Dienstag, 30. November 2021

Rezension - Mach dich locker



Autorin: Ellen Berg

Titel: Mach dich locker

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 15. November 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Planst du noch, oder lebst du schon? 
(Noch) nicht perfekt, aber verdammt nah dran: Kontrollfreak Marie hat ihr Leben exakt durchgeplant. Einfach locker laufen lassen? Bloß nicht. Dafür sind ihre Ansprüche an Job, Ehe und Familienalltag viel zu hoch. Dumm nur, dass ihre Familie zunehmend rebellisch reagiert. Vor allem ihr Mann Alexander ist genervt von der ewigen Kritik – und zeigt sich umso interessierter an der provozierend lockeren Babette. Langsam muss sich Marie fragen, ob Perfektionismus wirklich glücklich macht. Doch wie rettet man eine Ehe nach fünfzehn Jahren Beziehungsroutine? Und – will Marie das überhaupt? 


Meine Meinung:
Das gewohnt humorvolle Cover hat mal wieder dafür gesorgt, dass ich auf das Buch aufmerksam wurde. Weil mich die Kurzbeschreibung zusätzlich neugierig machte, lernte ich Marie kennen. Ich muss allerdings gleich gestehen, dass ich anfangs wirklich sehr schwankte. Ich wusste nicht, ob ich sie leiden kann oder sogar bemitleiden sollte. Ihre Art gefiel mir nicht und ich hätte sie nicht gerne zur Freundin gehabt, aber ich dachte, die Autorin wird sich etwas beim Schreiben gedacht haben und wollte die Entwicklung erst einmal abwarten. So bekam ich einen guten Einblick in ihr Berufs- und Familienleben, mehr gab es da allerdings auch nicht. 
Wie es nun mal so ist, irgendwann zeigt einem der Körper, was er von dem Leben der Besitzerin hält und stellt sich einfach quer. Marie musste die unangenehme Erfahrung machen, dass Tabletten nicht alleine dafür sorgen, dass alles wie gewohnt fluppt. Ihr Rücken zeigt es ihr und dadurch wird sie ausgebremst. Allerdings stellt sie gezwungenermaßen fest, es geht auch anders und Hilfe sollte angenommen werden. Ernst und humorvoll erzählt die Autorin, was Marie so alles erlebt. Und ich konnte mich im Laufe der Geschichte doch mit ihr anfreunden. Die Entwicklung und vor allem das Ende und was die Autorin danach noch geschrieben hat, konnte mich begeistern.


Fazit:
Ein gelungenes Buch über Höhen und Tiefen des Lebens, das Mut macht, sich Problemen zu stellen und vergangenes verarbeitet und zum Guten wenden kann. Gerne empfehle ich dieses Buch.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Machdichlocker #NetGalleyDE!

Rezension - Weiberfastnacht


Autor: Jürgen Reitemeier

Autor: Wolfram Tewes

Titel: Weiberfastnacht

Genre: Krimi

Version: eBook und Paperback

erschienen: 10. November 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Pendragon



Über die Autoren:
Jürgen Reitemeier, geboren 1957 in Hohenwepel-Warburg/Westfalen. Nach einer handwerklichen Ausbildung zum Elektromaschinenbauer studierte er Elektrotechnik, Wirtschaft und Sozialpädagogik an den Hochschulen Paderborn und Bielefeld. Seit vielen Jahren verheiratet, lebt und arbeitet er seit mehr als zwanzig Jahren in Detmold.
Wolfram Tewes, geboren 1956 in Peckelsheim/Westfalen. Der Vater von zwei erwachsenen Töchtern lebt mit seiner Ehefrau in Paderborn. Er arbeitet seit vielen Jahren für eine regionale Tageszeitung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Jupp Schulte ist im Ruhestand und hat Mühe, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Staatsanwalt wird tot aufgefunden und dessen Kollege Hagen Hinze erhält einen Brief, in dem die gesamte Detmolder Staatsanwaltschaft bedroht wird. Kurz darauf, an Weiberfastnacht, wird auch noch die junge Staatsanwältin Zoé Stahl entführt. Durch persönliche Verbindungen wird Jupp Schulte in den Fall hineingezogen und ihm bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln. Doch er scheint eingerostet zu sein und zunächst will ihm nichts gelingen. Aber dann kommt ihm Kommissar Zufall zu Hilfe und Schulte läuft wieder zur alten Form auf.


