, die ich kenne. Zunächst gab es einen Einstieg ins Buch, der mir nicht unbekannt war. Aber dann hat sich die Autorin einiges einfallen lassen. Als erstes lernte ich das Dünenhaus und alte und neue Bekannte von Vivi kennen. Es machte Spaß und ich hatte ein entspanntes Lesevergnügen, aber dann passierte einiges, was merkwürdig war. Vivi und ich wollten natürlich wissen, was das zu bedeuten hat und auf einmal entwickelte sich immer mehr Spannung. Es gab überraschende Wendungen, aber auch Momente, mit denen ich gerechnet hatte. Auf jeden Fall hat Ann-Kristin Vinterberg mich an das Buch gefesselt. Ich war gespannt, wie sich alles entwickeln würde und war mit dem Ende sehr zufrieden. Zumindest, was Vivi betraf, denn mir war wichtig, dass sie gut aus der Sache heraus kommt. Nun habe ich vielleicht den einen oder die andere neugierig gemacht, aber ich werde vom Inhalt nicht mehr verraten.


Fazit:
Für mich hat sich die Reise an den Kattegat gelohnt und ich würde mal behaupten für Vivi ebenfalls.
Alltagsleben, Romanze, Spannung und noch viel mehr hat die Autorin gut miteinander verbunden und ein Buch geschaffen, das viel Lesevergnügen bereitet. Ich empfehle es gerne weiter.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 14. Januar 2020

Rezension - Ein Hauch von Sommer und Zitronen



Autorin: Greta Niels

Titel: Ein Hauch von Sommer und Zitronen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. August 2019

Seiten: 367

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder



Über die Autorin:
Greta Niels wurde 1972 in der Nähe von Wien geboren. Sie arbeitete als Journalistin und Werbetexterin, bevor sie ihren Werdegang als Autorin begann. Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in NRW.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lina steht eigentlich immer auf der Sonnenseite des Lebens. Doch dann setzt ihr Chef sich ins Ausland ab, ihr Verlobter möchte eine Auszeit und der Vermieter kündigt ihr die Wohnung. Die Rettung kommt, als sie überraschend ein altes Fachwerkhaus auf dem Land erbt. Zunächst ist die Großstadtpflanze wenig begeistert von dem baufälligen Gebäude – und vom Landleben erst recht nicht. Doch nach und nach beginnt sie, sich für die idyllische Kleinstadt und ihre freundlichen Bewohner zu erwärmen. Gerade als Lina glaubt, mit dem attraktiven Konditor Ben ihr Glück gefunden zu haben, steht ihr Ex vor der Tür und ihr neues Leben nimmt eine turbulente Wendung.


Meine Meinung:
Das sieht mir mal wieder ähnlich, wir stecken mitten im Winter und die meisten Tage sind trüb. Da lasse ich mich einfach in den Sommer entführen. Naja, ein bisschen Phantasie gehört auch dazu. Ich begleite Lina nämlich aufs Land. Und nehme Anteil an ihrem Leben, das auf einmal aus den Fugen gerät und wo sie außerdem völlig überraschend ein Haus erbt.
Bisher hatte ich noch kein Buch von Greta Niels gelesen und ich war gespannt, ob sie mir Lesevergnügen bereiten würde. In der letzten Zeit hatte ich viele Krimis gelesen und brauchte zur Abwechslung mal wieder etwas leichtere Lektüre. Dafür  hat die Autorin mit diesem Buch gesorgt. Vieles konnte ich erahnen, was allerdings auch daran liegen mag, dass ich eben sehr viele Bücher lese. Aber ich fühlte mich tatsächlich gut unterhalten, denn es gab reichlich Abwechslung im Leben von Lina, wofür vergangene Begebenheiten, aber auch Ereignisse der Gegenwart sorgten.
Interessant fand ich wie sich die Großstadtpflanze doch auf dem Land wohlfühlte und mit dem Ende war ich dann auch sehr zufrieden.


Fazit:
Ein schönes unterhaltsames Buch, das zu jeder Jahreszeit gelesen werden kann und einen gut unterhält. Wer nach einer kurzweiligen Lektüre Ausschau hält, wird hier bestimmt das richtige finden.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.

