Montag, 30. Dezember 2019

Rezension - Tatort Kuhstall



Autorin: Thea Lehmann

Titel: Tatort Kuhstall

Genre: Krimi

Version: Taschenbuch

erschienen: 1. Juli 2018

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Saxo-Phon



Über die Autorin:
Thea Lehmann arbeitete viele Jahre als Journalistin und freie PR-Beraterin, bevor sie 2015 ihren ersten Regional-Krimi veröffentlichte. Die Sächsische Schweiz ist die zweite Heimat der in Bayern aufgewachsenen Autorin. Diese Region inspiriert sie enorm, deshalb gibt es inzwischen vier Krimis aus der Reihe um den bayerischen Kriminalkommissar Reisinger und seinen sächsischen Kollegen. Thea Lehmann ist Mitglied bei den Mörderische Schwestern e.V. und im Autorenverein 'Das Syndikat'


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mord oder Selbstmord? Am Fuße der Zyklopenmauer, unterhalb des "Kuhstall" genannten riesigen Felsentores, wird ein toter Mann gefunden. Es handelt sich um den Unternehmer Dr. Stefan Schüppel, der in Rathmannsdorf ein alteingesessenes Unternehmen für kosmetische Produkte mit Kräuterauszügen führt. Nichts deutet zunächst auf einen Mord hin, zumal Dr. Schüppel nachweislich immer wieder depressive Phasen hatte. Ein Selbstmord liegt nahe. Doch je länger Leo Reisinger und Sandra Kruse recherchieren, desto dubioser wird der Tod des Mannes. Und jeder der zahlreichen Verdächtigen hat ein mögliches Motiv und seine eigene Wahrheit, die weit zurück in die Vergangenheit reicht...


Meine Meinung:
Ich bin hier an einen Krimi geraten, der nicht nur spannend, sondern auch sehr informativ für mich war. Ich gestehe, dass ich gegoogelt habe. Irrtümlich bin ich von einem "echten" Kuhstall ausgegangen und musste dann erfahren, dass der Tatort sich im Elbsandsteingebirge befindet und ein beliebter Ausflugsort ist. So gerne ich in manchen Büchern selber vor Ort sein möchte, war ich diesmal froh, dass ich dort nicht wandern und schon mal gar nicht klettern musste. Aber das nur nebenbei.
Bisher kannte ich noch keine Bücher von Thea Lehmann und wollte gerne einen Krimi von ihr lesen. So lernte ich ein sehr interessantes Ermittlerduo kennen. Sandra Kruse, die Einheimische, sie konnte ihrem Kollegen sehr vieles erklären. Denn Leo Reisinger war ein Bayer, der für zwei Jahre in Sachsen arbeiten wollte und nach anderthalb Jahren noch immer nicht alles in der Umgebung kannte und Begriffe schon mal gar nicht. Sascha, der dritte Kollege dieser Runde musste allerdings während dieser Ermittlungen Urlaub nehmen, warum verrate ich natürlich nicht, aber die Idee fand ich sehr lustig.  Natürlich habe ich sehr viel über das Privatleben der drei erfahren können, was durchaus für Probleme sorgen konnte, denn manches lenkte die eine oder den anderen von konzentriertem Arbeiten ab. Es war aber auch verworren, der erste Eindruck täuschte, aber die Ermittler gaben nicht auf. Ich selber hatte irgendwann einen Verdacht geschöpft und musste am Ende feststellen, dass ich fast richtig lag.


Fazit:
Für mich war es der erste Krimi, den ich von der Autorin gelesen habe. Ich weiß jetzt, dass es mit Sicherheit nicht der einzige bleiben wird. Sobald es meine Zeit zulässt, werde ich wohl noch weitere lesen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Wir beide haben uns auf der Buchmesse in Frankfurt kennen gelernt. Wie es bei mir immer so ist, wenn ich höre, dass eine mir bisher unbekannte Autorin Krimis schreibt, bin ich sofort im Thema. Ihre Krimis sind in Sachsen angesiedelt, aber ich finde, sie sollten auch in den anderen Bundesländern bekannt gemacht werden. Zumal ich sehr viele interessante Informationen erhalten habe.

