Samstag, 23. Juni 2018

Rezension - Küstenschatten


Autorin: Heike Meckelmann

Titel: Küstenschatten

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Februar 2017

Seiten: 469

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Gmeiner 




über die Autorin:
Heike Meckelmann, 25 Jahre selbstständige Friseurmeisterin, studierte Betriebswirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Fotografin. Zeitgleich brachte sie als Sängerin unter dem Künstlernamen »Nila Martin« die maritime CD »Piratenland« heraus, deren Texte sie fast ausschließlich selbst verfasste. Seit 2012 arbeitet sie als freie Autorin auf Fehmarn. Ihr erster Roman Küstenschrei wurde zum erfolgreichen Debüt um die Oldenburger Kommissare Dirk Westermann und Thomas Hartwig. Sie schreibt vorwiegend Kurzgeschichten und Kriminalromane, die die Facetten der Insel und ihrer Bewohner gefühlvoll einfangen. Die Autorin bezeichnet sich selbst als Insulanerin, die mit Mann und Sohn auf Fehmarn eine kleine Pension betreibt und nah am Meer und doch mittendrin wie die Romanfigur Charlotte Hagedorn, ihrer kleinen Miss Marple, in ihren Geschichten lebt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Strand vom Grünen Brink entdecken Urlauber eine grausam zerstückelte Leiche. Dabei handelt es sich um einen Mann, der erst wenige Tage zuvor auf einer Fähre eine Prostituierte schwer misshandelt hat. Die Polizei versucht verzweifelt die Wahrheit ans Licht zu bringen, doch es fehlt ihr an Spuren. Das auffällige Tattoo am Nacken des Opfers ist der einzige Hinweis. Welche Rolle spielt die verängstigte Frau? Für die Kommissare Westermann und Hartwig beginnt in ihrem zweiten Fall auf der Insel ein blutiges Katz-und-Maus-Spiel.


Meine Meinung: 
Vor zwei Jahren hatte ich das Buch "Küstenschrei" gelesen und meinen Fehmarnurlaub zu Hause damit verlängert. In diesem Jahr habe ich es ganz anders gemacht, ich habe den Krimi während meines Aufenthaltes auf meiner Lieblingsinsel gelesen. So hatte ich die Möglichkeit den Spuren aller Beteiligten etwas zu folgen. Natürlich war ich nicht überall, kannte ich doch viele Örtlichkeiten bereits seit langem selber.  Aber es macht schon Spaß sich nicht nur vorzustellen, wo jemand  wohnt, sondern auch ein Haus genau an dieser Stelle vorzufinden. Und was war ich froh, als ich es sah. Warum, nun das werde ich hier nicht verraten, das soll jeder selber heraus finden.
Nun mag jetzt vielleicht jemand denken, na Klasse und was machen wir anderen, die Fehmarn nicht kennen. Kein Problem, die Autorin hat alles wunderbar beschrieben und auch wichtige Erklärungen abgegeben, dass jeder das Gefühl haben kann, vor Ort zu sein und/oder sich alles bestens vorstellen kann. Aber in erster Linie geht es ja auch um den Krimi und der ist Heike Meckelmann wieder bestens gelungen. Ich fand das Buch sehr spannend und hatte bis zum Ende keine Ahnung, wer denn nun der Täter ist.


Fazit:
Wer Küstenschatten liest, sollte auch Küstenschrei kennen lernen und für mich heißt das, dass ich mir das dritte Buch natürlich auch besorgen und sobald wie möglich lesen werde. Oder besser bis zum nächsten Fehmarnurlaub warten? Ich glaube nicht, dafür ist die Neugierde zu groß. Allen anderen empfehle ich jetzt aber erst einmal die beiden ersten Bücher und ganz besonders dieses.

Rezension - Blutspuren auf Mallorca



Autoren: verschiedene u.a.
               Brigitte Lamberts und Sabine Giesen

Titel: Blutspuren auf Mallorca - 18 historische Krimis

Genre: Historische Krimis, Kurzgeschichten

Version: Taschenbuch

erschienen: 12. März 2018

Seiten: 215

Altersempfehlung:  Erwachsene




Verschiedene Autoren haben historische Krimis geschrieben, die alle auf der Insel Mallorca spielen.
Ich habe oben stellvertretend zwei Autorinnen genannt, die ich während einer Lesung kennen gelernt habe. Beide haben ihre Geschichten vorgelesen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Römer, Vandalen, Byzantiner, Mauren und Araber: ­Mallorca war schon immer das Ziel von Reisenden, aber nicht alle kamen in friedlicher Absicht und manch einer wollte die Insel am liebsten in Besitz nehmen. Bei über 6000 Jahren Geschichte kommt da einiges zusammen: Krieg, Mord und Totschlag, Epidemien und Piraterie – und nicht einmal vor der Reblaus waren die Mallorquiner sicher. Tauchen Sie ein in die abwechslungsreiche, spannende und zuweilen kriminelle und mörderische Geschichte Mallorcas. Zieht sich wirklich eine Blutspur durch das mittelalterliche Mallorca? Was hat es mit dem geheimnisvollen Grabmal auf sich? Und was hat der Teufel mit Sineu zu tun? Dies und vieles mehr erfahren Sie in 18 historischen Krimi­nalgeschichten. Passen Sie gut auf sich auf!


Meine Meinung:
Seit ich vor einigen Jahren einen sehr schönen Urlaub auf der Insel verbracht habe, lese ich mit großer Begeisterung Bücher, deren Handlung dort spielen.
Hier hatte ich nun ein Buch in den Händen, in dem ich 18 historische Krimis lesen konnte. Nicht einfach "nur" Krimis, nein, sie sollten historische Aspekte beinhalten. Also sozusagen noch etwas ganz besonderes.
Wer meinen Rezensionen folgt, wird wissen, dass ich lieber längere Krimis lese und nicht der größte Freund von Kurzgeschichten bin. Aber Ausnahmen gibt es immer wieder. Wenn ich mal eben kurz zwischendurch etwas anderes lesen möchte oder kurze Wartezeiten beim Arzt überbrücken will, dann greife ich doch immer öfter zu solchen Büchern.
Auf jeden Fall haben mich die Kurzkrimis gefesselt, ich hatte etwas Spannendes und gleichzeitig habe ich auch noch etwas über vergangene Begebenheiten erfahren.


Fazit:
Ich kenne genügend Leute, die keine dicken Bücher lesen möchten, denen kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Außerdem natürlich allen Mallorcaliebhabern und denen, die mehr von der Insel erfahren möchten.