Montag, 13. Januar 2020

Rezension - Mordskälte



Autorin: Mareike Albracht

Titel: Mordskälte

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 29. November 2019

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight



Über die Autorin:
Mareike Albracht wurde 1982 geboren. Die ausgebildete Diplom-Finanzwirtin ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie im Sauerland. Dort beschloss sie, ihren Kindheitstraum zu verwirklichen und ihre Liebe zur Heimat mit ihrer Leidenschaft für das Schreiben zu kombinieren. 2016 belegte sie den dritten Platz auf der Shortlist des Krimi-Stipendiums der Mörderischen Schwestern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Oberkommissarin Anne Kirsch gibt sich alle Mühe, sich an die Vorschriften zu halten. Sie hat im Dienst bereits einmal zu oft ihre Kompetenzen überschritten und darf sich keinen Fehltritt mehr leisten. Als im Sauerland ein Motorradfahrer tot aufgefunden wird, der offenbar zu schnell durch eine Kurve gerast war, ermittelt sie deshalb besonders akribisch. Es stellt sich heraus, dass der Tod kein Unfall war, sondern Mord, und die Spur führt in die Sauerländer Motorradszene. Doch als plötzlich Annes Freund Heiko in den Kreis der Verdächtigen gerät, muss sie sich entscheiden: Ist sie bereit, den Fall abzugeben, obwohl sie die einzige zu sein scheint, die Heiko retten kann?


Meine Meinung:
Oberkommissarin Anne Kirsch lernte ich mit diesem Buch kennen und durfte sie bei ihrer Arbeit begleiten. Eigentlich wollte sie endlich mit ihrem Freund, der im Sauerland lebt, ein schönes Wochenende verbringen, aber es kam alles ganz anders. Es war sehr interessant und aufschlussreich, was ich so nebenbei noch alles erfahren habe. Die ersten Bücher kannte ich nicht, aber wichtige Infos gab es reichlich für mich. So sollte ich nicht nur dabei sein, wenn der Mord an einem Biker aufgeklärt wird, ich erfuhr auch, dass es Gefrierhäuser gab. Was das eine nun mit dem anderen zu tun hat? Vielleicht viel, vielleicht gar nichts? Ich werde nichts verraten. Auf jeden Fall hat die Autorin dafür gesorgt, da es von Anfang an spannend war und ich neugierig darauf wurde, was denn nun alles passieren wird.


Fazit:
Am Ende gab es natürlich eine Auflösung und ich bin gespannt, was ich noch von Anne Kirsch zu lesen bekomme. Aber zunächst empfehle ich diese Folge gerne weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken




#Mordskälte #NetGalleyDE

Rezension - Mydworth - Spur nach London


Autor: Neil Richards
Autor: Matthew Castello

Titel: Mayworth - Spur nach London

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Dezember 2018

Seiten: 148

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Lübbe AG



Über die Autoren:
Matthew Costello ist Autor erfolgreicher Romane wie "Vacation" (2011), "Home" (2014) und "Beneath Still Waters" (1989), der sogar verfilmt wurde. Er schrieb für verschiedene Fernsehsender wie die BBC und hat Dutzende Computer- und Videospiele gestaltet, von denen "The 7th Guest", "Doom 3", "Rage" und "Pirates of the Caribbean" besonders erfolgreich waren. Er lebt in den USA. Bereits seit den späten 90er-Jahren schreibt er zusammen mit Neil Richards Texte, bislang allerdings nur fürs Fernsehen. "Cherringham" ist die erste Krimiserie des Autorenteams in Buchform.

Neil Richards hat als Produzent und Autor für Film und Fernsehen gearbeitet sowie Drehbücher für die BBC, Disney und andere Sender verfasst, für die er bereits mehrfach für den BAFTA nominiert wurde. Für mehr als zwanzig Videospiele hat der Brite Drehbuch und Erzählung geschrieben, u.a. "The Da Vinci Code" und, gemeinsam mit Douglas Adams, "Starship Titanic". Darüber hinaus berät er weltweit zum Thema Storytelling. Bereits seit den späten 90er-Jahren schreibt er zusammen mit Matt Costello Texte, bislang allerdings nur fürs Fernsehen. "Cherringham" ist die erste Krimiserie des Autorenteams in Buchform.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die junge Lizzie Spence träumt davon, Schauspielerin zu werden. Sie beschließt, von zuhause wegzulaufen und ihr Glück in einem der unzähligen Theater im Londoner West End zu suchen. Dort verschwindet sie spurlos. Harry und Kat werden auf den Fall aufmerksam und machen sich auf die Suche nach dem vermissten Mädchen.
Ein glamouröses Ermittlerduo, ungewöhnliche Verbrechen, schnelle Autos, schicke Kleider und rauchende Revolver - das ist Mydworth, die neue Serie von Matthew Costello und Neil Richards, den Autoren der britischen Erfolgsserie Cherringham. Sir Harry Mortimer, der ehemalige Spion im Dienste ihrer Majestät, ermittelt zusammen mit seiner umwerfenden Ehefrau Kat, die es mit jedem Bösewicht aufnehmen kann! Mydworth ist eine spannende Zeitreise ins England der 20er Jahre - für Fans von Babylon Berlin, Downton Abbey, und Miss Fishers mysteriösen Mordfällen.


Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich aus mehreren Gründen lesen: es ist historisch, es ist ein Krimi und es spielt in London. Also, dachte ich, das ist genau richtig für mich und das war es dann auch.
Bisher kannte ich Lord und Lady Mortimer noch nicht, die beiden ersten Bücher hatte ich nicht gelesen. Es war allerdings kein Problem mich in die Geschichte rein zu finden, was die beiden persönlich betraf. Damals wir heute, passiert es immer wieder, dass junge Frauen auf einmal verschwinden auf dem Weg zu einer großen Karriere, die sie es sich zu Hause immer ausmalen. Lizzie verlässt Mydworth und die Mutter macht sich Sorgen. Harry und Kat begeben sich auf die Suche. Dabei ist es von Vorteil, dass sie in London eine Wohnung haben. An dieser Stelle höre ich aber nun auf und gehe nicht mehr auf den Inhalt ein. Wobei ich nichts verrate, wenn ich erwähne, dass es mir sehr viel Spaß und auch Spannung bereitet hat, die beiden nach London zu begleiten. Sie wohnten in einer Gegend, die mir bekannt war und ich konnte viele Wege wunderbar verfolgen. Wobei ich es interessant fand, denn auf den Straßen gab es Autos, Bussen, Bahnen und Pferde. Durch die gute Beschreibung der Autoren konnte ich mir alles bestens vorstellen. Aber nicht nur das bereitete mir Lesevergnügen, die Spannung erwähnte ich ja schon und davon gab es genügend.


Fazit:
Wer also einen Ausflug nach London machen möchte und erfahren will, was dort in den 20er Jahren so alles passieren kann und wie nicht nur ein vermisstes Mädchen gefunden wird, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es sehr gerne.



Beim Verlag und bei  NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#MydworthSpurnachLondon #NetGalleyDE

Sonntag, 12. Januar 2020

Rezension - Tagebuch eines Buchhändlers



Autor: Shaun Bythell

Titel: Tagebuch eines Buchhändlers

Genre: Tagebuch

Version: eBook, Taschenbuch

erschienen: 12. August 2019

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: btb Verlag



Über den Autor:
Shaun Bythell erwarb seinen Buchladen The Bookshop im Jahr 2001 und führt ihn seither mit großer Leidenschaft, wenn auch gewaltigen Zweifeln, was seine Wirtschaftlichkeit in der Zukunft angeht. In seiner Freizeit fährt er gerne Rad – meistens zum Pub – und teilt sich seine Wohnung über dem Laden mit seiner Katze Captain.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wigtown, Schottland. The Book Shop, die größte Second-Hand-Buchhandlung des Landes, ist ein Paradies für Buchliebhaber. Die Bücherregale reichen bis zur Decke, die Regalböden hängen durch ob ihrer verführerischen Last. Es gibt alles, was das Herz begehrt.
Was Sie als Kunde nicht sehen, sind die Probleme im Hintergrund, mit denen sich der Besitzer Shaun Bythell herumschlagen muss. In seinem »Tagebuch eines Buchhändlers« finden Sie alles: exzentrische Kunden, unhöfliche Angestellte und eine ständig leere Kasse, aber auch den Nervenkitzel eines unerwarteten antiquarischen Fundes und den Charme der Küstenkleinstadt Wigtown. Tauchen Sie ein in die Welt des Buchhandels und lassen Sie sich verzaubern!


Meine Meinung:
Einen Buchladen zu besitzen oder in einem zu arbeiten, ist vielleicht der Traum einiger Lesesüchtigen. Mir würde es ja schon reichen, wenn man mich über Nacht dort einschließen würde und ich viel Zeit zum Stöbern hätte.
Aber ich war schon neugierig zu lesen, was so ein Buchhändler alles so erlebt. Netterweise hat sich der Autor hingesetzt und ein Jahr lang alles festgehalten. Allerdings musste ich feststellen, dass es nicht so besonders aufregend und ich ein bisschen enttäuscht war. Es ist nicht so, dass es für den Buchhändler langweilig gewesen sein mag, aber mich konnte das Buch jetzt nicht so überzeugen. Es hat deshalb auch etwas länger gedauert, bis ich es zu ende gelesen hatte.  Wobei ich zugeben muss, dass ich ohne weiteres größere Lesepausen einlegen konnte, ich verpasste ja nicht wirklich etwas.


