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Mittwoch, 29. Dezember 2021

Rezension - Bis zum Mond und zurück



Autorin: Dani Atkins

Titel: Bis zum Mond und zurück

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB



Über die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren, lebt heute mit ihrem Mann im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihren gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten erobert sie stets die Herzen der Leserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für Alex bricht die Welt zusammen, als seine Frau Lisa bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Sie war nicht nur seine große Liebe, sondern auch die Mutter ihres gemeinsamen Sohnes Connor, der erst 6 Jahre alt ist. 
Dass etwas von Lisa noch immer da ist, spürt Alex plötzlich ganz deutlich, als sich die herzkranke Molly mit einem sehr emotionalen Brief an ihn wendet: Lisa war Organ-Spenderin, und ihr Herz hat Molly ein neues Leben geschenkt. Nach und nach melden sich drei weitere Organ-Empfänger bei Alex. Von Beginn an besteht eine starke Verbindung zwischen den so unterschiedlichen Menschen. 
Als der kleine Connor von zu Hause fortläuft, um seine Mutter zu suchen, und dabei in Lebensgefahr gerät, werden die neuen Freundschaften auf eine harte Probe gestellt. 


Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, seit ich Bücher der Autorin gelesen habe. Ich weiß, dass mir die Bücher sehr gut gefallen haben und deshalb wollte ich dieses Buch nun gerne lesen. Vorab erwähnt, ich wurde nicht enttäuscht und habe das Buch am Ende mit einem "Hach, wie toll" zur Seite gelegt. Aber vorher gab es reichlich emotionale Situationen und ab und zu wollte sich eine Träne bemerkbar machen. 
Dani Atkins hat sich mit einem Thema auseinander gesetzt, das viele zum Nachdenken anregen kann. Alex verliert seine Frau Lisa durch einen Unfall. Lisa hat bestimmt, dass ihre Organe gespendet werden. Connor, der kleine Sohn der beiden, will einfach nicht glauben, dass seine Mutter nie wieder kommt, denn sie hatte ihm etwas versprochen. Für alle Beteiligten ist das nicht leicht. Durch die Organspende kann vier Personen geholfen werden. Anscheinend ist die Abwicklung in England etwas anders, als bei uns in Deutschland, denn ich war schon verwundert, dass die Hinterbliebenen und die Organempfänger sich kennen lernen durften. Außerdem fragte ich mich, weshalb "nur" vier Personen geholfen wurde. Aber das sollte jetzt keine allzu wichtige Frage sein, denn in der Hauptsache ging es hier darum, wie alle miteinander umgangen und was sie erlebten.
Die Autorin hat uns die Geschichte aus Sicht von Alex und Molly erzählt. Molly ist eine der vier Organempfängerinnen und entwickelt eine enge Verbindung zu Connor. Sie hatte ich ziemlich schnell in mein Leserherz geschlossen und war bis zum Ende unsicher, was ich ihr wünschen sollte. Letztendlich hat die Autorin den richtigen Weg gefunden, mit dem ich dann auch sehr zufrieden war.


Fazit:
Ein Buch mit einer sehr berührenden Geschichte. Liebe, Freundschaft, Trauer, Zusammenhalt, Trost, Mut und Hoffnung so vieles wurde in diesem Buch miteinander verbunden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 27. Dezember 2021

Rezension - Worte einer neuen Zeit



Autorin: Marion Henneberg

Titel: Worte einer neuen Zeit

Genre: Historisch

Version: eBook 

erschienen: 2. August 2021

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Forever  by Ullstein



Über die Autorin:
Marion Henneberg wurde 1966 in Goslar geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in Marbach a. N. und arbeitet seit vielen Jahren in der Finanzabteilung eines gemeinnützigen Unternehmens in Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zeiten des Aufbruchs - Eine junge Lehrerin kämpft für ihre Träume und die Liebe ihres Lebens
Bremen 1890: Die Hansestadt ist ein riesiger Umschlagplatz. Nicht nur für Waren aus der ganzen Welt, auch Menschen strömen in die Stadt, um an Bord einem der vielen Dampfer in eine bessere Zukunft in Übersee zu fahren. Lene Drews arbeitet nach dem tragischen Tod ihres Mannes wieder als Lehrerin an einer höheren Mädchenschule. Als sie zufällig den gutaussehenden Zeitungsreporter Georg Berndes kennenlernt, sind beide auf Anhieb voneinander fasziniert und er bietet ihr an, für die Bremer Nachrichten kleine Artikel zu Frauenthemen zu schreiben. Doch was Lene wirklich beschäftigt, sind die schweren Lebensbedingungen der Auswanderer, die in der Stadt oft monatelang festsitzen, und der Frauen von Bremen. Überall wird sie mit Ungerechtigkeiten konfrontiert. Und in ihren Gedanken mit Georg Berndes, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht, seit sie für ihn schreibt. Doch Georg ist verlobt und Lenes Gefühle scheinen zum Scheitern verurteilt …


Meine Meinung:
Seit ich vor ein paar Jahren in Hamburg das Auswanderermuseum BallinStadt besichtigt habe, bin ich sehr daran interessiert Bücher zu lesen, in denen das Thema Auswanderung eine Rolle spielt. Deshalb wollte ich dieses Buch gerne lesen.
Zunächst lernte ich Lene Drews kennen, die nach dem tragischen Tod ihres Mannes wieder in ihrem alten Beruf als Lehrerin arbeiten durfte. Ja, das wurde richtig gelesen, mal davon abgesehen, dass sie arbeiten musste, damit sie ein entsprechendes Einkommen hat, durfte sie wieder als Lehrerin tätig sein, weil sie nun Witwe und somit alleinstehend war. Aber Lene unterrichtet nicht nur an einer höheren Mädchenschule, sie unterrichtet auch Kinder der Auswandererfamilien, die in einem der vielen Häuser untergebracht sind, bevor sie endlich die weite Reise antreten können.
Lene lernt irgendwann den Reporter Georg Berndes kennen, der feststellt, wie gut sie über kritische Themen schreiben kann und bittet sie, kleine Artikel über Frauenthemen zu schreiben. Leider haben sehr viele Männer kritische Einstellungen zu berufstätigen Frauen, wobei die besser gestellten Frauen auch nicht unbedingt fortschrittlicher denken. Auf jeden Fall kann Lene ganz neue und bis dahin für sie unbekannte Wege gehen. Ich möchte hier nicht auf einzelne Begebenheiten eingehen, nur soviel erwähnen, dass ich alles ausgesprochen interessant fand. Ich hatte fast den Eindruck Lene wurde aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und erkannte die Möglichkeiten, mit ihren Artikeln Einfluss nehmen zu können.
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und mir als Leserin vieles über das Leben zu der damaligen Zeit vermitteln können. Das Leben der Frau, die immer machen mussten, was Vater, Bruder oder Ehemann bestimmten. Viele wurden unter Druck gesetzt, weil nicht wenige der Meinung waren, die wahre Bestimmung einer Frau wäre die, als Hausfrau und Mutter zu leben. Es wurden aber auch die Probleme der Auswanderer beschrieben, welche Gründe dazu führten, dass sie ihre Heimat verlassen wollten oder mussten. Unter welchen Umständen sie sich auf die Reise begaben und vieles mehr.


Fazit:
Ein sehr gut gelungenes Buch, dass viel über das Leben in Bremen wiedergibt. Sehr informativ und fesselnd und zum Schluss gab es ein erfreuliches Ende. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Rezension - Inselträume und Meer


 
Autorin: Anja Saskia Beyer

Titel: Inselträume und Meer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. Dezember 2021

Seiten: 269

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder



Über die Autorin
Anja Saskia Beyer studierte Theater-, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Sie arbeitete über zwanzig Jahre erfolgreich als Drehbuchautorin und Dramaturgin für das Fernsehen. Seit 2013 schreibt sie auch Romane. Anja Saskia Beyer lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Josy stand auf der Terrasse ihres Cafés, streckte die Nase schnuppernd in die Luft. Sie liebte diesen leicht salzigen Geruch des Meeres und die kühleren Morgenstunden.« Vor Jahren hat die attraktive Josy Deutschland und ihrer schwierigen Mutter den Rücken gekehrt, um sich auf Mallorca ein unabhängiges Leben aufzubauen. In ihrem kleinen Laden an der Küste serviert sie seitdem tollen Kaffee zum besten Schokokuchen der Insel. Als Delfintour-Guide fährt sie mit Touristen regelmäßig hinaus aufs Meer, um die bezaubernden Meeressäuger zu beobachten. Aber dann verschwinden die Delfine und niemand bucht mehr Josys Touren. Damit nicht genug: Ihre Mutter taucht bei ihr auf mit den alten Konflikten im Gepäck, und Josy selbst steht plötzlich Eric gegenüber, dem Mann, der sie vor Jahren tief verletzt hat und den sie nie ganz vergessen konnte. Eric hilft ihr, dem Grund für das Verschwinden der Delfine auf die Spur zu kommen, aber kann sie ihm je wieder vertrauen?


