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Sonntag, 21. November 2021

Rezension - Rigi


Autorin: Blanca Imboden

Titel: Rigi

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2021

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Wörterseh 





Über die Autorin
Blanca Imboden, geb. 1962, war Sekretärin, Sängerin und Seilbähnlerin und lebt heute ihren Traumberuf: Schriftstellerin. Wenn sie nicht gerade in den Bergen unterwegs ist oder auf Lesetour durch die ganze Schweiz reist, tut sie das, was ihr das Liebste ist: Sie setzt sich hin und schreibt. Meist Romane, immer wieder mal Kolumnen und ab und zu auch eine Kurzgeschichte. Die Autorin, die im Schwyzer Talkessel aufgewachsen und verwurzelt ist, lebt heute in Malters LU



Kurzbeschreibung, übernommen:
Eliane, von Beruf freischaffende Journalistin, hat ihren Mann viel zu früh verloren. Seit einem Jahr trauert sie nun schon um ihn und realisiert irgendwann: Für viele Menschen hat Trauer ein Ablaufdatum. Bald einmal hat man gefälligst wieder zu funktionieren und sich dem Leben zuzuwenden. Allerdings sollte dies auf keinen Fall zu früh passieren, denn das wiederum käme auch völlig falsch an. Eliane hat genug – auch von den Wünschen ihrer Tochter Marie, die findet, das Zuhause, aus dem sie notabene längst ausgezogen ist, müsse eine Art Museum sein: Papas Hausschuhe sollten bei der Wohnungstür stehen, seine Jacke immer an der Garderobe hängen bleiben. Um zurück ins Leben zu finden, meldet sich Eliane schließlich bei einer Trauergruppe an und ist überrascht, dass dort nicht nur geweint, sondern auch viel gelacht wird. Sie knüpft neue Freundschaften und lernt sogar zwei Zwergpinguine kennen, die einander in ihrer Trauer beistehen. Und dann erhält Eliane einen Traumjob: Sie kann zum 150-Jahre-Jubiläum der Vitznau-Rigi-Bahn, der ersten Bergbahn Europas, eine Artikelserie schreiben und einen Monat lang auf der Rigi wohnen. Was folgt, sind viele bewegende Begegnungen, auch mit einem Hund, der wie ein Putzmittel heißt. Die Rigi ist ein Kraftort und verändert alles – auch Eliane.


Meine Meinung:
Als erstes hat mich der Buchtitel neugierig gemacht, sehr kurz und nur Kenner der Schweiz wissen damit etwas anzufangen, zumindest dachte ich mir das. Das Cover habe ich als ansprechend empfunden und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. Zumal der Hinweis: "Ein fröhlicher Roman über traurige Menschen" mich zusätzlich neugierig machte.
So lernte ich zunächst Eliane kennen, die ihren Mann verloren hat und in einer Trauergruppe versucht damit klar zu kommen. Zusätzlich muss sie sich mit den Vorstellungen der Tochter auseinander setzen, was nicht immer leicht ist. An den Gesprächen in dieser Gruppe nehmen die unterschiedlichsten Personen teil, die Autor hat sich für jeden etwas besonderes ausgedacht. Charakter und Schicksal, was ich sehr interessant fand. Rigi ist die Königin der Berge in der Schweiz und dort wird Elaine sich sehr lange aufhalten. Denn sie hat von ihrem Chef den Auftrag bekommen, anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Regi-Bahn eine Artikelserie zu schreiben. Sie darf dort vier Wochen in einem Hotel wohnen und Gegend und Leute kennen lernen. Ich darf sie dabei begleiten und lerne ebenfalls die wunderschöne Umgebung kennen. Gleichzeitig darf ich Eliane beobachten, wie sie sich nach und nach verändert. Aber nicht nur ihr tut der Aufenthalt dort auf der Rigi gut. 
Blanca Imboden hat alles bestens beschrieben und sich wohl auch sehr ausgiebig mit dem ernsten Thema beschäftigt und gleichzeitig vermittelt, das man trauern und trotzdem fröhlich sein darf. 
Mein Verständnis zu einem fröhlichen Buch ist zwar etwas anders, aber es ist eben nicht nur traurig, sondern macht einen mutig. Ich gebe zu, dass es mich sehr berührt hat, ganz besonders an einer Stelle, die ich hier aber nicht erwähnen möchte. Auf jeden Fall gab es ein überraschend gutes Ende.


Fazit:
Das ist ein Buch mit einem Thema, mit dem man sich ernsthaft auseinander setzen muss. Geschichten sind aus dem Leben gegriffen, in dem es Höhen und Tiefen gibt, Trauer und Frohsein, Mut und Freundschaft. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Rigi #NetGalleyDE

Montag, 4. Januar 2021

Rezension - Drei Frauen im Schnee


Autorin: Blanca Imboden

Titel: Drei Frauen im Schnee

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Oktober 2016

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wörterseh



Über die Autorin:
Blanca Imboden (1962) lebt in der Innerschweiz. 13 Jahre lang war sie als Musikerin in einem Tanzmusikduo unterwegs. «Seither ist mir nichts Menschliches mehr fremd», sagt sie über ihre Zeit im Nachtleben. Dann arbeitete sie 14 Jahre lang bei einer Zeitung als Redaktionssekretärin und redaktionelle Mitarbeiterin. Als die Zeitung wegrationalisiert wurde, wurde sie Seilbahnfahrerin an der Seilbahn von Morschach auf den Stoos.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sonja, die Heldin in Blanca Imbodens Roman "Drei Frauen im Schnee", ist verheiratet, Mutter von Teenager-Zwillingen und lebt mit ihrer Familie unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Das allein schon sorgt für allerlei Zündstoff. Eines Tages beschließt Sonja: Dieses Jahr muss Weihnachten anders werden. Leider gelingt ihr das nicht wie gewünscht. Im Gegenteil. Das Fest der Liebe und des Friedens gerät völlig aus den Fugen, weil nicht nur anstrengende Menschen, sondern auch noch verstörte Tiere ein nicht sehr weihnächtliches Chaos veranstalten. Also packt Sonja kurzerhand ihren Mantel, verlässt das Haus und – bekommt ein Geschenk: zwei neue Freundinnen. Nachdem die Silvesternacht für Sonja dann noch verrückter endet als Weihnachten, treffen sich die drei Frauen im Schnee, in den Bergen, auf dem Stoos. Und jede verändert damit das Leben der anderen zum Positiven.


Meine Meinung:
Es war mal wieder das Cover und der Titel, die mich neugierig auf das Buch machten. Auch wenn Weihnachten schon hinter uns liegt, kann dieses Buch noch gelesen werden, denn die Erinnerungen sind noch frisch und außerdem gibt es dort Schnee. 
Anfangs zog sich die Geschichte etwas in die Länge und ich wartete sehnsüchtig auf die drei Frauen im Schnee. Letztendlich wurde meine Geduld belohnt. Sonja, die Protagonistin befand sich in einer Situation, die ähnlich vielleicht schon einige Leserinnen kennen gelernt haben. Ihre Geschichte machte nachdenklich, wie würde man sich selber entscheiden. Außerdem wurden Traditionen erwähnt, die oft veraltet sind und wie schwer es ist, dagegen anzukommen. Ich war voll auf Sonjas Seite und fand es prima, dass sie einfach mal alles hinter sich gelassen hat und Abstand gewinnen wollte.
Blanca Imboden hat es nicht nur geschafft, den Beteiligten besondere Charaktere einzuhauchen. Das ganze drum herum war ebenfalls sehr unterhaltsam. Außerdem hat sie mich mit in die Schweiz genommen, was ich ausgesprochen interessant fand. Über die Gegend habe ich mich zwischendurch dann noch mehr informiert. 