Meine Meinung:
Ich bin ein großer Fan der Regionalkrimis aus Lippe, zumal ich zu dieser Gegend einen besonderen Bezug habe. Seit Jahren lese ich die Krimis, die von den beiden Autoren geschrieben wurden und mir wurde bisher noch nie langweilig.
Jupp Schulte ist nun endlich im Ruhestand, aber gut hat er sich noch nicht reingefunden. Als er dann irgendwie in einen Fall hineingezogen wird, mischt er so richtig mit und fühlt sich wesentlich besser.
Gleichzeitig begegne ich auch wieder alten Bekannten, von denen ich Anton Fritzemeier besonders in mein Leserherz geschlossen habe. Seine Einstellungen und Aussprache amüsieren mich immer wieder, sie gefallen mir ausgesprochen "chut".
Wohnhaft im Rheinland sind mir die Rituale an Weiberfastnacht gut bekannt und ich kann mir vorstellen, dass einige Männer, die mit der Tradition nicht aufgewachsen sind, große Probleme damit haben. Ganz besonders sind das dann wohl auch Männer, wie sie in diesem Krimi vorkommen. Die beiden Autoren haben diesen Tag genutzt und einen spannenden Krimi daraus gemacht. Denn das ist eigentlich "nur" der Auslöser, im Grunde geht es um sehr viel weitreichenderes. Ich werde nicht näher darauf eingehen, denn das sollte jeder selbst lesen.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die derzeitige allgemeine Situation eingebunden wurde. Wir können es nicht wegreden oder übersehen, aber die Arbeit der Ermittler hat schon darunter gelitten und für Ausfälle gesorgt. Maren Köster, die ehemalige Kollegin von Jupp Schulte wird aufgefordert, so schnell wie möglich Ermittlungserfolge aufzuweisen, aber wie soll sie das machen, wenn so viele Kollegen durch Quarantäne oder sogar Erkrankung ausfallen. Es gab noch weitere Begebenheiten, die eingebunden waren und dem Buch noch mehr Würze verlieh, ausführlich will ich nicht alles erwähnen, nur kurz Stichworte geben, Langeweile im Ruhestand oder ist ein Hofladen wirklich ein Hofladen. Neugierig geworden, dann bitte auch diese Folge lesen.
Das Buchcover gefällt mir, es scheint so einfach zu sein, sagt aber vieles aus.


Fazit:
Fans der Lippe-Krimis werden begeistert sein. Denn dies ist eine weitere gelungene unterhaltsame und vor allem spannende Folge der Serie. Jedes Buch ist zwar für sich abgeschlossen, aber es macht Spaß mehr aus der Serie zu lesen. Lippisches Flair wird reichlich geboten. Ich erwähnte es ja schon, wie Fritzemeier sagen würde: alles chut 😉 Natürlich kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, ich bin mir allerdings sicher, dass die eine oder der andere neugierig auf vorherige Bücher wird. Empfehlen kann ich sie alle.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#Weiberfastnacht #NetGalleyDE

Rezension - Der Weg der Highlanderin



Autorin: Eva Fellner

Titel: Der Weg der Highlanderin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Oktober 2021

Seiten: 501

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Eva Fellner von Feldegg, geboren 1968 im oberbayerischen Murnau, arbeitete zunächst als Chefredakteurin einer Fachhandelszeitschrift. Sie gründete eine Agentur für digitales Marketing und unternahm zahlreiche Reisen. China und Südafrika wurden ihr daher zu einer zweiten Heimat. Neben asiatischer Kampfkunst interessiert sie sich schon immer für Geschichte, vor allem für starke Frauen und das Mittelalter. Sie ist davon überzeugt, dass die besten Geschichten das Leben selbst erzählt. Sie ist verheiratet und hat drei Söhne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand. Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance. Die hochspannende Geschichte einer unvergesslichen Heldin inmitten der schottischen Highlands


Meine Meinung:
Nachdem ich vor ein paar Monaten das Buch "Die Highlanderin" gelesen hatte, war klar, dass ich auch das zweite Buch lesen wollte. Zumal ich davon ausging, dass meine offenen Fragen beantwortet würden. Außerdem hoffte ich auf eine spannende Fortsetzung.
Beides habe ich bekommen. Wie auch im ersten Buch wird hier in einem besonderen Schreibstil die Geschichte rund um Enja weiter erzählt. Enja berichtet mir in der Ich-Form, was sie erlebt, denkt und fühlt. Der Erzählstil wechselt laufend, auch die Zeiten und Gegenden. So einfach mal eben runterlesen war mir nicht möglich, Konzentration war angesagt. Aber da ich mich inzwischen an die Schreibweise gewöhnt hatte, wurde meine Lesefluss nicht weiter gehemmt.
Enja und ihre Begleiter sind nach einer langen Reise in Schottland angekommen. Natürlich habe ich erfahren, was sie auf der Reise alles erlebt haben und in Schottland war es nicht gerade friedlich. Das kennen wir ja alle aus der Geschichte des Landes. Enja steckt mittendrin in den Streitigkeiten und es gibt die eine oder andere gefährliche Situation. Aber auch erfreuliches konnte ich lesen, verraten werde ich allerdings nichts dazu.
Auf jeden Fall war es wieder sehr spannend und es gab reichlich Überraschungen für mich, die größte war das Ende und darüber habe ich mich am meisten gefreut.


Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches, was auch erforderlich war. Nun weiß ich bestens bescheid und habe keine offenen Fragen mehr. Gerne empfehle ich auch dieses Buch, rate allerdings dazu, unbedingt beide zu lesen. Wer das erste Buch bisher noch nicht kannte, hat nun die Möglichkeit beide ohne Wartezeiten zu lesen.

Bei der Autorin, beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerWegderHighlanderin #NetGalleyDE!

Samstag, 27. November 2021

Rezension - Commissario Tasso auf dünnem Eis



Autorin: Gianna Milani

Titel: Commissario Tasso auf dünnem Eis

Genre: Krimi

Version: eBook und Paperback

erschienen: 29. Oktober 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe



Über die Autorin:
Gianna Milani ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die sich seit vielen Jahren für Südtirol und seine wechselvolle Geschichte interessiert. Dabei haben es ihr besonders die sagenhaften Dolomiten angetan. Ein Haus in Norditalien wäre ihr Traum, bis dahin schreibt sie Bücher über ihre Lieblingsregionen. "Commissario Tasso auf dünnem Eis" ist der Auftakt einer Reihe um das ungleiche Duo Aurelio Tasso und Mara Oberhöller, die gemeinsam im Südtirol der 1960er ermitteln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Verschneite Berghänge. Dampfende Knödel. Holzskier an der Wand. Und eine Leiche im Hotel
Südtirol, 1962: Eigentlich hat Commissario Aurelio Tasso sich nur nach Bozen versetzen lassen, um einem alten Kollegen einen Gefallen zu tun. Obwohl er keinen Schnee mag. Aber wenigstens gibt es in Südtirol ausgezeichnetes Essen, vor allem Knödel. Dagegen wenige Verbrechen. Dachte er. Denn dass der Maler Carlo Colori erschlagen im Hotel Bellevue in Meran liegt, sieht nicht nach einem Unfall aus. Seine Ermittlungen führen Tasso weiter ins mondäne Cortina d‘Ampezzo. Dort wird eine zweite Leiche aus dem nahen Misurinasee gefischt. Gibt es eine Verbindung zwischen den Toten?


Meine Meinung:
Ich gestehe, dass das Cover mir ausgesprochen gut gefällt und das war auch der Grund, dass ich mich mehr informierte und durch die Kurzbeschreibung erst recht neugierig wurde.
So lernte ich Commissario Tasso kennen, der vom warmen Süden in das verschneite Südtirol versetzt wurde. Schnee und Kälte, das konnte er so gar nicht leiden, außerdem erweckte er den Eindruck, eine grummelige Person zu sein. Aber als Ermittler war er gut und deshalb wurde ihm eine junge Frau als Praktikantin zur Seite gestellt. Somit durfte ich einem interessanten Ermittlerduo folgen. Ich war natürlich froh, dass ich zu Hause in meinem gemütlichen Lesesessel sitzen konnte. Denn es gab reichlich Schnee, was die Arbeit nicht besonders leicht machte. Überhaupt fand ich es ausgesprochen interessant, den beiden im Jahr 1962 zu folgen. Mobile Telefone gab es nicht, es musste nach Telefonzellen Ausschau gehalten werden und andere Techniken eingesetzt werden, die manch einer aus der Leserschaft vielleicht noch kennt.
Mir hat das Lesen dieses Buches auf jeden Fall ein großes Lesevergnügen bereitet. Ich habe mir bekannte Orte in Südtirol wieder gesehen, die ich allerdings zwanzig Jahre später kennen gelernt habe. Ich durfte die Ermittler begleiten und war gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Sehr gut hat mir ebenfalls gefallen, dass ich gleichzeitig vieles vom Leben und Arbeiten in Südtirol erfahren konnte. Auch heute noch sprechen viele Bewohner mehrere Sprachen und ich bin mir nicht sicher, ob die Südtiroler sich inzwischen an die Zugehörigkeit gewöhnt haben. Aber das steht auf einem anderen Blatt der Zeitgeschichte. 
Hervorheben möchte ich noch, dass mir die Überschriften zu den Kapiteln gut gefallen hat, kurz wurde alles wissenswertes genannt und es erhöhte die Neugierde auf das nächste Kapitel. Hilfreich ist ja meist zu Beginn eines Buches, die Namen der Beteiligten zu nennen. Für mich waren das zu viele und ich hatte dann beschlossen, dass ich die Auflistung überfliege und später immer mal wieder einen Blick drauf werfe. Das hat mir dann mehr geholfen.