Meine Meinung:
Das zweite Buch der "Mallorca-Sehnsucht"-Reihe hat einiges bei mir ausgelöst. Am liebsten hätte ich sofort einen Koffer gepackt und wäre auf die Insel geflogen. Die Gegend hat mir während meines Urlaubs vor einigen Jahren bereits sehr gut gefallen. Und wenn ich denn schon mal da gewesen wäre, hätte ich natürlich Josy und ihren Freundinnen einen Besuch abgestattet und in den Läden gestöbert. Außerdem hätte ich Eric und Josy mal gepackt und ernsthaft mit ihnen geredet: nun sagt doch endlich, was damals passiert ist 😉 oder kann es sein, dass ich zu ungeduldig bin. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich wohl zu viele Krimis lese, denn in einer Situation hatte ich mit viel schlimmerem gerechnet. Aber die Autorin war lieb zu den Protagonisten 😉 worum es geht, werde ich hier natürlich nicht verraten. Allerdings zeigt es mal wieder, dass ich so richtig mittendrin steckte und wissen wollte, was denn nun alles passiert ist. Für mich war es real. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass ich einiges über Delfine erfahren konnte und ganz wichtig, ich war an Orten, die ich schon einmal besucht hatte.
Anja Saskia Beyer ist es gelungen, ein weiteres Buch zu schreiben, dass mich gefesselt hat. Freundschaft spielte eine wichtige Rolle und zeigt, wie wichtig es ist, sich auszusprechen. 


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, das auf Höhen und Tiefen des Lebens hinweist. Sehnsuchtsorte, Freundschaft, Zusammenhalt und Mut alles wurde wunderbar miteinander verknüpft und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#InselträumeundMeer #NetGalleyDE

Dienstag, 30. November 2021

Rezension - Mach dich locker



Autorin: Ellen Berg

Titel: Mach dich locker

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 15. November 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Planst du noch, oder lebst du schon? 
(Noch) nicht perfekt, aber verdammt nah dran: Kontrollfreak Marie hat ihr Leben exakt durchgeplant. Einfach locker laufen lassen? Bloß nicht. Dafür sind ihre Ansprüche an Job, Ehe und Familienalltag viel zu hoch. Dumm nur, dass ihre Familie zunehmend rebellisch reagiert. Vor allem ihr Mann Alexander ist genervt von der ewigen Kritik – und zeigt sich umso interessierter an der provozierend lockeren Babette. Langsam muss sich Marie fragen, ob Perfektionismus wirklich glücklich macht. Doch wie rettet man eine Ehe nach fünfzehn Jahren Beziehungsroutine? Und – will Marie das überhaupt? 


Meine Meinung:
Das gewohnt humorvolle Cover hat mal wieder dafür gesorgt, dass ich auf das Buch aufmerksam wurde. Weil mich die Kurzbeschreibung zusätzlich neugierig machte, lernte ich Marie kennen. Ich muss allerdings gleich gestehen, dass ich anfangs wirklich sehr schwankte. Ich wusste nicht, ob ich sie leiden kann oder sogar bemitleiden sollte. Ihre Art gefiel mir nicht und ich hätte sie nicht gerne zur Freundin gehabt, aber ich dachte, die Autorin wird sich etwas beim Schreiben gedacht haben und wollte die Entwicklung erst einmal abwarten. So bekam ich einen guten Einblick in ihr Berufs- und Familienleben, mehr gab es da allerdings auch nicht. 
Wie es nun mal so ist, irgendwann zeigt einem der Körper, was er von dem Leben der Besitzerin hält und stellt sich einfach quer. Marie musste die unangenehme Erfahrung machen, dass Tabletten nicht alleine dafür sorgen, dass alles wie gewohnt fluppt. Ihr Rücken zeigt es ihr und dadurch wird sie ausgebremst. Allerdings stellt sie gezwungenermaßen fest, es geht auch anders und Hilfe sollte angenommen werden. Ernst und humorvoll erzählt die Autorin, was Marie so alles erlebt. Und ich konnte mich im Laufe der Geschichte doch mit ihr anfreunden. Die Entwicklung und vor allem das Ende und was die Autorin danach noch geschrieben hat, konnte mich begeistern.


Fazit:
Ein gelungenes Buch über Höhen und Tiefen des Lebens, das Mut macht, sich Problemen zu stellen und vergangenes verarbeitet und zum Guten wenden kann. Gerne empfehle ich dieses Buch.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Machdichlocker #NetGalleyDE!

Mittwoch, 24. November 2021

Rezension - Älter werde ich später



Autorin: Lioba Albus

Titel: Älter werde ich später

Genre: Roman

Version: eBook und Paperback

erschienen: 29. Oktober 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe



Über die Autorin:
Lioba Albus wurde 1958 in Attendorn im Sauerland geboren, lebt in Dortmund und ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern. Als gelernte Schauspielerin zog es sie vor dreißig Jahren auf Deutschlands Kabarettbühnen. Außerdem ist sie häufig zu Gast in diversen Radio- und Fernsehshows, z. B. bei Ladies Night (ARD). Viele ihrer Freunde meinen, sie spricht ein bisschen zu viel. Darum schreibt sie jetzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frech, emanzipiert, direkt - das Romandebüt der beliebten Kabarettistin Lioba Albus! Mila ist 59 und zufrieden mit ihrem Leben. Ihr Freundeskreis ist groß, ihre Arbeit als Chefin einer kleinen Agentur erfüllend, und die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Das Alter? Weder ein Thema noch ein Problem. Doch auf einmal stehen Sohn und Tochter wieder auf der Schwelle und fordern Asyl, und die Männer aus ihren wilden Jahren verlangen Aufmerksamkeit und Antworten auf alte Fragen. Mila ist überfordert. Wie wird sie die Bagage nur wieder los? Und gibt es vielleicht am Ende doch den einen, mit dem zusammen das Leben noch ein bisschen federleichter ist?


Meine Meinung:
Da ich Lioba Albus bereits mal auf der Bühne als Kabarettistin erlebt habe, war ich neugierig auf sie als Autorin. Wie so oft, steige ich in die Geschichte ein und bin mittendrin im Geschehen. Daher kommt es auch, dass ich der Hauptperson durchaus meine Meinung sagen würde. Denn Mila hat es mir nicht leicht gemacht, so einfach konnte sie mein Leserherz nicht erobern. Allerdings kann es auch daran liegen, dass ich zu manchem etwas andere Ansichten habe. Nun, das ist jetzt mein persönliches Empfinden, was mich aber nicht davon abhielt, das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Die Autorin hat allen Beteiligten außergewöhnliche Charaktere zugeordnet, manchmal war es für mich etwas zuviel des Guten, aber es belebte das Geschehen. Mila hat ein etwas ungewöhnliches Leben hinter sich und genau dadurch gab es die eine oder andere Überraschung. Aber sie musste sich nicht nur um die erwachsenen Kinder kümmern, die immer wieder zur Mama zurück kamen, es gab auch so viel anders, was bewältigt werden musste. So kam vieles zusammen, humorvolle Szenen, ernste und traurige Momente und auch ganz alltägliches. Und am Ende war ich dann doch mit allem zufrieden.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch über die Höhen und Tiefen des Lebens. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Älterwerdeichspäter #NetGalleyDE!

