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Mittwoch, 24. November 2021

Rezension - Älter werde ich später



Autorin: Lioba Albus

Titel: Älter werde ich später

Genre: Roman

Version: eBook und Paperback

erschienen: 29. Oktober 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe



Über die Autorin:
Lioba Albus wurde 1958 in Attendorn im Sauerland geboren, lebt in Dortmund und ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern. Als gelernte Schauspielerin zog es sie vor dreißig Jahren auf Deutschlands Kabarettbühnen. Außerdem ist sie häufig zu Gast in diversen Radio- und Fernsehshows, z. B. bei Ladies Night (ARD). Viele ihrer Freunde meinen, sie spricht ein bisschen zu viel. Darum schreibt sie jetzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frech, emanzipiert, direkt - das Romandebüt der beliebten Kabarettistin Lioba Albus! Mila ist 59 und zufrieden mit ihrem Leben. Ihr Freundeskreis ist groß, ihre Arbeit als Chefin einer kleinen Agentur erfüllend, und die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Das Alter? Weder ein Thema noch ein Problem. Doch auf einmal stehen Sohn und Tochter wieder auf der Schwelle und fordern Asyl, und die Männer aus ihren wilden Jahren verlangen Aufmerksamkeit und Antworten auf alte Fragen. Mila ist überfordert. Wie wird sie die Bagage nur wieder los? Und gibt es vielleicht am Ende doch den einen, mit dem zusammen das Leben noch ein bisschen federleichter ist?


Meine Meinung:
Da ich Lioba Albus bereits mal auf der Bühne als Kabarettistin erlebt habe, war ich neugierig auf sie als Autorin. Wie so oft, steige ich in die Geschichte ein und bin mittendrin im Geschehen. Daher kommt es auch, dass ich der Hauptperson durchaus meine Meinung sagen würde. Denn Mila hat es mir nicht leicht gemacht, so einfach konnte sie mein Leserherz nicht erobern. Allerdings kann es auch daran liegen, dass ich zu manchem etwas andere Ansichten habe. Nun, das ist jetzt mein persönliches Empfinden, was mich aber nicht davon abhielt, das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Die Autorin hat allen Beteiligten außergewöhnliche Charaktere zugeordnet, manchmal war es für mich etwas zuviel des Guten, aber es belebte das Geschehen. Mila hat ein etwas ungewöhnliches Leben hinter sich und genau dadurch gab es die eine oder andere Überraschung. Aber sie musste sich nicht nur um die erwachsenen Kinder kümmern, die immer wieder zur Mama zurück kamen, es gab auch so viel anders, was bewältigt werden musste. So kam vieles zusammen, humorvolle Szenen, ernste und traurige Momente und auch ganz alltägliches. Und am Ende war ich dann doch mit allem zufrieden.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch über die Höhen und Tiefen des Lebens. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Älterwerdeichspäter #NetGalleyDE!

Freitag, 22. Januar 2021

Rezension - Waldstettener G'schichten - Das alte Gutshaus


 
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten - Das Alte Gutshaus

Genre: Gegenwartsroman, Gesellschaftsroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Januar 2021

Seiten: 211

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : BoD – Books on Demand



Über die Autorin
Brigitte Teufl-Heimhilcher wurde 1955 in Wien geboren und empfand schon zu Schulzeiten einen Deutschaufsatz als erholsame Freistunde. Die ursprünglich, gelernte Immobilien-Fachfrau verbindet in ihren Büchern auf humorvolle Art unterschiedliche Genre miteinander. Brigittes Romane können sowohl Liebesroman-Elemente, als auch kriminalistischen Anteile enthalten. Die Bücher zeichnen sich durch ihre spannende und erfrischende Abwechslung aus, die sich in aktuellen Gesellschaftsthemen eingebettet sehen. Daher kann man sie auch als heitere Gesellschaftsromane bezeichnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Diese Frauen machen mich noch wahnsinnig“, stöhnt Bürgermeister Ludwig Paffler. Als das alte Gutshaus zu einem Seniorenheim umgebaut werden soll, muss sich Ludwig nicht nur mit seiner Schwester Traudl, sondern auch noch mit der neuen Amtskollegin von Stettenkirchen auseinandersetzen. Beide Damen sind ziemlich eigenwillig und verfolgen höchst unterschiedliche Ziele. Traudl ist Anfang fünfzig und nicht gerade ein Ausbund an guter Laune. Da sie mit ihrem Leben reichlich unzufrieden ist, sieht die ehemalige Architekturstudentin in dem Bauvorhaben eine Chance, ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Wesentlich undurchsichtiger sind die Ziele, die Irma Duscher verfolgt. Will die Bürgermeisterin das Projekt Seniorenheim zu Fall bringen? Und warum versucht sie, ausgerechnet Ludwig zu umgarnen? Ein heiterer Gesellschaftsroman mit kriminalistischem Touch.


Meine Meinung:
Nun war ich bereits zum vierten Mal in Waldstetten zu Besuch. Mir gefällt es dort sehr gut, ich habe viele Bewohner in mein Leserherz geschlossen. Allerdings gibt es einige, die ich gerne wieder los werden möchte. Ob es mir diesmal gelingt?

Wer bis jetzt noch keine der Waldstettener G'schichten gelesen hat, kann trotzdem ohne Schwierigkeiten einsteigen. Denn anstelle eines Vorwortes gibt die Autor einen Überblick über die Beteiligten und besondere Ereignisse der drei vorherigen Bücher. Auch für mich war es sehr hilfreich, denn mir als Vielleserin begegnen mir so viele Personen und so war ich sofort wieder auf dem aktuellen Stand. Schnell war ich wieder vor Ort und konnte dem Alltagsleben aller folgen. Es gab reichlich schwierige Situationen, die alle sehr realistisch waren. Allerdings konnte ich nicht immer für alle Verständnis aufbringen und hätte zu gerne mal mitgemischt und denjenigen etwas gesagt. Aber Brigitte Teufl-Heimhilcher hat das natürlich auch ohne meine Hilfe hinbekommen 😉 

Sie hat es auch diesmal geschafft, dass ich das Buch möglichst ohne lange Pausen lesen wollte. Zumal ich sehr neugierig war und wissen wollte, was denn nun tatsächlich passiert ist und wie es für alle endet. So war es diesmal nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch spannend. Aber mehr werde ich dazu nicht verraten.

Inzwischen habe ich ja schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin mit der österreichischen Sprache etwas vertrauter geworden. Aber trotzdem gibt es ab und zu den einen oder anderen Begriff, der mir nicht so geläufig ist und da finde ich die Erklärungen im Glossar sehr hilfreich. 


Fazit:
Die Waldstettener G'schichten finden ein Ende mit dem ich sehr zufrieden bin. Brigitte Teufl-Heimhilcher versteht es bestens unterhaltsame und heitere Gesellschaftsromane zu schreiben. Jedes Buch kann für sich gelesen werden, weil es eine abgeschlossene Geschichte ist. Allerdings macht es mehr Spaß, alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Gerne empfehle ich dieses und die vorherigen Bücher.

 

Nun möchte ich noch etwas persönliches erwähnen. Mich hat es unwahrscheinlich gefreut, dass Brigitte Teufl-Heimhilcher am Ende des Buches meinen Blog erwähnt hat. Ach was, es hat mich richtig stolz gemacht. Es ist ja oft so, dass wir Buchblogger nicht immer so beachtet werden. Für viele ist es selbstverständlich, dass wir Bücher lesen und rezensieren. Wir haben damit natürlich nicht so viel Arbeit, wie die Autoren, aber es nimmt schon etwas Zeit in Anspruch. Ich mache das aus Spaß an der Freud, wie es bei uns so schön heißt und natürlich freue ich mich noch mehr, wenn ich meinen Namen oder die Erwähnung meiner Bücherseite sehe. 💓

Sonntag, 31. Mai 2020

Rezension - Der wunde Himmel



Autorin: Jeannette Oertel

Titel: Der wunde Himmel

Genre: Gegenwartsliteratur, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Februar 2020

Seiten: 510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: konkursbuch



Über die Autorin:
Jeannette Oertel ist in Halle/Saale und Ostberlin aufgewachsen. Sängerin zwischen ihrem 15. und 20. Lebensjahr. Gesangsstudium an der Musikhochschule Weimar. Danach Fremdsprachenstudium in Berlin. Tätigkeiten in internationalen Firmen in London, Brüssel, München und Berlin, wo sie auch im Diplomatischen Dienst gearbeitet hat. Veröffentlichung von Kurzgeschichten. Derzeit am Bodensee lebend. Der wunde Himmel ist ihr Romandebüt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine explosive, atemberaubende Geschichte mit Erotik, Agenten, Krimielementen und politisch Bedrohlichem von heute und aus der Vergangenheit in der DDR. Zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten entwickelt sich eine Amour fou, es spielt in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. Die Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Die Liebe schwankt zwischen totaler Hingabe und Verrat in einer zerfallenden politischen Umgebung, in die verschiedene Geheimdienste und die Hand der ehemaligen Stasi immer stärker mit hineinspielen. Die Autorin hat selbst eine Zeitlang im Diplomatischen Dienst gearbeitet.


Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wurde ich neugierig. Ich gebe zu, in der Masse der Bücher, die sich auf dem Markt tummeln, wäre es mir nämlich nicht aufgefallen, weil mich weder Cover noch Buchtitel angesprochen haben. Aber es stellte sich heraus, dass ich mich gewaltig getäuscht habe.
Ich lernte Tabea Blum kennen, die ihren Dienst in der Botschaft des fiktiven Landes Elydien antritt. Durch sie konnte ich vieles über Abläufe im diplomatischen Dienst erfahren, zumal die Autorin wunderbar das Wissen aus ihrer Arbeitszeit einbringen konnte.
Die Botschaft befindet sich in Berlin und dort wurden von Jeannette Oertel reichlich Beteiligte mit den unterschiedlichsten Charakteren eingesetzt. Nicht jeder hat den Weg in mein Leserherz gefunden, sogar mit Tabea tat ich mich manchmal schwer, nicht jede Handlung konnte ich nachvollziehen, mal davon abgesehen, dass ich auch nicht mit allen einverstanden war, was sie so machte. Man merkt, ich war wieder voll im Geschehen und vor Ort. Dort geschah einiges  und verursachte nicht nur bei mir Herzklopfen. Tabea traf Personen wieder, die sie als Kind während der DDR Zeit kennen gelernt hatte, nicht immer zu ihrer Freude. Nun will ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, weil ich sonst zuviel verraten müsste.
Jeannette Oertel konnte in diesem Buch tatsächliche Begebenheiten unterbringen und ihr ist die Mischung sehr gut gelungen. Zumal es ihr Debütroman ist und mich neugierig auf weitere Bücher von ihr macht.


Fazit:
Gegenwart und Vergangenheit, erfundene und wahre Begebenheiten der deutschen Geschichte, beides sehr gut miteinander verbunden. Spannung, Erotik, Politik .... wer diese Kombination mag, sollte das Buch lesen.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Sie hat bei mir angefragt, ob ich das Buch lesen und rezensieren möchte. Diese Anfrage beeinflusst natürlich nicht meine Bewertung. Sehr gut gefallen hat mir der anschließende persönliche Austausch mit der Autorin über ihr Buch.

Mittwoch, 15. April 2020

Rezension - Ich im Glück


Autorin: Anja Saskia Beyer
Autorin: Charly von Feyerabend

Titel: Ich im Glück - Mein Glückstagebuch

Genre: Frauenliteratur, Ratgeber

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Februar 2020

Seiten: 284

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Independently published (28. Februar 2020)



Über die Autorinnen:
Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, sie ist erfolgreiche Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Sachbuchautorin. In ihren Romanen entführt die Nr.-1-Kindle-Bestsellerautorin und Nr.-1-BILD-Bestsellerautorin ihre Leser gerne in schöne Urlaubsländer, erzählt von Liebe, Freundschaft und Familiengeheimnissen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in Berlin.
Charly von Feyerabend hat Literaturwissenschaften, Medienpädagogik und Texttechnologie studiert, im Verlagsumfeld und im Bereich PR und Marketing gearbeitet. Sie hat das Glück sechs Jahre lang in Norwegen erforscht, lebt derzeit in Schweden und testet, wie es so ist, mit drei Kindern als Autorin zu leben und eine Katze zu haben. Den Mann nicht zu vergessen. Sie kann bestätigen: Glück trägt manchmal einen Tarnumhang und kann stärker glänzen als Gold!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Deine Glücksfee scheint heute wirklich einen guten Tag zu haben!
Du kannst aufhören, über allen möglichen Kram in deinem Leben zu grübeln und vor lauter Bäumen nicht das Schöne zu sehen. Denn mit diesem Tagebuch schaffst du es, zufriedener zu werden und den Focus auf die positiven Dinge und die lieben Menschen um dich herum zu setzen.
Und das Tolle an diesem Tagebuch, ist: Es wirkt LANGFRISTIG!
Die beiden Autorinnen Anja Saskia Beyer und Charly von Feyerabend haben im Vorfeld zu ihrem Buch „Frau im Glück“ über 2 Jahre recherchiert und sind tief in die Wissensgebiete der Glücksforschung, Hirnforschung sowie erprobten Konzepten zum Glücklichwerden abgetaucht. Auf der Basis von wissenschaftlich getesteten Methoden haben sie selbst eine Struktur für dieses Glückstagebuch ausgearbeitet, die sich wesentlich von anderen Glückstagebüchern abhebt:

* Hier wiederholen sich NICHT jede Woche die gleichen Fragen, sondern der Leser wird immer wieder mit abwechselnden Themen überrascht. Und das über einen Zeitraum von drei Monaten. Das macht 12 Wochen Abwechslung!
* Das Buch ist lustig geschrieben, liebevoll gestaltet und mit humorigen Illustrationen verziert, so dass es Spaß macht, das Glückstagebuch jeden Tag von Neuem aufzuschlagen.
* Jeder Woche ist ein Motto vorangestellt, wie „Lachfältchen generieren“ oder „Endlich Zeit für mich“. Darüber hinaus gibt es noch jeden Tag eine eigene sogenannte Gedankenwolke, die Dich inspirieren darf, zum Nachdenken bringen oder einfach nur zum Schmunzeln.
* Du beantwortest jeden Abend lediglich drei Fragen, was nur ein paar Minuten dauert, und trainierst damit Deinen Glückszustand. Denn durch regelmäßige Beschäftigung mit den positiven Dingen, kannst Du Dein Denken beeinflussen, wie du im Fitnessstudio auch durch Training die Muskeln zum Sprießen bringen kannst.
Kurz gesagt: Es ist ein tolles Geschenkebuch für dich selbst oder deine Familie, deine Freundinnen und Freunde.
Also, Schluss mit der Warterei auf ein Glück, das mit Paukenschlag und weißem Schimmel um die Ecke hopst! Jetzt hast du es selbst in der Hand.
Und wenn Du Dich für ein Ebook entscheidest, lege Dir einfach ein hübsches Notizbüchlein oder einen Block daneben, und schreibe Deine Antworten dort hinein.Wichtig ist nur eines: Fange am besten heute an, oder sobald das Taschenbuch bei dir zuhause ist. Sich zu entscheiden und etwas einfach zu tun, macht nämlich auch schon ziemlich glücklich und sofort hast du ein schönes Wohlfühlgefühl im Bauch. Probier es aus!


Meine Meinung:
Normalerweise schreibe ich keine Bewertung, wenn ich noch mitten im Buch stecke, aber hier muss ich eine Ausnahme machen. Denn es dauert sonst zu lange, bis ich Euch davon berichten kann und ich finde, genau jetzt brauchen wir dieses Tagebuch. Das heißt natürlich nicht, dass es zu anderen Zeiten nicht gelesen und beschrieben werden soll. Aber jetzt ist es so passend.
Die beiden Autorinnen haben sehr lange recherchiert und getestet, was auch in dem Buch "Frau im Glück" nach gelesen werden kann. Jeden Tag werden mir nun Fragen gestellt, die ich ehrlich beantworten soll. Es wird noch einmal über den vergangenen Tag nachgedacht und vielleicht nimmt sich die eine oder andere vor, auf einiges mehr zu achten und anders zu handeln. Anfangs braucht es etwas Eingewöhnungszeit, aber dann klappt es, jeden Abend wird etwas ins Glückstagebuch eingetragen.
Das Cover gefällt mir übrigens ausgesprochen gut, es macht einen doch schon glücklich, wenn man es betrachtet und dort würde ich auch gerne Platz nehmen.


Fazit:
Ich möchte beide Bücher allen Frau sehr gerne empfehlen. Wir sollten uns etwas Gutes tun und warum nicht auf das zurück greifen, was die beiden Autorinnen uns anbieten.


Anja Saskia Beyer möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken, dass sie mir auf dem Postweg hat zukommen lassen. Normalerweise hätte eine Übergabe auf der Buchmesse in Leipzig stattfinden sollen. Aber das hat in diesem Jahr leider nicht geklappt.

Rezension - Frau im Glück


Autorin: Anja Saskia Beyer
Autorin: Charly von Feyerabend

Titel: Frau im Glück

Genre: Frauenliteratur, Ratgeber

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. April 2020

Seiten: 373

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Topicus



Über die Autorinnen:
Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, sie ist erfolgreiche Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Sachbuchautorin. In ihren Romanen entführt die Nr.-1-Kindle-Bestsellerautorin und Nr.-1-BILD-Bestsellerautorin ihre Leser gerne in schöne Urlaubsländer, erzählt von Liebe, Freundschaft und Familiengeheimnissen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in Berlin.
Charly von Feyerabend hat Literaturwissenschaften, Medienpädagogik und Texttechnologie studiert, im Verlagsumfeld und im Bereich PR und Marketing gearbeitet. Sie hat das Glück sechs Jahre lang in Norwegen erforscht, lebt derzeit in Schweden und testet, wie es so ist, mit drei Kindern als Autorin zu leben und eine Katze zu haben. Den Mann nicht zu vergessen. Sie kann bestätigen: Glück trägt manchmal einen Tarnumhang und kann stärker glänzen als Gold!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Frauen erproben Glücksrezepte fürs Leben – zum Nachahmen und Nachbacken.
Was ist das überhaupt, dieses Glück, das wir uns alle wünschen? Kann man es finden, wenn man richtig danach sucht? Oder ist es längst da? Zwei Autorinnen machen sich auf die Suche nach Antworten. Sie sind Ehefrauen, Mütter, Schriftstellerinnen, Geliebte, Töchter und Freundinnen, aber vor allem: sie selbst.
Mit viel Lust am Entdecken führen sie ein Glückstagebuch, versuchen es mit Yoga und Achtsamkeit, verschicken Fragebögen an ihre Freundinnen und nehmen die Liebe unter die Lupe. Ein lebenskluges, lustiges, berührendes Buch über die kleinen und großen Glücksmomente im Leben und wie wir lernen, sie zu sehen.


Meine Meinung:
Ich vermute mal, dass die beiden Autorinnen sich bestimmt nicht haben vorstellen können, in welch schwieriger Zeit ihr Buch erscheinen wird. Für viele von uns Leserinnen kommt es genau zur rechten Zeit, denn Glücksrezepte und Ratschläge können wir jetzt gut gebrauchen. Wobei dies natürlich zu jeder anderen Zeit auch gut tut.
Anja Saskia Beyer und Charly von Feyerabend haben nicht einfach nur Ratschläge geschrieben, sie haben sie auch getestet. Mir hat es viel Spaß bereitet, das alles zu lesen. Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht und vorgenommen, das eine oder andere anzunehmen und will versuchen, es umzusetzen. Denn vieles wurde in Form einer Challenge umgesetzt und getestet. Manchmal konnte ich mich ganz relaxt zurück lehnen und brauchte wirklich nur zu lesen, denn in meinem Job muss ich nicht mehr aufräumen und .... achne, ich will doch nicht zuviel verraten.

Fazit:
Ein Buch, das sich jede Frau zulegen sollte und wenn sie es einfach "nur" lesen will, wobei ich denke, es bleibt doch das eine oder andere hängen. Passend dazu gibt es das Glückstagebuch, das ich nun auch nutze, aber dazu schreibe ich in einer anderen Bewertung. Auf jeden Fall gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.


Bei Anja Saskia Beyer möchte ich mich vielmals für das Rezensionsbuch bedanken. Es ist so schade, eigentlich wollte ich beide Autorinnen auf der Buchmesse in Leipzig treffen und mich mit ihnen über das Buch austauschen.

Mittwoch, 25. März 2020

Rezension - Ich hab was machen lassen




Autorin: Kisten Wendt

Titel: Ich hab was machen lassen

Genre: Ratgeber

Version: eBook

erschienen: 20. März 2020

Seiten: 133

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Kirsten Wendt-Hünnebeck schreibt Liebesromane, Psychothriller und Sachbücher, in denen sie zwar zur Diätexpertin wurde, aber dennoch bis heute Schokolade liebt und Sport hasst. Die gebürtige Nordfriesin hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Leipzig.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tut eine Brustverkleinerung eigentlich sehr weh? Was kommt bei einer Schönheits-OP auf mich zu? Wie finde ich den richtigen Beauty-Doc? 
Diese und viele andere Fragen rund um die plastisch-ästhetische Chirurgie stellten sich der Autorin, als sie darüber nachdachte, ihren Busen und den Bauch straffen zu lassen. Und überhaupt – war es vielleicht doch eine Schnapsidee, an sich rumschnippeln zu lassen? So was machen schließlich nur Promis oder oberflächliche Menschen, die Probleme mit dem Älterwerden haben.
Die Entscheidung für den großen Eingriff ist Kirsten Wendt nicht leichtgefallen, obwohl sie seit Jahren unter starken Rücken- und Schulterschmerzen litt und sich in ihrer Haut nicht mehr wohlfühlte. Der Gang zum Schönheitschirurgen ist mit Scham und Tabus besetzt, kaum ein Arzt rät offen zu diesem drastischen Mittel. Dafür entscheidet man sich im Regelfall völlig allein. Auch die Krankenkassen sind meist keine Hilfe, sondern legen Steine in den Weg. Was ist, wenn es einem hinterher schlechter als zuvor geht? Ist man dann selbst schuld, weil man gesundheitliche Risiken in den Wind geschlagen hat und angeblich nicht in Würde altern konnte?
Alles Quatsch! In diesem Buch wird ehrlich und humorvoll berichtet, wie es so ist, wenn die Möpse mit Filzstift markiert werden, McDreamy einen in die Vollnarkose befördert und man am Flughafen unter Sprengstoffverdacht steht, weil man den Kompressionsgurt nicht ablegen darf.


Meine Meinung:
Ich hatte im Vorfeld bereits viel von diesem Buch gehört und war jetzt natürlich neugierig und wollte es unbedingt lesen. Ich finde es mutig von Kirsten Wendt, denn sie hat offen und ehrlich über ihre Erfahrungen und Empfindungen geschrieben. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn ich fühlte mich gefesselt und wollte natürlich wissen, ob sie letztendlich alles gut überstanden hat und zufrieden war.


Fazit:
Humorvoll, ehrlich und nachdenklich machend, das alles fällt mir zu diesem Buch ein. Ich weiß jetzt nicht, wem ich es empfehlen soll, aber mit Sicherheit werden ich niemanden abraten, das Buch zu lesen.

Samstag, 28. September 2019

Rezension - Das Versprechen des Bienenhüters



Autorin: Christy Lefteri

Titel: Das Versprechen des Bienenhüters

Genre: Roman, Gegenwart, Schicksal

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 2. September 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Limes Verlag



Über die Autorin:
Christy Lefteri wuchs als Tochter zypriotischer Geflüchteter in London auf. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Brunel University. 2016 und 2017 verbrachte sie die Sommermonate als Freiwillige in einem von der Unicef unterstützten Geflüchtetenlager in Athen. Die Geschichten, die die Menschen ihr dort erzählten, inspirierten sie dazu, »Das Versprechen des Bienenhüters« zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, erschüttern und doch hoffnungsvoll zurücklassen.
Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.
Erzählt mit viel Feingefühl, Emotion und besonderen erzählerischen Elementen, wie die Verknüpfung der Zeitebenen: Die Kapitelüberschrift ist das letzte Wort des vorherigen und das erste Wort des folgenden Kapitels, so sind die Erzählung aus der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander verbunden.


Meine Meinung:
Zuerst wurde ich durch den Buchtitel neugierig, denn in letzter Zeit gibt es viele Bücher, in denen Bienen eine wichtige Rolle spielen. Aber nicht nur für die Bücher sind sie wichtig, auch für unser Leben. Dann fand ich die Kurzbeschreibung sehr interessant und ich wollte das Buch gerne lesen.
Ich lernte Nuri und Afra kennen und natürlich noch jede Menge andere Beteiligte. Aber im Vordergrund standen die beiden, die aus Aleppo in Syrien flüchten und nach England wollten, wohin es der Cousin Mustafa es bereits geschafft hatte. Er wollte dort wieder Bienenstöcke ins Leben rufen.
In zwei Zeitabschnitten erzählt die Autorin im Wechsel, was die beiden auf der Flucht alles erlebt haben. Mich hat das alles sehr bewegt. Bisher kennen wir ja meist "nur" Berichte von deutschen Flüchtlingen, die vor und im zweiten Weltkrieg fliehen mussten.
Leider oder soll ich besser schreiben, zum Glück, ging die Autorin nicht so sehr in die Tiefe und hat selbst unangenehme Ereignisse nicht so dramatisch geschildert, dass sie einem unter die Haut gingen. Allerdings reichte es mir auch, wie sie Beobachtungen und Situationen erwähnte, mit etwas Phantasie kann sich jeder vorstellen, was passiert ist.
Nuri und Afra haben natürlich mein Leserherz erobert und wenn ich ihr Verhalten manchmal nicht so richtig verstehen konnte, lag es daran, dass ich mich glücklicherweise nicht in ihrer Situation befunden habe. Ich finde es toll, wie Christy Lefteri aus den Erzählungen, die sie im Geflüchtetenlager gehört hat, dieses bewegende und beeindruckende Buch geschrieben hat.


Fazit:
Ich gehe mal davon aus, dass jeder in den Nachrichten von den Lagern in Griechenland gehört hat, wo Geflüchtete hoffnungsvoll warteten. Aber niemand wird sich Gedanken gemacht haben, was die Menschen sonst noch erlebt haben. Deshalb empfehle ich dieses Buch als besondere Lektüre.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 1. September 2019

Rezension - Blumen für ein Chamäleon


Autorin: Valeska Réon

Titel: Blumen für ein Chamäleon

Genre: Biografie, Gegenwartsliteratur

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. April 2012

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Männerschwarm Verlag




Über die Autorin:
Valeska Réon wurde in Liège (Belgien) geboren und wuchs bei Ihrer Tante in Düsseldorf auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Visagistin, um danach die Seiten zu wechseln: als Model ließ sie sich mehrere Jahre lang von den besten Visagisten der Fashionbranche verschönern. Unter Pseudonym schrieb sie drei Sachbücher / Ratgeber. Vor fünf Jahren gründete sie eine Privatdetektei mit Niederlassungen in Antwerpen, London und Wien.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Viktor wünscht sich nichts sehnlicher als ein Mädchen zu sein, das weiß er schon als kleines Kind. Doch der Weg dahin ist steinig. Der Vater: ein von Männlichkeit besessener Berufssoldat. Die Mutter: ein schwacher Charakter. Die einzige verlässliche Stütze ist die resolute Tante Christa. Sie nimmt sie unter ihre Fittiche, gibt ihr ein verständnisvolles Zuhause, verschafft ihr eine Lehrstelle als Friseurin und stärkt ihr den Rücken, als sie zufällig von einem Fotografen entdeckt wird. Schon vor der operativen Verwandlung von Viktor in Valeska startet die junge Frau eine internationale Karriere als Model - und das in einer Zeit, in der transsexuelle Models noch tabu waren, in der sie einen Teil ihrer Identität bei ihre Agentur, bei Kunden und unter den KollegInnen um jeden Preis verstecken musste. Ihr Bild war in großen Modezeitschriften wie ELLE oder VOGUE, ihr Gesicht ist verbunden mit Werbekampagnen wie der zu "Ivoire de Balmain", auf den Prêt-à-porter-Schauen führte sie vor und nach ihrer Operation die Mode von Gaultier, Mugler, Lagerfeld, Chanel, Dior, Kenzo und Claude Montana vor - die Liste ließe sich verlängern: eine weitaus bessere Therapie als die Besuche bei diversen Psychologen.
Valeska Réon erzählt ihre Geschichte mit viel Dramatik, aber auch immer mit einem Augenzwinkern. Sie arbeitet gekonnt die Pointen heraus: Wie reagiert die bildhübsche Frau, die sich die primären Geschlechtsorgane eines Mannes mit Heftpflaster "wegklebt", auf die Annäherungsversuche von Männern - vor allem, wenn sie diese auch noch attraktiv findet? Was soll sie tun, wenn sie einen Job in New York angeboten bekommt? Spätestens beim Bestellen der Flugtickets würde auffallen, dass sie eigentlich Viktor heißt. Was ist beispielsweise zu tun, wenn sie - biologisch noch immer ein Mann - plötzlich für Dessous werben soll? Der eingeweihte Fotograf arbeitet geschickt mit Licht und Schatten. Licht und Schatten fallen auch auf das Thema Nr. 1: die Männer! Sie hat es gehasst, selbst ein Mann zu sein, aber sie liebt sie als Frau. Aber kann sie die Männer letztendlich auch wirklich ernst nehmen?
In ihrem autobiografisch angelehnten, hier und da aber auch etwas "freien" Roman beschreibt Valeska Réon jedoch nicht nur die Vielfalt des Lebens und das Verwirrspiel der Geschlechter, sondern vor allem die Tatsache, dass wir Geschöpfe sind, die geliebt und geachtet werden wollen. Ein weises und anrührendes Buch über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke.


Meine Meinung:
Zum Inhalt des Buches muss ich hier nichts mehr schreiben, jeder, der die Kurzbeschreibung liest, kann sich denken, worum es geht. Ich möchte hier jetzt einfach nur erwähnen, dass mich das Buch sehr bewegt und nachdenklich gemacht hat. Außerdem finde ich es toll, dass jemand den Mut aufbringt und über dieses Thema schreibt. Man bedenke, wann das alles passiert ist, das war zu einem Zeitpunkt, da viele Leute noch nicht offen mit gewissen Themen umgehen konnten. Fasziniert habe ich die junge Frau auf ihrem Weg begleitet.  Wer hat nicht schon mal davon gehört, dass Menschen im falschen Körper gesteckt haben und einen schweren Weg vor sich hatten. Oder manch einer kennt sogar jemanden, der das durchgezogen hat oder kennt jemanden, der jemanden kennt. Ach was solls. Auf jeden Fall habe ich mir nie so recht Gedanken darüber gemacht, was alles noch damit zusammen hängt. Die Autorin hat es dann auch verstanden mir vieles zu vermitteln und dies nicht einfach nur sachlich alles geschildert. Dramatik, Humor und Romanze kamen in der Geschichte vor und gaben dem allen eine gewisse Würze.


Fazit:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, das mir eine ganz besondere Lebensgeschichte vermittelt hat. Bewegend und mutig und gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich recht herzlich bedanken, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 29. August 2019

Rezension - Millionärin wider Willen - Sammelband


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Millionärin wider Willen

Genre: Heiterer Gesellschaftsroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: TB 30.7.2019 eBook 6.9.2019

Seiten: 388

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: BoD - Books on Demand




Über die Autorin:
Brigitte Teufl-Heimhilcher lebt in Wien, ist verheiratet und bezeichnet sich selbst als realistische Frohnatur. In ihren heiteren Gesellschaftsromanen setzt sie sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinander. Sie verwebt dabei Fiktion und Wirklichkeit zu amüsanten Geschichten über das Leben - wie es ist, und wie es sein könnte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die pensionierte Ärztin Elena hat alles was sie zum Leben braucht, doch der „Ruhestand“ macht sie eher unruhig. Das ändert sich, als sie im Lotto sechs Millionen gewinnt. Was tun mit dem vielen Geld? Erst denkt sie daran, es ihren Kindern zu schenken, doch wie würden die damit umgehen? Ihre besondere Sorge gilt Sohn Axel, dem freiheitsliebenden Grünpolitiker, der leider allzu sehr nach seinem Vater kommt. Beide sind charmante Traumtänzer, die zwar behaupten, dass Geld ihnen nichts bedeutet, doch haben sie einmal welches, geben sie es mit vollen Händen wieder aus. Tochter Kerstin und Schwiegertochter Maren sind da ganz anders gestrickt. Würden sich dadurch Konflikte ergeben? Nach schlaflosen Nächten - und mit Hilfe ihres ebenso attraktiven wie umsichtigen Anwaltes - investiert Elena das Geld heimlich in ein Mietshaus. Doch trotz aller Vorsicht bleibt der Kauf nicht unbemerkt und setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, die Elenas Leben, und das ihrer Lieben, ganz schön durcheinanderwirbeln.


Meine Meinung:
Von Brigitte Teufl-Heimhilcher habe ich inzwischen schon einige Bücher gelesen und ich freue mich immer wieder, wenn ein neues erscheint.  Denn sie versteht es wunderbar die Realität mit Humor und erdachten Geschehnissen zu verbinden.
Hat nicht jeder schon mal von einem Lottogewinn geträumt und sich dann Gedanken gemacht, was wäre wenn.... den Gewinn teilen oder es geheim halten oder oder.
Elena wurde Millionärin wider Willen und ich durfte sie begleiten, ich konnte zusehen, wie sie reagierte und sich Gedanken machte.  Vieles konnte ich bestens nachvollziehen, zumal die Protagonistin ungefähr in meinem Alter ist und mir das ebenfalls so hätte ergehen können, wenn....
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und ok, ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass sie "österreichisch" schreibt, so lernt frau doch immer wieder neues dazu. Neben Elenas Geschichte erfahre ich dann auch vieles, wie es in unserem Nachbarland zugeht, gewisse Ähnlichkeiten sind vorhanden. Mir gefällt ebenfalls, dass die Protagonistin eine gestandene Frau ist und auf Lebenserfahrung zurück blicken kann. Auf jeden Fall fand ich es auch gut, wie Elena alles gemeistert hat. Auch Geschichten aus dem Leben gegriffen sind gut rüber gebracht nicht langweilig


Fazit:
Wer sich von einem Buch gut unterhalten lassen möchte und trotzdem die Realität nicht aus den Augen verlieren will, sollte diesen Sammelband lesen.
Achja, ich wollte noch zu diesem Sammelband etwas erwähnen, es gab zwei einzelne Bücher, die in den Jahren 2017 und 2018 erschienen sind. Nun wurden sie in einem Band zusammengefasst, was ich sehr gut finde, so können beide Folgen ohne Wartezeit gelesen werden. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

Dienstag, 18. Juni 2019

Rezension - Waldstettener G'schichten - Besuch aus Rom




Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten  - Besuch aus Rom

Genre: Gegenwartsliteratur

Version: eBook

erschienen: 3. Juni 2019

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Brigitte Teufl-Heimhilcher lebt in Wien, ist verheiratet und bezeichnet sich selbst als realistische Frohnatur. In ihren heiteren Gesellschaftsromanen setzt sie sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinander. Sie verwebt dabei Fiktion und Wirklichkeit zu amüsanten Geschichten über das Leben - wie es ist, und wie es sein könnte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In Band 2 der Reihe „Waldstettener G‘schichten“ kehrt, nach knapp drei Jahrzehnten, der ehemalige Kaplan Gottfried Gruber nach Waldstetten zurück – nicht ganz freiwillig, wie Bürgermeister Ludwig Paffler bald herausfindet.
Die Waldstettener Gerüchteküche brodelt, doch was steckt tatsächlich hinter Gottfrieds Flucht aus dem Vatikan, und warum will er in Waldstetten nur als Monsignore gelten, obwohl er doch Kardinal ist? Durch das Eingreifen von Pafflers Frau, der Gemeindeärztin Liesl, trifft Gottfried Gruber auf seine Jugendliebe Rosalinde. Es dauert nicht lange, bis die alte Leidenschaft wieder aufflammt, doch dann ruft kein geringerer als der Papst Kardinal Gruber zurück in den Vatikan. Rosalinde bleibt schweren Herzens zurück. Gibt es denn gar keine Chance für ihre Liebe?


Meine Meinung:
Vor kurzem hatte ich Band 1 der Waldstettener G'schichten gelesen und war begeistert. Nun hatte ich die Möglichkeit das zweite Buch zu lesen, was mir sehr gut gefallen hat. Vorab, jedes Buch ist in sich abgeschlossen aber es macht einfach mehr Spaß, wenn beide in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden.
Ich kannte ja nun schon einige Bewohner des Ortes und auch die Probleme, die dort aufgetreten sind, weil in der Region das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt wurde. Aber dies sollte hier nicht die Hauptrolle spielen, allerdings waren die Auswirkungen auch hier zu spüren.
Diesmal hat sich die Autorin mit einer weiteren Problematik befasst, die durchaus realistisch ist. Gottfried Gruber kehrt aus einem bestimmten Grund in seinen Heimatort Waldstetten zurück und gibt sich nicht als Kardinal zu erkennen. Kein Wunder, dass die Gerüchteküche kocht, zumal er erneut Kontakt zu seiner Jugendliebe ausnimmt.
Brigitte Teufl-Heimhilcher hat sich wieder einiges einfallen lassen und mich mit ihren G'schichten an das Buch gefesselt. Ich fand es ausgesprochen unterhaltsam. Sie hat ein weiteres Mal ein gelungenes Buch geschrieben, das in der Gegenwartsliteratur angesiedelt werden kann. Ich will ja nicht zu viel vom Inhalt verraten, möchte aber trotzdem erwähnen, dass die Liebe und die Spannung nicht zu kurz kommen. Und es außerdem zeigt, dass man Vergangenes auch noch spät bewältigen kann.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und das Ende des Buches hat mich begeistert. Ich war auf jeden Fall zu frieden damit.
Ganz besonders habe ich mich wieder gefreut, als ich am Ende des Buches einige österreichische Begriffe erklärt bekam. Inzwischen ist mir ja vieles bekannt, aber das eine oder andere Wort ist mir dann doch nicht geläufig.


Fazit:
Wer Waldstetten noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen. Die Beteiligten sind sehr interessant, die Hintergründe allerdings auch und durchaus realistisch. Gerne empfehle ich dieses Buch, was mich sehr gut unterhalten hat.

Sonntag, 24. Februar 2019

Rezension - Waldstettener G'schichten - Tante Adelheids Schloss


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten - Tante Adelheids Schloß

Genre: Gegenwartsliteratur

Versin: eBook

erschienen: 21. Februar 2019

Seiten: 261

Altersempfehlung: Erwachsene






Über die Autorin:
Brigitte Teufl-Heimhilcher lebt in Wien, ist verheiratet und bezeichnet sich selbst als realistische Frohnatur. In ihren heiteren Gesellschaftsromanen setzt sie sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinander. Sie verwebt dabei Fiktion und Wirklichkeit zu amüsanten Geschichten über das Leben - wie es ist, und wie es sein könnte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Völlig unerwartet erbt Gloria das Schloss ihrer Ahnen – doch es ist baufällig und liegt am Ende der Welt. Verkaufen scheint die einzige Möglichkeit, dummerweise verliebt sich Gloria in das alte Gemäuer. Waldstetten hat zwar nicht viel zu bieten, aber es gehört zur Modellregion für das bedingungslose Grundeinkommen, und ein Einkommen könnte Gloria gut brauchen, denn die Kunstgeschichtlerin ist seit Längerem auf Jobsuche. Gemeinsam mit Freund Daniel zieht sie ins Schloss, kämpft gegen bröckelndes Mauerwerk, den wenig entgegenkommenden Bürgermeister, den Argwohn der Waldstettener und fragt sich bald: Was war los mit meinen Vorfahren? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den alten Schlossmauern?


Meine Meinung:
Die Autorin ist bekannt dafür, dass sie Bücher im Genre "heiterer Gesellschaftsroman" schreibt und auch dieses Buch wird dort angesiedelt.  Wobei sie diesmal einige Aspekte unter dem Motto "was wäre wenn" aufgenommen hat.
Manch einer hat sich schon mal gewünscht ein Schloss zu erben, besonders dann, wenn man solches in einer schönen Gegend entdeckt hat und sich vorstellt, wie es ist, dort zu leben. Ebenso finden einige die Idee eines "Bedingungslosen Grundeinkommens" nicht schlecht. Allerdings kaum einer hat sich vielleicht mehr Gedanken darüber gemacht.
Gloria erbt ein Schloss von ihrer Tante Adelheid und steht nun vor der Überlegung, was sie damit machen soll. Zufällig befindet sich das Schloss in einer Region, wo besagtes Einkommen an alle Bewohner ausgezahlt werden soll.
Birgitte Teufl-Heimhilcher hat uns Lesern nun geschildert, was Gloria und ihre Freunde  alles unternehmen und wie sich das Leben im Dorf entwickelt. Durchaus realistisch kommt es einem vor. Natürlich spielt nicht nur das eine Rolle, auch das Zusammenleben und Verhalten untereinander wird  in der Geschichte ausgenommen. Ein weiteres Mal hat die Autorin es geschafft und unterhaltsam über das wahre Leben berichtet, selbst wenn nicht alles so passieren würde, aber es könnte ja sein.
Allen Beteiligten hat sie interessante Charaktere zugeordnet und ich konnte alle sehr gut leiden, manche ein bisschen mehr und ich habe ebenfalls "na endlich" gesagt, aber warum, das verrate ich nicht.


Fazit:
Waldstettener G'schichten, davon wird es noch mehr geben und darauf freue ich mich. Aber zunächst empfehle ich allen erst einmal dieses Buch zu lesen. Unterhaltsam und unaufregend, das lese ich immer wieder gerne.

Samstag, 7. April 2018

Rezension - Das Leben ist manchmal woanders


Autorin: Ulrike Herwig

Titel: Das Leben ist manchmal woanders

Genre: Gegenwartsliteratur

Version: eBook und broschiert

erschienen: 9. Februar 2018

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft 




Über die Autorin:
Ulrike Herwig arbeitete zehn Jahre in London als Deutschlehrerin, bevor sie 2001 mit ihrer Familie nach Seattle/USA zog. Um sich nicht den ganzen Tag über die verrückten amerikanischen Moms wundern zu müssen, zieht sich Ulrike Herwig in jeder freien Minute an ihren Schreibtisch zurück. Außerdem regnet es ganz schön oft in Seattle, und da will man sowieso nicht vor die Tür. Ideal für eine Autorin!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Gregor ist 14 und irgendwie anders. Er trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt alle Wetterberichte des Tages. Im Alltag oft unbeholfen, begegnet er seinen Mitmenschen mit entwaffnender Direktheit. Als Gregors Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird, muss er zu seiner Tante und deren Mann ziehen. Judith und Achim wissen erst mal nicht so recht, was sie mit dem »Bekloppten« anfangen sollen. Doch mit seiner unkonventionellen Art entlockt Gregor selbst dem unfreundlichsten Nachbarn ein Lächeln. Und auf einmal reden alle wieder miteinander ‒ auch Judith und Achim.


Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, das ich am Ende mit einem Lächeln zur Seite legte. Obwohl ich nicht die ganze Zeit Grund zum Lächeln hatte, denn die Autorin hat hier ein sehr ernstes Thema verarbeitet. Wobei ich jetzt nicht den Eindruck erwecken möchte, dass dieses Buch nicht unterhaltsam ist.
Gregor ist vierzehn und verhält sich anders als die Jungen in seinem Alter, er kleidet sich auch anders. Er kommt damit zurecht, es sind die anderen Leute, die damit Probleme haben. Als seine Mutter schwer verletzt im Krankenhaus landet, darf er bei seiner Tante und deren Mann bleiben.  Allerdings wissen beide nicht so recht, wie sie mit ihm umgehen sollen.
Sehr berührend und auch mit Humor hat Ulrike Herwig in ihrem Buch beschrieben, wie Tante und Onkel mit ihrem Neffen klar kommen. Aber nicht nur sie werden nachdenklich und ändern ihre Einstellungen, sämtliche Hausbewohner profitieren von Gregors Anwesenheit und genau das sollte uns doch nachdenklich machen. Und zwar nachdenken über das Verhalten der Nachbarn zueinander, über verloren gegangenem Zusammenhalt und wer sagt denn, was normal ist und warum immer alles so gemacht werden muss, damit die Leute nichts zum Reden haben.
Auf jeden Fall schafft Gregor es mit seiner besonderen Art, dass alle Nachbarn wieder aufeinander zu gehen und sich gegenseitig helfen. Aber er schafft noch mehr und das will ich hier aber nicht verraten.
Die Autorin hat mich mit dieser Geschichte an das Buch gefesselt, was für mich sehr flüssig geschrieben war und ich in einem Rutsch lesen konnte.


Fazit:
Ein berührendes Buch, in dem vieles miteinander verknüpft wurde. Manch einer Hausgemeinschaft sollte man die Anwesenheit von Gregor wünschen. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.


Ich möchte mich bei der Autorin und beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 25. März 2018

Rezension - Tagebuch eines EX-Bank-Managers: 373 Tage einer Trennung





Autor: Frank Uffmann

Titel: Tagebuch eines EX-Bank-Managers

Genre: Gegenwartsliteratur, Personalmanagement

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 16. März 2018

Seiten: 152

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand



Über den Autor:
Frank Uffmann wurde 1960 im schönen Osnabrück geboren, wo er auch den Beruf des Bankkaufmannes erlernte. Durch seine Managementaufgaben durfte er verschiedene Regionen Deutschlands kennen lernen.
Heute lebt er mit seiner Frau Marion in Düsseldorf. Auf die grundsätzliche Idee des Schreibens kam Frank Uffmann durch seine Diplomarbeit im Jahre 2009, wobei hier der Grundstein für sein noch folgendes Fachbuch gelegt wurde. Die Idee für das Tagebuch ist, wie im Buch beschrieben, durch das Erlebnis am 31.12.14 entstanden.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als dem Bankmanager bewusst wurde, der Stein fällt ins Wasser und die entstehende Welle wird sein Leben verändern, da wollte er nicht länger sein Leben träumen, sondern seinen Traum leben. Jetzt fehlte nur noch der richtige Zeitpunkt und MUT, Mut den Sprung zu wagen, um daraus die Chance seines Lebens zu machen. Dieses Tagebuch schildert die Erlebnisse, Gefühle und Befürchtungen von Frank Uffmann während seines Trennungsprozesses von seinem Arbeitgeber. Das Tagebuch war dabei sein Begleiter in den letzten neun Monaten in der Bank und den anschließenden einhundert Tagen als Kücheneindringling bei seiner Frau zu Hause, die Ihre eigene Perspektive zu dem Erlebten in diesem Buch schreibt.
Ein Buch eines Managers für Manager, das unbedingt Mut macht: Es gibt ein Leben danach!


Meine Meinung:
Hier und jetzt wollte ich mal eine Rezension zu einem Buch schreiben, das so gar nicht in mein bevorzugtes Genre passt. Aber schließlich sollte man als Leser auch offen für andere Sparten sein. Nun, ich gebe zu, ich bin kein Ex-Bankmanager, aber ich war neugierig, wie der Autor mit seiner Situation umgegangen ist und wenn sich nun jemand fragt, wen interessiert das denn? Dem sage ich, es gibt mehr Leute als man denkt, die das mal lesen sollten.

Es gibt oft auf dem Lebensweg Änderungen oder Überraschungen mit denen keiner gerechnet hat. Damit muss man irgendwie fertig werden und es verarbeiten.
Frank Uffmann hat einen besonderen und wie ich finde, mutigen Weg gewählt. Er hat über seine letzten Tage im Büro und seine erste Zeit zu Hause ein Tagebuch geführt.

Plötzlich sollte das Arbeitsleben zu Ende sein. Wie geht man damit um und was kommt danach?
Ich fand es ausgesprochen interessant zu lesen, wie die Eheleute Uffmann damit umgegangen sind. Denn schließlich bleibt ja nicht einer nur einfach zu Hause. Nein, es gab ja vorher schon einen Alltag zu Hause und dort muss man sich einfügen. Ich kenne genügend Ehepaare, die sich jetzt schon Gedanken machen, wie es ist, wenn der Mann nicht mehr arbeiten geht. Wie sieht der gemeinsame Tagesablauf aus. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Ehefrau ebenfalls ihre Gedanken aufschreiben konnte. Ich konnte sie so gut verstehen 😉 Und vor allem hatte sie das letzte Wort.

Ich hatte es ja bereits erwähnt, dass ich den Schritt ein Tagebuch zu schreiben und dies auch noch zu veröffentlichen sehr mutig fand. Denn uns Lesern wird sehr vieles offenbart, ganz ehrlich hat Frank Uffmann uns Lesern an seinen Gefühlen, Empfindungen und Gedanken teilhaben lassen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, nicht jedem ist es möglich, auch vermeintlich trockene Details aus dem Berufsleben rüber zu bringen. Ganz besonders begeistert hat mich am Ende des Buches die Frage: "Was hat sich in 373 Tagen verändert" und die Antworten dazu.


Fazit:
Hier hatte ich mal ein "Tagebuch" in der Hand, das mich nicht deprimiert hat, sondern zeigt, wie es anderen geht und man nicht alleine mit dem Problem da steht, den Schritt in den nächsten Lebensabschnitt zu wählen und vor allem zu wagen. Ich bin der Meinung, dass es Frank Uffmann gelungen ist, auch anderen Mut zu machen und gerne empfehle ich dieses Buch weiter. 





Nun möchte ich noch ein paar private Anmerkungen machen. Was ich oben geschrieben habe, sind auch die Zeilen, die ich bei Amazon einstellen werde. Hier wird es nun etwas persönlicher 😉

Ich hatte es oben ja schon erwähnt, dass manch einer fragen wird, warum soll ich das lesen, wen interessiert das denn. Ich bin, wie erwähnt, immer noch der Meinung, dass es mehr Betroffene gibt, als wir es uns denken.

Ich selber war in einer ähnlichen Situation. Wenn man sich darauf eingestellt hat, bis zur Rente seiner Arbeit nachgehen und sich irgendwie freut, das mit einem besondern Firmenjubiläum abschließen zu dürfen, dann fällt man aus allen Wolken, wenn man mit 55 Jahren ein Angebot bekommt. Aber eigentlich war da der andere Gedanke, ich bin doch noch so jung und reicht das Geld und und und. Also Betroffene wie ich oder Leser, die im Freundeskreis jemanden haben, dem es ähnlich geht, sollte dies lesen. Aber auch alle anderen, denn es zeigt, dass man den Mut für Veränderungen aufbringen kann und hinterher den Schritt nicht bereut.

Nicht jeder bringt den Mut auf, seine Gedanken in einem Tagebuch festzuhalten und zu veröffentlichen. Jeder geht damit anders um. Ich selber habe meine Gedanken nur einem kleinen Personenkreis mitgeteilt, aber inzwischen würde ich  auch vor einer Gruppe Betroffener darüber sprechen, welche Gedanken einem bewegen.

Aber hier geht es nicht um mich, sondern um das Buch von Frank Uffmann und nun offenbare ich ganz einfach mal, dass mir das Ehepaar Uffmann nicht unbekannt ist. Aber bitte denkt jetzt nicht, eine Rezension wäre aus diesem Grund so gut ausgefallen. Inzwischen sollte jeder wissen, der bei mir liest, dass ich immer ehrlich bin und ich habe auch privat einige Anmerkungen gemacht. Aber darum geht es jetzt auch nicht.

Seit ich mich im Vorruhestand befinde, nutze ich einen Teil meiner freien Zeit zum Lesen und Rezensieren von Büchern. Als Blogger kann ich ab und zu einen Blick hinter die Kulissen werfen und Wissenswertes, das ich erfahre auch weitergeben. Ich wusste, dass Frank Uffmann ein Buch schreiben wollte. Ich weiß aber auch, wie schwer es heutzutage ist, sich auf dem übervollen Buchmarkt einen Platz zu suchen. Die Verlage warten ja nicht unbedingt auf einen und geben lieber sehr bekannten Autoren die Möglichkeit weitere Bücher zu schreiben, als Neulingen eine Chance.
Inzwischen habe ich sehr viele SelfPublisher kennen gelernt und wusste auch, wie und wo sie ihre Bücher veröffentlichen konnten. So wurde die arme Marion mit Informationen von mir überhäuft. Sortieren mussten die beiden das selber 😉Einen guten Rat gab ich ihnen auf jeden Fall, denn ich war der Meinung, dass ein Besuch der Buchmesse in Frankfurt bestimmt interessant und förderlich sein würde.

Ich weiß, ich schweife mal wieder ab, aber ich möchte das zu gerne loswerden. Also, ich befinde mich auf der Buchmesse, es ist mein dritter Tag und Freitag. Ich düse von einem Termin zum nächsten und plötzlich stellt sich mir eine Frau in den Weg, die völlig erfreut meinen Namen ausruft. Es ist Marion Uffmann! Wer schon mal auf einer Buchmesse war, weiß, was da los ist und deshalb fanden wir es ganz besonders toll, dass wir uns getroffen haben. Natürlich wollte ich vom künftigen Autor und seiner Frau ein Foto machen, so entstand dieses Selfie






Ich freue mich, dass das Buch nun bei Books on Demand eine Heimat gefunden hat und wünsche viel Erfolg damit.