Fazit:
Der Einblick in das Leben des Buchhändlers, der den größten Second-Hand-Buchhalden Schottlands zu haben scheint, mag vielleicht ganz interessant sein, aber mehr ist es nicht. Eine wirkliche Leseempfehlung kann ich nicht so richtig abgeben.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Samstag, 11. Januar 2020

Rezension - Ein Mörder zieht die Fäden



Autorin: Rebecca Michéle

Titel: Ein Mörder zieht die Fäden

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. September 2019

Seiten: 330

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Dryas Verlag



Über die Autorin:
Rebecca Michéle, geboren 1963 in Süddeutschland, lebt mit Ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart. Seit 15 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben und hat bereits mehrere historische Romane und Krimis veröffentlicht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sandra Flemming, Managerin des Higher Barton Romantic Hotel in Cornwall, freut sich auf das Weihnachtsfest, welches mit einer großen Feier in ihrem ausgebuchten Haus begangen werden soll. Selbst ihre Eltern aus Schottland wollen kommen. Dass kurz vor dem Fest ein Doppelmörder aus dem Gefängnis flieht, bekommt Sandra nur am Rande mit.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Der Flüchtige tötet erneut, ein Freund von Sandra entgeht nur knapp einem Anschlag, eine ihrer Mitarbeiterinnen verschwindet, und ein Dieb scheint sein Unwesen im Hotel zu treiben. Sandra kommt dem Doppelmörder auf die Spur, muss aber schweigen, um ihr Leben und das ihrer Lieben zu retten.


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Büchern, die wunderbar im Winter gelesen werden können, wurde ich durch das Cover auf dieses Buch aufmerksam. Es ist Advent und Sandra Flemming hat ein Hotel kaufen können. Dies teilt sie den Hotelangestellten mit und will dies im kleinen Kreis dann auch feiern. Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin und auch die Protagonistin war mir unbekannt, aber das sollte kein Problem für mich sein. Ich kam schnell in die Geschichte rein, zumal es gleich aufregend startete und eine Zeit einläutete, die so gar nicht zu einem gemütlichen beschaulichen Advent passte.
Ein entlaufener Doppelmörder gab den Startschuss zu dieser mörderisch gefährlichen Zeit. Ich möchte jetzt nicht weiter auf den Inhalt eingehen und nur erwähnen, dass ich froh war, dies alles nur als Leserin erleben zu müssen. Am Ende gab es dann zwar eine Auflösung, aber mir scheint, nicht nur ich war nicht so ganz zufrieden damit.


Fazit:
Dies war wohl bereits der 3. Fall für Sandra Flemming, die beiden ersten kenne ich nicht, aber es ist kein Problem an dieser Stelle in die Serie einzusteigen und ich vermute sehr stark, dass es noch einiges über Sandra zu lesen geben wird.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#EinMörderZiehtDieFäden #NetGalleyDE

Rezension - Bully Bond und die flotte Lotte



Autorin: Nadja Roth

Titel: Bully Bond und die flotte Lotte

Genre: Tierkrimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Oktober 2019

Seiten: 264

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight 



Über die Autorin:
Nadja Roth, 1972 in Nordrhein-Westfalen geboren, begleitet die Liebe zu Büchern schon seit ihrer Kindheit. Bereits als junges Mädchen dachte sie sich gerne spannende Abenteuer aus, die sie ihren jüngeren Geschwistern vor dem Einschlafen erzählte. Die gelernte Hörgeräteakustikerin arbeitete einige Jahre in ihrem Beruf, bis ihre beiden Töchter zur Welt kamen und ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellten. Im Jahr 2013 nahm die Idee, Bücher zu schreiben, immer mehr Formen an. Einmal begonnen, existieren mittlerweile mehrere Krimis aus ihrer Feder und es ist kein Ende in Sicht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Spürnase wider Willen: Bulldogge Bully ermittelt in seinem ersten Fall Als Bully Bond von einem auf den anderen Tag sein Herrchen durch einen tragischen Treppensturz verliert, ist nichts mehr wie es war. Immerhin nimmt sich die freundliche Lotte der englischen Bulldogge an. Schließlich geschah der Unfall in ihrem Haus. Und Bully ist sich sicher: Sein Herrchen ist nicht zufällig übers Treppengeländer gestürzt. Bully nimmt die Spur auf und vermutet den Mörder direkt in Lottes Umfeld. Doch Menschen sind schwer zu durchblicken für ein müdes Hundehirn und für kurze dicke Hundebeine ist so eine Ermittlung nicht leicht zu stemmen. Zum Glück bekommt er bald Unterstützung und gemeinsam mit der hochnäsigen Siamkatze Frau Yoko und Papagei Chris kommt Bully Bond der Lösung immer näher…


Meine Meinung:
Als Krimifan lese ich sehr gerne auch Tierkrimis. Es gefällt mir, das alles mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen. Dieser Krimi wird im Wechsel aus Sicht von Lotte und von Bully erzählt, wobei Bullys es uns Lesern direkt in der Ich-Form schildert.
Allerdings fängt es für Bully nicht so gut an, sein Herrchen kommt bei einem Treppensturz ums Leben. Die englische Bulldogge bleibt erst einmal im Haushalt von Lotte, was deren Katze aber gar nicht gefällt. Man ahnt schon, es wird interessante Dialoge und Situationen geben. So kam es dann auch, für mich wurde es humorvoll und spannend zugleich. Denn genau wie Bully glaubte ich an keinen Zufall. Ich hatte irgendwann einen Verdacht, wer aber letztendlich der Täter war, wusste ich bis zum Ende nicht.