Sonntag, 21. November 2021

Rezension - Rigi


Autorin: Blanca Imboden

Titel: Rigi

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2021

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Wörterseh 





Über die Autorin
Blanca Imboden, geb. 1962, war Sekretärin, Sängerin und Seilbähnlerin und lebt heute ihren Traumberuf: Schriftstellerin. Wenn sie nicht gerade in den Bergen unterwegs ist oder auf Lesetour durch die ganze Schweiz reist, tut sie das, was ihr das Liebste ist: Sie setzt sich hin und schreibt. Meist Romane, immer wieder mal Kolumnen und ab und zu auch eine Kurzgeschichte. Die Autorin, die im Schwyzer Talkessel aufgewachsen und verwurzelt ist, lebt heute in Malters LU



Kurzbeschreibung, übernommen:
Eliane, von Beruf freischaffende Journalistin, hat ihren Mann viel zu früh verloren. Seit einem Jahr trauert sie nun schon um ihn und realisiert irgendwann: Für viele Menschen hat Trauer ein Ablaufdatum. Bald einmal hat man gefälligst wieder zu funktionieren und sich dem Leben zuzuwenden. Allerdings sollte dies auf keinen Fall zu früh passieren, denn das wiederum käme auch völlig falsch an. Eliane hat genug – auch von den Wünschen ihrer Tochter Marie, die findet, das Zuhause, aus dem sie notabene längst ausgezogen ist, müsse eine Art Museum sein: Papas Hausschuhe sollten bei der Wohnungstür stehen, seine Jacke immer an der Garderobe hängen bleiben. Um zurück ins Leben zu finden, meldet sich Eliane schließlich bei einer Trauergruppe an und ist überrascht, dass dort nicht nur geweint, sondern auch viel gelacht wird. Sie knüpft neue Freundschaften und lernt sogar zwei Zwergpinguine kennen, die einander in ihrer Trauer beistehen. Und dann erhält Eliane einen Traumjob: Sie kann zum 150-Jahre-Jubiläum der Vitznau-Rigi-Bahn, der ersten Bergbahn Europas, eine Artikelserie schreiben und einen Monat lang auf der Rigi wohnen. Was folgt, sind viele bewegende Begegnungen, auch mit einem Hund, der wie ein Putzmittel heißt. Die Rigi ist ein Kraftort und verändert alles – auch Eliane.


Meine Meinung:
Als erstes hat mich der Buchtitel neugierig gemacht, sehr kurz und nur Kenner der Schweiz wissen damit etwas anzufangen, zumindest dachte ich mir das. Das Cover habe ich als ansprechend empfunden und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. Zumal der Hinweis: "Ein fröhlicher Roman über traurige Menschen" mich zusätzlich neugierig machte.
So lernte ich zunächst Eliane kennen, die ihren Mann verloren hat und in einer Trauergruppe versucht damit klar zu kommen. Zusätzlich muss sie sich mit den Vorstellungen der Tochter auseinander setzen, was nicht immer leicht ist. An den Gesprächen in dieser Gruppe nehmen die unterschiedlichsten Personen teil, die Autor hat sich für jeden etwas besonderes ausgedacht. Charakter und Schicksal, was ich sehr interessant fand. Rigi ist die Königin der Berge in der Schweiz und dort wird Elaine sich sehr lange aufhalten. Denn sie hat von ihrem Chef den Auftrag bekommen, anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Regi-Bahn eine Artikelserie zu schreiben. Sie darf dort vier Wochen in einem Hotel wohnen und Gegend und Leute kennen lernen. Ich darf sie dabei begleiten und lerne ebenfalls die wunderschöne Umgebung kennen. Gleichzeitig darf ich Eliane beobachten, wie sie sich nach und nach verändert. Aber nicht nur ihr tut der Aufenthalt dort auf der Rigi gut. 
Blanca Imboden hat alles bestens beschrieben und sich wohl auch sehr ausgiebig mit dem ernsten Thema beschäftigt und gleichzeitig vermittelt, das man trauern und trotzdem fröhlich sein darf. 
Mein Verständnis zu einem fröhlichen Buch ist zwar etwas anders, aber es ist eben nicht nur traurig, sondern macht einen mutig. Ich gebe zu, dass es mich sehr berührt hat, ganz besonders an einer Stelle, die ich hier aber nicht erwähnen möchte. Auf jeden Fall gab es ein überraschend gutes Ende.


Fazit:
Das ist ein Buch mit einem Thema, mit dem man sich ernsthaft auseinander setzen muss. Geschichten sind aus dem Leben gegriffen, in dem es Höhen und Tiefen gibt, Trauer und Frohsein, Mut und Freundschaft. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Rigi #NetGalleyDE

Donnerstag, 18. November 2021

Rezension - Klugscheißer supreme



Autor: Thorsten Steffens

Titel: Klugscheißer Supreme

Genre: Roman, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. September 2021

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Piper Humorvoll 



Über den Autor:
Thorsten Steffens, geboren 1974, studierte Germanistik und Anglistik an der Universität zu Köln. Zuvor, währenddessen und danach arbeitete er in den unterschiedlichsten Berufen: als Lehrer, als Grafiker, als Platzanweiser, als Dozent an einer Universität und als Kassierer im Supermarkt. Vor allem aber veröffentlicht er humorvolle Bücher.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Klugscheißer als angehender Lehrer – kann das gutgehen? 
Ein irre komischer Roman um Lehrer, und welche, die es werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte.    
 »Nahrungsbeschaffungsmaßnahme f.; Gen. –; Pl. –n; der Besuch eines Verkaufsstandes mit Esswaren, um eine anschließende stundenlange Zusammenkunft aller verfügbaren Lehrkräfte zum illustren Erfahrungsaustausch auszuhalten« 
Klugscheißer Timo Seidel hat nach vier Jahren sein Lehramtsstudium beendet. Doch nun steht ihm die schwerste aller Prüfungen bevor: das von allen Seiten gefürchtete Referendariat. Schmerzlich stellt Timo fest, dass er sich trotz Berufserfahrung wieder einmal den Respekt des Kollegiums, der Schulleitung und vor allem der Schülerschaft hart erkämpfen muss. Da sind für einen Klugscheißer wie Timo natürlich Pleiten, Pech und Pannen vorprogrammiert …


Meine Meinung:

Ich muss gestehen, Timo Seidel ist schon gewöhnungsbedürftig. Ich kenne ihn seit dem ersten Buch und kann erwähnen, dass er mir doch im Laufe der Zeit ans Leserherz gewachsen ist. Denn ich konnte seine Entwicklung beobachten und meine nun, dass er endlich! mit Mitte dreißig erwachsen geworden ist. Er hat sein Studium abgeschlossen und darf jetzt Jugendliche unterrichten. Allerdings machen es ihm viele nicht leicht, das sind nicht nur die Schüler, nein, auch die Kollegen erschweren den Einstieg. Aber wer Timo kennt, weiß, dass er es irgendwie schafft.
Die Entwicklung fand ich klasse und ich hatte vor Rührung ein paar Tränchen in den Augen, so sehr war ich ins Geschehen eingetaucht. Der Abschluss des Buches hat mir ebenfalls super gut gefallen, die richtigen Personen bekamen ihr Fett weg und für Timo gab es endlich ein Happy End.
Der Autor hat mich mit seinem humorvollen und besonderen Schreibstil an das Buch gebunden und für gute Unterhaltung gesorgt. Obwohl mir im ersten Buch Timo nicht so sehr sympathisch war, hat er es geschafft, dass ich durch gehalten und alle Bücher gelesen habe, was im nachhinein natürlich gut war.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss der "Klugscheißer-Reihe". Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und möchte unbedingt erwähnen, dass es sinnvoll ist, alle drei Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.

Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 16. November 2021

Rezension - Wandere auf unerforschten Pfaden



Autorin: Charlotte Taylor

Titel: Wandere auf unerforschten Pfaden

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Oktober 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand



Über die Autorin
Charlotte Taylor ist das Pseudonym der Frankfurter Autorin Carin Müller, wenn sie sich ganz der Liebe hingibt – ob voll schmetterlingszarter Innigkeit oder rauschhafter Leidenschaft. Mal prickelt die Liebe, mal ist sie voller Dramatik – aber nie selbstzweckhaft, denn neben dem schönsten Gefühl der Welt, gibt es immer auch andere Themen die im Fokus stehen. Das können persönliche Schicksalsschläge und Lebenskrisen sein oder auch Stoffe von gesellschaftlicher oder globaler Bedeutung. Doch auch wenn die Geschichten gerne mal komplexer sind, kommen sie doch immer leicht und optimistisch daher, damit die Leser:innen am Ende mit einem glücklichen Lächeln das Buch zuklappen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Verspielte Delfine, schützende Tätowierungen und der Beginn einer unerwarteten Liebe.
Kann man vor dem Leben davonlaufen?
Yuma Solano ist auf der Flucht – vor der Angst. In Tofino kommt sie endlich zur Ruhe und mit der Entspannung kehrt nach Jahren auch ihre Kreativität zurück. Schiffe, Wellen und Wale bevölkern ihr Skizzenbuch – und eines Tages auch die seelenvollsten Augen, die sie jemals gesehen hat.
Die gehören Nalu Kalakaoa. Der hawaiianische Seebär weiß auf den ersten Blick, dass Yuma sein Schicksal ist, doch mit ihrer Geheimnistuerei kann er nicht umgehen. Seine eigenen Narben trägt er offen und mit eindrucksvollen Tätowierungen verziert.
Beide wissen, dass der erste Schritt in ein neues Leben der härteste ist, doch auf Vancouver Island wird ihnen klar: Man kann auch ankommen, wenn man unterwegs ist!


Meine Meinung:
"Wandere auf unerforschten Pfaden: Ein Liebesroman über die tröstliche Kraft des Aufbruchs" so steht es als Titel mit Erweiterung im Netz. Ich bin der Meinung, es ist mehr als ein Liebesroman, denn die lese ich eigentlich auch nicht so furchtbar gerne. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, aber eben anders. Bevor ich mich hier jetzt verzettele mit meinen Erklärungen, schreibe ich einfach mal über meine Eindrücke beim Lesen.
Den kleinen abgelegenen Ort Tofino in Kanada und seine liebenswerten und interessanten Bewohner habe ich bereits in den ersten beiden Büchern der Serie "Insel der Wale" kennen gelernt und ich freute mich, dass ich sie nun wiedersehen konnte. Ja genau das Gefühl hatte ich, denn ich war so richtig vor Ort und hatte alles wunderbar vor Augen. Diesmal standen Yuma Solano und Nalu Kalakaoa im Vordergrund und richtig, das sind die beiden, die auch durch die Liebe zueinander finden sollten. Allerdings hatten beide besondere Begebenheiten in der Vergangenheit, der eine konnte und wollte darüber reden und die andere wollte, aber durfte nicht darüber reden. Mehr verrate ich dazu nicht, denn in der Kurzbeschreibung wird auch nicht darauf eingegangen und ich will ja nie mehr verraten, als dort steht. Ach, da hätte ich doch beinahe vergessen, jemanden hervorzuheben, es wurden sehr aufschlussreiche Gespräche geführt, allerdings kam als Antwort immer nur ein "Mau". Der kleine Kater, der nicht mehr von Nalus Seite weichen wollte, hat mich sehr erfreut. 
Charlotte Taylor hat es auch ein weiteres Mal geschafft und so eindrucksvoll die Begegnungen mit Walen und Delfinen beschrieben. Durch ihre Arbeitszeiten und Einsatzorte hatten Yuma und Nalu wenig Gelegenheit sich schnell besser kennen zu lernen. Es dauerte alles etwas länger, aber alles andere um sie herum war so überwältigend und zusätzlich passierte betreffend der Vergangenheit einiges. Ich war beschäftigt und die beiden ebenfalls. Aber sie brauchten auch ihre Zeit, denn es gab Ängste, die bewältigt werden mussten, jeder musste sich Gedanken machen und einen Weg finden. Hilfreich standen die bereits Bekannten ihnen zur Seite. Es zeigte sich mal wieder, dass Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt vieles bewirken können. Mit dem Ende war ich sehr zufrieden und gerne möchte ich die Wintermonate mit bestimmten Personen auf Hawaii verbringen.
Ich hoffe, ich konnte ausdrücken, wie sehr mich das Buch begeistert hat, ohne auf bestimmte Begebenheiten näher eingehen zu können. Ich wollte ja nicht zu viel verraten. Hm, doch eins,  es gab auch eine gewisse Spannung und ich habe immer erwartet bzw befürchtet, dass etwas passiert und gleichzeitig gehofft, dass der Fall nicht eintritt. Eindeutig eine Zwickmühle für mich.


Fazit:
Ein wunderschönes gelungenes Buch voller Eindrücke, das ich mal wieder verschlungen habe. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Es kann für sich alleine gelesen werden, aber das Lesevergnügen wird eindeutig erhöht, wenn die Serie in der entsprechenden Reihenfolge gelesen wird.

Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 14. November 2021

Rezension - Ein Cottage in Cornwall



Autorin: Elisabeth Kabatek

Titel: Ein Cottage in Cornwall

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Paperback

erschienen: 1. Oktober 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB



Über die Autorin:
Elisabeth Kabatek wuchs in einer beschaulichen Kleinstadt unweit der Landeshauptstadt Stuttgart auf. Ihre frühkindliche literarische Prägung erfolgte durch Mutter (Losungsbüchle), Vater (Asterix) und Tante (Pippi Langstrumpf). Auf die im Schulaufsatz der 3. Klasse gestellte Frage "Was ich einmal werden will", konnte es nur eine einzige Antwort geben: Schriftstellerin. Wenige (also so ungefähr 34) Jahre später war es dann soweit: das "Laugenweckle" erschien. was es noch zu berichten gibt kann hier gelesen werden


Kurzbeschreibung, übernommen:
Noch mehr Chaos in Cornwall – große Liebe inbegriffen: Im humorvollen Roman der Bestseller-Autorin Elisabeth Kabatek muss es die 50-jährige Margarete nicht nur mit der Ex-Frau ihrer neuen Liebe aufnehmen, sondern auch noch mit ihrer schwäbischen Mutter! Margarete hat endlich die Liebe ihres Lebens gefunden! Okay, mit 50, und in Cornwall statt im heimischen Stuttgart. Aber der Biofarmer Chris im idyllischen Port Piran ist ein echter Hauptgewinn. Das scheint leider auch seiner Noch-nicht-ex-Frau plötzlich klar zu werden. Sie mischt die neue Beziehung genauso auf wie Margaretes schwäbische Mutter. Währenddessen verliebt sich Maggies englische Freundin, die Expunkerin Lori im zarten Alter von 61 zum ersten Mal. Zwei Frauen, zwei Freundinnen – und beide müssen um ihr Glück kämpfen...


Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung machte mich neugierig, denn ich wollte wissen, was die beiden Freundinnen erleben würden. Mit 50 vom Schwabenländle nach Cornwall übersiedeln, ist doch schon mutig. Oder der ersten Liebe mit 61 zu begegnen und sich ihr stellen, ich war gespannt, was sich die Autorin so alles ausgedacht hat.
So kam es, dass ich Margarete und Lori kennen lernte und mit ihnen lachen und weinen musste. Ja, die Geschehnisse rund um die beiden waren sehr vielseitig und bevor ich doch etwas verrate, empfehle ich lieber, dass jeder das selbst lesen sollte.
Nicht immer war ich mit den Handlungen der Personen einverstanden, sie machten es sich selbst manchmal zu schwer. Aber auch einige Nebenfiguren hatten ihr Päckchen zu tragen oder haben sich eingemischt, was nicht unbedingt erforderlich gewesen wäre.
Dieses Buch, in dem Lori und Margarete im Wechsel ihre Geschichte erzählen, ist das dritte Cornwall-Buch der Autorin. Ich kenne die beiden ersten nicht, hatte aber auch keine Probleme, jetzt einzusteigen.


Fazit:
Ein Buch, das sehr viele Gefühle auslöst. Wer gerne viele Leute mit interessanten Charakteren kennen lernen möchte, wird an dem Buch seine Freude haben.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 5. November 2021

Rezension - Highland Hope - Eine Destillerie für Kirkby



Autorin: Charlotte McGregor

Titel: Highland Hope - Eine Destillerie für Kirkby

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Oktober 2021

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag



Über die Autorin:
Mit Sehnsuchtsorten kennt sich Charlotte McGregor aus. Schon in frühester Kindheit fühlte sie sich zu Städten und Ländern hingezogen, die sie nur aus Büchern oder Filmen kannte. Kein Wunder, dass sie aus ihrem Fernweh einen Beruf gemacht hat. Die Journalistin schrieb jahrelang Reiseberichte für Zeitungen und Magazine, ehe sie ihre Lieblingsorte auch in Romanen verewigte. Derzeit schlägt ihr Herz für Schottland, wo sie regelmäßig mit ihrem Mann durch Städte, Dörfer und die Highlands streift und sich voller Enthusiasmus auf Whisky, Haggis und Kilts stürzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Shona liebt ihre Whisky-Brennerei ebenso wie ihr Alpaka. Als sie den Tierarzt Kendrick trifft, wird die Liebe hochprozentig!
Shona ist das Küken der Familie Fraser. Das einst wilde Party-Girl hat die stillgelegte Destillerie von Kirkby modernisiert und gerade ihren ersten eigenen Whisky abgefüllt. Bei all dem Trubel bemerkt sie nicht, dass ihr Alpaka Nessie zu tief ins Glas schaut und ausgerechnet dem Tierarzt Kendrick McIntosh vors Auto taumelt. Dieser ist empört. Doch nachdem der erste Zorn verraucht ist, stellen die beiden fest, dass sie noch mehr verbindet als die Liebe zu den Tieren und zum Highland Dance. Durch ein tragisches Unglück lernen sie sich auf einmal von einer ganz neuen Seite kennen. Und auch Shonas Whisky erweist sich als wahrer Liebestrank ...


Meine Meinung:
Inzwischen kenne ich die Familie Fraser doch sehr gut, dachte ich, aber was ich diesmal alles erfahren habe und wie sehr ich mittendrin war, hätte ich nicht gedacht.
Im Vordergrund steht Shona Fraser und ihr Alpaka, das sie als Haustier hält, das fand ich persönlich jetzt nicht so toll und als es dann auch noch beschwipst ist, vom Reste trinken, gab es schon ein paar Schimpfworte meinerseits. Vorab erwähnt, es wendete sich für das Tier natürlich alles zum Guten. Der Tierarzt Kendrick McIntosh war auch meiner Meinung und hat Shona deutlich gesagt, was er davon hält. Von mir hat er sofort Pluspunkte bekommen. Im Laufe der Geschichte änderte sich einiges, Shona wurde mir sympathischer und sie freundete sich dann auch mit dem Tierarzt an. Allerdings steckte der Ärmste in einer privaten Situation, die einen sehr nachdenklich macht und ich habe überlegt, wie ich reagieren würde. Eine schwere Entscheidung, aber mehr schreibe ich dazu nicht.
Mit diesem Buch hat es die Autorin nicht nur geschafft, mich daran zu fesseln, sondern auch dafür gesorgt, dass ich gefühlsmäßig oft hin und her gerissen wurde. Sie hat wirklich sehr interessante Themen eingebunden. Allerdings bin ich auch zu der Überzeugung gekommen, dass ich dieses Dorf vielleicht mal besuchen würde, aber mit Sicherheit nicht dort wohnen will.


Fazit:
Eine wirklich sehr gut gelungene weitere Folge von Highland Hope und ich bin sehr gespannt auf das nächste Buch. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung, rate aber auch dazu, alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, es erhöht auf jeden Fall das Lesevergnügen.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 20. September 2021

Rezension - Inselliebe und Meer



Autorin: Anja Saskia Beyer

Titel: Inselliebe und Meer

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 21. September 2021

Seiten: 283

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder 



Über die Autorin:
Anja Saskia Beyer studierte Theater-, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Sie arbeitete über zwanzig Jahre erfolgreich als Drehbuchautorin und Dramaturgin für das Fernsehen. Seit 2013 schreibt sie auch Romane. Anja Saskia Beyer lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Liz auf der Klippe stand und ins tiefblaue Wasser sah, wurde ihr wieder die besondere Magie der Insel bewusst.
Liz’ kleiner Feinkostladen in Berlin steht vor dem Aus und sie fühlt sich einsam. Da kommt die Bitte ihres Großonkels, auf Mallorca nach einer alten Finca der Familie zu sehen, gerade recht. Aber wieso wurde um diese Finca all die Jahre so ein Geheimnis gemacht?
Auf der Insel schließt die junge Frau neue Freundschaften und trifft den attraktiven Olivenbauern Cristian, der sich zunächst abweisend verhält. Erstaunt stellt Liz fest, dass Cristian sich nicht nur aufmerksam um das Anwesen und die Feriengäste kümmert, sondern ihnen auch dabei hilft, ihren ganz persönlichen Neuanfang zu wagen. Liz fühlt sich wider Willen zu Cristian hingezogen. Doch der ist ein Mann mit Geheimnissen und scheint sich auf der Finca vor irgendjemandem zu verstecken …



Meine Meinung:
Entführt nach Mallorca! Keine Angst, es ist nichts schlimmes, denn die Autorin nimmt uns nur mit auf die Insel. Da lasse ich mich doch gerne "entführen". Eigentlich schade, dass ich keinen Großonkel habe, der dort eine Finca besitzt. Nun, ich bin mir auch nicht sicher, ob Liz anfangs so glücklich war, denn sie hatte einen Auftrag. Sie sollte kontrollieren, weshalb so viele Urlauber ihre Reise stornieren und sogar den Verwalter rausschmeißen. Aber es entwickelte sich alles anders, als Liz und auch ich es uns gedacht haben. 
Anja Saskia Beyer hat mich mitgenommen nach Mallorca, ich konnte Orte besuchen, die ich vor einigen Jahren kennen gelernt habe und sie hat alles so toll beschrieben, dass ich alles bestens vor Augen hatte. Gleichzeitig habe ich sehr viel über Oliven und deren Verarbeitung erfahren. Aber in der Hauptsache drehte sich alles natürlich um Liz, die viele Geheimnisse aufdecken konnte. Außerdem lernte ich Cristian kennen, der mir, genau wie Liz, sehr sympathisch war. Ich hatte mal wieder ein Buch, dass ich regelrecht verschlungen habe und dank des flüssigen Schreibstils konnte ich es auch in einem Rutsch lesen. Schließlich wollte ich ja unbedingt erfahren, wie die Geschichte endet und ob Entscheidungen getroffen werden, die ich mir gewünscht hatte. Ich verrate nichts, nur soviel: ich war zufrieden. Aber nicht nur das Ende hat mir gefallen, auch die Themen, die miteinander verknüpft wurden. Freundschaft, Romanze, Geheimnisse, Entscheidungen - Höhen und Tiefen spielten eine wichtige Rolle.


Fazit:
Ein sehr schönes unterhaltsames Buch und gleichzeitig ein gelungener Auftakt der Serie Mallorca-Sehnsucht. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich schon auf weitere Bücher. 


Bei der Autorin, dem Verlag und NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#InselliebeundMeer #NetGalleyDE

Sonntag, 19. September 2021

Rezension - Das kleine Atelier am Fjord



Autorin: Nadine Feger

Titel: Das kleine Atelier am Fjord

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. August 2021

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Forever 



Über die Autorin
Nadine Feger, geboren 1979 in Viersen, lebt mit ihrer Familie in einer beschaulichen Gemeinde am Niederrhein. Schon als Teenager liebte sie das Schreiben und träumte davon, eines Tages Romanautorin zu werden. Ihr Debüt erschien im Juli 2020. Sie liebt Musik, das Reisen und die Natur. Wenn sie nicht gerade schreibt, steckt sie irgendwo zwischen Alltagschaos und Kinderlachen oder sie ist unterwegs, um neue Orte zu erkunden und Inspiration zu sammeln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Livi hat eine schwere Zeit hinter sich. Vor einem Jahr sind ihr Mann und ihre Eltern bei einem Autounfall gestorben. Nun will sie die schmerzhaften Erinnerungen hinter sich lassen und zieht von Oslo nach Bergen. Aber auch die niedliche Hafenstadt am Fjord kann sie nicht von ihrem Verlust ablenken. Als Livi tief in Gedanken vor einem kleinen Atelier steht, wird der Künstler Mattis auf sie aufmerksam. Auch in ihrer Trauer findet er sie wunderschön und bittet darum, sie malen zu dürfen. Dabei lernen sie einander kennen und Mattis beschließt, Livi zu helfen. Hals über Kopf ziehen die beiden gemeinsam in eine WG und gründen im Atelier ein Art & Dine – Mattis gibt Malkurse und Livi bekocht die Gäste. Die Zeichen stehen auf Neuanfang, doch Mattis kämpft ebenfalls mit seiner Vergangenheit. Können die beiden einander retten? Und was passiert, wenn die Liebe in diese ungewöhnliche WG einzieht?


Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Cover und einen Buchtitel, die mich neugierig machten. Als ich in der Kurzbeschreibung las, dass die Geschichte in Bergen angesiedelt wurde, wollte ich das Buch gerne lesen. Denn an diese schöne Stadt hatte ich angenehme Erinnerungen. Die konnte ich dann tatsächlich auch auffrischen, weil die Autorin dafür gesorgt hat, dass ich alles wunderbar vor Augen hatte: die Stadt, die Umgebung und die wunderschöne Fjordlandschaft. 
Außerdem lernte ich Livi und Mattis kennen, zwei Personen, die ich schnell in mein Leserherz geschlossen hatte und die mich mit vielen Dialogen erfreuen konnten. Allerdings waren ihre Schicksale nicht unbekannt, ähnliches hatte ich schon in anderen Büchern gelesen und konnte vieles erahnen. Trotzdem wurde ich an das Buch gefesselt, denn die Autorin hat sich einiges einfallen lassen und mich gut damit unterhalten. Nadine Feger hat es gut verstanden, die beiden Protagonisten mit ihren Problemen zu schildern und trotzdem für eine angenehme Unterhaltung gesorgt. Vor allem das Ende, das ich mir gewünscht hatte, trat ein.


