Mittwoch, 1. September 2021

Rezension - Wir für uns


Autorin: Barbara Kunrath

Titel: Wir für uns

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 28. Juli 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Krüger





Über die Autorin:
Barbara Kunrath schreibt mit feiner Beobachtung und Gefühl über zwischenmenschliche Beziehungen und deren emotionale Bedeutung. Mit ihrem ersten Roman »Schwestern bleiben wir immer« gelang ihr der Sprung auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, mit »Wir für uns« stellt sie den unverhofften Lebensmut zweier Frauen in den Fokus. Barbara Kunrath, geboren 1960, lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Limburg an der Lahn, sie hat zwei erwachsene Töchter und drei Enkelkinder.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für ein Leben, das genau jetzt ganz neu beginnt.
Josie ist schwanger. Von Bengt, der schon eine Familie hat und kein Kind mehr möchte. Aber was möchte Josie? Sie ist Anfang Vierzig, und ihre Wünsche hat sie immer auf »später« aufgeschoben. Kathi ist plötzlich allein. Ihr Mann Werner ist gestorben, nach fünfzig Jahren gemeinsamen Lebens. Ihr einziger Sohn ist ihr fremd geworden. Auch Kathi hat so vieles auf »später« verschoben. Als Josie durch einen Zufall in Kathis Küche landet, sind beide verwundert. Sie fühlen sich in Gegenwart der anderen so unbelastet. Ernst genommen. Die beiden Frauen spüren, dass das Leben ihnen genau jetzt ganz unerwartet die Tür öffnet.
Manchmal schickt uns das Schicksal einen Menschen, den wir gar nicht gesucht haben. Und plötzlich steht unser Leben wieder auf »Los«.


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich hatte Lust, es zu lesen. Ich lernte zunächst Josie kennen, die mit 41 Jahren schwanger wird und später dann Kathi, die mit 71 Jahren eine Witwe wurde. Beide Frauen trafen sich zufällig und sollten dann einiges miteinander erleben. Mir fiel es allerdings schwer, mich mit beiden anzufreunden. Josies Verhalten konnte ich nicht immer nachvollziehen, sie war mir zu schwankend in Allem. Kathi konnte ich schon eher verstehen, aber ich musste das nicht alles gut finden, was sie tat.
Die Autorin hat in diesem Buch sehr viele Personen untergebracht, die meisten haben irgendein Päckchen zu tragen. Mir war das fast schon etwas zu viel an Problemen und Schicksalen. Es war allerdings interessant zu lesen, wie jeder der Beteiligten damit umging und wie sich alles entwickelte.
Das Ende war dann entsprechend gut und wie ich es mir gewünscht hatte.


Fazit:
Wer Bücher mag, in dem die Beteiligten sich mit Schicksalen auseinandersetzen, die durchaus üblich sind und öfter vorkommen, der wird hier wohl das richtige finden. 

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#Wirfüruns #NetGalleyDE

Dienstag, 31. August 2021

Rezension - Bücher machen nicht nur Freu(n)de - Sammelband



Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Bücher machen nicht nur Freu(n)de - Sammelband

Genre: Heiterer Gesellschaftsroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. August 2021

