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Dienstag, 9. November 2021

Rezension - Tödlicher Riesling



Autor: Jens Burmeister

Titel: Tödlicher Riesling

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Juli 2019

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Emons Verlag 





Über den Autor:
Jens Burmeister, gebürtiger Wilhelmshavener, lebt in der Nähe von Köln und veröffentlicht Weinführer, kulinarische Krimis und Kurzgeschichten. Er studierte Chemie in Göttingen und promovierte anschließend in Freiburg und Bloomington / USA. Mehr als 25 Jahre arbeitete er in der chemisch-pharmazeutischen Forschung, bevor er sich in 2020 als Autor selbständig machte. 2001 gründete er den Mittelrhein-Weinführer (www.mittelrhein-weinfuehrer.de), mit dem er sich in kurzer Zeit eine eingeschworene Fangemeinde eroberte. Regelmäßig bewertet er die Weingüter dieses dynamischen Anbaugebietes und schreibt über aktuelle Entwicklungen in der Weinszene. Im romantischen Tal der Loreley zwischen Bingen und Bonn spielen auch seine Kriminalromane. Wenn der knorrige Kommissar Stephan Bäumler ermittelt und der Aromaforscher und Winzer Jaspal Wöhler ihm dabei immer wieder in die Quere kommt, spielt der Wein mindestens eine Nebenrolle.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein toter Pfarrer, ein liebenswerter Ermittler wider Willen und süffiges Lokalkolorit satt.
Während die Weinlese am Mittelrhein auf ihren Höhepunkt zusteuert, hat sich auf Burg Stahleck in Bacharach eine Sekte breitgemacht. Ihre Anhänger feiern Orgien und werben aggressiv um neue Jünger. Auch einige Winzer hat sie bereits in ihren Bann gezogen. Jaspal Wöhler, Aromaforscher mit eigenem Weinberg, will sich aus all dem heraushalten. Doch als er den Bopparder Pfarrer tot im Beichtstuhl findet, gerät er mitten hinein in ein Geflecht aus religiösen Wahnvorstellungen, Geldgier und Intrigen …



Meine Meinung:
Gerne trinke ich ab und zu mal ein Gläschen Wein und noch lieber lese ich Krimis. Deshalb wollte ich mal einen Krimi lesen, in dem der Wein eine wichtige Rolle spielt.
So kam es, dass ich ein interessantes Ermittlerduo kennen lernte und einiges mehr über Wein erfahren habe. Jens Burmeister hat außerdem dafür gesorgt, dass die Spannung und meine Neugierde erhöht wurde, denn ich konnte die Gedanken des Täters lesen, wusste aber trotzdem nicht, wer es denn nun eigentlich ist. Wie immer möchte ich nicht zu viel vom Inhalt verraten, es muss fürs erste reichen, was in der Kurzbeschreibung steht und alles weitere erfährt jeder beim Lesen.


Fazit:
Eine gute Kombination von Spannung und Wissenswertes über Wein wird in diesem Buch geboten. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 8. Oktober 2021

Rezension - Kling und Glöckchen



Autorin: Elke Pistor

Titel: Kling und Glöckchen

Genre: Weihnachtskrimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. September 2021

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Emons Verlag 



Über die Autorin Elke Pistor:
In Gemünd in der Eifel aufgewachsen, geprägt und der Region bis heute eng verbunden. Abitur in Schleiden. Studium der Pädagogik und Psychologie in Köln. Nach kurzem Stopp am Niederrhein lebt sie heute in Köln, arbeitet als Autorin und Publizistin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tiefschwarzer Humor von seiner weihnachtlichsten Seite. Auch eine gut aufgeräumte Leiche ist eine Leiche und erfordert die Anwesenheit der Polizei, beschließt Janne Glöckchen, als sie eine Tote zwischen ihren farblich sortierten Mülltonnen findet. Wohl fühlt sie sich allerdings nicht dabei, liegt doch in ihrem Keller bereits ihre verstorbene Chefin Irmgard Kling auf Eis. Aber schlimmer geht immer: Ein junger Mann mit unlauteren Absichten und eine dritte Leiche machen die Aussicht auf eine stilvolle Vorweihnachtszeit für Janne vollends zunichte . . .


Meine Meinung:
Wenn sich Frau Kling und Frau Glöckchen zusammentun, dann kann dabei doch nur ein Laden mit Weihnachtsartikel herauskommen. Und die Adventszeit könnte für guten Umsatz sorgen. Könnte, wenn da nicht plötzlich eine Leiche nach der anderen auftauchen würde. 
Elke Pistor hat einen herrlich makabreren Weihnachtskrimi geschrieben. Janne und Elias stolpern über reichlich Leichen, wobei Janne außerdem noch versucht, eine zu verheimlichen. Zu allem Überfluss kommen eine neugierige Nachbarin und ein ehemaliges Kindermädchen ins Spiel. Der kleine Rex soll unbedingt ein Mäntelchen bekommen und Olga leiht sich von vielen Leuten Sachen. Lustig und traurig, spannend und romantisch, alles hat die Autorin untergebracht und mich damit an ihren Krimi gefesselt.
Der Buchtitel ist originell und das Cover wunderschön, auf dem Bild ist gar nicht so richtig zu sehen, wie gelungen die weihnachtlichen Motive hervorgehoben werden. 
Dieser Weihnachtskrimi hat mich ebenso so sehr begeistert, wie die beiden vorherigen, die ich auch gerne gelesen habe.


Fazit:
Die Aussage von der Rückseite des Buches: "packende Krimispannung mit Herz und Humor" besteht zu Recht. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung, nicht nur für diesen Weihnachtskrimi, sondern eigentlich für alle drei.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 4. Juni 2021

Rezension - Feuer in der Hafenstadt



Autorin: Anja Marschall

Titel: Feuer in der Hafenstadt

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. Mai 2021 als Neuauflage des Buches "Fortunas Schatten"

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 



Über die Autorin:
Die gebürtige Hamburgerin Anja Marschall lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie im Westen Schleswig-Holsteins, wo sie als Journalistin und Autorin arbeitet. Sie initiierte den ersten Krimipreis für Schleswig-Holstein, ist Mitglied im SYNDIKAT sowie bei den »Mörderischen Schwestern«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine spannende Zeitreise in die Kaiserzeit um 1900. 
Glückstadt, 1894. Kapitän Hauke Sötje hat alles verloren: sein Schiff, seine Mannschaft, seinen Ruf. Ein ehrenvoller Freitod scheint ihm der einzige Ausweg aus einer gescheiterten Existenz – aber nicht ohne zuvor die Verantwortlichen seiner persönlichen Katastrophe zur Rechenschaft zu ziehen. Doch dann wird er in einen brisanten Mordfall verwickelt, der die Existenz der neu gegründeten Heringsfischerei AG bedroht, und gerät schließlich selbst unter Verdacht. Mit Hilfe der jungen Fabrikantentochter Sophie versucht Hauke die Fäden zu entwirren und kommt einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur.


Meine Meinung
:
Vor einiger Zeit hatte ich bereits eine Folge, in der Hauke Sötje ermittelt gelesen. Ich war begeistert und hatte auch nicht das Gefühl, die vorherigen Bücher kennen zu müssen. Als ich jetzt aber die Möglichkeit hatte, das erste Buch zu lesen, habe ich nicht lange überlegt. Das war gut so, denn nun konnte ich sehr ausführlich lesen, was ihm alles passiert ist, bevor er als Kommissar weitere Fälle löst.
Es beginnt ja wirklich sehr dramatisch mit dem Untergang seines Schiffes. Kapitän Hauke Sötje überlebt als einziger. Leider kann er sich an vieles nicht erinnern und wird zusätzlich unter Druck gesetzt, denn es herrschte damals eine, für uns heute, merkwürdige Meinung. Überhaupt sind einige Personen sehr schnell mit Urteilen und vor allem mit Vorurteilen zur Stelle.
Die Autorin hat sehr fesselnd geschrieben, was Hauke Sötje alles erlebt, ich lernte auch noch weitere Personen kennen, die mir in späteren Folgen ebenfalls wieder begegneten. Gut finde ich immer, wenn neben der Aufklärung so vieles beschrieben wird und ich einen Einblick in das damalige Leben bekomme. Anja Marschall ist auch dies sehr gut gelungen.


