Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rezension - Darf ich vorstellen: Amor


Autorin: Hannah Albrecht

Titel: Darf ich vorstellen: Amor

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Februar 2015

Seiten: 394

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Hannah Albrecht wurde in Berlin geboren, wo sie heute noch lebt und ihr Wirtschaftswissenschaftsstudium beendete. 2012 arbeitete sie an ihrem ersten Roman "Eine von Zweien", der im Mai 2013 erstmals veröffentlicht wurde. 2014 arbeitete sie an ihrem zweiten Roman "Darf ich vorstellen: Amor" der im Februar 2015 veröffentlicht wurde. Mehr zur Autorin und ihren Büchern: http://hannahalbrechtautorin.de/

Kurzbeschreibung, übernommen:
Warum suche ich mir immer wieder die gleichen Typen aus? Wieso hat es mit ihr nicht geklappt? War er meine einzige Chance auf die große Liebe? Wenn ich jetzt gehe, werde ich dann je wieder jemanden finden, der mich liebt? Hans Herzlich hat auf jede dieser Fragen eine Antwort. Er ist von Beruf Amor. Ja genau, Amor! Sein Job ist es, den perfekten Partner für seine Klienten zu finden und darin ist er äußerst erfolgreich. Bis alles schief geht...

Meine Meinung:
Wenn ich der Autorin Glauben schenken darf, dann wird jeder von seinem eigenen Amor begleitet: Nun, so ganz abwegig käme mir das auch nicht vor, hat nicht jeder schon mal das Gefühl gehabt, dass irgendjemand seine Finger im Spiel hat und den Lebensweg so ein bisschen lenkt. Jetzt guckt bitte nicht ungläubig und zweifelt an mir, manchmal muss frau einfach verrückt genug sein und sich auf so etwas einlassen. Dann macht es auch viel mehr Spaß dieses Buch zu lesen. Ohje, bitte nicht falsch verstehen, ach bevor ich mich hier noch mehr verzettel schreibe ich lieber etwas über das Buch.

Hans Herzlich ist von Beruf Amor, er ist sehr gut in seinem Job. Allerdings hat er dann doch mal für reichlich Durcheinander gesorgt. Was. verrate ich hier natürlich nicht. Aber ich kann von der Betroffenen erzählen: Alma.  Sie  muss nun ausbaden, was Hans verbockt hat, der von seinem Chef den Auftrag bekommt, das beste aus dieser Situation heraus zu holen. Hans hat keine andere Möglichkeit, Alma muss ihn kennen lernen und er muss ihr beichten, was er angestellt hat. Was die beiden nun erleben, hat die Autorin sehr fesselnd beschrieben. Obwohl ich es anfangs etwas langweilig fand, bekam die Geschichte dann Tempo und ich wollte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Gegenüber Alma hatte ich ja den Vorteil zu wissen, was Hans und seine Kollegin sich ausgedacht haben, damit Alma..... nene, auch hier verrate ich nichts. Auf jeden Fall hat es mir sehr viel Spaß bereitet die ganze Entwicklung zu beobachten. Denn auch für Hans sollte es eine Überraschung geben. Eigentlich war das Ende des Buches vorhersehbar, was ich aber nicht schlimm fand, denn in diesem Fall kann ich sagen: Der Weg ist das Ziel.

Ich fand den Schreibstil von Hannah Albrecht sehr gut. Sie hat die Geschichte im Wechsel aus Sicht von Alma und Hans geschildert und das auch noch in der Ich-Form. So habe ich als Leserin außerdem auch noch die Gedanken der jeweiligen Person erfahren dürfen. Den beteiligten Personen hat sie interessante Charaktere zugeordnet.  Alma und Hans konnte ich sehr gut leiden, aber auch Joy und Eddi. Und auch die Nebenpersonen fand ich sehr interessant und wollte unbedingt wissen, wie sich bei ihnen alles entwickeln würde. Jeder hatte irgendwie ein Päckchen zu tragen, dadurch gab es einige Situationen, die aus dem Leben gegriffen waren und  nachdenklich machten. Jetzt mag sich mancher fragen, was hat das alles mit den Aufgaben eines Amor zu tun. Nun, dem rate ich dieses Buch zu lesen, denn die Aufgaben sind sehr vielseitig ;)

Fazit:
Ein schönes Buch, das mit Fantasy angereichert ist, aber Humor und Reales kommen nicht zu kurz. Mir hat es Spaß bereitet und ich denke, manch einem wird es ebenso ergehen.

