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Montag, 3. Februar 2020

Rezension - Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit


Autorin: Charlotte Roth

Titel: Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit

Genre: Roman, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, gebundenes Buch

erschienen: 27. September 2019

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Eisele Verlag



Über die Autorin:
Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist gebürtige Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit vielen Jahren als Autorin tätig. Mit ihrem Roman Als wir unsterblich waren, der auf einem Stück ihrer Familiengeschichte basiert, gelang ihr der erste in einer Reihe von Bestsellern. Für die Recherche an Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit führte sie unzählige Gespräche mit Endes Lektor und Freund Roman Hocke. Charlotte Roth lebt mit Mann, Kindern und Enkeln in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Michael Ende war eine faszinierende Persönlichkeit, die Welt kaum vorstellbar ohne seine Fantasie. Einzutauchen in diese Vorstellungswelt des Menschen Michael Ende ist das Ziel dieses Romans, der bewusst keine faktenorientierte Biografie sein will, sondern der Versuch, sich den Geheimnissen, die Michael Ende nicht preisgab, ebenso respektvoll wie poetisch zu nähern. Sein Leben, das ein knappes Jahrhundert umfasste, wird mit seinem ganz speziellen Blick auf die Welt beleuchtet, der hinter dem Sichtbaren das Unsichtbare zu erspüren suchte. Geschrieben von Charlotte Roth und inhaltlich kuratiert von Michael-Ende-Kenner Roman Hocke wird dem Innenleben des beliebten Autors auf besondere Weise nachgespürt – in einer Fülle von Bildern, Schauplätzen und Begegnungen, aus der sich das Mosaik seiner ganz eigenen Geschichte zusammenfügt.


Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht: Jim Knopf, Lukas, Emma und Lummerland? Wenn ich mich recht erinnere, war die Geschichte von Jim Knopf so ziemlich das erste, was ich von der Augsburger Puppenkiste gesehen habe. Das Buch habe ich nie gelesen, dafür aber Momo und die unendliche Geschichte und die Filme im Kino gesehen.
Deshalb hat mich dieses Buch interessiert, denn ich wollte mehr vom und über den Autor erfahren.
Gleich zu Anfang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es keine "normale" Biografie ist, sondern ein so genannte Romanbiografie. Das Buch beginnt mit der Geschichte seiner Eltern, die ihn sehr geprägt haben und auch später nicht loslassen konnten, besonders das Verhalten der Mutter sollte einiges beeinflussen. Ich fand alles sehr interessant zu lesen, allerdings hatte ich mir öfter mal gewünscht, zu wissen, in welchem Jahr ich mich beim Lesen befinde beziehungsweise wie alt Michael Ende jeweils war. So sehr ich mich für das Buch interessierte, konnte es mich nicht so richtig überzeigen. Mir kam vieles sehr langatmig beschrieben vor, es gab große Zeitsprünge und wenn ich es mir recht überlege, habe ich mir das Leben eines Autors ganz anders vorgestellt. So kam es, dass ich mit Michael Ende dann doch nicht so richtig warm wurde.


Fazit:
Wie bereits erwähnt, fand ich es sehr interessant, Einblicke in das Leben des Autors zu erhalten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob eine reine Biografie mir mehr gefallen hätte. Mit Sicherheit gibt es genügend Leser, die mehr von Michael Ende erfahren möchten und nicht so kritisch sind, wie ich es bin.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieGanzeWeltIstEineGroßeGeschichteUndWirSpielenDarinMit #NetGalleyDE

Dienstag, 13. März 2018

Rezension - Die Abenteuer der Cluny Brown


Autorin: Margery Sharp

Titel: Die Abenteuer der Cluny Brown

Genre: Historisch, Roman

Version: eBook und gebunden

erschienen: 9. März 2018

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Eisele Verlag




Über die Autorin:
Margery Sharp, 1905 in Salesbury geboren, verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Malta. 1914 kehrte sie nach England zurück und nahm als eine der ersten Frauen an einem Debattier-Wettbewerb in den USA teil. Ihre ersten Erzählungen veröffentlichte sie im Alter von 21 und schrieb u.a. für Harper's Bazaar, Ladies' Home Journal und Good Housekeeping. Für ihren ersten Roman, Rhododendron Pie, brauchte sie nur einen Monat, er erschien 1930. Cluny Brown, einer ihrer erfolgreichsten Romane, wurde 1946 in Hollywood von Ernst Lubitsch unter dem Titel Cluny Brown auf Freiersfüßen verfilmt. In ihrer langen Karriere schrieb sie 26 Romane für Erwachsene, zahlreiche Erzählungen, einige Bühnenstücke und 14 Kinderbücher. Viele ihrer Werke erwiesen sich als internationale Bestseller, am bekanntesten ist wohl der Walt-Disney-Zeichentrickfilm Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei (1977), der auf Sharps Jugendroman Bianca und ihre Freunde (The Rescuers, 1959) basierte. Margery Sharp starb 1991 in Aldeburgh, Suffolk.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Cluny Brown begeht einen Fauxpas nach dem anderen. Erst nimmt sie ihren Nachmittagstee im Ritz, dann bleibt sie einen ganzen Tag Orangen essend im Bett. Sie weigert sich schlicht, den ihr zugewiesenen gesellschaftlichen Platz einzunehmen. Um sie zur Vernunft zu bringen, schickt ihr Onkel, seines Zeichens Klempner und Erziehungsberechtigter der Waise Cluny Brown, sie als Stubenmädchen in eine aristokratische Familie aufs Land. Auf dem Herrensitz Friars Carmel in Devonshire begegnet Cluny ihren Vorgesetzten Sir Henry, dem Inbegriff eines englischen Landadeligen, und seiner Gattin Lady Carmel, die mit Charme und Souveränität die Geschicke des Anwesens lenkt. Ihr Sohn Andrew lernt derweil in London einen polnischen Schriftsteller kennen und bringt ihn mit nach Friars Carmel, um ihn vor den Gefahren des drohenden Krieges zu schützen. Und dann sind da noch Andrews schöne Freundin und der altmodische Dorfapotheker. Während alle versuchen, mit den Herausforderungen einer sich rasend schnell verändernden Welt Schritt zu halten, bleibt Cluny einfach Cluny und steckt die anderen mit ihrer ungetrübten Lebenslust an ...


Meine Meinung:
Ich lese ja gerne historische Bücher, die allerdings meist von Autoren geschrieben werden, die in dieser Zeit leben. Hier hatte ich mal etwas ganz anderes. Die Autorin wurde 1905 geboren und hat dieses Buch anscheinend im Jahr 1944 geschrieben. Da hatte ich ja mal eine ganz andere Sichtweise auf die Geschehnisse und das machte mich besonders neugierig.

Protagonistin ist Cluny Brown, eine junge Frau, die im Jahr 1938 zwanzig Jahre alt war und ihren Onkel etwas überforderte. Kurzentschlossen haben er und seine Schwester dafür gesorgt, dass sie auf dem Land eine Stellung als Dienstmädchen findet.
Die Autorin hatte einen sehr interessanten Schreibstil und ich gehe davon aus, dass bei dieser neuen überarbeiteten Übersetzung dies berücksichtigt wurde und sie damals wirklich so geschrieben hat.
Eindrucksvoll schilderte sie, wie das Leben zu der damaligen Zeit sich abspielte. Ganz unkonventionell gab sich Cluny, wobei dabei es auch reichlich Naivität gab. Aber auch alle anderen Beteiligten waren recht interessant. Die Autorin hat uns einen kurzen Zeitraum angeboten, in dem ich allerdings erkennen konnte, dass viele an der großen Politik nicht interessiert waren oder auch die Augen davor verschlossen. Auf jeden Fall fand ich es sehr aufschlussreich, wie sich die einzelnen Personen so verhalten haben, wobei es auch ein Hauch Kitsch gab, was jetzt aber nicht abwertend sein soll. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und war dann auch über das Ende mehr als überrascht. Aber darauf möchte ich hier nicht näher eingehen.


Fazit:
Das Buch wird beworben mit der Bezeichnung: "Eine charmante literarische Wiederentdeckung" dem kann ich zustimmen und gebe gerne eine Leseempfehlung.  Unterhaltsam und interessant fand ich meinen Ausflug mit diesem besonderen Buch.

Ich möchte mich vielmals beim Verlag und NetGalleyDe für das Rezensionsexemplar bedanken.