Fazit:
Wer Hauke Sötje noch nicht kennt, sollte mit dieser Folge beginnen, ich habe es anders gemacht, aber das war auch ganz problemlos. Auf jeden Fall möchte ich für dieses Buch und allen weiteren Folgen eine Leseempfehlung aussprechen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Rezension - Drei Morde für die Mördermitzi



Autorin: Isabella Archan

Titel: Drei Morde für die Mördermitzi

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. Mai 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 



Über die Autorin:
Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Kriminalroman aus dem Herzen der Alpen: herrlich schräg und umwerfend tödlich. Mitzi hat einen Draht zu merkwürdigen Menschen. Die neue Freundschaft zu dem Mann, der vor nicht allzu langer Zeit als naiver Enkeltrickbetrüger entlarvt wurde, hat sie nun allerdings selbst hinter Gitter gebracht. Denn der Mann ist inzwischen mausetot, erschlagen – und Mitzis Fingerabdrücke waren am Tatort. Als es ihr gelingt, aus der U-Haft freizukommen, beginnt für Mitzi und ihre Freundin Inspektorin Agnes Kirschnagel eine atemlose Suche nach dem wahren Täter, die sie quer durchs Alpenland führt. Doch der Gesuchte bleibt nicht tatenlos, aus dem Mord wird eine Mordserie, und auch Mitzi schwebt in höchster Gefahr.


Meine Meinung:
Mördermitzi! Kann man eine Protagonistin mit diesem Namen ins Leserherz schließen? Ja, ich kann es auf jeden Fall, denn ich kenne die Mitzi inzwischen sehr gut, schließlich habe ich schon zwei Bücher von ihr gelesen. Mitzi verhält sich nicht immer so, wie man es im allgemeinen erwartet. Aber sie kommt zum Ziel. Allerdings ist es manchmal nicht gerade ungefährlich, besonders wenn sie entweder Tote findet oder von der Polizei sogar verdächtigt wird.
Diesmal wird sie verhaftet, weil an der Tatwaffe ihre Fingerabdrücke gefunden wurden. Wie kamen sie dahin? Das kann Mitzi nicht alleine klären und bittet ihre Freundin Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe.  Jetzt wird es problematisch, aber mehr verrate ich darüber nicht. 
Isabella Archan hat es auch diesmal wieder verstanden einen sehr spannenden Krimi zu schreiben. Ich durfte dabei sein und die ermittelnden Personen begleiten. Geschickt hat die Autorin uns, also Agnes, Mitzi und mir verdächtige Personen angeboten, wobei ich als Leserin einen kleinen Vorsprung hatte, denn ich konnte ja vieles lesen, was Mitzi oder Agnes nicht wissen konnten. So nahm ich auch eine Spur auf, musste mich am Ende aber überraschen lassen. 
Gut gefallen hat mir, dass ich wieder viel privates von Mitzi und Agnes erfahren habe. Außerdem konnte ich dabei sein, wenn quer durch Österreich gereist wurde. Besonders die Erwähnung des Burgenlandes und das Glas Blaufränkisch riefen schöne Erinnerungen bei mir hervor, aber das wollte ich nur nebenbei erwähnen. 
Tja, eine Warnung sollte ich auch aussprechen: wer mit dem Lesen des Buches am Abend beginnt, sollte sich auf eine lange Nacht einstellen. 😉 Zumindest bei mir war es so. Ich war mittendrin und fand keine Stelle, wo ich das Buch zur Seite legen und endlich schlafen gehen konnte. Was natürlich ein gutes Zeichen für das Buch ist.


Fazit:
Drei Morde für die Mördermitzi, ich hoffe es gibt ein viertes Buch, aber die Anzahl der Ermordeten muss sich nicht unbedingt erhöhen 😉 Gerne gebe ich eine Leseempfehlung, nicht nur für dieses Buch, sondern auch für die vorherigen. Jedes Buch hat zwar eine abgeschlossene Handlung, aber es macht mehr Spaß zum Beispiel über die Entwicklung der Freundschaft der beiden Frauen zu lesen und was sie schon alles erlebt haben.


Bei Isabella Archan und beim Emons Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, das mir die Möglichkeit geboten hat, das Buch vorab lesen zu können. 


Mittwoch, 19. Mai 2021

Rezension - Doppelbock



Autor: Thomas Salzmann

Titel: Doppelbock

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. April 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 



Über den Autor:
Thomas Salzmann wurde 1960 in Pirmasens, Rheinland Pfalz, geboren und studierte in Köln Betriebswirtschaftslehre. Nach mehreren Stationen in der Industrie widmet er sich seit einigen Jahren dem Schreiben. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Mettmann.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Umweltaktivist kämpft für das Ruhrgebiet . . . und eine charismatische Ex-Polizistin ermittelt. Ein Essener Aktivist wird erschlagen aufgefunden. Er war einem Umweltskandal im Zusammenhang mit den Spätfolgen des Steinkohlebergbaus auf der Spur – und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. Ex-Hauptkommissarin Frederike Stier, die das Opfer gut kannte, bringt Machenschaften ans Licht, die mancher gerne unter Tage gelassen hätte. Zwischen Ewigkeitslasten, Klimaveränderung und skrupelloser Umweltverschmutzung lauert ein unerwarteter Täter auf sie.


Meine Meinung:
Die Hauptkommissarin Frederike Stier hatte ich bereits im Krimi "Kohlenwäsche" kennen gelernt. Allerdings musste ich mich da erst einmal an sie gewöhnen. Nachdem sie schließlich mein Leserherz erobert hatte, war für mich klar, dass ich das nächste Buch auch lesen wollte.
Frederike ist inzwischen im Ruhestand und etwas ruhiger geworden, denn sie muss Rücksicht auf ihr Herz nehmen. In der Reha hat sie sich mit zwei Männern angefreundet und hält den Kontakt. Leider wurde einer der beiden umgebracht. Alex, der Umweltaktivist wird morgens von Frederike tot aufgefunden. Erwähnte ich gerade, dass Frederike etwas ruhiger geworden ist? Nun, das hat sich schnell geändert, denn sie wollte den Mord aufklären und hat so zu sagen ihren alten Spürsinn wieder aufleben lassen. Allerdings sind einige nicht erfreut, dass Frederike mitmischt.
Thomas Salzmann hat auch diesmal einen für mich sehr spannenden Krimi geschrieben. Ich war an der Seite von Frederike und gespannt, was sie alles heraus findet. Durch sie habe ich sehr viel zu brisanten Themen erfahren. Klimaveränderung, Umweltverschmutzung und Altlasten, wovon viele Stellen im Ruhrgebiet sehr betroffen sind. Sehr ausführlich ist der Autor auf dieses Thema eingegangen und ich kann mir vorstellen, dass nicht alle begeistert von Alex und seinen Mitstreitern waren.
Wichtig war aber für mich auch, dass Frederike den Fall lösen kann und am Ende nicht allein dastehen wird. Zu meiner Zufriedenheit gab es genau das Ende, was ich mir gewünscht hatte.


Fazit:
Ein weiterer Krimi, in dem Frederike Stier zeigt, was sie noch alles kann, von wegen Ruhestand. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch mehr über sie lesen kann und eine bestimmte Person damit klar kommt. Auf jeden Fall gebe ich für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung und wenn ich schon mal empfehle, dann das erste Buch. Es macht mehr Spaß beide in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, obwohl es es nicht erforderlich ist, denn beide Bücher sind abgeschlossene Geschichten.


Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Sonntag, 25. April 2021

Rezension - Tod auf dem Rhein



Autor: Stefan Winges

Titel: Tod auf dem Rhein

Genre: Historisch, Krimi, Klassiker

Version: Taschenbuch

erschienen: 5. November 2004

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons



Über den Autor:
Stefan Winges, geboren 1957 in Rheydt. Studium der Philosophie, Germanistik und Komparatistik in Bonn. Schon während des Studiums Tätigkeit als Antiquar, zuerst in Bonn, dann ab 1986 in Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1903: Dr. Watson folgt einem Hilferuf von Luzia Bylandt, jetzt Mrs. Jones, nach Ägypten. Bei Ausgrabungen im Tal der Könige häufen sich die mysteriösen Vorfälle. Um in den Besitz eines altägyptischen Amuletts zu gelangen, geht eine obskure Bande von Grabräubern offenbar über Leichen. Sogar in Cairo. bei ihrem alten Kölner Freund Baron Oppenheim, ist Luzia nicht sicher. Eine gefährliche Flucht quer durch Europa beginnt. Erst in Köln kommt das wahre Ausmaß der Affaire ans Licht. Sherlock Holmes und Dr. Watson stellen sich einem übermächtigen Gegner und müssen erfahren, dass es im romantischen Rheintal genauso tödlich zugehen kann wie an den Ufern des Nils.


Meine Meinung:
Nachdem ich von Stefan Winges den Krimi " Der vierte König" gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen wollte. Es begann dann für mich sehr humorvoll, denn Holmes und Watson erinnerten sich an den Fall vor einigen Jahren in Köln. Begriffe wie "Jungfrau war keine Jungfrau" und "Stippefott" empörten die Haushälterin Mrs Hudson, amüsierten Holmes und machten Watson verlegen. Aber dies möchte ich nur am Rande erwähnen.
Eines Tages erhält Watson einen Brief aus Ägypten, der alles ins Rollen bringt. Holmes ist leider schon seit einiger Zeit unterwegs, ohne eine Nachricht hinterlassen zu haben. So macht sich Watson alleine auf den Weg nach Cairo. Nach einer erstaunlichen kurzen Reisezeit von fünf Tagen erreicht er sein Ziel und trifft dort auf alte Bekannte des ersten Buches. Ich möchte hier natürlich nicht alles nacherzählen, aber einige Hinweise sind schon wichtig, um meine Begeisterung zu verstehen. Ein Ausflug zu einer Grabkammer von Watson und Mrs. Jones, die den Brief geschrieben hatte, bekam eine gefährliche Wendung. Dies und einiges mehr, veranlassten die Flucht mehrerer Personen nach Köln. Natürlich war die Reise nicht ohne Gefahren, selbst die Fahrt im Orientexpress war nicht so harmlos, wie sie sonst immer war.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Autor bekannte Persönlichkeiten und auch andere Begebenheiten aus Klassikern und der Zeitgeschichte in diesem Buch eingebunden hat. Wir wissen ja alle, dass Dr. Watson derjenige war, der alle Abenteuer von Sherlock Holmes nieder geschrieben hat. Deshalb erfahren wir Leser alles aus Sicht von Watson, geschildert in der Ich-Form. Natürlich taucht Holmes auf und mischt eifrig mit.
Ich erwähnte ja schon, dass die Reise nicht ohne Gefahren war. Es wurde immer spannender, sogar der Kölner Dom stand gefährlich im Weg. Nicht nur ich fragte mich, wer denn hinter allem steckt und die Auflösung war für alle eine Überraschung.
Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, da ich inzwischen einige alte Geschichten von Holmes und Watson gelesen hatte, konnte ich auch Vergleiche anstellen. Deshalb bin ich der Meinung, dass es eine gelungene Hommage ist.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem hatte ich das Gefühl, es passt so richtig zu den alten  Geschichten  über die Fälle von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Leider gibt es keine Neuauflagen des Verlages, aber die Bücher können beim Autor angefordert werden.


Ich bedanke mich vielmals beim Autor für das Rezensionsexemplar. 

Sonntag, 18. April 2021

Rezension - Tod in Zeeland



Autorin: Carla Capellmann

Titel: Tod in Zeeland

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. März 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 



Über die Autorin:
Carla Capellmann lebt im Rheinland und ist wie ihre Ermittlerin Informatikerin. Mit analytischem Blick, viel Herz und einem Augenzwinkern nimmt sie in ihrem Kriminalroman die Eigenheiten der Yogaszene aufs Korn. Walcheren und die zeeländische Küste kennt sie seit ihrer Kindheit in- und auswendig.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mörderisches Karma an der zeeländischen Küste. Eigentlich will Freddie auf dem Yogaseminar an der zeeländischen Nordseeküste den Kopf frei bekommen, um in Ruhe über ihre Beziehung zu Jan nachzudenken. Doch noch bevor sie den ersten Sonnengruß machen kann, stolpert sie über eine Leiche. Und ausgerechnet Jan soll mit der Frau ein Verhältnis gehabt haben. Als ihr die holländische Polizei einen Mord aus Eifersucht unterstellt, sieht sich Freddie gezwungen, auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei gerät sie zwischen vermeintlich friedlichen Yogis immer tiefer in einen mörderischen Schlamassel.
 

Meine Meinung:
Bisher habe ich von Carla Capellmann noch nichts gelesen, was wahrscheinlich aber daran liegt, dass sie erst jetzt einen Krimi veröffentlicht hat und somit ein Buch in meinem bevorzugten Genre. Natürlich war ich neugierig, zumal mich Cover und Titel magisch anzog. Der Himmel hat es mir angetan 😉 und Zeeland kannte ich.  Ich war dort auch schon einmal während eines Urlaubs und es war entspannend. Obwohl ich an keinem Yogakurs teilgenommen hatte. Wie sich herausstellen sollte, war Yoga auch nicht ganz ungefährlich. Nun ja, zumindest für manche Personen. 
Mir hat der Schreibstil der Autorin gefallen und auch, dass sie die Überschrift zweisprachig geschrieben hat. Zur weiteren Erklärung konnte im Anhang die Übersetzung der niederländischen Begriffe gelesen werden. Wer noch nie in Zeeland war, erhielt den Überblick durch die Landkarte zu Beginn des Buches. Und zwischen Landkarte und Anhang gab es dann den Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat. Über Yoga habe ich einiges gelernt, ich radelte mit Freddie, der Protagonistin, durch Zeeland und erlebte mit ihr einige überraschenden Wendungen. Freddie fand ich trotz ihrer Macken sehr sympathisch und die anderen Beteiligten  sehr interessant, denn die Autorin hat ihnen nicht nur besondere Namen gegeben, sondern auch, mit nicht gerade gewöhnlichen Charakteren ausgestattet. 
Achja, zur Beruhigung, Yoga war nicht direkt die Todesursache, es gab andere Machenschaften, wie ich am Ende erfahren sollte, aber mehr werde ich davon nicht verraten. 


Fazit:
Ein gelungener Debütkrimi, der mir gefallen hat. Ich bin sehr gespannt auf weitere Krimis von Carla Capellmann, denn mit Sicherheit geht da noch mehr. Für dieses Buch gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



Am Rande möchte ich noch etwas bemerken. Vor ein paar Jahren fand in Düsseldorf eine Veranstaltung für Autoren statt. Da ich einige Autoren kannte, habe ich sie abends beim gemütlichen Beisammensein besucht. Dort lernte ich Carla Capellmann kennen und in großer Runde haben wir uns sehr gut unterhalten. Seitdem haben wir Kontakt und als ich dann mitbekam, dass sie einen Krimi geschrieben hat, war ich natürlich besonders neugierig. 

Sonntag, 4. April 2021

Rezension - Der vierte König



Autor: Stefan Winges

Titel: Der vierte König

Genre: Krimi, Klassiker, Historisch

Version: Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. Januar 2000

Seiten: 255

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons 



Über den Autor:
Stefan Winges ist nach einem Studium der Philosophie als Autor, Antiquar und Lehrer für Kampfsport tätig und lebt mit Frau und zwei Katern in einem alten Haus in Köln-Ehrenfeld. Bisher hat er neben einem Hörspiel für den WDR sechs Romane veröffentlicht, in denen es unter anderem auch Sherlock Holmes an den Rhein verschlägt. Stefan Winges ist nach einem Studium der Philosophie als Autor, Antiquar und Lehrer für Kampfsport tätig und lebt mit Frau und zwei Katern in einem alten Haus in Köln-Ehrenfeld. Bisher hat er neben einem Hörspiel für den WDR sechs Romane veröffentlicht, in denen es unter anderem auch Sherlock Holmes an den Rhein verschlägt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln 1896. Ein mysteriöser Raub führt Sherlock Holmes an den Rhein: Aus dem Dom sind die Heiligen Drei Könige gestohlen worden. Was die Polizei erst nicht so recht ernst nimmt, entpuppt sich bald als Teil einer bizarren Verschwörung, die ein Opfer nach dem anderen fordert. Die Wurzeln der grausigen Ereignisse scheint bis tief ins Mittelalter zurückzureichen. Unterstützt von einem alten Kölner Jesuitenpater und dessen Nichte Luzia kämpfen Sherlock Holmes und Dr. Watson gegen einen unheimlichen und äußerst gefährlichen Gegner.