Ich möchte mich bei Hannah Albrecht bedanken, dass sie mich auf ihr zweites Buch aufmerksam gemacht hat. Ich selber hätte es wahrscheinlich in der Menge der Bücher, die es gibt übersehen.

Ulla goes to ..... Frankfurter Buchmesse




Ja, bald ist es soweit. Ich werde zum allerersten Mal nach Frankfurt zur Buchmesse fahren. Im März war ich ja bereits in Leipzig und davon war ich so begeistert, dass ich mich entschlossen habe, wenigstens an zwei Tagen nach Frankfurt zu fahren. Da mein Entschluss relativ spät für eine günstige Hotelbuchung kam, werde ich ganz einfach morgens hin und abends wieder zurück fahren.

Ich bin wirklich sehr gespannt, denn mir wurde gesagt, die beiden Messen können eigentlich nicht miteinander verglichen werden. Nun, ich werde es ja sehen. Auf jeden Fall habe ich mich wieder gut vorbereitet und mir eine Liste gemacht, wann ich wo sein werde, wen ich treffen möchte und so weiter. Und diesmal passe ich auf meine Liste gut auf. In Leipzig hatte ich sie am zweiten Tag gleich morgens früh verloren und war so ein bisschen aufgeschmissen, aber wirklich nur ein bisschen. Aber für Frankfurt wäre es eine Katastrophe, denn auf dieser Liste stehen wesentlich mehr Termine und Veranstaltungen.

Hach, ich freue mich wirklich. Einige Autoren habe ich ja schon einmal getroffen und da freue ich mich auf das Wiedersehen. Andere werde ich dort zum ersten Mal treffen. Auf jeden Fall nehme ich diesmal meine Digicam mit, damit ich recht viele Bilder machen kann.

Drei große Termine stehen auf meinem Plan. am Donnerstag werde ich zum Autorensofa gehen, dort findet ein Bloggertreffen statt. Das heißt, ich treffe nicht nur viele Autoren, sondern auch Blogger, von denen ich die meisten nicht persönlich kenne.
Der Freitag beginnt mit einem Treffen am Stand der Randomhouse Verlagsgruppe und wird später mit einem Kaffeeklatsch am Stand von Amazon enden. Dazwischen habe ich mich einigen Autorinnen verabredet, worauf ich mich ebenfalls sehr freue. Ach, das werden wohl zwei schöne, aber auch anstrengende Tage. Ich werde natürlich hinterher genau berichten, was ich alles erlebt habe

Dienstag, 6. Oktober 2015

Rezension - Problemzonen Einsichten aus dem Kiosk


Autorin: Carin Müller

Titel: Problemzonen Einsichten aus dem Kiosk

Genre: Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Oktober 2015

Seiten: 218

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Carin Müller schreibt, seit man es ihr 1978 in der ersten Klasse beigebracht hat. Da war ihr aber noch nicht klar, wie wichtig die Fähigkeit, Buchstaben zu Worten und Worte zu Sätzen zu verbinden, einmal werden würde. Zu diesem Zeitpunkt wollte sie Tierärztin, Raumschiffkapitän oder Floristin werden. Alternativen, die nach wie vor einen gewissen Reiz haben - wenn ihr Hund krank ist oder eine fiese Deadline droht. Trotzdem hat sie sich fürs Schreiben entschieden und arbeitet seit gut fünfzehn Jahren als freie Journalistin und Autorin. Carin Müller lebt mit Mann und Hund in Frankfurt und schreibt fast täglich auch in ihren beiden Blogs über "Einsichten aus dem Kiosk" (www.carinmueller.de) und Fußball. (www.11spielerfrauen.de) Unter dem Pseudonym Charlotte Taylor schreibt sie die prickelnde Novellen-Serie "Hot Chocolate". (www.charlottetaylor.de)

