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Dienstag, 19. Oktober 2021

Rezension - Das kleine Chalet in der Schweiz



Autorin: Julie Caplin

Titel: Das kleine Chalet in der Schweiz

Genre: Winterbuch, Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 19. Oktober 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Julie Caplin lebt im Südosten Englands, liebt Reisen und gutes Essen. Als PR-Agentin hat sie in diversen Großstädten gelebt und gearbeitet. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Manchmal braucht es im Leben eben Schokolade – oder ein Buch von Julie Caplin!
Mina Campbell liebt leckeres Essen und gesellige Dinner mit Freunden. Kein Wunder, immerhin arbeitet sie in einer Testküche und probiert ständig neue Kreationen aus. Ein Rezept gegen Liebeskummer hat sie allerdings noch nicht gefunden. Nun wurde Minas Herz erneut gebrochen, und sie packt kurzerhand die Koffer. Für eine Auszeit reist sie zu ihrer Patentante in die Schweiz, die dort ein entzückendes Ski-Chalet betreibt. Mina blüht auf. Vor allem die Schweizer Küche hat es ihr angetan: Fondue, Rösti und Kirschtorte – wer braucht da schon einen Mann, um glücklich zu sein? Wäre da nicht der charmante Luke, der Mina das verschneite Wallis von seiner romantischen Seite zeigt ...


Meine Meinung
:
Schnee und Schokolade? Da würde ich nicht nein sagen. Naja, Mina fährt eigentlich aus einem anderen Grund zu ihrer Patentante in die Schweiz. Sie braucht aus einem bestimmten Grund eine Auszeit und will in Ruhe über ihre Zukunft nachdenken.
Bis sie eine Entscheidung fällt, lernt sie den liebenswerten Luke kennen, hilft ihrer Tante im Chalet und genießt die angenehmen Seiten des Schnees. Mina interessiert sich sehr für Schokolade, was mir natürlich gefällt und gerne begleite ich sie auf dem Ausflug zu einer Käse- und Schokoladenmanufaktur. Da stimmt alles und gerne wäre ich wirklich dabei gewesen, ebenso gerne hätte ich mich zur Kaffee und Kuchenzeit im Chalet eingefunden. Gut, dass ich das alles nur lese, denn ich hätte nicht widerstehen und einige Gramm mehr auf die Hüfte bekommen.
Julie Caplin hat mit ihren Schilderungen dafür gesorgt, dass ich so richtig abtauchte. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Patentante mit ihren Gästen umging und ich hatte oft ein Lächeln im Gesicht. Ich hatte tatsächlich das Gefühl in der Schweiz zu sein und ich werde mir mit Sicherheit echte Schweizer Schokolade besorgen.


Fazit:
Ein Wohlfühlbuch, in dem allerdings auch ernste Themen behandelt wurden, aber es war durchaus realistisch und wie sagt man so schön, es ist ja alles noch mal gut gegangen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für dieses Buch

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DaskleineChaletinderSchweiz #NetGalleyDE!

Sonntag, 3. Oktober 2021

Rezension - Das Inselweihnachtswunder



Autor: Janne Mommsen

Titel: Das Inselweihnachtswunder

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 14. September 2021

Seiten: 192

Altersempfehlung. Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch



Über den Autor:
Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Inselglück & Weihnachtswunder: das perfekte Weihnachtsgeschenk des Spiegel-Bestsellerautors an seine Leserinnen und Leser - in wunderschöner und hochwertiger Ausstattung.
Die junge Inselpastorin Carola leitet im Friesendom die Chorprobe für Heiligabend. Alle sind voller Vorfreude aufs Fest, nur sie nicht. Nach der Christmette wird sie wieder alleine in ihrem kleinen Reetdachhaus sitzen.
Noch ist aber Vorweihnachtszeit, und es gibt eine Menge zu tun: Als Carola auf der gegenüberliegenden Hallig Langeneß eine Andacht hält, bittet der sympathische Organist Torin sie um einen Gefallen: Seiner Großmutter geht es gesundheitlich so schlecht, dass sie Weihnachten wahrscheinlich nicht erleben wird. Ob Carola mit der Familie den Heiligabend vorziehen könne?
Kurz vor Weihnachten überschlagen sich die Ereignisse. Ein Geldkoffer mit mehreren tausend Euro wird an Land gespült, ein anonymer Wohltäter sorgt für ein Weihnachtswunder, und die Möglichkeit eines Single-Heiligabends in der kleinen Inselbuchhandlung zeichnet sich ab. Ob dort vielleicht auch ihr ganz persönliches Weihnachtswunder auf Carola wartet?


Meine Meinung:
Von Janne Mommsen habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mir gut gefallen haben und deshalb freute ich mich sehr, dass er wieder ein Weihnachtsbuch geschrieben hat.
Diesmal stand die Inselpastorin Carola im Vordergrund und machte uns klar, dass nicht jeder zu Weihnachten mit Familie und Freunden verbringen kann. Carola freute sich nicht auf die Weihnachtstage, die sie wieder allein in ihrem Reethausdach verbringen müsste.
Aber zunächst war sie in der Vorweihnachtszeit mit vielen Vorbereitungen beschäftigt und ahnte nicht, dass in diesem Jahr vieles anders sein würde. Da ich nicht zuviel verraten möchte, gebe ich hier nur ein paar Hinweise, es gibt vorgezogene Weihnachten, einen besonderen Kofferfund und reichlich Spendengelder. Wer nun Einzelheiten dazu wissen möchte, sollte das Buch lesen.
Denn der Autor hat sich einiges einfallen lassen und eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sie steckt voller Gefühle und sorgt natürlich für glückliche Momente und vor allem glückliche Menschen. Außerdem hat er alles so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, vor Ort zu sein, ich hatte alles wunderbar vor Augen. Zum Glück wurde mir das nur vermittelt, denn zu Hause, in meinem gemütlichen Lesesessel fühlte ich mich wesentlich besser aufgehoben, als mitten im Winter auf der Insel.


Fazit:
Eine Weihnachtsgeschichte, die einen berührt und die gerne im Advent gelesen wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 20. Juli 2021

Rezension - 3 1/2 Stunden



Autor: Robert Krause

Titel: 3 1/2 Stunden

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 20. Juli 2021

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch




Über den Autor:
Robert Krause wurde 1970 in Dresden geboren. Mit 19 Jahren floh er in die Bundesrepublik und studierte in München und Los Angeles Film. Heute arbeitet er erfolgreich als Regisseur und Drehbuchautor und ist Professor für kreatives Schreiben. Mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen lebt er in Miesbach bei München. «Dreieinhalb Stunden» ist sein erster Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heute bauen sie die Mauer. Du sitzt im Zug zurück in die DDR. Bleibst Du im Westen, oder fährst Du nach Hause?
13. August 1961, 8:10 Uhr. Pünktlich verlässt der Interzonenzug D-151 die bayrische Hauptstadt in Richtung Ostberlin. Die meisten Passagiere sind auf dem Weg zurück in ihre Heimat, der DDR. Plötzlich macht im Zug das Gerücht die Runde, dass die Grenze dichtgemacht wird - für immer. Unter den Reisenden sind Familien mit Kindern, eine Musikband, ein Kommissar, eine Spitzensportlerin. Sie alle haben ihre Vergangenheit, ihre Geheimnisse und ihre Sehnsüchte im Gepäck. Und jede und jeder Einzelne hat nun dreieinhalb Stunden Zeit, Halt für Halt, die Entscheidung des Lebens zu treffen: «Fahre ich zurück oder steige ich vor der Grenze aus und beginne neu?» Die Zeit läuft.
«Dreieinhalb Stunden» ist ein soghaft spannender Roman, der angelehnt an den großen TV-Film packend und emotional deutsch-deutsche Zeitgeschichte erzählt - und uns zugleich eine existenzielle Frage stellt: «Was würde ich machen, wenn ich innerhalb weniger Stunden die Entscheidung meines Lebens treffen müsste?»


