Montag, 1. März 2021

Rezension - Ich dachte schon, du fragst mich nie


Autorin: Gabriella Engelmann

Titel: Ich dachte schon, du fragst mich nie

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. März 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Knaur TB




Über die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kann das Chaos noch ein bisschen größer werden? fragt Sophie Hartmann sich. Tochter Pauli leidet am ersten Liebeskummer, Schwester Geli an notorischem Hang zu falschen Männern und dann bricht sich Tochter Liv ausgerechnet kurz vor Eröffnung des gemeinsamen Restaurants die Hand. Dummerweise ist Sophie in der Küche ein Totalausfall, selbst mit ihrem Wahlspruch „Familie ist das Allerwichtigste“ stößt sie hier an ihre Grenzen. Zum Glück beweist das Schicksal Sinn für Humor und schickt Hilfe von unerwarteter Stelle. Doch während sich in Sophies Umfeld alles zum Besten wendet, muss sie selbst erkennen, dass sie ihre eigenen Wünsche und Ziele viel zu lange begraben hat ...


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich ein neues Buch von Gabriella Engelmann lesen kann. Denn ich bin mir sicher, dass sie mir viele schöne Lesestunden bescheren wird.
Nun, zumindest konnte ich mir das ganze Chaos, das über die Familie Hartmann herein brach, ganz entspannt von meinem Lesesessel aus ansehen. Wobei ich natürlich großes Mitgefühl hatte, denn alle Personen und Ereignisse hatten mich sofort vereinnahmt. Nach und nach lernte ich alle Personen kennen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielten. Vorrangig Sophie und Marc, von denen ich im Wechsel alles erfahren werde. Damit ich mich zurecht finde, hat die Autorin im jeweiligen Kapitel in der Überschrift den Namen und Ort genannt, außerdem einen Spruch oder einen Kommentar eingefügt, was mir sehr gut gefallen hat. Überhaupt hat mich der flüssige Schreibstil auch diesmal wieder begeistert.
Auf den Inhalt werde ich nicht weiter eingehen, es soll jeder selber lesen, wie größere und kleinere Probleme bewältigt werden. Spaß werden viele sicher auch an humorvollen Szenen finden und sich, genau wie ich, Appetit auf leckeres Essen holen. Wobei ich auch gerne zu Gelis Speisen greifen würde 😉. Übrigens, das Buchcover ist sehr ansprechend gestaltet und hält auch, was es verspricht.


Fazit:
Eine schöne unterhaltsame Lektüre, die angenehme Lesestunden beschert und einen nach Hamburg und Mallorca entführt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Ichdachteschondufragstmichnie #NetGalleyDE

Samstag, 27. Februar 2021

Rezension - Die Akte Hürtgenwald


Autor: Lutz Kreutzer

Titel: Die Akte Hürtgenwald

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Februar 2021

Seiten: 346

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Gmeiner-Verlag






Über den Autor:
Lutz Kreutzer wurde 1959 in Stolberg geboren. Er schreibt Thriller, Kriminalromane sowie Sachbücher und gibt Kurzgeschichten-Bände heraus. Auf den großen Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sowie auf Kongressen coacht er Autoren, ebenso richtet er den Self-Publishing-Day aus. Am Forschungsministerium in Wien hat er ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit gegründet, weshalb im Hörfunk und TV zahlreiche Beiträge über seine Arbeit gesendet wurden. Seine beruflichen Reisen und alpinen Abenteuer nimmt er zum Anlass, komplexe Sachverhalte in spannende Literatur zu verwandeln. Lutz Kreutzer arbeitete lange als Manager in der IT- und Hightech-Industrie. Seine Arbeit wurde mit mehreren Stipendien gefördert. Heute lebt er in München. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mai 1956. Eine Explosion zerreißt die Stille am Rande der Schlachtfelder des Hürtgenwalds. Ein Stolberger Industrieller kommt durch eine Tretmine ums Leben.
53 Jahre später wird Kommissar Straubinger nach einer Prügelei mit einem Taxifahrer aus Köln in die Eifel strafversetzt, um in der Dienststelle Stolberg Akten zu sortieren. Dabei stößt er auf die alten Unterlagen und auf Ungereimtheiten in dem Fall, der nie wirklich aufgeklärt wurde. Er beginnt zu ermitteln und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur, für das Menschen immer noch morden …


Meine Meinung:
Von Lutz Kreutzer habe ich schon einige Bücher gelesen und ich freute mich, als ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Ich musste nicht lange überlegen, ob ich es lesen wollte, denn die Kurzbeschreibung machte mich neugierig und außerdem war die Handlung in einer Gegend angesiedelt, die ich vom "Hören sagen" kannte. Mein Wissen über Ereignisse in der Stolberger Umgebung konnte ich dann auch mit diesem Krimi erweitern. Kaum zu glauben, was damals vor ungefähr fünfundsiebzig Jahren dort passiert ist und noch Auswirkungen in Jahren danach hatte.
Aber zunächst lernte ich Kommissar Straubinger kennen, ein gebürtiger Bayer, der in Köln lebte und arbeitete und später nach Stolberg strafversetzt wurde. Durch ihn bekam ich eine ganz andere Sichtweise auf Traditionen im Rheinland und vor allem fand ich es sehr interessant, wie er mit allem klar kam und damit umging. Besonders beeindruckt hat mich..... ach schade, ich will ja nichts verraten. Das muss jeder selber herausfinden.
Straubinger findet beim Akten sortieren eine Akte, die ihn besonders neugierig macht und so nebenher will er mehr dazu erfahren. Ich als Leserin bin natürlich weitaus besser informiert, denn der Autor macht immer wieder einen Schwenker in die Vergangenheit. Ich weiß zwar, was passiert ist, aber wer die Personen sind? Keine Ahnung, das wird sehr geheimnisvoll umschrieben. So nach und nach erfahre ich immer mehr, aber am Ende werde ich überrascht.
Ein weiteres Mal hatte ich ein Buch, das mich an sich fesselte. Die Art von Straubinger mochte ich sehr und ich hoffe, dass ich noch mehr über ihn zu lesen bekomme. Denn ihm habe ich es zu verdanken, dass ich mehr über die Gegend erfahren habe und vor allem konnte ich, trotz des Wissensvorsprungs, den ich hatte, ihn sehr gut beim rätselhaften Ermitteln begleiten.


Fazit:
Spannung und unterhaltsame Begebenheiten am Rande haben dafür gesorgt, dass ich reichlich Lesevergnügen hatte. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Das Todesboot - Ein Fall für Molly Bleck


Autorin: Ulrike Busch

Titel: Das Todesboot

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. Februar 2021

Seiten: 222

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Drei Herzenswünsche hat die gute Fee der gebürtigen Ruhrpottpflanze Ulrike Busch erfüllt: Erstens, in Norddeutschland zu leben, und zweitens, als Autorin von Büchern tätig zu sein, die drittens an Nord- und Ostsee spielen. Seit 1986 wohnt die ehemalige selbstständige Texterin in Hamburg. „Dreimal hinfallen, und ich bin an meinen Sehnsuchtsorten: Amrum, Sylt, St. Peter-Ording, Travemünde, Niendorf, Timmendorfer Strand. Überall da, wo es viel Meer, Wind und Wetter und eine salzige Brise gibt.“ 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nela Dodesen, Erbin einer Hotelkette in der Lübecker Bucht, treibt frühmorgens tot in einem alten Fischerboot vor Travemünde. Ermordet, wie die Obduktion ergibt. Seltsame Parallele: In demselben Boot war vor Jahren die Tochter eines Staatsanwalts ebenfalls tot vorgefunden worden. Angeblich hatte sie Selbstmord begangen. Das Boot gibt dem Team um Molly Bleck Rätsel auf: Was hat dieser ungewöhnliche Weg der Beseitigung der Leiche zu bedeuten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen? Als Molly das Ermittlungsergebnis von damals infrage stellt, stößt sie damit auf Widerstand. Und plötzlich holen die Schicksalsjahre ihres Mannes sie wieder ein.


Meine Meinung:
Als Krimiserienjunkie musste ich nicht lange überlegen, es war klar, dass ich wieder dabei sein wollte, wenn Molly Bleck in der Lübecker Bucht einen weiteren Fall löst. 
Ein weiteres Mal habe ich Molly und ihre Kollegen Malte und Ben begleiten können, was mir sehr gut gefallen hat. Sie alle arbeiten ja noch nicht sooo lange zusammen und ich finde, dass sie es bestens hinbekommen. 
Eigentlich geht es ja "nur" darum, den Tod einer Frau aufzuklären, die in einem Fischerboot vor Travemünde gefunden wird. Allerdings gibt es eine seltsame Parallele zu einem älteren Fall. Molly will auf jeden Fall wissen, ob es da wirklich Zusammenhänge gibt. Bei der Ermittlung lernen alle, also auch ich, weitere Personen kennen, denen interessante Charaktere zugeordnet wurden. Die einen mag ich und andere sind mir sehr unsympathisch. Ich würde sagen, die Autorin hat ihr Ziel erreicht und mich so richtig eingebunden ins Geschehen, denn sonst wären mir die Leute doch ganz egal. 
Wer die beiden ersten Bücher gelesen hat, bekommt noch einen Punkt zur Freude, Geheimnisse werden endlich aufgedeckt. Darauf habe ich ja nur gewartet. 


Fazit:
Dieses Buch konnte mir wieder sehr viel bieten. Ich durfte an die Ostsee reisen. Es war sehr spannend und unterhaltsam und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 

Rezension - Die Frau von Montparnasse: Simone de Beauvoir und die Suche nach Liebe und Wahrheit


Autorin: Caroline Bernard

Titel: Die Frau von Montparnasse

Genre: Biografie, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. Februar 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Caroline Bernard ist das Pseudonym von Tania Schlie. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet seit zwanzig Jahren als freie Autorin. Sie liebt es, sich Geschichten über starke Frauen auszudenken.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die große Philosophin Simone de Beauvoir und die Liebe in Freiheit Paris, 1929: Die junge Simone will studieren – und schreiben. Dann begegnet sie Jean-Paul Sartre, Enfant terrible, Genie und bald ihr Geliebter. Sie schließen einen Pakt, der ihre Liebe und dabei sexuelle Freiheit sichern soll. Gemeinsam formulieren sie die Philosophie des Existenzialismus, sind der Mittelpunkt der Pariser Bohème. Doch ihren Traum vom Schreiben kann Simone nicht verwirklichen – die Verlage lehnen ihre Texte als »unpassend« ab. Und auch um die Beziehung zu Sartre muss sie kämpfen. Denn: Wie lässt sich eine große Liebe mit dem Streben nach Freiheit vereinbaren?


Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne die Bücher aus der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe". Dadurch bekomme ich sehr viele interessante Einblicke in das Leben der unterschiedlichsten Frauen. Diesmal habe ich mich allerdings zum ersten Mal gefragt, wieviel ist hier fiktiv und wie viel entspricht der Wahrheit. Denn mit Simone de Beauvoir wurde mir eine Frau vorgestellt, die mir persönlich so gar nicht sympathisch wurde. Sie mag für die damalige Zeit zwar fortschrittliche Ideen gehabt haben, aber so wirklich konnte sie nicht alles umsetzen. Ihre Bindung zu Jean-Paul Sartre entsprach dann auch nicht meinen Vorstellungen zum Fortschritt. Aber wer bin ich, dass ich hier ihr Verhalten während der vielen Jahre in Frage stelle, außerdem ist es ja alles Vergangenheit und nicht mehr zu ändern. 
Der Autorin habe ich es nun zu verdanken, dass ich mich auf ein weiteres Buch dieser Serie eingelassen habe und mehr über Simone de Beauvoir erfahren konnte. 


Fazit:
Es war eine interessante Erfahrung, aus heutiger Sicht etwas über die damals große Philosophin zu lesen. Fans dieser Buchreihe werden es sicher lesen wollen und sich eine eigene Meinung dazu bilden.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieFrauvonMontparnasse #NetGalleyDE

Rezension - Erdbeerversprechen



Autorin: Manuela Inusa

Titel: Erdbeerversprechen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Februar 2021

Seiten: 377

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag



Über die Autorin:
Manuela Inusa wurde 1981 in Hamburg geboren und wollte schon als Kind Autorin werden. Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag sagte die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin sich: »Jetzt oder nie!« Nach einigen Erfolgen im Selfpublishing erscheinen ihre aktuellen Romane bei Blanvalet. Zuletzt verzauberte die Valerie-Lane-Reihe die Herzen der Leserinnen und eroberte auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Autorin liebt es zu reisen, liest vorzugsweise Thriller und könnte jeden Tag Spaghetti essen. Außerdem hat sie eine Vorliebe für Tee und britische Popmusik. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern noch immer in ihrer Heimatstadt. Besuchen Sie sie gerne auf Facebook oder Instagram.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Amanda hat mit ihrer Familie viele glückliche Jahre auf ihrer Erdbeerfarm nahe Carmel-by-the-Sea verbracht, bis ihr Mann Tom vor achtzehn Monaten verstarb und sie mit ihrer Tochter Jane zurückließ. Jane verkraftet den Verlust ihres Vaters nur schwer, und auch für Amanda ist es nicht leicht, ohne ihren geliebten Tom weiterzumachen und sich allein um die große Plantage zu kümmern. Als ihre beste Freundin vorschlägt, an einer Trauergruppe teilzunehmen, rafft Amanda sich endlich auf und hofft, auf diese Weise besser mit ihrem Kummer klarzukommen. Was sie allerdings nicht ahnt, ist, dass sie dort eine ganz besondere Begegnung machen wird. Und sie erinnert sich an ein Versprechen, das sie einst ihrem Mann gegeben hat …


Meine Meinung:
Ich esse Erdbeeren unwahrscheinlich gerne und freute mich deshalb darauf, eine Erdbeerfarm kennen zu lernen. Man stelle sich mal vor, Monatelang können dort die leckeren Früchte geerntet werden. Hmmm....

Aber so traumhaft scheint es auf der Farm nicht zuzugehen. Amanda und Jane haben reichlich Probleme. Nach dem Tod des Ehemannes und Vaters läuft vieles nicht mehr gut. Besonders Jane macht allen mit ihrem Verhalten das Leben schwer.

Außer den beiden stehen noch weitere Personen im Vordergrund, der Witwer Carter mit seinen Töchtern wird stark in die Geschichte eingebunden. Im Wechsel wird aus Sicht vier Beteiligten erzählt, was alles so passiert. In meinen Augen rückt dadurch die Erdbeerfarm sehr in den Hintergrund und ich muss mich mit vielen Problemen, die alle haben, auseinandersetzen. Im Grunde ist es nicht schlimm und vieles regt zum Nachdenken an, aber dadurch geht für mich eine gewisse Leichtigkeit verloren.

Diesmal konnte mich das Buch insgesamt nicht so sehr begeistern, was allerdings an meiner Erwartungshaltung liegen könnte. Die Kurzbeschreibung versprach mir die Geschichte von Amanda und einem Mann, den sie kennen lernen sollte. Was auch passiert ist, aber beide haben Töchter, die hier ebenfalls zu Wort kamen und auf einmal musste ich mich auch sehr mit ihren Problemen auseinander setzen. Das alles ist es auch wert, aber in einem Buch war es mir persönlich einfach zuviel.

Natürlich habe ich das Buch zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie es endet und wie alle mit ihren Problemen fertig werden. Nachdem sich alles zu meiner Zufriedenheit entwickelt hatte, war darüber dann auch erfreut. 

Fazit:
Es gab reichlich interessante Themen, die sehr gut geschildert wurden und mit denen sich nicht nur die Protagonisten auseinandersetzen mussten. Meine Erwartungen an das Buch konnten leider nicht erfüllt werden. Ich bin aber sicher, dass es genügend Leser geben wird, die es nicht so kritisch sehen.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Sonntag, 21. Februar 2021

Rezension - Inspektor Takeda und die stille Schuld


Autor: Henrik Siebold

Titel: Inspektor Takeda und die stille Schuld

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. Februar 2021

Seiten: 366

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch



Über den Autor:
Henrik Siebold ist Journalist und Buchautor. Er hat unter anderem für eine japanische Tageszeitung gearbeitet sowie mehrere Jahre in Tokio gelebt. Unter einem Pseudonym hat er mehrere Romane veröffentlicht. Zurzeit wohnt er in Hamburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Feuer in der Nacht. 
Beim Brand einer Hamburger Seniorenresidenz sterben acht Bewohner. Alles deutet auf Brandstiftung hin, so dass Inspektor Ken Takeda und Claudia Harms die Ermittlungen aufnehmen. Eine verdächtige Heimleiterin, sich seltsam verhaltende Angehörige – viele der Befragten machen sich verdächtig. Dann stoßen Takeda und Harms auf ein deutsch-japanisches Joint Venture, das einen neuartigen Pflegeroboter erprobt. Bald müssen die Ermittler eine Frage stellen, die ihnen selbst geradezu aberwitzig erscheint: Kann ein Roboter einen Mord begehen? 


Meine Meinung
Ken Takeda und Claudia Harms ermitteln hier in ihrem fünften Fall, für mich ist es allerdings erst der zweite, mit Sicherheit aber nicht der letzte.
Als Leserin erfahre ich im Prolog schon, wie es zu den Toten in der Seniorenresidenz gekommen ist. Somit habe ich einen Wissensvorsprung vor den beiden Ermittlern. Allerdings hat der Autor mich auf eine bestimmte Spur gebracht und ich war sehr gespannt, wie am Ende die Auflösung aussehen wird. 
Leider bleibt es nicht bei dem einen Todesfall und die beiden stehen vor einem Rätsel. Kann ein Roboter einen Mord begehen? Der Einsatz der Roboter in der Altenpflege ist sehr interessant, macht aber auch nachdenklich. Ich bin wirklich sehr neugierig, wie sich alles entwickeln wird.
In der vorherigen Folge sind sich Claudia und Ken näher gekommen, was mir gefallen hat. Deshalb fand ich es jetzt auch sehr nervend, wie Claudia rumgezickt hat. Durch Ken konnte ich auch diesmal wieder sehr viel über die japanische Kultur und vor allem über die Einstellung zur Arbeit kennen lernen. 


Fazit:
Spannend und unterhaltsam fand ich diese Folge. Allerdings bekam Claudia von mir im privaten Bereich einige Minuspunkte, die durch die gute Zusammenarbeit mit Ken aber wieder aufgehoben wurden.  Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf eine weitere Folge mit den beiden.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#InspektorTakedaunddiestilleSchuld #NetGalleyDE

Rezension - Das kleine Friesencafé

Autor: Janne Mommsen

Titel: Das kleine Friesencafé

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und broschiert

erschienen: 16. Februar 2021

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch 


Über den Autor
Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seeluft, Strand und Friesentorte - der Auftakt zur neuen Friesencafé-Reihe von Bestsellerautor Janne Mommsen. 
Julia braucht eine Auszeit vom Leben. Auf Rat ihrer Oma reist sie nach Föhr, um den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter zu folgen, die einst eine glückliche Zeit auf der Insel verbrachte. Bei einem Spaziergang stößt Julia auf ein leerstehendes Kapitänshaus: der perfekte Ort, um ihrer Leidenschaft, der Malerei, nachzugehen. Spontan beginnt sie, Porträts von Touristen und Insulanern anzufertigen. Als sich immer mehr Leute dort malen lassen, schenkt sie bald Kaffee aus, backt Friesentorte und bewirtet die Gäste. Es fühlt sich an wie ein eigenes kleines Café. Julia scheint ihrem Traum vom Glück ganz nahe, da stellen sich ihr zwei Männer in den Weg: Der kauzige Nachbar, Kapitän Hark Paulsen, und der irritierend gutaussehende Bürgermeister Finn-Ole. Wer hilft? Natürlich Oma Anita. Die träumte als junge Frau nämlich selbst von einem eigenen Café, allerdings in Paris.


Meine Meinung:
Seeluft, Strand und Friesentorte - all das kann ich im Moment nicht genießen, deshalb freute ich mich auf die Möglichkeit, mich mit diesem Buch entführen zu lassen.
Julia braucht eine Auszeit vom Leben, das Thema ist mir als Vielleserin nicht gerade unbekannt. Aber wie so oft werde ich von dem Ideenreichtum eines Autors überrascht. Janne Mommsen hat sich einiges einfallen lassen und als erstes vielen Beteiligten besondere Charaktere zugeordnet. Einige Dialoge haben mir unwahrscheinlich viel Spaß bereitet. Besonders Kapitän Hark Paulsen, der als kauziger Nachbar rüberkommen soll, hat sehr zu meiner Erheiterung beigetragen. 
Natürlich steht Julia im Vordergrund, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Orte zu finden, wo ihre Mutter sich als junge Frau sehr wohl gefühlt hat. Fragen kann sie ihre Mutter ja nicht mehr, denn leider ist sie viel zu früh verstorben und Julia ist bei Oma Anita aufgewachsen. So kommt es, dass ich ein Buch in der Hand halte, das gefühlsmäßig für ein Auf und Ab sorgt. Aber so ist es nun mal auch im wirklichen Leben. Julia sucht und findet ihren Weg, zwar nicht sofort, aber immerhin trifft sie am Ende, die in meinen Augen, richtige Entscheidung. Oma Anita zeigt, dass es für gewisse Dinge nie zu spät ist und Hark stellt fest, dass der Eintritt ins Rentenalter doch nicht so schlimm ist, wie anfangs befürchtet. Mehr möchte ich nun allerdings nicht mehr erwähnen, denn wenn ich auf Einzelheiten eingehen wollte, dann müsste ich zu viel verraten.


Fazit:
Ich fühlte mich sehr wohl auf der Insel Föhr, die ich nun gut kennen lernen konnte. Zu gerne hätte ich den leckeren Kuchen von Julia probiert und vor allem die Bilder gesehen. Aber dank der guten Beschreibungen des Autors hatte ich alles wunderbar vor Augen. Mir hat das Buch mit den vielen Eindrücken sehr gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.