Kurzbeschreibung, übernommen:
Problemzonen – jeder hat sie, keiner mag sie. Dabei können sie doch so unterhaltsam sein. Zumindest dann, wenn sie sich nicht an der Körpermitte ansiedeln, sondern eher im Wahrnehmungsfeld der Autorin. Carin Müller beleuchtet mit scharfem Auge und spitzer Feder ideelle (und auch einige sehr reale) Krisenherde. Sie tut das normalerweise auf ihren Blogs "Einsichten aus dem Kiosk" (www.carinmueller.de) und "11spielerfrauen" (www.11spielerfrauen.de), auf diversen anderen Veröffentlichungsplattformen und nun auch in Buchform. Wer dachte, dass Bauch-Beine-Po die heilige Dreifaltigkeit an Problemzonen ist, wird hier eines Besseren belehrt: Allein in diesem Buch gibt es 70 Stück – heruntergebrochen auf die sieben Grundkategorien: »Hassobjekte und Lieblingsfeinde«, »Hunde und andere ... äh ... Tiere«, »Schreiben in Theorie und Praxis«, »Musik und sonstige Nebengeräusche«, »Fußball ist auch keine Lösung«, »Politik und Kirche« sowie »Reisen und andere Fluchten«.

Meine Meinung:
Bisher hatte ich von Carin Müller  mit Begeisterung zwei Bücher gelesen und ab und zu mal die eine oder andere ihrer Kolumnen. Auch diese haben mir immer gefallen, deshalb habe ich mich gefreut, als ich nun ihr neues Buch hatte und somit die Möglichkeit gleich 70 Kolumnen zu lesen.
Allerdings fände ich es schade, alle hintereinander, sozusagen in einem Rutsch zu lesen. Es macht viel mehr Spaß, immer mal wieder das Buch zur Hand zu nehmen. Möglichkeiten dazu gibt es ja auch reichlich. Zum Beispiel ist nur eine kurze Wartezeit zu überbrücken und die Zeit für ein ganzes Kapitel in einem Buch zu knapp. Oder zwischen zwei Büchern möchte frau mal eben etwas anderes lesen.

Mit ihrem humorvollem und frechem Schreibstil schreibt Carin Müller über vieles, was andere auch beschäftigt. Oder sie gibt ganz persönliche Empfindungen wieder, was sich ebenfalls wunderbar lesen lässt. Manches Mal dachte ich, stimmt, so sehe ich es ebenfalls oder auch, huch, wer hat mich beobachtet. Ja beobachten, das kann sie gut und dann ihre Gedanken dazu aufschreiben.
Sie beschreibt Situationen, in denen sich manch einer wiederfindet, regt zum Nachdenken an und bringt einem zum Schmunzeln.

Ganz besonders gut haben mir die Kommentare des Gorillas gefallen, der seinen Senf zu vielen Beiträgen abgegeben hat. Jetzt werden sich einige fragen, von welchem Gorilla ich hier schreibe. Nun, das werde ich nicht verraten, das Lesevergnügen will  ich keinem nehmen.

Fazit:
Wer kurze Geschichten für zwischendurch sucht, sich gut unterhalten lassen will, gerne über etwas nachdenken möchte oder einfach nur Spaß haben will, der sollte sich dieses Buch besorgen.

Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension - Kräuter der Provinz


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Kräuter der Provinz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten:  510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Meine Meinung:
Würde ich viele Bücher von Petra Durst-Benning nicht kennen und mit Begeisterung gelesen haben, was für mich schon ein Grund ist, sofort immer nach dem nächsten neuen Buch von ihr zu greifen, also würde ich sie nicht kennen, hätte mich schon alleine das tolle Cover und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.
Bisher habe ich "nur" historische Romane von ihr gelesen und war nun auf diesen ganz besonders gespannt. Die Handlung dieses Buches spielt sich in der Gegenwart ab und wer die Autorin etwas besser kennt, kann sich auch vorstellen, dass sich darin vieles von ihrer Einstellung wiederfindet.