Seiten: 404

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Deman



Über die Autorin:
Brigitte Teufl-Heimhilcher wurde 1955 in Wien geboren und empfand schon zu Schulzeiten einen Deutschaufsatz als erholsame Freistunde.
Die ursprünglich, gelernte Immobilien-Fachfrau verbindet in ihren Büchern auf humorvolle Art unterschiedliche Genre miteinander.
Brigittes Romane können sowohl Liebesroman-Elemente, als auch kriminalistischen Anteile enthalten. Die Bücher zeichnen sich durch ihre spannende und erfrischende Abwechslung aus, die sich in aktuellen Gesellschaftsthemen eingebettet sehen.
Daher kann man sie auch als heitere Gesellschaftsromane bezeichnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Heiterer Gesellschaftsroman über einen heiteren Gesellschaftsroman – vor allem aber über dessen Autorin Jutta.
1. Buch – (K)ein Herz für Buchhändler
Die ehemalige Stadträtin Jutta schreibt einen satirischen Roman, in dem sie den amtierenden Bürgermeister aufs Korn nimmt.
Als sie den stadtbekannten Buchhändler Günther Brühl kennenlernt, hofft sie, dass er ihr Buch in sein Sortiment aufnehmen wird. Günther findet die spitzzüngige Autorin zwar sehr attraktiv, doch als Germanist denkt er nicht daran, ein selbst verlegtes Buch zu verkaufen. Stattdessen bittet er einen befreundeten Literaturkritiker, dem Buch ein paar unfreundliche Zeilen zu widmen. Das soll ihm bald leidtun.
2. Buch – L(i)ebe im Lockdown
Jutta und Günther sind einander doch nähergekommen und wollen es miteinander versuchen. Ein heroischer Plan, wenn man bedenkt, welch unterschiedliche Temperamente sie sind. Die Herausforderungen, die auf sie zukommen, sind jedenfalls gewaltig.
Da wären einmal Günthers Freund Lukas, der Jutta ebenso wenig leiden kann wie sie ihn, Juttas politische Ambitionen, und dann auch noch die Pandemie, die das Geschäft nahezu zum Erliegen bringt. Kann das gut gehen?


Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Brigitte Teufl-Heimhilcher, denn sie versteht es bestens, in ihren Büchern die Realität unterzubringen. Alltägliche Begebenheiten werden humorvoll, aber auch ernst eingebunden.
Diesmal gibt es einen Sammelband mit zwei Büchern. In dem ersten Buch dreht sich alles um die Protagonistin Jutta Hirschmann, die einen satirischen Roman schreibt und uns miterleben lässt, womit ein Autor, der an keinem Verlag gebunden ist, zu kämpfen hat. Dabei kann die Autorin ihre eigenen Erfahrungen wunderbar mit einbinden. Aber bis es soweit ist und Jutta ihr Buch heraus bringen kann, dauert es noch eine Weile. So lerne ich dann erst einmal ihre Freundinnen Lore und Bianca kennen und mit ihnen ihre kleinen und großen Problemchen. Jede der drei Frauen hat eine andere Lebensweise, was ich sehr interessant fand. Die Autorin hat mich mit der Geschichte aller an ihr Buch gefesselt. Ihr Schreibstil gefällt mir gut, er ist so ganz anders, als ich es gewohnt bin.
Das erste Buch hatte ich bereits gelesen, als es vor einiger Zeit erschienen ist. Jetzt bekam ich die Möglichkeit, meine Erinnerungen aufzufrischen, in dem ich beide Bücher im Sammelband hintereinander lesen konnte. 
Das erste Buch hat mir damals und jetzt auch wieder gefallen. So richtig begeistert hat mich nun, dass Brigitte Teufl-Heimhilcher ein Thema mit eingebunden hat, was viele Autoren und Verlage scheuen. Allerdings ist es nun mal Tatsache, dass wir in einer verflixten Zeit leben und damit zurecht kommen müssen und wenn ein Roman geschrieben wird, der in der Gegenwart spielt, kann das Pandemie und Lockdown nicht einfach ausgeschlossen werden. Außerdem hat die Autorin es ganz sachlich geschildert, sie hat nicht beschönigt und auch nichts dramatisiert. Sie hat geschrieben wie es ist und was viele von uns auch erlebt haben.
Das schöne an diesem Sammelband ist ja tatsächlich, dass ich sofort weiterlesen konnte und mehr über Jutta und Günther erfahren habe. Vor allem, wie sie mit den Situationen klar kamen, denn so viel anderes spielte ja auch eine Rolle. Was Jutta im ersten Buch begonnen hatte, ging ja irgendwie weiter.
Ich erwähnte ja bereits, dass ich den Schreibstil der Autorin mag. Sie bringt vieles auf den Punkt, betrachtet Begebenheiten ernst und humorvoll. Sie lässt uns teilhaben an dem Alltagsleben in ihrem Land.


