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Freitag, 25. Dezember 2015

Rezension - Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea

Autorin: Yeonmi Park

Titel: Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea

Genre: Biografie

Version: eBook, gebundene Ausgabe und Hörbuch

erschienen: 19. Oktober 2015

Seiten: 321

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Yeonmi Park wurde 1993 in Nordkorea geboren und lebt derzeit in New York, wo sie ein Studium absolviert und bei der UNO tätig ist. Die Geschichte ihrer Flucht aus Nordkorea wurde in der englischen Presse breit dokumentiert, u.a. in Artikeln des "Daily Mail", des "Telegraph" und des "Independent". Ihre Aufsehen erregenden Reden, u.a. beim "One Young World Summit" in Dublin, dem "Oslo Freedom Forum" oder "TEDx" in Bath, machten sie einem breiten Publikum bereits vor Erscheinen ihres Buches bekannt. Yeonmi Park ist mit ihren jungen Jahren eine herausragende Aktivistin für Menschenrechte und kämpft mit großem Engagement dafür, ihrem Volk eine Stimme zu geben.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Yeonmi Park träumte nicht von der Freiheit, als sie im Alter von erst 13 Jahren aus Nordkorea floh. Sie wusste nicht einmal, was Freiheit ist. Alles, was sie wusste war, dass sie um ihr Leben lief, dass sie und ihre Familie sterben würde, wenn sie bliebe - vor Hunger, an einer Krankheit oder gar durch Exekution. In ihrem Buch erzählt Yeonmi Park von ihrem Kampf ums Überleben in einem der dunkelsten und repressivsten Regime unserer Zeit; sie erzählt von ihrer grauenhaften Odyssee durch die chinesische Unterwelt, bevölkert von Schmugglern und Menschenhändlern, bis nach Südkorea; und sie erzählt von ihrem erstaunlichen Weg zur führenden Menschenrechts-Aktivistin mit noch nicht einmal 21 Jahren.

Meine Meinung:
Von Korea wusste ich wahrscheinlich genau das, was den meisten auch bekannt war. Das Land ist geteilt. Der Süden ist ein freies Land und im Norden herrscht der nächste Kim, der Enkel des Staatsgründers. Sein Bild ist mit Sicherheit vielen bekannt, denn es erscheint doch ziemlich oft in entsprechenden Nachrichten. Von Yeonmi Park hatte ich bereits im vergangenen Jahr einiges in den Nachrichten gehört und nun war ich neugierig auf ihr Buch.
Sie hat in diesem Buch sehr eindrucksvoll über ihr Leben in Nordkorea und über ihre Flucht berichtet. Ich fand es ungemein interessant, so zu erfahren, wie die Menschen in diesem Land leben. Unvorstellbar erscheint einem einiges, aber doch glaubwürdig.  Auf ihrer Flucht hat sie  sehr viel durchmachen müssen. Auch das hat mich beeindruckt, war sie im Grunde doch noch ein Kind, allerdings eines, das sehr schnell erwachsen werden musste. Ich weiß nicht, wie ich mit allem fertig geworden wäre. Allerdings war sie ja einiges gewohnt  und kannte nicht die Freiheit und das Leben, das wir alle führen können. Ich gehe auch mal davon aus, dass es wesentlich schlimmer gewesen sein muss und sie uns vieles erspart hat. Aber das, was sie uns Leser bereichtet ist schon schlimm und eindrucksvoll.
Da dieses Buch ihr Leben beschreibt, muss ich es auch anders als erfundene Geschichten bewerten. Es sind nun mal alles Tatsachen, allerdings hat sie alles sehr interessant geschildert. Ich habe dieses Buch, wie viel andere in einem Rutsch gelesen. Aufgelockert wurde ihr Bericht durch Bilder von ihr und ihrer Familie. Beim Betrachten fiel mir auf, dass die meisten Bilder gestellt wirken und niemand mal lächelt. Schon als kleines Mädchen schaute sie nur ernst auf den Fotos.
Ihre Geschichte hat mich, wie bereits erwähnt, beeindruckt und macht einen nachdenklich und vor allem dankbar, dafür, dass wir in einem anderen Land aufwachsen durften.

Fazit:
Dieses Buch empfehle ich auf jeden Fall weiter, weil ich auch der Meinung bin, dass es auf keinen Fall schadet, auch Bücher über besondere Schicksale - Lebenswege zu lesen. Ich hoffe, dass Yeonmi Park vieles für die Bewohner des Landes bewirken kann.

Ich möchte mich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 5. Dezember 2015

Rezension - Ein Streuner kommt selten allein


Autor: Nick Trout

Titel: Ein Streuner kommt selten allein

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 16. November 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Der Autor Nick Trout hat an der University of Cambridge Tiermedizin studiert und arbeitet als Chirurg am berühmten Angell Animal Medical Center in Boston; er hat mehrere Bücher über seine Arbeit und sein Leben mit Tieren geschrieben, die alle New-York-Times Bestseller wurden. Nick Trout lebt mit seiner Frau Kathy und dem Labrador-Pudel-Mischling Thai in Massachusetts.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Tierarzt Dr. Cyrus Mills ist selbst überrascht, wie schnell er sich eingelebt hat in dem kleinen Ort Eden Falls in Vermont. Dort hatte er zunächst widerwillig die Praxis seines Vaters übernommen, aber inzwischen will er seine vierbeinigen Patienten und die ebenso exzentrische wie liebenswerte Dorfgemeinschaft nicht mehr missen. Besonders Amy, die charmante Bedienung des Diners, hat es ihm angetan. Doch das Leben auf dem Land hat auch so seine Tücken. Vor allem weil das große Unternehmen „Healthy Paws“ alles daran setzt, um Cyrus‘ Wald-und-Wiesen-Praxis den Garaus zu machen. Und dann taucht plötzlich auch noch ein attraktiver Fremder auf, der Amy offensichtlich den Hof macht. Cyrus drohen die Probleme über den Kopf zu wachsen, doch er ist fest entschlossen, sich sein kleines Paradies nicht mehr nehmen zu lassen ...

Meine Meinung:
Im Moment gibt es reichlich Bücher auf dem Markt, die mit einem niedlichen Tier auf dem Cover den Leser anlocken. Ich gebe es zu, auch ich lasse mich davon verführen. Der Hund sieht ja auch allerliebst aus und deshalb landete das Buch auf meinem Bücherstapel.
So lernte ich den Tierarzt Dr. Cyrus Mills kennen, der in einem kleinen Ort die Praxis seines verstorbenen Vaters übernimmt. Wie es dazu gekommen ist, wird wohl in einem Buch, das davor erschienen ist erzählt. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, es unbedingt lesen zu müssen, damit ich in die Geschichte reinfinde.
Der Autor gibt dem Leser die Möglichkeit den Tierarzt an einigen Tagen zu begleiten. Er schildert die besonderen Fälle, um die Cyrus sich kümmern muss. Aber genauso oft muss er sich um die Menschen, die zu den Tieren gehören, kümmern. Ich fand es schon erstaunlich, wer so alles in seine Praxis kommt und etwas von ihm will. Ich hatte das Gefühl, es waren zu viele Verrücktheiten und vermeintliche Erkrankungen, die in den paar Tagen an ihn heran getragen wurden. Auch sein Privatleben kam mir etwas durcheinander vor. Irgendwie konnte ich mich nicht so recht mit ihm anfreunden. Gefallen hat mir, was er alles bewirkt und wie er für Tier und Mensch Lösungen gefunden hat.
Auf dem Buchumschlag wird die Zeitung "Publishers Weekly zitiert mit den Worten "Eine liebevolle Reminiszenz an James Herriots "Der Doktor und das liebe Vieh" , nun, damals habe ich die Serie gemocht und auch die Bücher gelesen, aber das Gefühl, dass dies eine liebevolle Erinnerung sein soll, hatte ich wirklich nicht. Irgendwie passt Dr. Cyrus Mills mit seinen Geschichten nicht in die heutige Zeit, obwohl die Technik natürlich auch bei ihm eingezogen ist.
Oft ist es ja so, dass ich unbedingt das vorher erschienene Buch noch erwerbe und lese und mir notiere, dass ich auch weitere Bücher lesen möchte. Aber in diesem Fall nehme ich davon Abstand. Das Buch war ganz flüssig zu lesen, aber wirklich überzeugt hat es mich nicht.

Fazit:
Es ist jetzt nicht so, dass ich das Buch schlecht finde, aber mich konnte es nicht überzeugen. Tierfreunde könnten vielleicht mehr Gefallen daran finden.