Meine Meinung:
Die Werbung und Kurzbeschreibung hat nicht zu viel versprochen. Das Buch beziehungsweise die Geschichte hat mich gepackt. Ich durfte so viele verschiedene Personen kennen lernen, die in diesem Zug saßen und in dem Entscheidungen für den weiteren Lebensverlauf getroffen werden mussten.
Wie hätte ich gehandelt? Ja, klar, sagen wir heute, aussteigen bevor es zu spät ist. Aber das sagen wir, weil wir den Verlauf der deutschen Geschichte kennen. Wie würden wir aber entscheiden, wenn wir zu dem damaligen Zeitpunkt, ohne Glaskugel, im Zug gesessen hätten.
Robert Krause hat einen wirklich packenden Roman geschrieben, in dem nichts ausgelassen wurde. Ob es nun die Einstellung zum ostdeutschen Staat und dem Glaube daran war oder Angst vor der Stasi. Was ist wichtiger, zum alten Vater zu fahren und den Zusammenhalt der eigenen kleinen Familie zu riskieren. Entscheidungen, die in letzter Sekunde getroffen werden müssen, was mag richtig sein.
Mich hat das Buch wirklich sehr aufgewühlt und mit den meisten Entscheidungen war ich, aus damaliger Sicht, einverstanden.
Diese verflixte Mauer hat viel angerichtet, viele Menschenleben hat sie gekostet und was hat es im Grunde eingebracht? 1961 war ich noch klein, aber ich weiß noch ganz genau, wie ich mich fühlte, als ich zehn Jahre später Verwandte in der DDR besucht habe. Nun, ich will hier keine politische Diskussion lostreten.Aber mich würde schon interessieren, wie die eine oder andere gehandelt hätte.


Fazit:
Ein eindrucksvoller Roman, der über einen wichtigen Tag in der deutschen Geschichte berichtet. Aufwühlend und nachdenklich machend. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Übrigens habe ich mir den Trailer zu dem Film, der bald in der ARD ausgestrahlt wird, angesehen. Sehr gut gemacht und ich denke, das ist mit Sicherheit ein Film, der ebenso gut wie das Buch sein kann.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 13. Juli 2021

Rezension - Hier wohnt das Glück



Autorin: Dagmar Hansen

Titel: Hier wohnt das Glück

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juni 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Dagmar Hansen wollte als Kind Ärztin, Schauspielerin, Tierärztin, Schriftstellerin oder Sängerin werden. Nach ihrem Studium der Angewandten Sprachwissenschaften arbeitete sie als Übersetzerin und Dolmetscherin, bevor sie die Schriftstellerei zum Beruf machte. Mehrere ihrer Romane wurden bereits für ARD und ZDF verfilmt. Dagmar Hansen schreibt für Frauen, die das Leben mit allen Höhen und Tiefen kennen und den Mut haben, sich mit ihren Gefühlen und den großen Fragen des Lebens zu beschäftigen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach dem Tod ihrer Mutter, die sie jahrelang gepflegt hat, will Sylvi die eigene Mitte finden. Schweigen, Waldbaden, Achtsamkeit praktizieren. Kurz entschlossen tauscht sie über eine Haustauschbörse ihre Wohnung gegen einen umgebauten Zirkuswagen an der Flensburger Förde. Zirkuswagenbesitzer Arne zieht derweil bei ihr in Berlin ein. Doch in Angelsby angekommen, läuft nichts nach Plan. Arnes Nichte Jördis und ihre Kinder leben nur wenige Meter entfernt, dauernd ruft Arne aus Berlin an, weil er mal wieder etwas wissen will oder einfach nur plaudern. Und beim Waldbaden stört eine Rotte Wildschweine. Aber vielleicht gibt es mehr als einen Weg zur inneren Mitte? Und vielleicht ist Angelsby gar kein so schlechter Ort für einen Neuanfang?


Meine Meinung:
Also, wenn ich mir den "Wohnwagen" auf dem Cover ansehe, würde ich darin auch gerne mal meinen Urlaub verbringen. Allerdings hatte Sylvi nicht die Absicht, dort einfach nur zu urlauben, sie wollte eine Auszeit nehmen und überlegen, was sie nun mit ihren freien Tagen anfangen kann. Inzwischen ist sie in Rente und sucht ihren Weg. Aber das wahre Leben holt sie ein, sie hilft ihrer Nachbarin und findet ihr Glück mit einer Person, mit der sie so gar nicht gerechnet hat.
Dagmar Hansen hat alles so wunderbar beschrieben, ich konnte alle Gedanken von Sylvi gut nachvollziehen und vor allem hätte ich sie gerne begleitet. Denn ich wurde auf Flensburg und Umgebung sehr neugierig.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch zum Wohlfühlen, was beim Lesen nicht für Aufregung sorgte. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 29. Juni 2021

Rezension - Das Leben irgendwo dazwischen



Autorin: Eva Pantleon

Titel: Das Leben irgendwo dazwischen

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 18. Mai 2021

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin
Eva Pantleon lebt und schreibt in Reinbek bei Hamburg. Nach einem Studium der Germanistik volontierte sie bei einem Hamburg-Magazin und arbeitete danach als Redakteurin. Heute ist sie als freie Journalistin tätig. Dies ist ihr Debütroman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Leben gleicht oft einer Großbaustelle, findet Dido. Seit Lukas ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat, fühlt sie sich wie ein Komparse im eigenen Leben. Erst als ihr Chef, der alte Buchhändler Hans, sie um Hilfe bittet, erwacht Dido aus ihrer Lethargie. Denn auch Hans wurde einst von seiner großen Liebe verraten - und konnte sie doch nie loslassen. Dido ahnt, dass die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, man muss es selbst tun. Und sie will Hans dabei helfen. Bei der Suche nach jener Frau taucht plötzlich Lukas an ihrer Seite auf. Und so muss auch Dido sich den eigenen Gefühlen und Verletzungen stellen. Es wird eine abenteuerliche Reise, bei der nichts ist, wie es scheint. Und für die es großen Mut braucht, denn im Leben gibt es kein Schwarz oder Weiß. Das Leben ist irgendwo dazwischen ...