Ich möchte mich bei Brigitte Lamberts recht herzlich für dieses Buch bedanken

Rezension - Der Tod sonnt sich im Campingstuhl



Autorin: Susanne Hanika

Titel: Der Tod sonnt sich im Campingstuhl

Genre: Krimi

Version: eBook und Hörbuch

erschienen: 12. Juni 2018

Seiten: 154

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: beTHRILLED by Bastei Entertainment



Über die Autorin:
Susanne Hanika, geboren 1969 in Regensburg, studierte Biologie und Chemie. Nach der Promotion in Verhaltensphysiologie 1997 arbeitete sie als Wissenschaftlerin im Zoologischen Institut der Universität Regensburg. Susanne Hanika ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt nach wie vor in Regensburg;


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Camper vom Hirschgrund sehen die Apokalypse auf ihren geliebten Campingplatz zurollen: Eine Jugendfreizeit! Das kann nur laute Musik, Saufgelage und junge Menschen ohne Manieren bedeuten. Kurzerhand verfrachten sie die Jugendlichen mit ihren Zelten auf eine abgelegene Wiese. Doch statt eines verkaterten Teenagers liegt eines Morgens die junge Betreuerin in der Scheune - und zwar mausetot. Ein Stromschlag! Wie konnte das passieren? Sofia kommt das alles sehr verdächtig vor - wie auch dieser undurchsichtige Priester, der das Camp leitet. Ob sie auch diesmal mit dem gutaussehenden Kommissar gemeinsam ermitteln kann? Sie ahnt ja gar nicht, wie dringend sie seine Hilfe brauchen wird. Denn schon bald deckt sie mehr als ein dunkles Geheimnis auf und gerät dabei in tödliche Gefahr!


Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Der Tod kommt mit dem Wohnmobil" gelesen hatte, wollte ich natürlich auch das zweite Buch lesen. Vorab empfehle ich allen die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen, aber die Hintergrundgeschichte setzt sich im zweiten Buch fort und da ist es besser, den Anfang auch zu kennen.
Sofia hat im ersten Buch den Campingplatz von ihrer Oma geerbt und weiß immer noch nicht so recht, ob sie bleiben soll. Während sie versucht, alles auf die Reihe zu kriegen, passiert allerdings wieder ein Mord, der sie beschäftigt. Viel hat sie aus dem ersten Fall nicht gelernt und gerät ganz naiv auch hier wieder in Situationen, die sie sich hätte ersparen können.
Auch diesmal hat die Autorin sich ganz besondere Charaktere für die Beteiligten ausgedacht. Neue sind dazu gekommen und alte Bekannte habe ich wieder getroffen. Sie hat es ebenfalls  wieder geschafft, mehrere Verdächtige einzubauen und ich war mir nicht sicher, wen ich denn nun so richtig in Verdacht haben sollte. Allerdings fand ich den Krimi diesmal etwas zu kurz, von den urigen Campingbewohnern hätte ich gerne etwas mehr gelesen.


Fazit:
Mir persönlich hat das erste Buch besser gefallen und ich betrachte das zweite als nette Fortsetzung.
Natürlich kann das jeder anders sehen und Fans leichter Krimis werden es bestimmt mögen.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #NetGalleyDe

Rezension - Mord nach Strich und Faden



Autorin: Frances Brody

Titel: Mord nach Strich und Faden

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Mai 2018

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Lübbe



Über die Autorin:
Frances Brody ist das Pseudonym einer preisgekrönten britischen Autorin von Theaterstücken, Drehbüchern und Romanen. Nach einem längeren Aufenthalt in den USA kehrte sie nach England zurück, wo sie an verschiedenen Universitäten Englische Literatur, Geschichte und Kreatives Schreiben unterrichtete. Heute lebt sie wieder in Yorkshire, dem Schauplatz ihrer erfolgreichen Reihe um die Detektivin Kate Shackleton.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kate Shackleton liebt Rätsel. Und dank ihres wachen Verstands hat die junge Kriegswitwe noch jedes gelöst. Als eine Bekannte sie bittet, dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters auf den Grund zu gehen, sagt Kate sofort zu. Ihre Nachforschungen führen sie nach Bridgestead, ein idyllisches Dörfchen in Yorkshire, wo der Verschwundene eine Weberei leitete. Als Kate den Dorfbewohnern auf den Zahn fühlt, wird sie den Eindruck nicht los, dass hier etwas ganz gehörig faul ist: Wieso scheint niemand zu wollen, dass sie den Fall löst? Was verbergen die Dörfler? Auf der Suche nach Antworten gerät Kate ins Visier einer Person, die über Leichen geht, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt.


Meine Meinung:
Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, weil damit geworben wurde, dass dies sicher auch ein Buch für Fans von Ann Granger ist und von ihr habe ich einige Serien im Regal stehen.
So lernte ich Kate Shackleton kennen und konnte sie begleiten, als sie versuchte, in den 20er Jahren in England  eine weitere vermisste Person aufzuspüren. Denn dies hat sie sich zur Aufgabe gemacht.
Kate. verwitwet und sehr selbstbewusst fällt schon alleine deswegen auf, weil sie mit einem Auto durch die Gegend fährt und Fragen stellt.
Ich finde es immer wieder interessant, wie damals gearbeitet wurde, standen den Leuten doch gar nicht die technischen Hilfsmittel wie heute zur Verfügung. Außerdem konnte ich in diesem Buch sehr vieles über Webereien, Stoffe und dem Alltagsleben nach dem ersten Weltkrieg erfahren.
So hat mich die Autorin zwar an das Buch gefesselt, aber in große Begeisterung bin ich jetzt nicht ausgebrochen. Was jetzt nicht heißt, dass das Buch schlecht ist. Ich ordne es einfach mal als netten Krimi für Zwischendurch ein.


Fazit:
Ich fand es ganz unterhaltsam, aber Herzklopfen vor Spannung habe ich jetzt nicht bekommen. Wer also nach einem leichten Krimi für Zwischendurch sucht, wird hiermit wohl etwas passendes finden.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Autoreninterview Luzi van Gisteren

Treffen auf einer Buchmesse 


Liebe Luzi,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellst. Als erstes überlege ich ja immer, seit wann ich die Autorin kenne, die ich interviewen möchte.  Es kommt dann schon mal vor, dass ich das alles nicht mehr so richtig nachvollziehen kann, aber bei uns beiden weiß ich das noch ganz genau. März 2015 Buchmesse Leipzig, mein erster Messebesuch überhaupt und ich wollte einige Autoren, die ich bisher nur schriftlich kannte,  endlich kennen lernen. Ich hatte einer Lesung von Frieda Lamberti zugehört und anschließend wollten wir beide eine Tasse Kaffee trinken. Allerdings musste ich noch etwas warten, denn andere Leser wollten ihre Bücher signiert haben. Also wartete ich brav im Hintergrund und dort stand eine sympathische Dame mit der ich ins Gespräch kam. Das warst Du, ich stellte mich als Buchbloggerin vor und Du Dich als Autorin. Neu wurde ich neugierig und wollte wissen, welche Bücher Du geschrieben hast. Natürlich habe ich zu Hause dann sofort das erste Buch auf meinen Reader geladen und seitdem weitere Bücher von Dir gelesen.

Aber nun habe ich mich lange genug an der Vorrede aufgehalten und möchte mit meinen Fragen beginnen.