Fazit:
Ein Hundekrimi, der mir sehr gut gefallen hat. Wobei ja nicht nur ein Hund eine wichtige Rolle spielte, es kamen wesentlich mehr Tiere zum Einsatz. Das Ende des Buches macht mir dann auch Hoffnung, dass ich vielleicht noch mehr von ihnen lesen werde.  Gerne empfehle ich dieses Buch.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#BullyBondUndDieFlotteLotte #NetGalleyDE

Dienstag, 7. Januar 2020

Rezension - Große Elbstraße 7


Autor: Wolf Serno

Titel: Große Elbstraße 7

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. September 2019

Seiten: 473

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Über den Autor:
Wolf Serno war, bevor er begann, Romane zu schreiben, viele Jahre erfolgreich als Werbetexter und als Dozent tätig. Mit „Der Wanderchirurg“ gelang ihm ein internationaler Bestseller. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in Hamburg und Nordjütland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Eigentlich soll Vicki zur Haiden in Lübeck das Lehrerinnenseminar besuchen, doch sie hält die Enge dort nicht aus. Heimlich kehrt sie nach Hamburg zurück – ausgerechnet als in den ärmeren Vierteln die Cholera ausbricht. Mit dem jungen, am Krankenhaus in Ungnade gefallenen Arzt Johannes Dreyer tut sie alles, um den Erkrankten zu helfen. Bis ihr Vater, der Chefarzt am Neuen Krankenhaus Eppendorf, ihr plötzlich gegenübersteht. Er verbietet seiner rebellischen Tochter den Umgang mit dem eigenwilligen Doktor. Doch Vicki hat sich längst in ihn verliebt und beschlossen, ihr eigenes Leben zu leben ...


Meine Meinung:
Da ich sehr gerne historische Bücher lese, war mir klar, dass ich dieses lesen wollte, zumal die Geschichte in Hamburg angesiedelt wurde.
So lernte ich Vicki zur Haiden kennen, die, wie so viele Frauen der damaligen Zeit, unzufrieden mit den gesellschaftlichen Zwängen war und sich ein anderes Leben als von ihren Eltern geplant, vorstellte. Soweit war es für mich jetzt nichts neues und besonderes. Aber ich konnte vieles über Hamburg und die Cholera erfahren. Ich begleitete Vicki bei ihren Vorhaben, was ich sehr interessant fand, weil ich dadurch weitere Leute mit besonderen Charakteren kennen lernte, die typisch den Zeitgeist wiedergaben. Natürlich wollte ich wissen, wie sich alles für Vicki entwickelt und war dann auch mit dem Ende sehr zufrieden.


Fazit:
Ein Stück Hamburger Geschichte, sehr gut mit dem Leben der Protagonistin verknüpft. So konnte ich wieder einiges interessantes erfahren.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#GroßeElbstraße7 #NetGalleyDE

Montag, 6. Januar 2020

Rezension - Seealpmord



Autorin: Nicki Fleischer

Titel: Seealpmord

Genre: Krimi

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 25. Oktober 2019

Seiten: 344

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight 



Über die Autorin:
Nicki Fleischer wurde in den 1970er Jahren geboren und hat in Essen und Bamberg Informatik studiert. Ihre Masterarbeit zum Thema IT-Forensik hat sie der Polizeiarbeit näher gebracht, dies war der Anstoß für ihre Romane. Heute arbeitet sie für ein Beratungsunternehmen der Umweltbranche und als Autorin. In ihrer Freizeit tanzt sie – auch auf der Bühne. Sie lebt mit ihrer Familie bei Frankfurt am Main und schreibt Allgäukrimis, Thriller und Sience-Fiction.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Highlight des Jahres steht in Oberstdorf an: Der Alpabtrieb und die Kür der schönsten Kuh im Allgäu. Das lässt sich die Familie Huber, inklusive PHK Egi Huber, natürlich nicht entgehen. Doch plötzlich nimmt das Spektakel eine so kuriose wie tragische Wendung. Zwei Leichen landen, an Gleitschirmen befestigt, mitten in der Menschenmenge. Egi steckt mal wieder mitten drin im nächsten Mordfall. So ein Ärger! Bei den Toten handelt es sich um die Zwillinge Bert und Gert Dampf. Doch warum die beiden sterben mussten, ist völlig unklar. Nur langsam und mit wie immer ungebetener Hilfe der Kripo Kempten kommen Egi und sein Team dahinter, was passiert sein könnte…


