Dienstag, 14. April 2015

Rezension - Das Gold der Mühle


Autorin: Martha Sophie Marcus

Titel: Das Gold der Mühle

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Januar  2014

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Die Autorin Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, verbrachte ihre Kindheit mit Pferden, Hunden und viel Freiheit zwischen Kleinstadt- und Landleben. Sie studierte in Hannover Germanistik, Soziologie und Pädagogik und lebte anschließend zwei Jahre in Cambridge, UK. Ihr Interesse an der Vergangenheit reicht bis in ihre Kindheit zurück. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Lüneburg und betreibt begeistert Bogensport.

Kurzbeschreibung, übernommen
1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.

Meine Meinung:
Auf der Suche nach einem Buch zur Teilnahme an einer Challenge bin ich auf dieses aufmerksam geworden. Das  Buchcover sprach mich sehr an und der Name der Autorin sagte mir auch etwas.
Da ich gerne historische Bücher lese, was ich des öfteren schon erwähnt habe, landete dieses Buch
dann auf meinem Stapel zu lesender Bücher.

Sehr fesselnd hat Martha Sophie Marcus die Geschichte der Witwe Brida und ihrer Familie beschrieben. So habe ich zunächst etwas über sie und dem Alltagsleben rund um die Mühle erfahren. Zur damaligen Zeit hatten es Witwen nicht leicht, Brida hatte allerdings großes Glück, sie konnte mit ihren Kindern zu ihrem Bruder in die Mühle ziehen. Die beiden größeren Söhne konnten Thomas, dem Müller helfen und die ältere Tochte Ann Durt war für den Haushalt zuständig.
So war eigentlich für alle bestens gesorgt und die Zukunft gesichert. Es änderte sich dramatisch, als Brida einen verletzten Ritter fand und ihn gesund pflegte. Ann Durt hatte sich in ihn verliebt und schlich heimlich mit ihm fort. Ritter Ulrich wollte nach Hause und dort sein Erbe antreten.

Nun war es damals nicht gerade ungefährlich durch die Gegend zu reisen, vor Wegelagerern musste man sich in Acht nehmen und auch vor feindlichen Soldaten. Aus Sorge um die Tochter macht sich Brida auf die Suche. Mir kam das Verhalten der Tochter und der Mutter etwas sehr naiv vor. Beide wussten nicht, wohin es gehen sollte. Aber dadurch bescherten sie mir eine spannende Lesezeit. Die Geschichte wurde im Wechsel aus Sicht des Familienmitgliedes erzählt. Um das Chaos perfekt zu machen, haben sich Stina und Nickel, die jüngsten Kinder von Brida auch  auf den  Weg gemacht, sie wollten die Mutter finden. Eigentlich konnte ich über soviel Dummheit nur den Kopf schütteln, aber auch die beiden sorgten für sehr viel Spannung. Ich als Leserin hatte ja den Überblick, wo sich alle aufhielten und wie knapp sie sich manchmal verfehlten. Aber nun will ich nicht mehr über den Inhalt des Buches verraten.

Von den Beteiligten waren mir Brida und Brose die liebsten, beide konnte ich sehr gut leiden und hoffte, dass beide alles gut überstehen würden. Stina und Nickel hatten bei mir  den Welpenbonus, sie waren einfach noch zu jung, um die Tragweiten ihres Verhaltens zu übersehen. Stina hätte ich im Laufe der Zeit doch mehr Cleverness zugetraut und angenommen, dass sie aus ihren Fehlern endlich mal lernen würde. So richtig Mitleid konnte ich mit ihr nicht haben. Man merkt, ich war mal wieder voll drin im Geschehen und habe mich auf die Seite verschiedener Beteiligter geschlagen. Deshalb habe ich das Buch auch wieder regelrecht verschlungen. Egal, ob meine Sympathie nun groß oder klein war, ich wünschte allen, dass sie aus diesem Abenteuer gut rauskommen und wollte natürlich auch erfahren, wie es endet.

Fazit:
Auch wenn ich es nicht immer gut heißen konnte, wie die Beteiligten dieses Buch sich verhalten haben, habe ich doch einen interessanten Eindruck von dem Leben der damaligen Zeit bekommen.
Und darum ging es mir in der Hauptsache.


Ich bedanke mich beim Bloggerpotal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar

Blogtour - Wind von Westen

Gestern wurde Cordula Broicher interviewt, wer das Interviewa versäumt hat, kann es hier noch einmal nachlesen.

Heute, am 2. Tag macht die Blogtour auf meinem Blog Station, was mich sehr freut.



Die Geschichte dieses Buches beginnt im Jahr 1793 in Niederwesseling und es dauert nicht mehr lange, dann stehen die Franzosen vor der Tür. Auch Düsseldorf war einige Zeit von den Franzosen besetzt und deshalb fand ich das Buch ganz besonders interessant.

Cordula Broicher hat nicht nur das Leben zu der Zeit sehr fesselnd beschrieben, sie hat auch zeitgemäße Begriffe benutzt, was mir sehr gefallen hat. Die meisten werden wir wohl kennen oder haben sie zumindest schon einmal gehört. Allerdings gab es das Wort "Halfe" im Klappentext, was mir persönlich unbekannt war. Neugierig, wie ich nun einmal bin, habe ich sofort nachgesehen, da wusste ich ja noch nicht, dass die Autorin im Buch alles bestens erklärt hat.

Als es dann darum ging, mir ein Thema zu dieser Blogtour zu suchen, dachte ich, dass ich hier vielleicht doch mal einige zeitgemäße Begriffe heraussuche und schreibe in welchem Zusammenhang sie im Buch erwähnt werden.

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Ich schrieb ja schon, dass im Klappentext die Halfin Agnes erwähnt wird und die Überschrift des ersten Kapitels lautet: Der Halfe ist tot. Was hat es nun damit auf sich:

Ein Halfe war ein Pächter mit einem besonderen Pachtvertrag. Der Begriff stammt von Halbwinner/Halfwinner und bedeutet, dass die Hälfte der Erträge abgegeben werden müssen.

Die Halbwinnerschaft brachte nicht nur dem Grundherrn sondern auch dem Pächter große ökonomische Vorteile: Da die Halbwinner vom gepachteten Gut kein Stück veräußern durften und die Güter nach dem Tod eines Pächters nicht der Realteilung unterlagen (in der Regel ging der Pachtvertrag auf den ältesten Sohn oder einen Schwiegersohn über), blieben ihre Anbauflächen stets gleich oder wurden durch Zukauf noch größer. Damit waren die Halfen den Bauern mit Eigenbesitz überlegen, denn diese hatten bei jedem Erbfall mit dem Problem der Verkleinerung der Hofstellen zu kämpfen. So entwickelte sich im Rheinland und in anderen nordwestlichen Regionen bereits vor dem Beginn der Frühen Neuzeit mit dem Pächterstand eine neue, ländliche Oberschicht, die persönlich völlig frei und wirtschaftlich äußerst wohlhabend war.
Quelle: Wikipedia Halfe

Für Agnes, unserer Protagonsitin bedeutete dies nach dem Tod ihres Ehemannes, des Halfen, dass Bewerber nicht nur um ihre Hand sondern auch wegen des Hofes um sie freien würden.


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Im Buch unterhalten sich Balthasar und sein Freund Alois über die allgemeine Situation der Stadt Köln. Alois kann sich nicht beklagen, die Stadt platzt aus allen Nähten und er meint je mehr Leute dort wären, desto mehr Kundschaft hätte er. Aber der Rat der Stadt macht sich Sorgen wegen der Teuerung,und wer nicht gerade am Stapel verdient, wird es schwer haben, über den Winter zu kommen.

Konrad von Hochstaden, Erzbischof von Köln, gewährte der Stadt Köln am 7. Mai 1259 das Stapelrecht. Alle Waren – insbesondere die auf dem Rhein transportierten – mussten nun drei Tage den Kölner Bürgern zum Kauf angeboten werden. Diese Regelung verschaffte den Kölner Bürgern einen bedeutenden Reichtum.
Quelle: Wikipedia Stapelrecht

Die Autorin erklärt dazu
Die Kölner haben am Stapelrecht besonders deshalb gut verdient, da sich die meisten von dieser Pflicht freikauften. Es war Schiffern nicht daran gelegen, die ganze Ladung zu löschen, nur um das Schiff drei Tage später wieder zu beladen. Zudem gab es für die Kaufleute auch Fristen, wann die Waren wo einzutreffen hatten. Von daher war es der Freikauf, an dem die Kölner verdienten.


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Alkoven - die Schwestern Lisbeth und Tilla teilten sich einen Alkoven. Die kleine Tilla hüpft übermütig darin herum, während Lisbeth ihre Ruhe haben möchte.

Verschiedene Formen von Alkoven/Bettnischen können unterschieden werden: Eine historische Bettnische oder ein kleiner Nebenraum in einem Zimmer, in dem sich die Schlafgelegenheit (Bett oder einfach Decken) befindet. Alkoven waren wärmer als freistehende Betten und boten eine größere Intimsphäre. Dienstboten hatten früher nicht selten nur eine kleine Kammer mit einem Alkoven, in die sie sich zurückziehen konnten. In Bauernhäusern ein Schrankbett. Solche Alkoven wurden früher meistens zwischen Wohnraum und Küche eingebaut oder in der Querdiele, die den Wohn- und den Wirtschaftsbereich trennte.
Quelle: Wikipedia Alkoven


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Balthasar wird berichtet, dass die Franken einen Freiheitsbaum auf dem Neumarkt aufgestellt hätten und die 22 Gaffeln ebenso wie der Magistrat hätten antreten müssen.
Als ich neulich in Köln war, tauchte dieser Begriff auch mehrmals auf und ich wollte näheres darüber wissen.

Die Autorin hat dies auch sehr gut erklärt:
Eine Gaffel musste nicht identisch mit einer bestimmten Zunft sein, sie stand auch Bürgern offen, die keinem einer Zunftordnung unterliegenden Gewerbe nachgingen, da jeder Bürger einer Gaffel beitreten musste. Zudem wurden einige Zünfte zu einer Gaffel zusammengefasst. Hierdurch war praktisch jeder Bürger erfasst, was den Vorteil hatte, dass die Gaffeln in Fällen der Bedrohung Kölns durch Angreifer jeweils ihre Mitglieder und damit alle Bürger zur Verteidigung zusammenrufen konnten, was einer Art Wehrpflicht (seit 1396) für alle 18- bis 70-jährigen Kölner (auch der Eingesessenen, die nicht Bürger waren) gleichkam.
Quelle Wikipedia Gaffeln

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Bevor ich nun aber den geneigten Leser langweile möchte ich meine Ausführungen beenden und auch noch einmal darauf hinweisen, dass "Wind von Westen" kein trockenes Geschichtsbuch mit vielen Daten und Begriffen ist. Cordula Broicher hat ein bestens verstanden eine rheinische Familiengeschichte zu schildern und dabei auf vielen tatsächliche Begebenheiten hingewiesen.


Morgen geht es mit der Blogtour weiter, die nächste Station wird wieder bei Barbara sein, diesmal mit dem Thema  "Hinter den Kulissen"


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Auf unserer Blogtour gibt es auch etwas zu gewinnen:



 
1. Preis 

ein Taschenbuch plus Postkarten und Lesezeichen


2. Preis

 ein eBook und Postkarten zu den Büchern der Autorin


(Achtung - keinen Reader, sondern das eBook)

3. Preis 

ein eBook und Lesezeichen zu den Büchern der Autorin



(Achtung - keinen Reader, sondern das eBook)





Folgende Aufgabe wäre zu erfüllen: Wir verstecken an unseren Tourtagen einzelne Buchstaben in den Beiträgen und markieren diese dann dick und kursiv. Ihr verfolgt die ganze Tour und sammelt die Buchstaben, setzt täglich daraus das Wort zusammen und diese ergeben dann den Lösungssatz, den ihr an folgende Adresse mailt
bastelulla@gmail.com

dazu habt Ihr Zeit bis zum 20.4.2015 um 18.00 Uhr

Am 22.4. werden auf den Blogs die Gewinner bekannt gegeben.

Bitte beachtet, dass Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sein sollten und der Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz stattfindet.



Sonntag, 12. April 2015

Rezension - Küss dich glücklich


Autorin: Janet Evanovich

Titel: Küss dich glücklich Band 20 von Stephanie Plum

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 30. März 2015

Seiten: 321

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Manhattan

Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Schlamassel kommt selten allein, das weiß die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum nur zu gut. Als wäre es nicht schlimm genug, einer ausgebüxten Giraffe durch Trentons Straßen hinterherzujagen, muss Stephanie nun auch noch einen skrupellosen Gangster aufspüren: Salvatore Sunucchi, alias „Onkel Sunny“. Sunny wird des Mordes bezichtigt – doch niemand will sich mit ihm anlegen. Selbst Trentons heißester Cop, Joe Morelli, hat wenig Interesse, den Flüchtigen zu stellen. Denn tatsächlich ist „Der Pate“ sein Patenonkel. Als Stephanie nebenbei auch noch über einen Serienkiller stolpert, der es auf alleinstehende Seniorinnen abgesehen hat, ist das Plum'sche Chaos mal wieder perfekt ...

Meine Meinung:
Und ich bin immer noch süchtig ;) Inzwischen gibt es Band 20 und ich hatte auch diesmal wieder viel Spaß beim Lesen. Obwohl, wenn Stephanie sich jetzt entscheiden würde, etwas anderes zu machen, hätte ich damit überhaupt keine Probleme.

Wie gewohnt versuchen Steph und Lula weiterhin als "Kopfgeldjägerinnen" tätig zu sein. Wobei Lula darauf besteht, dass sie nur die Assistentin von Steph ist, denn ansonsten ist es ihr viel zu gefährlich und mit mehr Arbeit verbunden. So geraten die beiden von einem Schlamassel in den nächsten. Es hat sich einfach nichts geändert. Wenn es da nicht eine Giraffe gäbe, die durch die Straßen von Trenton läuft. Merkwürdigerweise sehen anscheinend nur die beiden diese Giraffe, denn in den Nachrichten oder Zeitungen erscheint kein Hinweis. Leider lenkt die Giraffe besonders Lula immer wieder von ihrer Arbeit ab und Stephanie bekommt dadurch arge Probleme. Ich als Leserin musste bis zum Schluss warten, um mehr von der Giraffe zu erfahren.

Ich hatte ja schon beim Lesen der vorherigen Bände die Befürchtung ausgesprochen, dass der Autorin eigentlich nichts neues mehr einfallen könnte. Aber ihr gehen die Ideen einfach nicht aus. Schon alleine das Verhalten der Bewohner von Burg sehr interessant ist, selbst ein Verbrecher wird geschützt, weil er doch so viel gutes tut und die Totenfeiern erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Großmutter Bella und Großmutter Mazur sorgen ebenfalls immer wieder für Aufregung oder Spaß. Wobei ich froh bin, dass keine der beiden meine Großmutter ist. So langsam aber sicher scheint sich Stephanie dann doch für einen der beiden Männer zu entscheiden, sollte sie doch langsam erwachsen und vernünftig werden? Auf jeden Fall sorgen die Dialoge, die sie entweder mit Joe oder Ranger führt, für viel Lesespaß.

Wie bereits erwähnt, hatte ich auch diesmal wieder viel Spaß beim Lesen. Janet Evanovich versteht es eben wunderbar, dass einem auch beim 20. Band nicht langweilig wird. Man sollte die Geschichten und die Beteiligten allerdings nicht sehr ernst nehmen.Die Situationen und Dialoge sind sehr humorvoll und spritzig geschrieben. Besonders Lula stelle ich mir immer wieder bildlich vor, obwohl der wahre Anblick vielleicht in den Augen weh tun könnte, denn sie kleidet sich weiterhin sehr ausgefallen. Man sollte die Geschichten und die Beteiligten allerdings nicht sehr ernst nehmen.

Fazit:
Von alleine kann ich mich aus dieser Seriensucht nicht lösen, das schafft nur die Autorin, in dem sie endlich einen Abschluss findet. Bis dahin werde ich weiterhin die Bücher verschlingen. Übrigens, man muss nicht mit Band 1 beginnen, um den Einstieg in diese Serie zu finden.

Ich bedanke mich beim Bloggerpotal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar

Vorankündigung - Blogtour - Der Glanz der Südseemuscheln



Am 20. April startet die Blogtour zu  dem Buch  "Der Glanz der Südseemuscheln" und ich freue mich, dass ich daran teilnehmen werde.  Die genauen Daten und was es sonst noch Wissenswertes gibt, werde ich rechtzeitig mitteilen.

Rezension - Alle lieben Molly - ich nicht


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Alle lieben Molly ... ich nicht

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 12. April 2015

Seiten: 122

Altersempfehlung: Erwachsene



Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Meine Freundin Flo ist mit ihrem frischgebackenen Ehemann Leo auf Hochzeitsreise. Als ihre Assistentin werde ich die nächsten Wochen allein in ihrem Homeoffice arbeiten. Aber ich bin nie allein. Ständig schlägt Molly auf. Leos bester Freund hat einen Schlüssel bekommen, um nach dem Rechten zu sehen. So kommt es, dass wir uns ständig über den Weg laufen. Ich mag ihn nicht. Ihm eilt der Ruf voraus, ein rücksichtsloser Frauenheld zu sein. Seit seiner Scheidung ist kein Rock mehr vor ihm sicher. Alle lieben Molly… Ich nicht! An mir wird er sich die Zähne ausbeißen.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist die Fortsetzung der Bücher "Urlaub mit dem Ex" und "Mein neues Leben mit dem Ex". Es kann zwar unabhängig von den beiden gelesen werden, aber ich bin der Meinung, dass man sie doch kennen sollte. Zum einen, weil man dann die Protagonisten besser kennt und zum anderen auch verschiedene Verhaltensweisen besser zuordnen kann.
Diesmal steht Jenny im Vordergrund, die beste Freundin von Flo, die sich mit ihrer Familie in den Flitterwochen befindet. Jenny ist mir sehr sympathisch und sie entpuppt sich sogar als allerbeste Freundin, denn sie versucht das ganze Chaos vor Ort zu beherrschen und beschert somit Flo und Leo eine schöne ungetrübte Zeit.
Anfangs wusste ich nicht, wie ich ihr Verhalten deuten sollte, denn alle lieben Molly... sie nicht. Aber dann ahnte ich, dass sie sich selber schützen wollte, dadurch aber in die Lage kam, nach dem Motto, alle sind so gemein zu mir und keiner hat mich richtig lieb. Weltschmerz vom feinsten. Wie sie das meistert, hat die Autorin mal wieder mit viel Humor beschrieben.

Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem deshalb, weil man daraus gewisse Schlüsse ziehen kann. Ob das alles so ist, wie es aussieht, verrate ich hier aber nicht.

Fazit:
Ein weiterer kurzer Roman, der das Leserherz erfreut und ich gerne weiter empfehle. Aber wie erwähnt, lieber alle Bücher der Reihe nach lesen.

Samstag, 11. April 2015

Rezension - Tod im Lokschuppen

Autor: Micha Krämer

Titel: Tod im Lokschuppen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. April 2013

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: CW Niemeyer




Der Autor Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher "Willi und das Grab des Drachentöters" und "Willi und das verborgene Volk". Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt mußte im Jahre 2010 nun ein "richtiges Buch" her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein grausamer Mord erschüttert Betzdorf, das kleine Städtchen am Rande des Westerwaldes. In den Ruinen des verfallenen Lokschuppens wird die verstümmelte Leiche eines ortsansässigen Geschäftsmannes gefunden. Ein heikler Fall für die junge Kommissarin Nina Moretti. Schnell wird klar, dass der Tote, der scheinbar ein Doppelleben führte, nicht nur Freunde in der Kleinstadt hatte. Als am nächsten Tag auch noch der Pfarrer erschossen vor dem Altar der Kirche liegt, wird der Fall immer undurchsichtiger. Führt die Spur ins Kölner Rotlichtmilieu? Liegt das Rätsel in der Vergangenheit der Opfer? Oder sind doch nur Hass und Eifersucht im Spiel? Ein spannender Krimi, nicht nur für Kenner der Schauplätze, der dem Leser auch einen Einblick in zwischenmenschliches Chaos und die Gefühle der Charaktere gibt.

Meine Meinung:
Zufälle gibt's! (Scherzmodus an) Wobei ich mir im Moment nicht sicher bin, ob ich so glücklich über diesen Zufall sein soll.(Modus wieder aus) ;)  Auf der Leipziger Buchmesse stoppte ich vor dem Stand des Verlages CW Niemeyer, weil mir einige Buchtitel und -cover ins Auge fielen. Ich hatte Bücher des Weserberglandes entdeckt, zu dem ich eine besondere Bindung hatte, denn schließlich war ich 34 Jahre in einem Unternehmen beschäftigt, das in Hameln seine Hauptverwaltung hatte.
Ein freundlicher Herr, der Autor Micha Krämer sprach mich an und wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er Krimis schreibt, die im Westerwald spielen. Nun war ich neugierig geworden, denn an den Westerwald hatte ich ebenfalls Erinnerungen, die aber weiter zurück lagen. Im Schullandheim Westerburg habe ich schöne Zeiten verbracht. Aber ich schweife ganz schön ab. Ich wurde also neugierig auf das Buch von Micha Krämer und habe am Stand den ersten Fall von Nina Moretti erworben. Und was soll ich sagen, nun will ich mehr lesen, also alle und das wird mit Sicherheit ein großes Loch in mein Büchertaschengeld reißen. Und deshalb bin ich mir nicht sicher, was ich von diesem Zufall halten soll. ;)

Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, die ich kenne und deshalb war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Nina Moretti, eine junge Kommissarin geht von Köln zurück in ihre Heimat. Natürlich ist Betzdorf kein Vergleich zu Köln, aber kaum ist sie dort, hat sie auch schon ihren ersten Fall. Und dieser Fall hat es in sich. Zum Glück darf sie mit einem sehr sympathischen älteren Kollegen zusammen arbeiten.
Nina Moretti und Hans Jürgen Thiel, die beiden waren mir sofort sympathisch und ich bin froh, dass Hans Jürgen ein Engel erschienen ist. Aber auch Mutter Moretti und Klaus habe ich in mein Herz geschlossen und irgendwann kam mir eine Idee, was Mutter Moretti betraf und siehe da, der Autor hatte sie auch und das erfreute mich ganz besonders. Neugierig geworden? Ich verrate nichts, es wäre schade um den entgangenen Lesespaß.

Den Schreibstil des Autors empfand ich als sehr fesselnd und das Buch ließ sich wunderbar in einem Rutsch lesen. Irgendwie war ich am Ende etwas traurig, dass ich es so schnell ausgelesen hatte. Zu gerne hätte ich mehr erfahren, denn ich konnte die beiden Kommissare nicht nur bei ihrer Arbeit beobachten, sondern habe auch einiges aus ihrem Privatleben erfahren. Diese Kombination gefällt mir immer sehr gut. Außerdem war die Geschichte sehr spannend. Es gab so viele Wendungen und neue Ergebnisse, dass ich wirklich neugierig war, die Lösung zu erfahren.

Ebenfalls gefallen hat mir, dass der Autor auf Klischees verzichtet hat. Oft genug konnte ich in anderen Büchern lesen,  dass der ältere Kollege es der jüngeren neuen Mitarbeiterin extrem schwer macht. Zum einen, weil sie eine Frau ist und zum anderen, weil der ältere nicht bereit ist, kurz vor seiner Pensionierung sich auf neues einzulassen. Nein, die beiden haben von Anfang an, gut zusammen gearbeitet, so etwas finde ich sehr gut. Schade, dass ich mir vorgenommen habe, aus dem Inhalt nicht zu viel zu erzählen, denn manche Dialoge und Begebenheiten haben mich sehr amüsiert.

Das Buchcover finde ich sehr originell, schlicht, aber doch sehr aussagekräftig und vor allem passt es zum Inhalt des Buches.


Fazit:
Dieses Buch ist ein gelungener Start einer neuen Krimiserie. Ich freue mich nun darauf, dass ich, sobald es meine Zeit zulässt, die anderen Bücher dieser Serie ohne große Wartezeiten lesen kann.

Freitag, 10. April 2015

Rezension - Möwenalarm - Syltrkimi


Autorin: Sina Beerwald

Titel: Möwenalarm - Syltkrimi

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. März 2015

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: emons




Die Autorin Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, hat sich bislang mit sechs erfolgreichen Romanen einen Namen gemacht. 2011 wurde sie Preisträgerin des NordMordAward, des ersten Krimipreises für Schleswig-Holstein. Vor sechs Jahren wanderte sie mit zwei Koffern und vielen kriminellen Ideen im Gepäck nach Sylt aus und lebt dort seither als selbstständige Autorin. 2014 erhielt sie den Samiel Award für ihren Sylt-Krimi »Mordsmöwen«.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Möwerich Ahoi schlägt Alarm: Seine frisch Angetraute findet in der Hochzeitsnacht ein Baby im gemeinsamen Nest. Allerdings kein Möwenküken – sondern einen menschlichen Säugling. Auf der Suche nach den Eltern gerät die Möwentruppe in aberwitzige Verwicklungen und turbulente Situationen – und kommt einem spektakulären Entführungsfall auf die Spur, der ganz Sylt erschüttert.

Meine Meinung:
Nachdem ich soviel Spaß mit den Mordsmöwen hatte, konnte ich es kaum erwarten, mehr von Ahoi und seiner Bande zu lesen. Ganz toll fand ich, dass ich dieses Buch aus der Hand der Autorin erhalten konnte, die es mir auch gleich signiert hat. Denn ich hatte die Möglichkeit, Sina Beerwald auf der Leipziger Buchmesse zu treffen und am Stand des Verlages das Buch zu erwerben.

Das erste Kapitel beginnt mit dem Satz ;
»Gestatten, mein Name ist Ahoi. Wobei ich mir dessen gerade gar nicht so sicher bin, denn gestern war mein Jungmöwenabschied, den wir auf Kampens Whiskymeile ausgiebig begossen haben.«
Auch diesmal erzählt Möwerisch Ahoi, was er so alles erlebt und schon bei seinem ersten Satz muss ich grinsen, weil ich mir bildhaft vorstellte, wie er und seine Freunde gefeiert haben. Dabei unterstützt mich natürlich die Autorin, die es auch diesmal wunderbar verstanden hat, alles aus Sicht einer Möwe und auch in deren Sprache zu erzählen.

Wer Ahoi kennt, wird es schon ahnen. Es wird keine langweilige Hochzeit, die er mit seiner große Liebe Suzette feiert und als sie in dem neuen Nest, das Ahoi mit viel Mühe für die Hochzeitsnacht hergerichtet hat, ein Menschenbaby finden, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Natürlich wollen Ahoi und seine Freunde das Baby wieder zu seinen Eltern bringen, aber wie sollen sie die finden und wie können sie es transportieren. Überhaupt, wie bekommt man ein schreiendes Baby wieder ruhig und was stinkt auf einmal so. Unüberwindbare Schwierigkeiten? Nein, Ahoi und seine Freunde lassen sich einiges einfallen und plötzlich eilt ein richtiger Klapperstorch zu Hilfe.

Mit sehr viel Humor schildert die Autorin die Abenteuer der Möwenbande, zu der jetzt auch Frau Spatz gehört. Ich war richtig begeistert, was ihr so alles eingefallen ist, denn sie musste sich ja wirklich wieder in die Möwen hineinversetzen. Neben der Suche nach den Eltern des Babys habe ich auch erfahren können, dass selbst die Möwen allzu menschliche Probleme haben. Ob es nun die Pubertät ist oder es Alkoholprobleme sind, dieses und noch einiges andere machen es den Tieren auch nicht leicht.

Ahoi und jeden seiner Freunde habe ich richtig lieb gewonnen, selbst mit den einen oder anderen Macken, es machte sie besonders liebenswert. Ich war mitten drin im Geschehen und hatte auch das Gefühl mit ihnen über Sylt zu fliegen, allerdings hätte ich wohl etwas besser aufgepasst als Ahoi. Was ich damit nun meine, verrate ich nicht, den Lesespaß möchte ich niemandem nehmen. Obwohl es mir schwer fällt, hier ganz gelungene Passagen nicht zu erwähnen.

Fazit:
Dieses Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, allerdings empfehle ich auf jeden Fall "Mordsmöwen" als erstes zu lesen, schon alleine um zweimal das Vergnügen mit der Möwenbande haben zu können.