Ich habe irgendwo gelesen, dass Du Deiner Mutter als Kindergartenkind Geschichten diktiert hast. Gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Oh….leider nein! Dabei würde ich diese so gerne nochmal lesen. Sie sind wohl einem Umzug zum Opfer gefallen. Aber ich weiß noch, eine Geschichte hieß: „Der Mund“. Meine Mutter muss unglaublich stolz gewesen sein. Nur so kann ich es mir erklären, dass sie diese fast JEDEM vorgelesen hat. Dennoch, es tut mir leid Ulla – die Welt wird sich wohl ohne „Der Mund“ weiterdrehen müssen.😉



Als 13jährige hast Du eine Teenager-Komödie geschrieben, gibt es diese Seiten noch?

Oh ja. Die gibt es noch. Meine beste Freundin hatte ein Exemplar – über 30 handgetippte Schreibmaschinen-Seiten. Vor etwa fünf Jahren hat sie sie mir zurückgeschenkt und ich habe sie jetzt digitalisiert.



Welche Gedanken kommen Dir, wenn Du an Deine früheren Ideen denkst.

Ich denke, dass das Geschreibsel gar nicht mal so schlecht war. Ich habe ja selbst einige Jahre an einer Jugend-Kunstschule „Kreatives Schreiben“ unterrichtet. Ich finde es toll, wenn man einfach aus dem Bauch herausschreiben darf. Es ist unglaublich, was sich einem Welten auftun können. Im Nachhinein denke ich mir – schade, dass ich nicht selbst „Kreatives Schreiben“ nehmen durfte, einfach aus dem Grund, weil es das Angebot in unserer Stadt nicht gab. Meine Lehrer im Gymnasium jedenfalls haben mich für meine durchschnittliche Seitenlänge von 15 Seiten / Aufsatz regelmäßig verteufelt. „Qualität vor Quantität“ ist ja auch ein Lernprozess.



Dann hast Du lange Jahre nichts geschrieben, bzw für die Schublade, wirst Du uns Leser damit mal erfreuen?

Oh, das weiß ich nicht. Wahrscheinlich würde ich viel umschreiben. Wenn mir die Ideen ausgehen, dann kann ich mir das vorstellen. Aber die Liste der Projekte ist noch lang…



Wie kam es dann, dass Du den Schritt wagtest und Bücher veröffentlicht hast?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht mehr so genau. Ich habe jahrelang einem eng befreundeten Schriftsteller meine Erzählungen gegeben und er meinte „Weiter so!“. Aus Angst, abgelehnt zu werden, habe ich aber nie selbst etwas an einen Verlag eingeschickt. Es war so, dass ich vor vier Jahren durch Zufall vom Self Publishing erfahren habe und auf eine Plattform gestoßen bin. Meine Erstveröffentlichung „Keimfrei“ lag schon knapp 10 Jahre in der Schublade beziehungsweise auf der Festplatte. Es war ein ganz spontaner Entschluss, dass ich „Keimfrei“ hochgeladen und veröffentlicht habe. Die Reaktionen (zahlreiche Downloads und Leserfeedback) haben mich angespornt, weiterzuschreiben. Zuerst eine Novelle („Treffpunkt Rom“), dann mein erster Roman „Die Teufelin und ihr Kuckuck“.



Hast Du den Schritt zum Autor als Self Publisher mal bereut?

Nie! Für mich gibt es nichts Besseres.



Sicher hast Du als Kind dann auch gerne gelesen, wenn ja, kannst Du Dich an einige Bücher besonders gut erinnern?

Oh ja – das „Vamperl“ von Renate Welsh. Bei ihr hatte ich in den 80`ern meine erste Autorenlesung besucht. Nach dieser Lesung wusste ich: „Ich möchte auch Autorin werden“. Ansonsten eigentlich querbeet…. „Momo“ & „Die unendliche Geschichte“, „Der Trotzkopf“ & „Nesthäkchen“, „Ronja Räubertochter“ und „Mio, mein Mio“.



Du bist „nur“ nebenbei als Autorin tätig, wie lange schreibst Du dann an einem Buch?

Ziemlich genau ein Jahr dauert das bei mir. Ich hätte so gerne mehr Schreibzeit, aber man ist als Self Publisher ja auch mit so viel anderen Dingen beschäftigt (zum Beispiel Interviewfragen zu beantworten…grins)



Wann schreibst Du, schließlich hast Du Familie, Haushalt und Beruf zu vereinbaren.

Ich schreibe meist an zwei Abenden. Das klappt ganz gut. Am Wochenende wird nicht geschrieben, im Urlaub manchmal.



Woher kommen Deine Ideen?

Das ist unterschiedlich. Die letzte Idee kam mir bei der Besichtigung eines Weinkellers in Italien. Manchmal sind es auch nur kurze Begegnungen mit Unbekannten, in der U-Bahn zum Beispiel. Oft ist es aber so wie in einem Marionetten-Theater: Ich habe einen kleinen Anhaltspunkt und dann stehen die Figuren während des Schreibens selbst auf und beginnen zu tanzen….



Kann es vorkommen, dass Dir beim Schreiben eines Buches weitere Ideen einfallen oder konzentrierst Du Dich ohne Ablenkung immer auf das aktuelle Buch.

Nein, ich versinke tatsächlich in die Geschichte, in der ich bin. Nur dann muss ich manchmal aufstehen und eine Runde schwimmen gehen, damit es weitergehen kann.



Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Kannst du diese Frage nicht selbst beantworten, Ulla 😉

kleine Anmerkung von mir, Ulla am Rande, ich hatte schon öfter das Vergnügen, ein Buch vorablesen zu dürfen, was mich freut und auch ein bisschen Stolz macht


Du schreibst und das zitiere ich jetzt mit einem Augenzwinkern „Amüsant, ein bisschen schräg.. aber teuflisch gut!“
Dem kann ich zustimmen, aber meine Frage lautet jetzt, hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, in einem  anderen Genre zu schreiben?

Es gibt Überlegungen, ja.  Aber momentan fühle ich mich gut aufgehoben bei dem, was ich mache.




Deine Buchcover fallen in meinen Augen, etwas aus dem Rahmen, aber sehr angenehm. Da frage ich mich doch, erstellst Du sie selber bzw wie viel Mitspracherecht hast Du dabei.

Danke für das Kompliment. Die Cover mache ich selbst – ein weiterer Vorteil des Self Publishings, das ich selbst entscheiden kann. Aber ich frage im Vorfeld bei den Entwürfen immer im Freundes- und Bekanntenkreis rum, das ist ein eigner Prozess.



Du bist sehr aktiv bei Facebook, wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Sehr, sehr, sehr.


Mich interessiert aber auch wie wichtig Dir der Austausch zu Kolleginnen ist, wenn ich richtig informiert bin, dann nimmst Du regelmäßig an einem Autorentreffen teil.

Auch diese Frage kann ich mit „sehr, sehr, sehr“ beantworten. Das erste Mal an der Buchmesse Leipzig 2015 war so beeindruckend. Ich möchte jetzt nicht zu pathetisch klingen, aber es fühlte sich irgendwie an wie „nach Hause kommen“.



Hast Du Autorenvorbilder?

Vorbilder weiß ich nicht. Es gibt einige Bücher, die mich in den letzten Jahren wirklich gefesselt haben. An dieser Stelle möchte ich keines hervorheben. Die Autorin, von der ich seit über 20 Jahren jedes Buch lese, ist Ingrid Noll. Da warte ich regelrecht drauf und lese es sofort am Stück, was für meine Lesegewohnheiten eher ungewöhnlich ist.