Meine Meinung:
Ein tolles Buchcover zieht mich immer wieder magisch an. So war es auch bei diesem Buch, erst mein zweiter Blick richtet sich auf den Titel und Autorennamen. So stellte ich dann fest, dass ich von der Autorin bereits zwei Bücher gelesen hatte und die Oberstdorfer Ermittler inzwischen  in mein Leserherz geschlossen habe. In den vorigen Büchern hatte ich noch so meine Probleme, aber diesmal war ich wirklich sehr begeistert. Besonders freute ich mich, wenn Egi und Rudi den Kollegen aus Kempten ein Schnippchen schlagen konnten. Spaß hatte ich auch an einigen Dialogen.
Aber es war nicht nur spaßig, schließlich gab es zwei Tote und verzwickte Situationen, die das Ermitteln nicht gerade erleichterten.
Nicki Fleischer hat mich mit dem vierten Buch der Serie begeistern können, ich fand es spannend und war neugierig, wer am Ende der Täter ist und wie die Zusammenhänge sind. Genau das war nämlich am Ende sehr überraschend. Einen Teil hatte ich geahnt und bei dem anderen war ich überrascht.
Bei den Serien begeistert mich ja immer wieder, dass ich von den Ermittlern auch privates erfahre. Und da gab es einiges, was vielleicht eine Nebensache war, aber erwähnt werden musste und anderes, was der Auflösung diente. Also alles bestens verknüpft und sehr gut gelungen.


Fazit:
Ich bin ja ein Krimiserienjunkie und bleibe auch hier am Ball, zumal ich das Gefühl habe, mir gefällt es von Buch zu Buch besser. Man muss die anderen Bücher nicht unbedingt kennen, macht aber mehr Spaß. Auf jeden Fall empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#Seealpmord #NetGalleyDE

Sonntag, 5. Januar 2020

Rezension - Die Ewigkeit des Augenblicks


Autorin: Stefanie Hohn

Titel: Die Ewigkeit des Augenblicks

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, gebundenes Buch

erschienen: 18. September 2019

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Stefanie Hohn (Nova MD) für das TB
Verlag: BoD - Books on Demand für das gebundene



Über die Autorin:
Stefanie Hohn, geb. 1967 in Aachen, studierte Literaturübersetzung in Düsseldorf und promovierte über Charlotte Brontë. Sie arbeitete als Übersetzerin und Lehrbeauftragte für das literarische Übersetzen in Düsseldorf, gründete eine Sprachschule für Kinder und leitete sieben Jahre in Paris die Organisation eines europäischen Englischwettbewerbs für Schüler. In ihren Romanen lotet sie die Grenzbereiche zwischen Realität und Phantastik aus, schreibt über die Liebe und die Kunst – und das, was beide miteinander verbindet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Neuanfang in Paris - vielversprechend und zugleich beängstigend für Ava, die sich längst nicht von ihrer Fehlgeburt und einer mysteriösen Augenkrankheit erholt hat. Es fällt ihr schwer, in der lauten, hektischen Stadt Fuß zu fassen. Ruhe findet sie nur im Museum, zwischen den steinernen Skulpturen des Bildhauers Rodin, denen sie sich näher fühlt, als ihrem eigenen Mann. Ihr neues Heim, die schmucke Vorortvilla in der Rue des Illusionistes, hat sie zwar selbst ausgewählt, ihr durchaus charmanter Vermieter aber, der Kunstsammler Sebastian Duroc, gebärdet sich entschieden zu aufdringlich. Und dann ist da noch diese Villa auf dem Grundstück nebenan. Alle behaupten, es sei eine Ruine, seit Jahren unbewohnt, doch Ava sieht das ganz anders. Woher sonst sollten die nächtlichen Klopfgeräusche kommen, die ihr den Schlaf rauben? Ist es eine Einladung, als das Tor zum Grundstück eines Tages offensteht? Und vor allem - von wem?


Meine Meinung:
Durch Zufall hat es dieses Buch in meine Hände geschafft und ich war sehr gespannt darauf. Ich lernte Ava kennen, deren Mann beruflich nach Paris versetzt wird. Sie sucht dort ein Haus nach ihren Vorstellungen und findet es auch in einer sehr schönen Lage, etwas ruhig, nicht mitten in der turbulenten Stadt. Und hier beginnt eine Geschichte, die mich fesselt und ich nicht so richtig einordnen kann. Vieles driftet etwas ab in den Bereich der Fantasy und Mystik, man stellt sich die Frage, hm, was ist da nun realistisch. Aber egal, die Autorin schafft es und ich lese ein weiteres Mal ein Buch in einem Rutsch durch. Ich fand es sehr interessant etwas über Bildhauerei zu erfahren und Ava in Paris und auch an andere Orte in Frankreich zu begleiten. Ich muss aber auch gestehen, dass ich diesmal keinen richtigen Zugang zur Protagonistin fand, was mich aber nicht daran hinderte das Buch zu verschlingen.