Fazit:
Ein gelungenes Buch, das mich sehr gut unterhalten hat. Ernst und humorvoll, sowie wunderschöne Landschaften, die ich vor Augen hatte. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DaskleineAtelieramFjord #NetGalleyDE

Mittwoch, 15. September 2021

Rezension - Was nicht glücklich macht, kann weg


Autorin: Carla Berling

Titel: Was nicht glücklich macht, kann weg

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 13. September 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag




Über die Autorin
Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. MORDKAPELLE war ihr erster Wittekind-Roman bei Heyne, es folgten vier weitere Bände der Reihe. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Mit ihren temperamentvollen Lesungen begeisterte sie ihre Zuschauer in mehr als 200 Städten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Billie ist eine Frau mit Prinzipien. Rituale regeln den Alltag, Freundschaften findet sie überflüssig, Besuche oder sonstige Störungen ihres Lebens mit Ehemann Thilo lehnt sie ab. Als ihr Sohn Jonas sie bittet, für ein paar Monate nach Köln zu kommen und ihren Enkel August zu hüten, schlägt ihr mütterliches Herz höher, und sie springt über ihren Schatten. In Köln trifft sie auf ein kunterbuntes Haus, ein vorwitziges Kind und unkonventionelle Menschen, die anders leben, frei denken und Billies Weltbild aus den Angeln heben. Aber dann fängt es an, Spaß zu machen. Bis an einem Weihnachtsabend alte Geschichten auf den Tisch kommen ...


Meine Meinung:
Ich werde ja oft von so humorvollen Buchcovern magisch angezogen. Und wenn ich dann noch den Namen der Autorin lese, muss ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch gerne lesen möchte. Denn Carla Berling hat mich bisher mit all ihren Büchern begeistern können. So war es auch diesmal wieder. 
Ich lernte Billie und Thilo kennen, ein Ehepaar, dass sich mittlerweile im Ruhestand befand und in ihrem Haus im kleinen Örtchen Krudhof eigentlich sehr wohl fühlten. Allerdings brauchte ihr Sohn im fernen Köln ihre Hilfe und für mich begann damit eine interessante und humorvolle Schilderung. Die Autorin hat es wunderbar verstanden, das rheinische Leben zu beschreiben, vor allem die Zeit während der so genannten fünften Jahreszeit, nicht jeder kommt mit dem Karneval und der rheinischen Mentalität klar. Ich erlebte doch tatsächlich bei Billie eine Wandlung und fand ihre Entscheidung sehr gut. Natürlich dreht sich nicht alles nur um den "Spaß an der Freud", es gibt auch ernste und nachdenkliche Momente. Sehr gut gefallen hat mir, dass Billie uns Leserinnen und Lesern alles schildert und ich dadurch auch ihre Gedanken erfahren kann. Ich weiß, was sie von Timo und ihren Doppel-Namen Nachbarinnen hält und auch, dass der Mittwoch etwas besonders bedeutet, aber ich verrate nichts, das sollte nun jeder selbst lesen.


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Buch, das ich gerne gelesen habe und auch weiterempfehle. Es freut mich ja immer wieder, wenn die Protagonisten ein gewisses Alter erreicht haben und sich mit Situationen auseinandersetzen, woran ich die reifere Generation erkennen kann. 😉

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Montag, 13. September 2021

Rezension - Das Kind der Toskana



Autorin: Rhys Bowen

Titel: Das Kind der Toskana

Genre: Gegenwart, Historisch, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Juli 2021

Seiten: 399

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder 



Über die Autorin:
Rhys Bowen ist die Bestseller-Autorin von mehr als dreißig Krimis. Zu ihren Werken gehören die Molly Murphy-Krimis, die in New York City um 1900 spielen, und die leichteren Royal Spyness-Romane über eine Adlige im England der Dreißigerjahre. Sie schrieb auch die Constable Evans-Krimis über einen Police Constabler im heutigen Wales. Bowens Werke haben bis heute vierzehn Preise erhalten, darunter viele Agatha-, Anthony- und Macavity-Preise. Ihre Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden, und sie hat Fans auf der ganzen Welt, inklusive zwölftausend Followern auf Facebook. Als umgepflanzte Britin verbringt Bowen ihre Zeit zwischen Kalifornien und Arizona.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein bewegender Roman über ein tief vergrabenes Geheimnis, einen folgenschweren Verrat und die innige Verbundenheit der Liebe von Bestsellerautorin Rhys Bowen. 1944: Der britische Pilot Hugo Langley wird über der von deutschen Truppen besetzten Toskana abgeschossen. Schwer verletzt findet er Unterschlupf in einem zerstörten Kloster und Zuflucht in den Armen der jungen Sofia Bartoli. Sie rettet ihm das Leben. Fast dreißig Jahre später findet Hugos Tochter Joanna im Nachlass ihres Vaters einen berührenden Brief an Sofia, aber sie kann sich nicht erinnern, dass er jemals von ihr gesprochen hätte. Auf der Suche nach Antworten reist Joanna nach Italien. Das abgelegene Bergdorf, in dem Sofia zu Hause war, empfängt sie mit italienischer Gastfreundschaft – doch Joanna stößt auf eine Mauer des Schweigens, als sie beginnt, Fragen zu stellen …


Meine Meinung:
Von Rhys Bowen habe ich erst ein paar leichtere Krimis gelesen und war nun neugierig auf dieses Buch. Das Thema ist jetzt nicht so ungewöhnlich, Aufarbeitung von Begebenheiten während des zweiten Weltkrieges und das Aufdecken von Geheimnissen wird öfter zum Inhalt von Büchern gewählt. Nun war ich gespannt, was die Autorin sich hat einfallen lassen.
Ich lernte Hugo kennen, der als britischer Flieger über der Toskana abgeschossen und dort von Sofia gefunden und versorgt wird. Gleichzeitig darf ich Joanna begleiten, die im Nachlass ihres Vaters Hugo einen Brief findet und nun wissen will, was damals passiert ist. Im Wechsel lerne ich nun die Geschichte von Hugo kennen und lese, was Joanna alles in Erfahrung bringen kann. Im Grunde sind es ja zwei verschiedene Geschichten. Da Hugo inzwischen verstorben ist, hoffe ich, dass zumindest Joanna alles erfährt und es für sie ein gutes Ende nimmt. Ich will nicht zu viel verraten, nur erwähnen, dass ich damit  am Ende sehr zu frieden war.


Fazit:
Es ist zwar eine fiktive Geschichte, allerdings ist sie sehr realistisch geschildert und ich kann mir vorstellen, dass das eine oder andere damals auch passiert sein kann. Auf jeden Fall ist alles sehr eindrucksvoll beschrieben und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 


 Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasKindderToskana #NetGalleyDE


Mittwoch, 1. September 2021

Rezension - Wir für uns


Autorin: Barbara Kunrath

Titel: Wir für uns

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 28. Juli 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Krüger





Über die Autorin:
Barbara Kunrath schreibt mit feiner Beobachtung und Gefühl über zwischenmenschliche Beziehungen und deren emotionale Bedeutung. Mit ihrem ersten Roman »Schwestern bleiben wir immer« gelang ihr der Sprung auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, mit »Wir für uns« stellt sie den unverhofften Lebensmut zweier Frauen in den Fokus. Barbara Kunrath, geboren 1960, lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Limburg an der Lahn, sie hat zwei erwachsene Töchter und drei Enkelkinder.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für ein Leben, das genau jetzt ganz neu beginnt.
Josie ist schwanger. Von Bengt, der schon eine Familie hat und kein Kind mehr möchte. Aber was möchte Josie? Sie ist Anfang Vierzig, und ihre Wünsche hat sie immer auf »später« aufgeschoben. Kathi ist plötzlich allein. Ihr Mann Werner ist gestorben, nach fünfzig Jahren gemeinsamen Lebens. Ihr einziger Sohn ist ihr fremd geworden. Auch Kathi hat so vieles auf »später« verschoben. Als Josie durch einen Zufall in Kathis Küche landet, sind beide verwundert. Sie fühlen sich in Gegenwart der anderen so unbelastet. Ernst genommen. Die beiden Frauen spüren, dass das Leben ihnen genau jetzt ganz unerwartet die Tür öffnet.
Manchmal schickt uns das Schicksal einen Menschen, den wir gar nicht gesucht haben. Und plötzlich steht unser Leben wieder auf »Los«.


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich hatte Lust, es zu lesen. Ich lernte zunächst Josie kennen, die mit 41 Jahren schwanger wird und später dann Kathi, die mit 71 Jahren eine Witwe wurde. Beide Frauen trafen sich zufällig und sollten dann einiges miteinander erleben. Mir fiel es allerdings schwer, mich mit beiden anzufreunden. Josies Verhalten konnte ich nicht immer nachvollziehen, sie war mir zu schwankend in Allem. Kathi konnte ich schon eher verstehen, aber ich musste das nicht alles gut finden, was sie tat.
Die Autorin hat in diesem Buch sehr viele Personen untergebracht, die meisten haben irgendein Päckchen zu tragen. Mir war das fast schon etwas zu viel an Problemen und Schicksalen. Es war allerdings interessant zu lesen, wie jeder der Beteiligten damit umging und wie sich alles entwickelte.
Das Ende war dann entsprechend gut und wie ich es mir gewünscht hatte.


Fazit:
Wer Bücher mag, in dem die Beteiligten sich mit Schicksalen auseinandersetzen, die durchaus üblich sind und öfter vorkommen, der wird hier wohl das richtige finden. 

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#Wirfüruns #NetGalleyDE

Donnerstag, 19. August 2021

Rezension - Solange es Liebe gibt


Autorin: Hanni Münzer

Titel: Solange es Liebe gibt

Genre: Roman

erschienen: 20. Juli 2021

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

Seiten: 379

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder 




Über die Autorin:
Hanni Muenzer hatte schon immer eine lebhafte Phantasie (zum Leidwesen von Eltern und Lehrern) und verschlang bereits als Sechsjaehrige jedes Buch. Nicht alles war jugendfrei. Aus der Leidenschaft zu lesen, entwickelte sich die Leidenschaft zu schreiben. Ihr Debuet 2013, DIE SEELENFISCHER, war ein Experiment, das versehentlich gelang. Plötzlich war sie Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bayern, 1932: Klara wächst ohne Mutter auf. Der Vater ist streng, die Brüder haben für sie nur Spott übrig. Das einsame Mädchen flüchtet in ihre eigene Welt und in die heimliche Liebe zu dem jungen Kaffee-Erben Friedrich. Um Friedrich für sich zu gewinnen, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung …
Berlin, 2010: Nach einem tragischen Schicksalsschlag findet die junge Julie lange nicht zurück ins Leben. Dann stirbt ihr Vater und sie muss in ihren bayerischen Heimatort reisen. Hier wird sie nicht nur mit ihrer herrischen Großmutter Klara konfrontiert, sondern auch mit den unbeantworteten Fragen ihrer Kindheit. Und nicht nur das: Plötzlich muss sie Verantwortung übernehmen für die Mitarbeiter der Kaffeemanufaktur, die seit Generationen im Besitz ihrer Familie ist
Dieser Roman kann unabhängig von »Solange es Schmetterlinge gibt« gelesen werden.


Meine Meinung:
Von Hanni Münzer hatte ich bisher einige Bücher gelesen, die mich sehr begeistert haben. Die Bücher sind in den unterschiedlichsten Genres angesiedelt, was mir gut gefallen hat.
Diesmal war es eine sehr emotionale Geschichte rund um Julie. Ich war dabei, als sie ein schwerer Schicksalsschlag traf und konnte sie durchaus verstehen. Gleichzeitig lernte ich ihre Großmutter Klara kennen, die in jungen Jahren eine folgenschwere Entscheidung getroffen hat und ich fand es etwas traurig, dass sie am Ende, ach nein, ich verrate nichts.
Auf jeden Fall hat mich das Schicksal von Julie sehr bewegt und ich freute mich darüber, als ich lesen konnte, welchen Weg sie dann doch einschlug.
Hanni Münzer hat es wieder mal geschafft und mich an ihr Buch gefesselt. Im Wechsel hat sie über Klara und Julie geschrieben. Gleichzeitig erfuhr ich noch einiges über das Leben in der jeweiligen Zeit.  Beide hatten es nicht leicht und nicht gerade ein glückliches Familienleben, es zeigt aber auch, dass man besser öfter miteinander geredet hätte. Neben den Schilderungen über bewegende Ereignisse gab es allerdings auch etwas Romanze und vor allem Spannung. Denn irgendetwas stimmte nicht und musste unbedingt geklärt werden. Ich hatte da so einige Befürchtungen und am Ende stellte ich fest, dass leider einiges zutraf.


Fazit:
Ein wirklich sehr bewegendes Buch, das ich auf jeden Fall gerne weiter empfehle.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#SolangeesLiebegibt #NetGalleyDE

Mittwoch, 18. August 2021

Rezension - Ziemlich turbulente Zeiten



Autorin: Angelika Schwarzhuber

Titel: Ziemlich turbulente Zeiten

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Juli 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag



Über die Autorin:
Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als erfolgreiche Drehbuchautorin für Kino und TV und wurde für das Drama »Eine unerhörte Frau« unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Zum Schreiben lebt sie gern auf dem Land, träumt aber davon, irgendwann einmal die ganze Welt zu bereisen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn es um die wahre Liebe geht – immer auf das Bauchgefühl hören! Singlefrau Ilona führt einen Delikatessenladen am Chiemsee und ist selbst den Leckereien gegenüber nicht abgeneigt. Umso mehr, als ihr Leben derzeit kaum etwas Aufregendes zu bieten hat. Den passenden Mann zu finden, hat sie nach diversen Fehlversuchen abgehakt. Bis Biobauer Chris sie zur Vertiefung ihrer Geschäftsbeziehung in die Toskana einlädt. Dumm nur, dass Ilona sich als etwas jünger und schlanker ausgegeben hat. Sie will die Einladung deswegen ablehnen, da greifen ihre Freundinnen Anna und Zoe ein. Gemeinsam machen sie sich auf eine turbulente Reise in den sonnigen Süden, die Ilonas Leben auf den Kopf stellen wird.


Meine Meinung:
Wenn ich die Möglichkeit bekomme, ein weiteres Buch von Angelika Schwarzhuber zu lesen, dann überlege ich nicht lange. Denn bisher haben mir ihre Bücher begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Die Geschichte um Ilona startet dann auch gleich sehr humorvoll. Seien wir Frauen mal ehrlich, so etwas ähnliches haben wir alle doch mal kennen gelernt. Sehr wahrscheinlich war es nicht so medienwirksam, aber trotzdem 😉
Es ergibt sich, dass Ilona mit ihren Freundinnen in die Toskana fährt. Zuvor gab es Telefonate mit Chris, bei dem sie für ihren Delikatessenladen einige Köstlichkeiten bestellen wollte. Nun ja, auch bei Telefonaten sollte nicht geschummelt werden und lauschen ist ebenfalls nicht immer sinnvoll, vor allem, wenn daraus folgenreiche Schlüsse gezogen werden. Natürlich will ich hier nichts verraten, aber es erwartete mich eine fesselnde Geschichte.
Humor, Romanze, ernsthaftes -  alles wurde in diesem Buch sehr gut miteinander verknüpft und ich hatte reichlich Lesevergnügen.


Fazit:
Ziemlich turbulente Zeiten, der Titel passt so richtig zum Buch und es verspricht eine unterhaltsame Lesezeit. Gerne gebe ich eine Empfehlung und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 31. Juli 2021

Rezension - Das Glück am Ende der Straße



Autorin: Ulrike Herwig

Titel: Das Glück am Ende der Straße

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und broschiert

erschienen: 18. Juni 2021

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft 



Über die Autorin:
Ulrike Herwig wurde 1968 geboren und wuchs in Jena auf. Sie studierte Englisch und Deutsch und lebte fast zehn Jahre lang in London. 2001 zog sie mit ihrer Familie nach Seattle, USA, wo sie auch heute noch wohnt. Seit vielen Jahren schreibt sie unter verschiedenen Pseudonymen für Kinder und Erwachsene.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dieses Buch öffnet Augen und Herzen
Die herzerwärmende Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht leben könnten. Die unkonventionelle Elli hat schon lange keine feste Bleibe mehr und muss täglich aufs Neue um ein würdevolles Leben auf der Straße kämpfen. Lisa ist eine gut situierte, aber dauergestresste Ehefrau, Mutter dreier Kinder und Teilzeitredakteurin bei einem Lifestyle-Magazin. In einem Park lernt Elli zufällig Lisas Kinder kennen und freundet sich mit ihnen an. Sie hat Zeit und immer ein offenes Ohr. Wie eine Art Ersatzoma hilft sie den dreien heimlich immer wieder in schwierigen Situationen. Und die Kinder verraten ihre neue Freundin nicht. Bis Elli eines Tages selbst dringend Hilfe benötigt …