Fazit:
Ein nettes unterhaltsames, winterliches Buch, das sich wunderbar zum Zwischendurch lesen eignet. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#DreiFrauenimSchnee #NetGalleyDE

Montag, 2. November 2020

Rezension - Mission Weisse Weihnachten - Ein Rentner-Road-Trip in die Berge


Autor: Andreas Benz

Titel: Mission: Weisse Weihnachten 

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. Oktober 2020 

Seiten: 2004

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wörterseh Verlag 




Über den Autor:
Andreas Benz, geb. 1961, war über zwanzig Jahre als erfolgreicher Manager in der Finanzwelt tätig, bevor er sich 2010 entschied, nochmals ganz neu zu beginnen und seine Passion, das Filmemachen, zu leben. Er besuchte die New York Film Academy, bevor er in Los Angeles das Drehbuchschreiben lernte. Einige seiner danach entstandenen Kurzfilme wurden an bekannten Filmfestivals gezeigt. Heute ist er an verschiedenen Projekten der Constantin Film AG beteiligt, für die er unter anderem das Drehbuch »Mission: Weiße Weihnachten « schrieb. Doch gerade als es um die Finanzierung ging, kam Corona, und so schrieb der Zürcher während des Lockdowns das Filmscript zu seinem ersten Roman um. Andreas Benz gilt als Pionier des Corporate Storytelling und arbeitet als Coach und Consultant. Er lebt mit seiner Familie in Benken SG


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für vier Seniorinnen und Senioren des in die Jahre gekommenen Altersheims "Abendrot" im Zürcher Oberland ist klar: Sie wollen ihrer todkranken Freundin Maria den letzten Wunsch erfüllen – nochmals weisse Weihnachten in den Bergen. Mit von der Partie sind Hans, ehemaliger Primarlehrer und erfolgloser Autor, Inge, Grande Dame mit mysteriöser Herkunft, Frida, zupackende Reinigungsunternehmerin im Ruhestand, und Luky, alternder Playboy mit Narkolepsie. Aber leider fehlt der "Sonnenuntergäng", wie sie sich selber nennen, für diese Mission das nötige Kleingeld. Der Überfall auf eine Bijouterie, der das Abenteuer finanzieren soll, schlägt fehl, und anstatt mit vollen Taschen Richtung weisse Berge befinden sich die Alten nun plötzlich auf der Flucht. Sie schlagen der Polizei ein Schnippchen, zeigen einem Drogendealer, wo der Bartli den Most holt, und feiern im Hotel Montreux Palace eine legendäre Party. Die alten Freunde erleben unterwegs ihren zweiten Frühling, und selbst Maria blüht nochmals auf, obwohl es ihr gesundheitlich immer schlechter geht und weisse Weihnachten in den Bergen immer unwahrscheinlicher wird. Doch noch mehr zu schaffen macht Maria, dass ihr wohl keine Zeit mehr bleibt, sich mit ihrer Enkelin zu versöhnen. Aber die "Sonnenuntergäng " gibt auch dann noch nicht auf, als eine riskante Entführung aus dem Spital direkt unter den Christbaum nötig wird, um ihre Mission erfolgreich zu beenden.



Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, wo mich das Cover angesprochen und dafür gesorgt hat, dass ich mich näher mit dem Buch befasse. Was sich als sehr gut herausstellen sollte. 
Ich lernte eine sehr liebenswerte Rentnertruppe kennen, die in einem Altersheim leben mussten. Dieses Heim wäre ja noch erträglich gewesen, wenn das Personal freundlicher und vor allem menschlicher mit den alten Leuten umgegangen wär. So hatte ich gleich zu Anfang Personen, die ich in mein Leserherz geschlossen habe und solche, die ich wer weiß wohin gewünscht habe, kennen gelernt. 
Auf den Inhalt will ich nicht weiter eingehen, darüber kann in der ausführlichen Kurzbeschreibung einiges gelesen werden. Aber ich möchte erwähnen, dass ich mich in einer humorvollen, berührenden und spannenden Geschichte wiederfand. Andreas Bent hat alles so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre dabei. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen, was mich sehr begeistert hat. Am meisten hat mich das Ende berührt und zu gerne hätte ich weiter gelesen, denn in meiner Vorstellung hätte noch einiges passieren können. 


Fazit:
In der Weihnachtszeit liebt man berührende Geschichten sehr und bei dieser habe ich auch ein paar Tränchen weg wischen müssen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#MissionWeisseWeihnachten #NetGalleyDE