Fazit:
Für mich war es das erste Buch, das ich von Stefanie Hohn gelesen habe, ich weiß aber, dass ich sobald es meine Zeit zulässt auch "Die Magie der Farben" lesen werde, das hier bei mir schon liegt.
Aber jetzt empfehle ich dieses Buch gerne weiter.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Es ist schon manchmal witzig, welche Zufälle es gibt. Da wohnt eine Autorin ganz in meiner Nähe und ich treffe sie, unbewusst auf einer Buchmesse. Nachdem wir uns nun kannten, haben wir uns öfter gesehen und bei einer Gelegenheit habe ich dieses Buch erhalten. Das andere liegt auf meinem SUB schon sehr weit oben.

Rezension - Oma kriegt die Kurve


Autorin: Regine Kölpin

Titel: Oma kriegt die Kurve

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Januar 2020 als eBook
erschienen: 3. Februar 2020 als Taschenbuch

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur 



Über die Autorin:
Regine Kölpin schreibt sowohl humorvolle Familienromane, historische Romane, Kriminalromane und Kinder- und Jugendliteratur. (teilweise unter Pseudonym) Sie ist auch als Herausgeberin tätig. Die Autorin liebt die Nähe zur Nordsee als Inspirationsquelle für ihre schriftstellerische Arbeit. In ihrer Freizeit liest sie gern und seit ein paar Jahren erkundet sie (nach langer Reisezeit mit dem Wohnwagen) mit dem Wohnmobil Europa. Regine Kölpin ist verheiratet mit dem Musiker Frank Kölpin. Sie haben 5 erwachsene Kinder, mehrere Enkel und leben ihr immer noch turbulentes Großfamiliendasein in einem historischen Dorf an der Nordseeküste Frieslands.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Plötzlich Oma – und das Leben steht Kopf! In ihrem Familien-Roman »Oma kriegt die Kurve« erzählt die beliebte friesische Autorin Regine Kölpin mit jeder Menge Humor, Herz und ganz viel Nordsee-Flair, wie Cara unverhofft und nicht ganz freiwillig Vollzeit-Oma wird …
Ein warmherziger, turbulenter Familien-Roman zum Lachen, der seine Leser an die Nordsee-Küste entführt und daher auch wunderbare Urlaubs-Lektüre ist.
Mit 52 Jahren fühlt sich Cara noch ein bisschen zu jung, um es sich schon im Ohrenbackensessel in ihrer Etagenwohnung in Wilhelmshaven gemütlich zu machen. Jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, würde sie gern in ihren alten Beruf zurückkehren. Doch ehe sie es sich versieht, flüchtet Tochter Wiebke samt dreijährigem Sohn zurück ins elterliche Nest. Dann steht auch noch Sohn Tim vor der Tür und verkündet, dass er – etwas ungeplant – Vater wird. Oma Cara hat doch bestimmt nichts dagegen, die Kinder-Betreuung zu übernehmen und ihre eigenen Pläne über den Haufen zu werfen? Auf ihren Mann Thomas kann Cara auch nicht zählen, denn der hat gerade ganz andere Probleme, als Opa zu sein ... Nur gut, dass es da noch die 75-jährige Helene gibt, in deren kleinem Stofflädchen am Deich im traumhaften Kurort Dangast Cara gelegentlich aushilft: Die beiden tüfteln einen gewieften Plan aus, wie sie das Familien-Chaos meistern und auch noch die schärfste Lebens-Kurve kriegen können …


Meine Meinung:
Ich gebe zu mit dem Titel konnte ich mich nicht so richtig anfreunden, irgendwie vermittelt er mir etwas anderes. Allerdings ist mir klar, dass eine Frau mir 52 durchaus eine Oma sein kann, aber ich würde sie im Allgemeinen nie so betiteln, aber das ist wohl Ansichtssache.
Aber das Cover gefiel mir und die Kurzbeschreibung machte mich dann doch etwas neugierig.  So lernte ich Cara, ihre Familie und Helene, ihre befreundete Chefin kennen. Ich landete direkt in ein Familienleben, das sehr turbulent war und in dem Cara selbst nicht so recht wusste, ob sie sich eigentlich wohl fühlte. Zumal ihr Mann sich so benahm, dass ich ihm zu gerne mal so richtig meine Meinung gesagt hätte, bei allem Verständnis für einige Sorgen, konnte es so nicht gut gehen. Nun, er hat ebenfalls die Kurve gekriegt.
Regine Kölpin hat sich einiges einfallen lassen und vieles durchaus realistisch beschrieben. Ich war froh, dass ich "nur" die Leserin sein musste und verfolgte natürlich alles sehr genau. Ich hoffte auf ein gutes Ende und das bekam ich auch. Natürlich verrate ich nicht, wie es denn ausfiel, das muss jeder selbst nachlesen.