Meine Meinung:
Von Ulrike Herwig habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir gefallen haben und deshalb freute ich mich darauf, dieses neue Buch zu lesen. Auf dem ersten Blick sieht es nach einem wunderschönen Wohlfühlbuch aus, was es in gewisser Weise auch ist, allerdings hat die Autorin ein paar ernste Themen miteinander verbunden.
Elli hat leider keine feste Unterkunft mehr und Lisa fühlt sich gestresst, als dreifache Mutter, Hausfrau und Berufstätige. Wir als Leser lernen beide Frauen sehr gut kennen, denn wir dürfen sie begleiten. Wobei ich gestehe, dass anfangs meine Sympathie erst mal nur für Elli galt und erst nach und nach ich sie auch auf Lisa verteilte. Es zeigte sich, dass aus Elli ein helfender Engel wurde, denn sie hatte die Zeit und bekam die Probleme von Lisas Kindern mit. Ihre Ratschläge mögen bei Eltern vielleicht nicht immer direkt gut ankommen, aber den Kindern hat sie sehr geholfen.
Die Autorin hat alles so wunderbar geschildert, ich war ebenfalls vor Ort und konnte alles beobachten und aus meiner Sicht heraus natürlich auch gut finden. Tja und wie es sich für ein gefühlvolles Buch gehört, gibt es auch etwas Drama, was zum größten Teil gut endet. Ich konnte das Buch am Ende mit einem zufriedenen Lächeln zur Seite legen.


Fazit:
Ein Buch mit vielen Höhen und Tiefen des Lebens, mitfühlen, traurig sein und sich freuen, alles hatte seinen Platz und Ende gut... fast alles gut. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.

Donnerstag, 22. Juli 2021

Rezension - Irish Feelings - Greycastle Wedding


 

Autorin: Emma Wagner

Titel: Irish Feelings Greycastle Wedding

Genre: Roman

Version: eBook und später Taschenbuch

erschienen: 20. Juli 2021

Seiten: 422

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Emma Wagner kam 1982 in Niedersachsen zur Welt. Zum Studium der Germanistik und der Biologie verschlug es sie nach Heidelberg. Diese herrliche Stadt wurde ihrem Ruf in Emmas Falle mehr als gerecht, denn sie hat ihr Herz in Heidelberg verloren. Dort lebt sie dementsprechend immer noch - inzwischen glücklich verheiratet - mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Liebe wohnt in Irland.
Die Hochzeit einer Freundin organisieren? Kein Problem für Grace. Normalerweise.
In dem malerischen irischen Dörfchen namens Greycastlehill jedoch ticken nicht nur die Uhren anders, sondern auch die Menschen.
Ständig mischt sich jemand in ihre Arbeit ein – oder will sie verkuppeln. Doch das mit Abstand Schlimmste ist Tom! Der arrogante Bruder ihres zukünftigen Schwagers sieht verboten gut aus, ist aber extrem schlecht auf sie zu sprechen. Wie ihre Schwester behaupten kann, Tom würde gut zu Grace passen, ist ihr ein Rätsel. Ebenso, warum ihr Herz in seiner Nähe schneller schlägt.
Romantische Gefühle für jemanden haben? Ein Problem für Tom. Immer.
Und vor allem bei Grace, die in seinem Heimatdorf eine Hochzeit planen soll. Sie ist eine berechnende Geschäftsfrau und beleidigt ihn schon bei der ersten Begegnung. Zwar bekommt er sie nicht aus dem Kopf – aber nur, weil sie andauernd seine Sachen überfährt! Trotzdem muss er sich eingestehen, dass sie wahnsinnig heiß ist. Und dass ihr Lachen die Leere in ihm füllt.
Schon bald fliegen die Funken nicht nur, sondern brennt es lichterloh zwischen Tom und Grace. Aber da ist noch sein Geheimnis, von dem gerade sie nichts erfahren darf ...
Welcome back to Greycastlehill!
Romantisch und dramatisch, witzig und sexy, mit sinnlich gefühlvollen Liebesszenen


Meine Meinung:
In Greycastlehill ist wirklich immer etwas los! Die Zwillinge streiten sich nach wie vor. Es mischen sich alle Bewohner ein, wenn eine Hochzeit geplant wird. Jeder hat eine Meinung dazu, leider gehen alle sehr weit auseinander. Grace hat es nicht leicht, denn sie wurde gebeten, die Hochzeit zu planen und dafür reist sie extra aus Boston an. Dann gibt es Geheimnisse, die nicht oder erst spät offenbart werden und Teenager haben es ebenfalls nicht leicht. Nun ja, sie machen es den Erwachsenen aber auch nicht einfach. Besonders Tom kommt damit nicht klar. Ich sag's doch, es ist immer etwas los!
Die Bewohner der kleinen Örtchens sind mir alle gut gekannt und ich freue mich jedes Mal, wenn ich ihnen begegne, vorzugsweise im Pub. Ich erfahre dort auch alle Neuigkeiten und beobachte diesmal Grace und Tom, die vorbestimmt sind, das nächste Paar zu werden. Wobei die beiden sich emsig weigern. Ihre Diskussionen sind immer sehr humorvoll, aber irgendwann bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich den beiden sagen möchte, nun hört das Theater auf und macht endlich voran 😉 Ich weiß ja, dass alles gut enden wird, sonst wäre ich von Emma Wagner auch enttäuscht. Deshalb hätte ich nichts dagegen, wenn die beiden endlich in die Pötte kommen und auf jegliches Drama kann ich auch verzichten. Ich kann das, aber einem Buch in diesem Genre gibt das alles die richtige Würze. So muss ich mich gedulden, bis ich endlich sagen kann: es wurde aber auch Zeit und nun bin ich zufrieden.


Fazit:
Ein unterhaltsamer und gelungener Abschluss der Irish Feelings Serie. Neben vielem anderen spielten Romanze und Humor spielten eine wichtige Rolle, ich erwähne nur Briefkasten 😉 Tja, nun sollte jeder lesen, was ich damit meine. Denn gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Rezension - Die fremde Spionin



Autor: Titus Müller

Titel: Die fremde Spionin

Genre: Roman, Spionage

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 14. Juni 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag




Über den Autor:
Geboren 1977 in Leipzig. Studierte in Berlin Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift »Federwelt«. Titus Müller lebt heute mit seiner Familie in Landshut, ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde für seine Romane u.a. mit dem C.S. Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. Im Herbst 2016 erhielt er den Homer-Preis.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BND sie als Informantin rekrutiert, sieht sie ihre Chance gekommen. Mithilfe des westlichen Geheimdienstes will Ria sich an der DDR rächen und endlich ihre Schwester wiederfinden. Doch dann erfährt sie im Sommer 1961 von einem ungeheuerlichen Plan, der ihr Schicksal und die Zukunft beider deutscher Staaten für immer verändern könnte …


Meine Meinung
:
Die Mauer in Berlin wurde im August 1961 gebaut und im November 1989 kam es zum Fall eben dieser Mauer. In all diesen Jahren ist sehr viel passiert im getrennten Deutschland. Auch Spione wurden eingesetzt und davon gab es nicht wenige.
Titus Müller hat Begebenheiten in seinem Buch untergebracht, die tatsächlich passiert sind, wobei Ria eine erfundene Person ist. Der Autor hat ihren Lebensweg sehr spannend beschrieben, zumal er die Stasi mit eingebracht hat, die so manche Lebensläufe stark geprägt haben. Aber nicht nur Ria durfte ich kennen lernen, weitere Personen spielten ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei ein Name mir sehr bekannt vorkam.
So ganz nebenbei habe ich erfahren können, wie sich das Leben in der DDR abspielte und vor allem, welche Entscheidungen kurz vor dem Bau der Mauer und danach getroffen wurden. Der Autor hat sehr gut recherchiert und konnte viele Quellen für seinen Spionage-Roman nutzen. Fiktive und tatsächliche Begebenheiten wurden sehr gut miteinander verbunden. Am Ende des Buches werden historische Hintergründe erwähnt, für viele Personen gab es reale Vorbilder. Mich hat das Buch ganz besonders gefesselt, denn durch Verwandte, die in der DDR lebten, habe ich mich schon als Jugendliche mehr für alles interessiert und kannte einige Zusammenhänge.


Fazit:
Deutsche Geschichte wurde mit viel Spannung in diesem Buch beschrieben. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.