Montag, 30. November 2020

Autoreninterview Marco Toccato

 

Lieber Marco,

ich freue mich, dass ich Dich ebenfalls interviewen darf. Persönlich sind wir noch nicht begegnet, aber vielleicht ergibt sich auf der einen oder anderen Buchmesse einmal, wenn wir mal wieder teilnehmen können.

Kennen gelernt haben wir uns über die Bloggerlounge des Self Publisher Verbandes und dort hast Du mir mitgeteilt, dass Du Dich gerne meinen Fragen stellen möchtest. Das finde ich klasse und lege dann auch direkt mit meinen Fragen los.

 

Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, wie es dazu kam, dass Du ein Buch geschrieben hast. Möchtest Du dies hier noch einmal kurz erklären?

Ja gerne, es war aus Wut und Stress! Ich hatte beruflich Ärger und ganz schlimm war ein Streit in der Nachbarschaft, der mich dann auch noch privat erwischte. Da die betreffende Person selbst schreibt, wollte ich sie damit ärgern, von mir in einem Buch verewigt zu werden. Es wurde ein Regionalkrimi mit fiktionalem Charakter im schönen Ort Kronenburg, weil ich alle Namen und Orte umbenannt habe. Ich hatte Angst vor juristischen Problemen, deshalb auch mein Pseudonym. Das Buch heißt „Amor Amaro und die tote Nachbarin“

 

Wenn ich das richtig gesehen habe, hast Du in der Hauptsache Krimis geschrieben. Wie kam es zu der Entscheidung, in diesem Genre zu schreiben?

Das ergibt sich zum Teil aus dem, was ich vorher sagte, denn erstens schreibt die Nachbarin auch Krimis, dann wird „meine Nachbarin“ ermordet aufgefunden und last but not least ist mir ein lustiger Protagonist eingefallen, nämlich ein Deutschitaliener namens Amor Amaro, der als Privatdetektiv arbeitet. Den gibt es nun in noch vier weiteren Büchern. Der isst übrigens gerne, weshalb es in den Amor Amaro-Büchern immer Rezepte aus der italienischen Küche gibt.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Oh, das hängt ganz davon ab, wie die Ideen kommen. Bei den „Amor Amaros“ genügt meistens die Grundidee und dann geht’s los. Mir ist es mal passiert, dass ich an einem Tag 60 Seiten geschrieben habe. Trotzdem brauche ich für ein Buch in der Regel 2-3 Monate.

Bei den anderen Büchern, besonders den zweien der „Wiener Träume“-Reihe habe ich viel länger gebraucht, weil da die Recherche umfangreicher war und ich dem Thema wirklich ungewöhnliche Drehs und Wendungen passend zu dem Vorbild „Die Traumnovelle“ geben wollte. Die habe ich auch schon einmal mehrere Monate liegen lassen und dann wieder fortgesetzt, sobald die nächste richtige Eingebung kam.

 

Wer darf es als erstes lesen?

Meine Frau! Sie ist auch meine Korrektorin!

 

Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Da gibt es keinen festen Ablauf außer, dass ich vor allem abends schreibe. Meistens beginne ich um 17, 18 Uhr und zur Tagesschau (die möchte ich möglichst immer sehen) höre ich auf. Es gab aber auch schon Tage – siehe oben mit 60 Seiten – da hatte ich einen Einfall und den wollte ich am Stück schreiben. Da bin ich dann nachmittags gegen halb drei angefangen.

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Wenn ich das wüsste, ha ha! Nein, Spaß beiseite, beim ersten Buch war klar, dass es schon wehtun sollte für meine ehemalige Peinigerin. Ich habe sie auf einem Duschklo sterben lassen.  Das hat sich als geniale Wahl herausgestellt, weil  mir damit später noch ein kriminaltechnischer Dreh eingefallen ist. Ich weiß in der Regel nicht, wie meine Bücher ausgehen, wenn ich anfange!

Ich hatte mal eine Lesung bei einem Deutsch-Italienischen Verein und die Moderatorin hat mich mit folgenden Worten anmoderiert: „Marco Toccato ha raccolto un cassetto pieno di eventi e di idee durante la sua vita“, was so viel heißt wie „Marco Toccato hat im Laufe seines Lebens eine Schublade voll Ereignissen und Ideen gesammelt.“

Das zweite Buch war mit Ideen aus meiner Berufszeit angefüttert und spielt deshalb im Bereich Software, Internet usw.

Die andere Linie „Wiener Träume“ entstand aus meiner Liebe zu Wien und dem Buch „Die Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler, was mich fasziniert hat und ich meinte, dass das eine moderne, neue Version vertragen könnte. Hört sich größenwahnsinnig an, aber es gibt auch Hobbymaler, die mal einen Rubens kopieren.

 

Du veröffentlichst Deine Bücher als Self Publisher, bist Du mit Deiner Entscheidung zufrieden?

Auf meiner Website gibt es einen Blog, der aber häufiger gefüttert werden müsste. Dort habe ich mal etwas dazu geschrieben, als ich Frust hatte. klick hier

Ehrlich gesagt, kann ich es mir anders nur schwer vorstellen. Es ist die Freiheit, dann zu schreiben wenn ich Lust dazu habe, das zu schreiben, was mir gefällt und nicht einem Lektor  und vor allem auch, wenn ich etwas fertig geschrieben habe, möchte ich es am liebsten nächste Woche als Buch in Händen haben. Als Verlagsautor schreibst du vielleicht ab März ein Buch für die Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr im Oktober, der Lektor versucht seine Vorstellungen durchzusetzen und das Buch gibt es dann über ein Jahr später als fertiges Werk. Du hast es dann zwar noch nicht gesehen, aber vielleicht den Inhalt schon vergessen.

Schlecht am Selfpublisher-Dasein ist, dass wir nicht ernst genommen werden. Tageszeitungen rezensieren nur Verlagsautoren, Wettbewerbe sind ebenfalls in der Regel so, dass wir SPler außen vor bleiben und Marketing macht sowieso kein Mensch für einen.

 

Hast Du noch weitere Bücher geplant?

Mit meinem Realnamen habe ich gerade ein Kinder-/Jugendbuch fertiggestellt. Parallel schreibe ich an dem dritten und letzten Teil von „Wiener Träume“. Der liegt gerade ein wenig in der Warteschlange, mir fehlt die Idee zum Weitermachen bzw. ich habe so viele, dass ich noch nicht weiß, wie ich sie hintereinander sortiere. Wahrscheinlich muss „Amor“ wieder ran oder ich mach noch einmal einen Krimi mit der Kommissarin Karin Kwiatkowski aus dem realen Dortmund. Das erste Buch mit ihr „SAUBER“ kam gut an und es gibt Leser*innen, die Nachschlag fordern.

 

Hast Du Zeit und Lust Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Wenn ich nicht schreibe, esse oder schlafe, lese ich wie ein Verrückter. Es ist unglaublich, wie viele Ideen ich durch das Lesen bekommen habe. Wohlgemerkt, ohne zu klauen!

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und warum?

Ganz klar den Arthur Schnitzler und ihn bitten, mein „Nur ein Traum im Traum?“ zu lesen und dann von ihm den Kopf gewaschen zu bekommen, weil ich sein Werk verhunzt habe, ha ha. Wenn ich schon mal da wäre, müsste ich unbedingt noch mit Joseph Roth ein Glaserl trinken. Von dieser Zeitmaschine träume ich seit Jahrzehnten.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe ALLES gelesen, was mir in die Hände kam, Comics, Homers Ilias und Odyssee, Gisel und Ursel von meiner Schwester, wenn nichts anderes da war, so ab 12, 13 Jahren habe ich dann Heinrich Böll Haus ohne Hüter, Der Zug kam pünktlich), Günter Grass (Hundejahre) und Zeitgenössisches entdeckt. Wenn die Sommerferien begonnen haben, war ich in unserer Stadtbibliothek und habe mir so an die 10 Bücher mitgenommen.

Außerdem bin ich bekennender Fan von Douglas Adams und „Per Anhalter durch die Galaxis“.

 

Haben Dich irgendwelche Autoren geprägt?

Mich persönlich als Mensch Heinrich Böll und später Arthur Schnitzler, Joseph Roth und deren Epoche.

 

Als Self Publisher bist Du unter anderem auch für die Werbung zuständig. Was unternimmst Du?

Alles Mögliche, aber leider nicht genug und nicht erfolgreich genug! Ich versuche meine Website à jour zu halten, vor Corona habe ich mich bemüht, wenigstens eine Lesung pro Monat zu veranstalten, ich twittere, facebooke, in den Buchhandlungen meiner Umgebung liegt Werbematerial  und auch Bücher von mir in Kommission und manchmal wird auch eine liebe Bloggerin auf mich aufmerksam und macht ein Interview mit mir. Ach ja, ab und zu blogge ich auch über Gott und die Welt, aber da bin ich zu undiszipliniert. Das müsste ich regelmäßiger tun.

 

Machst Du Lesungen?

Ja, sogar sehr gerne! Mein Motto ist „Ich kämpfe um jede Seele!“ Ich würde auch für eine Einzelperson lesen, wenn nicht mehr Interessenten kommen würden. Corona macht mich übrigens fertig!

 

Hast Du Kontakte zu Bloggern und viel wichtiger zu Deinen Lesern?

Da muss ich die Initiative vom Selfpublisher Verband einmal feste loben. Seit es die Bloggerlounge gibt, entstehen wunderbare Kontakte zu Bloggerinnen. Ach übrigens ich fordere eine Männerquote, denn es gibt, was Bücher angeht, scheinbar nur Bloggerinnen. Wo bleiben die ganzen Kerls? ;-)

Zu einzelnen Lesern, es sind übrigens auch scheinbar fast nur Frauen, die lesen, habe ich Kontakt und tausche mich mit denen aus. In jedem meiner Bücher ist meine eMail-Adresse, aber leider machen nur sehr wenige Gebrauch davon. Ich mag jede Rückmeldung, auch wenn darin steht, dass dieses oder jenes in einem meiner Bücher nicht gefiel. Besonders darauf bin ich aus, denn dann kann ich nachfragen und meine Motive erklären bzw. daraus für die Zukunft lernen.

 

Liebe Marco,

ich denke mal, dass ich Dich nun genug gelöchert habe. Vielen Dank für Deine Bereitschaft

Liebe Ulla,

ich habe zu danken. Das hat richtig Spaß gemacht!

 

 

Marco Toccato hat einige Bücher geschrieben, stellvertretend für alle, weise ich hier auf sein neuestes Buch hin:

Sauber
erschienen am 3. August 2019

Im Dortmunder Kreuzviertel geht ein wahnsinniger Serienmörder um. Junge Frauen werden mit heißem Wasser, Dampf und mit Stahlbürsten zu Tode gequält. Die Leichen legt der Mörder an einem Bahndamm ab, immer an dieselbe Stelle. Die Kriminalhauptkommissarin Karin Kwiatkowski ist Leiterin der Mordkommission. Sie versucht mit ihren Mitarbeitern Alex Bender und Karla Schaller die Morde aufzuklären. Alles deutet auf einen jungen Unternehmer aus dem Technologiezentrum hin, dessen Ehe mit seiner bildschönen Frau Nora nicht mehr zu funktionieren scheint. Nora wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht! Außerdem kommt ein Ex-Freund von Karla Schaller als Mörder in Frage. Er hat Karla geprügelt und vergewaltigt. Es sind schon zwei Leichen gefunden worden, da verschwindet Karla. Genau wie die zwei toten Frauen ist sie groß, schön und hat vor allem eine wunderbare Ausstrahlung. Solche Frauen sucht der Mörder.

 Mehr über den Autor und Bücher kann hier nachgelesen werden:

Amazon Autorenseite klick hier

Homepage Marco Toccato klick hier

Mittwoch, 25. November 2020

Rezension - Fluchtpunkt Karatschi - Ein Leo-Rivenhall-Thriller



Autorin: Ingrid Glomp

Titel: Fluchtpunkt Karatschi

Genre: Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. November2020

Seiten: 386

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published




Über die Autorin:
Spannende Unterhaltung – garantiert frei von sadistischen Serienkillern Ingrid Glomp ist die Autorin der Cori-Stein-Thriller, der Kaha-Fischer-Krimis sowie verschiedener Schreibratgeber. Sie wurde in Essen geboren, ist in Dortmund aufgewachsen und hat in Bochum Biologie studiert. Sie ist also ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Heute lebt sie in Heidelberg, und inzwischen konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben ihrer Thriller. Zuvor hat sie als freie Journalistin viele Jahre in Büchern und für verschiedene Zeitschriften über Themen aus Medizin, Psychologie und Wissenschaft geschrieben. Dass Ingrid Glomp vor einigen Jahren unter die Krimiautoren gegangen ist, war ein logischer Schritt, denn als Leserin liebt sie dieses Genre seit ihrer Jugend. Die Romane ihrer Thriller-Reihe drehen sich um die neugierige und wagemutige Journalistin Cori Stein. Der sechste Band, "Die Mexiko-Verschwörung", ist gerade erschienen und ein neuer Thriller ist bereits in Arbeit. Zusätzlich zu ihren Thrillern hat Ingrid Glomp drei Kaha-Fischer-Krimis veröffentlicht. Diese Geschichten sind außerdem in dem Sammelband "Die Geretteten und die Toten" enthalten. Alle Krimis von Ingrid Glomp bieten spannende Unterhaltung und sind "garantiert frei von sadistischen Serienkillern". Aus Ingrid Glomps Schreibworkshops entstand der Ratgeber "Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten". Weitere Büchlein drehen sich um das Schreiben von Kurzgeschichten, das Überwinden von Schreibblockaden und das verständliche Formulieren schwieriger Sachverhalte. Ingrid Glomp verfügt über langjährige Erfahrung als Journalistin und Autorin. Entsprechend bieten ihre Ratgeber Tipps aus der Praxis für die Praxis. Der gemeinsame Nenner von allem? Die Liebe zum Schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die neue Thriller-Reihe von Ingrid Glomp: Was passiert, wenn ein Gentleman-Betrüger für den britischen Geheimdienst MI6 arbeitet?
Leo Rivenhall, ein junger, aber sehr gewiefter Betrüger, ist in der Welt der Reichen und der Schönen zu Hause, sehnt sich jedoch nach Abenteuern à la James Bond. Schneller als erwartet ist seine große Stunde gekommen.
Der MI6 hat nämlich ein Problem. Agenten des Geheimdiensts werden in Pakistan von einem Unbekannten an die Taliban verraten. Das letzte Opfer ist Nora Harris, die von den Terroristen entführt wurde. Leos geheime Mission: die Geisel aus den Händen der Taliban freikaufen und den Verräter aufspüren. Inoffiziell, denn der britische Staat verhandelt nicht mit Entführern.
Sein Auftrag führt Leo zu einer Talibangruppe in Wasiristan im Nordwesten Pakistans. Schnell muss er erkennen, dass deren Anführer ein doppeltes Spiel treibt. Gleichzeitig nehmen amerikanische Drohnen die Gegend unter Beschuss. Die Lage spitzt sich weiter zu, als Leo zu ahnen beginnt, wer hinter allem steckt.
Reicht Leos Können aus, um seine Mission in der archaischen Welt der Taliban erfolgreich zu beenden? Oder hat er sich maßlos überschätzt und dadurch nicht nur sein Leben verspielt, sondern auch das der Geisel?
Eine abenteuerliche Mission im Dienste des britischen MI6 — das war sein Traum. Doch wie heißt es so schön? Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst. Es könnte in Erfüllung gehen.


Meine Meinung:
Krimifans kennen sicherlich die "Cori-Stein-Thriller" der Autorin. In diesen Büchern arbeiten Cori Stein und Leo Rivenhall öfter gemeinsam an einem Fall. Allerdings wissen wir Leser sehr wenig über Leo und deshalb wird er uns von Ingrid Glomp in diesem Buch so richtig gut und ausführlich vorgestellt. Schließlich haben auch Romanfiguren ein Leben. Besonders das von Leo ist toll zu lesen. Ich lernte ihn als Gauner kennen, wenn ich ihn einfach mal so bezeichnen darf, allerdings nicht abwertend. Leo hat besondere Ideen und mir hat es großen Spaß bereitet, ihn dabei beobachten zu dürfen. Zu seinen Ideen kommen noch außergewöhnliche Fähigkeiten hinzu, die in London vom MI6 geschätzt werden. Deshalb hatte ich zusätzlich noch die Möglichkeit, ihn bei einem Auftrag begleiten zu dürfen. Der hatte es in sich. Ich als Leserin bekam richtig Herzklopfen vor Spannung, wie wird es dann wohl Leo ergangen sein? Nun, wir wissen alle, dass es gut geendet hat, sonst würde er später nicht auf Cori Stein treffen. Für diesen Auftrag hat sich die Autorin einiges einfallen lassen, neben der Spannung konnte ich Land und Leute und vor allem vieles über die Religion dort kennen lernen. Ich fand das ausgesprochen interessant. Da mich mal wieder meine Neugierde gepackt hatte, wollte ich so schnell wie möglich wissen, wie sich alles entwickelt. Dank des flüssigen Schreibstils hatte ich auch keine Probleme, das Buch zügig zu lesen.


Fazit:
Mich hat dieser Leo-Rivenhall-Thriller begeistern können und ich hoffe, dass ich noch oft etwas über und mit ihm zu lesen bekomme. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch sehr gerne.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, denn ich durfte als sogenannte Beta-Leserin das Buch vorab lesen und entsprechende Bemerkungen dazu machen. Stolz macht es mich, dass ich meinen Namen im Buch lesen durfte.

Das alles hat natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung. Ich will es mal so ausdrücken, wenn ich kein Interesse habe, ein Buch zu lesen, dann mache ich es auch nicht. Nicht jedes Buch wird von mir vorab gelesen.

Rezension - CHASE - Die komplette Trilogie - KopfKino-Sammelband


Autor: Thomas Dellenbusch

Titel: CHASE - Die komplette Trilogie

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. November 2020

Seiten: 312

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KopfKino-Verlag Thomas Dellenbusch




Über den Autor:
Thomas Dellenbusch wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Der ehemalige Kriminalbeamte und jetzige Werbetexter schreibt und textet seit fast zwanzig Jahren aus unterschiedlichen Anlässen. Der Großteil der Anforderungen kam aus der Werbung. Darüber hinaus stammen aus seiner Feder jedoch auch öffentliche Reden für Minister, Gedichte für Mitmenschen, Drehbücher, Reflexionen, Spielregeln, Zeitungsartikel, Sketche und vieles mehr, was sich in lebendige Worte kleiden lässt. Seit 2013 konzentriert er sich auf "Kurzromane in Spielfilmlänge", für die er eigens einen Verlag gründete, in dem neben ihm auch mehrere weitere AutorInnen schreiben. Informationen, News und Leseproben der KopfKino-Reihe finden Sie auf MeinKopfKino.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Chase“, die berühmte Detektei in Hamburg, sieht sich drei äußerst kniffligen Fällen gegenüber. Die Lösung der verzwickten Rätsel ist das eine, die damit verbundenen Gefahren das andere. Denn Chef-Ermittler Rique Allmers und seine Leute haben es stets mit mächtigen und skrupellosen Gegnern zu tun.
In „Jagd auf die stumme Dichterin“ gilt es, das von der Hamburger Mafia bestens gehütete Familiengeheimnis einer taubstummen Autorin aufzudecken.
In „Jagd auf einen König“ reisen die beiden Chase-Agenten Jérome und Chen Lu nach Schottland, um den Mord an einem Geschichtsprofessor aufzuklären. Ohne es zu wissen kämpfen sie um die Bewahrung einer der größten Legenden der Menschheit.
In „Jagd auf den Schatz des Zaren“ findet sich Andree, der IT-Spezialist bei Chase, nach der Entführung seiner Freundin unvermittelt in einem Wettlauf um den vermutlich wertvollsten verschollenen Schatz der Welt wieder.


Meine Meinung:
Ich habe ja alle Bücher mit Abstand einzeln gelesen und war begeistert. Ich bin dabei auch über meinen Schatten gesprungen, denn eigentlich war ich früher nie so begeistert von "kurzen" Büchern. Aber Thomas Dellenbusch konnte mich überzeugen, vor allem, weil er es geschafft hat, in seinen Büchern, die in einer Spielfilmlänge gelesen werden können, reichlich Spannung aufzubauen und dies von direkt von Anfang an. 
Nun sind alle drei Bücher in einem Sammelband erschienen, was ich ganz klasse finde. Dadurch können alle, die die Bücher noch nicht kennen, sie ohne lange Wartezeiten in einem Rutsch lesen oder eine Pause einlegen, die aber nicht über einen längeren Zeitraum sein muss. Würde ich die Bücher noch nicht kennen, hätte ich jetzt zugeschlagen. Ach, was schreibe ich denn da, natürlich habe ich mir die Trilogie geholt.


Fazit:
Dreimal Spannung, in kurzen Abständen zu lesen, begeistert jeden Krimifan. Zumal die beteiligten Personen ebenfalls viel Lesevergnügen bereiten. Auf jeden Fall gebe ich hier eine eindeutige Leseempfehlung.

Rezension - CHASE - Jagd auf den Schatz des Zaren


Autor: Thomas Dellenbusch

Titel: CHASE - Jagd auf den Schatz des Zaren

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. November 2020

Seiten: 116

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KopfKino-Verlag Thomas Dellenbusch 



Über den Autor:
Thomas Dellenbusch wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Der ehemalige Kriminalbeamte und jetzige Werbetexter schreibt und textet seit fast zwanzig Jahren aus unterschiedlichen Anlässen. Der Großteil der Anforderungen kam aus der Werbung. Darüber hinaus stammen aus seiner Feder jedoch auch öffentliche Reden für Minister, Gedichte für Mitmenschen, Drehbücher, Reflexionen, Spielregeln, Zeitungsartikel, Sketche und vieles mehr, was sich in lebendige Worte kleiden lässt. Seit 2013 konzentriert er sich auf "Kurzromane in Spielfilmlänge", für die er eigens einen Verlag gründete, in dem neben ihm auch mehrere weitere AutorInnen schreiben. Informationen, News und Leseproben der KopfKino-Reihe finden Sie auf MeinKopfKino.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Verzwickte Schatzsuche nach dem vermutlich wertvollsten verschollenen Schatz der Welt. 
Andree, der übergewichtige IT-Spezialist bei Chase, wird unerwartet in ein neues Abenteuer hineingezogen. Eine alte Freundin aus Schultagen braucht seine Hilfe. Sie besitzt einen geheimnisvollen Datenträger mit verschlüsselten Hinweisen auf einen gewaltigen Schatz aus Russland. Und als sie vor seinen Augen entführt wird, macht sich Andree auf die Suche nach diesem Datenträger, nach ihr und nach dem an einem unbekannten Ort versteckten Schatz des Zaren.


Meine Meinung:
Die ersten beiden Folgen von CHASE haben mich so begeistert, dass ich auf jeden Fall auch dieses dritte Buch lesen wollte. Vorab kann ich erwähnen, dass es eine sehr gute Entscheidung war. 
Ich bin immer wieder begeistert, wie Thomas Dellenbusch es schafft, in seinen Büchern soviel Spannung aufzubauen. Er legt ja Wert darauf, dass die Bücher keine dicken Wälzer werden, sondern verspricht Unterhaltung in Spielfilmlänge. So bietet er mir als Leserin von Anfang bis zum Ende nicht nur reichlich Spannung, sondern vermittelt auch Wissen. Auch hier fand ich es klasse, was mir an da vermittelt wurde, zeigte es mir doch, wie gut der Autor recherchiert hat.
Ein bisschen Fantasy ist ebenfalls dabei und das erhöhte das Lesevergnügen noch mehr. Ich persönlich war natürlich begeistert, dass mir die Orte bekannt waren, wo sich vieles abspielte. Ach und dann war da noch was, das mir gefallen hat, aber das werde ich nicht verraten, es soll jeder das Vergnügen haben und es lesen.


Fazit:
Ich hoffe ja, dass es noch weitere Folgen geben wird, denn mir sind alle Beteiligten ans Leserherz gewachsen. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch sehr gerne.

Montag, 23. November 2020

Rezension - Die Romanfabrik von Paris


Autor: Dirk Husemann

Titel: Die Romanfabrik von Paris

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Oktober 2020

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Lübbe




Über den Autor:
Dirk Husemann, Jahrgang 1965, gräbt als Wissenschaftsjournalist und Archäologe Geschichten aus. Er studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Münster und schreibt Reportagen und Sachbücher über die rosaroten Steine von Stonehenge, Fische in der Sahara und den Sternenhimmel unter den Pyramiden Mexikos. Sein Debütroman "Ein Elefant für Karl den Großen" wurde in fünf Sprachen übersetzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.


Meine Meinung:
Natürlich kenne ich Alexandre Dumas und die berühmten Bücher. Deshalb war ich auf diesen Roman sehr gespannt. Gleich zu Anfang werden die Personen der Handlung aufgeführt, wobei mir klar ist, dass sich einige fiktive Personen darunter gemischt haben müssen.
Als erstes lernte ich dann auch Anna Moll kennen, die Anzeige gegen Dumas erstatten möchte, wegen Verrohrung der Sitten. Eine interessante Sichtweise, wer hätte aus diesem Grund nicht schon alles angezeigt werden müssen. 😉 Was sie dazu veranlasst hat, kann der Leser im Laufe der Handlung nachlesen. Dabei gäbe es jede Menge anderer Gründe, weshalb er angeklagt werden könnte. Dirk Husemann hat sich dazu einiges einfallen lassen. Aber dies alles wird zur Nebensache, weil er Dumas und Anna abenteuerliches erleben lässt. Da dies in der Kurzbeschreibung nicht erwähnt wird, werde ich ebenfalls nicht weiter darauf eingehen. Als Leser steckt man auf einmal in einem Abenteuerroman, wie Dumas sie gerne geschrieben hat, beziehungsweise hat schreiben lassen, denn die Romanfabrik gab es tatsächlich. So ist es nun mal, wenn ein Autor reichlich Ideen hat und keine Zeit, sie alle schnell zu Papier zu bringen.


Fazit:
Die Romanfabrik gab es wirklich, aber hier spielte sie eher eine Nebenrolle. Das gemeine Abenteuer von Dumas und Anne steht im Vordergrund. Wer Spannung, historisches und Romanze kombiniert mag, wird hier das richtige Buch finden. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DieRomanfabrikvonParis #NetGalleyDE

Sonntag, 22. November 2020

Rezension - Englein, Mord und Christbaumkugel


Autor: Manfred Baumann

Titel: Englein, Mord und Christbaumkugel

Genre: Weihnachtsbuch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. Oktober 2020

Seiten: 252

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Gmeiner-Verlag



Über den Autor:
Manfred Baumann, geboren 1956 in Hallein/Salzburg, war 35 Jahre lang Autor, Redakteur und Abteilungsleiter beim Österreichischen Rundfunk. Heute lebt er als freier Schriftsteller, Kabarettist, Regisseur und Moderator in der Nähe von Salzburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf diese Weihnachtsüberraschung hätte Kommissar Merana gerne verzichtet. Dabei hatte alles so wunderbar gepasst. Prunkvoll geschmückte Hütten. Wunderbare Bläsermusik. Himmlischer Chorgesang. Und was dann? Ein Toter! Erdolcht. Mitten unter den festlich gestimmten Besuchern beim berühmten Weihnachtsmarkt von Schloss Hellbrunn. Also begibt Merana sich auf weihnachtliche Mörderjagd. Dabei trifft er auf geschwätzige Hirten, mörderische Glöckler und auf völlig unweihnachtliche Chinesen mit mysteriösen Plänen …


Meine Meinung:
 Auf den ersten Blick ist es nicht zu erkennen, deshalb erwähne ich es hier. Hinter diesem weihnachtlichen Cover befinden sich im Grunde drei verschiedene kriminelle Geschichten. Was jetzt aber nicht abwertend sein soll, denn das verschafft mir die Möglichkeit, viel über verschiedene Bräuche im Salzburger Land zu erfahren. Gleichzeitig wird auch reichlich Spannung geboten und zur Freude aller Beteiligten können die Fälle in relativ kurzer Zeit gelöst werden. Manfred Baumann hat es mir außerdem noch ermöglicht, dass ich Kommissar Merana und seine Kollegen kennen lernen konnte. Damit hat er es geschafft und mich neugierig auf andere Fälle gemacht. 


Fazit:
Trotz der Morde kam weihnachtliche Stimmung auf, diese Kombination ist dem Autor hervorragend gelungen. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#EngleinMordundChristbaumkugel #NetGalleyDE

Rezension - Weihnachten am Ku'damm


Autorin: Brigitte Riebe

Titel: Weihnachten am Ku'damm

Genre: Historisch, Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 13. Oktober 2020

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wunderlich



Über die Autorin
Für promovierte Historikerinnen ist es nicht unbedingt typisch, dass sie historische Romane zu verfassen. Doch Brigitte Riebe, 1953 in München geboren, hat sich nach ihrer Tätigkeit als Lektorin genau dafür entschieden. Sie möchte, wie sie sagt, „Geschichte durch Geschichten erzählen.“ Riebe lebt als freie Schriftstellerin in der bayerischen Landeshauptstadt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bitterkalt ist es im Jahrhundertwinter des Jahres 1946. Der Krieg ist vorbei, nun ächzt das zerstörte Berlin unter dem „Hungerwinter“. Auch das einst prächtige Kaufhaus am Ku’damm liegt in Trümmern, selbst die vergleichsweise wohlhabende Familie Thalheim kann von einem opulenten Weihnachtsfest nur träumen. Eines Abends weht der klirrend kalte Winterwind einen kleinen Jungen zum provisorisch eingerichteten Modegeschäft am Savignyplatz. Erich ist halb verhungert und scheint mutterseelenallein in der Stadt zu sein. Kurzentschlossen nimmt Rike, die älteste von drei Schwestern, ihn mit nach Hause - sein weizenblondes Haar erinnert sie an Oskar, ihren im Krieg verschollenen Bruder. Der Kleine soll ein Weihnachtsfest haben, das er nie vergisst, da sind Rike, Silvie und Florentine sich einig. Doch woher einen Weihnachtsbaum nehmen, wenn sogar der Tiergarten abgeholzt ist?


Meine Meinung:
Weihnachtszeit - besinnliche Zeit. Von wegen, unsere Eltern und Großeltern können sich noch an Weihnachtstage erinnern, die gar nicht so schön waren. Besonders kurz nach dem Krieg war es für viele überhaupt nicht schön. Sie versuchten allerdings das beste daraus zu machen. So auch die Familie Thalheim und ihre Freunde. Not macht erfinderisch und irgendwie kommt man doch an Briketts und kleine Wunder geschehen ebenfalls. Brigitte Riebe erinnert uns mit diesem Buch an den Jahrhundertwinter und schildert, was damals so alles unternommen wurde und geschehen ist. Ich fand es ausgesprochen interessant, denn meine Eltern waren damals Jugendliche und hatten es mit Sicherheit ebenfalls nicht leicht.


Fazit:
Ein sehr interessantes und unterhaltsames Buch und auch hier gab es weihnachtliche rührselige Momente. Gerne empfehle ich das Buch weiter. 

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#WeihnachtenamKudamm #NetGalleyDE