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor würdest Du dann gerne mal besuchen?

Erich Kästner.



Wie immer habe ich viele Fragen gestellt und bestimmt wieder etwas vergessen. Hier gebe ich Dir die Möglichkeit, uns Lesern etwas mitzuteilen, was Du uns immer schon mal sagen wolltest.

Liebe Leser, ich danke euch, dass Ihr euch eure Zeit für meine Bücher nehmt. Die Lesezeit ist oft rar – das Angebot an Büchern dagegen groß. Und so freue ich mich um so mehr, wenn Ihr mein Buch zur Hand oder auf den eBook-Reader nehmt. Und wenn Ihr mir dann noch mitteilt, dass euch mein Buch beim Lesen erheitert hat, so ist mir das unendlich viel wert.



Und nun kommt wieder die Stelle, wo ich alle Autoren fragen, was ihnen zu den Namen oder Begriffen einfällt:

Enid Blyton
Och nö. Aber ich gebe zu, ich hab`s verschlungen: Hanni und Nanni – jetzt ist es raus.


Astrid Lindgren
Wunderbar. Noch heute. Unsterblich.

Commissario Brunetti
Hubert und Staller mag ich lieber.



Liebe Luzi,
ich möchte mich vielmals dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.




An dieser Stelle weise ich gerne auf die Bücher
der interviewten Autorin hin.
Stellvertretend für alle Bücher zeige ich hier
die Autorin mit einem ihrer humorvollen Bücher.

Mehr Infos gibt es auf der

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und auf der Seite der Autorin klick hier

Montag, 18. Juni 2018

Autoreninterview Eva-Maria Farohi





Liebe Eva-Maria,
ich freue mich, dass Du Dir Zeit nimmst und meine Fragen beantworten möchtest. Bevor ich mir Fragen zusammensuche, schaue ich erst immer nach, wann und wie ich Kontakt zu den Autoren aufgenommen habe. Wir beide haben uns anscheinend durch Deine Kollegin Brigitte Teufl-Heimhilcher kennen gelernt, deren Bücher ich auch sehr gerne lese. Das heißt, persönlich haben wir uns noch nicht gesehen,  unser Austausch fand immer nur schriftlich statt.
Im September 2015 habe ich das erste Buch von Dir gelesen und danach folgten noch viele, denn  ich war immer wieder begeistert.


Aber nun möchte ich endlich mit meinen Fragen loslegen.  Ich habe gelesen, dass Du sehr viele Talente besitzt. Unter anderem hast Du als Schauspielerin gearbeitet und da stellt sich mir gleich die neugierige Frage, Wien – warst Du am Burgtheater?

Ich nicht – mein Mann hat dort seine Karriere begonnen. Wir beide haben uns ja in der Schauspielschule kennengelernt. Meine Laufbahn begann in Graz, bei der Grazer Komödie, … dann ging es weiter: Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Innsbruck …



Du malst, mir gefallen Deine Bilder, ganz besonders die Aquarelle. Malst Du aus Spaß und Freude oder stellst Du die Bilder auch in einer Galerie aus, wo sie gekauft werden können?

Ich hatte sogar einige Jahre eine kleine Galerie in Wien, in der Josefstadt, wo ich geboren und aufgewachsen bin – dort waren auch meine eigenen Bilder vertreten. Mit der Übersiedlung nach Wilhelmsburg, einer Kleinstadt unweit von St. Pölten, habe ich die Galerie weitergegeben. Schweren Herzens, aber man kann nun einmal nicht alles gleichzeitig machen …



Wie bist Du denn auf die Idee gekommen, Autorin zu werden?

Eher zufällig. Geschrieben habe ich ja immer schon, vor allem Kurzgeschichten. Und als Schauspielerin war die Beschäftigung mit der Sprache – und überhaupt mit Literatur – an der Tagesordnung. So etwas „verlernt“ man nicht … schon gar nicht, wenn zwei Schauspieler zusammenleben, selbst dann, wenn sie nicht mehr „aktiv“ sind.
Irgendwann hat mich mein Mann motiviert, einige Kurzgeschichten einzuschicken. So hat es dann begonnen. Laurenz Bolliger, der für die Kindle Singles verantwortlich ist – ein Programm, in dem anspruchsvollere Kurzgeschichten veröffentlicht werden – hat mich sozusagen „entdeckt“ und auch gefördert. Von ihm habe ich sehr viel gelernt, er ist nicht zuletzt ein hervorragender Lektor. Ich habe ihm viel zu verdanken. Mein Erstling, „Septembersonne“, war dann über zwei Jahre unter den Top‑10 der Singles und ich fand mich in der Gesellschaft von Stephen King und Karen Slaughter wieder – was meinst Du, wie stolz ich da war! Inzwischen machen wir die siebente Single zusammen …


Deine Bücher spielen in der Hauptsache auf Mallorca, verständlich, weil Du dort einige Jahre gelebt hast. Hast Du vielleicht auch Bücher geplant, deren Handlung sich in Österreich abspielen?

Gleich mein nächster Roman. Er spielt zwar nicht ausschließlich in Österreich, aber doch teilweise und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Geschehnisse der NS-Zeit auf uns „Spätgeborene“ – um die Verantwortung des einzelnen, den Umgang mit jener Zeit, den letztendlich jeder mit sich selbst ausmachen muss. Wir haben ja heuer ein Gedenkjahr, da Österreich 1938 an das Deutsche Reich „angeschlossen“ worden ist.
Da gibt es diesen Sänger, – Joseph Schmidt. Er war in den 1930er Jahren der berühmteste lyrische Tenor Deutschlands – vielleicht sagt Dir der Name noch etwas?
Während meiner Schauspielzeit haben wir Schmidt geliebt, ja verehrt. Nicht nur ich, sondern auch die Kollegen. Martin G. Zauner zum Beispiel, der heute im „Theater in der Josefstadt“ engagiert und sehr erfolgreich ist, war ein regelrechter Schmidt-Narr. Nächtelang haben wir uns Joseph Schmidt angehört. In voller Lautstärke natürlich, aber im Haus wohnten zum Glück nur Mitglieder des Theaters. Damals gab es ja noch die Schallplatte … Und heute wie damals fasziniert mich diese einzigartige Stimme, wann immer ich sie höre. Sie hat etwas unglaublich Melancholisches, als hätte der Sänger geahnt, was auf ihn zukommt.
Der Jude Joseph Schmidt ist dann auf der Flucht vor den Nazis umgekommen, sein Herz war den Strapazen nicht gewachsen. Er wurde 38 Jahre alt.
Schmidts Schicksal hat mich stark beschäftigt. Und auch wenn die Figuren meines Romans natürlich fiktiv sind – es ist ja gleichzeitig ein Liebesroman, der in der Jetztzeit spielt – ist die Geschichte für mich zur Auseinandersetzung mit jener Zeit geworden, die sowohl mein Vater – der im Zweiten Weltkrieg eingerückt war – als auch meine Mutter erlebt haben. So lange vorbei wie manche glauben, ist das alles also gar nicht …



Du lebst in Österreich, in einer Gegend, die relativ flach ist. Wie sieht das aus, fährst Du gerne in die „Berge“ zum Wandern oder Schifahren?