Rezension - Mit Lampenfieber und Musik


Autorin: Heike Sonn

Titel: Mit Lampenfieber und Musik

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:  29. November 2019 als eBook
erschienen:  16. Januar 2020 als Taschenbuch

Seiten: 342

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Heike Sonn, geboren 1963, schreibt meist zuhause in Bremen, wo sie mit ihrem Mann lebt. Beim Walken und Radfahren, überhaupt in der Stille der Natur, kommen ihre die besten Ideen. Außer Erzählungen und Kurzgeschichten verfasst die Autorin Texte für Fachmagazine und schätzt bei Lesungen den direkten Kontakt zu Leser*innen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tessa ist frisch getrennt und schwört, sich nie wieder zu verlieben. Die mollige Rotblonde will ihr Leben ändern und auf keinen Fall die Unterstützung ihres Ex-Manns annehmen. Ein Job muss her und dringend mehr Selbstbewusstsein. In einer Notsituation hilft Tessa Leadsänger Ben und seinem kleinen Bruder, hysterischen Fans zu entkommen. Das beeindruckt Ben und er bietet ihr einen Job als Kinderfrau bei seinen Geschwistern an.
Doch Tessa ist nicht bei allen Mitgliedern der singenden Großfamilie willkommen. Außerdem hat sie keine Ahnung, wie sie den Alltag einer so großen Familie bewältigen soll. Aber sie hat Biss und Herz und es gelingt ihr, die Geschwister mit ihren Kochergebnissen nicht zu vergiften. Schon bald fühlt Tessa sich als Teil der Familie und zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie das Gefühl, angekommen zu sein. Als sie sich gegen ihren Willen in Ben verliebt, drohen die Familie und die Band auseinanderzubrechen. Tessa könnte erneut alles verlieren.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer, wenn ich für mich neue Autoren kennen lernen kann. Deshalb habe ich sehr gerne zugestimmt, als bei mir die Frage aufkam, ob ich dieses Buch lesen wollte.
Heike Sonn hat einen für mich nicht unbekannten Einstieg in das Buch gewählt. Tessa hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und will ihr Leben ändern. Außerdem kam eine Person in der Geschichte vor, deren Charaktereigenschaften mir ebenfalls oft begegnen. Aber dann wurde es sehr interessant, die Geschichte und die Personen haben mich gut unterhalten. Tessa und ich lernten die Mitglieder einer singenden Großfamilie kennen. Wie es bei Geschwistern oft so ist, sind nicht alle gleich und haben die unterschiedlichsten Einstellungen, aber auch Probleme. Wir beide, also Tessa und ich fühlten uns trotzdem gleich wohl und konnten auch einige Familienmitglieder schnell in unser Herz schließen. Andy, der Bengel und die stille Sara waren die ersten. Aber ich möchte hier jetzt nicht alle aufführen und nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Auf jeden Fall hat die Autorin sich vieles einfallen lassen und auch brisante Themen und Verhaltensweisen eingeflochten. Für Tessa war nicht immer alles leicht und auch ich musste mal lachen oder hatte Tränen vor Rührung in den Augen.


Fazit:
Ein gelungener und unterhaltsamer Roman, der Höhen und Tiefen aufzeigt. Ein Buch, das viele Emotionen hervor rufen kann und vor allem zeigt, dass man durchaus Selbstbewusstsein entwickeln und über sich hinauswachsen kann. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 29. Dezember 2019

Rezension - Heißes Sterben



Autor: Lutz Kreutzer

Titel: Heißes Sterben

Genre: Trhiller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. Dezember 2019

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Independently published



Über den Autor:
Lutz Kreutzer ist Schriftsteller und Marketing-Experte. Er schreibt Thriller und Spannungsromane. Sein erster Thriller 'Schröders Verdacht' schaffte es auf Platz 1 im amazon kindle Shop, sein Roman 'Gott würfelt doch' auf Platz 1 der Belletristik-Bestsellerliste. In seinem bekannten Autorenratgeber 'Platz 1 bei amazon' schildert er seine eigenen Erfahrungen als erfolgreicher Autor. Zu den Themen Self-Publishing sowie eBooks Schreiben und Vermarkten hat er zahlreiche Vorträge gehalten sowie Workshops und Schulungen geleitet, u.a. auf der Frankfurter und auf der Leipziger Buchmesse, der Universität Erlangen und auf Tagungen von Autorenvereinigungen wie Das Syndikat (Criminale), DELIA, der LoveLetterAcademy, den Medienfrauen Salzburg, der Autorentagung SKRIVA, der Future!publish, dem eBook-Camp München und dem Self-Publishing-Day. Als Hochschul-Dozent hat der promovierte Wissenschaftler Vorlesungen und Vorträge an den Universitäten in Aachen, Wien, Erlangen und der FH Salzburg gehalten. Lutz Kreutzer ist der Veranstalter vom Self-Publishing-Day. Er lebt und arbeitet in München.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine bizarr entstellte Frau wird tot im Eisbärengehege des Tierparks Hellabrunn gefunden. Schnell wird klar, dass Crystal Meth im Spiel ist. Dann wird die Münchner Polizei mit zügellos und brutal agierenden Schulkindern konfrontiert. Die Spuren führen Benno Völz in das grenznahe Gebiet und in die dunklen Wälder nach Tschechien. Was er dort findet, bringt ihn fast um den Verstand.