Fazit:
Spannung, Zeitgeschichte und eine gelungene Unterhaltung, das fällt mir auf Anhieb zu diesem Buch ein. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch weitere Folgen lesen kann. Aber zunächst gebe ich eine Leseempfehlung für dieses Buch.


Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#CommissarioTassoaufdünnemEis #NetGalleyDE!

Rezension - Das Buch der verschollenen Namen



Autorin: Kristin Harmel

Titel: Das Buch der verschollenen Namen

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Paperback

erschienen: 1. Oktober 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC



Über die Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Mit ihrem Debüt Solange am Himmel Sterne stehen landete sie einen weltweiten Bestseller. Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht im kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt. Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch deren wahre Identität möchte sie für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …


Meine Meinung:
Ich hatte anfangs gezögert und war mir nicht sicher, ob ich das Buch überhaupt lesen wollte. Aber dann bekam ich die Empfehlung einer Bloggerkollegin und was war, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Mir war bekannt, dass die Geschichte auf eine wahre Begebenheit beruht und bewusst war mir auch, dass Eva alles überlebt hat. Ich wollte nun wissen, was sie alles erlebt hat und ob ihre Aktion erfolgreich waren und sie viele retten konnte. Allerdings wurde meine Geduld auch etwas auf die Probe gestellt, denn für mich gab es einige Schilderungen, die mir langatmig vorkamen und sich oft wiederholten. Nun, es mag ja sein, dass es Eva auch nicht anders ging, denn tagaus, tagein hat sie immer dieselben Tätigkeiten ausführen müssen. Es war für sie ja auch keine leichte Zeit, ihre Mutter hat es ihr nicht leicht gemacht, aber es gab auch Lichtblicke. Manchmal allerdings kamen mir Mutter und Tochter auch etwas naiv mit ihren Meinungen und Vorstellungen vor, aber ich betrachte die damalige Zeit ja aus heutiger Sicht, wer weiß, wie ich gehandelt hätte.
Was ich an diesem Buch bemängeln möchte, ist die fehlende Erklärung, was denn nun fiktiv war. Außerdem hatte ich durch den Buchtitel erwartet, dass ich noch mehr über das Buch der verschollenen Namen erfahren hätte, nicht nur, wie dort etwas eingetragen wird, sondern ob vielen damit im Nachhinein geholfen und Wissen vermittelt werden konnte.


Fazit:
Die Autorin hat viel über die Arbeit und das Leben während der Kriegsjahre vermittelt, was ich sehr interessant war. Zu gerne hätte ich mehr erfahren. Aber es mag vielleicht nicht jeder so neugierig sein, wie ich und Gefallen an dem Buch finden. Lesenswert ist es auf jeden Fall.


Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasBuchderverschollenenNamen #NetGalleyDE!

Rezension - Die Frau aus der Nordsee



Autorin: Anna Johannsen

Titel: Die Frau aus der Nordsee

Genre: Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 19.Oktober 2021

Seiten: 347

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Edition M 



Über die Autorin:
Anna Johannsen lebt seit ihrer Kindheit in Nordfriesland. Sie liebt die Landschaft und die Menschen der Region, besonders verbunden ist sie den Nordfriesischen Inseln, auf denen die Krimireihe »Die Inselkommissarin« spielt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwischen Pellworm und Nordstrand wird eine Frauenleiche aus der kalten Nordsee geborgen. Die Obduktion bestätigt den Verdacht auf ein Tötungsdelikt. Außerdem findet die Polizei heraus, dass Maren Witte zwei Wochen vor ihrem Tod heimlich entbunden und das Kind in einer Babyklappe abgegeben hat. Lena Lorenzen übernimmt den Fall und ermittelt auf Pellworm – der Insel, auf der Maren aufgewachsen ist.
Die Eltern des Opfers sind bestürzt über den Verlust, doch schnell wird klar, dass der Kontakt mit der Tochter seit längerer Zeit auf ein Minimum reduziert war. Auch sonst werfen die Ermittlungen einige Fragen auf: Wie konnte die junge Frau sich ein teuer eingerichtetes Apartment in Kiel leisten, obwohl sie keiner regulären Beschäftigung nachging? Und wer ist der Vater des Neugeborenen? Für Lena wird der Fall zu einer ganz besonderen Herausforderung, nicht zuletzt aufgrund einer Entwicklung in ihrem eigenen Leben.


Meine Meinung:
Obwohl ich die Serie bisher nicht lückenlos gelesen habe, fühle ich mich mit der Inselkommissarin Lena Lorenzen sehr verbunden. Neben ihrer Arbeit interessiert mich natürlich auch ihr Privatleben, das sich diesmal interessant entwickelte und ich war über das Ende froh und zufrieden. Mehr verrate ich aber nicht. 
Aber auch der Fall war äußerst interessant. Es war sehr mühsam für Lena und ihre Kollegen etwas genaues über die tote Frau heraus zu finden. Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit hatte niemand gerechnet und mir tat Maren Witte wirklich sehr leid. 
Die Autorin hat mich auch diesmal an das Buch gefesselt, denn ich war natürlich neugierig, wie sich alles entwickeln würde, beruflich und auch privat und nun bin ich auf eine weitere Folge gespannt.


Fazit:
Und wieder konnte ich eine spannende und unterhaltsame Folge mit und über die Inselkommissarin lesen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DieFrauasuderNordsee #NetGalleyDE!

Mittwoch, 24. November 2021

Rezension - Älter werde ich später



Autorin: Lioba Albus

Titel: Älter werde ich später

Genre: Roman

Version: eBook und Paperback

erschienen: 29. Oktober 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe



Über die Autorin:
Lioba Albus wurde 1958 in Attendorn im Sauerland geboren, lebt in Dortmund und ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern. Als gelernte Schauspielerin zog es sie vor dreißig Jahren auf Deutschlands Kabarettbühnen. Außerdem ist sie häufig zu Gast in diversen Radio- und Fernsehshows, z. B. bei Ladies Night (ARD). Viele ihrer Freunde meinen, sie spricht ein bisschen zu viel. Darum schreibt sie jetzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frech, emanzipiert, direkt - das Romandebüt der beliebten Kabarettistin Lioba Albus! Mila ist 59 und zufrieden mit ihrem Leben. Ihr Freundeskreis ist groß, ihre Arbeit als Chefin einer kleinen Agentur erfüllend, und die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Das Alter? Weder ein Thema noch ein Problem. Doch auf einmal stehen Sohn und Tochter wieder auf der Schwelle und fordern Asyl, und die Männer aus ihren wilden Jahren verlangen Aufmerksamkeit und Antworten auf alte Fragen. Mila ist überfordert. Wie wird sie die Bagage nur wieder los? Und gibt es vielleicht am Ende doch den einen, mit dem zusammen das Leben noch ein bisschen federleichter ist?


Meine Meinung:
Da ich Lioba Albus bereits mal auf der Bühne als Kabarettistin erlebt habe, war ich neugierig auf sie als Autorin. Wie so oft, steige ich in die Geschichte ein und bin mittendrin im Geschehen. Daher kommt es auch, dass ich der Hauptperson durchaus meine Meinung sagen würde. Denn Mila hat es mir nicht leicht gemacht, so einfach konnte sie mein Leserherz nicht erobern. Allerdings kann es auch daran liegen, dass ich zu manchem etwas andere Ansichten habe. Nun, das ist jetzt mein persönliches Empfinden, was mich aber nicht davon abhielt, das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Die Autorin hat allen Beteiligten außergewöhnliche Charaktere zugeordnet, manchmal war es für mich etwas zuviel des Guten, aber es belebte das Geschehen. Mila hat ein etwas ungewöhnliches Leben hinter sich und genau dadurch gab es die eine oder andere Überraschung. Aber sie musste sich nicht nur um die erwachsenen Kinder kümmern, die immer wieder zur Mama zurück kamen, es gab auch so viel anders, was bewältigt werden musste. So kam vieles zusammen, humorvolle Szenen, ernste und traurige Momente und auch ganz alltägliches. Und am Ende war ich dann doch mit allem zufrieden.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch über die Höhen und Tiefen des Lebens. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Älterwerdeichspäter #NetGalleyDE!