Wir haben drei Jahre lang in Innsbruck gelebt, dort gibt es die Nordkette. Der Aussichtspunkt des Hafelekars ist 2300 m hoch. Bei Föhnwind sind diese Berge dann faktisch auf meinem Balkon gestanden, so nahe waren sie … Natürlich liebe ich Berge, sie sind auch wunderschön. Aber wenn ich wählen darf, dann entscheide ich mich doch lieber für das Meer …



Magst Du die österreichische Küche?

Und ob. Meine Großmutter stammt aus Böhmen … Von ihr habe ich Buchtelbacken gelernt – und Germknödelkochen.
Auch kann ich mich ziemlich genau an die Urlaube mit meinen Eltern an der italienischen Adria erinnern. Wir alle mochten die italienische Küche, aber auf der Heimfahrt, unmittelbar nach der österreichischen Grenze, haben wir Halt gemacht und Leberknödelsuppe, Wiener Schnitzel und Malakofftorte gegessen. Das war dann irgendwie Heimat.



Ich finde die Gegensätze wirklich interessant Mallorca – Österreich, wie kam es, dass Du einige Jahre auf der Insel gelebt hast?

Das Herumziehen haben mein Mann und ich im Blut. Zuerst war es berufsbedingt – Schauspieler sind nun einmal viel unterwegs. So habe ich auch nach unserer fünfzehnten Übersiedlung mit dem Zählen aufgehört.
1998 dann verliebte ich mich anlässlich eines Urlaubs in Mallorca – eine Zeitlang hatten wir dort sogar einen Zweitwohnsitz, was auf Dauer sehr unpraktisch war, nicht nur wegen der Kosten. Also standen wir vor der Entscheidung, ihn entweder aufzugeben, oder ganz hinzuziehen …



Mir gefällt natürlich sehr, dass Du auch Krimis schreibst, denn die mag ich persönlich am liebsten, gefolgt von historischen Büchern. Darf ich da auf weitere Krimifolgen hoffen?

Absolut. Auch hier verdanke ich Laurenz Bolliger sehr viel. Autoren werden ja oft festgelegt. Einmal Liebesroman, immer Liebesroman. Laurenz aber hat mich ermutigt, die Geschichten um den auf Mallorca ermittelnden Chefinspektor Vicent Rius weiter auszubauen. In Kürze erscheint der dritte Fall …



Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, erinnerst Du Dich an einige Bücher?

Ich war die personifizierte Leseratte. Die Bücher haben mich in eine andere Welt entführt, da konnte ich dem Alltag entfliehen, mit den Helden mitleben, mich in sie hineinversetzen. Habe ich schon erwähnt, dass ich eine ausgeprägte Fantasie habe?
Meine Lieblingsbücher von damals stehen immer noch in meinem Bücherregal. Sie haben alle Umzüge miterlebt – nicht immer zur Freude derjenigen, die sie schleppen mussten.
Da ich zweisprachig aufgewachsen bin und die tschechische Volksschule in Wien besucht habe – wofür ich meinen Eltern, die mich täglich quer über die Stadt hingebracht und wieder abgeholt haben, noch heute dankbar bin – sind diese allerersten selbstgelesenen Bücher auch in tschechischer Sprache. Sehr bald folgten dann die deutschen nach: Kästners Doppeltes Lottchen, Struwwelpeter und natürlich Heidi, um nur einige wenige aus meinem Besitz zu nennen. Denn meine Mutter hat mich dann sehr schnell in die Städtische Bücherei einschreiben lassen …



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor würdest Du gerne mal besuchen?

Ganz klar: Shakespeare
Keiner hat Gefühle so auszudrücken vermocht wie er. Nicht umsonst hat ihn Verdi mehr als einmal vertont, und auch die anderen Stücke haben in der Musik Einzug gefunden, als Oper, als Ballett …



Hast Du Zeit Bücher Deiner Kolleginnen oder Kollegen zu lesen?

Natürlich. Immer wieder. Obwohl ich zugebe, dass ich mir im Moment die Zeit gut einteilen muss.



Gibt es ein Buch, das Du schon immer mal lesen wollest, bisher es aber noch nicht geschafft hast?

„Der Mann ohne Eigenschaften“, von Robert Musil.



Als Schauspielerin bist Du ja nicht mehr tätig, malst Du denn noch und wenn ja,  wie sieht die Zeiteinteilung  Malen – Schreiben aus?

Malen – das fand immer irgendwie anfallartig statt in meinem Leben. Da gab es Jahre, wo ohne Malen nichts ging, und dann entsteht wieder eine längere Pause, als müssten sich in mir neue Wege formen. Doch gerade in letzter Zeit habe ich öfter das Bedürfnis zu den Farben zu greifen. Ich glaube, eine neue Malperiode steht bevor … und der Tag hat ja zum Glück mehrere Stunden.



Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist völlig unterschiedlich. Anfangs war das Ausformulieren der Gedanken das Schwierigste, Zeitraubendste. Inzwischen hilft die Routine. Die Kurzromane eingerechnet, schreibe ich ja an meinem vierzehnten Manuskript. Allerdings versuche ich jetzt die Eigenschaften der Figuren immer differenzierter herauszuarbeiten. Da kommt vermutlich die Schauspielerin durch …



Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Mein Mann.



Wo findest Du Deine Ideen?

Die sind in mir drinnen und warten darauf, formuliert zu werden.



Kommt es vor, dass Dir während des Schreibens schon Ideen für ein weiteres Buch kommen?

Nein. Das ist ein wenig wie auf der Bühne. Du kannst natürlich „einen Hänger“, haben, wie Schauspieler ein Blackout auf der Bühne nennen. Niemals aber geraten die Texte verschiedener Stücke durcheinander. Das ist völlig unmöglich.



Wo sammelst Du sie?

In der Beobachtung von Menschen – wie es jeder Schauspieler ständig tut. Er kann gar nicht anders.
Als ich meiner Mutter vor kurzem einige Fotos unseres letzten Aufenthaltes auf Mallorca zeigte, deutete sie plötzlich auf einen jungen Mann und sagte: „Das ist er, nicht wahr? Der ‚Joel‘ aus deinem letzten Buch. Genauso hast du ihn beschrieben.“ Sie meinte „Brunch mit Linda“. Und sie hatte recht. Jener junge Mann hatte mich tatsächlich zu der Geschichte inspiriert …



Wenn ich das richtig lese, bist Du immer mal wieder längere Zeit auf Mallorca. Machst Du dort Urlaub oder wird auch dort geschrieben?

Es wird natürlich auch geschrieben … Allerdings sind wir derzeit nicht so oft auf Mallorca, wie wir es gerne wären. Unsere Hündin Caya – die wir aus Mallorca mitgebracht haben – ist inzwischen 12 1/2 Jahre alt, da ist Fliegen kein Thema mehr. Also können wir nur fort, wenn eine Freundin meiner Mutter, bei der sich Caya rundum wohl fühlt, auf sie aufpasst.



Du hast ja eine Trilogie geschrieben, stand von vorn herein fest, dass es drei Bücher werden? Kann es nicht auch passieren, dass es eine ganz andere oder neue Entwicklung gibt und es auf einmal vier Bücher werden könnten?

Die Geschichte von Lisa, Marika und Emely war von Anfang an als Trilogie geplant, weil ich jeder der drei Freundinnen einen eigenen Raum geben wollte. Nun ist die Finca‑Trilogie ziemlich erfolgreich. Immer wieder erhalte ich Post von Lesern, die nachfragen, ob es nicht doch noch eine Fortsetzung geben könnte. Wer weiß …



Wir beide tauschen uns meist per Mail oder Messenger aus. Wie sieht es ansonsten mit Kontakten zu Lesern aus? Wie wichtig ist Dir der Kontakt.

Sehr, sehr wichtig. Nicht zuletzt deshalb bin ich in den Social Medias präsent, und auch über meine Website kann man mich erreichen. Ich freue mich über jede Post.



Ich stelle ja immer viele Fragen, trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich etwas vergesse und deshalb hast Du hier Gelegenheit uns Lesern etwas mitzuteilen, was Du uns schon immer mal sagen/Schreiben wolltest.

Danke, dass es Euch gibt!



Und nun bin ich fast wieder am Ende meines Interviews, gerne frage ich aber immer wieder, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:


Maria Theresia
„Die Kaiserin“ – wie sie gerne genannt wird. Eine beeindruckende Frau, auch wenn sie strenggenommen „nur“ die Frau eines Kaisers und Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn, etc. etc. war. Außerdem war sie im Sternzeichen Stier, wie ich auch. Vielleicht mag ich sie ja deswegen …

Astrid Lindgren
Pipi Langstrumpf … was für eine Geschichte! Du hast mich gerade inspiriert, liebe Ulla. Die Pipi kommt ganz zuoberst auf meine Leseliste. Vielleicht finde ich ja Zeit am nächsten Wochenende, wenn es endlich Frühling wird …

Romeo und Julia
Was soll ich sagen – Shakespeare eben. Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten. Oder besser gesagt: Die unvergänglichste. Denn sie trifft den Punkt. Liebe lässt sich nicht planen, nicht lenken, nicht unterdrücken – sie ist durch sich selbst bestimmt und will nur eines, sich verströmen und niemals enden.


Liebe Eva-Maria, ich möchte mich vielmals bedanken, dass Du mir meine  Fragen beantwortet hast.

Ich habe zu danken, liebe Ulla, für diese wirklich tollen Fragen. Es hat mir echt Freude bereitet, mich mit ihnen zu beschäftigen!




Stellvertretend für all die tollen Bücher von Eva-Maria Farohi zeige ich hier das Cover von "Fincaträume"

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Website der Autorin klick hier


Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension - Mord in Emden



Autorin: Susanne Ptak

Titel: Mord in Emden

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Juni 2018

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant



Über die Autorin:
Susanne Ptak wurde 1964 in Düsseldorf geboren. 2003 zog sie mit ihrem Ehemann ins schöne Ostfriesland, wo sie vier Jahre lang eine kleine Schafskäserei betrieben haben. Die Autorin liebt Krimis, in denen sie ihre Leidenschaft für Schafe, Wolle, Ostfriesland und leckeres Essen mit einfließen lässt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mörderische Geschehnisse versetzen die ostfriesische Stadt Emden in Aufruhr. Alles beginnt mit dem Verschwinden des Unternehmers Peter von Rauhenberg. Kurz nachdem er ankündigt, die millionenschwere Im- und Exportfirma zu verkaufen, fehlt von ihm jede Spur. Sollte Peters Plan in letzter Minute gewaltsam verhindert werden? Und welche Rolle spielt seine attraktive, viel jüngere Frau Nele?
Dr. Josefine Brenner, Rechtsmedizinerin im Ruhestand, macht sich sofort auf nach Ostfriesland, denn sie kennt den Vermissten. Mit ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden geht sie der Sache gemeinsam mit der ostfriesischen Polizei auf den Grund. Schnell wird klar: Mit dem geplanten Verkauf des Unternehmens hat sich Peter nicht viele Freunde gemacht. Die Ereignisse überschlagen sich: ein schockierender Mord, und eine weitere Schlüsselfigur des Falles ist wie vom Erdboden verschluckt. Josefine ist dabei, düstere Familiengeheimnisse aufzudecken – und plötzlich selbst zur falschen Zeit am falschen Ort…


Meine Meinung:
Von Susanne Ptak habe ich schon einige Krimis gelesen und deshalb freute ich mich, eine weitere Folge lesen zu können, in der Dr. Josefine Brenner eine wichtige Rolle spielte.
Der Unternehmer Peter von Rauhenberg verkündet auf seiner Geburtstagsfeier den "lieben" Verwandten, dass er sein Unternehmen verkaufen möchte. Kaum einer ist begeistert und somit war für mich eigentlich klar, dass dies das Motiv für den Mord sein würde. Nun galt es, den oder die Täter zu finden. Ich rätselte mit, denn es gab ja wirklich genügend Verdächtige. Die Autorin hat es bestens verstanden, die Geschichte spannend zu erzählen und es geschafft, dass ich bis zum Ende gar keine Ahnung hatte. Und dann hat sie mich sehr überrascht, darauf wäre ich jetzt nicht so unbedingt gekommen. Tja, worauf, das verrate ich natürlich nicht.


Fazit:
Ein weiterer gelungener und spannender Krimi, den ich gerne weiterempfehle. Das Buch hat mir auch sehr viel Lesevergnügen bereitet, allerdings kann ich nicht auf Einzelheiten eingehen, denn dann müsste ich einiges vom Inhalt verraten, was ich ja nicht will.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Wenn's einfach wär, würd's jeder machen



Autorin: Petra Hülsmann

Titel: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 25. Mai 2018

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Entertainment



Über die Autorin:
Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wuchs in einer niedersächsischen Kleinstadt auf. Nach einem erfolgreich abgebrochenen Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft arbeitete sie in Anwaltskanzleien und reiste sechs Monate lang mit Mann und Rucksack durch Südostasien, bevor sie mit ihren Romanen ‘Hummeln im Herzen’, ‘Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen’ und 'Glück ist, wenn man trotzdem liebt' die Bestsellerlisten stürmte. Petra Hülsmann lebt in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Sie hat eine Vorliebe für Frozen Strawberry Margaritas und scharfes, vorzugsweise asiatisches, Essen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind - die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn's einfach wär, würd's schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los.


