Mittwoch, 15. Januar 2020

Rezension - Die Schnüfflerin



Autorin: Anne von Vaszary

Titel: Die Schnüfflerin

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Januar 2020

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur



Über die Autorin:
Anne von Vaszary, 1975 geboren und aufgewachsen in Sachsen, studierte Dramaturgie und Drehbuchschreiben an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und schlug den damals ungewöhnlichen Weg ins interactive Storytelling ein. Ihre Werke erhielten mehrere Preise, u.a. den Lara Kino Award für die Beste Kinoadaption 2009 sowie den Deutschen Entwicklerpreis für das Beste Adventure 2009 und die Beste Story 2016. 2016 gewann sie auch das Arbeitsstipendium der Mörderischen Schwestern, das den Weg zu ihrem ersten Kriminalroman »Die Schnüfflerin« ebnete. Ein weiterer Band ist für 2021 bereits in Arbeit. Anne von Vaszary lebt mit ihrer Familie in Berlin und schreibt in Sachsen und auf Sylt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Schnüfflerin-Reihe, Band 1 Der Geruchssinn als Ermittler: »Die Schnüfflerin« von Anne von Vaszary ist ein origineller, unblutiger Kriminalroman um eine Frau, die dank ihres ausgeprägten Geruchssinns einem Gift-Anschlag in Berlin entgeht und unverhofft selbst zur Ermittlerin wird.

Eigentlich wollte Nina (23, Schulabbrecherin ohne Lebensplan) sich mit ihrem Bekannten Ricky nur in einem Restaurant in Berlin treffen, um ihm zu sagen, dass ihr One-Night-Stand Folgen hat, doch dann kommt alles anders. Mehrere Gäste ringen nach Luft, rutschen von ihren Stühlen und kämpfen um ihr Leben – unter ihnen auch Ricky. Nina bleibt von dem Gift-Anschlag verschont, weil ihre seit der Schwangerschaft hochsensible Nase sie davon abgehalten hat, das Essen zu probieren. Schon seit Tagen kämpft Nina mit den Auswirkungen ihres verstärkten Geruchssinns. Eine nützliche Fähigkeit, denkt sich Kommissar Koller von der Berliner Kripo und spannt Nina in seine Ermittlungen ein, die – der Nase nach – direkt zum Mörder führen ...


Meine Meinung:
Als Krimifan freue ich mich immer wieder, wenn ich neue Autorinnen kennen lerne und möchte natürlich auch deren Bücher lesen. Bisher hatte ich von Anne von Vaszary erst eine Kurzgeschichte gelesen, die eine von 24 Weihnachtskrimis in dem Buch "Lametta, Lichter, Leichenschmaus" war. Nun war ich auf ihren Debüt-Krimi sehr gespannt.
Die Protagonistin Nina ist mir dann auch schnell an mein Leserherz gewachsen. Durch eine besondere Begabung landete sie mitten in einen Mordfall. Kommissar Koller fand nicht nur ihren Geruchssinn nützlich, er erkannte auch, dass sie noch weitere Begabungen besaß. Denn wir beide stellten fest, dass Nina ebenfalls sehr gut beobachten und clevere Fragen stellen kann.
Die Autorin hat mal einen etwas anderen Weg eingeschlagen und mich damit begeistert. Sie hat für reichlich Spannung und auch für überraschende Wendungen gesorgt. Ich war mal wieder regelrecht gefesselt an das Buch.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls gefallen und auch alle beteiligten Personen, denen die Autorin sehr interessante Charaktere zugeordnet hat. Selbst Kommissar Koller ist kein "gewöhnlicher" Mitarbeiter. Allerdings möchte ich jetzt nicht weiter auf alle Personen eingehen, es soll keinem das Lesevergnügen genommen werden. Das Ende hat mich besonders überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.


Fazit:
Der Start einer neuen Krimiserie ist der Autorin bestens gelungen. Dieser Fall fand in dem Buch einen guten Abschluss. Allerdings blieben bei mir noch Fragen offen, die mit Sicherheit in der Nächsten Folge geklärt werden, worauf ich mich schon freue.  Auf jeden Fall empfehle ich allen diesen Krimi.

Was ich noch erwähnen wollte, ich hatte die Autorin auf der Buchmesse 2019 in Frankfurt getroffen und wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich stellte fest, dass ich das Buch mit den 24 Krimis auf meiner Leseliste hatte. Natürlich wollte ich ihren großen Krimi auch lesen und musste etwas warten, bis ich es mir kaufen konnte. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.