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Montag, 23. November 2015

Rezension - In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt


Autorin: Sabine Zett

Titel: In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

Seiten: 320

erschienen: 15. Dezember 2014

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Sabine Zett ist in Westfalen aufgewachsen. Nach dem Abitur machte sie ein Volontariat bei der örtlichen Tageszeitung und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin in verschiedenen Redaktionen. Heute schreibt sie Bücher, Theaterstücke und Hörspiele. Mit ihrer vielfach ausgezeichneten Jugendbuchreihe um den frechen »Hugo« eroberte sie nicht nur die Herzen von kleinen und großen Lesern, sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste. Sabine Zett lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mal ehrlich: Wer braucht schon Klassentreffen? Man erkennt die anderen nicht, alle geben an, alte Hits werden gespielt – und ob man’s will oder nicht: Ständig muss man sich für sein Leben rechtfertigen. Darauf hat Victoria, die als glücklicher Single in der Großstadt lebt, wirklich keine Lust und sagt die Einladung ab. Aber als sie ausgerechnet am Tag des Treffens von ihrer Mutter nach Hause bestellt wird und am Bahnhof einer alten Schulfreundin in die Arme läuft, gibt es kein Entkommen mehr vor Klassentratsch und Diskokugel – mit dem aufregenden Kribbeln beim Anblick ihrer alten Liebe Michael hat Victoria jedoch nicht gerechnet …

Meine Meinung:
Ich gebe es gerne zu, der Buchtitel und das Cover haben mich dazu verführt, mich näher mit dem Buch zu befassen. Was sollte mir der Elefant auf dem Wäschekorb sagen und was ist beim Bügeln alles erlaubt? Den zweiten Teil der Frage brauchte ich mir nicht zu stellen, das konnte ich mir schon vorstellen, denn als Vielleserin hatte ich schon öfter darauf eine Antwort bekommen. Allerdings sollte ich am Ende immer noch nichts mit dem Elefanten anfangen können und der Titel war ein Satz, den Frau Ivanka von sich gegeben hat. Ok, die Überschriften der Kapitel bestanden ebenfalls aus einem Satz, der in dem jeweiligen Kapitel vorkam, deshalb wurde dies eben auch von den Buchtitel so ausgewählt.
Klassentreffen können eigentlich sehr interessant sein, wenn man wissen möchte, wie sich verschiedene Schulfreunde im Laufe der Jahre verändert haben. Aber es kann auch sehr frustrierend sein. Auf jeden Fall hatte Victoria darauf keine große Lust, was ich jetzt nicht so tragisch gefunden hätte. Weshalb allerdings ihre Mutter alles unternahm, damit sie doch daran teilnimmt, konnte ich nicht verstehen. Überhaupt fand ich die Mutter sowas von nervend, es war kaum auszuhalten und ich verstehe nicht, dass Victoria als gestandene Frau sich das alles gefallen ließ.  Deshalb konnte ich mich nicht wirklich mit den Protagonisten anfreunden.
Die Schilderungen, was Victoria alles so erlebt, besonders bei dem Altstadtbummel waren ganz interessant. Aber die ganze Geschichte war sehr vorhersehbar und nicht wirklich fesselnd.
Schade, ich hatte mir irgendwie mehr von dem Buch versprochen.

Fazit:
Wer ein Buch für zwischendurch sucht und keine großen Ansprüche stellt, wird hier vielleicht seine Freude dran haben.

Bei dem Verlag blanvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 10. November 2015

Rezension - Winterglück



Autorin: Debbie Macomber

Titel: Winterglück

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 19. Oktober 2015 als Neuauflage

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington und im Winter in Florida.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einem schweren Schicksalsschlag beschließt Jo Marie Rose, noch einmal neu zu beginnen um endlich ihren Frieden zu finden. Sie zieht in das beschauliche Küstenörtchen Cedar Cove und eröffnet ein gemütliches kleines Bed&Breakfast – das Rose Harbor Inn. Bald schon kann sie ihre ersten Gäste begrüßen, die beide aus Cedar Cove stammen – Abby Kincaid und Joshua Weaver. Dass beide nicht ganz freiwillig in ihre Heimatstadt zurückkehrten, merkt Jo Marie sehr schnell. Ein turbulentes Wochenende steht ihnen bevor, doch am Ende schöpfen alle drei neue Hoffnung für die Zukunft …


Meine Meinung:
Auf der Suche nach Büchern, die sich wunderbar in der Adventszeit lesen lassen, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Das Cover hat mich angesprochen und so habe ich mich näher mit dem Buch befasst.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass es ein typisches Winterbuch ist, die Geschichte kann zu jeder Jahreszeit spielen. Es ist mehr ein Zufall, dass Jo Marie Rose kurz nach Weihnachten ein B & B eröffnet.
Sie selber will etwas ganz neues beginnen, nachdem sie nach kurzer Ehe Witwe wurde. Ich als Leserin konnte dann miterleben, wie sie ihre beiden ersten Gäste begrüßt. Beide kommen aus verschiedenen Gründen äußerst ungern nach Cedar Cove. Jeder hat ein besonderes Päckchen zu tragen. Ob es während des Aufenthaltes leichter wird, werde ich hier nicht verraten. Aber es hat sich für alle gelohnt. Auch Jo Marie erlebt einiges, was ihr Leben ändern wird. Von ihr wird der Leser mit Sicherheit noch mehr erfahren, denn es sollen zwei weitere Bücher folgen.
Debbie Macomber hat die Geschichten um die drei Protagonisten sehr fesselnd beschrieben. Jo Marie erzählt ihre Geschichte selber und so wechseln die Erzählformen und Erlebnisse immer hin und her.
Auch wenn ich manchmal das Verhalten einzelner Personen nicht so richtig nachvollziehen und auch nicht immer gutheißen konnte, war alles rund. Am Ende kam etwas heraus, womit ich als Leserin leben konnte. Die Autorin hat es aber auch verstanden, sehr emotional zu schreiben, die eine oder andere Träne musste ich mir schon wegwischen. Aber es gab auch Situationen zum Lachen, also sehr abwechslungsreich. Zu gerne hätte ich mir in der Pension von Jo Marie ein Zimmer reserviert und die wunderbare Aussicht genossen, denn die Autorin hat alles so wunderbar beschrieben, dass ich es bildlich vor Augen hatte.

Fazit:
Ein schönes berührendes Buch, was, wie erwähnt, nicht unbedingt im Winter spielen und gelesen werden muss. Meine Vermutung über eine bestimmte Entwicklung ist richtig und so werden wir Leser noch einiges über Jo Marie zu lesen bekommen.

Ich möchte mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 3. November 2015

Rezension - Gibt es ein Leben nach der Torte


Autorin: Meg Cabot

Titel: Gibt es ein Leben nach der Torte?

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. August 2015

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


 Die Autorin Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium wollte sie Designerin werden, jobbte währenddessen in einem Studentenwohnheim und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen ist Meg Cabot eine international höchst erfolgreiche Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York City und Key West.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Endlich ist es so weit! In ein paar Wochen wird Heather ihrem geliebten Cooper das Jawort geben. Aber als wären die Hochzeitsvorbereitungen nicht stressig genug, steht Heather plötzlich vor einem großen Problem: Im Studentenwohnheim, in dem sie arbeitet, wird eine junge hübsche Frau ermordet aufgefunden, und bald wird klar: Jeder einzelne Bewohner kommt als Täter infrage. Und gerade als Heather denkt, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann, taucht plötzlich auch noch ihre Mutter auf, die sie vor Jahren um ihr Vermögen betrogen und sich nach Argentinien abgesetzt hat … Jetzt hilft wirklich nur noch Schokotorte!

Meine Meinung:
Ab und zu kommt es vor, dass mich einzig das Buchcover verführt und ich mich näher mit dem Buch befasse. Hier war es so. Obwohl im Titel ja etwas über Torte steht und das Bild der kleinen süßen Dinger nicht wirklich dazu passt. Allerdings hatte ich neulich  mal das Vergnügen und konnte feststellen, wie lecker sie sind.
Natürlich verlasse ich mich nicht alleine auf das Cover eines Buches, die Kurzbeschreibung lese ich auch und wenn dann beides stimmt, ist das Buch "meins". So stellte ich dann etwas später fest, dass dieses Buch das letzte einer Serie ist, in der Heather und Cooper die Protagonisten sind. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlte und ich die anderen hätte lesen müssen. Es passte hervorragend und war auch eine abgeschlossene Geschichte.
Anscheinend zieht Heather das Pech oder besser gesagt, Probleme magisch an. Kurz vor ihrer Hochzeit kommt eine Studentin ums Leben und das ganze drumherum nimmt ihre Zeit sehr in Anspruch. Außerdem gibt es jede Menge Leute, die nicht nur sie tierisch nerven. Ich musste mich doch sehr wundern, welches Theater Eltern machen, wenn ihre Kinder flügge werden und auswärts studieren wollen. Ebenso konnte ich das Verhalten von Nicole überhaupt nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall konnte Heather alles bewältigen und auch aufgetretene Fragen klären.

Manche Situationen fand ich etwas zu ausführlich beschrieben und auch das wiederholte Erscheinen einer Mutter hat mich etwas gestört. Ansonsten fand ich es schon sehr interessant geschrieben und ich war sehr neugierig, wie sich alles auflösen würde.

Fazit:
Ich fand dieses Buch ganz gut, allerdings werde ich mir nicht die vorherigen Bücher kaufen, wie es schon mal vorkommt, wenn ich spät in eine Serie einsteige.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension - Die beste Zeit unseres Lebens



Autorin: Maeve Haran

Titel: Die beste Zeit unseres Lebens

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten: 640

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Maeve Haran hat in Oxford Jura studiert, arbeitete als Journalistin und in der Fernsehbranche, bevor sie ihren ersten Roman veröffentlichte. Alles ist nicht genug wurde zu einem weltweiten Bestseller, der in 26 Sprachen übersetzt wurde. Maeve Haran hat drei Kinder und lebt mit ihrem Mann in North London.


Kurzbeschreibung, übernommen:
 Seit 45 Jahren gehen die vier Freundinnen Claudia, Sal, Ella und Laura zusammen durch dick und dünn. Sie treffen sich einmal im Monat in London auf ein paar Drinks, um gemeinsam zu lachen, zu feiern und manchmal auch zu weinen. Denn das Leben hält nicht immer das bereit, was man sich erträumt hat. So steht Laura plötzlich vor den Trümmern ihrer Ehe, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann sie betrügt, während Sal akzeptieren muss, dass sie ihren Job an eine jüngere Kollegin verliert. Doch die vier lassen sich nicht einschüchtern, denn sie wissen, dass sie – was immer auch passiert – auf ihre Freundschaft setzen können.


Meine Meinung:
Das Schicksal schlägt manchmal ganz schön zu, besonders bei  Frauen um die 60.  Es passiert so viel, dass eine Frau nicht ausreicht. Ich glaube, dass die Autorin deshalb vier Protagonistinnen erschaffen hat, damit sie alles besser verteilen kann.

Laura wird von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen, was nicht nur sie, sondern auch den beiden Kindern sehr zu schaffen macht. Sal verliert ihren Job an eine jüngerre Kollegin und das reicht wohl nicht, gesundheitlich muss sie ebenfalls mit einem schlimmen Untersuchungsergebnis fertig werden. Claudia hat auch Probleme im Beruf und muss sich um ihre Eltern kümmern. Ella ist seit einige Jahren Witwe und fühlt sich von ihren Kindern bevormundet.  Eigentlich ist das alles nichts besonderes, selber nicht mehr weit von der 60 entfernt, kommt mir das eine oder andere sehr bekannt vor. Deshalb war ich sehr neugierig, wie die Frauen diese Herausforderungen meistern würden.

Die Autorin hat alles sehr fesselnd beschrieben, im Wechsel wurde immer über einer der vier Protagonistinnen berichtet. Wobei mir der Schreibstil sehr gefallen hat, weil das Kapitel meist an einer sehr interessanten Stelle endete und ich neugierig war, wie es weiterging, Dabei habe ich aber nicht das eine oder andere Kapitel schnell durchgeblättert, um eher die Fortsetzung zu lesen. Nein, ich wollte ja von jeder der vieren so schnell wie möglich mehr erfahren.

Wichtig war in diesem Buch die langjährige Freundschaft der vier Frauen, allerdings fand ich deshalb manchmal das Verhalten einiger sehr merkwürdig. Ok, jeder geht anders damit um, wenn er erfährt, dass man sehr krank ist. An dieser Stelle wurde ich auch nachdenklich. Ansonsten fand ich alles doch sehr realistisch beschrieben.

Fazit:
Mir hat das Thema und das Buch gut gefallen. Man hat das Gefühl nicht alleine mit verschiedenen Problemen  zu sein. Anderen geht es ebenso oder sogar noch schlimmer. Auf jeden Fall gebe ich hier eine Leseempfehlung weiter. Ein Buch mit Höhen und Tiefen und mit einem Ende, das ich mir gewünscht habe.

Beim Verlag banvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension - Hundert Tage Glück



Autor: Fausto Brizzi

Titel: Hundert Tage Glück

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20, April 2015

Seiten: 471

Altersempfehlung: Erwachsene


Der Autor Fausto Brizzi, geboren 1968 in Rom, ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. "Hundert Tage Glück" ist sein erster Roman. Er begeisterte Verlage weltweit und erscheint in 23 Ländern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lucio Battistini ist mit seinem Leben eigentlich zufrieden: Er hat eine Frau, die er liebt, zwei Kinder, die er vergöttert, und sein Schwiegervater backt die besten Doughnuts Roms. Doch dann wird bei Lucio Krebs diagnostiziert – und plötzlich hat er nur noch 100 Tage ... Um seine Frau dazu zu bringen, ihm seinen Seitensprung zu verzeihen. Um festzustellen, dass ein richtig gutes Eis besser hilft als jeder Psychologe. Um seinen Kindern Italien zu zeigen. 100 Tage, um nicht aufzugeben. 100 Tage, um anzufangen zu leben. 100 Tage, um glücklich zu sein.

Meine Meinung:
Als ich für meine Teilnahme an der Challenge  Blanvalet nach weiteren Büchern suchte, wurde ich auf dieses aufmerksam. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir klar, dass dies keine leichte Lektüre für zwischendurch sein würde. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ich in Tränen aufgelöst das Ende lesen würde. Aber ich will nicht vorgreifen.

Lucio erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat und nicht mehr lange leben wird. Ihm bleiben noch hundert Tage, die er gut nutzen will. An dieser Stelle wird bestimmt mancher sehr nachdenklich und überlegt, wie er denn handeln würde. Was ist einem wichtig, wie würden unsere letzten hundert Tage aussehen. Ich war ganz gespannt darauf, wie Lucio alles meistern würde.

Der Autor hat einen interessanten Schreibstil und lässt Lucio alles erzählen, aber nicht nur in der sonst bekannten Ich-Form, sondern Lucio spricht uns Leser direkt an und berichtet am Anfang über seine Familie, Freunde und wie alles begann.
Nachdem wir Leser nun auf den aktuellen Stand gebracht wurden, beginnt Lucio die Tage rückwärts zu zählen. Gestartet wird mit Tag 100 und endet, nun, das kann sich ja jeder denken.
Natürlich erfahre ich auch, wie seine Familie und Freunde sich mit der Erkrankung abfinden, wobei ich das Verhalten aller ganz klasse finde, nur Paolas Verhalten gefällt mir nicht so recht.

Lucio legt sich ein Heft zu und notiert, was er auf jeden Fall noch alles erledigen möchte. Mir haben seine Ideen sehr gut gefallen und berührt. Ich möchte hier jetzt nicht alles erwähnen, es sollte jeder selber lesen und feststellen, wie er darüber denkt. Die eine oder andere Anregung ist auch dabei und das musst nicht erst umgesetzt werden, wenn man das Lebensende so dicht vor Augen hat.

Die Krönung aller Ideen ist die Reise, die Lucio mit seiner Familie unternimmt. Wobei die Zeit immer schneller wird und ich hoffte, dass er alles schafft, was er sich vorgenommen hat. Diese Reise hatte in meinen Augen einen Höhepunkt und mir kommen jetzt beim Schreiben, wenn ich daran denke, noch einmal die Tränen. Es war so wundervoll berührend.

Auch wenn das Ende vorhersehbar und traurig sein wird, es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Es macht einen nachdenklich, es gibt Stellen zum Schmunzeln und herzergreifende Momente.

Fazit:
Ich gebe hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung und rate aber auch, Taschentücher nicht zu weit weg zu legen.

Dem Verlag blanvalet danke ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar

Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension - Kräuter der Provinz


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Kräuter der Provinz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten:  510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Meine Meinung:
Würde ich viele Bücher von Petra Durst-Benning nicht kennen und mit Begeisterung gelesen haben, was für mich schon ein Grund ist, sofort immer nach dem nächsten neuen Buch von ihr zu greifen, also würde ich sie nicht kennen, hätte mich schon alleine das tolle Cover und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.
Bisher habe ich "nur" historische Romane von ihr gelesen und war nun auf diesen ganz besonders gespannt. Die Handlung dieses Buches spielt sich in der Gegenwart ab und wer die Autorin etwas besser kennt, kann sich auch vorstellen, dass sich darin vieles von ihrer Einstellung wiederfindet.

Maierhofen, ein fiktiver Ort im Allgäu, spiegelt vieles wider, was leider in vielen Dörfern passiert. Die jungen Leute ziehen weg, die Läden schließen und zurück bleiben meist nur die Älteren. Ein Dorf stirbt aus. Dabei haben so viele Dörfer einiges zu bieten, was wir Städter längst verloren haben. Einen Platz der Ruhe, ein Ort um die Seele baumeln zu lassen. Bewohner, die sich auf alte Techniken besinnen oder diese nie modernisiert haben. Das Brot schmeckt besser, als aus dem Supermarkt, Kräuter werden gesammelt und richtig eingesetzt, der Käse schmeckt hervorragend. Ich fahre immer wieder gerne im Urlaub in ein Bergdorf, wo ich im Bauernladen vieles finde, das die Bewohner der umliegenden Bauernhöfe herstellen und dort verkaufen. Aber ich schweife mal wieder ab, trotzdem wollte ich dies kurz erwähnen.

In Maierhofen wohnt Therese, sie ist die Bürgermeisterin und Besitzerin des Gasthofes "Goldene Rose", sie liebt ihr Dorf und es macht sie traurig, dass dort immer weniger los ist. Eine Lösung muss her! Zufällig sieht sie im Fernsehen einen Bericht, in der sie ihre Cousine Greta erkennt. Greta ist bei einer Werbeagentur beschäftigt und könnte mit einer Kampagne dem Dorf behilflich sein. Ich will jetzt nicht den ganzen Inhalt des Buches nacherzählen, ich würde zuviel Lesevergnügen wegnehmen.
Aber ich kann verraten, dass die Autorin es wunderbar und fesselnd beschrieben hat, was nun alles unternommen wird. Neben Therese und Greta lerne ich viele Dorfbewohner kennen, die ich alle in mein Leserherz geschlossen habe. Jeder hat ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Im Laufe der Geschichte verändert sich für einige vieles, sie lernen ihre Stärken kennen oder entdecken ganz andere Seiten an sich selber. Nicht jeder kann mit dieser Entwicklung umgehen, manche müssen über ihr Leben nachdenken und Entscheidungen treffen.

Petra Durst-Benning hat alles so gut beschrieben, dass ich mal wieder das Gefühl hatte, vor Ort zu sein. Ich wäre wirklich gerne bei dem Fest dabei gewesen und wäre wohl auch eine, die sofort einen Kurzurlaub buchen würde.
Natürlich war ich mittendrin im Geschehen und habe Greta bei allem begleitet und für das Dorf und die Bewohner so sehr gehofft, dass ihre Träume wahr werden. Es war ein richtiges "Wohlfühlbuch" obwohl viele ernste Themen nicht zu kurz kamen. So toll die Begebenheiten beschrieben wurden, hat vieles einen ernsten Hintergrund und regt zum Nachdenken an. Manch einer fragt sich jetzt vielleicht auch, gibt es etwas, was ich gerne ändern würde.
Ganz besonders hat mir in diesem Buch gefallen, dass viele der Beteiligten Frauen im Alter ü40 waren und nicht immer auf einen neuen Diättripp waren, sondern das Essen wirklich mal geniessen konnten. Naja, Ausnahmen gab es auch hier, aber die waren nur am Rande beteiligt. Ach, es gäbe noch so vieles über das Buch zu schreiben, aber ich will mit meinem Beitrag nicht den Rahmen einer Rezension sprengen. Am besten ist natürlich, dass jetzt ganz viele neugierig geworden sind und sich das Buch nun gönnen.

Fazit:
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen und ich möchte das Buch jeder Leserin ans Herz legen. Es ist einfach wunderbar gelungen!

Dem Verlag blanvalet möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken.

Mittwoch, 30. September 2015

Rezension - Die Lilie von Bella Vista



Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Lilie von Bela Vista

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. August 2015

Seiten: 550

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling" und "Die Glücksbäckerin von Long Island". Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird.
Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits die beiden anderen Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, war es für mich klar, dass ich das neue Buch unbedingt lesen wollte. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, wieder war ich so an das Buch gefesselt, das ich am liebsten ununterbrochen gelesen hätte.

Josie erbt von ihrer Großtante ein wunderschönes Collier, hinter dem sich eine besondere Geschichte verbirgt. Natürlich ist Josie genauso neugierig wie ich und so erfahren wir beide sehr viel über Edelsteine, Idar-Oberstein und Brasilien.
Ich wusste zwar, dass der Ortsname Idar-Oberstein mit Edelsteinen in Verbindung gebracht wird, aber mehr Wissen hatte ich dazu nicht, bzw hatte mich auch nie darum gekümmert. Dank Sylvia Lott habe ich nun erfahren, dass es sehr viele Auswanderer nach Brasilien gab, weil dort ebenfalls sehr viele Edelsteine gefunden wurden. Was hat das jetzt alles mit Josie zu tun, mag sich mancher fragen.
Nun, um 1830 war die Not in den Dörfern nahe Idar sehr groß, viele Bewohner der Gegend wollten nach Brasilien auswandern, weil dort ein großes Achatvorkommen gefunden wurde.
Josies Vorfahrin Sophie, deren Vater eine Achatschleiferei betrieb, hatte sich in Karl verliebt, der nach Brasilien ausgewandert war und sie später nachholen wollte. Sie wollten in Deutschland heiraten und in Brasilien ein angenehmes Leben führen. Leider kam alles anders, als die beiden es geplant hatten. So machte Sophie sich mit vier weiteren aus ihrem Dorf auf den Weg nach Brasilien. Sie wollte unbedingt Karl finden und die anderen wollten sich dort ein neues Leben aufbauen.

Sehr fesselnd beschreibt Sylvia Lott, was sie alles erlebt haben. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Im Wechsel erfahre ich etwas über das Leben von Josie in der Gegenwart und von Sophie in der Vergangenheit. Und beides fand ich ausgesprochen interessant. Josie, die sich bisher nie für ihre Familie und Edelsteine interessiert hat, konnte ihr Wissen, genau wie ich, ungemein erweitern.
Beide Frauen, Sophie und auch Josie fand ich sehr sympathisch, aber auch viele der Beteiligten in beider Leben habe ich in mein Leserherz geschlossen.

Nun könnte man denken, weshalb interessiert sich Josie so sehr für das Leben von Sophie. Man stelle sich einfach mal vor, wie es wäre, wenn es in der eigenen Familie Auswanderer gegeben hätte. Mit Sicherheit würden wir alles erfahren wollen. Was sich heute wie ein großes Abenteuer anhört, war damals eine lebensgefährliche Sache, zu der auch viel Mut gehörte. Schon allein die Reise nach Brasilien war lang und steckte voller Gefahren. Josie konnte ohne weiteres mal eben von einem Ort zum anderen fahren oder fliegen. Ihrer Ahnin war dies leider nicht möglich.
Nun und so ganz nebenbei habe ich einiges über Edelsteine, wo sie vorkommen und wie sie bearbeitet werden erfahren.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und hat mich auch sofort angesprochen. Zunächst konnte ich mit dem Buchtitel nicht viel anfangen, aber im Laufe der Geschichte fand ich dann die Erklärung.

Fazit:
In diesem Buch steckt soviel: Abenteuer, Spannung, Romanze und Wissenswertes. Ich finde dies alles wunderbar miteinander verknüpft, deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter.

Ich bedanke mich bei dem Verlag blanvalet recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

Montag, 28. September 2015

Rezension - In 80 Tagen zu Dir


Autorin: Natascha Sagorski

Titel: In 80 Tagen zu Dir

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:22. Juni 2015

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Natascha Sagorski, geboren 1984 in Karlsruhe, lebt in München und arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Autorin seit Dezember 2010 als Kolumnistin bei ProSieben, wo sie sich derzeit als „Miss Understood“ in der Sendung taff mit allem beschäftigt, was Männer über Frauen wissen sollten. Als PR-Managerin betreut sie einige der schönsten Hotels und Luxusreedereien weltweit und geht so ihrer, nach dem Schreiben zweitgrößten Leidenschaft, dem Reisen nach.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Finns Großvater hat ihm nach seinem Tod nur zweierlei hinterlassen: alte Briefe und die Bitte, nicht denselben Fehler wie er zu machen. Daraufhin trifft Finn zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er steigt in einen Flieger, um die Spuren dieser Briefe zurückzuverfolgen, die von einer Fremden versendet wurden.
Stines Welt bricht an einem Tag zusammen. Und sie tut das Einzige, was ihr noch übrig bleibt: Sie gibt ihr bisheriges Leben auf und sich 80 Tage, um die Welt zu bereisen und zu sich selbst zu finden. Im Gepäck hat sie nur die Liebesbriefe, die ihre Großmutter einst von einem Seemann erhielt …

Meine Meinung:
Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn wer kennt es nicht, das Buch "In 80 Tagen um die Welt". Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Aber nun hatte ich die Kurzbeschreibung gelesen und wollte unbedingt die Geschichte von Stine und Finn kennen lernen.

Finn trifft nach dem Tod seines geliebten Großvaters eine folgenschwere Entscheidung. Nicht nur das, er nimmt die Briefe, die sein Großvater von einer Frau erhalten hat und macht sich auf den Weg, deren Spuren zu folgen.
Stine braucht unbedingte eine Auszeit, weit weg von zu Hause und macht sich auf den Weg, um den Spuren ihrer Großmutter zu folgen, die sie leider nie kennen gelernt hat. Auch sie hat alte Briefe, die ihr den Weg weisen.

Erfahrene Leser werden sich nun denken, wie alles zusammenhängt und ich verrate deshalb hier sicher nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass jeder die Briefe des anderen in den Händen hält. Ich begleite beide nun auf eine sehr interessante Reise. Denn natürlich finden sich beide immer in den Orten ein, wo der andere sich meist schon befindet. Die Autorin hat die Reiseziele sehr gut beschrieben und ich hatte dadurch das Gefühl vor Ort zu sein. Interessant fand ich, dass anfangs jeder andere Reiseerfahrungen machen konnte. Bis sie sich durch Zufall endlich trafen, allerdings ohne zu wissen, aus welchem Grund sich der andere ebenfalls vor Ort aufhält.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich als Leserin hatte natürlich den kompletten Überblick, denn ich konnte ja alle Briefe lesen und war so bestens informiert. Obwohl das Ende der Geschichte um die Briefe ja vorhersehbar war, tat es der Spannung keinen Abbruch. Außerdem hat die Autorin auch noch eine Überraschung eingebaut. Mit dem letzten Brief hatte ich so gar nicht gerechnet.

Die beiden Protagonisten Finn und Stine konnte ich ganz gut leiden, obwohl Stine es mir nicht immer leicht gemacht hat, denn ich war oft nicht  mit ihrem Verhalten einverstanden. Ob die beiden nun wenigstens, im Gegensatz zur Großmutter und Großvater, zueinander gefunden haben, werde ich hier natürlich nicht verraten. Auf jeden Fall hat die Autorin es verstanden, die Lebenswege aller wunderbar zu schildern und vielleicht miteinander zu verknüpfen.

Das Buchcover hat mir gefallen und zum Schluss konnte ich auch Verstehen, was der Heißluftballon zu bedeuten hatte. Ich erwähnte ja schon die wunderbaren Schilderungen der Orte, an denen sich alle aufgehalten haben. Durch die Briefe konnte ich erfahren, wie beschwerlich die Reise damals war und wie leicht es doch Stine und Finn heutzutage hatten.

Fazit:
Ein Buch über die Wege der wahren Liebe, schicksalshaft und eindrucksvoll. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Rezension - Der Palastgarten

Autorin: Vivien Shotwell

Titel: Der Palastgarten

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebunden

erschienen: 17. August 2015 als TB

Seiten:352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Vivien Shotwell ist Opernsängerin und Schriftstellerin. Die Leidenschaft zur Literatur wurde ihr als Tochter von Buchhändlern in die Wiege gelegt, ebenso wie die Liebe zur Musik. Die Autorin wuchs zu Mozarts Melodien auf und erzählt, dass sie sich, während sie ihren ersten Roman "Die Schule der Liebenden" schrieb, selbst in Mozart verliebte. Ihr Debüt erschien in neun Ländern.
Meine Anmerkung: Die gebundene Ausgabe des Buches, erschienen 26. Mai 2014, trägt diesen Buchtitel

Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Herzen, durch die Musik vereint. Eine Liebe, die nicht sein darf. Anna Storace ist eine junge Frau mit engelsgleicher Stimme als sie vom Kaiser nach Wien geholt wird. Bei ihrer Willkommensfeier im Palastgarten stiehlt ein Fremder ihre Schuhe – und rückt sie erst gegen einen Kuss wieder heraus. Kurz darauf wird Anna dem Mann vorgestellt, von dem ganz Wien spricht: Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist der freche Dieb … Annas Stimme verzaubert Mozart, und er erobert ihr Herz. Doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Und so singt sie gegen ihre Gefühle an, und er komponiert gegen seine wachsende Verzweiflung – und für die Ewigkeit.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Es interessierte mich, etwas mehr über Mozart zu erfahren. So allgemeines Wissen über ihn besaß ich schon. Schließlich war ich in Salzburg und wer dort nicht über die Erinnerungen an ihn stolpert, ist wohl mit Scheuklappen durch die Stadt gelaufen. Auch Opern kannte ich, einige dem Namen nach, andere hatte ich schon in unserem Opernhaus gesehen.
Allerdings musste ich ziemlich viele Seiten in diesem Buch lesen, bis ich endlich dort angelangt war, wo ich hin wollte. Zunächst lernte ich Anna Storace kennen, was ich ebenfalls sehr interessant fand. Und ich gehe mal davon aus, dass die Autorin sehr gut recherchiert und über die damalige Zeit alles wahrheitsgetreu beschrieben hat. Anna, in London aufgewachsen, erfreut ihre Mitmenschen schon sehr früh mit ihrer wunderschönen Stimme. Sie erhält eine sehr gute Ausbildung, die in Italien noch verbessert werden sollte. So nebenbei erfahre ich, wie sich das Publikum in Italien und auch in Wien verhält, wenn es in die Oper geht. Ich nehme mal an, dies wird sich im Laufe der Jahrhunderte geändert haben.
Auf jeden Fall spielt der Palastgarten in der Geschichte von Anna und Mozart eine sehr große Rolle, weshalb der Titel des Buches durchaus passend ist. Interessant fand ich auch, dass damals die Arien auf die Stimmen der Sänger und Sängerinnen abgestimmt wurden. Das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Die Autorin hat es nicht nur verstanden eine Geschichte um die beiden Protagonisten herum zu schreiben, deren Wahrheitsgehalt  ich nicht anzweifel, denn wissen wir was hätte sein können oder was alles tatsächlich passiert ist. Nein, sie hat auch mein Wissen über Mozart und über das Schreiben von Opern erweitert.

Fazit:
Natürlich habe ich mich nach der Lektüre dieses Buches noch mehr über die beiden Hauptpersonen dieses Buches informiert. Dabei habe ich festgestellt, dass sich Vivien Shotwell an den bekannten Tatsachen orientiert hat und eine schöne Liebesromanze erfunden ?? hat.
Auf jeden Fall hat mir das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 19. September 2015

Rezension - Die Tochter des Medicus


AutorIn: Gerit Bertram

Titel: Die Tochter des Medicus

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 29. Juni 2015

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennenlernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt in der Nähe von Hannover.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt plötzlich die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand – und vor allem eine uralte Holztruhe. Diese gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …

Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne Bücher, deren Geschichten in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielen.
Gideon und Paula sind die Personen der Gegenwart, die in dem Buch auch eine eigene Geschichte haben. Gideon erbt von seinem Großvater einen Koffer mit Erinnerungen, leider kann er nicht alles lesen und da kommt Paula ins Spiel, sie hilft ihm alte Tagebücher zu übersetzen. Mit Hilfe dieser Bücher lernen sie und ich Alisah kennen. Alisah ist gerade mal 17 Jahre alt, als die Juden aus Regensburg vertrieben werden und sie auf einmal ganz alleine da steht.

Die beiden Autoren haben die eindrucksvollen Erlebnisse von Alisah sehr gut beschrieben, Ich war an das Buch gefesselt und konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich es am liebsten gemacht hätte. Auf das Ende, das meinen Vorstellungen entsprach, musste ich lange warten, denn es gab viel zu berichten, schließlich ist es ein recht dickes Buch. Und ich kann dazu sagen, dass es in keinster Weise langweilig war. Ich hatte ebenfalls nicht das Gefühl, dass verschiedene Situationen zu ausführlich beschrieben wurden, die beiden Autoren haben es genau richtig gemacht. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Der Teil von Alisah wurde in der Ich-Form geschrieben, was ja auch Sinn macht, denn schließlich handelte es sich ja um ihre Tagebücher. So konnten wir bestens neben den Geschehnissen auch ihre Gedanken verfolgen.

Ich fand diese besondere Reise in die Vergangenheit schon sehr interessant und eindrucksvoll. Wie muss sich Gideon da wohl gefühlt haben, schließlich war Alisah seine Ahnin. Neben dem Alltagsleben der Juden konnten wir alle auch viel darüber erfahren, was sich damals so alles abgespielt hat. Luther und seine Meinungen wurden heiß diskutiert. Das Verhalten der Christen gegenüber der Juden war ja schon immer sehr zwiespältig gewesen, was einem hier mal wieder vor Augen geführt wurde. Der Stand der Frau und wie Alisah damit klar kommt, als Jüdin den Beruf einer Medica ausüben zu wollen.

Die Protagonisten in diesem Buch sind mir sehr sympathisch. Ich meine, bei Alisah war es keine Frage, die junge Frau musste sich den Herausforderungen stellen, aber auch die liebenswerten Wegbegleiter, die sie gefunden hat, konnte ich sehr gut leiden. Es versteht sich von selbst, dass es gerade in der Lebensgeschichte einer Jüdin viele Personen gibt, die ich nicht leiden konnte.
Gideon, der junge Mann der Gegenwart, hat seinen Weg auch gefunden, was mir gefallen hat. Bei allem, was er so dachte oder tat fand er meine Zustimmung.  Anfangs erwähnte ich Paula, die die Tagebücher übersetzt hat, dadurch hat sich in ihrem Leben einiges verändert.

Fazit:
Mir hat das Ergebnis der Zusammenarbeit der beiden Autoren sehr gut gefallen, Inzwischen weiß ich, dass dieses nicht das erste Buch ist und ich werde mir mit Sicherheit die anderen Bücher ebenfalls ansehen. Auf jeden Fall kann ich "Die Tochter des Medicus" als absolut lesenswert empfehlen.

Bei dem Verlag blanvalet möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 14. September 2015

Rezension - Mein Stück vom Himmel


Autorin: Robin Gold

Titel: Mein Stück vom Himmel

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 31. August 2015

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Robin Gold, geboren 1974, arbeitete zunächst beim Film, bevor sie ihren größten Traum wahr werden ließ: Schriftstellerin zu werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren Kindern und elf Fahrrädern in der Nähe von Chicago. Mit ihrem Debüt Die Liste der vergessenen Wünsche schrieb sie sich in die Herzen der Leser. Mein Stück vom Himmel ist ihr zweiter Roman.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Clover Gray ist verzweifelt: Ihr Traum von der eigenen Bäckerei ist zerbrochen, und wenn sie nicht bald Geld auftreibt, wird sie das geliebte Haus ihrer Großmutter verlieren. Als ein landesweiter Eis-Wettbewerb ausgerufen wird, wittert Clover ihre Chance für einen Neuanfang – denn sie hat ein Händchen für süße Köstlichkeiten und das perfekte Rezept im Kopf. Doch dann verliebt sie sich in ihren gefährlichsten Rivalen Cal, für den der Sieg mindestens genauso wichtig ist wie für Clover. Denn das Leben seiner kleinen Tochter hängt davon ab …

Meine Meinung:
Das Glück ist wie eine Kugel Eis: Man muss es geniessen, bevor es schmilzt. So steht es auf dem Umschlag des Buches und um Eis und Glück dreht sich auch alles in dieser Geschichte.

Clover Gray steckt ganz schön in der Klemme, wenn sie nicht bald reichlich Geld auftreibt, dann wird das von der geliebten Großmutter geerbte Haus zwangsversteigert. Calvin Peppers hat eine kranke Tochter und damit verrate ich hier nicht zu viel, denn schon beim Lesen des Prolog wird einem diesen sehr klar. Für die Behandlung der Tochter braucht er Geld, sehr viel Geld. deshalb ist es für beide eine Glückssache, dass sie mit ihren eingereichten Eisrezepten bei einem Wettbewerb des Weg ins Finale schaffen. Was nun folgt, ist für mich typisch amerikanisch. Die fünf Finalisten müssen sich in der Endrunde beweisen, was als große Show aufgebaut und jeden Abend übertragen wird. Alle stehen landesweit im Licht der Öffentlichkeit, mit allen Vor- und Nachteilen, die damit verbunden sind.

Clover und ihr langjähriger Freund Sam, der ihr während des Wettbewerbs zur Seite steht und auch Calvin waren mir sehr sympathisch. Zu den anderen Teilnehmern konnte ich keine so rechte Beziehung aufbauen. Ich war aber auch genau wie Sam sehr misstrauisch, denn schließlich ging es um den Preis von 2 Millionen Dollar und da werden meiner Meinung nach keine richtigen Freundschaften unter Konkurrenten geschlossen.

Die Autorin hat die Geschichte sehr flüssig geschrieben und so ist es kein Wunder, dass dieses Buch zügig durchgelesen werden kann. Obwohl es so gar nicht meine Welt ist, war ich natürlich neugierig, wer als Sieger hervorgeht. Die Aufgaben, die den Teilnehmern gestellt wurden, fand ich jetzt nicht immer passend für die Entscheidung, welches Eis zum Schluss das Beste sein wird. Aber anscheinend läuft es eben so ab. Man bekommt auch Einblicke in das Sozialwesen, was bei uns vielleicht auch auf Unverständnis stößt. Ebenso die Gründe, weshalb es Clover finanziell nicht so gut geht. Aber dies sei von mir nur nebenbei erwähnt.
Natürlich kommen auch die ganz großen Gefühle in diesem Buch nicht zu kurz. Ich will hier nicht verraten, wer letztendlich der Sieger war, man konnte es sich schon denken, es gab einfach nur zwei Möglichkeiten. Interessant war, für welche sich die Autorin entscheiden würde und wie alle damit umgingen. Bis zum Schluss war ich mir selber nicht sicher, wem ich die Millionen gönnen soll. Aber das Ende des Buches hat mir gefallen und damit konnte ich wunderbar leben.

Fazit:
Das Buch kann ich den Lesen empfehlen, die Lust haben hinter die Kulissen zu schauen und die Teilnehmer auf ihren Weg bis zur Endausscheidung begleiten wollen. Außerdem macht es Appetit auf Eis und wenn ich es mir recht überlege, werde ich jetzt einfach mal nachsehen, ob ich etwas in meinem Gefrierschrank finde.

Dem Verlag blanvalet möchte ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, mit dem ich gleichzeitig an zwei Challenges teilnehmen kann.

Montag, 7. September 2015

Rezension - Glück und Glas



Autorin: Lilli Beck

Titel: Glück und Glas

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 24. August 2015

Seiten: 510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die Autorin Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. Glück und Glas ist sowohl eine romanhafte Autobiografie als auch der Roman einer ganzen Generation.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?

Meine Meinung:
Bisher habe ich einige Bücher von Lilli Beck gelesen, aber auf dieses war ich ganz besonders neugierig. Wusste ich doch durch die Vorankündigung, dass sie dort viele Ereignisse aus ihrem eigenen Leben mit einbezogen hatte.
Wer kennt diesen Spruch nicht "Glück und Glas, wie leicht bricht das" In vielen Poesiealben taucht dieser Spruch auf, auch in den beiden Alben von Hannelore und Marion. Daran denken sie öfter im Laufe ihres Lebens und ich fand ebenfalls, dass dieser Spruch sich immer wieder bewahrheitete.

Die beiden Protagonistinnen Moon und Lore, wie sie sich später rufen ließen, wurden in einer schweren Zeit geboren. 1945, der Krieg war gerade zu Ende, aber lange noch waren die Nachwirkungen zu spüren. Man rückte damals enger zusammen und unterstütze sich gegenseitig. Durch die Arbeit, die Monikas Mutter bei den Eltern von Hannelore fand, wuchsen die beiden Mädchen zusammen auf. Sehr anschaulich schildert Lilli Beck das Leben zu der Zeit. Es war besonders interessant, da die Mädchen aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen. So konnte ich als Leserin reichlich Vergleiche ziehen und nebenbei auch vieles aus dem Alltagsleben erfahren.

Beide Protagonistinnen mochte ich sehr gerne, obwohl ich nicht immer mit allem einverstanden war, aber es waren beides Frauen der damaligen Zeit. Es hat sich gerade in den letzten Jahrzehnten so vieles für Frauen verändert und jede konnte oder wollte anders damit umgehen. Beide haben die Entwicklungen der größeren Freiheit für Frauen mitmachen müssen, wohin gegen wir jüngeren davon nur noch profitieren konnten, weil andere die Kämpfe für uns ausgefochten haben

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, am Tag des 70. Geburtstages erinnert sich Moon, während sie auf Lore wartet, an vergangene Ereignisse. Das Schicksal meinte es mal sehr gut mit ihnen, um dann aber wieder fürchterlich zuzuschlagen. Durch diese Erinnerungen habe ich beispielsweise wesentlich mehr über die 60er Jahre erfahren. Ich selber war zu der Zeit ja ein ganzes Teil jünger. Aber eigentlich fand ich alles  sehr interessant, was die beiden in den 70 Jahren erlebt haben. Unterschiedlicher konnte das Leben nicht verlaufen.

Das Buchcover hat mir sehr gut gefallen, gibt es doch wunderbar wieder, wie sehr die beiden Mädchen als Schülerinnen befreundet waren. Und durch das Schwatz-Weiß-Foto bekomme ich sofort die Information, dass dieses Bild in den 50er Jahren aufgenommen wurde und ich somit weiß, wann diese Geschichte spielen soll.

Fazit:
In diesem Buch hat mir so vieles gefallen, aber ich will es hier nicht wiedergeben, weil ich einfach zu viel verraten würde. Ich finde es schon beeindruckend und ich weiß, dass es wirklich sehr realistisch ist, dass Freundschaften halten können. Man muss es allerdings wollen.

Auf jeden Fall empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Ältere Frauen werden das eine oder andere Erlebnis wieder entdecken, die jüngeren können dadurch erfahren, welche Veränderungen gerade für die Frauen in den letzten Jahrzehnten stattfanden. Wer weiß schon, dass .... achne, lest es am besten selber.

Beim Verlag blanvalet möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 22. August 2015

Rezension - Die Rosenfrauen

Autorin: Cristina Caboni

Titel: Die Rosenfrauen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Die Welt der Düfte und Essenzen, in der ihr Debütroman Die Rosenfrauen spielt, ist ihre große Leidenschaft.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Elena Rossini hat ein besonderes Talent für Düfte, denn sie stammt aus einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Lange hat sie sich dagegen gesträubt, die Tradition fortzusetzen. Doch als Elenas Leben plötzlich zerbricht, beschließt sie kurzerhand, sich ihrem Schicksal zu stellen: Sie will herausfinden, was sich hinter dem »perfekten Parfüm« verbirgt, das eine ihrer Ahninnen entdeckt haben soll. Die Suche danach führt Elena in die Toskana und die Provence, in die Vergangenheit ihrer Familie, vor allem aber zu sich selbst – und zur Liebe ...

Meine Meinung:
Noch bewegt von den Geschehnissen auf den letzten Seiten des Buches sitze ich hier und versuche die richtigen Worte für die Rezension zu finden. Beginne ich einfach mal damit, was den Ausschlag gegeben hat, mich für dieses Buch zu interessieren. Das Cover hat mich angesprochen und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Außerdem hätte ich sehr gerne eins der kleinen Gebäcke genascht,
Anfangs lernte ich Elena kennen und ihre besondere Beziehung zu den Düften und Parfüm. Leider hatte sie es als Kind nicht leicht und sie wollte sich ihrer Begabung einfach nicht stellen. Ein weiteres einschneidendes Ereignis zwang sie dann doch dazu, vieles zu überdenken und einen anderen Weg, als geplant zu beschreiten. Sie zog von Italien nach Paris, weil ihr dort ihre beste Freundin eine Arbeitsstelle besorgt hat. Bei ihrem neuen Arbeitgeber traf sie auf viele neue Kollegen, die aber nur scheinbar nett zu ihr waren. Über einiges war ich sehr verwundert, aber das Verhalten aller Beteiligen musste wohl so sein, damit der Verlauf der Geschichte einen Sinn hat. Wobei mir Elena allerdings auch etwas zu naiv vorkam, ich hätte wahrscheinlich viel mehr hinterfragt. Aber was solls, es musste ja so sein, damit Elena ihren Weg geht und ihrem Traum immer näher kommt.
So kam es dann natürlich, dass ich einige der Beteiligten so gar nicht leiden konnte, aber die Anzahl der sympathischen war deutlich höher. Obwohl ich Elena nicht immer verstand, konnte ich sie doch sehr gut leiden und auch ihren Nachbarn Cail und seinen Hund John. Schade fand ich nur, dass auch hier die Beteiligten wieder den Fehler machten und nicht miteinander redeten, sondern vieles in sich hinein fraßen.
Auf jeden Fall hatte ich beim Lesen dieses Buches das Gefühl bald auch eine angehende Parfümeurin zu sein. Die Autorin hat sehr ausführlich über die Zusammensetzung der Düfte geschrieben, was ich sehr interessant fand. Ich konnte Elena auf der Suche nach dem "perfekte Parfüm" begleiten und erleben, wie sie alle möglichen Situationen meistert, oft mit Hilfe von Cail.
Wie die Suche nun ausgegangen ist und was sie alles erlebt hat, möchte ich hier natürlich nicht erwähnen. Auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war, was ich dort gelesen habe, konnte ich das Buch doch nicht aus der Hand legen, Das zeigt doch, dass die Autorin mich mit dem Inhalt und ihrem Schreibstil gefesselt hat.

Fazit:
Eine sehr schöne Sommerlektüre, die einen nebenbei dazu verführen kann, mal schnuppernd durch den Sommer zu gehen.

Beim Verlag blamvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension - Neben der Spur ist auch ein schöner Weg


Autorin: Dorothea Böhme

Titel: Neben der Spur ist auch ein schöner Weg

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. April 2014

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Laura, Margot und Sabine haben eines gemeinsam: gute Gründe, dem Alltag für einige Zeit zu entfliehen! Und sie alle haben dasselbe Ziel: Bella Italia. Als sie einander zufällig auf dem Weg nach Süden begegnen, beschließen sie spontan, zusammen weiterzufahren. In Margots klappriges kleines Auto gequetscht beginnt eine abenteuerliche, chaotische Reise, bei der die drei vor einem privaten Ermittler flüchten, ein Verbrechen aufklären, sich mit Liebesdingen herumschlagen und noch viele andere Turbulenzen gemeinsam überstehen. Doch am Ende haben sie auf ihrer Suche nach dem Glück das Wichtigste im Leben gefunden: Freundschaft!

Meine Meinung:
Diesmal haben mich Buchcover und der ungewöhnliche Buchtitel dazu verführt, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen.  Nachdem ich auch die Kurzbeschreibung ganz interessant fand, war eigentlich klar, dass ich dieses Buch lesen wollte.

So lernte ich zunächst drei ganz unterschiedliche Frauen kennen, die sich zufällig trafen und gemeinsam nach Italien fahren wollten. Laura, noch keine 18 Jahre alt, Margot Anfang 70 und Sabine Mitte 30, das könnte sehr interessant werden, dachte ich mir. Jede der drei Frauen hatte einen besonderen Grund sich einfach auf den Weg zu machen.

Ich bin ja oft sehr kritisch, aber diesmal habe ich fünfe gerade sein lassen und nicht alles ernst genommen und deshalb hatte ich auch sehr viel Spaß beim Lesen. Außerdem konnte ich die Drei begleiten und habe so einiges von Italien kennen gelernt oder wieder gesehen. Denn Margot hatte die Idee, sich überall verewigen zu lassen, ganz besonders an den berühmten Sehenswürdigkeiten. Das dies für einigen Trubel sorgte, war mir dann auch sehr schnell klar. Aber ich musste doch öfters lachen. So einige Dialoge zwischen Laura und Margot haben mir viel Spaß bereitet.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden die doch ernsten Hintergründe, weshalb sich jede auf den Weg gemacht hat, mit humorvollen Erlebnissen zu verknüpfen. Und da ich beschlossen hatte, nichts ernst zu nehmen, habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, wie jemand so schnell mit seinem Roller nach Italien kommt und dort tatsächlich auch die Gesuchte findet. Und genauso wenig wollte ich wissen, wieso jemand immer einen Aktenkoffer mit sich rumschleppt, statt.... achne, lassen wir das, ich verrate sonst zu viel.

Schade fand ich allerdings, dass das  Buchcover, obwohl es mir sehr gut gefällt, nicht so richtig passt. Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass die drei mit dem Campingbus unterwegs sind, was bestimmt auch sehr lustig gewesen wäre. Aber der in der Kurzbeschreibung erwähnte klapprige Wagen war nur ein normales Auto. Und dann habe ich auch eingesehen, dass für es die Spannung wichtiger war, wenn sie sich irgendwo unterwegs immer ein Zimmer mieten mussten.

Da dieses Buch nicht ins Genre Krimi gehört, war es für mich auch klar, dass die erwähnte Verbrechensaufklärung eher mit Humor betrachtet werden sollte. Obwohl, in diesem Teil kam dann etwas Tempo auf, worauf unsere Hobbyermittlerinnen schon ungeduldig warteten.
Insgesamt gesehen hatte ich also viel Spaß beim Lesen. Der flüssige Schreibstil hat es mir dann auch ermöglicht, das Buch in einem Rutsch durch zu lesen.

Fazit:
Eine Geschichte, humorvoll erzählt, aber doch mit ernsten Hintergründen. Mir hat das Buch gefallen und ich werde sehr wahrscheinlich auch nach anderen Büchern der Autorin Ausschau halten.

Ich bedanke mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar

Freitag, 24. Juli 2015

Rezension - Stadt, Land, Kuss


Autorin: Cathy Woodman

Titel: Stadt, Land, Kuss

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 22. März 2011

Seiten: 449

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Cathy Woodman ist Autorin mehrerer Romane und ausgebildete Tierärztin. Sie hat ein ganzes Haus voller Haustiere, auch wenn sie sich mittlerweile ausschließlich dem Schreiben widmet.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Maz Harwood ist Tierärztin in London und hat vom Stadtleben genug: mit viel Liebeskummer im Herzen beschließt sie, dem Hilferuf ihrer Freundin Emma zu folgen und deren Praxis in Devonshire für sechs Monate zu übernehmen. Allerdings birgt das Landleben so seine Tücken: komatöse Hamster, epileptische Hunde und preisträchtige Katzen fordern Maz’ ganzen Einsatz, sind aber immer noch pflegeleichter als der alte Miesepeter, dem die zweite Tierarztpraxis vor Ort gehört. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Maz ausgerechnet in den umwerfenden Sohn ihres starrköpfigen Konkurrenten …

Meine Meinung:
Wenn ich es mir recht überlege, lasse ich mich immer wieder mal durch ein witziges Buchcover verleiten, mich näher mit einem Buch zu beschäftigen. Bei diesem Buch war es jedenfalls so und die Kurzbeschreibung las sich auch sehr interessant. Also landete es auf meinem Reader und wartete darauf, sobald wie möglich gelesen zu werden.
Ich bin keine allzu große Freundin von Liebesromanen und war deshalb sehr erfreut, dass hier mehr das Alltagsleben einer Tierärztin im Vordergrund stand. Wobei die Romanze nicht zu kurz kam, denn bei vielen war es Liebe auf den ersten Blick, wobei ich nicht nur die Menschen meine, sondern auch Mensch und Tier.

Maz soll für ein halbes Jahr ihre Freundin Emma vertreten, allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie es schaffen würde und sie sollte in gewisser Weise recht haben. Einige Tierbesitzer des Dorfes machten es ihr überhaupt nicht leicht und so reihte sich eine Katastrophe an die nächste. Wobei Maz auch sehr schöne Erfahrungen machen konnte. Als Städterin musste sie sich erst einmal in solch einer Dorfgemeinschaft zurecht finden. Und hätte es nicht Alex, den gut aussehenden Tierarzt und Sohn des miesepetrigen Konkurrenten gegeben, dann wäre vielleicht vieles anders ausgegangen.
Auf jeden Fall konnte Maz feststellen, dass viele, die ihr das Leben dort nicht sehr leicht machten, in der Not aber an ihrer Seite waren. So etwas hätte sie in London nicht kennen gelernt.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden und mich mit ihren Schilderungen über das Leben einer Tierärztin an dieses Buch gefesselt. Es gab traurige Situationen, aber auch genügend über die ich schmunzeln konnte. Manchmal fühlte ich mich an die Serie "Der Doktor und das liebe Vieh" erinnert, die ich als Kind sehr gerne gesehen hatte. Deshalb konnte ich mir Maz auch so gut in den Gummistiefeln vorstellen, die sie eigentlich nicht gerne tragen wollte.

Fazit:
Ein schönes Buch, was sich angenehm lesen lässt. Das Buchcover verspricht leichte Lektüre, die aber durchaus auch Tiefgang hat.

Ich möchte mich bei dem Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Rezension - Fahr zur Hölle, Schatz!


Autorin: Brigitte Kanitz

Titel: Fahr zur Hölle, Schatz!

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Mai 2015

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat lange in Norddeutschland gewohnt. Inzwischen lebt und schreibt sie seit vielen Jahren in ihrer Wahlheimat Italien. Sie war Redakteurin bei diversen Printmedien, bevor sie sich ganz der Belletristik widmete. Bei Blanvalet veröffentlichte sie bereits erfolgreich einige Familienkomödien und einen Regionalkrimi.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Geh zum Teufel, denkt sich Svea, als ihr schusseliger Nachbar ihre Wohnung überflutet und sie gezwungen ist, wieder bei ihren Eltern einzuziehen. Zu allem Überfluss wird Svea auch noch von ihrem Freund verlassen – weil sie ihm zu langweilig ist. Hätte der mal geahnt, was für aufregende Zeiten Svea bevorstehen! Denn zu Hause erwarten sie Papa Klaas, der eine Geliebte hat, Mama Rieke mit reichlich Prosecco und Oma Lina auf Männerfang. Als Svea über ein altes Buch stolpert, naht Rettung. Denn plötzlich wird alles wahr, was sie sich wünscht – und das Chaos nimmt seinen Lauf ...

Meine Meinung:
Oh, oh! Was lehrt uns das Buch? Überlege Dir Deine Wünsche sehr genau, bevor Du sie aussprichst.

Svea hat gerade keinen guten Lauf, ihre Wohnung wird unter Wasser gesetzt und sie muss wieder bei ihren Eltern einziehen. Das fällt ihr nicht leicht, denn dort geht es auch sehr turbulent zu. Einiges hat sie allerdings verschuldet. Denn ihr fällt ein besonderes Buch in die Hände, es ist nicht sehr dick, aber der Zauberspruch, der dort steht, hat es in sich. Svea kann sich Wünsche erfüllen. Dumm ist dabei nur, dass sie manchmal abgelenkt ist oder sie etwas falsches wünscht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Nur soviel, es hat mir Spaß gemacht, Svea dabei zu beobachten. Nun ja,  vielleicht hätte ich manchmal etwas anders gemacht, aber das hätte sicher nicht so viel Lesevergnügen bereitet.

Die Autorin hat es bestens verstanden, mit viel Humor die Geschichte einer Familie zu erzählen. Diese Familie hatte es aber auch in sich. Ich meine, schon der Name Svea Amore macht einen doch neugierig. Svea und alle Beteiligten wurden sehr interessante Charaktere zugeordnet. Oma Lina hat mir dabei  sehr gut gefallen.
Svea, die ja so völlig unvorbereitet dieses Buch gelesen hat, hat meist sehr spontan gehandelt. Ich als Leserin hatte da ja die Möglichkeit mir Gedanken zu machen. Sicher haben noch mehr Leser überlegt, was sie sich gewünscht hätten, wenn.....  Diese Gedanken darf man haben und Brigitte Kanitz hat trotz der humorvollen Beschreibung auch zum Nachdenken angeregt. Denn es war schon sehr interessant, wie die Personen reagieren, wenn sie auf einmal wissen, dass jemand "zaubern" kann. Nun ist es aber gut. ich will jetzt nichts mehr über den Inhalt des Buches verraten.

So sehr ich die Buchcover dieser humorvollen Bücher ja mag, finde ich es diesmal überhaupt nicht zum Inhalt passend. Ich hatte zunächst vermutet, dass es sich um ein älteres Ehepaar handelt, die sich das Leben nicht gerade leicht machen. Aber wie auch aus der Kurzbeschreibung zu lesen ist, ist die Protagonistin eine junge Frau.  Trotzdem finde ich das Cover schon witzig gestaltet.

Fazit:
Ein schönes und humorvolles Buch, bestens als Sommerlektüre geeignet.

Dem Verlag blanvalet möchte ich für das Rezensionsexemplar danken.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension - Provenzalische Geheimnisse


Autorin: Sophie Bonnet

Titel: Provenzalische Geheimnisse

Genre: Krimi

Version: eBook, Broschiert und Hörbuch

erschienen: 25. Mai 2015

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Sophie Bonnet ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin. Mit ihrem Frankreich-Krimi "Provenzalische Verwicklungen" begann sie eine Reihe, in die sie sowohl ihre Liebe zur Provence als auch ihre Leidenschaft für die französische Küche einbezieht. Mit Erfolg: Der Roman begeisterte Leser wie Presse auf Anhieb und stand monatelang auf der Bestsellerliste. "Provenzalische Geheimnisse" ist Sophie Bonnets zweiter Roman. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Im idyllischen Dorf Sainte-Valérie wird eine Hochzeit gefeiert: Die Tische sind geschmückt, es duftet nach Lavendel, und der Wildschweinbraten dreht sich am Spieß. Der ehemalige Kommissar Pierre Durand fiebert bereits dem Ende der Feier entgegen, denn dann will er ein Gläschen mit Köchin Charlotte trinken. Doch so weit kommt es nicht: Der Bruder der Braut wird tot aufgefunden, von Schrotkugeln durchsiebt. War es ein Jagdunfall? Oder Mord? Pierres Ermittlungen führen ihn in die einsamen Wälder der Provence – und mitten ins Herz des Dorfes ...

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Provenzalische Verwicklungen" gelesen hatte, wünschte ich mir, mehr von Pierre, Charlotte und den Dorfbewohnern zu lesen. Deshalb war die Freude groß, als ich jetzt dieses Buch in meinen Händen hielt.

Beide Bücher sind in sich abgeschlossene Geschichten, aber ich finde es doch besser, wenn man mit dem ersten Fall beginnt. So manches erklärt sich dann einfacher, zumal ich im ersten Buch viele Personen kennen lernte, die ich jetzt wieder getroffen habe.

Inzwischen hat sich Pierre Durand ganz gut im Dorf eingelebt, aber so richtig gehört er noch nicht dazu. Das merkt er, als es darum geht, das alte Haus auf dem Bauernhof zu renovieren. Irgendwie klappt es nicht so, wie er es sich vorstellt. Dafür kommen er und Charlotte sich näher und als der Bruder der Braut ermordet wird, lebt Pierre so richtig auf, kann er doch wieder ermitteln, wie er es gewohnt ist. Könnte er, wenn es da nicht die Bewohner gäbe, die nicht so unbedingt zur Aufklärung beitragen wollen, denn der Ermordete war überhaupt nicht beliebt.
Wie Pierre mit allen Herausforderungen klar kommt, hat die Autorin sehr gut beschrieben. Von Anfang bis Ende hat Sophie Bonnet mich mit ihrem Schreibstil an das Buch gefesselt. Ich konnte zwar immer wieder von einer anderen Personen Gedanken und Handlungen verfolgen, wusste aber nicht, wer es war. Wie Pierre musste ich meine Schlüsse ziehen, aber dann war er sehr pfiffig und hat den richtigen Weg eingeschlagen.

Pierre und Charlotte sind mir an mein Leserherz gewachsen und ich vermute mal, dass ich künftig noch mehr von ihnen und den Dorfbewohnern zu lesen bekomme. Denn ich lese sehr gerne Krimis,in denen ich von dem Drumherum fast genauso viel erfahre, wie über den Fall an sich. Mit sehr viel Humor wurden verschiedene Beteiligte und deren Verhalten aufs Korn genommen. Ich fühlte mich in dem Dorf so richtig wohl.

Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und zeigt auch, dass beide Bücher zusammengehören.

Fazit:
Die beiden ersten Bücher, in denen Pierre Durand ermittelt, empfehle ich gerne und sollte es weitere Folgen geben, werde ich mit Sicherheit auch diese lesen.

Dem Verlag Blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 24. April 2015

Rezension - Luderplatz


Autorin: Katrin Jäger

Titel: Luderplatz

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. Januar 2913

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Katrin Jäger wurde 1970 in Münster geboren und wuchs in dem nahe gelegenen Dorf Westbevern-Vadrup auf. Nach ihrem Publizistik-Studium volontierte sie an der Berliner Journalisten-Schule und arbeitete danach als Reporterin, Redakteurin und stellv. Ressortleiterin bei der B.Z., Berlins größter Zeitung. Vor ein paar Jahren ging sie der Liebe wegen in ihr Heimatdorf zurück und lebt dort mit ihrer Familie in einem Haus mitten auf einer Wiese.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Viktoria Latell, Polizeireporterin beim „Berliner Express”, erhält eines Morgens einen Hilferuf von ihrem Fotografenkollegen Mario. Dieser war über Nacht mit einer Frau zusammen, findet aber außer Blut im Badezimmer keine Spur von ihr. Als Viktoria und Mario herauskriegen, dass die verschwundene Herzdame aus der Münsterländer Provinz stammt, schmieden sie umgehend Reisepläne. Dort angekommen entdecken sie zahlreiche Spuren, die sie nicht immer auf die richtige Fährte locken. Und die wiederholt nach Berlin zu einem noch immer nicht aufgeklärten Vermisstenfall weisen …

Meine Meinung:
Ich weiß jetzt nicht, was mich dazu verführt hat, dieses Buch zu lesen. Es kann das auffallende Buchcover gewesen sein, es kann aber auch an dem Buchtitel gelegen haben. Auf jeden Fall wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und auch nicht enttäuscht.
Allerdings stellte ich sehr schnell fest, dass es wohl das zweite Buch einer Serie sein müsste. Die Autorin erwähnte immer wieder Fälle oder Begebenheiten aus der Vergangenheit. Ich hatte jetzt aber nicht das Gefühl, Wissenslücken zu haben.

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ich habe es dann auch geschafft, es in einem Rutsch durchzulesen. Allerdings haben mich anfangs die verschiedenen Handlungsstränge etwas irritiert, es bedeutete, dass man sehr genau aufpassen und sich konzentrieren musste, Aber es dauerte nicht lange und ich kam damit klar. Dieser Wechsel erhöhte natürlich auch die Spannung in dem Buch.

Die Protagonistin Viktoria war mir eigentlich recht sympathisch, ich konnte aber nicht alle ihrer Handlungen nachvollziehen und gut heißen. Es zeigt aber auch, wie schnell man sich beeinflussen lässt und auf falsche Fährten geführt wird.

Die Autorin hat es auf jeden Fall sehr gut verstanden, zwei besondere Fälle nebeneinander laufen zu lassen und mich als Leserin an das Buch gefesselt. Am Ende wird alles zusammengeführt und klärt sich bestens auf. Fragen blieben keine mehr offen und im Epilog habe ich dann sogar noch mehr erfahren, als ich vielleicht erwartet hatte.

Anfangs erwähnte ich, dass vielleicht der Buchtitel den Ausschlag gegeben hat, dass ich mich für das Buch interessiere. Auf jeden Fall ist der Begriff sehr zweideutig zu verstehen und nach dem Lesen des Buches sehe ich das immer noch so.

Fazit:
Ein spannender Krimi, wo ich als Leser mal nicht weiß, wie sich alles abgespielt hat und ich mit den Protagonisten rätseln und Schlüsse ziehen kann.

Ich bedanke mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 1. April 2015

Rezension - Die Tuchvilla


Autorin: Anne Jacobs

Titel: Die Tuchvilla

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Dezember 2014

Seiten: 705

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits erfolgreich historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla erfüllt sie sich einen lange gehegten Wunsch und gestaltet ein Familienschicksal vor dem spannenden Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …

Meine Meinung:
Irgendwie finde ich für diese Rezension nicht den richtigen Anfang. Ich bin etwas zwiespältig, was meine Meinung zu diesem Buch betrifft. Ich habe es zwar in einem Rutsch gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was in dieser Villa alles passiert, aber am Ende musste ich überlegen, ob es meine Erwartungen erfüllt hat.
Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil mir das Buchcover gut gefallen hat. Die Kurzbeschreibung las sich auch ganz interessant. Im Moment lese ich sehr viele Bücher, die zu dieser Zeit spielten und immer wurde das Zeitgeschehen aus einer anderen Sichtweise beschrieben.

Die Autorin Anne Jacobs hat in diesem Buch sehr interessante Charaktere geschaffen und es auch wunderbar verstanden, das unterschiedliche Leben in dieser Villa zu schildern. In meiner Jugend habe ich sehr gerne die Serie "Das Haus am Eaton Place" gesehen und ich fühlte mich sehr daran erinnert. Allerdings spielt diese Geschichte in Augsburg und natürlich standen dort die deutschen Ereignisse mehr im Vordergrund.

Marie, die Protagonistin war mir sehr sympathisch und es lag an den zugeordneten Charakteren der Beteiligten, dass mir der eine mehr und der andere weniger gefallen hat. Ich fand es gut, einen Einblick in das Leben der Angestellten zu bekommen, genauso interessant war es auch, mehr über das Leben der Familie Melzer zu erfahren. Allerdings kamen mir manche Stellen und Beschreibungen etwas langatmig vor und über andere Ereignisse hätte ich gerne mehr gelesen. Gerade die Entwicklung der Arbeitersituation wäre sehr interessant gewesen. Aber darum sollte es sich ja nicht in der Hauptsache drehen.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie die "Herrschaft" damals noch gedacht und gehandelt hat. Mutige Frauen, die vieles ändern wollten, wurden schlecht angesehen. Ich möchte nicht zu viel über den Inhalt des Buches schreiben, aber ich hätte schon gerne das Gesicht von Melzer sen. gesehen, als ihm mitgeteilt wurde, dass die Frauen auch ein Wahlrecht erhalten sollen.

Fazit:
Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, das Lesen dieses Buches abbrechen zu müssen, weil es mir überhaupt nicht gefallen hat. Allerdings ordne ich es bei mir als wirklich sehr leichte Lektüre ein, ohne viel Tiefgang. Ein Buch, ganz einfach mal zum Schmökern, ohne große Ansprüche, allerdings mit etwas geschichtlichem Hintergrund.

Ich möchte mich bei dem Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 25. März 2015

Rezension - Ismaels Orangen

Autorin: Claire Hajaj

Titel: Ismaels Orangen

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 16. März 2015

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im ländlichen England. Sie bereiste alle vier Kontinente und arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Baghdad. Sie schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem veröffentlichte sie Artikel in Time Out und Literary Review. Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in Oxford gemacht. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?
Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.
Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Meine Meinung:
Das Buch hat mich sehr berührt und ich habe das Gefühl zunächst nicht die richtigen einführenden Worte für meine Rezension zu finden.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1948 und ich lerne als erstes Salim und seine Familie kennen. Die arabische Familie könnte eigentlich noch viele glückliche Jahre in Jaffa erleben, wenn es denn die schreckliche Entwicklung nicht gegeben hätte. Die meisten Leser meines Alters wissen einiges über Palästina und auch Israel, viele Städte sind uns dem Namen nach bekannt, aber sehr intensiv habe ich mich nie mit der Geschichte der dort lebenden Menschen beschäftigt. Es hat mich dann auch sehr berührt, als die Familie Al-Ismaeli geflohen ist und alles zurück lassen musste.
Die zweite Protagonistin dieses Buches, Judith wächst in England auf und muss dort leider auch erfahren, dass sie als Jüdin nicht überall mit offenen Armen aufgenommen wird. Dabei möchte sie so gerne ganz normal auswachsen.

Die ersten Kapitel erschienen mir erst etwas langatmig, aber ich sah ein, dass ich die beiden Protagonisten richtig kennen lernen sollte, damit ich alle Zusammenhänge kenne und somit auch die weiteren Begebenheiten besser verstehen kann. Denn, wie das Schicksal so spielt, lernen sich Judith und Samil kennen und lieben. Dass es kein leichter Weg für sie werden würde, war mir klar. Aus der Ferne betrachtet konnte ich beide Seiten verstehen und beide habe ich in mein Leserherz geschlossen. Wobei es mir Samil nicht immer leicht machte, war er doch in meinen Augen leicht zu beeinflussen. Deshalb mochte ich seinen Bruder Rafan auch nicht besonders. Zumal in meinen Augen es auch irgendwann mal Schluss sein muss mit der ewigen Rache.

Die Autorin hat die Geschichte der Familie sehr berührend geschildert. Manches Mal war ich richtig böse auf einige Beteiligte, manches Mal hatte ich einen Kloß im Hals. Einige Verhaltensweisen kann ich einfach nicht nachvollziehen, aber das mag wohl auch daran liegen, dass ich mit solchen Schwierigkeiten nie etwas zu tun hatte. Eine Jüdin und ein Araber, zu der damaligen Zeit war es schwer und heute ist es mit Sicherheit auch nicht leichter.

Das Buch hat mich nicht nur berührt, es macht auch nachdenklich. Was hat die Religion schon alles ausgelöst? Es kann sich niemand davon frei sprechen, im Namen der Religion keine Grausamkeiten begangen zu haben. Einen Frieden wird es wohl leider nie geben. Deshalb fand ich es gut, wie die meisten aus der Familie damit umgingen, als sie erfuhren, dass Judith und Salim ein Paar werden wollten. Allerdings haben sie ihren Kindern damit auch einiges zugemutzt. Ohne zuviel zu verraten, will ich aber trotzdem sagen, dass mich das Ende des Buches etwas versöhnt hat.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend, es harmonisiert in den Farben und gibt vieles vom Inhalt wieder.

Fazit:
Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen. Die Geschichte zweier Menschen aus verschiedenen Kulturen ist sehr fesselnd geschrieben.

Ich bedanke mich beim Verlag für das wunderbar präsentierte Rezensionsexemplar