Meine Meinung:
Mal ehrlich, macht der Titel einen nicht neugierig auf das Buch? Also, zumindest mir ging es so und deshalb wollte ich das Buch auch gerne lesen.
Annika, eine junge Lehrerin an einem Elitegymnasium wird an eine andere Schule versetzt, was ihr überhaupt nicht gefällt. So schnell wie möglich möchte sie diese wieder verlassen und überlegt, wie sie es am besten anstellen soll.  Sie plant ein Musical und bei dieser Gelegenheit lernen wir beide ihre Schüler richtig und gut kennen. Ich bin ja nur stille Beobachterin, aber Annika steckt mittendrin und merkt irgendwie gar nicht, wie sehr ihr alle ans Herz wachsen. Neben dem ausführlich erzählten Schulalltag erfahre ich noch viel mehr von Annika, über ihre große Liebe und dem Alltag in der WG mit ihrer Freundin und den netten Nachbarn.
Petra Hülsmann hat die Geschichte sehr gut erzählt und mich an ihr Buch gefesselt. Ich fand es ausgesprochen interessant, was ich über Annika und ihre Schüler lesen konnte. Natürlich wollte ich wissen, ob das Musical aufgeführt wird und alles so klappt, wie es sich alle vorstellten. Leider gab es reichlich Probleme, die bewältigt werden mussten, aber darauf möchte ich hier nicht näher eingehen. Auf jeden Fall fand ich das Ende sehr gut und kurz vorher hatte ich sogar einige Tränen vor Rührung in den Augen. Das zeigt doch, dass ich ebenfalls mittendrin steckte und es mich auch bewegt hat.
Die Autorin hat sehr vieles in diese Geschichte einfließen lassen, ob es nun Vergangenheitsbewältigung war, Schülerschicksale und Familienprobleme oder die nie vergessene erste Liebe und noch viel mehr. Annika und ihre Freunde hatten einiges, womit sie sich auseinander setzen mussten, so gesehen, waren es zwei parallel erzählte Geschichten, die am Ende miteinander verknüpft werden konnten.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und der Titel passte wirklich bestens zum Inhalt. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und Netgalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Willems letzte Reise



Autor: Jan Steinbach

Titel: Willems letzte Reise

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 13. April 2018

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening



Über den Autor:
Jan Steinbach, geboren 1973, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der auf einem Bauernhof nahe der niederländischen Grenze aufgewachsen ist. Nach vielen Jahren, die er beruflich in Berlin zugebracht hat, verlebte er einen Sommer in seiner alten Heimat, wo zwischen Wiesen und Kuhställen die Idee für den vorliegenden Roman entstand. »Willems letzte Reise« ist sein erster Roman als Jan Steinbach.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn du noch einmal die Gelegenheit hast, das Richtige zu tun.
Einsam und mit seiner Familie zerstritten, lebt der alte Willem auf seinem Bauernhof in Ostfriesland. Dann bringt seine Tochter ungefragt ihren Sohn Finn bei ihm unter, weil sie sich wegen ihrer Trennung nicht anders zu helfen weiß. Und sosehr sich der knurrige alte Mann auch dagegen wehrt – der bezaubernde kleine Junge erobert sein Herz. Ausgerechnet jetzt erhält Willem eine fatale Nachricht. Aber um ein Versprechen zu erfüllen, das er Finn gegeben hat, begibt er sich mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Schon bald wird jedoch klar, dass Willem nicht mehr lange drum herumkommen wird, sich seinen Fehlern von damals zu stellen.


Meine Meinung:
Wie es bei mir ja öfter vorkommt, hier hat das Buchcover mich mal wieder verführt und ich wurde auf das Buch aufmerksam. Ein schwebender alter Trecker macht neugierig und der Titel lässt ahnen, dass es nicht unbedingt ein humorvolles Buch sein wird. Aber ich wollte es gerne lesen und kann jetzt schreiben, dass es mich schon sehr berührt hat.
Willem, seit langer Zeit verwitwet, lebt einsam auf seinem Hof und muss einige Entscheidungen treffen. Mit seinen wenigen Milchkühen kann er nicht in Konkurrenz mit großen Höfen treten. Als seine Tochter ihren Sohn immer öfter zu ihm bringt, muss er auch hier aus seinem Trott heraus kommen und sich entscheiden, was er mit dem Jungen unternimmt. Dabei spielt der alte Trecker eine sehr wichtige Rolle.
Ich als Leserin darf Willem und seinen Enkel Finn begleiten, ich erfahre, was die beiden vorhaben und wie sie die große Reise vorbereiten, von der Willem ahnt, dass es seine letzte sein wird. Willem und Finn habe ich dann auch in mein Leserherz geschlossen, was ich von Finns Eltern nicht unbedingt behaupten kann. Aber ich will, wie immer, nicht zuviel vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall hat mich die Geschichte aller Beteiligten sehr bewegt. Durch Rückblenden, die geschickt und  kapitelweise eingefügt wurden, habe ich erfahren, wie es zu vielen Situationen kam, mit denen heute die Familienmitglieder noch hadern.
Auf jeden Fall fand ich die Reise von Willem sehr interessant, die für ihn auch sehr abenteuerlich war. Und was soll ich sagen, ja nachdem, wie man es betrachtet, hatte alles dann auch ein gutes Ende.


Fazit:
Wer sein Wissen über Traktoren erweitern und nebenbei eine Familie eine Weile begleiten möchte, sollte dieses Buch lesen. Aber es ist auch sehr interessant, wenn man jetzt nicht unbedingt sein Traktorenwissen erweitern will 😉mir hat es gefallen und ich gebe auch gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Wie heiß ist das denn?



Autorin: Ellen Berg

Titel: Wie heiß ist das denn?

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. Juni 2018

Seiten: 341

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Digital



Über die Autorin:
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mitte vierzig ist ein komisches Alter, findet Bea. Mal fühlt sie sich jung und knackig wie eh und je, dann wieder melden sich Hitzewellen und Stimmungsschwankungen. Dass sich der Versöhnungssex mit ihrem Freund als Abschiedssex herausstellt, hebt ihre Laune auch nicht gerade. Warum gerät sie immer an die Falschen? Der Frust ist komplett, als Mutter Rosi, 64, und Tochter Mona, 19, mit neuen Liebhabern auftauchen – beide in Beas Alter. Geht gar nicht! Bea beschließt, erst mal männerlos glücklich zu werden. Aber dann steht mit Theo ein Mann vor ihr, der zwar definitiv der Falsche ist, ihr jedoch einen Hitzetsunami nach dem anderen beschert.


Meine Meinung:
Zu gerne lese ich  die Bücher mit diesen humorvollen Buchcovern des Verlages. Die Cover haben jetzt nicht immer etwas mit dem Inhalt zu tun, aber sie locken mich doch regelrecht an.
So kam es, dass ich die Protagonistin Bea kennen lernte, mit der ich mich zunächst nicht so recht anfreunden konnte. Hatte sie doch zu verschiedenen Dingen etwas andere Vorstellungen als ich und nicht immer war ich mit ihrem Handeln einverstanden. Aber wie es nun mal so ist, ich wurde neugieriger und wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte für sie letztendlich ausgehen würde.
Ellen Berg hat es somit wunderbar verstanden, mich an das Buch zu fesseln, denn sie hat ihren Beteiligten sehr unterschiedliche und auch sehr interessante Charaktere zugeordnet.  Es gab überraschende Wendungen in der Geschichte und ich war mit dem Ende dann auch sehr zufrieden.


