Donnerstag, 19. November 2020

Rezension - Nurias Tanz




Autorin: Stefanie Hohn

Titel: Nurias Tanz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch (15.12.2020)

erschienen: 19. November 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Stefanie Hohn, geb. 1967 in Aachen, studierte Literaturübersetzung in Düsseldorf und promovierte über Charlotte Brontë. Neben dem Schreiben unterrichtet sie das literarische Übersetzen und unterstützt angehende Autoren, den richtigen Ton für ihre Geschichten zu finden. Sie hat viele Jahre in Frankreich gelebt und fühlt sich in vielen Ländern zuhause, vor allem auch in Spanien, der Heimat ihres Mannes. Die Kunst in all ihren Ausdrucksformen hat es ihr besonders angetan und so schreibt sie über Kunst und Liebe – und das, was beides miteinander verbindet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nora ist bei Adoptiveltern aufgewachsen, die sie über ihre Herkunft und den Grund für ihre Gehbehinderung ihr Leben lang im Ungewissen gelassen haben. Ihr Adoptivvater gesteht ihr kurz vor seinem Tod, dass sie in Wahrheit Nuria heißt. Der katalanische Ursprung dieses Namens treibt sie nach Barcelona, in der Hoffnung, dort mehr über sich und ihre Wurzeln zu erfahren, stattdessen jedoch entdeckt sie ihre Leidenschaft für den Flamenco – und für Simón, der sie ermutigt, selbst zu tanzen, ganz gleich welche Grenzen ihr Körper ihr setzen mag. Nuria taucht tief ein in die Magie dieses Tanzes und deckt so ein streng gehütetes Geheimnis auf, das alles auf den Kopf stellt, was sie je über sich geglaubt hat. Ein fesselnder Schicksalsroman über Liebe, Tanz und Leidenschaft - und die Fähigkeit, die eigenen, körperlichen Grenzen zu überwinden.



Meine Meinung:
Was mag das wohl für ein Gefühl sein, wenn man über seine eigene Herkunft nichts genaues weiß? Weshalb fühlt sich Nuria von einem Tanz so magisch angezogen? Diese Fragen tauchten beim Lesen des Buches bei mir auf. Natürlich bekam ich Antworten darauf. 
Aber zunächst lerne ich erst einmal Nora kennen und stecke mit ihr in einem Gefühlschaos. Ihr Vater liegt im Sterben und will ihr noch etwas anvertrauen, aber außer ihren wirklich Namen, Nuria, erfährt sie nichts mehr von ihm. Bisher wusste sie nur, dass sie als Baby adoptiert wurde. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin mehr über Nora, Verzeihung Nuria. Denn seit ihr der Name genannt wurde, möchte sie nur noch damit angeredet werden. Nuria reist nach Barcelona, sie will ihre Wurzeln finden. In Barcelona muss tatsächlich einiges geschehen sein, denn die Autorin lässt mich in die Vergangenheit reisen. Dort lerne ich Ana kennen. Im Wechsel lese ich nun, was Ana und Nuria so alles erlebt haben. Durch Ana erfahre ich so nebenbei auch, wie das Leben in Spanien war, als Franco das Sagen hatte. Außerdem bekomme ich ein Gefühl, was der Tanz so alles bewirkt. Weshalb Nuria sich vom Tanz magisch angezogen fühlt und nicht nur vom Tanz. Nun möchte ich hier nicht mehr vom Inhalt verraten. Es soll jeder dem Bann erliegen. Und auch erfahren, welche Probleme auftauchen können, wenn... nein, das verrate ich nicht.
Stefanie Hohn hat mich an das Buch gefesselt. Ich wollte natürlich mit Nuria das Geheimnis auflösen. Ich wollte wissen, wie sich alles entwickelt. Gewisse Vorahnungen hatte ich durchaus, aber sollten sie sich bewahrheiten? Auf jeden Fall war ich am Ende mit allem zufrieden.


Fazit:
Zwei Lebensgeschichten, wie sind sie miteinander verbunden? Ein unterhaltsames und fesselndes Buch, mit schicksalshaften Entscheidungen in der Vergangenheit und Gegenwart. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung dazu. 


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.