Meine Meinung:
Vor kurzem wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich war besonders neugierig darauf. Denn Sherlock Holmes sollte zu uns an den Rhein kommen und hier ermitteln. 😉 Allerdings hat Stefan Winges dafür gesorgt, dass Holmes und Watson nach Köln kamen und heraus finden sollten, wer die Heiligen Drei Könige gestohlen hat. Dies war noch ein weiterer Grund, dass ich das Buch lesen wollte. Denn ich wollte zu gerne erfahren, ob ein Autor der Gegenwart sich in die Zeit der Jahrhundertwende begeben und einen spannenden Krimi, sozusagen als Hommage, schreiben kann. Vorab möchte ich erwähnen, dass ich der Meinung bin, es ist dem Autor gelungen.
Stefan Winges hat mir nicht nur einen spannenden Krimi geboten, er hat mir auch interessante Einblicke in die Gedanken von Holmes und Watson geboten. Vor allem in die von Watson, der einiges über das Leben in Köln, vor allem über das Essen und Trinken preis gegeben hat. Aber das waren nur Wahrnehmungen am Rande. Die Hauptgeschichte wurde immer spannender und näherte sich einem dramatischen Höhepunkt in der Nähe von Köln. Wie immer werde ich nicht mehr verraten, um anderen nicht das Lesevergnügen zu nehmen. Auf jeden Fall hat mich der Autor an das Buch gefesselt. Außerdem hat er dafür gesorgt, dass ich in Kürze das nächste Buch von ihm lesen werde und doch das eine oder andere "alte" Buch von und mit Sherlock Holmes.


Fazit:
Sherlock Holmes und Dr. Watson haben dafür gesorgt, dass die Gebeine der Heiligen Drei Könige wieder im Kölner Dom sind. Wie, es hat keiner bemerkt, dass sie weg waren? Naja, etwas künstlerische Freiheit sei einem Autor erlaubt und so hätte es doch sein können, oder? Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.

Das Buch ist ursprünglich im emons Verlag erschienen, jetzt aber nicht mehr im Sortiment. Interessierte Leser können sich beim Autor melden und dort das Buch bestellen.


Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 28. Dezember 2020

Rezension - Tod in der Speicherstadt


Autorin: Anja Marschall

Titel: Tod in der Speicherstadt

Gerne: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. Oktober 2019

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Emons Verlag 



Über die Autorin:
Anja Marschall, geb. 1962 in Hamburg, arbeitete als Erzieherin, Pressereferentin, Journalistin, EU-Projektleiterin, Apfelpflückerin in Israel, Zimmermädchen in einem Londoner Luxushotel und Kioskverkäuferin an den Hamburger Landungsbrücken. Sie veröffentlichte mehrere Spannungsromane. Tage voller Weihnachtszauber ist ihr erster Roman ohne Leiche. Anja Marschall lebt mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg 1896: Der Sohn des wohlhabenden Kaffeehändlers Bellingrodt wird tot in der Elbe gefunden. Als Kommissar Hauke Sötje den Eltern die traurige Nachricht überbringt, gerät er in ein gefährliches Geflecht aus Macht, Gier und falscher Liebe. Zu allem Überfluss bittet ihn seine Verlobte Sophie, eine vermisste junge Frau und ihr Kind in der Stadt zu finden. Man hatte die beiden zuletzt vor der Villa der Bellingrodts gesehen ...


Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne historische Krimis, außerdem fahre ich immer wieder gerne nach Hamburg und kenne die Speicherstadt. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen wollte. 
Deshalb reiste ich mit Anja Marschall in die Vergangenheit, nach Hamburg in das Jahr 1896. Gleich zu Beginn erfahre ich jede Menge, was sich später als sehr wichtig heraus stellen sollte. Noch konnte ich nichts miteinander verbinden, aber ich fand es schon mal ausgesprochen interessant und somit wurde ich ziemlich schnell an das Buch gefesselt.
Hauke Sötje muss nach Hamburg und soll dort in einem speziellen Fall ermitteln. Seine Verlobte Sophie hat am Rande ebenfalls damit zu tun. Durch beide erfahre ich so nebenbei auch vieles über das Leben zu der damaligen Zeit, was mich immer wieder fasziniert. Außerdem bekomme ich natürlich auch einen Einblick in den Kaffeehandel und was in der Speicherstadt sonst noch alles passiert. Aber in der Hauptsache wollte ich wissen, was denn nun wirklich passiert ist und wie alles zusammenhängt. Das Ende hat mich dann sehr überrascht, aber auch erfreut. 


Fazit:
Dieses Buch ist bereits das dritte, in dem Hauke Sötje ermittelt und ich hoffe, dass noch weitere folgen werden, die ich ungerne verpassen möchte. Auf jeden Fall gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich kannte bereits das Buch "Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal", das mich vor über 2 Jahren begeistert hat. Ich durfte es als Jurymitglied für den HOMER Literaturpreis lesen.

Samstag, 12. Dezember 2020

Rezension - Bayerisch Kongo


Autor: Lutz Kreutzer

Titel: Bayerisch Kongo

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. März 2014

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 



Über den Autor:
Lutz Kreutzer veröffentlicht sowohl als Verlagsautor wie auch als Selfpublisher Thriller und Spannungsromane und gibt für den Gmeiner-Verlag die Buchreihe "Die gruseligsten Ort in (München, Köln, Hamburg ...)" heraus.  Lutz Kreutzer ist der Veranstalter des Self-Publishing-Day. Er lebt und arbeitet in München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Geophysiker Friedrich Sperber landet auf unkonventionellem Weg beim bayerischen Landeskriminalamt. Sein erster Fall: der Tod eines Afrikaners, der mitten in München mit einer Machete umgebracht wurde. Als zwei weitere bizare Morde im Chiemgau die Ruhe im Voralpenland stören, verdichtet sich die Spur in den Kongo. Sperber stößt bei seinen Ermittlungen auf das begehrte Hightech-Erz Coltan, auf einen mysteriösen belgischen Söldner - und auf Deutsche und Österreicher mit rabenschwarzer Vergangenheit...


Meine Meinung:
Nachdem ich neulich das Buch "Taubenblut" gelesen hatte und feststellen musste, dass ich die Protagonisten Fritz Sperber und Martha Kieninger bis dahin noch nicht kannte, wurde ich neugierig auf dieses Buch. 
Zunächst lernte ich in den ersten Kapiteln alle Personen kennen, die eine wichtige Rolle in diesem Buch spielten. Ich fand es ausgesprochen interessant, entsprach es doch auch dem besonderen Schreibstil von Lutz Kreutzer. Außerdem wurden mir mehrere lose Fäden präsentiert, die sich später zusammenfügten. Der Autor hat mich so richtig an das Buch fesseln können, denn er hat nicht einfach "nur" einen äußerst spannenden Krimi geschrieben, er hat auch sehr brisante Themen eingebunden. Ebenso erhielten die Beteiligten, besonders die beiden Hubers, interessante Charaktere, was zu einem erhöhten Lesevergnügen führte. Ich hatte übrigens überhaupt kein Problem damit, das zweite Buch vor dem ersten zu lesen.


Fazit:
Ein weiterer sehr spannender Krimi, der von Lutz Kreutzer geschrieben wurde. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und gerne gebe ich auch hier eine Leseempfehlung:

Beim Verlag und beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Sonntag, 15. November 2020

Rezension - Riesling und ein Mord


Autorin: Kerstin Lange

Titel: Riesling und ein Mord

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. September 2015

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag




Dies schreibt die Autorin über sich:
Natürlich bin ich nicht nur Autorin und Sprecherin, sondern auch Mensch. Ich lebe mit meinem Mann und unserem Hund in Düsseldorf. In meiner Freizeit gehe ich joggen, koche und esse oft und gerne (ja, es besteht ein direkter Zusammenhang), liebe lange Spaziergänge und lese sehr viel. Man findet mich auf dem Fußballplatz, um den großen Enkel anzufeuern, auf dem Spielplatz, um mit dem kleinen Enkel zu spielen und auf dem Hundeplatz, um unseren Border Collie zu erziehen. Aber noch viel lieber bin ich am Meer.
Kerstin Lange, geboren in Bergneustadt, aufgewachsen im Sauerland, begann nach dem Gymnasium eine kaufmännische Ausbildung und bildete sich zur Bilanzbuchhalterin weiter. Jahrelang arbeitete sie in diesem Beruf, bis sie ihm 2009 den Rücken kehrte. Die Vielzahl an Veröffentlichungen und einige Auszeichnungen zeigen, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hat. Die idyllische Domstadt Speyer liefert ihr den Rahmen für psychologische Krimis rund um den pensionierten Kriminaloberrat Ferdinand Weber, der in seiner Heimatstadt Verbrecher jagt und den örtlichen Kollegen immer eine Nase voraus ist. Sie ist Mitglied der Autorenvereinigungen „Syndikat“ und dem „Bundesverband junger Autoren (BVjA)“.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bei einer Elwedritsche-Jagd im Speyrer Domgarten trifft Kriminaloberrat Ferdinand Weber a.D. auf einen ehemaligen Kollegen aus der Polizeischule. Die Freude über das Wiedersehen wird jedoch jäh getrübt, als in der Nacht Webers Nachbarin überfallen und erstochen wird. Wenig später wird eine zweite Frau getötet, und Weber geht eigenen Spuren nach - denn er befürchtet, dass sein Freund tiefer in den Fall verstrickt ist, als für ihn gut sein kann...


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich neue Krimis entdecke, die nicht nur für Spannung sorgen, sondern mir auch schöne Orte und besondere Gepflogenheiten näher bringen. So lernte ich Ferdinand Weber, Kriminaloberart a.D. aus Speyer kennen und habe einiges über Elwedritsche erfahren 😉
Weber ist verwitwet und hat sehr viel Zeit, deshalb freut er sich über Abwechslungen. Wobei er jetzt nicht unbedingt an Ermittlungen teilnehmen will. Aber was soll er machen, wenn es seine Nachbarin ist, die ermordet wurde und er einiges beobachtet hat, was wichtig sein könnte.
Ich hatte hier einen Krimi, den Kerstin Lange mal ganz anders geschrieben hat, als ich es gewohnt bin. Ich begleite Weber und bekomme nebenbei vieles aus seinem Leben mit. Im Vordergrund steht jetzt nicht die Ermittlungsarbeit der Kommissare, sondern Weber und seine Bekannten. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und ich hatte zunächst einen bestimmten Verdacht, der sich aber als falsch herausstellte. Das Ende hat mich dann sehr überrascht.


Fazit:
Ein etwas anderer Krimi aus der Pfalz, aber sehr unterhaltsam und spannend. Ich fühlte mich an das Buch gefesselt und freue mich schon auf das nächste Buch, in dem Weber wieder mitmischt.

Bei der Autorin möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 3. Oktober 2020

Rezension - Leise rieselt der Tod


Autorin: Uli Aechtner

Titel: Leise rieselt der Tod

Genre: Weihnachtsbuch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. September 2020

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 





Über die Autorin:
Uli Aechtner arbeitete als Journalistin, bevor sie zu schreiben begann. Sie war Reporterin für den französischen Fernsehsender TF1, Nachrichtenmoderatorin beim SWF in Mainz und gestaltete Filmbeiträge für ARD und ZDF. Seit 1992 lebt die eingeplackte Hessin in der idyllischen Wetterau vor den Toren von Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Friede, Freude, Leichenschmaus Weihnachten allein daheim zu sitzen, weil einem der Mann davongelaufen ist? Kommt für Jennifer nicht in Frage. Stattdessen quartiert sie sich bei Tom ein, einem guten Freund und frischgebackenen Landarzt. Doch aus den erhofften ruhigen Feiertagen wird nichts: Erst kündigt seine komplette Familie ihren Besuch an, dann trübt ein Mord die dörfliche Idylle. Als Tom in den Fall verwickelt wird, beginnt Jennifer nachzuforschen – und landet ausgerechnet in einem Weihnachtsflirtkurs für einsame Herzen ...


Meine Meinung:
Als Krimifan freue ich mich natürlich sehr, wenn ich bei meiner Suche nach "Weihnachtsbüchern" einen Weihnachtskrimi finde. Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil mich das wunderschöne Cover sofort angesprochen hat. Es passt auch bestens zum Inhalt.
Jennifer hat keine Lust die Weihnachtstage alleine zu Hause zu verbringen und fährt deshalb zu ihrem besten Freund Tom. Er hat sich als Landarzt in einem kleinen Ort niedergelassen. Es schneit und alles sieht entsprechend idyllisch aus, es könnten schöne gemütliche Tage werden. Wenn... sich nicht die Familie von Tom angemeldet hätte und plötzlich eine Tote vor dem Eingang der Praxis liegen würde.
So kam es, dass Jennifer und ich plötzlich mitten in einem Mordfall steckten. Naja, ich durfte lesen, was Jennifer so alles unternimmt. Ganz leicht hat sie es nicht, neben Schnee kommt Hochwasser dazu, was die Sache erschwert und noch mehr passiert, aber das verrate ich nicht.
Ob da wohl Weihnachtsstimmung aufkommen kann? Die Autorin hat mich mit ihren Wendungen überrascht und außerdem für ein Ende gesorgt, mit dem ich mehr als einverstanden war.


Fazit:
Nicht immer geht es im Advent besinnlich zu. Dafür hat die Autorin gesorgt und mir spannende und auch unterhaltsame Lesezeit beschert. Krimifans werden begeistert sein und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 29. März 2020

Rezension - Dumm gelaufen, Martha



Autor: Erwin Kohl

Titel: Dumm gelaufen, Martha

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. September 2019

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag



Über den Autor:
Erwin Kohl wurde 1961 in Alpen am Niederrhein geboren und hat diese herrliche Tiefebene seither nicht verlassen. Heute wohnt er mit seiner Familie in Alpen. Neben der Produktion diverser Hörfunkbeiträge schreibt Kohl als freier Journalist für die NRZ / WAZ und die Rheinische Post. Grundlage von bislang elf Kriminalromanen und zahlreichen Kurzgeschichten sind zumeist reale Begebenheiten. Die Soziologie der Niederrheiner und ihre vielschichtigen Charaktere bilden häufig den Hintergrund der Geschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein fast perfekter Mord und ein Privatdetektiv, der alles auf eine Karte setzt: treffsicher, ironisch und Niederrhein pur.
Lukas Born, suspendierter Hauptkommissar, lebt als Dauercamper auf einem Campingplatz in Sonsbeck und verdient seine Brötchen mit Privatermittlungen. Als eine Notarsgattin ihn mit der Suche nach ihrem verschwundenen Ehemann beauftragt, deutet zunächst alles auf einen Routinefall hin. Doch dann entdeckt Born den Vermissten im Wald – tief unterm Laub und mausetot. Die Spur führt zu einem der profiliertesten Mordermittler der Region und zu einer ominösen Motorradgang ...


Meine Meinung:
Ich lese ja sehr gerne Krimis und da bevorzuge ich meistens Regionalkrimis. Bei meiner Suche wurde ich auf diesen Niederrhein Krimi aufmerksam und neugierig.
Lukas Born, den suspendierten Hauptkommissar kannte ich bisher noch nicht, ich hatte allerdings kein Problem damit, die Serie mit der dritten Folge zu starten. Wichtige Informationen hat der Autor in diesem Krimi einfließen lassen.
Lukas Born lebt als Dauercamper auf einem Campingplatz, seine Nachbarn beteiligen sich gerne an seinen Ermittlungen. Bisher war es hauptsächlich die Suche nach einem Kater, aber als ein richtig großer Suchauftrag rein kam, waren sie voll dabei. Leider wurde Lukas Born sehr schnell fündig, denn er fand nicht den lebenden Ehemann seiner Auftraggeberin, sondern seine Leiche.
Der Autor Erwin Kohl hat nicht nur den Personen interessante Charaktere zugeordnet, er hat Lukas Born alles in der Ich-Form erzählen lassen. Was für uns Leser oft sehr interessant ist, werden uns damit ja gleichzeitig auch die Gedanken der Person vermittelt. Spannend und mit einer besonderen Prise Humor hat der Autor diesen Krimi geschrieben. Kleine Nebensächlichkeiten sorgen für Spaß, natürlich gefällt es mir immer wieder, wenn auch das Privatleben nicht außen vor bleibt.
Wie immer werde ich nicht weiter auf den Inhalt eingehen, auf jeden Fall fühlte ich mich sehr gut unterhalten und das Ende hat mich zwar nicht so richtig erfreut, aber irgendwie musste ich damit dann doch zufrieden sein.


Fazit:
Ein später Einstieg in eine Folge muss nicht immer gut klappen. Hier war es für mich allerdings so, dass ich bestens klar kam und auf weitere Folgen hoffe. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter.


Übrigens, erworben habe ich das Buch während der leidigen Corona-Zeit. Eine sehr nette Dame von der Buchhandlung "Buch in Bilk 2" liefert die Bücher mit dem Fahrrad aus. Dafür bedanke ich mich recht herzlich.

Freitag, 13. März 2020

Rezension - Wenn die Alpen Trauer tragen



Autorin: Isabella Archan

Titel: Wenn die Alpen Trauer tragen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. März 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag



Über die Autorin:
Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner »Tatort«, in der »Lindenstraße« und in »Diese Kaminskis«, und mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Schräg, schwarzhumorig, ungewöhnlich.
Idyllische Ruhe? Alpenblick? Marillenknödel? Nix da! Mitzi kann's mal wieder nicht lassen. Als eine alte Dame, die Mitzi an ihre Oma erinnert, bei einem Brand ums Leben kommt, schrillen bei ihr alle Alarmglocken. Sie bittet Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe, die tatsächlich auf ein Verbrechen stößt – der einzige Erbe wird verhaftet. Der Fall scheint gelöst. Doch Mitzi findet heraus, dass sich das Opfer von einer geheimnisvollen Weißen Frau verfolgt fühlte. Als ihr nicht einmal Agnes Glauben schenkt und es eine weitere Tote gibt, wagt sie einen gefährlichen Alleingang ...


Meine Meinung:
Schon das erste Buch "Alpen sehen und sterben", in dem Mitzi die Hauptrolle hat, konnte mich sehr begeistern und hier hatte ich nun eine Steigerung. Auf jeden Fall kam es mir so vor.
Mitzi ist keine Ermittlerin oder ähnliches, sie ist eine, allerdings etwas ungewöhnliche, junge Frau, die mitten in einen Mordfall gerät. Sie kann wirklich nichts dazu. Ehrlich! Sie kann aber auch nicht einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen, wenn ihr etwas merkwürdig vorkommt. Tja, so kam es, dass ich als Leserin vieles über die Täterin lesen konnte, aber länger als Mitzi ahnungslos war.
Isabella Archan hat auch diesmal die Geschichte sehr spannend geschrieben. Die Sichtweisen wechselten oft. Ich begleitete die Inspektorin Agnes Kirschnagel, inzwischen eine gute Freundin von Mitzi. Ich beobachtete die Täterin und natürlich war ich an der Seite von Mitzi.
Eigentlich wollte ich nur ein bisschen im Buch lesen, aber dann passierte es wieder. Ich fand einfach keine Stelle, wo ich eine Pause einlegen konnte, denn auf einmal fühlte ich mich extrem an das Buch gefesselt. Also war mal wieder "Nachtschicht" angesagt.  Es hat sich gelohnt! Außerdem gab es eine Situation, mit der die Autorin mir persönlich eine große Freude bereitet hat. Aber ich werde nichts verraten.


Fazit:
Spannung, Spannung, Spannung, na gut, auch etwas Alltagsleben und ein kleines bisschen Romanze gab es ebenfalls. Wer gerne durch das Alpenland reisen möchte, ungewöhnlich Praktiken mag, die helfen, einen Mordfall aufzuklären, der wird seine Freude an diesem Buch haben. Ich empfehle es gerne weiter.  Ich erwähnte ja schon, dass dies das zweite Buch mit Mitzi ist. Nun, jedes Buch ist in sich abgeschlossen, aber es macht doch mehr Spaß beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Rezension - Kohlenwäsche



Autor: Thomas Salzmann

Titel: Kohlenwäsche

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21.November 2019

Seiten: 306

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag



Über den Autor:
Thomas Salzmann wurde 1960 in Pirmasens, Rheinland Pfalz, geboren und studierte in Köln Betriebswirtschaftslehre. Nach mehreren Stationen in der Industrie widmet er sich seit fünf Jahren dem Schreiben. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Mettmann.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Kriminalroman aus dem Herzen des Ruhrgebiets, schnörkellos und herrlich zynisch. Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden – die Essener Kunstszene ist in Aufruhr. Als kurz darauf auch sein Agent ermordet wird, steht Hauptkommissarin Frederike Stier vor einem Rätsel. Auf der Suche nach einem Motiv ermittelt sie zwischen Sammlern und undurchsichtigen Galeristen und kommt dem Täter am Ende näher, als ihr lieb ist.


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf diesen Krimi aufmerksam und neugierig, denn ich lese sehr gerne Regionalkrimis und Krimis, die der Emons Verlag herausbringt. So musste ich dann auch nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen wollte.
Ich lernte Hauptkommissarin Frederike Stier kennen, die es mir allerdings anfangs gar nicht so leicht machte. Mir fiel es sehr schwer, sie ihn mein Leserherz zu schließen. Gründe gab es einige, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte, denn ich müsste sonst zuviel verraten. Außerdem sollte es sich im Laufe der Geschichte ändern und letztendlich konnte ich sie sehr gut leiden und war auch mit dem Ende des Buches sehr zufrieden. Man merkt, ich war sofort mittendrin im Geschehen und die beteiligten Personen waren für mich real, ich runzelte die Stirn, wenn es wieder Situationen gab, in denen es Frederike nicht leicht gemacht wurde. Ich begleitete sie und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Jetzt, wo sie mir sympathisch war, würde der Autor doch nicht auf die Idee kommen und... eine Entscheidung treffen oder sich eine Wendung einfallen lassen, die mir nicht gefallen würde. Bei manchen Autoren kann ich mir wirklich nicht sicher sein. Aber ich erwähnte ja schon, ich war zu frieden.
Thomas Salzmann hat mich mit seinem Schreibstil nicht nur an das Buch gefesselt, er hat mir auch nebenbei einige interessante Informationen zu kommen lassen. Denn wenn ein Künstler ermordet wird, dann bekommt man schon mal die Möglichkeit, hinter einigen Kulissen zu blicken.


Fazit:
Ich freue mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde und mich entschieden habe, es zu lesen. Es war der erste Krimi von Thomas Salzmann und ich bin mir sicher, dass er weitere schreiben wird, die ich auf jeden Fall lesen möchte.


Ich möchte mich vielmals bei Mechthilde Vahsen bedanken, die mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat und dem Autor danke ich für das Rezensionsexemplar

Freitag, 11. Oktober 2019

Rezension - Lasst uns tot und munter sein



Autorin: Elke Pistor

Titel: Lasst uns tot und munter sein

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. September 2019

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag 



Über die Autorin:
Elke Pistor, Jahrgang 1967, studierte Pädagogik und Psychologie. Seit 2009 ist sie als Autorin, Publizistin und Medien-Dozentin tätig. 2014 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Töwerland-Stipendium ausgezeichnet und 2015 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Kurzkrimi« nominiert. Seit 2018 leitet sie das jährliche Autorentreffen skriva.de. Elke Pistor lebt mit ihrer Familie in Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mörderische Weihnacht überall!
Beschauliche Adventszeit? Von wegen! Für Immobilienmakler Korbinian Löffelholz läuft es gerade richtig schlecht. Er muss noch vor Heiligabend eine alte Dorfvilla verkaufen, sonst ist er seinen Job los. Dumm nur, dass der Mieter der Villa erschlagen im Arbeitszimmer liegt – Hauptverdächtiger: Korbinian. Zum Glück schneidet ein Schneesturm das Dorf von der Außenwelt ab, und die Polizei kommt nicht durch. Um seine Unschuld zu beweisen, macht sich Korbinian selbst auf die Suche nach dem wahren Mörder. Zu spät erkennt er die Gefahr, die hinter der weihnachtlichen Idylle lauert.


Meine Meinung:
Spannung im einem Weihnachtsbuch, geht das? Spannung und weihnachtliche Stimmung, ist das möglich? Ich sage ja, wenn eine Autorin einen Weihnachtskrimi schreibt. Das hat Elke Pistor gemacht und somit bewiesen, dass es im Advent nicht immer nur beschaulich rührselig zugehen kann. Eigentlich wollte Korbinian Löffelholz nur ein Exposé für eine Villa fertig machen, damit die Villa auf dem Immobilienmarkt entsprechend zum Kauf angeboten werden kann. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass er dort jede Menge Leute vorfindet, die das nicht gut finden und gerade für eine Aufführung zu Weihnachten proben. Noch weniger hat er damit gerechnet, dass es einen Toten gibt und er der Hauptverdächtige ist. Was er alles so unternimmt, hat die Autorin sehr gut beschrieben und es auch sehr spannend gemacht. Ich selber stand vor dem Rätsel, wer denn nun der Täter war und verfolgte ganz gespannt, was so alles unternommen wurde. Dabei lernte ich mit Korbinian die unterschiedlichsten Personen kennen und konnte sehen, wie einige Wandlungen durchmachten. Mehr werde ich dazu aber nicht verraten.
Ich war mal wieder an das Buch gefesselt, war furchtbar neugierig und bin mit dem Ende dann auch zufrieden gewesen.


Fazit:
Es klappt, Spannung und weihnachtliche Stimmung kann bestens kombiniert werden. Wer also nach einem kriminellen Weihnachtsbuch Ausschau hält, wird hier das richtige gefunden haben. Ich empfehle es gerne weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 28. Mai 2019

Rezension - Mallorca bis in alle Ewigkeit



Autor: Klaus Späne

Titel: Mallorca bis in alle Ewigkeit

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Mai 2019

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag



Über den Autor:
Klaus Späne, Jahrgang 1959, ist als Redakteur der Frankfurter Neuen Presse tätig. Mit Mallorca und den Balearen verbindet ihn eine lange und persönliche Geschichte. Er hat auf Mallorca gelebt und gearbeitet und kennt die Eigenheiten und Schattenseiten der Insel.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Schatten über der Sonneninsel Chefinspektor Pau Ribera von der spanischen Nationalpolizei steht vor einem Rätsel: Auf dem Zentralfriedhof in Palma wird ein Journalist tot aufgefunden. Hat hier womöglich jemand eine alte Rechnung beglichen? Seine Ermittlungen führen Ribera zurück in die Zeit des Spanischen Bürgerkrieges und tief in die Vergangenheit der Insel. Dabei wird ihm schnell klar, dass sich hinter der schönen Fassade Mallorcas ein düsteres Geheimnis verbirgt.


Meine Meinung:
Seit ich vor ein paar Jahren Urlaub auf dieser wunderschönen Insel gemacht habe, freue ich mich immer wieder, wenn ich Krimis finde, deren Handlung auf der Insel angesiedelt ist.
Inzwischen wissen doch einige, dass es auf dieser beschaulichen Insel, die als Urlaubsziel bei den Deutschen sehr beliebt ist, auch in der Vergangenheit einige Ereignisse gab, die manche gerne vergessen würden bzw sich wünschten, dass sie nicht ans Licht kommen
In den 60er und 70er Jahren,wenn nicht sogar schon früher, haben viele Deutsche ihren Wohnsitz dorthin verlegt oder einfach nur preiswert Feriendomizile gekauft. Leider haben einige eine unrühmliche Vergangenheit, mit der Chefinspektor Pau Ribera sich auseinandersetzen muss, als auf  einem Friedhof eine ermordete Person gefunden wird und er die Ermittlung übernehmen muss.
Klaus Späne hat es sehr spannend geschrieben, denn ich hatte lange keine Ahnung, wer der Täter gewesen sein könnte, es gab genügend verdächtige Personen.
All zuviel habe ich über das, in der Kurzbeschreibung erwähnte, düstere Geheimnis nicht erfahren, für mich spielte es nur am Rande eine Rolle, aber interessant war es schon, wie der Autor vergangene Geschehnisse eingebunden hat.


Fazit:
Ein gelungener spannender Mallorcakrimi, den ich gerne weiterempfehle.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 17. April 2019

Rezension - Die Alpen sehen und sterben


Autorin: Isabella Archan

Titel: Die Alpen sehen und sterben

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. März 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag




Über die Autorin:
Nach vielen Jahren als Schauspielerin an Staats- und Stadttheatern in Österreich, der Schweiz und Deutschland lebt und arbeitet Isabella Archan heute freiberuflich in Köln. Hier begann auch ihre Laufbahn als (Krimi-)Autorin. Neben dem Schreiben ist die gebürtige Grazerin immer wieder im TV zu sehen, u.a. im Kölner 'Tatort' und in der 'Lindenstraße'. Ihre MordsTheaterLesungen zu ihren Krimis erfreuen sich großer Beliebtheit.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Killerjagd mit Alpenblick
Ein kaltblütiger Mord im idyllischen Kufstein. Die einzige Zeugin ist Mitzi, eine naive junge Frau. Was sie zunächst aus der Bahn wirft, übt bald eine düstere Faszination auf sie aus, und sie kommt dem Täter immer näher. Kann die ehrgeizige Inspektorin Agnes Kirschnagel, die mit der Aufklärung des Falls betraut ist, ihr trauen? Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Menschen sterben. Und der Killer findet immer größeren Gefallen an der »MörderMitzi«.


Meine Meinung:
Puh, war das Buch spannend. Ich brauchte am Ende erst mal ein paar Minuten, um mich wieder zu beruhigen. Denn es wurde immer spannender und kurz vor dem Schluss hatte ich immer noch keine Ahnung, wie es ausgehen wird. So ungewöhnlich, wie das Buch geschrieben wurde, hätte es auch ein ganz überraschendes Ende haben können. Wobei, es war überraschend, aber so, dass es mir gefallen hat. Glück gehabt, also ich und noch jemand, aber mehr verrate ich nicht.
Isabella Archan hat hier einen ganz besonderen Schreibstil gehabt. Ich habe als Leserin ja oft schon etwas über den Täter lesen können, seinen Taten und Gedanken konnte ich folgen, wusste aber selten, wer es denn nun ist. Das Geheimnis wurde erst am Ende gelöst.  Hier war es anders, ich lernte den Täter so richtig kennen und Mitzi ebenfalls. Aber mehr verrate ich darüber nicht.
Auf jeden Fall hat mich die Autorin sehr an das Buch gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt und endet. Ich kam fast in die Versuchung, die letzten Zeilen zu lesen, nur um zu wissen, ob... nein, auch das verrate ich nicht.
Die Autorin hat vielen Beteiligten besondere Charaktere zugeordnet und netterweise am Schluss auch einige österreichische Begriffe erläutert. Allerdings hat Mitzi zwischendurch immer wieder dafür gesorgt, dass wir Leser nicht rätseln mussten.


Fazit:
Unterhaltsam, spannend, ungewöhnlich und sehr interessant, das alles hat die Autorin in diesem Krimi vereint. Mir hat es das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter.


Beim Verlag und bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 12. April 2019

Rezension - KaterMinator - Ein Katz und Maus Krimi - iCats


Autorin: Kerstin Fielstedde

Titel: KaterMinator - ein Katz und Maus Krimi - iCats

Genre: Tierkrimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. März 2019

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag




Über die Autorin:
Kerstin Fielstedde wurde in Wolfsburg geboren. Nach dem ­Abitur machte sie mit Auszeichnung ihr Diplom an der FH ­Münster als Designerin. Nach einer leitenden Funktion in drei Werbeagenturen als Art- und Kreativ-Direktorin wagte sie 1994 mit ­ihrer eigenen Agentur, profiel Werbemanagement, den Schritt in die Selbstständigkeit. Seit 2014 ist sie zudem ­geschäftsführende ­Gesellschafterin des profiel Instituts für identitätsbasierte ­Markenführung in Bremen. Sechs Monate, nachdem sie und ihr Mann Katzen-Zuwachs ­bekommen hatten, begann sie, inspiriert von Ian und Inghean ihren ersten Roman „iCats Kamikatze“ zu entwickeln. Neben dem Schreiben gehören Motorrad fahren, tauchen, Squash und reisen zu ihren Hobbys – und natürlich Katzen kraulen, ­Katzen-Klickertraining … und wurden eigentlich schon die Katzen erwähnt?


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einer spektakulären Befreiungsmission verfolgen bewaffnete Jäger der Tierversuchsanstalt das iCats-Team. Die Truppe findet Unterschlupf bei der strenggläubigen Freimaunzer Sekte, die von Djann Dark angeführt wird. Die als Göttin verehrte Leitkatze schmiedet dort ihre ganz eigenen finsteren Pläne. Kater Ian und Ziehsohn Schneuzi riechen den Braten und türmen heimlich. Prompt geraten sie in die Fänge der NSA, den Bluthunden der Nachtragendsten Schnüffler Amerikas. Das restliche iCats-Team nimmt den Kampf auf. Kann es die Kater vor brutalsten Verhörmethoden retten?


Meine Meinung:
Nachdem ich die erste Folge der Trilogie gelesen hatte, war klar, dass ich wissen wollte, wie es weiter geht und deshalb freute ich mich, als ich dann dieses Buch in der Hand hielt.
Auch diesmal hat die Autorin für reichlich Spannung gesorgt und mich gleichzeitig begeistern können. Es waren so Kleinigkeiten, die sie in die Geschichte aufgenommen hatte und die mir besonders gut gefielen. NSA, jeder stellt sich darunter eine bestimmte Organisation vor, aber hier sind es die Nachtragendsten Schnüffler Amerikas und was fällt Euch zu BND ein? Nun, hier ist es der Bund Neugieriger Dobermänner. Solche Wortspielereien gefallen mir und es kommen im Buch noch einige vor, die ich hier aber nicht alle aufführen möchte.
Schon im ersten Buch haben mich die Tiere begeistert, die zur Truppe der Katzenagentin Indy gehören und die Begeisterung war in diesem Buch wieder da. Wobei ich erwähnen möchte, dass alle, die dieses Buch lesen möchten, unbedingt vorab das erste lesen sollten, denn sonst fehlen einige Zusammenhänge. Außerdem erwähnte ich es ja schon, es ist eine Trilogie und offene Fragen, die sich mir am Ende stellten, werden dort hoffentlich beantwortet werden.


Fazit:
Ein tierisch spannender Krimi, der mich begeistert hat und wo ich jetzt voller Ungeduld auf die Fortsetzung warte. Aber allen anderen empfehle ich auf jeden Fall, die beiden ersten Bücher zu lesen.


Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 15. Februar 2019

Rezension - Niederbayerische Göttinnen


Autorin: Ingrid Werner

Titel: Niederbayerische Göttinnen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Juni 2016

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag




Das schreibt die Autorin über sich:
Bereits im zarten Alter von 11 Jahren versuchte ich mich an einem Kinderbuch. Es ging um Abenteuer auf einem Floß (anscheinend hatte ich gerade Huckleberry Finn gelesen) und einen grünen Laubfrosch. Aber über die ersten Kapitel kam ich nie hinaus.
In der Pubertät dann Gedichte. Klar, wer schreibt die nicht in dieser Zeit! Aber das war auch nur eine Phase, die sich irgendwann selbständig beendet hatte. Deshalb ergriff ich folgende Berufe: Bankkauffrau, Juristin, Mutter von drei Töchtern, Entspannungspädagogin, Heilpraktikerin und freischaffende Malerin.
Erst viele Jahre später wurde ich wieder zum Schreiben inspiriert. Die kommunalpolitischen Querelen in meiner Wahlheimat Bad Griesbach erhitzten mein Gemüt. Der Stadtplatz sollte saniert werden und dieses Projekt war in der Bevölkerung nicht unumstritten. Weil mir das Schreiben von Leserbriefen nicht mehr genügte, entwickelte ich eine Geschichte von einem fiktiven Ort im Rottal, in dem Ähnliches passierte, die Bürger aber gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Sozusagen ein heilsames Märchen für mich. Da ich aber keine Märchentante bin, wurde es wegen meiner Vorliebe für Krimis ganz von alleine ein Kriminalroman. Ein prophetischer noch dazu! Denn kaum war das Buch fertig und beim Verlag, wurde auch in der Realität eine Bürgerinitiative gegründet. Ich habe – wenn man so will – energetisch den Weg dafür bereitet. Der Krimi fand sowohl in Bad Griesbach als auch außerhalb großen Anklang. Schließlich wurde er in unserer Buchhandlung öfter als Harry Potter verkauft. (Weltweit habe ich ihn leider noch nicht eingeholt. Aber ich arbeite daran.)


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Rottal steht kopf: Eine im Wald vergrabene Leiche wirbelt fünfzig Jahre alten Staub auf. Dann wird ein weiterer Toter gefunden; der Mann wurde erstochen. Was haben die beiden Todesfälle miteinander zu tun? Schräge Vögel und dubiose Verdächtige: Karin Schneider stößt auf eine heiße Spur, und ihr wird klar, dass sie diesen Fall nur auf keltische Art lösen kann . . .
Sympathisch-urige Figuren, unorthodoxe Ermittlungen und keltische Göttinnen – ein herrlicher Krimispaß!


Meine Meinung:
Bisher hatte ich von der Autorin noch keinen Krimi gelesen und hatte dann zufällig Band 4 einer Serie in der Hand. Allerdings sollte es kein Problem sein, ich musste die anderen nicht kennen, denn ich kam sehr schnell rein ins Thema. Zumindest, was Karin und ihre Familie betraf.
Wie der Zufall es wohl so will, stolpert Karin, die Protagonistin nicht zum ersten Mal über eine Leiche. Wenn sie geahnt hätte, was die Suche nach dem verlorenen Ohrring so nach sich zieht....
Die Autorin hat sich eine interessante und spannende Geschichte rund um die alten Kelten einfallen lassen. Allerdings war ich mir nicht sicher, was ich von Karin halten soll, nicht immer war ich mit ihrem Verhalten einverstanden. Auch haben mich die vielen Personen verwirrt, vor allem wie sie zueinander standen. Falls es anderen auch so geht, möchte ich erwähnen, dass es am Ende des Buches unter anderem ein Personenverzeichnis gibt. Für mich wäre es am Anfang hilfreich gewesen.
Auf jeden Fall war ich sehr neugierig und wollte unbedingt wissen, wer denn nun der Täter war und sollte einige überraschende Wendungen erleben.


Fazit:
Es war interessant, Karin und ihre Freunde kennen zu lernen. Auch ihre Art, wie sie den Kommissaren "hilft", was denen nicht so gut gefällt.  Ich fand den Krimi ganz unterhaltsam und war über einige Erklärungen am Ende des Buches sehr dankbar. Mir war nicht bewusst, wo wir überall Keltensiedlungen hatten.


Ich möchte mich vielmals bei der Autorin und beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.