Fazit:
Die beiden Bücher haben mich gut unterhalten. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. Und nicht nur für dieses Buch, sondern auch für die anderen Bücher der Autorin.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Meine Bewertungen werden von kostenlos zur Verfügung gestellten Büchern nicht beeinflusst. Im Gegenteil, was ich normalerweise nicht lesen würde, nehme ich gar nicht erst an. Außerdem tausche ich mich darüber hinaus  mit vielen Autorinnen aus.

Rezension - Sprottenblut


Autorin: Zhara Herbst

Titel: Sprottenblut

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 10. Juni 2021

Seiten: 504

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ tredition




Über die Autorin:
Zhara Herbst, Jahrgang 1986, ist gebürtige Rostockerin. Ihr Psychologiestudium verschlug sie nach Kiel. Dort lebt sie immer noch und ist inzwischen eine echte Kieler Sprotte. Wenn sie sich nicht den Küstenwind um die Nase wehen lässt, arbeitet sie als Psychotherapeutin und Dozentin – oder feilt an ihrem nächsten Buch ... "SPROTTENBLUT – Wagner & Anderson ermitteln in Kiel" ist ihr Debütroman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Mord und zwei Ermittler, die weit mehr verbindet, als der Fall:
Kriminaloberkommissar Pieter Anderson ist ein wahrer Meister im Verdrängen - bis im Kieler Schrevenpark die Leiche einer Frau gefunden wird und er dort auf Elisabeth Wagner trifft. Die unnahbare neue Kollegin ahnt nicht, dass sie Pieter mit den Geistern einer tragischen Vergangenheit konfrontiert. Sie will nur eins: sich wie gewohnt in ihre Arbeit stürzen, um der Einsamkeit ihrer vier Wände zu entgehen. Gemeinsam untersuchen die zwei ungleichen Ermittler eine Mordserie, die unerwartet ihrer beider Biographien betrifft, ihr Leben in Gefahr und völlig durcheinander bringt …


Meine Meinung:
Auf diesen Krimi wurde ich aufmerksam, weil das Cover mich ansprach und ich den Hinweis "Küstenkrimi" gelesen habe. Ich bin doch immer auf der Suche nach Krimis, die an der Ostsee spielen.
So kam es, dass ich den allerersten Krimi von Zhara Herbst lesen konnte.
Der Einstieg war für mich altbekannt. Eine Leiche wird gefunden und der Kommissar beginnt mit der Arbeit. Allerdings hatte ich dann so meine Probleme, ich konnte mich zunächst nicht mit den beiden ermittelnden Kommissaren anfreunden. Es gab so einige Geheimnisse, deren Aufklärung ich als Leserin gerne eher erfahren hätte. Allerdings musste ich geduldig sein, was mir nicht leicht fiel, ebenso wenig wie Beth, der neuen Mitarbeiterin von Pieter. Aber auch Pieter machte es mir nicht leicht, seine merkwürdige Reaktion konnte ich mir nicht erklären und habe erst sehr viel später die Auflösung bekommen. So sehr ich neben der Ermittlungsarbeit auch gerne privates über die Beteiligten erfahren möchte, hat dies sich zu sehr in den Vordergrund gedrängt. Klar, später konnte ich die Zusammenhänge erfahren, aber es zog sich für mich in die Länge. Es gab Verwicklungen auf die ich gerne verzichtet hätte. Es zeigt aber auch mal wieder, es sollte viel mehr miteinander geredet werden und zwar so schnell wie möglich.
Der Krimi war spannend geschrieben und machte mich auch neugierig. Natürlich habe ich das Buch zu Ende gelesen und war überrascht. Mit diesem Täter hatte ich nicht gerechnet.