Bei dem Verlag Goldmann möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Rezension - Das Alabastergrab


Autor: Helmut Vorndran

Titel: Das Alabastergrab

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: überarbeitete Ausgabe 14. September 2015

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Der Autor Helmut Vorndran wurde 1961 im fränkischen Bad Neustadt an der Saale geboren. Er machte eine Lehre zum Schreiner und studierte Sozialpädagogik, bevor er sich ganz auf seine Arbeit als Kabarettist verlegte. Darüber hinaus schreibt er Kolumnen für verschiedene Zeitungen und arbeitet als Autor unter anderem für Antenne Bayern und das Bayerische Fernsehen. Mit seinen Franken-Krimis um den Kommissar Franz Haderlein hat er sich eine treue Leserschaft erobert. Helmut Vorndran lebt in einer restaurierten Mühle in der Nähe von Bamberg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Im oberfränkischen Bamberg nutzt Kriminalhauptkommissar Franz Haderlein die sommerliche Verbrechensflaute, um bei dem einen oder anderen Bier zu entspannen. Doch mit der Ruhe ist es schnell aus: Erst sorgt am Main eine rätselhafte Flutwelle für Chaos, und dann wird die Leiche eines Fischers entdeckt. Wie sich herausstellt, war der Mann ein erbitterter Gegner des Bootsverkehrs. Plötzlich bekommt Haderlein es mit aufgebrachten Anglern, feindseligen Paddelboot-Lobbyisten, einem gewieften Politiker und sogar einem skrupellosen Auftragsmörder zu tun. Und eines ist klar: In diesem Fall geht es um weitaus mehr als um die Vorherrschaft in heimischen Gewässern ...

Meine Meinung:
Das Buchcover und die Kurzbeschreibung versprachen mir einiges, was ich dem Buch finden wollte. Spannung, Humor und ein Wiedersehen mit Bamberg, zumindest mit Hilfe dieses Buches.

Auf jeden Fall fing die Geschichte sehr interessant an, wobei die Überschrift des ersten Kapitels schon sehr aussagekräftig war: "Fisherman's End". Ziemlich schnell kommt dann auch Kommissar Haderlein ins Spiel, der anscheinend durch eine verrückte Idee seiner Kollegen nun der Besitzer eines kleines Schweinchens ist. Riemenschneider, so der Name, wird in dem Buch eine wichtige Rolle spielen. Ich lerne dann noch den Kollegen von Franz Haderlein kennen: Lagerfeld, der eigentlich einen anderen Namen hat. Jeder kann sich vielleicht vorstellen, weshalb er so gerufen wird.
Überhaupt hat der Autor den Beteiligten interessante Namen und Charaktere zugeordnet. Seinen Schreibstil und seine Ausdrucksweise fand ich zunächst ungewöhnlich, aber nicht uninteressant. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, kam ich sehr gut mit dem Buch klar. Nebensächlichkeiten wurden in die Geschichte eingebaut und besonders hervorgehoben. Ohne viel zu verraten, möchte ich hier einfach mal die Flussregenpfeiferin erwähnen, die Bamburg Richtung Norden verlassen will und sich in einer Gegend niederlassen möchte, wo die Aussprache der Menschen verständlicher war.Thüringen vielleicht? Lach, wer nun denkt, was schreibt  sie denn da? Tja, auch das kommt in dem Buch vor und spiegelt etwas von dem Humor wieder, den ich an mehreren Stellen fand. Natürlich kam die Spannung auch nicht zu kurz. Ich konnte zwar einiges vermuten, aber trotzdem gab es dort überraschende Wendungen für mich.

Fazit:
Wer etwas Lokalkolorit, Spannung und Humor in einem Buch finden möchte, wird hier Glück haben. Man darf allerdings keinen "gewöhnlichen" Krimi erwarten.

Beim Verlag Goldmann möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 23. November 2015

Rezension - In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt


Autorin: Sabine Zett

Titel: In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

Seiten: 320

erschienen: 15. Dezember 2014

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Sabine Zett ist in Westfalen aufgewachsen. Nach dem Abitur machte sie ein Volontariat bei der örtlichen Tageszeitung und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin in verschiedenen Redaktionen. Heute schreibt sie Bücher, Theaterstücke und Hörspiele. Mit ihrer vielfach ausgezeichneten Jugendbuchreihe um den frechen »Hugo« eroberte sie nicht nur die Herzen von kleinen und großen Lesern, sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste. Sabine Zett lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mal ehrlich: Wer braucht schon Klassentreffen? Man erkennt die anderen nicht, alle geben an, alte Hits werden gespielt – und ob man’s will oder nicht: Ständig muss man sich für sein Leben rechtfertigen. Darauf hat Victoria, die als glücklicher Single in der Großstadt lebt, wirklich keine Lust und sagt die Einladung ab. Aber als sie ausgerechnet am Tag des Treffens von ihrer Mutter nach Hause bestellt wird und am Bahnhof einer alten Schulfreundin in die Arme läuft, gibt es kein Entkommen mehr vor Klassentratsch und Diskokugel – mit dem aufregenden Kribbeln beim Anblick ihrer alten Liebe Michael hat Victoria jedoch nicht gerechnet …

Meine Meinung:
Ich gebe es gerne zu, der Buchtitel und das Cover haben mich dazu verführt, mich näher mit dem Buch zu befassen. Was sollte mir der Elefant auf dem Wäschekorb sagen und was ist beim Bügeln alles erlaubt? Den zweiten Teil der Frage brauchte ich mir nicht zu stellen, das konnte ich mir schon vorstellen, denn als Vielleserin hatte ich schon öfter darauf eine Antwort bekommen. Allerdings sollte ich am Ende immer noch nichts mit dem Elefanten anfangen können und der Titel war ein Satz, den Frau Ivanka von sich gegeben hat. Ok, die Überschriften der Kapitel bestanden ebenfalls aus einem Satz, der in dem jeweiligen Kapitel vorkam, deshalb wurde dies eben auch von den Buchtitel so ausgewählt.
Klassentreffen können eigentlich sehr interessant sein, wenn man wissen möchte, wie sich verschiedene Schulfreunde im Laufe der Jahre verändert haben. Aber es kann auch sehr frustrierend sein. Auf jeden Fall hatte Victoria darauf keine große Lust, was ich jetzt nicht so tragisch gefunden hätte. Weshalb allerdings ihre Mutter alles unternahm, damit sie doch daran teilnimmt, konnte ich nicht verstehen. Überhaupt fand ich die Mutter sowas von nervend, es war kaum auszuhalten und ich verstehe nicht, dass Victoria als gestandene Frau sich das alles gefallen ließ.  Deshalb konnte ich mich nicht wirklich mit den Protagonisten anfreunden.
Die Schilderungen, was Victoria alles so erlebt, besonders bei dem Altstadtbummel waren ganz interessant. Aber die ganze Geschichte war sehr vorhersehbar und nicht wirklich fesselnd.
Schade, ich hatte mir irgendwie mehr von dem Buch versprochen.

Fazit:
Wer ein Buch für zwischendurch sucht und keine großen Ansprüche stellt, wird hier vielleicht seine Freude dran haben.

Bei dem Verlag blanvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 11. November 2015

Rezension - Böse Buben küsst man nicht

Autorin: Janet Evanovich
Autor: Lee Goldberg

Titel: Böse Buben küsst man nicht - Ein Fall für Kate O'Hara

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.
Der Autor Lee Goldberg schreibt Drehbücher, unter anderem für die Erfolgsserie "Monk", ist TV-Produzent und Autor mehrerer Bücher. Zwei Mal war er für den Edgar Award nominiert und erhielt 2012 den Poirot Award.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Zum zweiten Mal müssen sich die smarte Agentin Kate O’Hare und der charmante Trickdieb Nick Fox für einen Auftrag vom FBI zusammenraufen. Dieses Mal haben sie es mit einem bronzenen Hahnenkopf im Wert von 20 Millionen Dollar zu tun. Der stammt aus der Qing-Dynastie und wurde dem Smithsonian Museum als Leihgabe überlassen. Nun verlangt China den Hahnenkopf zurück. Das Problem: Der kostbare Kopf wurde leider zwischenzeitlich gestohlen und durch eine Fälschung ersetzt. Den Diebstahl hat man geflissentlich vertuscht. Jetzt sollen Kate und Nick das Original schleunigst wieder herbeischaffen – und zwar ohne dabei den Kopf zu verlieren ...

Meine Meinung:
Von der Autorin Janet Evanovich kenne ich inzwischen schon einige Bücher und unterschiedliche Serien. Deshalb war ich nun ganz besonders neugierig auf dieses Buch, dass sie mit Lee Goldberg gemeinsam geschrieben hat. Ich stellte sehr schnell fest, dass dieses Buch das zweite einer neuen Serie ist, aber ich hatte keine Probleme, mich in die Geschichte der beiden Kate und Nick reinzufinden.
Kate eine gewissenhafte FBI-Agentin und Nick, ein sehr guter Trickdieb müssen eine etwas schwierige Aufgabe lösen, bei der sie sich manchmal am Rande der Legalität bewegen. Für Nick ist das natürlich kein Problem, Kate tut sich da schon schwerer und muss öfter über ihren Schatten springen. Sehr spannend und humorvoll haben die beiden Autoren dieses Buch geschrieben, Ich war von Anfang an gefesselt und dachte, nun, das geht ja wunderbar und sehr schnell und die Aufgabe ist erledigt. Aber dann bringen die beiden den Zufall ins Spiel und alles wird etwas komplizierter.

Beide Kate und Nick habe ich sofort in mein Leserherz geschlossen, mir hat es Spaß gemacht, die beiden sozusagen zu beobachten und besonders gefallen haben mir viele ihrer Dialoge. Aber auch die anderen Beteiligten haben zu meinem Lesespaß beigetragen, da möchte ich Kates Vater hervorheben, er und seine alten Kumpel haben mich begeistert.

Irgendwie fühlte ich mich beim Lesen an ganz alte und spannende Krimis erinnert, wie zum Beispiel "Über den Dächern von Nizza". Denn die beiden müssen um den Fall zu lösen, sich einiges einfallen lassen. Aber mehr will ich dazu nicht verraten. Achja, an Jennifer und Jonathan Hart haben mich die beiden auch erinnert und musste an der Stelle sehr lachen.

Fazit:
Ich habe jetzt nicht das Gefühl, das erste Buch unbedingt lesen zu müssen, aber mit Sicherheit werde ich das folgende Buch auf jeden Fall lesen. Auf jeden Fall möchte ich dieses Buch weiter empfehlen.

Beim Verlag Goldmann bedanke ich mich vielmals für das Rezensiosnexemplar

Dienstag, 10. November 2015

Rezension - Winterglück



Autorin: Debbie Macomber

Titel: Winterglück

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 19. Oktober 2015 als Neuauflage

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington und im Winter in Florida.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einem schweren Schicksalsschlag beschließt Jo Marie Rose, noch einmal neu zu beginnen um endlich ihren Frieden zu finden. Sie zieht in das beschauliche Küstenörtchen Cedar Cove und eröffnet ein gemütliches kleines Bed&Breakfast – das Rose Harbor Inn. Bald schon kann sie ihre ersten Gäste begrüßen, die beide aus Cedar Cove stammen – Abby Kincaid und Joshua Weaver. Dass beide nicht ganz freiwillig in ihre Heimatstadt zurückkehrten, merkt Jo Marie sehr schnell. Ein turbulentes Wochenende steht ihnen bevor, doch am Ende schöpfen alle drei neue Hoffnung für die Zukunft …


Meine Meinung:
Auf der Suche nach Büchern, die sich wunderbar in der Adventszeit lesen lassen, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Das Cover hat mich angesprochen und so habe ich mich näher mit dem Buch befasst.
Ich würde jetzt nicht sagen, dass es ein typisches Winterbuch ist, die Geschichte kann zu jeder Jahreszeit spielen. Es ist mehr ein Zufall, dass Jo Marie Rose kurz nach Weihnachten ein B & B eröffnet.
Sie selber will etwas ganz neues beginnen, nachdem sie nach kurzer Ehe Witwe wurde. Ich als Leserin konnte dann miterleben, wie sie ihre beiden ersten Gäste begrüßt. Beide kommen aus verschiedenen Gründen äußerst ungern nach Cedar Cove. Jeder hat ein besonderes Päckchen zu tragen. Ob es während des Aufenthaltes leichter wird, werde ich hier nicht verraten. Aber es hat sich für alle gelohnt. Auch Jo Marie erlebt einiges, was ihr Leben ändern wird. Von ihr wird der Leser mit Sicherheit noch mehr erfahren, denn es sollen zwei weitere Bücher folgen.
Debbie Macomber hat die Geschichten um die drei Protagonisten sehr fesselnd beschrieben. Jo Marie erzählt ihre Geschichte selber und so wechseln die Erzählformen und Erlebnisse immer hin und her.
Auch wenn ich manchmal das Verhalten einzelner Personen nicht so richtig nachvollziehen und auch nicht immer gutheißen konnte, war alles rund. Am Ende kam etwas heraus, womit ich als Leserin leben konnte. Die Autorin hat es aber auch verstanden, sehr emotional zu schreiben, die eine oder andere Träne musste ich mir schon wegwischen. Aber es gab auch Situationen zum Lachen, also sehr abwechslungsreich. Zu gerne hätte ich mir in der Pension von Jo Marie ein Zimmer reserviert und die wunderbare Aussicht genossen, denn die Autorin hat alles so wunderbar beschrieben, dass ich es bildlich vor Augen hatte.

Fazit:
Ein schönes berührendes Buch, was, wie erwähnt, nicht unbedingt im Winter spielen und gelesen werden muss. Meine Vermutung über eine bestimmte Entwicklung ist richtig und so werden wir Leser noch einiges über Jo Marie zu lesen bekommen.

Ich möchte mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 8. November 2015

Rezension - Zusammen küsst man weniger allein

Autorin: Janet Evanovich

Titel: Zusammen küsst man weniger alleine - Band 21 von                   Stephanie Plum

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 12. Oktober 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Skrupellose Killer, sexy Kerle und wilde Chihuahuas – willkommen im Leben von Stephanie Plum. Trentons beliebtester Gebrauchtwagenhändler, Jimmy Poletti, hat zwei Gesichter: Der skrupellose Geschäftsmann hat nicht nur mit alten Autos, sondern auch mit jungen Mädchen gehandelt. Nun ist er flüchtig – ein Fall für die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum. Das Problem: Die Hinweise zu Polettis Verbleib sind rar, weisen in falsche Richtungen, und nicht selten liegen an ihren Enden Leichen. Selbst Trentons heißester Cop, Joe Morelli, fischt im Trüben. Zu allem Überfluss wird dann auch noch Ranger, Sicherheitsexperte und Stephanies größte Versuchung, Ziel eines perfiden Mordanschlags ... Skrupellose Killer, sexy Kerle und eine Meute wilder Chihuahuas – Chaos hoch drei für Stephanie Plum!

Meine Meinung:
Inzwischen gibt es bereits Band 21 von Stephanie Plum und ihren Erlebnissen. Ich habe alle Bücher gelesen und fühle mich schon wie zu Hause in Trenton und in der Familie Plum. Aber auch für Späteinsteiger ist es kein Problem, schnell findet sich der Leser zurecht. Geändert hat sich nicht wirklich etwas im Leben von "Babe", wie Ranger sie gerne nett. Der Hamster Rex, oh Wunder, lebt immer noch. Lula enttäuscht den Leser nicht, sie haut nach wie vor ihre Sprüche raus und hat ständig Appetit. Trotzdem wird mir es nicht langweilig, denn der Autorin fallen immer wieder neue verrückte Fälle und auch sehr spannende Fälle ein. Grandma Mazur ist immer noch einer meiner Lieblinge, diesmal hatte ich viel Spaß, denn sie arbeitete ihre Löffelliste ab. Was darauf stand, verrate ich nicht, aber Grandma konnte einiges abhaken.

Fazit:
Gerne empfehle ich auch diesen Band, süchtige dieser Serie werden das Buch mit Sicherheit nicht auslassen, denn uns alle interessiert ja auch, wie es im (Liebes)leben von Steph weitergeht.

Beim Verlag Goldmann möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 3. November 2015

Rezension - Gibt es ein Leben nach der Torte


Autorin: Meg Cabot

Titel: Gibt es ein Leben nach der Torte?

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. August 2015

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


 Die Autorin Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium wollte sie Designerin werden, jobbte währenddessen in einem Studentenwohnheim und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen ist Meg Cabot eine international höchst erfolgreiche Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York City und Key West.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Endlich ist es so weit! In ein paar Wochen wird Heather ihrem geliebten Cooper das Jawort geben. Aber als wären die Hochzeitsvorbereitungen nicht stressig genug, steht Heather plötzlich vor einem großen Problem: Im Studentenwohnheim, in dem sie arbeitet, wird eine junge hübsche Frau ermordet aufgefunden, und bald wird klar: Jeder einzelne Bewohner kommt als Täter infrage. Und gerade als Heather denkt, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann, taucht plötzlich auch noch ihre Mutter auf, die sie vor Jahren um ihr Vermögen betrogen und sich nach Argentinien abgesetzt hat … Jetzt hilft wirklich nur noch Schokotorte!

Meine Meinung:
Ab und zu kommt es vor, dass mich einzig das Buchcover verführt und ich mich näher mit dem Buch befasse. Hier war es so. Obwohl im Titel ja etwas über Torte steht und das Bild der kleinen süßen Dinger nicht wirklich dazu passt. Allerdings hatte ich neulich  mal das Vergnügen und konnte feststellen, wie lecker sie sind.
Natürlich verlasse ich mich nicht alleine auf das Cover eines Buches, die Kurzbeschreibung lese ich auch und wenn dann beides stimmt, ist das Buch "meins". So stellte ich dann etwas später fest, dass dieses Buch das letzte einer Serie ist, in der Heather und Cooper die Protagonisten sind. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlte und ich die anderen hätte lesen müssen. Es passte hervorragend und war auch eine abgeschlossene Geschichte.
Anscheinend zieht Heather das Pech oder besser gesagt, Probleme magisch an. Kurz vor ihrer Hochzeit kommt eine Studentin ums Leben und das ganze drumherum nimmt ihre Zeit sehr in Anspruch. Außerdem gibt es jede Menge Leute, die nicht nur sie tierisch nerven. Ich musste mich doch sehr wundern, welches Theater Eltern machen, wenn ihre Kinder flügge werden und auswärts studieren wollen. Ebenso konnte ich das Verhalten von Nicole überhaupt nicht nachvollziehen. Auf jeden Fall konnte Heather alles bewältigen und auch aufgetretene Fragen klären.

Manche Situationen fand ich etwas zu ausführlich beschrieben und auch das wiederholte Erscheinen einer Mutter hat mich etwas gestört. Ansonsten fand ich es schon sehr interessant geschrieben und ich war sehr neugierig, wie sich alles auflösen würde.

Fazit:
Ich fand dieses Buch ganz gut, allerdings werde ich mir nicht die vorherigen Bücher kaufen, wie es schon mal vorkommt, wenn ich spät in eine Serie einsteige.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Rezension - Die beste Zeit unseres Lebens



Autorin: Maeve Haran

Titel: Die beste Zeit unseres Lebens

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten: 640

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Maeve Haran hat in Oxford Jura studiert, arbeitete als Journalistin und in der Fernsehbranche, bevor sie ihren ersten Roman veröffentlichte. Alles ist nicht genug wurde zu einem weltweiten Bestseller, der in 26 Sprachen übersetzt wurde. Maeve Haran hat drei Kinder und lebt mit ihrem Mann in North London.


Kurzbeschreibung, übernommen:
 Seit 45 Jahren gehen die vier Freundinnen Claudia, Sal, Ella und Laura zusammen durch dick und dünn. Sie treffen sich einmal im Monat in London auf ein paar Drinks, um gemeinsam zu lachen, zu feiern und manchmal auch zu weinen. Denn das Leben hält nicht immer das bereit, was man sich erträumt hat. So steht Laura plötzlich vor den Trümmern ihrer Ehe, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann sie betrügt, während Sal akzeptieren muss, dass sie ihren Job an eine jüngere Kollegin verliert. Doch die vier lassen sich nicht einschüchtern, denn sie wissen, dass sie – was immer auch passiert – auf ihre Freundschaft setzen können.


Meine Meinung:
Das Schicksal schlägt manchmal ganz schön zu, besonders bei  Frauen um die 60.  Es passiert so viel, dass eine Frau nicht ausreicht. Ich glaube, dass die Autorin deshalb vier Protagonistinnen erschaffen hat, damit sie alles besser verteilen kann.

Laura wird von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen, was nicht nur sie, sondern auch den beiden Kindern sehr zu schaffen macht. Sal verliert ihren Job an eine jüngerre Kollegin und das reicht wohl nicht, gesundheitlich muss sie ebenfalls mit einem schlimmen Untersuchungsergebnis fertig werden. Claudia hat auch Probleme im Beruf und muss sich um ihre Eltern kümmern. Ella ist seit einige Jahren Witwe und fühlt sich von ihren Kindern bevormundet.  Eigentlich ist das alles nichts besonderes, selber nicht mehr weit von der 60 entfernt, kommt mir das eine oder andere sehr bekannt vor. Deshalb war ich sehr neugierig, wie die Frauen diese Herausforderungen meistern würden.

Die Autorin hat alles sehr fesselnd beschrieben, im Wechsel wurde immer über einer der vier Protagonistinnen berichtet. Wobei mir der Schreibstil sehr gefallen hat, weil das Kapitel meist an einer sehr interessanten Stelle endete und ich neugierig war, wie es weiterging, Dabei habe ich aber nicht das eine oder andere Kapitel schnell durchgeblättert, um eher die Fortsetzung zu lesen. Nein, ich wollte ja von jeder der vieren so schnell wie möglich mehr erfahren.

Wichtig war in diesem Buch die langjährige Freundschaft der vier Frauen, allerdings fand ich deshalb manchmal das Verhalten einiger sehr merkwürdig. Ok, jeder geht anders damit um, wenn er erfährt, dass man sehr krank ist. An dieser Stelle wurde ich auch nachdenklich. Ansonsten fand ich alles doch sehr realistisch beschrieben.

Fazit:
Mir hat das Thema und das Buch gut gefallen. Man hat das Gefühl nicht alleine mit verschiedenen Problemen  zu sein. Anderen geht es ebenso oder sogar noch schlimmer. Auf jeden Fall gebe ich hier eine Leseempfehlung weiter. Ein Buch mit Höhen und Tiefen und mit einem Ende, das ich mir gewünscht habe.

Beim Verlag banvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension - Hundert Tage Glück



Autor: Fausto Brizzi

Titel: Hundert Tage Glück

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20, April 2015

Seiten: 471

Altersempfehlung: Erwachsene


Der Autor Fausto Brizzi, geboren 1968 in Rom, ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. "Hundert Tage Glück" ist sein erster Roman. Er begeisterte Verlage weltweit und erscheint in 23 Ländern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lucio Battistini ist mit seinem Leben eigentlich zufrieden: Er hat eine Frau, die er liebt, zwei Kinder, die er vergöttert, und sein Schwiegervater backt die besten Doughnuts Roms. Doch dann wird bei Lucio Krebs diagnostiziert – und plötzlich hat er nur noch 100 Tage ... Um seine Frau dazu zu bringen, ihm seinen Seitensprung zu verzeihen. Um festzustellen, dass ein richtig gutes Eis besser hilft als jeder Psychologe. Um seinen Kindern Italien zu zeigen. 100 Tage, um nicht aufzugeben. 100 Tage, um anzufangen zu leben. 100 Tage, um glücklich zu sein.

Meine Meinung:
Als ich für meine Teilnahme an der Challenge  Blanvalet nach weiteren Büchern suchte, wurde ich auf dieses aufmerksam. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir klar, dass dies keine leichte Lektüre für zwischendurch sein würde. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ich in Tränen aufgelöst das Ende lesen würde. Aber ich will nicht vorgreifen.

Lucio erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat und nicht mehr lange leben wird. Ihm bleiben noch hundert Tage, die er gut nutzen will. An dieser Stelle wird bestimmt mancher sehr nachdenklich und überlegt, wie er denn handeln würde. Was ist einem wichtig, wie würden unsere letzten hundert Tage aussehen. Ich war ganz gespannt darauf, wie Lucio alles meistern würde.

Der Autor hat einen interessanten Schreibstil und lässt Lucio alles erzählen, aber nicht nur in der sonst bekannten Ich-Form, sondern Lucio spricht uns Leser direkt an und berichtet am Anfang über seine Familie, Freunde und wie alles begann.
Nachdem wir Leser nun auf den aktuellen Stand gebracht wurden, beginnt Lucio die Tage rückwärts zu zählen. Gestartet wird mit Tag 100 und endet, nun, das kann sich ja jeder denken.
Natürlich erfahre ich auch, wie seine Familie und Freunde sich mit der Erkrankung abfinden, wobei ich das Verhalten aller ganz klasse finde, nur Paolas Verhalten gefällt mir nicht so recht.

Lucio legt sich ein Heft zu und notiert, was er auf jeden Fall noch alles erledigen möchte. Mir haben seine Ideen sehr gut gefallen und berührt. Ich möchte hier jetzt nicht alles erwähnen, es sollte jeder selber lesen und feststellen, wie er darüber denkt. Die eine oder andere Anregung ist auch dabei und das musst nicht erst umgesetzt werden, wenn man das Lebensende so dicht vor Augen hat.

Die Krönung aller Ideen ist die Reise, die Lucio mit seiner Familie unternimmt. Wobei die Zeit immer schneller wird und ich hoffte, dass er alles schafft, was er sich vorgenommen hat. Diese Reise hatte in meinen Augen einen Höhepunkt und mir kommen jetzt beim Schreiben, wenn ich daran denke, noch einmal die Tränen. Es war so wundervoll berührend.

Auch wenn das Ende vorhersehbar und traurig sein wird, es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Es macht einen nachdenklich, es gibt Stellen zum Schmunzeln und herzergreifende Momente.

Fazit:
Ich gebe hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung und rate aber auch, Taschentücher nicht zu weit weg zu legen.

Dem Verlag blanvalet danke ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Rezension - Aller Anfang fällt vom Himmel


Autorin: Veronika Peters

Titel: Aller Anfang fällt vom Himmel

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 21. September 2015

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika. Im Alter von fünfzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin. Sie arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 in ein Kloster eintrat, wo sie beinahe zwölf Jahre verbrachte. Veronika Peters ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt als freie Autorin in Berlin.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch – und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt – nebst ihrer Entourage – wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ...

Meine Meinung:
Ja, die Antwort auf die Frage in der Kurzbeschreibung "Was geschieht, wenn eine junge Ausreißerin und ein pedantischer Witwer aufeinanderprallen? " interessierte mich auch sehr. Deshalb war ich neugierig auf dieses Buch.

Zunächst lernte ich Korbinian Gerhard kennen, der in meinen Augen ein sehr langweiliges Leben führte. Er selber sah das allerdings anders, er fühlte sich wohl. Allerdings war das eher ein Kopf in den Sand stecken, um sich nicht der Trauer um seine vor acht Jahren verstorbenen Frau stellen zu müssen. Er meinte, mit seinen Regeln und dem immer gleichen Tagesablauf bestens leben zu können.
Bis er eines Tages auf Billa traf. Ein siebzehnjähriges Mädchen, das vor ihrem gewalttätigen Vater weggelaufen ist und nun krank auf der Straße lebte. Wie es dazu kam, dass Billa sich auf einmal in der Wohnung von Korbinian wiederfand und wie sie von Emilia, seiner Schwester und dem Arzt Martin gesund gepflegt wurde, hat die Autorin sehr gut beschrieben.

Eigentlich weiß ich meist schon zu Beginn eines Buches, ob ich die Protagonisten mag oder nicht. Aber bei Korbinian war ich mir nicht sicher. Obwohl Billa ihn immer wieder mit "alter Mann" anredet, ist er für mich noch nicht alt und vor allem viel zu jung für dieses Leben, was er führt. Im Laufe der Geschichte änderte er sich und ging viel mehr aus sich heraus und wurde mir damit viel sympathischer. Billa hat zwar dafür gesorgt, dass sich im Leben der anderen etwas ändert, aber ihre Einstellung zu ihrem Freund fand ich überhaupt nicht gut. Sind denn die jungen Frauen nicht mehr emanzipiert? Außerdem kam sie mir doch oft etwas sehr naiv vor. Glücklicherweise fand sie dann auch den richtigen Weg.

Mir hat der Schreibstil der Autorin gefallen. Gut fand ich auch die Charaktere, die sie den Beteiligten zu geordnet hatte. Von allem war etwas dabei, eigentlich könnte alles aus dem Leben gegriffen sein. Nun, hier fand ich jetzt alles gebündelt wieder.
Es hat mir Spaß gemacht, die Veränderungen einiger Beteiligter zu erleben. Das Thema Freundschaft und auch Vertrauen war ein wichtiger Bestandteil. Und ganz besonders wichtig war für mich, dass es ein Ende gab, woran ich gefallen fand.

Fazit:
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung zu diesem Buch. Es macht sicher auch anderen Lesern Spaß mitzuerleben, wie sich das Leben der Beteiligten zum Positiven ändert.

Dem Verlag Goldmann danke ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar

Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension - Kräuter der Provinz


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Kräuter der Provinz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten:  510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Meine Meinung:
Würde ich viele Bücher von Petra Durst-Benning nicht kennen und mit Begeisterung gelesen haben, was für mich schon ein Grund ist, sofort immer nach dem nächsten neuen Buch von ihr zu greifen, also würde ich sie nicht kennen, hätte mich schon alleine das tolle Cover und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.
Bisher habe ich "nur" historische Romane von ihr gelesen und war nun auf diesen ganz besonders gespannt. Die Handlung dieses Buches spielt sich in der Gegenwart ab und wer die Autorin etwas besser kennt, kann sich auch vorstellen, dass sich darin vieles von ihrer Einstellung wiederfindet.

Maierhofen, ein fiktiver Ort im Allgäu, spiegelt vieles wider, was leider in vielen Dörfern passiert. Die jungen Leute ziehen weg, die Läden schließen und zurück bleiben meist nur die Älteren. Ein Dorf stirbt aus. Dabei haben so viele Dörfer einiges zu bieten, was wir Städter längst verloren haben. Einen Platz der Ruhe, ein Ort um die Seele baumeln zu lassen. Bewohner, die sich auf alte Techniken besinnen oder diese nie modernisiert haben. Das Brot schmeckt besser, als aus dem Supermarkt, Kräuter werden gesammelt und richtig eingesetzt, der Käse schmeckt hervorragend. Ich fahre immer wieder gerne im Urlaub in ein Bergdorf, wo ich im Bauernladen vieles finde, das die Bewohner der umliegenden Bauernhöfe herstellen und dort verkaufen. Aber ich schweife mal wieder ab, trotzdem wollte ich dies kurz erwähnen.

In Maierhofen wohnt Therese, sie ist die Bürgermeisterin und Besitzerin des Gasthofes "Goldene Rose", sie liebt ihr Dorf und es macht sie traurig, dass dort immer weniger los ist. Eine Lösung muss her! Zufällig sieht sie im Fernsehen einen Bericht, in der sie ihre Cousine Greta erkennt. Greta ist bei einer Werbeagentur beschäftigt und könnte mit einer Kampagne dem Dorf behilflich sein. Ich will jetzt nicht den ganzen Inhalt des Buches nacherzählen, ich würde zuviel Lesevergnügen wegnehmen.
Aber ich kann verraten, dass die Autorin es wunderbar und fesselnd beschrieben hat, was nun alles unternommen wird. Neben Therese und Greta lerne ich viele Dorfbewohner kennen, die ich alle in mein Leserherz geschlossen habe. Jeder hat ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Im Laufe der Geschichte verändert sich für einige vieles, sie lernen ihre Stärken kennen oder entdecken ganz andere Seiten an sich selber. Nicht jeder kann mit dieser Entwicklung umgehen, manche müssen über ihr Leben nachdenken und Entscheidungen treffen.

Petra Durst-Benning hat alles so gut beschrieben, dass ich mal wieder das Gefühl hatte, vor Ort zu sein. Ich wäre wirklich gerne bei dem Fest dabei gewesen und wäre wohl auch eine, die sofort einen Kurzurlaub buchen würde.
Natürlich war ich mittendrin im Geschehen und habe Greta bei allem begleitet und für das Dorf und die Bewohner so sehr gehofft, dass ihre Träume wahr werden. Es war ein richtiges "Wohlfühlbuch" obwohl viele ernste Themen nicht zu kurz kamen. So toll die Begebenheiten beschrieben wurden, hat vieles einen ernsten Hintergrund und regt zum Nachdenken an. Manch einer fragt sich jetzt vielleicht auch, gibt es etwas, was ich gerne ändern würde.
Ganz besonders hat mir in diesem Buch gefallen, dass viele der Beteiligten Frauen im Alter ü40 waren und nicht immer auf einen neuen Diättripp waren, sondern das Essen wirklich mal geniessen konnten. Naja, Ausnahmen gab es auch hier, aber die waren nur am Rande beteiligt. Ach, es gäbe noch so vieles über das Buch zu schreiben, aber ich will mit meinem Beitrag nicht den Rahmen einer Rezension sprengen. Am besten ist natürlich, dass jetzt ganz viele neugierig geworden sind und sich das Buch nun gönnen.

Fazit:
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen und ich möchte das Buch jeder Leserin ans Herz legen. Es ist einfach wunderbar gelungen!

Dem Verlag blanvalet möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken.

Mittwoch, 30. September 2015

Rezension - Die Lilie von Bella Vista



Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Lilie von Bela Vista

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. August 2015

Seiten: 550

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling" und "Die Glücksbäckerin von Long Island". Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird.
Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits die beiden anderen Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, war es für mich klar, dass ich das neue Buch unbedingt lesen wollte. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, wieder war ich so an das Buch gefesselt, das ich am liebsten ununterbrochen gelesen hätte.

Josie erbt von ihrer Großtante ein wunderschönes Collier, hinter dem sich eine besondere Geschichte verbirgt. Natürlich ist Josie genauso neugierig wie ich und so erfahren wir beide sehr viel über Edelsteine, Idar-Oberstein und Brasilien.
Ich wusste zwar, dass der Ortsname Idar-Oberstein mit Edelsteinen in Verbindung gebracht wird, aber mehr Wissen hatte ich dazu nicht, bzw hatte mich auch nie darum gekümmert. Dank Sylvia Lott habe ich nun erfahren, dass es sehr viele Auswanderer nach Brasilien gab, weil dort ebenfalls sehr viele Edelsteine gefunden wurden. Was hat das jetzt alles mit Josie zu tun, mag sich mancher fragen.
Nun, um 1830 war die Not in den Dörfern nahe Idar sehr groß, viele Bewohner der Gegend wollten nach Brasilien auswandern, weil dort ein großes Achatvorkommen gefunden wurde.
Josies Vorfahrin Sophie, deren Vater eine Achatschleiferei betrieb, hatte sich in Karl verliebt, der nach Brasilien ausgewandert war und sie später nachholen wollte. Sie wollten in Deutschland heiraten und in Brasilien ein angenehmes Leben führen. Leider kam alles anders, als die beiden es geplant hatten. So machte Sophie sich mit vier weiteren aus ihrem Dorf auf den Weg nach Brasilien. Sie wollte unbedingt Karl finden und die anderen wollten sich dort ein neues Leben aufbauen.

Sehr fesselnd beschreibt Sylvia Lott, was sie alles erlebt haben. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Im Wechsel erfahre ich etwas über das Leben von Josie in der Gegenwart und von Sophie in der Vergangenheit. Und beides fand ich ausgesprochen interessant. Josie, die sich bisher nie für ihre Familie und Edelsteine interessiert hat, konnte ihr Wissen, genau wie ich, ungemein erweitern.
Beide Frauen, Sophie und auch Josie fand ich sehr sympathisch, aber auch viele der Beteiligten in beider Leben habe ich in mein Leserherz geschlossen.

Nun könnte man denken, weshalb interessiert sich Josie so sehr für das Leben von Sophie. Man stelle sich einfach mal vor, wie es wäre, wenn es in der eigenen Familie Auswanderer gegeben hätte. Mit Sicherheit würden wir alles erfahren wollen. Was sich heute wie ein großes Abenteuer anhört, war damals eine lebensgefährliche Sache, zu der auch viel Mut gehörte. Schon allein die Reise nach Brasilien war lang und steckte voller Gefahren. Josie konnte ohne weiteres mal eben von einem Ort zum anderen fahren oder fliegen. Ihrer Ahnin war dies leider nicht möglich.
Nun und so ganz nebenbei habe ich einiges über Edelsteine, wo sie vorkommen und wie sie bearbeitet werden erfahren.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und hat mich auch sofort angesprochen. Zunächst konnte ich mit dem Buchtitel nicht viel anfangen, aber im Laufe der Geschichte fand ich dann die Erklärung.

Fazit:
In diesem Buch steckt soviel: Abenteuer, Spannung, Romanze und Wissenswertes. Ich finde dies alles wunderbar miteinander verknüpft, deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter.

Ich bedanke mich bei dem Verlag blanvalet recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

Montag, 28. September 2015

Rezension - In 80 Tagen zu Dir


Autorin: Natascha Sagorski

Titel: In 80 Tagen zu Dir

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:22. Juni 2015

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Natascha Sagorski, geboren 1984 in Karlsruhe, lebt in München und arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Autorin seit Dezember 2010 als Kolumnistin bei ProSieben, wo sie sich derzeit als „Miss Understood“ in der Sendung taff mit allem beschäftigt, was Männer über Frauen wissen sollten. Als PR-Managerin betreut sie einige der schönsten Hotels und Luxusreedereien weltweit und geht so ihrer, nach dem Schreiben zweitgrößten Leidenschaft, dem Reisen nach.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Finns Großvater hat ihm nach seinem Tod nur zweierlei hinterlassen: alte Briefe und die Bitte, nicht denselben Fehler wie er zu machen. Daraufhin trifft Finn zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er steigt in einen Flieger, um die Spuren dieser Briefe zurückzuverfolgen, die von einer Fremden versendet wurden.
Stines Welt bricht an einem Tag zusammen. Und sie tut das Einzige, was ihr noch übrig bleibt: Sie gibt ihr bisheriges Leben auf und sich 80 Tage, um die Welt zu bereisen und zu sich selbst zu finden. Im Gepäck hat sie nur die Liebesbriefe, die ihre Großmutter einst von einem Seemann erhielt …

Meine Meinung:
Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn wer kennt es nicht, das Buch "In 80 Tagen um die Welt". Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Aber nun hatte ich die Kurzbeschreibung gelesen und wollte unbedingt die Geschichte von Stine und Finn kennen lernen.

Finn trifft nach dem Tod seines geliebten Großvaters eine folgenschwere Entscheidung. Nicht nur das, er nimmt die Briefe, die sein Großvater von einer Frau erhalten hat und macht sich auf den Weg, deren Spuren zu folgen.
Stine braucht unbedingte eine Auszeit, weit weg von zu Hause und macht sich auf den Weg, um den Spuren ihrer Großmutter zu folgen, die sie leider nie kennen gelernt hat. Auch sie hat alte Briefe, die ihr den Weg weisen.

Erfahrene Leser werden sich nun denken, wie alles zusammenhängt und ich verrate deshalb hier sicher nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass jeder die Briefe des anderen in den Händen hält. Ich begleite beide nun auf eine sehr interessante Reise. Denn natürlich finden sich beide immer in den Orten ein, wo der andere sich meist schon befindet. Die Autorin hat die Reiseziele sehr gut beschrieben und ich hatte dadurch das Gefühl vor Ort zu sein. Interessant fand ich, dass anfangs jeder andere Reiseerfahrungen machen konnte. Bis sie sich durch Zufall endlich trafen, allerdings ohne zu wissen, aus welchem Grund sich der andere ebenfalls vor Ort aufhält.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich als Leserin hatte natürlich den kompletten Überblick, denn ich konnte ja alle Briefe lesen und war so bestens informiert. Obwohl das Ende der Geschichte um die Briefe ja vorhersehbar war, tat es der Spannung keinen Abbruch. Außerdem hat die Autorin auch noch eine Überraschung eingebaut. Mit dem letzten Brief hatte ich so gar nicht gerechnet.

Die beiden Protagonisten Finn und Stine konnte ich ganz gut leiden, obwohl Stine es mir nicht immer leicht gemacht hat, denn ich war oft nicht  mit ihrem Verhalten einverstanden. Ob die beiden nun wenigstens, im Gegensatz zur Großmutter und Großvater, zueinander gefunden haben, werde ich hier natürlich nicht verraten. Auf jeden Fall hat die Autorin es verstanden, die Lebenswege aller wunderbar zu schildern und vielleicht miteinander zu verknüpfen.

Das Buchcover hat mir gefallen und zum Schluss konnte ich auch Verstehen, was der Heißluftballon zu bedeuten hatte. Ich erwähnte ja schon die wunderbaren Schilderungen der Orte, an denen sich alle aufgehalten haben. Durch die Briefe konnte ich erfahren, wie beschwerlich die Reise damals war und wie leicht es doch Stine und Finn heutzutage hatten.

Fazit:
Ein Buch über die Wege der wahren Liebe, schicksalshaft und eindrucksvoll. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Rezension - Der Palastgarten

Autorin: Vivien Shotwell

Titel: Der Palastgarten

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebunden

erschienen: 17. August 2015 als TB

Seiten:352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Vivien Shotwell ist Opernsängerin und Schriftstellerin. Die Leidenschaft zur Literatur wurde ihr als Tochter von Buchhändlern in die Wiege gelegt, ebenso wie die Liebe zur Musik. Die Autorin wuchs zu Mozarts Melodien auf und erzählt, dass sie sich, während sie ihren ersten Roman "Die Schule der Liebenden" schrieb, selbst in Mozart verliebte. Ihr Debüt erschien in neun Ländern.
Meine Anmerkung: Die gebundene Ausgabe des Buches, erschienen 26. Mai 2014, trägt diesen Buchtitel

Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Herzen, durch die Musik vereint. Eine Liebe, die nicht sein darf. Anna Storace ist eine junge Frau mit engelsgleicher Stimme als sie vom Kaiser nach Wien geholt wird. Bei ihrer Willkommensfeier im Palastgarten stiehlt ein Fremder ihre Schuhe – und rückt sie erst gegen einen Kuss wieder heraus. Kurz darauf wird Anna dem Mann vorgestellt, von dem ganz Wien spricht: Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist der freche Dieb … Annas Stimme verzaubert Mozart, und er erobert ihr Herz. Doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Und so singt sie gegen ihre Gefühle an, und er komponiert gegen seine wachsende Verzweiflung – und für die Ewigkeit.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Es interessierte mich, etwas mehr über Mozart zu erfahren. So allgemeines Wissen über ihn besaß ich schon. Schließlich war ich in Salzburg und wer dort nicht über die Erinnerungen an ihn stolpert, ist wohl mit Scheuklappen durch die Stadt gelaufen. Auch Opern kannte ich, einige dem Namen nach, andere hatte ich schon in unserem Opernhaus gesehen.
Allerdings musste ich ziemlich viele Seiten in diesem Buch lesen, bis ich endlich dort angelangt war, wo ich hin wollte. Zunächst lernte ich Anna Storace kennen, was ich ebenfalls sehr interessant fand. Und ich gehe mal davon aus, dass die Autorin sehr gut recherchiert und über die damalige Zeit alles wahrheitsgetreu beschrieben hat. Anna, in London aufgewachsen, erfreut ihre Mitmenschen schon sehr früh mit ihrer wunderschönen Stimme. Sie erhält eine sehr gute Ausbildung, die in Italien noch verbessert werden sollte. So nebenbei erfahre ich, wie sich das Publikum in Italien und auch in Wien verhält, wenn es in die Oper geht. Ich nehme mal an, dies wird sich im Laufe der Jahrhunderte geändert haben.
Auf jeden Fall spielt der Palastgarten in der Geschichte von Anna und Mozart eine sehr große Rolle, weshalb der Titel des Buches durchaus passend ist. Interessant fand ich auch, dass damals die Arien auf die Stimmen der Sänger und Sängerinnen abgestimmt wurden. Das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Die Autorin hat es nicht nur verstanden eine Geschichte um die beiden Protagonisten herum zu schreiben, deren Wahrheitsgehalt  ich nicht anzweifel, denn wissen wir was hätte sein können oder was alles tatsächlich passiert ist. Nein, sie hat auch mein Wissen über Mozart und über das Schreiben von Opern erweitert.

Fazit:
Natürlich habe ich mich nach der Lektüre dieses Buches noch mehr über die beiden Hauptpersonen dieses Buches informiert. Dabei habe ich festgestellt, dass sich Vivien Shotwell an den bekannten Tatsachen orientiert hat und eine schöne Liebesromanze erfunden ?? hat.
Auf jeden Fall hat mir das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 19. September 2015

Rezension - Die Tochter des Medicus


AutorIn: Gerit Bertram

Titel: Die Tochter des Medicus

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 29. Juni 2015

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennenlernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt in der Nähe von Hannover.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt plötzlich die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand – und vor allem eine uralte Holztruhe. Diese gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …

Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne Bücher, deren Geschichten in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielen.
Gideon und Paula sind die Personen der Gegenwart, die in dem Buch auch eine eigene Geschichte haben. Gideon erbt von seinem Großvater einen Koffer mit Erinnerungen, leider kann er nicht alles lesen und da kommt Paula ins Spiel, sie hilft ihm alte Tagebücher zu übersetzen. Mit Hilfe dieser Bücher lernen sie und ich Alisah kennen. Alisah ist gerade mal 17 Jahre alt, als die Juden aus Regensburg vertrieben werden und sie auf einmal ganz alleine da steht.

Die beiden Autoren haben die eindrucksvollen Erlebnisse von Alisah sehr gut beschrieben, Ich war an das Buch gefesselt und konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich es am liebsten gemacht hätte. Auf das Ende, das meinen Vorstellungen entsprach, musste ich lange warten, denn es gab viel zu berichten, schließlich ist es ein recht dickes Buch. Und ich kann dazu sagen, dass es in keinster Weise langweilig war. Ich hatte ebenfalls nicht das Gefühl, dass verschiedene Situationen zu ausführlich beschrieben wurden, die beiden Autoren haben es genau richtig gemacht. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Der Teil von Alisah wurde in der Ich-Form geschrieben, was ja auch Sinn macht, denn schließlich handelte es sich ja um ihre Tagebücher. So konnten wir bestens neben den Geschehnissen auch ihre Gedanken verfolgen.

Ich fand diese besondere Reise in die Vergangenheit schon sehr interessant und eindrucksvoll. Wie muss sich Gideon da wohl gefühlt haben, schließlich war Alisah seine Ahnin. Neben dem Alltagsleben der Juden konnten wir alle auch viel darüber erfahren, was sich damals so alles abgespielt hat. Luther und seine Meinungen wurden heiß diskutiert. Das Verhalten der Christen gegenüber der Juden war ja schon immer sehr zwiespältig gewesen, was einem hier mal wieder vor Augen geführt wurde. Der Stand der Frau und wie Alisah damit klar kommt, als Jüdin den Beruf einer Medica ausüben zu wollen.

Die Protagonisten in diesem Buch sind mir sehr sympathisch. Ich meine, bei Alisah war es keine Frage, die junge Frau musste sich den Herausforderungen stellen, aber auch die liebenswerten Wegbegleiter, die sie gefunden hat, konnte ich sehr gut leiden. Es versteht sich von selbst, dass es gerade in der Lebensgeschichte einer Jüdin viele Personen gibt, die ich nicht leiden konnte.
Gideon, der junge Mann der Gegenwart, hat seinen Weg auch gefunden, was mir gefallen hat. Bei allem, was er so dachte oder tat fand er meine Zustimmung.  Anfangs erwähnte ich Paula, die die Tagebücher übersetzt hat, dadurch hat sich in ihrem Leben einiges verändert.

Fazit:
Mir hat das Ergebnis der Zusammenarbeit der beiden Autoren sehr gut gefallen, Inzwischen weiß ich, dass dieses nicht das erste Buch ist und ich werde mir mit Sicherheit die anderen Bücher ebenfalls ansehen. Auf jeden Fall kann ich "Die Tochter des Medicus" als absolut lesenswert empfehlen.

Bei dem Verlag blanvalet möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 14. September 2015

Rezension - Mein Stück vom Himmel


Autorin: Robin Gold

Titel: Mein Stück vom Himmel

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 31. August 2015

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Robin Gold, geboren 1974, arbeitete zunächst beim Film, bevor sie ihren größten Traum wahr werden ließ: Schriftstellerin zu werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren Kindern und elf Fahrrädern in der Nähe von Chicago. Mit ihrem Debüt Die Liste der vergessenen Wünsche schrieb sie sich in die Herzen der Leser. Mein Stück vom Himmel ist ihr zweiter Roman.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Clover Gray ist verzweifelt: Ihr Traum von der eigenen Bäckerei ist zerbrochen, und wenn sie nicht bald Geld auftreibt, wird sie das geliebte Haus ihrer Großmutter verlieren. Als ein landesweiter Eis-Wettbewerb ausgerufen wird, wittert Clover ihre Chance für einen Neuanfang – denn sie hat ein Händchen für süße Köstlichkeiten und das perfekte Rezept im Kopf. Doch dann verliebt sie sich in ihren gefährlichsten Rivalen Cal, für den der Sieg mindestens genauso wichtig ist wie für Clover. Denn das Leben seiner kleinen Tochter hängt davon ab …

Meine Meinung:
Das Glück ist wie eine Kugel Eis: Man muss es geniessen, bevor es schmilzt. So steht es auf dem Umschlag des Buches und um Eis und Glück dreht sich auch alles in dieser Geschichte.

Clover Gray steckt ganz schön in der Klemme, wenn sie nicht bald reichlich Geld auftreibt, dann wird das von der geliebten Großmutter geerbte Haus zwangsversteigert. Calvin Peppers hat eine kranke Tochter und damit verrate ich hier nicht zu viel, denn schon beim Lesen des Prolog wird einem diesen sehr klar. Für die Behandlung der Tochter braucht er Geld, sehr viel Geld. deshalb ist es für beide eine Glückssache, dass sie mit ihren eingereichten Eisrezepten bei einem Wettbewerb des Weg ins Finale schaffen. Was nun folgt, ist für mich typisch amerikanisch. Die fünf Finalisten müssen sich in der Endrunde beweisen, was als große Show aufgebaut und jeden Abend übertragen wird. Alle stehen landesweit im Licht der Öffentlichkeit, mit allen Vor- und Nachteilen, die damit verbunden sind.

Clover und ihr langjähriger Freund Sam, der ihr während des Wettbewerbs zur Seite steht und auch Calvin waren mir sehr sympathisch. Zu den anderen Teilnehmern konnte ich keine so rechte Beziehung aufbauen. Ich war aber auch genau wie Sam sehr misstrauisch, denn schließlich ging es um den Preis von 2 Millionen Dollar und da werden meiner Meinung nach keine richtigen Freundschaften unter Konkurrenten geschlossen.

Die Autorin hat die Geschichte sehr flüssig geschrieben und so ist es kein Wunder, dass dieses Buch zügig durchgelesen werden kann. Obwohl es so gar nicht meine Welt ist, war ich natürlich neugierig, wer als Sieger hervorgeht. Die Aufgaben, die den Teilnehmern gestellt wurden, fand ich jetzt nicht immer passend für die Entscheidung, welches Eis zum Schluss das Beste sein wird. Aber anscheinend läuft es eben so ab. Man bekommt auch Einblicke in das Sozialwesen, was bei uns vielleicht auch auf Unverständnis stößt. Ebenso die Gründe, weshalb es Clover finanziell nicht so gut geht. Aber dies sei von mir nur nebenbei erwähnt.
Natürlich kommen auch die ganz großen Gefühle in diesem Buch nicht zu kurz. Ich will hier nicht verraten, wer letztendlich der Sieger war, man konnte es sich schon denken, es gab einfach nur zwei Möglichkeiten. Interessant war, für welche sich die Autorin entscheiden würde und wie alle damit umgingen. Bis zum Schluss war ich mir selber nicht sicher, wem ich die Millionen gönnen soll. Aber das Ende des Buches hat mir gefallen und damit konnte ich wunderbar leben.

Fazit:
Das Buch kann ich den Lesen empfehlen, die Lust haben hinter die Kulissen zu schauen und die Teilnehmer auf ihren Weg bis zur Endausscheidung begleiten wollen. Außerdem macht es Appetit auf Eis und wenn ich es mir recht überlege, werde ich jetzt einfach mal nachsehen, ob ich etwas in meinem Gefrierschrank finde.

Dem Verlag blanvalet möchte ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, mit dem ich gleichzeitig an zwei Challenges teilnehmen kann.

Montag, 7. September 2015

Rezension - Glück und Glas



Autorin: Lilli Beck

Titel: Glück und Glas

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 24. August 2015

Seiten: 510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die Autorin Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. Glück und Glas ist sowohl eine romanhafte Autobiografie als auch der Roman einer ganzen Generation.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Am 7. Mai 1945 werden Marion und Hannelore in der Frauenklinik in der Münchner Maistraße geboren. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, wachsen sie wie Schwestern auf und sind unzertrennlich. Doch als Marion sich an ihrem zweiundzwanzigsten Geburtstag verliebt, zerbricht ihre Freundschaft. Während der Kalte Krieg immer mehr eskaliert, die Studenten auf die Straße gehen und die ersten Kommunen entstehen, trennen sich ihre Wege endgültig. Die widerspenstige Marion wird Fotomodel, hat großen Erfolg im Beruf, aber kein Glück in der Liebe. Hannelore studiert Jura, um Anwältin zu werden, doch das Leben hat andere Pläne mit ihr. Jahrzehnte später, am 7. Mai 2015, wollen sie ihren siebzigsten Geburtstag zusammen feiern – doch kann die Zeit alle Wunden heilen?

Meine Meinung:
Bisher habe ich einige Bücher von Lilli Beck gelesen, aber auf dieses war ich ganz besonders neugierig. Wusste ich doch durch die Vorankündigung, dass sie dort viele Ereignisse aus ihrem eigenen Leben mit einbezogen hatte.
Wer kennt diesen Spruch nicht "Glück und Glas, wie leicht bricht das" In vielen Poesiealben taucht dieser Spruch auf, auch in den beiden Alben von Hannelore und Marion. Daran denken sie öfter im Laufe ihres Lebens und ich fand ebenfalls, dass dieser Spruch sich immer wieder bewahrheitete.

Die beiden Protagonistinnen Moon und Lore, wie sie sich später rufen ließen, wurden in einer schweren Zeit geboren. 1945, der Krieg war gerade zu Ende, aber lange noch waren die Nachwirkungen zu spüren. Man rückte damals enger zusammen und unterstütze sich gegenseitig. Durch die Arbeit, die Monikas Mutter bei den Eltern von Hannelore fand, wuchsen die beiden Mädchen zusammen auf. Sehr anschaulich schildert Lilli Beck das Leben zu der Zeit. Es war besonders interessant, da die Mädchen aus unterschiedlichen sozialen Schichten kamen. So konnte ich als Leserin reichlich Vergleiche ziehen und nebenbei auch vieles aus dem Alltagsleben erfahren.

Beide Protagonistinnen mochte ich sehr gerne, obwohl ich nicht immer mit allem einverstanden war, aber es waren beides Frauen der damaligen Zeit. Es hat sich gerade in den letzten Jahrzehnten so vieles für Frauen verändert und jede konnte oder wollte anders damit umgehen. Beide haben die Entwicklungen der größeren Freiheit für Frauen mitmachen müssen, wohin gegen wir jüngeren davon nur noch profitieren konnten, weil andere die Kämpfe für uns ausgefochten haben

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, am Tag des 70. Geburtstages erinnert sich Moon, während sie auf Lore wartet, an vergangene Ereignisse. Das Schicksal meinte es mal sehr gut mit ihnen, um dann aber wieder fürchterlich zuzuschlagen. Durch diese Erinnerungen habe ich beispielsweise wesentlich mehr über die 60er Jahre erfahren. Ich selber war zu der Zeit ja ein ganzes Teil jünger. Aber eigentlich fand ich alles  sehr interessant, was die beiden in den 70 Jahren erlebt haben. Unterschiedlicher konnte das Leben nicht verlaufen.

Das Buchcover hat mir sehr gut gefallen, gibt es doch wunderbar wieder, wie sehr die beiden Mädchen als Schülerinnen befreundet waren. Und durch das Schwatz-Weiß-Foto bekomme ich sofort die Information, dass dieses Bild in den 50er Jahren aufgenommen wurde und ich somit weiß, wann diese Geschichte spielen soll.

Fazit:
In diesem Buch hat mir so vieles gefallen, aber ich will es hier nicht wiedergeben, weil ich einfach zu viel verraten würde. Ich finde es schon beeindruckend und ich weiß, dass es wirklich sehr realistisch ist, dass Freundschaften halten können. Man muss es allerdings wollen.

Auf jeden Fall empfehle ich das Buch sehr gerne weiter. Ältere Frauen werden das eine oder andere Erlebnis wieder entdecken, die jüngeren können dadurch erfahren, welche Veränderungen gerade für die Frauen in den letzten Jahrzehnten stattfanden. Wer weiß schon, dass .... achne, lest es am besten selber.

Beim Verlag blanvalet möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 24. August 2015

Rezension - Die Tochter des Seefahrers


Autorin: Linda Holeman

Titel: Die Tochter des Seefahrers

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. April 2015

Seiten: 704

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin lebt in Toronto und Santa Monica, Kalifornien.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Portugal 1745: Auf einer kleinen, von Armut geplagten Insel wächst die junge Diamantina auf. Trost findet sie in den Geschichten ihres Vaters Arie, eines Seefahrers, der ihr oft von fernen, faszinierenden Ländern erzählt. Als Arie sein Glück in Südamerika sucht, träumt auch seine Tochter davon, die karge Insel zu verlassen. In ihrer Not nimmt sie den Antrag des Weinbauern Bonifacio an und geht mit ihm nach Madeira. Doch die Ehe wird zum Gefängnis. Den einzigen Ausweg sieht die junge Frau in der Flucht in die Neue Welt. Schon bald aber muss Diamantina sich fragen, wo ihr Herz sie wirklich hinzieht, denn zwischen ihr und Bonifacios Bruder Espirito entsteht eine zarte Liebe ...

Meine Meinung:
Puh, da hatte ich mir ja etwas vorgenommen, ein so dickes Buch hatte ich schon lange nicht mehr in den Händen gehabt. Als mich das Cover dazu verführt hat, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen, habe ich darauf überhaupt nicht geachtet. Aber ich kann auch gleich sagen, dass mich die Geschichte überhaupt nicht gelangweilt hat, obwohl nur eine relativ kurze Zeitspanne beschrieben wurde.
Anfangs lernte  ich die Protagonistin Diamantina als kleines Mädchen kennen und sollte sie einige Jahre ihres Lebens begleiten. Da ich sie sofort in mein Leserherz geschlossen hatte, habe ich mich mit ihr freuen können, aber auch leiden können. Wobei sie sehr viel Leid ertragen musste, denn die Zeiten waren schwer. Ihre Vater hat sie verlassen und ist nach Brasilien ausgereist. Ihre Mutter, die nicht so recht in die Gemeinschaft auf der Insel gehörte, wollte sie nicht mit dem Vater gehen lassen. An dieser Stelle war ich auf die Mutter etwas zornig, denn ich fand es etwas egoistisch, aber wir beide, Diamantina und ich mussten damit klar kommen.
Sehr fesselnd hat die Autorin über das Leben auf der Insel Porto Santo und Madeira geschrieben. Ich war erfreut, dass Diamantina immer wieder ihren Weg fand, obwohl es ihr von vielen Seiten nicht leicht gemacht wurde. Glücklicherweise gab es in dennoch sehr liebenswerte und hilfsbereite Menschen, die ihr immer wieder zur Seite standen. Gar nicht leiden konnte ich ihren Mann Bonifacio, der mit seinem fanatischen Glauben sehr großes Leid über einige der Beteiligten brachte.
Wie so oft, steckte ich mal wieder mitten drin im Geschehen und zu meinem Bedauern konnte ich das Buch nicht so schnell lesen, wie ich es gerne getan hätte.

Ich erwähnte ja schon, dass mich das Buchcover mal wieder verführt hatte, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und gibt einen wunderbaren Eindruck wieder. Ich kann Diamantina verstehen, dass sie den Anblick des Meeres nicht missen wollte.

Fazit:
Ein historisches Buch, das mir sehr viel über das Leben einer außergewöhnlichen jungen Frau im 18. Jahrhundert vermittelt hat. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Beim Verlag Goldmann möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 22. August 2015

Rezension - Die Rosenfrauen

Autorin: Cristina Caboni

Titel: Die Rosenfrauen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Die Welt der Düfte und Essenzen, in der ihr Debütroman Die Rosenfrauen spielt, ist ihre große Leidenschaft.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Elena Rossini hat ein besonderes Talent für Düfte, denn sie stammt aus einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Lange hat sie sich dagegen gesträubt, die Tradition fortzusetzen. Doch als Elenas Leben plötzlich zerbricht, beschließt sie kurzerhand, sich ihrem Schicksal zu stellen: Sie will herausfinden, was sich hinter dem »perfekten Parfüm« verbirgt, das eine ihrer Ahninnen entdeckt haben soll. Die Suche danach führt Elena in die Toskana und die Provence, in die Vergangenheit ihrer Familie, vor allem aber zu sich selbst – und zur Liebe ...

Meine Meinung:
Noch bewegt von den Geschehnissen auf den letzten Seiten des Buches sitze ich hier und versuche die richtigen Worte für die Rezension zu finden. Beginne ich einfach mal damit, was den Ausschlag gegeben hat, mich für dieses Buch zu interessieren. Das Cover hat mich angesprochen und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Außerdem hätte ich sehr gerne eins der kleinen Gebäcke genascht,
Anfangs lernte ich Elena kennen und ihre besondere Beziehung zu den Düften und Parfüm. Leider hatte sie es als Kind nicht leicht und sie wollte sich ihrer Begabung einfach nicht stellen. Ein weiteres einschneidendes Ereignis zwang sie dann doch dazu, vieles zu überdenken und einen anderen Weg, als geplant zu beschreiten. Sie zog von Italien nach Paris, weil ihr dort ihre beste Freundin eine Arbeitsstelle besorgt hat. Bei ihrem neuen Arbeitgeber traf sie auf viele neue Kollegen, die aber nur scheinbar nett zu ihr waren. Über einiges war ich sehr verwundert, aber das Verhalten aller Beteiligen musste wohl so sein, damit der Verlauf der Geschichte einen Sinn hat. Wobei mir Elena allerdings auch etwas zu naiv vorkam, ich hätte wahrscheinlich viel mehr hinterfragt. Aber was solls, es musste ja so sein, damit Elena ihren Weg geht und ihrem Traum immer näher kommt.
So kam es dann natürlich, dass ich einige der Beteiligten so gar nicht leiden konnte, aber die Anzahl der sympathischen war deutlich höher. Obwohl ich Elena nicht immer verstand, konnte ich sie doch sehr gut leiden und auch ihren Nachbarn Cail und seinen Hund John. Schade fand ich nur, dass auch hier die Beteiligten wieder den Fehler machten und nicht miteinander redeten, sondern vieles in sich hinein fraßen.
Auf jeden Fall hatte ich beim Lesen dieses Buches das Gefühl bald auch eine angehende Parfümeurin zu sein. Die Autorin hat sehr ausführlich über die Zusammensetzung der Düfte geschrieben, was ich sehr interessant fand. Ich konnte Elena auf der Suche nach dem "perfekte Parfüm" begleiten und erleben, wie sie alle möglichen Situationen meistert, oft mit Hilfe von Cail.
Wie die Suche nun ausgegangen ist und was sie alles erlebt hat, möchte ich hier natürlich nicht erwähnen. Auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war, was ich dort gelesen habe, konnte ich das Buch doch nicht aus der Hand legen, Das zeigt doch, dass die Autorin mich mit dem Inhalt und ihrem Schreibstil gefesselt hat.

Fazit:
Eine sehr schöne Sommerlektüre, die einen nebenbei dazu verführen kann, mal schnuppernd durch den Sommer zu gehen.

Beim Verlag blamvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.