Meine Meinung:
Der Buchtitel hat mich neugierig gemacht und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. Zunächst lernte ich Dido kennen, die bei Regen, Wind und Schnee in Hamburg mit dem Rad unterwegs ist. Sie bekommt den Auftrag ein Interview mit einer Heimatautorin, wie ihr Chef die Schriftstellerin nennt, zu führen. Damit kommt allerdings einiges ins Rollen und ich erfahre nach und nach, was verschiedenen Personen alles so passiert ist. Ohje, es hat eigentlich jeder ein Päckchen zu tragen. Bei keinem gab es bisher einen "normalen" Lebensweg. Fast war es mir etwas zu viel, denn ich hatte das Gefühl, daraus könnten mehrere Bücher gemacht werden. Dido hilft ihrem anderen Chef Hans, eine lang zurückliegende Situation endlich zu bewältigen. Wobei sie selber sehen sollte, dass sie für sich einiges ins Reine bekommt. Ich konnte erleben, wie falsche Schlüsse gezogen wurden; was es bringt, wenn nicht miteinander geredet wird und dass man mit Sturheit sich selber im Wege steht und wertvolle Lebenszeit verschenkt. Zum Glück hat die Autorin dafür gesorgt, dass es immer wieder Beteiligte gab, die gute Ratschläge geben konnten und die eine oder den anderen in die richtige Spur brachte.
Am Ende gab es für alle eine gute Lösung, was mich natürlich gefreut hat.


Fazit:
Ein gelungener Debütroman mit allerdings mehr als genug Schicksalsbegebenheiten. Es ist interessant zu lesen und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 23. Mai 2021

Rezension - Als das Leben wieder schön wurde


Autorin: Kerstin Sgonina

Titel: Als das Leben wieder schön wurde

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch und gebundenes Buch

erschienen: 25. Januar 2021

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Kerstin Sgonina arbeitet als Autorin, Journalistin und Lektorin. Mit 18 Jahren kam sie nach Hamburg und schlug sich nach ihrem Abitur dort unter anderem als Türsteherin und Barfrau in Sankt Pauli durch. Nach wie vor liebt sie die Stadt an der Elbe heiß und innig, lebt aber heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern nahe Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit Lippenstift und Lebensmut. Drei Frauen bringen mit ihrem mobilen Schönheitssalon Farbe in das Hamburg der 50er Jahre. 
1954 sind die dunklen Jahre vorbei, die Wunden des Krieges jedoch noch lange nicht verheilt. Greta Bergström hat fast ihr gesamtes Leben in Stockholm verbracht, bei ihrer Ankunft in Hamburg ist der Himmel über der Stadt so grau wie die Seelen der Menschen. Mit ihrer offenen Art eckt die fröhliche Schwedin überall an, eine Stelle als Kosmetikerin sucht sie vergebens. Alles ändert sich, als Greta sich mit zwei Frauen anfreundet: Marieke, die aus Ostpreußen fliehen musste und den Nachbarinnen in den Altonaer Nissenhütten die Haare macht; und Trixie, die im feinen Blankenese lebt und unglücklich in einen amerikanischen Soldaten verliebt ist. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, einen mobilen Schönheitssalon zu eröffnen. Ihre Kundinnen sollen sich wieder wohl in ihrer Haut fühlen, das Leben endlich wieder genießen. Nach den schweren Jahren ein Stück vom Glück zu finden, davon träumen auch die drei Freundinnen…


Meine Meinung:
Bevor das Leben wieder schön wurde, gab es noch reichlich Stolpersteine. Mitte der fünfziger Jahre wollen drei Frauen endlich ihre Träume verwirklichen. Greta kommt aus Stockholm und ist überrascht, was sie in Hamburg vorfindet. So hat sie sich das nicht vorgestellt. Marieke musste aus Ostpreußen fliehen und feststellen, dass es ihr in Hamburg nicht leicht gemacht wird. Trixie ist die einzige, die schon immer in Hamburg gelebt hat, aber glücklich war sie trotzdem nicht. Es war für mich interessant, die Frauen zu begleiten, obwohl ich denke, ihre Berufswünsche eilten der Zeit voraus. Damals hatten die Frauen und deren Familien wohl doch anderes, was wichtiger war.
Die Autorin erzählte die sehr interessante Geschichte der drei Frauen ganz unaufgeregt, aber informativ. Durch die Schilderungen erfahre ich, wie sich das Leben damals abspielte. Nebenbei wurden familiäre Geheimnisse aufgedeckt, vermittelt, wie Behörden arbeiteten und sich Liebende wiederfanden.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, das das Leben während der Nachkriegsjahre in Hamburg wiedergibt. Obwohl ich meine, die drei Frauen waren jetzt nicht typische Beispiele. Trotzdem konnte ich durch sie viel erfahren.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 29. April 2021

Rezension - Mord frei Haus




Autor: Thomas Chatwin  

Titel: Mord frei Haus

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 21. April 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch



Über den Autor:
Thomas Chatwin, geboren 1949, ist promovierter Literaturwissenschaftler und ein profunder England-Kenner. Er liebt Cornwall und verbringt jede freie Minute dort. Seiner langjährigen Freundschaft mit der englischen Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher und vielen gemeinsamen Reisen verdankt er ungewöhnlich detailreiche Einblicke in Cornwalls Alltag.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ausgerechnet als Daphne zusammen mit ihrem Mann Francis den Sonnenaufgang auf der wilden Landzunge Land`s End genießen will, stört ein Anruf die Ruhe. Daphnes Cousine Annabelle ist außer sich. Vor ihrer Tür liegt ein Toter, eingewickelt in Geschenkpapier. Der Ermordete ist Annabelles grantiger Nachbar. Als Chief Inspector Vincent am Tatort Daphne antrifft, ist seine Laune sofort im Keller. Außerdem mutmaßt er, dass Annabelle selbst die Mörderin ist. Nur dem energischen Eingreifen von Daphne ist es zu verdanken, dass ihre Cousine nicht festgenommen wird. Während Daphne auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, denkt sich der Täter bereits ein neues Geschenk aus. Und es soll nicht das letzte bleiben.


Meine Meinung:
Daphne und Francis Penrose hatte ich bereits in den beiden ersten Cornwall-Krimis von Thomas Chatwin kennen gelernt und ich freute mich nun darauf, wieder etwas von ihnen zu lesen. Gleich zu Anfang durfte ich die beiden zu einem romantischen Sonnenaufgang begleiten, was mir richtig gut gefallen hat. Allerdings war die schöne Stimmung schnell vorbei, denn Annabelle, die Cousine von Daphne, rief an und  teilte ihnen mit, dass vor ihrer Haustür eine Leiche, eingewickelt in Geschenkpapier, liegen würde. Tja, der ermittelnde Chief Inspector Vincent möchte natürlich nicht, dass Daphne sich einmischt, aber mal ehrlich, wenn die eigene Cousine unter Mordverdacht steht, dann muss Daphne sich doch einmischen, oder?
Leider bleibt es nicht bei dem einen Toten und Daphne und Francis versuchen herauszufinden, wie denn alles zusammenhängt. Besonders Daphne als Briefträgerin erfährt ja sehr viel, wenn sie die Post austrägt, denn sie kann sich mit sehr vielen darüber unterhalten und Informationen zusammen tragen. 
Eigentlich könnte es ein gemütlicher Wohlfühlkrimi sein, aber es wurde für verschiedene Personen extrem gefährlich. 
Der Autor nimmt mich mit nach Cornwall und ich habe alles wunderbar vor Augen, er fesselt mich aber auch an sein Buch. Denn er präsentiert reichlich Personen, die sich verdächtig machen. Ich wusste nicht, wer denn letztendlich der Täter sein könnte. Immer hatte ich jemand anderen in Verdacht und war dann am Ende überrascht. Nicht nur vom Täter, sondern auch mit allem, was damit zusammenhing. 


Fazit:
Thomas Chatwin konnte mich ein weiteres Mal begeistern und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. Außerdem hoffe ich sehr, dass es noch weitere Folgen geben wird.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 24. März 2021

Rezension - Die Buchhändlerin



Autorin: Ines Thorn

Titel: Die Buchhändlerin

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und broschiert

erschienen: 23. März 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Heute arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche erfolgreiche historische Romane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bücher und Schicksale: Die Geschichte einer starken Frau, Liebe und Literatur in den 1940er Jahren. Frankfurt, kurz nach dem 2. Weltkrieg: Christa bricht enttäuscht ihr Germanistikstudium ab, weil sie als Frau an der Universität nicht für voll genommen wird. Zunächst aus Verlegenheit fängt sie an, in der Buchhandlung ihres Onkels auszuhelfen, die dieser nach der Enteignung durch die Nationalsozialisten nun wieder aufbaut. Bald schon wird das Bücherverkaufen für Christa zur Passion - und die Buchhandlung zu einem Ort, an dem sich Gleichgesinnte treffen, an dem Freundschaften entstehen und sogar Liebe. Doch noch sind die Wunden der Kriegszeit nicht verheilt, und Christa muss all ihre Klugheit und Tatkraft einsetzen, um die Buchhandlung und ihr eigenes Glück zu bewahren.


Meine Meinung:
Vielen von uns ist bekannt, was während der Kriegsjahre und danach alles passierte. Aber kaum einer hat sich um Einzelschicksale Gedanken gemacht. Leider wurden aus vielen Gründen unschuldige Menschen verhaftet und in Lager gesteckt. Deshalb finde ich es gut, wenn Autoren uns Lesern Ereignisse nahe bringen, indem sie wahre Begebenheiten in einem Roman einbinden und mit den Personen verknüpfen. Hier dreht sich alles um den Buchhandel der Familie Schwertfeger. Irgendwann wurde beschlossen, dass Bücher verbrannt werden müssen, da sie einigen Leuten nicht passten. Einem Leser tut dies im Herzen weh und ich war begeistert, als ich las, was Martin sich hat einfallen lassen.
Aber dies war nur ein Ereignis, von dem ich lesen konnte. Christa würde zu gerne studieren, ihre Mutter möchte sie zu gerne gut verheiraten. In ihrem Umfeld gab es viele Personen, die eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen sollten. Die meisten waren mir sympathisch, aber es gab auch Personen, denen ich sonst was wünschte.
Ines Thorn hat sehr fesselnd beschrieben, was Christa, ihre Familie und ihre Freunde erlebten und wie sie mit allem fertig wurden beziehungsweise fertig werden mussten.  Kriegsjahre, Entbehrungen, Besatzungszeiten, all dies beeinflusste das Leben aller.


Fazit:
Ein sehr gutes und unterhaltsames Buch über eine schwierige Zeit. Mir hat es sehr gut gefallen und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieBuchhändlerin #NetGalleyDE

Sonntag, 21. Februar 2021

Rezension - Das kleine Friesencafé

Autor: Janne Mommsen

Titel: Das kleine Friesencafé

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und broschiert

erschienen: 16. Februar 2021

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch 


Über den Autor
Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seeluft, Strand und Friesentorte - der Auftakt zur neuen Friesencafé-Reihe von Bestsellerautor Janne Mommsen. 
Julia braucht eine Auszeit vom Leben. Auf Rat ihrer Oma reist sie nach Föhr, um den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter zu folgen, die einst eine glückliche Zeit auf der Insel verbrachte. Bei einem Spaziergang stößt Julia auf ein leerstehendes Kapitänshaus: der perfekte Ort, um ihrer Leidenschaft, der Malerei, nachzugehen. Spontan beginnt sie, Porträts von Touristen und Insulanern anzufertigen. Als sich immer mehr Leute dort malen lassen, schenkt sie bald Kaffee aus, backt Friesentorte und bewirtet die Gäste. Es fühlt sich an wie ein eigenes kleines Café. Julia scheint ihrem Traum vom Glück ganz nahe, da stellen sich ihr zwei Männer in den Weg: Der kauzige Nachbar, Kapitän Hark Paulsen, und der irritierend gutaussehende Bürgermeister Finn-Ole. Wer hilft? Natürlich Oma Anita. Die träumte als junge Frau nämlich selbst von einem eigenen Café, allerdings in Paris.


Meine Meinung:
Seeluft, Strand und Friesentorte - all das kann ich im Moment nicht genießen, deshalb freute ich mich auf die Möglichkeit, mich mit diesem Buch entführen zu lassen.
Julia braucht eine Auszeit vom Leben, das Thema ist mir als Vielleserin nicht gerade unbekannt. Aber wie so oft werde ich von dem Ideenreichtum eines Autors überrascht. Janne Mommsen hat sich einiges einfallen lassen und als erstes vielen Beteiligten besondere Charaktere zugeordnet. Einige Dialoge haben mir unwahrscheinlich viel Spaß bereitet. Besonders Kapitän Hark Paulsen, der als kauziger Nachbar rüberkommen soll, hat sehr zu meiner Erheiterung beigetragen. 
Natürlich steht Julia im Vordergrund, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Orte zu finden, wo ihre Mutter sich als junge Frau sehr wohl gefühlt hat. Fragen kann sie ihre Mutter ja nicht mehr, denn leider ist sie viel zu früh verstorben und Julia ist bei Oma Anita aufgewachsen. So kommt es, dass ich ein Buch in der Hand halte, das gefühlsmäßig für ein Auf und Ab sorgt. Aber so ist es nun mal auch im wirklichen Leben. Julia sucht und findet ihren Weg, zwar nicht sofort, aber immerhin trifft sie am Ende, die in meinen Augen, richtige Entscheidung. Oma Anita zeigt, dass es für gewisse Dinge nie zu spät ist und Hark stellt fest, dass der Eintritt ins Rentenalter doch nicht so schlimm ist, wie anfangs befürchtet. Mehr möchte ich nun allerdings nicht mehr erwähnen, denn wenn ich auf Einzelheiten eingehen wollte, dann müsste ich zu viel verraten.


Fazit:
Ich fühlte mich sehr wohl auf der Insel Föhr, die ich nun gut kennen lernen konnte. Zu gerne hätte ich den leckeren Kuchen von Julia probiert und vor allem die Bilder gesehen. Aber dank der guten Beschreibungen des Autors hatte ich alles wunderbar vor Augen. Mir hat das Buch mit den vielen Eindrücken sehr gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension - Die Rache des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Die Rache des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hat Liebe einen Preis?
Köln, anno domini 1424: Im Haus von Aleydis de Bruinker zieht einfach keine Ruhe ein. Betrugsversuche in ihrer Wechselstube, übermütige Verehrer, das kriminelle Erbe ihres verstorbenen Mannes … mit all dem muss Aleydis sich fast täglich auseinandersetzen. Und trotz dieser Widrigkeiten kommt sie bestens zurecht, auch ohne Mann. Auch ohne Vinzenz van Clewe, obwohl sie zugeben muss, dass der gutaussehende Gewaltrichter bisweilen durchaus hilfreich sein kann. Doch dann erlebt Aleydis ihren schlimmsten Alptraum: Ihre Mündel Marlein und Ursel werden entführt. Aleydis setzt alles daran, die Mädchen zurückzubekommen. Koste es, was es wolle …


Meine Meinung:
Voller Spannung habe ich auf dieses Buch gewartet, denn inzwischen fühlte ich mich im Haushalt von Aleydis sehr wohl. Naja, als Leserin, denn vor Ort wäre ich nicht so gerne gewesen, das war mir dann doch zu aufregend. Es war immer etwas los, die Intrigen hörten einfach nicht auf.
Aber ich will zunächst mit dem ersten Seiten des Buches beginnen. Sehr aufmerksam habe ich mir den Stadtplan von Köln angesehen. So konnte ich die Wege, die Aleydis zurück legte, sehr gut vorstellen. Heute kann man es sich kaum vorstellen, welche Strecken meist zu Fuß bewältigt werden mussten und selbst kurze Wege waren nicht ungefährlich. Alleine durfte ein Frau selten losgehen.
Zur Auffrischung diente als nächstes das Personenverzeichnis, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Gerade für mich als Vielleserin ist es sehr hilfreich, lerne ich doch in den vielen Büchern eine Menge Personen kennen.
Und dann startet die Geschichte direkt mit einem aufregenden Prolog. Ohje, was erwartete mich denn jetzt? Die Mündel Ursel und Marlein wurden entführt!
Petra Schier hat sich auch diesmal einiges einfallen lassen und eine tolle Folge der Lombarden-Trilogie geschrieben. Spannung, Romanze und Alltagsleben wurden bestens miteinander kombiniert. Und ich hielt ein weiteres Mal ein Buch in der Hand, das ich einfach nicht zur Seite legen konnte. Gut, dass wir alle im Moment mehr Zeit zu Hause verbringen und in Ruhe Bücher lesen können.
Auf den Inhalt des Buches will ich jetzt nicht weiter eingehen. Auf jeden Fall war ich gefesselt. Ich war begeistert, dass ich alte Bekannte aus anderen Büchern wieder gesehen habe. Und ich finde es immer wieder toll, dass ich dank der guten Recherche der Autorin soviel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren kann.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss einer lesenswerten Trilogie. Von mir aus könnte es noch wesentlich mehr Folgen geben, denn Potential ist reichlich vorhanden. Aber nun gebe ich für dieses Buch, nein für die gesamte Lombarden-Trilogie eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ein niederträchtiger Mord


Autorin: Cora Harrison

Titel: Ein niederträchtiger Mord

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Cora Harrison hat als Lehrerin gearbeitet, bevor sie auf eine Farm im Westen Irlands zog und anfing, historische Romane zu schreiben. «Ein niederträchtiger Mord» ist der erste Band ihrer Reihe um die ermittelnde Nonne Mutter Aquinas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Cork, 1923. Der Fluss Lee spült der Nonne Mutter Aquinas eine junge Frau vor die Füße, im feinen, seidenen Ballkleid - und ganz offensichtlich tot. Die resolute Mutter Oberin verständigt umgehend Sergeant Patrick Cashman, einen ehemaligen Klosterschüler von ihr, der neben einem scharfen Verstand auch einen besonderen Blick fürs Detail besitzt. Nicht umsonst: Am Hals der Toten finden sich Strangulationsmale. Es dauert nicht lange, und der obduzierende Arzt – der unorthodoxe jüdische Dr. Scher – bestätigt die Vermutung, dass die junge Frau ermordet wurde. Auch ist die Identität der Toten schnell geklärt: die als vermisst gemeldete Angelina Fitzsimon, die zwanzigjährige Tochter eines respektablen Teehändlers aus Cork, die kurz davor stand, ein Vermögen zu erben. Als Dr. Scher im Saum von Angelinas Ballkleid eine Fahrkarte für die Mitternachtsfähre nach Liverpool entdeckt, ahnt die Mutter Oberin, dass hinter dem Mord an der jungen Frau mehr steckt, als es den Anschein hat. Gemeinsam mit Sergeant Cashman und Dr. Scher geht die Nonne der Sache auf den Grund – und kommt dem Mörder bald näher, als ihr lieb ist …


Meine Meinung:
Ich gestehe, dieses hübsche Buchcover hat mich sofort angesprochen und deshalb habe ich beschlossen, den Krimi zu lesen. Zumal mich die Kurzbeschreibung neugierig machte und ich gerne historische Krimis lese. 
Cork 1923, mal wieder wird das Leben in der Stadt durch Hochwasser beeinträchtigt. Die Nonne Aquinas findet vor dem Kloster eine tote junge Frau. Sie ruft umgehend nach dem Sergeant Patrick Cashman, denn etwas kommt ihr merkwürdig vor. Sie sollte recht behalten und schon stecken wir alle mittendrin in einem Mordfall. 
Die Autorin hat es verstanden und mich an das spannende Buch gefesselt, außerdem hat sie mich mit interessanten Wendungen überraschen können. Für die Nonne war es nicht leicht, alles herauszufinden, aber letztendlich hat sie es mit dem Sergeant und dem zuständigen Arzt geschafft, zumal sie von einer Seite Hilfe erhielt, mit der sie nicht gerechnet hatte. Abgründe taten sich auch, darüber werde ich aber nichts verraten. Mir hat ebenfalls sehr gut gefallen, dass ich auch hier, so ganz nebenbei viel über das Leben zur damaligen Zeit erfahren konnte. 


Fazit:
Dies ist ein gelungener Auftakt einer neuen Serie, die mir gefallen hat. Mit Sicherheit werde ich weitere Folgen lesen. Aber zunächst gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Montag, 18. Januar 2021

Rezension - Die Wölfe vor den Toren


Autorin: Astrid Fritz

Titel: Die Wölfe vor den Toren

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 15. Dezember 2020

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart. 2003 wurde im Rowohlt Taschenbuchverlag ihr erfolgreicher Erstling „Die Hexe von Freiburg“ veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche historische Romane veröffentlicht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Erfolgsserie um die Armenapthekerin Serafina aus Freiburg geht weiter. 
Februar 1418: Die Menschen leiden unter der beißenden Kälte. Erschreckend nah heulen des Nachts die ausgehungerten Wölfe und reißen die ersten Schafe. Dann fällt ihnen in dem Dörfchen Würi, gleich vor der Stadt, der junge Badersohn Jörgelin zum Opfer. Zum Schock gesellen sich Spukgeschichten über Werwölfe. Man hängt zur Abschreckung sogar einen Wolf an den Galgen. Das Töten geht weiter. Als die junge Heilerin Mia stirbt, kommen der Armenapothekerin Serafina und ihrem Mann, Stadtarzt Achaz, Zweifel, ob die Tiere für das Morden verantwortlich sind oder wer anders sein Unwesen treibt. Das erste Mal ermitteln sie als Ehepaar gemeinsam. In der Würi stoßen die beiden jedoch auf eine Mauer des Schweigens, der sie mit Spürsinn, Wissen und Hartnäckigkeit begegnen.


Meine Meinung:
Nachdem ich mit dem Buch "Die Tote in der Henkersgasse" in die Serafina-Serie eingestiegen bin, wollte ich nun auch das sechste Folge lesen. Für mich als Vielleserin war es von Vorteil, dass gleich zu Beginn des Buches die Beteiligten aufgeführt wurden und somit konnte ich gut vorbereitet mit dem Lesen starten.
Serafina ist in Freiburg als Armenapothekerin tätig, sie ist mit Stadtarzt Achaz verheiratet. Achaz wird eines morgens geholt. Er soll sich einen toten Jungen ansehen, der wohl von einem Wolf getötet wurde. Das ist durchaus möglich, denn alle leiden in dem extrem kalten Winter Hunger. Allerdings werden Serafina und ihr Mann misstrauisch, denn immer mehr Tote werden gefunden und Achaz entdeckt andere Hinweise, die nicht auf die Wölfe hindeuten. 
Astrid Fritz hat in ihrem Buch so vieles mitgeteilt. Als Leserin habe ich einiges über Aberglaube und Spukgeschichten erfahren. Natürlich so nebenbei auch, wie schlecht es den Bewohnern von Freiburg in dem Winter ging und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Außerdem hatte ich die Möglichkeit Serafina und Achaz zu begleiten, denn auch ich war  neugierig, wie sich denn nun alles miteinander verhielt und wer oder was letztendlich hinter den Morden steckte. Am Ende war ich sehr überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Serafina ebenfalls nicht und deshalb begab sie sich mal wieder in Gefahr. Von Anfang  bis Ende fühlte ich mich an das Buch gefesselt und habe es mal wieder regelrecht verschlungen. 


Fazit:
Fans von spannenden historischen Büchern werden begeistert sein. Ich habe, wie erwähnt, erst den Einstieg mit Band fünf geschafft, was dem Lesevergnügen aber nicht geschadet hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für die Serafina-Serie.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 24. Oktober 2020

Rezension - Im schwarzen Wasser


Autorin: Petra Oelker

Titel: Im schwarzen Wasser

Genre: Krimi, historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2020

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Oelker, geboren 1947, arbeitete als Journalistin und Autorin von Sachbüchern und Biographien. Mit «Tod am Zollhaus» schrieb sie den ersten ihrer erfolgreichen historischen Kriminalromane um die Komödiantin Rosina, neun weitere folgten. Zu ihren in der Gegenwart angesiedelten Romanen gehören «Der Klosterwald» «Die kleine Madonna» und «Tod auf dem Jakobsweg». Zuletzt begeisterte sie mit «Emmas Reise», einer Road Novel in der Zeit nach dem 30jährigen Krieg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Endlich! Komödiantin Rosina ermittelt wieder im historischen Hamburg. 
Als Lehrling Jakob an einem Maimorgen 1774 die Gerberei an der Kleinen Alster betritt, liegt ein Leichnam in der ätzenden Lohebrühe. Mord!, stellt der Stadtphysikus fest. Der Tote war Erfinder mechanischer Geräte und fremd in der Stadt – wem konnte er im Weg gewesen sein? Dem Gerberlehrling? Oder unbekannten Auftraggebern? 
Weddemeister Wagner und Komödiantin Rosina konzentrieren ihre Ermittlungen schnell auf das Eimbecksche Haus, das Ratsweinkeller und Auktionshaus beherbergt – sowie die Totenkammer der Stadtleichenfrau, für die Entsorgung der Verstorbenen ebenso zuständig wie für die Bergung ausgesetzter Säuglinge. Die neugierige Leichenfrau pflegt diskrete Verbindungen in alle Kreise. Und ist kurz darauf spurlos verschwunden ...


Meine Meinung:
Nach sehr vielen Jahren hatte ich endlich wieder ein "Rosina"- Buch in der Hand. Ich hatte noch in Erinnerung, dass mir die vorherigen Bücher damals alle sehr gut gefallen haben und freute mich wirklich auf das Wiedersehen. Meine anfängliche Sorge, dass ich vielleicht nicht richtig in die Geschichte reinkomme, weil ich einiges vergessen haben könnte, war unbegründet. Vieles wurde kurz erwähnt, was mir gefallen hat und das Lesen erleichterte.
Es war wieder toll von Rosina und ihren Freunden zu lesen. Mir hat es gefallen, gemeinsam mit Rosina durch das alte Hamburg zu gehen. Und vor allem natürlich, dass sie dazu beitragen konnte, den Fall zu lösen. Ein weiteres Mal hat es Petra Oelker geschafft und mich an das Buch gefesselt. So ganz nebenbei konnte ich wieder einiges vom Alltagsleben in Hamburg erfahren. Und wenn mich nun jemand fragt, ob ich noch mehr Bücher von und über Rosina lesen möchte, so lautet meine Antwort: eindeutig Ja. Zumal das Ende ja wirklich eine weitere Folgen versprechen könnte.


Fazit:
Die Fans von Rosina werden begeistert sein. Wer sie noch nicht kennt, kann dieses Buch durchaus lesen. Allerdings kann es sein, dass alle neugierig werden auf die Abenteuer der vorherigen Bücher und ich gebe für alle eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Montag, 13. April 2020

Rezension - Die Schule am Meer


Autorin: Sandra Lüpkes

Titel: Die Schule am Meer

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, gebundenes Buch

erschienen: 10. März 2020

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Kindler Verlag




Über die Autorin:
Sandra Lüpkes ist Autorin zahlreicher Romane, Sachbücher, Drehbücher und Erzählungen. Mit "Die Schule am Meer" hat sie einen groß angelegten Gesellschaftsroman geschrieben über ein reformpädagogisches Internat auf Juist. Die ausgiebigen Recherchen zu den historischen Begebenheiten und realen Personen im Umfeld der Schule führten sie ins Tessin, nach Berlin und natürlich auch nach Juist, wo sie aufgewachsen ist und wo sie lange Jahre gelebt hat.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?


Meine Meinung:
Von dieser Schule hatte ich schon mal irgendwo etwas gelesen und deshalb wollte ich gerne mehr darüber erfahren. Ich freute mich, dass ich  mit diesem Buch die Möglichkeit dazu erhalten sollte.
Juist 1925, eine besondere Schule wurde gegründet. Die Lehrer waren sehr fortschrittlich und somit weit entfernt von den Vorstellungen der damaligen Zeit. Kein Wunder, dass es ihnen nicht leicht gemacht wurde, außerdem war der Antisemitismus schon weit verbreitet und hatte auch vor der Insel keinen Halt gemacht.
Sandra Lüpkes schildert sehr anschaulich, was die Lehrer und Schüler damals alles erlebten. Das Schulleben, die Probleme mit den Bewohnern der Insel und die politische Anschauung wurden bestens in diesem Buch miteinander verbunden und rundeten das Bild ab. Ich fühlte mich richtig an das Buch gefesselt, denn obwohl ich ja wusste, dass die Schule aufgelöst wurde, fand ich es durchaus spannend alles nachlesen zu können.


Fazit:
Ein weiteres Puzzleteilchen in der Geschichte der jüngeren deutschen Vergangenheit. Ein Buch, das mich sehr gut unterhalten und ich sehr gerne weiterempfehle.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 3. Februar 2020

Rezension - Die Tote in der Henkersgasse



Autorin: Astrid Fritz

Titel: Die Tote in der Henkersgasse

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 17. September 2019

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die beliebte, charmant-energische ehemalige Begine Serafina ermittelt in ihrem fünften Fall in Freiburg. Die Erfolgsautorin Fritz nimmt einen historischen Fall als Grundlage für den spannenden, atmosphärischen Roman. Im Mai 1417 liegt in der düsteren Henkersgasse eine junge Frau mit eingeschlagenem Schädel, das Gesicht mit einem falschen Muttermal am Kinn seltsam geschminkt. Die reiche Kaufmannsgattin ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Serafina, Frau des Arztes Achaz, findet in der missgünstigen Hausmagd des Witwers eine erste Verdächtige, der eine weitere Spur folgt. Damit nicht genug, führt Serafinas Bruder nichts Gutes im Schilde, und Stadtapotheker Jonas will ihre Armenapotheke schließen. Serafina hat alle Hände voll zu tun.


Meine Meinung:
Manchmal kommt es doch vor, dass ich erst spät in eine Serie "einsteige".  Hier hatte ich nun das Buch mit dem fünften Fall, in dem Serafina die Hauptrolle hat und ermittelt. Es war allerdings kein Problem für mich, denn ich fand mich sofort zurecht und hatte auch keine Lücken, die Fragen für mich aufwarfen.
Serafina, eine ehemalige Begine, ist nun mit dem Stadtarzt Achaz verheiratet. Nach wie vor passieren in ihrem Umfeld Dinge, die sie nicht ruhen lassen und wo sie unbedingt wissen will, was passiert ist. Natürlich ist ihr Mann darüber nicht begeistert, birgt es doch auch eine gewisse Gefahr für seine Frau.
Sehr spannend hat die Autorin es in diesem Buch gemacht und mir Verdächtige beschert. Allerdings wusste ich nicht, wer es denn nun wirklich war und so kam das Ende mit einer großen und vor allem spannenden Überraschung.
Ich hatte von der Autorin vor langer Zeit schon Bücher gelesen, die mir gefallen haben und deshalb freute ich mich, als ich die Möglichkeit erhielt, dieses Buch in meinen Händen zu halten.

Fazit:
Fans der Serie werden bestimmt alle Bücher mit Begeisterung gelesen haben. Aber ich kann auch Neueinsteigern empfehlen, an dieser Stelle zu starten und vielleicht die Vorgängerbücher auch zu lesen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Rezension - Der Ring des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Der Ring des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Januar 2020

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln im Mittelalter – aufregend, abwechslungsreich und gefährlich. Ein extrem spannender und hervorragend recherchierter Roman über eine starke Frau und schmutzige Geldgeschäfte im 15. Jahrhundert. Köln, 1423. Der Tod ihres Mannes, des Lombarden Nicolai Golatti, hat Aleydis de Bruinker zu einer sehr jungen und sehr reichen Witwe gemacht. Und zu einer Frau mit vielen Feinden: Konkurrenten, die sie als unfähig verleumden, die geerbte Wechselstube zu führen. Angeblich ehrenwerte Männer, die an die Mitgift ihrer Mündel wollen. Und eine unsichtbare Bedrohung aus der Schattenwelt, dem Netz aus Intrigen und Erpressung, das ihr Mann zu Lebzeiten gewoben hat. Als ein Brandanschlag auf Nicolais Mörderin die Stadt erschüttert, muss Aleydis etwas tun, das ihr überhaupt nicht behagt: Gewaltrichter Vinzenz van Cleve um Hilfe bitten, den Mann, der ohnehin schon zu viel Platz in ihren Gedanken einnimmt …


Meine Meinung:
Ich hatte ja schon das Buch "Das Gold des Lombarden" mit Begeisterung gelesen und freute mich nun auf die Fortsetzung. Obwohl es schon eine Weile her ist, seit ich das Buch gelesen hatte, kam ich sehr schnell wieder rein ins Geschehen.
Ich fühlte mich dann auch gleich wieder wohl in der Hausgemeinschaft von Aleydis. Obwohl es durchaus unruhig wurde, denn noch immer gab es Probleme mit dem Erbe, dass sie antreten musste. Zumal erst nach und nach heraus kam, welchen Geschäften ihr verstorbener Mann so alles nachging. Es war weiterhin spannend und ich fühlte mich ein weiteres Mal an das Buch gefesselt. Aber so kenne ich es ja auch, Petra Schier hat mich bisher noch nie enttäuscht. Allerdings weiß ich auch, dass sie sich immer neue Überraschungen einfallen lässt und ich spielte ab und zu mit dem Gedanken, mal schnell auf den letzten Seiten nachzusehen, ob ich erkennen kann, dass es nach meinen Wünschen bzw Vorstellungen ausgeht.  Ich habe es aber aushalten können, was meine Spannung natürlich enorm steigerte und ich nicht schnell genug das Buch verschlingen konnte. Ja, ich habe es regelrecht verschlungen, was mir manchmal etwas leid tut. Ich kann mir vorstellen, dass aufwändig recherchiert werden muss, denn die Autorin hat mir sehr viel Wissen über die Arbeit eines Münzwechslers mitgeteilt. Und das alles so nebenbei, denn in der Hauptsache ging es doch darum Geheimnisse zu lüften und einem Täter auf die Spur zu kommen.


Fazit:
Es freut mich, dass es mit Sicherheit noch ein weiteres Buch geben wird. Dieses ist jetzt zwar abgeschlossen, aber Potential für ein nächstes ist reichlich vorhanden und ich weiß, dass ich auch das nächste Buch verschlingen werde, sobald ich es in meinen Händen halten kann.

Beim Verlag und bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 13. Dezember 2019

Rezension - Weihnachtsgeschichten am Kamin



Titel: Weihnachtsgeschichten am Kamin 

Gesammelt von Barbara Mürmann

Genre: Weihnachtsbuch, Kurzgeschichten

Version: Taschenbuch

erschienen: 15. Oktober 2019

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch



Über die Herausgeberin:
Barbara Mürmann, geboren in Goslar, lebt in Hamburg. Dort leitet sie den Arezzo Musikverlag.
Aus Platzgründen möchte ich die 50 Mitwirkenden nicht namentlich aufführen, aber im Buch gibt es Namen, Titel und Ort in der Übersicht.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Macht die Türen auf, macht die Herzen weit! 50 zauberhafte Geschichten zur Weihnachtszeit. Mit eingezogenen Köpfen hasten die Menschen durch die Fußgängerzonen, schieben sich durch Einkaufszentren. Draußen pustet der kalte Wind in die Mäntel, drinnen gibt es an den Kassen Gedränge. Nur noch schnell das letzte Geschenk finden! Da ertönt Kinderkrähen. Die Augen der Kleinen leuchten. Wann ist endlich Weihnachten da? Kommt, Kinder, Eltern, Großeltern und Freunde. Wir lesen eine Weihnachtsgeschichte. Dann ist endlich Weihnachten da.


Meine Meinung:
Barbara Mürmann stellt schon seit Jahren ein Buch mit eingereichten Weihnachtsgeschichten zusammen. Das heißt, jeder hat die Möglichkeit ihr eine Geschichte zusenden und vielleicht wird sie im nächsten Jahr veröffentlicht. Informationen gibt es im Buch dazu.
So unterschiedlich die Regionen sind, aus denen die Geschichten bei ihr eintreffen, so verschieden sind auch die Weihnachtsgeschichten. Mal ganz kurz, mal etwas länger. Sie eignen sich auch wunderbar zum Vorlesen auf den verschiedenen Weihnachtsfeiern.


Fazit:
Ein vielseitiges Buch, das außerdem Lesern die Möglichkeit bietet, ihre eigene Geschichte in einem Buch wiederzufinden. Natürlich sorgt es auch für schöne Lesestunden.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 11. November 2019

Rezension - Was macht der Mann da unterm Baum?



Autoren: verschiedene - unter anderem Dietmar Bittrich, der auch der Herausgeber dieses Buches ist

Titel: Was macht der Mann da unterm Baum

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Oktober 2019

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch


Über den Autor:
Dietmar Bittrich, Jahrgang 1958, lebt in Hamburg. Er gewann den Hamburger Satirikerpreis und den Preis des Hamburger Senats. Im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen von ihm u.a. der Bestseller "Alle Orte, die man knicken kann". Seit 2012 gibt er die erfolgreiche Weihnachtsanthologie mit Geschichten rund um die bucklige Verwandtschaft heraus.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Neue, lustige Geschichten über Weihnachten mit der buckligen Verwandtschaft: Sie sind wieder da. Und haben ihre Neurosen mitgebracht. Die Schwester ist mit Tinder-Date angereist und knutscht schon nach dem Aperitif. Der studierte Onkel terrorisiert uns mit Weihnachtsklassikern am Klavier. Und mit der CO2-Bilanz der Nordmanntanne haben wir bei der Öko-Tante mit den Dreadlocks sowieso verloren. Da hilft nur noch Kartoffelsalat und viel Punsch. Und schon freuen sich alle über die liebevoll verschenkten eBay-Schnäppchen. Weihnachten – wie immer ein Fest!


Meine Meinung:
Im vergangenen Jahr habe ich das Buch "Blut ist dicker als Glühwein" gelesen und fand die Geschichten ganz amüsant. Deshalb wollte ich dieses Buch lesen, weil ich neue Geschichten kennen lernen wollte. Der Vorteil solcher Anthologien ist ja, dass man als Leser in einem Buch so viele verschiedene Geschichten von unterschiedlichen Autoren lesen kann. Außerdem eignet sich so ein Buch hervorragend, wenn man nur mal zwischendurch etwas lesen möchte.
Bei den vielen Geschichten kommt es natürlich vor, dass einem die eine besser gefällt als die andere. Aber die Abwechslung ist ganz interessant. So hatte ich mal wieder eine Sammlung netter Geschichten rund um die Weihnachtszeit.


Fazit:
Wer die Abwechslung mag und die verschiedensten Geschichten lesen möchte, wird an diesem Buch seine Freude haben.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 1. November 2019

Rezension - Die Reste frieren wir ein



Autorin: Renate Bergmann

Titel: Die Reste frieren wir ein

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 15. Oktober 2019

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin bzw dem Autor:
Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten – und mit ihren Büchern die ganze analoge Welt.
Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer Online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen. «Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker» unter dem Pseudonym Renate Bergmann war seine erste Buch-Veröffentlichung – und ein sensationeller Erfolg, auf die zahlreiche weitere, nicht minder erfolgreiche Bände und ausverkaufte Tourneen folgten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
«Weiße Weihnachten! Das hatten wir schon SO LANGE nicht mehr. Lassen Se sich von alten Leuten nicht einreden, dass es früher IMMER weiße Weihnachten gab. Das ist Quatsch! Einmal blühten sogar die Kirschbäume. Andererseits: Ich kann mich noch an Winter erinnern, die waren so kalt, dass die Ziegen auf die Bäume geklettert sind und die Zweige abgefressen haben, weil sie nirgends mehr was fanden! Wie dem auch sei: Ich habe schon immer das Beste aus dem gemacht, was das Leben meinte, mir vor die Füße werfen zu müssen!»
Renate Bergmann hat schon 82 Feste gefeiert, zu denen es mindestens genauso viele Geschichten gibt. Die schönsten erzählt sie in diesem Buch.


Meine Meinung:
Bisher kannte ich noch keine Bücher von und über Renate Bergmann, aber das wird sich wohl demnächst ändern. Auf dieses Buch wurde ich aufmerksam, als ich nach passenden Büchern für die Winter/Advents/Weihnachtszeit gesucht habe. Und was soll ich sagen, ich war begeistert. Oma Renate Bergmann hat viel zu erzählen und wie sie das macht, ist einfach klasse. Wissen Se, das muss jeder gelesen haben. Eine Geschichte wird erzählt, aber wie es im echten Leben oft so ist, frau kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und muss immer wieder zum eigentlichen Thema zurück gehen. Einfach herrlich, diese Erzählweise von ihr. Ach nein, es ist ja der Autor Torsten Rhode, der sich dahinter versteckt. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen ihrer Geschichten.


Fazit:
Ein gelungenes unterhaltsames und humorvolles Buch, das ich jeden gerne zur passenden Jahreszeit empfehle. Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich bestimmt noch andere Bücher über Renate Bergmann lesen.


Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Rezension - Mr. Hicks feiert Weihnachten


Autorin: Kate Roseland

Titel: Mr. Hicks feiert Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundenes Buch

erschienen: 15. Oktober 2019

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Wunderlich




Über die Autorin:
Kate Roseland, geboren 1966, hat sich während ihres Studiums in London unsterblich in die Stadt und ihre Geschichte verliebt. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie, einem Kater und einer Katze in Hamburg, reist aber regelmäßig über den Kanal, um Freunde zu treffen und die unvergleichliche Londoner Atmosphäre zu erleben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mortimer Hicks, 72 und seit Jahren verwitwet, legt Wert auf Ruhe, Ordnung und Sparsamkeit. Doch kurz vor Weihnachten gerät seine perfekt organisierte Welt aus den Fugen: Seine Nachbarin schiebt ihm ihren kleinen Sohn in die Tür, mit der Bitte, auf ihn aufzupassen. Dabei verabscheut Mortimer nichts mehr als Kinder, weil sie jedes seiner drei Prinzipien verletzen: Ruhe, Ordnung, Sparsamkeit. Und dann platzt auch noch Gwendolyn in sein Leben, eine resolute und ziemlich propere Museumswärterin. Unmöglich, wie forsch sie ihn immer zurechtweist! Trotzdem will sie Mortimer nicht aus dem Kopf gehen. Ohnehin ist ihm in letzter Zeit oft so anders, er leidet unter Schwächeanfällen und seltsamen Visionen. Wird er langsam senil? Oder ist das etwa...Liebe? In seinem Alter?


Meine Meinung:
Dieses Büchlein hat etwas besonderes an sich. Ein Cover, das nicht so alltäglich für ein Weihnachtsbuch ist und ein Format, das auffällt. Wobei ich finde, dass es sich wunderbar als Geschenk eignet. Aber natürlich sollte jeder die Geschichte kennen und deshalb das eigene Buch lesen, bevor es als Geschenk besorgt wird.
Die Geschichte erinnert mich stark an Charles Dickens, der auch in dem Buch erwähnt wird. Aber an einen Charles Dickens der heutigen Zeit. Mr. Hicks lebt seit vielen Jahren alleine und hat einen gewissen Tagesablauf, der auf einmal von allen möglichen Leuten und sogar von einem Kater durcheinander gebracht wird. Wobei, der Kater entpuppt sich als ......nein, ich bleibe mir treu und werde nicht mehr verraten.
Kate Roseland hat ein wunderschönes, leicht zu lesendes Weihnachtsbuch geschrieben. Die Geschichte spielt natürlich in London, was mich zusätzlich begeistert hat. Rührselig, nachdenklich und glücklich machend ist die Schilderung über einen Lebensabschnitt von Mr. Hicks und seinen neuen Freunden.


Fazit:
Selber lesen und dann als Geschenk besorgen, das wäre hierzu mein Vorschlag. Denn ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.