Fazit:
Eine leichte Lektüre, die sich bestens eignet für den Urlaub und/oder entspannte Lesestunden zu Hause.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken,

Rezension - Nachts träum ich vom Frieden



Autorin: Carry Ulreich

Titel: Nachts träum ich vom Frieden

Genre: Historisch

Version: eBook und gebunden

erschienen: 9. März 2018

Seiten: 380

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Aufbau Verlag



Über die Autorin:
Carry Ulreich wurde 1926 geboren, verbrachte den Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie in einem Versteck in Rotterdam und wanderte danach nach Israel aus. Sie lebt, einundneunzigjährig, mit ihrer vielköpfigen Familie in Tel Aviv.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Meine Geschichte ist wie die von Anne Frank mit Happy End.“
Carry Ulreich
Carry Ulreich führte in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs Tagebuch. Es ist das bewegende Zeugnis einer jüdischen Heranwachsenden, die den Krieg zusammen mit ihrer älteren Schwester und den Eltern in einem Versteck in Rotterdam überlebte. Eine befreundete katholische Familie nahm die Ulreichs aus Nächstenliebe auf. Beeindruckend präzise und reflektiert schildert das junge Mädchen den Alltag dieser Kriegsjahre, beschreibt die Beziehungen zwischen den Versteckten und denen, die sie aufnahmen. Ihr Tagebuch endet nicht mit der Befreiung, sondern vermittelt ebenso eindringlich die Herausforderungen der Nachkriegszeit. Ein bewegendes, historisches Dokument von einer der letzten Holocaust-Überlebenden.
„Gott schenke uns das folgende Jahr in Freiheit! Frieden! Ewigen Frieden! Nicht wieder nach ein paar Jahren diesen schrecklichen Krieg mit einem anderen Hitler. Nein, Frieden! Und dass ich klüger werde, mich mehr durchsetze!“ (aus dem Tagebuch, September 1943)


Meine Meinung:
Natürlich kenne ich Anne Frank und ihre Tagebücher, ich fand ihre Geschichte ungemein bewegend. Deshalb war ich auch ganz besonders neugierig auf dieses Buch von Carry Ulreich. Allerdings ist ihre Geschichte wesentlich besser ausgegangen, als die von Anne Frank. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass bei Carry einiges ganz anders abgelaufen ist. Was natürlich auch daran gelegen haben kann, dass beide Mädchen in verschiedenen Städten lebten und es in Rotterdam doch etwas "sicherer" war.  Wie auch immer, es hat mich schon berührt, was Carry und ihre Familie alles durchmachen musste. Es war auch sehr interessant zu lesen, wie das Zusammenleben so vieler unterschiedlicher Personen in einem Haus über Jahre abgelaufen ist und wie alle damit umgingen. Es hat auch nachdenklich gemacht, wie wäre ich damit fertig geworden, wenn ich einer Familie Unterschlupf gegeben hätte. Diese und viele andere Gedanken tauchten auf.
Es hat mich natürlich gefreut, dass Carry auswandern konnte und auch im hohen Alter den Entschluss gefasst hat, ihre Tagebücher zu veröffentlichen. Für ihre Familie war das mit Sicherheit wichtig und auch wir Leser können davon profitieren.


Fazit:
Es gibt sehr viele Berichte aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, mit Sicherheit auch Tagebücher, die interessant sind, aber nicht jeder geht damit an die Öffentlichkeit. Ich gebe zu diesem Buch sehr gerne eine Leseempfehlung, denn auch das darf nicht in Vergessenheit geraten. Schicksale, die viele bewegen.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 12. Juni 2018

Rezension - Robin - High in the Sky




Autorin: Charlotte Taylor

Titel: Robin - High in the Sky

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1.6.18 eBook - 6.6.18 Taschenbuch

Seiten: 380

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Charlotte Taylor ist das Pseudonym der Frankfurter Autorin Carin Müller, wenn sie sich ganz der Liebe hingibt ob voll schmetterlingszarter Innigkeit oder rauschhafter Leidenschaft.
Charlotte erblickte im Herbst 2014 das Licht der Welt, als man Carin aus verschiedenen Quellen nahelegte, ruhig mal einen Ausflug in Richtung horizontaler Literatur zu wagen. Das Experiment hat so gut funktioniert, dass daraus die erfolgreiche »Hot Chocolate«-Serie entstand. Doch da Prickeln ohne echtes Gefühl nur halb so schön ist, steht auch bei Charlotte immer die Geschichte im Mittelpunkt und die kann bei aller vordergründiger Leichtigkeit auch gerne komplexer sein.
Charlotte teilt sich mit Carin im realen Leben nicht nur einen Ehemann und einen Hund, sondern auch nur einen Körper. Und dieser Wirtskörper, obwohl durchaus funktional, verfügt standardmäßig nur über zwei Hände, zehn Finger und einen Kopf. Da kann es durchaus eng werden bei der Manuskripterstellung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Was war der beste Tag in deinem Leben?
Für Antworten auf diese Frage haben Anwältin Robin Stewart und Entwicklungshelfer Sky Forrester gerade gar keinen Sinn, sind sie doch mit Schadensbegrenzung ihrer jüngsten Katastrophen beschäftigt. Sie flüchtet aus Schottland, er aus Äthiopien, und das Schicksal mit seinem unvergleichlich schrägen Sinn für Humor bringt die beiden verlorenen Seelen in San Francisco zusammen. Dort entspinnt sich langsam eine zarte Freundschaft. Vorurteile weichen Verständnis, verdrängte Tragödien fördern die Sehnsucht und plötzlich finden sie sich wieder auf einer atemberaubenden Suche nach der Wahrheit, die sie über drei Kontinente und zu erstaunlicher Erkenntnis führt.


Meine Meinung:
Von Carin Müller habe ich ja schon einige Bücher gelesen und nun war ich sehr gespannt, was sie als Charlotte Taylor veröffentlicht hatte. Und was soll ich sagen, ich war begeistert, denn ich fand mich auf einmal in einer tollen fesselnden Geschichte wieder.
Die Anwältin Robin und der Entwicklungshelfer Sky wollen aus den verschiedensten Gründen eine Auszeit nehmen und treffen sich rein zufällig in San Francisco. Wer nun meint, es würde eine ganz normale oder wie so oft beschriebene Liebesgeschichte folgen, der wird überrascht sein, Zumindest ich war es. Nun will ich ja nie zuviel vom Inhalt des Buches verraten, kann aber erwähnen, dass allerhand los war in dieser Geschichte. Spannend, interessant und nachdenklich machend ist es und achja, die Romanze mit prickelnden Szenen, fehlte natürlich auch nicht, aber sie standen nicht so sehr im Vordergrund.
Die Protagonisten habe ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen, dazu kam die Oma, ich fand sie genial, aber lest selber und habt Spaß daran.
Auf jeden Fall hat mich die Autorin an ihr Buch gefesselt, was ich mit Begeisterung regelrecht verschlungen habe.


Fazit:
Manchmal ist es schon schwer, die Begeisterung so richtig rüber zu bringen, ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Aber ich kann und möchte es auch, das Buch unbedingt empfehlen.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, sie hat mich überrascht und mit ihrem Buch begeistert