Fazit:
Ein unterhaltsamer humorvoller und turbulenter Familienroman mit Höhen und Tiefen. Gerne empfehle ich das Buch weiter, es eignet sich wunderbar zum Zwischendurch lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#OmakriegtdieKurve #NetGalleyDE

Rezension - Bergab geht's tot am schnellsten



Autorin: Hilke Sellnick

Titel: Bergab geht's tot am schnellsten

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Dezember 2019

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Penguin Verlag



Über die Autorin:
Hilke Sellnick steht mit ihren unter Pseudonym veröffentlichten Romanen immer wieder an der Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und begeistert Hunderttausende Leser. Nach »Tote kriegen keinen Sonnenbrand« setzt sie mit »Bergab geht's tot am schnellsten« ihre humorvolle Krimireihe um die charmante Hobby-Ermittlerin Henni von Kerchenstein fort und entführt ihre Leser in ein verschneites Grand Hotel in den Alpen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein einsames Hotel in den Bergen. Nächtliche Spuren im Schnee. Und eine Leiche nach Mitternacht. Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Pianistin Henni von Kerchenstein in die verschneiten Alpen. Die Witwe eines Filmstars feiert im Kreis alter Freunde den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Gatten, und Henni soll die Feier auf dem Klavier begleiten. Doch statt lauschigen Abenden vor dem Kamin erwartet Henni ein zugiges altes Hotelgemäuer. Eingeschneit mit schrulligen Alten, wird nicht nur ihr Kälteempfinden auf die Probe gestellt, sondern auch ihr Spürsinn als Hobby-Ermittlerin: Während tief in den Bergen ein Schneesturm um das Hotel pfeift, hört Henni zu nächtlicher Stunde unheimliche Geräusche aus der Kapelle nebenan und stolpert kurz darauf über eine Leiche im Glockenturm …


Meine Meinung:
Das Buchcover und der Titel machten mich neugierig und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. Zur Jahreszeit passte es ja auch wunderbar.  Da ich das erste Buch nicht kannte, musste ich mich erst einmal zurecht finden. Zum Glück gab es ja immer wieder Hinweise, die für mich wichtig waren.
Zuerst lernte ich Henni von Kerchenstein und ihre Freundinnen kennen, die alle als Musikerinnen arbeiten. Sie waren auf dem Weg zu Hennis Großmutter, um dort auf dem Schloss ein Musikwochenende zu verbringen. Die Großmutter gehört zu den Romanfiguren, die ihre Nachfahren immer  möglichst schnell und standesgemäß verkuppeln wollen. Nun gut, dazu gab es einen interessanten Nebenschauplatz. Mehr will ich dazu aber nicht schreiben.
Henni und ihre Freundinnen nehmen einen Auftrag anlässlich einer Gedenkfeier an und müssen dazu in die Schweiz reisen. Nun wird es sehr interessant, das Haus ist nicht das, was erwartet wurde und die Gäste hatten allen einen besonderen Charakter von der Autorin zugeordnet bekommen. In der Kurzbeschreibung hatte ich ja gelesen, dass es eine Leiche im Glockenturm gab und wartete regelrecht darauf. Ich wollte wissen, wer es denn nun ist und danach natürlich, wer wohl der Täter war. Hilke Sellnick hat es verstanden Spannung mit etwas Humor zu vermischen.
Hobbyermittler habe ich inzwischen ja schon einige in den Büchern kennen gelernt, eine Berufsmusikerin war bisher noch nicht dabei, sie gewährt allerdings interessante Einblicke in ihr Berufsleben, was mir gut gefallen hat. Henni von Kerchenstein erzählt uns Leser alles in der Ich-Form und so werden wir natürlich auch die Gedanken mitgeteilt. Ich fühlte mich gut unterhalten.


Fazit:
Wer nach einem etwas anderen Krimi Ausschau hält, wird hier vielleicht den richtigen finden. Eine Überlegung wäre noch, ob man jetzt mit dem Wissen, durchaus mit Band eins anfangen sollte. Da für mich einige Fragen offen blieben, gehe ich auch davon aus, dass es noch weitere Folgen geben wird.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.