Maierhofen, ein fiktiver Ort im Allgäu, spiegelt vieles wider, was leider in vielen Dörfern passiert. Die jungen Leute ziehen weg, die Läden schließen und zurück bleiben meist nur die Älteren. Ein Dorf stirbt aus. Dabei haben so viele Dörfer einiges zu bieten, was wir Städter längst verloren haben. Einen Platz der Ruhe, ein Ort um die Seele baumeln zu lassen. Bewohner, die sich auf alte Techniken besinnen oder diese nie modernisiert haben. Das Brot schmeckt besser, als aus dem Supermarkt, Kräuter werden gesammelt und richtig eingesetzt, der Käse schmeckt hervorragend. Ich fahre immer wieder gerne im Urlaub in ein Bergdorf, wo ich im Bauernladen vieles finde, das die Bewohner der umliegenden Bauernhöfe herstellen und dort verkaufen. Aber ich schweife mal wieder ab, trotzdem wollte ich dies kurz erwähnen.

In Maierhofen wohnt Therese, sie ist die Bürgermeisterin und Besitzerin des Gasthofes "Goldene Rose", sie liebt ihr Dorf und es macht sie traurig, dass dort immer weniger los ist. Eine Lösung muss her! Zufällig sieht sie im Fernsehen einen Bericht, in der sie ihre Cousine Greta erkennt. Greta ist bei einer Werbeagentur beschäftigt und könnte mit einer Kampagne dem Dorf behilflich sein. Ich will jetzt nicht den ganzen Inhalt des Buches nacherzählen, ich würde zuviel Lesevergnügen wegnehmen.
Aber ich kann verraten, dass die Autorin es wunderbar und fesselnd beschrieben hat, was nun alles unternommen wird. Neben Therese und Greta lerne ich viele Dorfbewohner kennen, die ich alle in mein Leserherz geschlossen habe. Jeder hat ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Im Laufe der Geschichte verändert sich für einige vieles, sie lernen ihre Stärken kennen oder entdecken ganz andere Seiten an sich selber. Nicht jeder kann mit dieser Entwicklung umgehen, manche müssen über ihr Leben nachdenken und Entscheidungen treffen.

Petra Durst-Benning hat alles so gut beschrieben, dass ich mal wieder das Gefühl hatte, vor Ort zu sein. Ich wäre wirklich gerne bei dem Fest dabei gewesen und wäre wohl auch eine, die sofort einen Kurzurlaub buchen würde.
Natürlich war ich mittendrin im Geschehen und habe Greta bei allem begleitet und für das Dorf und die Bewohner so sehr gehofft, dass ihre Träume wahr werden. Es war ein richtiges "Wohlfühlbuch" obwohl viele ernste Themen nicht zu kurz kamen. So toll die Begebenheiten beschrieben wurden, hat vieles einen ernsten Hintergrund und regt zum Nachdenken an. Manch einer fragt sich jetzt vielleicht auch, gibt es etwas, was ich gerne ändern würde.
Ganz besonders hat mir in diesem Buch gefallen, dass viele der Beteiligten Frauen im Alter ü40 waren und nicht immer auf einen neuen Diättripp waren, sondern das Essen wirklich mal geniessen konnten. Naja, Ausnahmen gab es auch hier, aber die waren nur am Rande beteiligt. Ach, es gäbe noch so vieles über das Buch zu schreiben, aber ich will mit meinem Beitrag nicht den Rahmen einer Rezension sprengen. Am besten ist natürlich, dass jetzt ganz viele neugierig geworden sind und sich das Buch nun gönnen.

Fazit:
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen und ich möchte das Buch jeder Leserin ans Herz legen. Es ist einfach wunderbar gelungen!

Dem Verlag blanvalet möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken.

Mittwoch, 30. September 2015

Rezension - Die Lilie von Bella Vista



Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Lilie von Bela Vista

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. August 2015

Seiten: 550

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin. Sie schreibt für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und veröffentlichte bei Blanvalet bereits die Romane "Die Rose von Darjeeling" und "Die Glücksbäckerin von Long Island". Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als die Hamburger Modedesignerin Josie das antike Collier ihrer Großtante erbt, ahnt sie nicht, dass dieses auf eine dramatische Liebesgeschichte zurückgeht – und ihr Leben verändern wird.
Idar-Oberstein, 1830. Sophies Verlobter ist wie so viele Männer nach Brasilien ausgewandert – und entdeckt dort Edelsteine. Als Karl nicht kommt, um Sophie wie versprochen in die neue Heimat zu holen, ahnt sie, dass er ihre Hilfe braucht. Kurzentschlossen reist sie ihm hinterher und wird in einem Indiodorf im Dschungel fündig. Doch Karls langes Schweigen hat Gründe, die Sophie erst langsam durchschauen wird ...

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits die beiden anderen Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, war es für mich klar, dass ich das neue Buch unbedingt lesen wollte. Und ich sollte nicht enttäuscht werden, wieder war ich so an das Buch gefesselt, das ich am liebsten ununterbrochen gelesen hätte.

Josie erbt von ihrer Großtante ein wunderschönes Collier, hinter dem sich eine besondere Geschichte verbirgt. Natürlich ist Josie genauso neugierig wie ich und so erfahren wir beide sehr viel über Edelsteine, Idar-Oberstein und Brasilien.
Ich wusste zwar, dass der Ortsname Idar-Oberstein mit Edelsteinen in Verbindung gebracht wird, aber mehr Wissen hatte ich dazu nicht, bzw hatte mich auch nie darum gekümmert. Dank Sylvia Lott habe ich nun erfahren, dass es sehr viele Auswanderer nach Brasilien gab, weil dort ebenfalls sehr viele Edelsteine gefunden wurden. Was hat das jetzt alles mit Josie zu tun, mag sich mancher fragen.
Nun, um 1830 war die Not in den Dörfern nahe Idar sehr groß, viele Bewohner der Gegend wollten nach Brasilien auswandern, weil dort ein großes Achatvorkommen gefunden wurde.
Josies Vorfahrin Sophie, deren Vater eine Achatschleiferei betrieb, hatte sich in Karl verliebt, der nach Brasilien ausgewandert war und sie später nachholen wollte. Sie wollten in Deutschland heiraten und in Brasilien ein angenehmes Leben führen. Leider kam alles anders, als die beiden es geplant hatten. So machte Sophie sich mit vier weiteren aus ihrem Dorf auf den Weg nach Brasilien. Sie wollte unbedingt Karl finden und die anderen wollten sich dort ein neues Leben aufbauen.

Sehr fesselnd beschreibt Sylvia Lott, was sie alles erlebt haben. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Im Wechsel erfahre ich etwas über das Leben von Josie in der Gegenwart und von Sophie in der Vergangenheit. Und beides fand ich ausgesprochen interessant. Josie, die sich bisher nie für ihre Familie und Edelsteine interessiert hat, konnte ihr Wissen, genau wie ich, ungemein erweitern.
Beide Frauen, Sophie und auch Josie fand ich sehr sympathisch, aber auch viele der Beteiligten in beider Leben habe ich in mein Leserherz geschlossen.

Nun könnte man denken, weshalb interessiert sich Josie so sehr für das Leben von Sophie. Man stelle sich einfach mal vor, wie es wäre, wenn es in der eigenen Familie Auswanderer gegeben hätte. Mit Sicherheit würden wir alles erfahren wollen. Was sich heute wie ein großes Abenteuer anhört, war damals eine lebensgefährliche Sache, zu der auch viel Mut gehörte. Schon allein die Reise nach Brasilien war lang und steckte voller Gefahren. Josie konnte ohne weiteres mal eben von einem Ort zum anderen fahren oder fliegen. Ihrer Ahnin war dies leider nicht möglich.
Nun und so ganz nebenbei habe ich einiges über Edelsteine, wo sie vorkommen und wie sie bearbeitet werden erfahren.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und hat mich auch sofort angesprochen. Zunächst konnte ich mit dem Buchtitel nicht viel anfangen, aber im Laufe der Geschichte fand ich dann die Erklärung.

Fazit:
In diesem Buch steckt soviel: Abenteuer, Spannung, Romanze und Wissenswertes. Ich finde dies alles wunderbar miteinander verknüpft, deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter.

Ich bedanke mich bei dem Verlag blanvalet recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

Montag, 28. September 2015

Rezension - In 80 Tagen zu Dir


Autorin: Natascha Sagorski

Titel: In 80 Tagen zu Dir

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:22. Juni 2015

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Natascha Sagorski, geboren 1984 in Karlsruhe, lebt in München und arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Autorin seit Dezember 2010 als Kolumnistin bei ProSieben, wo sie sich derzeit als „Miss Understood“ in der Sendung taff mit allem beschäftigt, was Männer über Frauen wissen sollten. Als PR-Managerin betreut sie einige der schönsten Hotels und Luxusreedereien weltweit und geht so ihrer, nach dem Schreiben zweitgrößten Leidenschaft, dem Reisen nach.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Finns Großvater hat ihm nach seinem Tod nur zweierlei hinterlassen: alte Briefe und die Bitte, nicht denselben Fehler wie er zu machen. Daraufhin trifft Finn zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er steigt in einen Flieger, um die Spuren dieser Briefe zurückzuverfolgen, die von einer Fremden versendet wurden.
Stines Welt bricht an einem Tag zusammen. Und sie tut das Einzige, was ihr noch übrig bleibt: Sie gibt ihr bisheriges Leben auf und sich 80 Tage, um die Welt zu bereisen und zu sich selbst zu finden. Im Gepäck hat sie nur die Liebesbriefe, die ihre Großmutter einst von einem Seemann erhielt …

Meine Meinung:
Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn wer kennt es nicht, das Buch "In 80 Tagen um die Welt". Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Aber nun hatte ich die Kurzbeschreibung gelesen und wollte unbedingt die Geschichte von Stine und Finn kennen lernen.

Finn trifft nach dem Tod seines geliebten Großvaters eine folgenschwere Entscheidung. Nicht nur das, er nimmt die Briefe, die sein Großvater von einer Frau erhalten hat und macht sich auf den Weg, deren Spuren zu folgen.
Stine braucht unbedingte eine Auszeit, weit weg von zu Hause und macht sich auf den Weg, um den Spuren ihrer Großmutter zu folgen, die sie leider nie kennen gelernt hat. Auch sie hat alte Briefe, die ihr den Weg weisen.

Erfahrene Leser werden sich nun denken, wie alles zusammenhängt und ich verrate deshalb hier sicher nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass jeder die Briefe des anderen in den Händen hält. Ich begleite beide nun auf eine sehr interessante Reise. Denn natürlich finden sich beide immer in den Orten ein, wo der andere sich meist schon befindet. Die Autorin hat die Reiseziele sehr gut beschrieben und ich hatte dadurch das Gefühl vor Ort zu sein. Interessant fand ich, dass anfangs jeder andere Reiseerfahrungen machen konnte. Bis sie sich durch Zufall endlich trafen, allerdings ohne zu wissen, aus welchem Grund sich der andere ebenfalls vor Ort aufhält.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich als Leserin hatte natürlich den kompletten Überblick, denn ich konnte ja alle Briefe lesen und war so bestens informiert. Obwohl das Ende der Geschichte um die Briefe ja vorhersehbar war, tat es der Spannung keinen Abbruch. Außerdem hat die Autorin auch noch eine Überraschung eingebaut. Mit dem letzten Brief hatte ich so gar nicht gerechnet.

Die beiden Protagonisten Finn und Stine konnte ich ganz gut leiden, obwohl Stine es mir nicht immer leicht gemacht hat, denn ich war oft nicht  mit ihrem Verhalten einverstanden. Ob die beiden nun wenigstens, im Gegensatz zur Großmutter und Großvater, zueinander gefunden haben, werde ich hier natürlich nicht verraten. Auf jeden Fall hat die Autorin es verstanden, die Lebenswege aller wunderbar zu schildern und vielleicht miteinander zu verknüpfen.

Das Buchcover hat mir gefallen und zum Schluss konnte ich auch Verstehen, was der Heißluftballon zu bedeuten hatte. Ich erwähnte ja schon die wunderbaren Schilderungen der Orte, an denen sich alle aufgehalten haben. Durch die Briefe konnte ich erfahren, wie beschwerlich die Reise damals war und wie leicht es doch Stine und Finn heutzutage hatten.

Fazit:
Ein Buch über die Wege der wahren Liebe, schicksalshaft und eindrucksvoll. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Rezension - Der Palastgarten

Autorin: Vivien Shotwell

Titel: Der Palastgarten

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebunden

erschienen: 17. August 2015 als TB

Seiten:352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Vivien Shotwell ist Opernsängerin und Schriftstellerin. Die Leidenschaft zur Literatur wurde ihr als Tochter von Buchhändlern in die Wiege gelegt, ebenso wie die Liebe zur Musik. Die Autorin wuchs zu Mozarts Melodien auf und erzählt, dass sie sich, während sie ihren ersten Roman "Die Schule der Liebenden" schrieb, selbst in Mozart verliebte. Ihr Debüt erschien in neun Ländern.
Meine Anmerkung: Die gebundene Ausgabe des Buches, erschienen 26. Mai 2014, trägt diesen Buchtitel

Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Herzen, durch die Musik vereint. Eine Liebe, die nicht sein darf. Anna Storace ist eine junge Frau mit engelsgleicher Stimme als sie vom Kaiser nach Wien geholt wird. Bei ihrer Willkommensfeier im Palastgarten stiehlt ein Fremder ihre Schuhe – und rückt sie erst gegen einen Kuss wieder heraus. Kurz darauf wird Anna dem Mann vorgestellt, von dem ganz Wien spricht: Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist der freche Dieb … Annas Stimme verzaubert Mozart, und er erobert ihr Herz. Doch beide wissen, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Und so singt sie gegen ihre Gefühle an, und er komponiert gegen seine wachsende Verzweiflung – und für die Ewigkeit.

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Es interessierte mich, etwas mehr über Mozart zu erfahren. So allgemeines Wissen über ihn besaß ich schon. Schließlich war ich in Salzburg und wer dort nicht über die Erinnerungen an ihn stolpert, ist wohl mit Scheuklappen durch die Stadt gelaufen. Auch Opern kannte ich, einige dem Namen nach, andere hatte ich schon in unserem Opernhaus gesehen.
Allerdings musste ich ziemlich viele Seiten in diesem Buch lesen, bis ich endlich dort angelangt war, wo ich hin wollte. Zunächst lernte ich Anna Storace kennen, was ich ebenfalls sehr interessant fand. Und ich gehe mal davon aus, dass die Autorin sehr gut recherchiert und über die damalige Zeit alles wahrheitsgetreu beschrieben hat. Anna, in London aufgewachsen, erfreut ihre Mitmenschen schon sehr früh mit ihrer wunderschönen Stimme. Sie erhält eine sehr gute Ausbildung, die in Italien noch verbessert werden sollte. So nebenbei erfahre ich, wie sich das Publikum in Italien und auch in Wien verhält, wenn es in die Oper geht. Ich nehme mal an, dies wird sich im Laufe der Jahrhunderte geändert haben.
Auf jeden Fall spielt der Palastgarten in der Geschichte von Anna und Mozart eine sehr große Rolle, weshalb der Titel des Buches durchaus passend ist. Interessant fand ich auch, dass damals die Arien auf die Stimmen der Sänger und Sängerinnen abgestimmt wurden. Das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Die Autorin hat es nicht nur verstanden eine Geschichte um die beiden Protagonisten herum zu schreiben, deren Wahrheitsgehalt  ich nicht anzweifel, denn wissen wir was hätte sein können oder was alles tatsächlich passiert ist. Nein, sie hat auch mein Wissen über Mozart und über das Schreiben von Opern erweitert.

Fazit:
Natürlich habe ich mich nach der Lektüre dieses Buches noch mehr über die beiden Hauptpersonen dieses Buches informiert. Dabei habe ich festgestellt, dass sich Vivien Shotwell an den bekannten Tatsachen orientiert hat und eine schöne Liebesromanze erfunden ?? hat.
Auf jeden Fall hat mir das Buch gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar.