Autor: Stefan Winges
Titel: Tod auf dem Rhein
Genre: Historisch, Krimi, Klassiker
Version: Taschenbuch
erschienen: 5. November 2004
Seiten: 400
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Emons
Über den
Autor:
Stefan Winges, geboren 1957 in Rheydt. Studium der Philosophie, Germanistik
und Komparatistik in Bonn. Schon während des Studiums Tätigkeit als Antiquar,
zuerst in Bonn, dann ab 1986 in Köln.
Kurzbeschreibung, übernommen:
1903: Dr. Watson folgt einem Hilferuf von Luzia Bylandt, jetzt Mrs. Jones,
nach Ägypten. Bei Ausgrabungen im Tal der Könige häufen sich die mysteriösen
Vorfälle. Um in den Besitz eines altägyptischen Amuletts zu gelangen, geht
eine obskure Bande von Grabräubern offenbar über Leichen. Sogar in Cairo. bei
ihrem alten Kölner Freund Baron Oppenheim, ist Luzia nicht sicher. Eine
gefährliche Flucht quer durch Europa beginnt. Erst in Köln kommt das wahre
Ausmaß der Affaire ans Licht. Sherlock Holmes und Dr. Watson stellen sich
einem übermächtigen Gegner und müssen erfahren, dass es im romantischen
Rheintal genauso tödlich zugehen kann wie an den Ufern des Nils.
Meine Meinung:
Nachdem ich von Stefan Winges den Krimi " Der vierte König" gelesen hatte,
war für mich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen wollte. Es
begann dann für mich sehr humorvoll, denn Holmes und Watson erinnerten sich
an den Fall vor einigen Jahren in Köln. Begriffe wie "Jungfrau war keine
Jungfrau" und "Stippefott" empörten die Haushälterin Mrs Hudson, amüsierten
Holmes und machten Watson verlegen. Aber dies möchte ich nur am Rande
erwähnen.
Eines Tages erhält Watson einen Brief aus Ägypten, der alles ins Rollen
bringt. Holmes ist leider schon seit einiger Zeit unterwegs, ohne eine
Nachricht hinterlassen zu haben. So macht sich Watson alleine auf den Weg
nach Cairo. Nach einer erstaunlichen kurzen Reisezeit von fünf Tagen
erreicht er sein Ziel und trifft dort auf alte Bekannte des ersten Buches.
Ich möchte hier natürlich nicht alles nacherzählen, aber einige Hinweise
sind schon wichtig, um meine Begeisterung zu verstehen. Ein Ausflug zu einer
Grabkammer von Watson und Mrs. Jones, die den Brief geschrieben hatte, bekam
eine gefährliche Wendung. Dies und einiges mehr, veranlassten die Flucht
mehrerer Personen nach Köln. Natürlich war die Reise nicht ohne Gefahren,
selbst die Fahrt im Orientexpress war nicht so harmlos, wie sie sonst immer
war.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Autor bekannte Persönlichkeiten und
auch andere Begebenheiten aus Klassikern und der Zeitgeschichte in diesem
Buch eingebunden hat. Wir wissen ja alle, dass Dr. Watson derjenige war, der
alle Abenteuer von Sherlock Holmes nieder geschrieben hat. Deshalb erfahren
wir Leser alles aus Sicht von Watson, geschildert in der Ich-Form. Natürlich
taucht Holmes auf und mischt eifrig mit.
Ich erwähnte ja schon, dass die Reise nicht ohne Gefahren war. Es wurde
immer spannender, sogar der Kölner Dom stand gefährlich im Weg. Nicht nur
ich fragte mich, wer denn hinter allem steckt und die Auflösung war für alle
eine Überraschung.
Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, da ich inzwischen einige
alte Geschichten von Holmes und Watson gelesen hatte, konnte ich auch
Vergleiche anstellen. Deshalb bin ich der Meinung, dass es eine gelungene
Hommage ist.
Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem hatte ich das Gefühl, es passt
so richtig zu den alten Geschichten über die Fälle von Sherlock
Holmes und Dr. Watson. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Leider gibt es keine Neuauflagen des Verlages, aber die Bücher können beim
Autor angefordert werden.
Ich bedanke mich vielmals beim Autor für das Rezensionsexemplar.