Meine Meinung:
Ich hatte im vorigen Jahr "Eiskalter Schlummer" gelesen und mit dem Buch Benno Völz und seine Kollegen kennen gelernt. Ich war begeistert von dem Buch und wollte natürlich unbedingt auch dieses lesen. Bei der Menge, die ich so lese, kann es schon mal vorkommen, dass mir nicht mehr alles aus dem vorherigen Buch präsent ist und ich im Grunde immer oder fast immer wieder neu starte.
So war ich hier von dem Schreibstil begeistert. Es war für mich ein Buch, mal etwas anders geschrieben. Ich konnte verfolgen, was die "Bösen" alles so unternehmen und lernte reichlich Beteiligte kennen.  Die Ermittler spielen zwar auch eine Rolle, aber sie stehen nicht so im Vordergrund. Natürlich wollte ich genau wie sie wissen, wer die Frau umgebracht hat und war gespannt, wie sich alles entwickelt. Allerdings gab es dann überraschende Wendungen und das Ende war wirklich überraschend für mich
Unterwegs gab es Ereignisse, mit denen ich ebenfalls nicht gerechnet hatte. Wie erwähnt, es war mal etwas ganz anders geschrieben. Auf jeden Fall hat es Lutz Kreutzer auch diesmal wieder geschafft und mich an das Buch gefesselt.


Fazit:
Ein wirklich spannendes Buch mit einem hochbrisanten Thema, sehr realistisch wurde sehr vieles beschrieben und es gab zusätzlich noch die eine oder andere Stelle, die für mich aufregend war, weil ich nicht wusste, was der Autor sich so alles hat einfallen lassen. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und weiß schon jetzt, dass ich gerne weitere Folgen lesen möchte.

Freitag, 27. Dezember 2019

Rezension - Heimat ist ein Sehnsuchtsort



Autorin: Hanni Münzer

Titel: Heimat ist ein Sehnsuchtsort

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und gebunden

erschienen: 1. Oktober 2019

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Pendo



Über die Autorin:
Hanni Münzer ist eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Mit den Romanen ihrer „Honigtot“-, „Seelenfischer“- und „Schmetterlinge“-Reihe erreichte sie ein Millionenpublikum und eroberte die Bestsellerlisten. Nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom lebt Hanni Münzer heute mit ihrem Mann in Oberbayern. Ihr aktueller Roman „Heimat ist ein Sehnsuchtsort“ ist der Auftaktband einer zweibändigen Saga, die von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert ist.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Vor dem heraufziehenden Sturm des Zweiten Weltkriegs entfaltet sich das dramatische Schicksal der schlesischen Familie Sadler von 1928 bis heute – eine Geschichte von Liebe und Leid, von Glück und Hoffnung.
Breslau, 1928: Als der junge Komponist Laurenz Annemarie begegnet, ist es vom ersten Augenblick an Liebe. Für sie will er ein Land aus Licht und Blumen schaffen. Von Annemaries bewegter Vergangenheit und ihrem gefährlichen Geheimnis ahnt er nichts. Eine familiäre Katastrophe zwingt Laurenz, den elterlichen Hof zu übernehmen. Er, der nie Bauer sein wollte, findet sein Glück mit Annemarie an seiner Seite und zwei außergewöhnlichen Töchtern: der hochbegabten Kathi und der an einer seltenen Krankheit leidenden Franzi. Zwar stehen die Zeichen der Politik bereits auf Sturm, doch noch ist in der deutsch-polnischen Grenzregion alles friedlich. Als die fünfzehnjährige Kathi einen landesweiten Mathematikwettbewerb gewinnt, zieht sie ungewollt die Aufmerksamkeit Berlins auf die Familie. Ihre Mutter handelt, um ihre Kinder zu schützen – und tritt damit eine Lawine tödlicher Ereignisse los, die Kathis und Franzis Schicksal über Jahrzehnte bestimmen wird.


Meine Meinung:
Ich finde es immer wieder interessant Bücher zu lesen, in denen etwas über die Zeit beginnend 1928 geschrieben wird. Sicher weiß der aufmerksame Leser inzwischen einiges, insgesamt gesehen, aber selten wird sich mit Einzelschicksalen beziehungsweise Familienschicksalen beschäftigt.
In diesem Buch lernte ich die Familie Sadler kennen, die einen Hof in Schlesien besitzt. Die Geschichte beginnt zwar 1928 aber Ereignisse davor müssen erwähnt werden, weil sie eine wichtige Rolle spielen. Dabei vermittelt die Autorin mir zwar einiges, aber sie schreibt manches sehr geheimnisvoll und ich soll erst im Laufe der Geschichte mehr darüber erfahren.  Die Hauptperson Kathi ist mir an mein Leserherz gewachsen und ich verfolgte mit Spannung, was ihr alles passiert, vor allem, ob einiges gelingen wird. Das war ganz schön anstrengend und kostete mich schon ein paar Nerven. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber Pech genug war dabei und die Zeit war ja auch nicht einfach, es musste nur eine Person etwas gegen jemandem haben und schon konnte einem das Leben sehr schwer gemacht werden. Diese Schilderungen waren durchaus realistisch. Ich bin im Grunde froh, dass ich das alles nicht erleben musste.
Auf jeden Fall hat Hanni Münzer mich auch an dieses Buch gefesselt, denn mit Begeisterung habe ich ja schon einige von ihr gelesen. Und da ich von Anfang an wusste, dass es ein weiteres Buch geben würde, war ich auch mit dem Ende einigermaßen zufrieden.


Fazit:
Ein gelungenes Buch über einen Teil der deutschen Geschichte. Die Erlebnisse der Familie Sadler wurden sehr berührend geschildert. Natürlich möchte ich auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht, denn es zeichnet sich schon eine besonders interessante Entwicklung ab. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 23. Dezember 2019

Rezension - Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede


Autorin: Gaby Köster

Titel: Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede

Genre: Biografie, Schicksal

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 27. September 2019

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein Leben



Über die Autorin:
Gaby Köster, geb. 1961, wurde 1988 von Jürgen Becker entdeckt und spielte sich über unzählige Auftritte live, im Radio und TV in die erste Reihe der deutschen Kabarett-Szene.Für Erfolgsformate wie »7 Tage – 7 Köpfe« und »Ritas Welt« erhält sie alle bedeutenden Preise (u.a. Deutscher Comedy-Preis, Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis). 2007 startete ihr drittes und erfolgreichstes Solo-Programm »Wer Sahne will, muss Kühe schütteln!«. Im Januar 2008 erleidet Gaby Köster einen Schlaganfall, der sie zu einer langen Karrierepause zwingt.


Über den Mitautor:
Till Hoheneder, geb. 1965, wurde mit dem Comedy-Duo „Till & Obel“ (1986 – 2000) bekannt. Heute ist er Autor und Comedian. Sein mit Gaby Köster geschriebenes Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" wurde ein Bestseller, ebenso „Keine Zeit für Arschlöcher“ mit Horst Lichter und „Und dann kam Ute“ mit Atze Schröder. Till Hoheneder wurde dreimal mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet. Seit 2018 ist er auch wieder auf der Bühne zu sehen: Mit Torsten Sträter bestreitet er spontane Lesungen und mit Atze Schröder ging er im Frühjahr 2019 erfolgreich mit dem Programm und Podcast „Zärtliche Cousinen“ auf Tournee.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zehn Jahre nach ihrem Schlaganfall meldet sich Gaby Köster wieder zu Wort. Gewohnt lautstark, komisch und schonungslos ehrlich schreibt die Queen of Comedy von ihrem Weg zurück in ihr zweites Leben: Wie sie sich wieder auf die Bühne zurückkämpft, den grauen Alltag meistert und stets neue Herausforderungen sucht wie Auto zu fahren, Mr.Right zu finden oder zu lernen, wieder zu weinen. Gaby Köster hat trotz vieler Hindernisse und Enttäuschungen ihren Humor behalten und die Freude am Leben nie verloren. Dabei hat sie etwas geschafft, was nur wenigen Menschen gelingt: Sie hat Frieden geschlossen mit sich und ihrem Schicksal. Denn statt zu resignieren, freut sie sich über jeden einzelnen Tag: „Wie schön, dass ich das noch lebendig sehen darf. Wenn ich tot gewesen wäre, hätte ich das doch alles nicht mitgekriegt!“ Das wunderbare Buch einer wunderbaren Frau, das nahtlos an ihren Bestseller „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ anknüpft.


Meine Meinung:
Nachdem ich vor Jahren ihr erstes Buch gelesen hatte, was ich jetzt neugierig, was sie uns Lesern nun mitzuteilen hat. Jede Menge gab es zu berichten, ob es die längere Reise ihres Sohnes nach Südamerika war oder ihre eigene Reise nach New York, wo es für die Schauspielerin, die Gaby Köster im Film gespielt hat, einen Preis gab oder ganz allgemein über Erfahrungen, die sie nun nach ihrem "drecksdrisseligen Schlaganfall" wie sie es immer wieder nannte, gemacht hatte.
Ich habe immer wieder mit Begeisterung die Serie "Ritas Welt" angesehen und mich gefreut, wenn ich Gaby Köster bei uns im Radio hörte, denn es gab mit dem Düsseldorfer Comedian Manes Meckenstock eine herrliche Weihnachts-CD.
Natürlich war ich traurig, als  Gaby Köster damals von der Bildfläche verschwand und ich freute mich wirklich sehr, als sie wieder auftauchte. Deshalb wollte ich beide Bücher unbedingt lesen und ich freue mich über ihre Einstellung und was sie alles geschafft hat.


Fazit:
Bewegend und nachdenklich machend ist dieses Buch von Gaby Köster. Wer also mal etwas ganz anderes lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch wirklich sehr.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#DasLebenIstGroßartigVonEinfachWarNieDieRede #NetGalleyDE

Sonntag, 22. Dezember 2019

Rezension - Tote Bauern melken nicht



Autor: Benjamin Tomkins

Titel: Tote Bauern melken nicht

Genre: Krimi, Humor, Tierkrimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 25. Oktober 2019

Seiten: 224

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein Taschenbuch



Der Autor schreibt über sich:
In meiner Kindheit hörte ich zu Hause ständig Sätze, wie "Freundchen, gleich ist Schluss mit lustig!" oder "Das Lachen, Freundchen, wird dir gleich vergehen!" und auch immer wieder "Freundchen, nun werd' mal nicht komisch!". Bis zu meinem 11. Lebensjahr war ich der festen Überzeugung, ich hieße Freundchen.
Benjamin Tomkins, Jahrgang 1965, lebte viele Jahre als Weltenbummler in Asien, Afrika, den USA und Spanien, bevor er sich auf der beschaulichen Ostseeinsel Poel niederließ. Als Comedian und Puppenspieler hat er die renommiertesten Kleinkunstpreise Deutschlands gewonnen, unter anderem den Prix Pantheon. Über 100.000 Zuschauer haben seine Liveshows besucht, seine youtube-Videos werden millionenfach geklickt.
Mit "Tote Bauern melken nicht" hat er sich den Traum erfüllt, eine seiner Bühnenfiguren zum Protagonisten eines Kriminalromans zu machen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Bauernhofratte Ede ein ADAC-Spielzeugmotorrad findet, befördert er sich kurzerhand selbst zum Pannenfahrer. Der erste Einsatz führt ausgerechnet in den Stall, in dem der tote Bauer liegt. Mord ist zwar keine Panne, doch die ehrgeizige Ratte übernimmt sofort die Beweisaufnahme und stürzt sich in ein actionreiches Abenteuer. Die schicksalhafte Begegnung mit dem haschischrauchenden Punk Theo aus der Pathologie führt die beiden zu krummen Immobiliengeschäften mit mafiösen Möwen und fulminanten Verfolgungsjagden, bevor Kommissar Ratte den verzwickten Fall aufklären kann.


Meine Meinung:
Dies war mal wieder ein Buch, wo mich Cover und Titel neugierig machten. Die Kurzbeschreibung las sich sehr vielversprechend und ich hatte Lust, das Buch zu lesen.  Schnell stellte ich fest, dass dies eine gute Entscheidung war, denn der Autor Benjamin Tomkin hat es nicht nur verstanden alles humorvoll zu beschreiben, es war auch sehr spannend.
Als die Bauernhofratte Ede den Bauern tot im Stall findet, muss er sich erst einmal mit Dickeberta und Vollekanne auseinandersetzen. Interessante Namen nicht wahr, so heißen zwei der Kühe dort auf dem Bauernhof. Aber ich sollte nicht nur Kühe mit besonderen Namen kennen lernen, sondern durfte auch an vielen Erlebnissen der Ratte teilnehmen. Natürlich war ich gespannt, was seine Beobachtungen zu bedeuten hatten und wer denn den Bauern umgebracht hatte. Aber immer wieder gab es Situationen, die mich so richtig zum Lachen gebracht haben. Die werde ich hier natürlich nicht beschreiben, was zwar schade ist, aber ich würde einfach zu viel verraten.
Humor und Schreibstil haben mir sehr gut gefallen und das Ende fand ich besonders klasse, damit hatte ich ja nun überhaupt nicht gerechnet.


Fazit:
Wer also mal Lust auf einen etwas anderen Krimi hat und Spaß daran findet, alles aus Sicht einer Ratte zu betrachten, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich empfehle es gerne und hoffe doch sehr, dass Ede noch mehr erleben wird.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#ToteBauernMelkenNichtKommissarRatteErmittelt #NetGalleyDE

Samstag, 21. Dezember 2019

Rezension - Kaltes Spiel


Autor: Harry Luck 

Titel: Kaltes Spiel 

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 1. Juni 2019

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks Verlag




Über den Autor:
Harry Luck wurde 1972 in Remscheid geboren, wo er das journalistische Handwerk beim Remscheider General-Anzeiger lernte. In München studierte er Politikwissenschaften und arbeitete dort ab 1995 als Autor, Korrespondent und Redakteur. Seit 2012 arbeitet und lebt er in Bamberg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mord am See! Am Tegernsee wird eine Leiche aus dem Wasser geborgen – doch die Ermittlungen dürfen nur unter äußerster Verschwiegenheit erfolgen: Der Tote ist Friedrich Joseph Simnacher, bayerischer Top-Politiker und Kandidat für das Ministerpräsidentenamt. Für den Münchner Kommissar Lukas Schmidtbauer und seine Kollegin Anneke van Royen steht viel auf dem Spiel: Sie müssen den Fall so schnell wie möglich lösen, aber sie ahnen, dass sie die ganze Wahrheit auf keinen Fall ans Licht bringen sollen, um einen Politikskandal zu vermeiden. Hat Simnacher seine Gier nach Macht das Leben gekostet – oder hat sich hinter dem Schein seiner perfekten Familie ein ebenso persönliches wie tödliches Drama abgespielt? Ohne es zu ahnen, geraten Lukas und Anneke nun selbst mitten in die Schusslinie … Politisch, brisant, hochspannend: Harry Luck verbindet erstklassiges »Tatort«-Feeling mit feinem Lokalkolorit und einem ungleichen Ermittler-Duo, das enthüllt, welche Abgründe hinter der Fassade von Münchens feiner Gesellschaft lauern.


Meine Meinung:
Nachdem ich gerade Anneke van Royen und Lukas Schmidtbauer bei der Lösung ihres ersten Falles begleitet hatte, freute ich mich, dass ich ohne lange Wartezeit auch das zweite Buch lesen zu können.
Denn das Duo ist an mein Leserherz gewachsen und ich bedauerte sie ein bisschen, weil die Kollegen, allen voran Kies doch etwas nerven konnten. Auch diesmal fand ich es sehr interessant und spannend, wobei ich allerdings das Gefühl hatte, dass besonders Annekes Probleme mit Vergangenheitsbewältigung etwas zu sehr im Vordergrund standen. Aber auch Lukas hatte einiges, was ihn sehr beschäftigte. So wechselte für mich immer etwas in der Priorität, mal waren es die Arbeiten zur Auflösung des Falles und dann waren es Anneke oder Lukas mit ihren privaten Sachen.
Auf jeden Fall fühlte ich mich ein weiteres Mal sehr gut unterhalten und ganz genial fand ich das Ende, aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen.


Fazit:
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch mehr über die beiden lesen könnte. Jedes Buch ist zwar in sich abgeschlossen, aber es macht durchaus Sinn die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen und deshalb gebe ich auch hierzu eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.