Fazit:
Es war mal etwas anderes, ein Ermittlerduo mit einer besonderen Vergangenheit findet zufällig zusammen. Mit Sicherheit könnte sich die weitere Zusammenarbeit interessant weiter entwickeln.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Grüner Türke


Autorin: Ingrid Reidel

Titel: Grüner Türke

Genre: Kurzkrimi

Version: eBook

erschienen: 13. August 2021

Seiten: 28

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ booksnacks.de 





Über die Autorin:  
Die Autorin Ingrid Reidel wurde 1960 in Weinheim geboren. Nach der Ausbildung zur Erzieherin absolvierte sie eine zweite als Mediengestalterin. 2012 begann sie ein Fernstudium: Autorin werden. Ingrid Reidel wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, der höchste war 2017 mit dem ersten Platz beim Deutschen Kurzkrimi-Preis Tatort Eifel. Ingrid Reidel ist Mitglied der Mörderischen Schwestern und der Bloody Maries. Sie wohnt mit ihrem Mann in einem alten Anwesen in Weinheim.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Verdächtigen aßen nicht einmal ihre Pizza zu Ende … 
Als Lisa an diesem Abend in ihre Lieblingspizzeria eintritt, wird sie in einer Reihe düsterer Geschehnisse verwickelt. Zwischen Spaghetti, Missverständnissen und Todesanzeigen entfaltet sich ein Rätsel, das die alte Dame zu lösen gewillt ist.


Meine Meinung:
Was erwarte ich von einem Kurzkrimi? Er soll mich gut unterhalten und spannend sein. Genau dies ist Ingrid Reidel mit ihrem Buch gelungen. Vor allem die beteiligten Personen fand ich sehr originell und es gab ein Wiedersehen mit Dr. Brinkmann 😉 Zum Inhalt kann ich nicht viel schreiben, ich würde dann einiges verraten. Aber es zeigt mal wieder, lieber eine Pizza in Ruhe essen und nicht lauschen wäre besser.


Fazit:
Eine schnelle kurze und spannende Unterhaltung für zwischendurch. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken.

Rezension - Ein Koffer voller Schönheit


Autorin: Kristina Engel

Titel: Ein Koffer voller Schönheit

Genre: Frauenbuch, historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. August und 1. September 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB





Über die Autorin:
Kristina Engel wurde in Lübeck geboren und wuchs in Hamburg auf. Sie lebte viele Jahre in Lüneburg und arbeitete dort als Lokalredakteurin sowie als Kundenberaterin für eine große Parfümeriekette. Ferien an der Ostsee gehörten lange Zeit zur Familientradition – ebenso wie fröhliche Feste, auf denen mehrere Generationen von Frauen ihre geheimen Schönheitstipps weitergaben. Großmutter Martha schwor auf Melkfett, Mutter Christa badete ihre Hände in Olivenöl.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Reisende in Sachen Schönheit: Kristina Engels historischer Roman aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt die Geschichte der ersten deutschen Avon-Beraterin zwischen Wirtschaftswunder und häuslicher Enge.
Ende der 50er Jahre ist eine Fernsehtruhe oder gar ein Auto für viele Deutsche noch ein ferner Traum. Umso begehrter sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner machen.
Wie sehr sich gerade die Hausfrauen nach ein wenig Luxus und Leichtigkeit sehnen, weiß Anne Jensen genau. Immerhin geht es ihr selbst nicht anders, seit ihr geliebter Mann Benno sich beim Aufbau seines Geschäfts immer weiter von ihr zurückzieht. Was ist aus der großen Liebe geworden, die sie beide alle Prüfungen von Krieg und Nachkriegszeit hat überstehen lassen?
Da entdeckt Anne eine Anzeige des amerikanischen Kosmetik-Herstellers Avon: Liebend gerne würde sie als Avon-Beraterin mit Puder und Parfum den Glanz der weiten Welt in deutsche Haushalte bringen. Doch ist sie auch bereit, für diese Freiheit ihre große Liebe aufzugeben?
Frauenrechte, Wirtschaftswunder und das mondäne Flair des fernen Amerika: Der historische Roman »Ein Koffer voller Schönheit« ist ein lebendig erzähltes Stück Zeitgeschichte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.


Meine Meinung:
Das Buch hat einen interessanten Titel und das Cover zeigt einiges aus der damaligen Zeit, außerdem wurde es vom Verlag sehr schön präsentiert. Ich wurde neugierig und habe doch eher mit dem Lesen begonnen, als es geplant war.
Ich lernte Anne Jensen zu einem Zeitpunkt kennen, in dem sich gerade für Frauen vieles ändern konnte, wenn sie es denn wollten. Beziehungsweise, wenn ihr Ehemann es erlaubte. Die kurze Zeitspanne, in der ich Anne begleite, beginnt im Frühjahr 1959. Anne ist vierunddreißig Jahre alt und in einer schwierigen Zeit aufgewachsen und hatte es auch nicht leicht mit ihren Eltern.
Sie befindet sich in einer Situation, in der sie sich nicht wohlfühlt, aber selbst wenig ändern kann und auch nicht unbedingt will. Bis ihre Schwiegermutter dafür sorgt, dass sie als Avon-Beraterin tätig werden kann. Jetzt war ich an dem Punkt angelangt, der mit dem Buchtitel zu tun hatte. Allerdings dauerte es sehr lange und so richtig viel habe ich dazu auch nicht erfahren.
Im Grunde hat die Autorin das Leben Anfang der 60er Jahre berichtet, was ich sehr interessant fand, denn vieles vom Zeitgeschehen wurde darin aufgenommen. Ob es nun die große Politik, die Teilung Deutschlands oder Verarbeitung von Kriegsgeschehen war. Zufällig wurde Anne Vertreterin von Avon, es hätte auch eine andere Aufgabe sein können. Aber es passte genau zu den Personen und deren Erlebnissen. Die Frauen wollten sich endlich etwas gönnen und mussten lernen, sich dezent zu schminken. Mir sind die Parfümfläschchen in Erinnerung geblieben, sie sahen toll aus und waren mal etwas anderes als das altbekannte Kölnisch Wasser.
Das Buchcover passte genau zu dem Inhalt des Buches, denn Anne war anfangs mit der Isetta unterwegs, um die Sachen aus dem Köfferchen vorzustellen.


Fazit:
Ein interessantes Buch, das vieles vom Zeitgeschehen Anfang der 60er Jahre widerspiegelt. Ich hatte zwar eine andere Erwartungshaltung, nachdem ich diese zurück geschraubt hatte, war ich ganz zufrieden mit der Geschichte rund um Anne. Denn ich hatte das Gefühl, dass in der Hauptsache das Familienleben und Verarbeitung von unangenehmen Ereignissen behandelt wurden. Avon spielte eine kleine Rolle, die dann immer wichtiger wurde für die Verwirklichung von Anne.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Pfoten vom Tisch


Autor: Hape Kerkeling

Titel: Pfoten vom Tisch! 

Genre: Tierbuch, Sachbuch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 30.Juni 2021

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Piper



Über den Autor:
Hape Kerkeling, 1964 in Recklinghausen geboren, wurde als Comedian, Sänger, Schauspieler, Moderator und Bestsellerautor vielfach ausgezeichnet. Seine autobiografischen Bücher »Ich bin dann mal weg« und »Der Junge muss an die frische Luft« bewegten Millionen LeserInnen und wurden erfolgreich verfilmt. Hape Kerkeling lebt in Bonn und Italien. Zuletzt erschien sein Kolumnenband »Frisch hapeziert«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lustig, persönlich und lehrreich: Hapes Samtpfoten-Atlas ist das ultimative Katzenbuch für alle Tierliebhaber!
Mit seiner wundervollen Liebeserklärung an die Mieze etabliert sich Bestseller-Autor Hape Kerkeling nun als persönlicher Ratgeber für Katzenliebhaber.
Ob er mal weg ist, an die frische Luft muss oder einfach auf sein Leben blickt: Hape Kerkeling ist ein Meister der vielschichtigen Autobiografie, in der es nie nur um seinen Lebensweg geht. Wenn er über sich erzählt, können seine Millionen Leserinnen und Leser immer etwas lernen – selbst wenn sie das gar nicht vorhatten.


Meine Meinung
:
Ich hatte schon einige Bücher von Hape Kerkeling gelesen und war deshalb neugierig auf sein Katzenbuch. Ich versprach mir eine humorvolle Unterhaltung. Leider konnte das Buch nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechen. Die Geschichten über die eigenen Katzen habe ich gerne gelesen, aber stellenweise hatte ich das Gefühl ein Sachbuch über Katzen zu lesen. Was ja nicht unbedingt langweilig sein muss. Manches fand ich auch ganz interessant, aber mit etwas googeln hätte ich diese Informationen auch zusammentragen können. 


Fazit:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, an das ich andere Ansprüche gestellt hatte. Schnell stellte ich fest, dass ich die falsche Leserin dafür bin. Allerdings gibt es ja zum Glück genügend Katzenfans, die begeistert sein werden. Vielleicht sind die anderen Bewertungen hilfreich, die zumindest in allen Bereichen angesiedelt sind. Mir persönlich habe andere Bücher des Autors besser gefallen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Mörderisches vom Niederrhein



Autorin: Regina Schleheck

Titel: Mörderisches vom Niederrhein

Genre: Kurzgeschichten, Krimis

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. August 2021

Seiten: 315

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag




Über die Autorin:
Gebürtig 1959 in Wuppertal, in Köln aufgewachsen, heute in Leverkusen wohnhaft, fünffache Mutter, Oberstudienrätin, Referentin, Autorin, Herausgeberin und Lektorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Landschaft am Niederrhein ist flach - und hochspannend. Menschenschlag, Natur, Landwirtschaft, Industrie, Freizeitmöglichkeiten, Geschichte und Mythen bieten eine Fülle an kriminellen Möglichkeiten mit gelegentlich tödlichen Lösungen. Entführung, Totschlag, Mord: Regina Schleheck schickt in 12 Kurzkrimis ein vielfältiges Figurenensemble von Erkelenz bis Emmerich, Heinsberg bis Hamminkeln, Kaiserswerth bis Kevelaer quer durch die Niederungen des Rheins - und der Gefühle.


Meine Meinung:
So schön die Landschaft am Niederrhein ja ist, mörderisch geht es dort trotzdem zu. Zumindest in den Geschichten von Regina Schleheck. In ihren zwölf Geschichten bringt sie den Leserinnen und Lesern nicht nur das Leben am Niederrhein näher, sie schildert auch, was passieren kann, wenn.....
Die Autorin hat zwölf ganz unterschiedliche Begebenheiten geschrieben, sehr vielseitig. Manchmal hätte ich gerne noch mehr und weiter gelesen. 
Eine Kritik muss ich äußern, aber wahrscheinlich dafür eher der Verlag zuständig. Wenn ich ein Buch mit verschiedenen Geschichten in der Hand halte, dann lese ich nicht eine nach der anderen und vor allem auch nicht der Reihe nach. Gerne schaue ich da immer auf das Inhaltsverzeichnis und suche mir die nächste raus. Das fehlte mir diesmal.


Fazit:
Kurzgeschichten eignen sich prima zum "Zwischendurch-Lesen", zumindest bei mir ist es so. Wenn ich nicht viel Zeit habe und kein neues Buch beginnen will, greife ich gerne zu den Büchern mit Kurzgeschichten. Wer dies ebenfalls gerne macht und wissen will, wie mörderisch es am Niederrhein zugeht, der wird hier die passende Lektüre finden.


Bei der Autorin und dem Verlag bedanke ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar.