Donnerstag, 15. März 2018

Rezension - Mordsfinale



Autorin: Ulrike Busch

Titel: Mordsfinale

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. März 2018

Seiten: 204

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant Verlag



Über die Autorin:
Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürt Ulrike Busch, seit sie denken kann. Fasziniert von der Landschaft Norddeutschlands zog die Autorin 1986 aus ihrer Geburtsstadt Essen nach Hamburg. Auf dem nord- und ostfriesischen Festland, den Inseln und Halligen ist sie seitdem fest verwurzelt. Viele Jahre war die studierte Sprachwissenschaftlerin als selbständige Texterin und Technische Redakteurin tätig. 2013 entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: das Schreiben von Krimis die natürlich in Norddeutschland spielen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein mysteriöser Todesfall sorgt im idyllischen Greetsiel für Schlagzeilen. In der Seniorenresidenz „Haus Friesenglück“ wird eine ältere Dame leblos in der Badewanne aufgefunden. Ein Föhn lag im Wasser, und schnell diagnostiziert der Arzt des Hauses Selbstmord. Doch es gibt viele Unstimmigkeiten, Fenna Stern und Tammo Anders von der Kripo Greetsiel ermitteln. Schon bald finden sie heraus: Es war nicht der erste rätselhafte Tod im „Friesenglück“ ...
Immer mehr Indizien deuten auf Mord, doch wer hat ein Motiv? Spielt eine der Seniorenbegleiterinnen Schicksal? Oder steckt gar Seniorenheim-Besitzer Pinkas von Finkenstein dahinter? Das neuere und luxuriösere „Friesenglück“ ist eine unerwünschte Konkurrenz für seine „Residenz Frisia“. Die Kommissare haben keine Zeit zu verlieren, denn niemand weiß, wann der nächste Mord geschieht …


Meine Meinung:
Fenna Stern und Tammo Anders von der Kripo Greetsiel bekommen wieder einiges zu tun. Beinahe hätten sie allerdings ein ruhiges Wochenende gehabt. Aber die Freunde von Tammos Onkel, gerade neu eingezogen in der Seniorenresidenz, finden das Verhalten des Arztes und der Hausdame merkwürdig und melden es.  Und keiner hat damit gerechnet, was nun alles aufgedeckt wird.

Ulrike Busch schafft es immer wieder, mich mit ihren Krimis an das Buch zu fesseln. Ich konnte es nicht zur Seite legen und habe es, mal wieder, sehr zügig durchgelesen. Für reichlich Spannung hat sie gesorgt und ich wusste lange Zeit nicht, wer denn nun der Täter ist. Ganz aufgeregt wurde ich gegen Ende des Buches, denn da geschah etwas, was mein Herz zum Klopfen brachte und ich dachte, hoffentlich geht das alles gut aus. Wie es nun geendet hat, verrate ich natürlich nicht.

Dieses Buch ist inzwischen das fünfte, in denen Fenna und Tammo ermitteln und ich sie begleite. Mir gefällt es ja auch immer wieder, die Ermittler privat anzutreffen und nicht nur sie, ich freue mich auch jedes Mal über den Onkel und seine Freunde. Diesmal steht eine große Hochzeit bevor, die dann auch das krönende Ende dieses Buches sein wird und mich neugierig auf die nächste Folge macht.

Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und ich weiß, dass ich schon aus diesem Grund zu dem Buch greifen würde, wenn ich nicht sowieso schon die Absicht gehabt hätte. es zu lesen.


Fazit:
Fans der Kripo Greetsiel können sich freuen. Eine spannende Lektüre erwartet sie und ich empfehle das Buch auch sehr gerne weiter.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte.

Dienstag, 13. März 2018

Rezension - Tödlicher Bienenstich


Autorin: Auerbach & Auerbach

Titel: Tödlicher Bienenstich

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. März 2018

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein



Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.
Als erste Hälfte des Autorenduos Auerbach & Keller begeisterte sie bereits mit ihren Pippa-Bolle-Krimis die Leserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Pippa Bolle braucht einen Neuanfang. Als Imker Thilo Schwange sie um Hilfe mit seinen Bienenvölkern bittet, zögert sie nicht lange und reist in den Rheingau. Nun heißt es für sie: Bienen hüten im Luftkurort Lieblich. Doch die Idylle hält nicht lange an. Eine ominöse Biotechnologiefirma will sich in dem beschaulichen Örtchen einnisten und sorgt für reichlich Zündstoff unter den Dorfbewohnern. Der Kampf wird mit harten Bandagen geführt, da kann ein Bienenstich schon mal tödliche Folgen haben ... Gut, dass Pippa da ist, um Licht ins Dunkel zu bringen.


Meine Meinung:
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies erst das dritte Buch ist, das ich über Pippa Bolle lese. Dabei haben mich doch alle so begeistert. Auf der anderen Seite zeigt es mir aber auch, dass ich problemlos verschiedene Folgen lesen kann und mich schnell in die Geschichte reinfinde.

Diesmal reist Pippa Bolle ins schöne Rheingau und eigentlich soll sie dort auf die Freundin ihres Geschäftspartners achten und sich um seine Biene kümmern, während er zu Lehrgängen fährt.
Allerdings kommt zur Überraschung von Pippa alles anders und sie befindet sich mitten in einem Zwist der Dorfbewohner.

Die Autorin stellt Pippa vor schweren Aufgaben und gemeinsam mit Pippa erfahre ich einiges über Bienen und muss mich mit einem Problem, das viele Dörfer haben, auseinander setzen. Wobei es hier nicht nur im die Abwanderung junger Leute und fehlende Infrastruktur geht. Aber darüber will ich nicht zu viel verraten.
Auf jeden Fall hat mich die Autorin  an das Buch gefesselt, es ließ sich aber auch wunderbar flüssig lesen. Das begeistert mich natürlich sehr, denn wenn ich so richtig neugierig auf die Entwicklung bin, dann möchte ich das Buch auch zügig lesen.

Pippa und auch ihre Freunde waren mir sehr sympathisch, was ich jetzt nicht von allen Dorfbewohnern sagen kann. Allerdings war es äußerst interessant sie alle zu beobachten.
Was soll ich sagen, Pippa hat es natürlich geschafft, dass alles ein gutes Ende nahm, wobei einige andere auch nachgeholfen haben, was mich gefreut hat. Aber am allermeisten hat mir eine Feier am Ende des Buches gefallen. Ich bekam das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht raus. Diese Feier hat alles abgerundet, was vorher nicht so gut gelaufen ist.


Fazit:
Pippa Bolle und ihre Freunde haben nicht nur eine Sache auflösen können, es gab zum Schluss jede Menge Erklärungen und Antworten auf Fragen, die sich viele Beteiligte gestellt haben. Spannend, unterhaltsam und humorvoll, alles war da und hat mir gefallen, weshalb ich gerne eine Leseempfehlung gebe.


Beim Verlag und NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Abenteuer der Cluny Brown


Autorin: Margery Sharp

Titel: Die Abenteuer der Cluny Brown

Genre: Historisch, Roman

Version: eBook und gebunden

erschienen: 9. März 2018

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Eisele Verlag




Über die Autorin:
Margery Sharp, 1905 in Salesbury geboren, verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in Malta. 1914 kehrte sie nach England zurück und nahm als eine der ersten Frauen an einem Debattier-Wettbewerb in den USA teil. Ihre ersten Erzählungen veröffentlichte sie im Alter von 21 und schrieb u.a. für Harper's Bazaar, Ladies' Home Journal und Good Housekeeping. Für ihren ersten Roman, Rhododendron Pie, brauchte sie nur einen Monat, er erschien 1930. Cluny Brown, einer ihrer erfolgreichsten Romane, wurde 1946 in Hollywood von Ernst Lubitsch unter dem Titel Cluny Brown auf Freiersfüßen verfilmt. In ihrer langen Karriere schrieb sie 26 Romane für Erwachsene, zahlreiche Erzählungen, einige Bühnenstücke und 14 Kinderbücher. Viele ihrer Werke erwiesen sich als internationale Bestseller, am bekanntesten ist wohl der Walt-Disney-Zeichentrickfilm Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei (1977), der auf Sharps Jugendroman Bianca und ihre Freunde (The Rescuers, 1959) basierte. Margery Sharp starb 1991 in Aldeburgh, Suffolk.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Cluny Brown begeht einen Fauxpas nach dem anderen. Erst nimmt sie ihren Nachmittagstee im Ritz, dann bleibt sie einen ganzen Tag Orangen essend im Bett. Sie weigert sich schlicht, den ihr zugewiesenen gesellschaftlichen Platz einzunehmen. Um sie zur Vernunft zu bringen, schickt ihr Onkel, seines Zeichens Klempner und Erziehungsberechtigter der Waise Cluny Brown, sie als Stubenmädchen in eine aristokratische Familie aufs Land. Auf dem Herrensitz Friars Carmel in Devonshire begegnet Cluny ihren Vorgesetzten Sir Henry, dem Inbegriff eines englischen Landadeligen, und seiner Gattin Lady Carmel, die mit Charme und Souveränität die Geschicke des Anwesens lenkt. Ihr Sohn Andrew lernt derweil in London einen polnischen Schriftsteller kennen und bringt ihn mit nach Friars Carmel, um ihn vor den Gefahren des drohenden Krieges zu schützen. Und dann sind da noch Andrews schöne Freundin und der altmodische Dorfapotheker. Während alle versuchen, mit den Herausforderungen einer sich rasend schnell verändernden Welt Schritt zu halten, bleibt Cluny einfach Cluny und steckt die anderen mit ihrer ungetrübten Lebenslust an ...


Meine Meinung:
Ich lese ja gerne historische Bücher, die allerdings meist von Autoren geschrieben werden, die in dieser Zeit leben. Hier hatte ich mal etwas ganz anderes. Die Autorin wurde 1905 geboren und hat dieses Buch anscheinend im Jahr 1944 geschrieben. Da hatte ich ja mal eine ganz andere Sichtweise auf die Geschehnisse und das machte mich besonders neugierig.

Protagonistin ist Cluny Brown, eine junge Frau, die im Jahr 1938 zwanzig Jahre alt war und ihren Onkel etwas überforderte. Kurzentschlossen haben er und seine Schwester dafür gesorgt, dass sie auf dem Land eine Stellung als Dienstmädchen findet.
Die Autorin hatte einen sehr interessanten Schreibstil und ich gehe davon aus, dass bei dieser neuen überarbeiteten Übersetzung dies berücksichtigt wurde und sie damals wirklich so geschrieben hat.
Eindrucksvoll schilderte sie, wie das Leben zu der damaligen Zeit sich abspielte. Ganz unkonventionell gab sich Cluny, wobei dabei es auch reichlich Naivität gab. Aber auch alle anderen Beteiligten waren recht interessant. Die Autorin hat uns einen kurzen Zeitraum angeboten, in dem ich allerdings erkennen konnte, dass viele an der großen Politik nicht interessiert waren oder auch die Augen davor verschlossen. Auf jeden Fall fand ich es sehr aufschlussreich, wie sich die einzelnen Personen so verhalten haben, wobei es auch ein Hauch Kitsch gab, was jetzt aber nicht abwertend sein soll. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und war dann auch über das Ende mehr als überrascht. Aber darauf möchte ich hier nicht näher eingehen.


Fazit:
Das Buch wird beworben mit der Bezeichnung: "Eine charmante literarische Wiederentdeckung" dem kann ich zustimmen und gebe gerne eine Leseempfehlung.  Unterhaltsam und interessant fand ich meinen Ausflug mit diesem besonderen Buch.

Ich möchte mich vielmals beim Verlag und NetGalleyDe für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - The Wedding Project


Autorin: Johanna Danninger
Autorin: Greta Milán

Titel: The Wedding Project

Genre: Frauenroman, Humor, Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. März 2018

Seiten: 339

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montlake Romance 



Zum ersten Mal begegnet sind sich die Autorinnen Johanna Danninger und Greta Milán bei der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2014, bei der beide Autorinnen ihre Debütromane »Vorhofflimmern« und »Julis Schmetterling« mit ihrem Verlag Montake Romance vorstellten. Seither unterstützen sich die beiden gegenseitig in diversen Schreibprojekten. Die Idee für ein gemeinsames Buch entstand im Frühjahr 2017. Knapp ein Jahr später präsentieren sie mit »The Wedding Project« ihren ersten Roman als Duo.

Schon als Kind wollte Greta Milán einen kreativen Lebensweg einschlagen. Zum Schreiben kam sie trotzdem eher zufällig. Seit ihrem erfolgreichen Debüt 2013 arbeitet die gebürtige Thüringerin als freie Autorin. Ihr Fokus liegt dabei auf gefühlvollen Dramen und Liebesromanen. Außerdem veröffentlicht sie unter dem Pseudonym Isabelle Voltaire humorvolle New Adult Romane.

Johanna Danninger, geboren 1985, lebt mit ihrem Mann, einem Hund und zwei Katzen, umringt von Wiesen und Feldern im schönen Niederbayern. Schon als Kind dachte sie sich in ihre eigenen Geschichten hinein. Seit sie 2013 den Schritt in das Autorenleben wagte, kann sie sich ein Leben ohne Tastatur und Textprogramm gar nicht mehr vorstellen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Niemals hätte Claire gedacht, eines Tages einen Wildfremden vor laufender Kamera zu heiraten. Ebenso wenig hätte John es je für möglich gehalten, für eine simple Wette so weit zu gehen. Und dennoch finden sich die beiden unversehens vor dem Traualtar wieder. Bei einer Fernsehshow, in der zwei Paare herausfinden sollen, ob eine Ehe auf den ersten Blick funktionieren kann. Claire und John sind sich einig – sie wollen diese Show unbedingt gewinnen. Dumm nur, dass sie sich absolut nicht ausstehen können. In ihrem Ehealltag fliegen von Anfang an die Fetzen. Oder sind es vielleicht doch eher die Funken?


Meine Meinung:
Von Johanna Danninger hatte ich bisher erst ein Buch gelesen und von Greta Milán noch gar keines. Deshalb war ich auf dieses gemeinsame Werk der beiden besonders neugierig. Zumal die Kurzbeschreibung mir auch ein kurzweiliges Lesevergnügen versprach.
Und es ging gleich los, zu gerne hätte ich das Hochzeitskleid von Claire gesehen, obwohl es bestens beschrieben war und ich es durchaus vor Augen hatte. Aber einen echten Blick hätte ich mir mal gegönnt.  Überhaupt die Idee mit dieser Hochzeitsshow fand ich sehr originell. Ich meine, ich habe reichlich Bücher gelesen, in denen sich zwei Menschen begegnen, die sich nicht ausstehen können und dann doch den Weg zueinander finden. Aber hier war es mal ganz anders.
Ich verrate hier ja nicht zuviel, weil es ja bereits in der Kurzbeschreibung erwähnt wurde. Zwei Paare lassen sich vor laufender Kamera trauen und haben es sich zum Ziel gesetzt, am Ende den großen Gewinn einzustreichen. Klar war für mich, dass ich zu Claire und John halte, die mir sofort sympathisch waren, obwohl ich beim Lesen  manchmal  böse geguckt habe, weil sie sich in meinen Augen so doof verhalten haben. Aber das gehörte natürlich dazu, denn nicht umsonst haben die beiden Autorinnen ihren Beteiligten so interessante Charaktere gegeben und dafür gesorgt, dass zumindest Claire und John einige Päckchen zu tragen hatten.
Ich finde die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen ist hervorragend gelungen. Der Schreibstil hat es mir ermöglicht, dass ich das Buch zügig und in einem Rutsch lesen konnte. Und wer jetzt meint, dass dies ein einfaches leichtes Buch ist, dem möchte ich doch verraten, dass es einige ernste Themen gab, die hier eingebunden wurden. Vertrauen, Mut, für seinen Traum einstehen und endlich an sich selber glauben, das alles spielte eine große Rolle.


Fazit:
Wie ich bereits erwähnte, hat mir das Buch sehr viel Lesevergnügen beschert. Mit der Entwicklung und dem Ende war ich mehr als zufrieden, einiges konnte ich ja voraussehen, aber manchmal überraschen mich die Autoren ja mit anderen Ideen, die nicht meinen Vorstellungen entsprechen. Hier war alles so, wie ich es auch gerne lesen wollte. Deshalb gebe ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.

Ich möchte mich beim Verlag und NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 11. März 2018

Autoreninterview - Julia Drosten

Julia und Horst Drosten mit Malte*



Liebe Julia, lieber Horst,
ich freue mich, dass ihr Euch die Zeit nehmt und mir einige Fragen beantwortet.  Als ich mich auf diesen Beitrag vorbereitet habe, stellte ich fest, dass wir im Oktober 2014 zum ersten Mal Kontakt zueinander aufgenommen hatten.  Das heißt, ich bin irgendwie auf das Buch „Die Löwin von Mogador“ aufmerksam gemacht worden und habe es mit Begeisterung gelesen. Oft sende ich den Autoren einen Link zu  meiner Rezension. Das war damals der Fall und seitdem haben wir uns öfter gesehen, was ich auch ganz toll fand. Gerade unsere Gespräche  und unseren Austausch fand ich sehr erfrischend.

Unser erstes Treffen fand im September 2015 in Düsseldorf statt. Geplant war ein größeres Treffen, aber am Ende war es eine kleine feine Runde und wir konnten uns wunderbar zu allen möglichen Themen austauschen. Nun könnte man ja meinen, es gibt von meiner Seite aus nichts mehr zu fragen, aber dem ist nicht so und ich wiederhole mich auch gerne, denn jetzt haben wir die Möglichkeit, dass wir mehr Interessierte an unserem Austausch teilhaben lassen können


Und nun habe ich mich genug mit der Vorrede aufgehalten und lege endlich los.

Julia und Horst, Ihr habt Euch vor ein paar Jahren kennen gelernt und zueinander gefunden. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, gemeinsam Bücher zu schreiben?

Wir haben ziemlich schnell festgestellt, dass schon lange jeder von uns den Wunsch hatte, zu schreiben. Als wir uns kennenlernten durchlebten wir gerade schwierige Zeiten. Also haben wir uns zusammengesetzt und unsere Geschichten aufgeschrieben. Das war wie eine Therapie. Wir sind dann beim Schreiben geblieben, aber bis jetzt überwiegend von historischen Romanen.



Hat jeder von Euch vorher schon etwas geschrieben?

Julia: Als Kind Pferdecomics
Horst: Als Jugendlicher Liedtexte


Woher kommen die Ideen?

Die Ideen finden uns. Wir hören, sehen oder lesen etwas. Manchmal ergibt sich eine Idee aus einem Gespräch, wenn der Gesprächspartner etwas Bemerkenswertes oder Komisches erzählt, manchmal sehen wir eine Doku im Fernsehen zu einem historischen oder zeitgenössischen Thema. Unsere ersten drei Romane waren Auftragsarbeiten, bei denen der ungefähre Rahmen vom Verlag vorgegeben war.


Kann es sein,  dass beim Schreiben auch schon Ideen für ein weiteres Buch auftauchen? Oder konzentriert Ihr Euch ganz und gar auf das, was gerade geschrieben wird.
Durch die Recherche können wir schon auf eine Idee für ein anderes Projekt stoßen. Die notieren wir dann und heben sie auf, um sie vielleicht irgendwann umzusetzen.


Wenn Ideen kommen, wie werden sie festgehalten, in einem Ideensammelbuch oder ähnliches?

Wir haben eine Ideenliste auf unserem PC.


Die Handlungen Eurer Bücher spielen ja meist in der Vergangenheit, habt Ihr schon mal überlegt, ob Ihr mal in einem ganz anderen Genre  schreiben möchtet, zum Beispiel einen Krimi?

Der Gedanke taucht immer wieder auf. Horst möchte gerne ein Kinderbuch schreiben, Julia zeitgenössische gesellschaftsrelevante Themen aufgreifen. Im Moment fehlt dafür leider die Zeit.


Ich finde es klasse, wie Ihr Euch auf Eure Bücher vorbereitet. Ihr macht tolle Recherchereisen während Eures Urlaubs. Könnt Ihr Euch denn dabei auch etwas erholen?

Bei den Recherchereisen konzentrieren wir uns auf unsere Recherche. Das finden wir sehr interessant und fesselnd. Erholen können wir uns sehr gut zuhause in unseren Schreibpausen.


Ihr habt ein Buch geschrieben, dass in der Gegenwart spielt, darauf hat Horst sich ja ganz besonders vorbereitet, möchtest Du uns darüber ein bisschen mehr berichten?

Horst: Ich habe einen Imkerkurs für das Buch gemacht. Ich habe unheimlich viel gelernt und die Problematik, die Bienen in unserer Welt haben viel deutlicher begriffen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die kurze Zeit, die ein Bienenvolk nur hat, um zu sammeln und sich zu vermehren. Sie dauert nur von April bis August.


Habt Ihr als Kinder auch schon Bücher gelesen und wenn ja, welche?

Horst: Abenteuerromane wie Die Schatzinsel und Robinson Crusoe
Julia: Kinderbuchklassiker von Max Kruse (Löwe), Astrid Lindgren (Michel, Pipi, Kinder aus Bullerbü, Erzählungen) und Otfried Preussler (Krabat, Kleiner Wassermann, Kleine Hexe). Außerdem jede Menge Mädchen und Pferde Romane und Kinderkrimis (5 Freunde).


Wenn Ihr eine Reise in die Vergangenheit machen könntet, welchen Autor würdet Ihr gerne besuchen und sich mit ihm/ihr unterhalten?

Julia: Astrid Lindgren. Sie hat so toll über Kinder und die leichten und schweren Dinge eines Kinderlebens geschrieben.

Horst: Karl May, der hatte Fantasie ohne Ende, da er die ganzen Orte über die er schrieb ja nie gesehen hat.


Wie sieht Euer Autorenalltag aus. Ich weiß, dass Du Julia noch berufstätig bist. Wann nehmt Ihr Euch die Zeit zum Schreiben?

Jeden Tag außer Montag, dafür auch am Wochenende.


Übernimmt jeder einen bestimmten Part oder schreibt jeder etwas und es wird ausdiskutiert und dann zusammen geführt?

Wir diskutieren vorher sehr ausführlich und machen uns Stichpunkte, dann schreibt einer den ersten Entwurf der Szene, der andere verfeinert danach. Parallele Recherchen machen wir beide gleichzeitig und sammeln sie in einer gemeinsamen Datei.


Vielleicht wurde das schon beantwortet, aber vorsichtshalber frage ich noch einmal danach. Julia, kannst Du Dich durchsetzen, wenn es zum Beispiel darum geht, die Frau besonders darzustellen?

Klar. Wir lassen uns gegenseitig ausreden, hören zu und lassen uns das durch den Kopf gehen. Horst vertraut mir auch, wenn es um die Gestaltung der Frauenfiguren geht und ich ihm bei den Männerfiguren.


Wie lange schreibt Ihr an einem Buch?

Ein Jahr


Welches von Euren Büchern ist Euer Lieblingsbuch, oder habt Ihr alle gleich lieb ;)

Das neueste hat natürlich immer unsere größte Aufmerksamkeit, aber wir können nicht sagen, dass eines uns lieber oder wichtiger ist als die anderen.


Mir geht es ja oft so, wenn ich in ein Buch eintauche, dann sind die Personen für mich real, ich leide mit ihnen und freue mich. Ich kann dann nicht sofort mit dem Lesen des nächsten Buches beginnen. Wie ist es bei Euch? Könnt Ihr die Figuren loslassen? Könnt Ihr Euch sofort mit einem weiteren Buch beschäftigen?

Nach einem Jahr harter Arbeit sind wir auch froh, unsere Buchkinder in die Welt zu entlassen. Aus der Geschichte innerlich auszusteigen, dauert allerdings eine Weile. Deshalb machen wir immer Pause zwischen den Büchern.


Meist frage ich ja, ob die Ehefrau oder Ehemann das Buch zuerst lesen darf, die Frage erübrigt sich hier ja ;)  aber wer liest Eure Bücher zuerst

Unsere Lektorin.


Habt Ihr besondere Hobbies, die Ihr mir verraten möchtet? 

Julia: Yoga, lesen, Filme schauen
Horst: Laufen, leider habe ich wegen einer Knie-OP schon länger Pause; Filme schauen


Habt Ihr eigentlich Zeit um Bücher Eurer Kollegen zu lesen?

Leider viel zu wenig, weil wir immer so viel für unsere Recherchen lesen müssen. Zuletzt Beneath a scarlet Sky von Mark Sullivan, ein sehr berührender Roman, der während des zweiten Weltkriegs in Italien spielt.


Ich weiß, dass Ihr zu einer Gruppe Autoren gehört, die sich auf der Frankfurter Buchmesse mit dem tollen roten Autorensofa präsentieren. Wie wichtig ist Euch der Kontakt zu Lesern.

Der direkte Kontakt und Austausch ist uns sehr wichtig. Dafür ist die Messe in Frankfurt natürlich toll. Wenn wir Bücher in unserer Stadt verkaufen, bringen wir sie immer selber vorbei. Wir machen auch Lesungen und daraus ergeben sich tolle Gespräche mit Lesern oder wir veranstalten eine Leserunde bei Lovelybooks. Ein besonders gemütlicher Rahmen dafür war die Wohnzimmerlesung bei dir, besonders wenn es noch so leckeren Kuchen gibt.


Nun habe ich so viel gefragt und bestimmt auch wieder etwas vergessen, deshalb möchte ich Euch hier die Möglichkeit geben, uns Lesern etwas mitzuteilen.

Wir bedanken uns für die vielen netten und zum Teil schon langjährigen Kontakte. Und wir bedanken uns besonders, dass ihr uns bei jedem neuen Roman wieder euer Vertrauen schenkt, dass wir euch ein paar schöne Lesestunden bereiten.


Gerne frage ich ja meine Interviewpartner, was ihnen zu bestimmten Begriffen oder Namen einfällt, bei Euch mache ich da auch keine Ausnahme und bitte darum, dass jeder von Euch beiden, etwas dazu schreibt:

Erich Kästner

Julia: Großartige Kinderbücher. Mein Lieblingsbuch ist Das doppelte Lottchen. Und eine zu Herzen gehende Ballade über das Leben: Die dreizehn Monate, Bücherverbrennung und Schreibverbot in der Nazizeit
Horst: Dresden, seine wunderschöne Geburtsstadt, Verbrennung seiner Bücher in der Nazizeit, der „kleine Dienstag“, wunderbar erzählt im Film „Erich Kästner und der kleine Dienstag“

Hanni und Nanni

Horst: nichts
Julia: Ich habe lieber Dolly gelesen

Vom Winde verweht

Horst: Clark Gable, der Sezessionskrieg
Julia: Ganz großes Hollywoodkino mit einer umwerfenden Filmmusik


*nun möchte ich aber auch noch etwas über Malte schreiben, vielleicht hat sich schon jemand Gedanken gemacht, weshalb er mit aufs obige Bild gekommen ist. Ich selber habe den liebenswerten kleinen Kerl ja schon kennen gelernt, möchte Euch jetzt aber noch fragen, wie er den Weg zu Euch gefunden hat.


Malte ist bei uns eingezogen, als wir eine Autorenvorstellung für das Autorensofa drehen sollten und überlegt hatten, dass wir uns dafür von einer Handpuppe "interviewen" lassen. Im örtlichen Spielzeuggeschäft haben wir Malte auf einem Schaukelpferd gesehen und uns sofort für ihn erwärmt. Nachdem wir den Film fertig hatten, waren wir verblüfft, wie lebendig er wirkte - aber er kommt ja auch von der Firma Living Puppets. Manchmal setzen wir Malte bei Lesungen ein, z.B. für Kinderstimmen in "Die Honigprinzessin" oder wir machen kleine Marketingfilmchen, in denen er eine Rolle hat oder Fotos zu Marketingaktionen. Wer bei Youtube Julia Drosten eingibt oder bei FB #LivingPuppets findet unseren Malte. In seiner Freizeit ist Malte BVB Fan und schaut mit Horst Fußball. Gesprochen und gespielt wird Malte übrigens immer von Horst.

Übrigens, Malte war auch schon bei mir zu Hause, ein Beweisfoto habe ich weiter unten eingestellt und nun liebe Julia, lieber Horst,
möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass Ihr Euch die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet habt.

Und an dieser Stelle zeige ich oft Bilder der Bücher, die von den Autoren veröffentlicht wurden, wenn es allerdings den Rahmen sprengt, dann stelle ich gerne den Link zur
Autorenseite bei Amazon ein: klick hier
Wer gerne weiterhin informiert werden möchte, kann dies auf dieser Seite: klick hier





Und weil ich mich immer freue, wenn ich Euch sehe, zeige ich hier noch ein paar Bilder. Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich Euch am Stand des Autorensofas besucht.








Aber die Krönung aller Treffen,
war in meinen Augen die Wohn-
zimmerlesung bei mir


Und Malte war auch mit
später hat er sogar etwas
lesen dürfen

Rezension - Der zauberhafte Trödelladen #Werbung #Anzeige


Autorin: Manuela Inusa

Titel: Der zauberhafte Trödelladen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Juni 2018

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet




Manuela Inusa wusste schon als Kind, dass sie einmal Autorin werden wollte. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin arbeitete sich durch verschiedene Jobs, wollte aber eigentlich immer nur eins: Schreiben. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag sagte sie sich: Jetzt oder nie! Inzwischen hat sie im Selfpublishing mehr als dreißig Romane veröffentlicht, die viele Leserinnen erreichten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. In ihrer Freizeit liest und reist sie gern, außerdem liebt sie Musik, Serien, Tee und Schokolade.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ruby verkauft in ihrem kleinen Antiquitätenladen Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby's Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und verliert sich oft in der Vergangenheit der Stücke. Und ein Leben ohne ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kann sie sich sowieso nicht mehr vorstellen! Diese sind in diesem Frühling noch stärker für Ruby da, denn nicht nur das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht, sondern auch Rubys eigene Vergangenheit holt sie ein – und wird die eine oder andere Überraschung bereithalten ...


Meine Meinung:
Oxford, Valerie Lane - eine kleine Strasse, die jeder in sein Besichtigungsprogramm aufnehmen sollte. Dort befinden sich wunderschöne Geschäfte, in denen ich zu gerne mal stöbern würde.  Aber leider ist ein Besuch im wahren Leben nicht möglich, diese Strasse kann ich nur mit Hilfe der Bücher von Manuela Insusa besuchen. Dort hat sie unter anderem einen einen kleinen Teeladen und eine Chocolaterie angesiedelt, beides habe ich inzwischen kennen gelernt und jetzt sollte ich einen zauberhaften Trödelladen besuchen dürfen.

Das heißt, es gibt dort noch viel mehr kleine hübsche Lädchen, aber in all ihren Büchern steht immer eines mit der Ladeninhaberin im Vordergrund. Diesmal war es also Ruby und ihr Trödelladen, Verzeihung, ihr ist es lieber, dass es Antiquitäten heißt. Allerdings lassen sich hochwertige Antiquitäten nicht so gut verkaufen, wie hübscher Trödel. Ein Dilemma! Ruby muss sich etwas einfallen lassen, damit sie ihren Laden nicht schließen muss.

Die Autorin hat es ein weiteres Mal verstanden, eine fesselnde Geschichte zu schreiben. Ich als Leserin durfte Ruby begleiten und konnte an ihren Träumen und auch Sorgen teilnehmen.  Natürlich kannte ich ja schon ihre familiären Verhältnisse aus den anderen Bücher, die jetzt noch vertieft wurden. Wer allerdings die beiden vorher erschienen Bücher nicht kennt, hat auch kein Problem, sich in zurecht zu finden. Mehr möchte ich nun aber nicht von Inhalt des Buches verraten.

Betrachte ich das wunderschöne Buchcover, habe ich schon das Gefühl, mich erwartet ein Wohlfühlbuch. So ist es denn auch, wobei ich sagen kann, selbst in einem Wohlfühlbuch gibt es Höhen und Tiefen. Aber Probleme sind leichter zu bewältigen, wenn es Hilfe gibt. Getreu dem Motto der Valerie, die vor langer Zeit dort gelebt hat, halten die Ladenbesitzerinnen, die inzwischen gute Freundinnen geworden sind, zusammen und helfen sich gegenseitig.
Manuela Inusa hat mich nicht nur an das Buch gefesselt, sie hat es auch geschafft, dass ich so manches Mal glücklich lächeln musste. Außerdem endete dieses Buch auch so, wie ich es mir gewünscht hatte.

Fazit:
Ein Buch, das ist wirklich sehr gerne weiter empfehle, aber nicht nur dieses, sondern alle Bücher. deren Geschichten sich in der Valerie Lane abspielen. Vorherige und auch künftige, auf die ich mich schon jetzt freue.


Ich möchte mich vielmals beim Verlag dafür bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Mit meiner Rezension beteilige ich mich an einer Aktion des Verlages


Rezension - Eine Lady in der Fremde


Autorin: Laura Gambrinus

Titel: Eine Lady in der Fremde

Genre: Historisch, Roman

Version: eBook

erschienen: 8. März 2018

Seiten: 266

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Cumedio Verlag




Laura Gambrinus - Liebesromane mit italienischem Flair
In Bayern geboren und aufgewachsen, hat es Laura vor einigen Jahren ins Land ihrer Sehnsucht verschlagen: Mit fünf Katzen, zwei Hunden und einem Mann lebt und schreibt sie in ihrer Wahlheimat Italien. Hier findet sie viele wunderbare Inspirationen für ihre romantischen Liebesromane - die Menschen, denen sie begegnet, eine romantische Landschaft, ein malerisches Landgut, und immer wieder Venedig.
Neben ihren sehr erfolgreichen modernen Liebesromanen widmet sich die Autorin auch dem Genre, das sie ursprünglich zum Schreiben inspirierte: dem historischen Roman. Und glaubte sie nach dem ersten Buch, es würde ihr nichts weiter einfallen, so weiß sie jetzt, dass ein einziges Leben wahrscheinlich nicht ausreichen wird, um all den Heldinnen und Helden eine Stimme zu verleihen, die sich regelmäßig bei ihr vorstellen und ihre Geschichten erzählen möchten ...


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine verschmähte Frau, ein unscheinbarer Mann – und nichts ist, wie es scheint …
Gestern noch saß Cassandra, Tochter eines begüterten Landedelmanns, überglücklich dem attraktiven und kultivierten Nathan Ironside gegenüber und freute sich auf den Antrag, den er ihr machen würde. Heute sitzt Cassandra auf einem schwankenden Bötchen und wird durch die müffelnden Kanäle Venedigs gefahren. An ihrer Seite Marmaduke Lakeland, ein Mann mit kleinem Bäuchlein und krummer Statur, den man auf der Straße übersehen mag. Ihr Ehemann. Sie selbst trägt die Schuld an der Misere, hat sie den Geschäftsmann doch in eine kompromittierende Situation gebracht, nachdem sie nach der Zurückweisung durch ihren Verehrer vor Verzweiflung blind war. Um in England dem Tratsch über sich zu entgehen und ihrer egoistischen und lieblosen Mutter zu entkommen, hat sie darauf bestanden, ihn auf seiner Geschäftsreise nach Italien zu begleiten. Aber was stimmt mit dem Mann nicht? Warum beachtet er sie kaum, schleicht sich nachts aus dem Haus und kehrt erst in den frühen Morgenstunden zurück? Und was sind das für Geräusche aus dem Nachbarhaus, das doch seit Jahren verlassen steht? Marmaduke scheint ein finsteres Geheimnis zu bewahren, und Cassandra ist entschlossen, dieses zu lüften …


Meine Meinung:
Auf den Buchmessen lerne ich immer wieder neue Autoren kennen und ich versuche nach Möglichkeit, auch deren Bücher kennen zu lernen. Laura Gambrinus ist eine mir sehr sympathische Autorin und ich habe inzwischen einige ihrer Bücher gelesen. Vielen wird bekannt sein, dass ich am allerliebsten Krimis lese, gefolgt von historischen Büchern. So ergab es sich, dass ich mit Kindle Unlimited das neueste Buch von der Autorin gelesen habe.

Dadurch lernte ich Cassandra kennen, eine junge Dame, die im Juli 1796 eigentlich erwartet hatte, dass ihre Verlobung bald bekannt gegeben wird. Ich habe erfahren, mit welchen gesellschaftlichen Zwängen sie damals klar kommen musste und sie direkt in mein Leserherz geschlossen. Als es sich dann ergeben hat, dass sie doch einen Ehemann bekommen hat und mit ihm nach Venedig ging, war ich mit ihrer Tante an ihrer Seite.
Ich möchte jetzt nicht zuviel vom Inhalt erzählen, aber ich fand es durchaus interessant, was sie so alles erlebte.  Leicht war es für sie nicht, zumal Cassandra ja fremd in einem anderen Land war, somit die Sprache und die Geflogenheiten nicht kannte. Aber sie war ja keine dumme Frau und beobachtete alles sehr aufmerksam. Was sie dabei entdeckte und wie wichtig das alles für künftige Geschehnisse war, werde ich natürlich nicht verraten.
Auf jeden Fall hat die Autorin es bestens verstanden, mich an das Buch zu fesseln. Ich wurde sehr neugierig und war gespannt darauf, was ich noch alles erfahren würde. Es sollte sich nämlich heraus stellen, dass es nicht einfach nur ein historischer Liebesroman war, sondern es sich durchaus in Richtung Spannung entwickelte. Was ich natürlich sehr gerne lese. Also passierte es mal wieder und ich habe ein Buch in einem Rutsch gelesen.


Fazit:
Historisches, Romanze und vor allem Spannung fand ich in diesem Buch vor, was mich natürlich sehr gefreut hat. Wer diese Kombination ebenfalls liebt, sollte es ebenfalls lesen.