Freitag, 13. Januar 2017
Rezension - Der Himmel über den Black Mountains
Autorin: Alexandra Zöbeli
Titel: Der Himmel über den Black Mountains
Genre: Frauenroman
Version: eBook
erschienen: 13. Januar 2017
Seiten: 420
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Forever by Ullstein
Die Autorin Alexandra Zöbeli wurde 1970 in der Schweiz geboren und ist im Berner Oberland aufgewachsen. Ein Sprachaufenthalt in London infizierte sie mit dem Großbritannien-Virus, der mit Übernahme des eigenen Gartens vollständig ausbrach. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie im Zürcher Oberland und arbeitet als Sachbearbeiterin einer Schulverwaltung. Ihre kreative Seite lebt sie auch beim Seifensieden, Gärtnern, Nähen und Basteln aus. Aber ihr liebstes Hobby ist das Schreiben, weil man dabei die erstaunlichsten Abenteuer und Geschichten erleben kann, ohne dass einem Grenzen aufgesetzt sind.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit Jahren hatte Emma keinen Kontakt mehr zu ihrer Tante Milly. Jetzt ist Milly tot und hinterlässt ihrer einzigen Nichte nicht nur eine Menge Geld, sondern auch ihre Farm am Fuße der Black Mountains an der Grenze zu Wales. Allerdings darf Emma ihr Erbe erst antreten, nachdem sie ein Jahr zur Probe auf der Farm gelebt hat. Ihr Job in London erfüllt sie nicht wirklich, und in letzter Zeit hat sie mehr und mehr das Gefühl ihr Freund wird niemals diese eine Frage stellen. Also wagt Emma das Abenteuer und haucht der alten Farm neues Leben ein. Unterstützung erhält sie dabei nicht nur von den Nachbarn und dem gutaussehenden Tierarzt Ben, sondern auch dem smarten Polizisten Jack. Bald schon sprühen die Funken zwischen den beiden. Doch Jack hütet ein Geheimnis, dass sie beide in größte Gefahr bringen könnte…
Meine Meinung:
Inzwischen ist dies das dritte Buch, das ich von Alexandra Zöbeli gelesen habe. Im Vorfeld war ich schon sehr neugierig darauf, was sie sich diesmal hat einfallen lassen. Das soll jetzt auf keinen Fall abwertend klingen. Ich weiß ja, dass sie Bücher mit Happy End schreibt und meist sind die Bücher in diesem Genre sehr vorhersehbar. Da kommt es dann wirklich darauf an, was die Autorin daraus macht und vor allem, ob sie es schafft, mich so sehr an das Buch zu fesseln, dass ich es gar nicht aus der Hand legen will.
Wer hat sich das nicht auch schon mal gewünscht, wenn man nicht mehr so richtig weiter weiß, gibt es einen Wink des Schicksals. In diesem Fall war es ein unverhofftes Erbe der Tante, die Emma leider jahrelang nicht mehr gesehen hatte. Bis sie 10 Jahre alt war, hat sie ihre Ferien in dem Ort verbracht und es so richtig genossen. So hielten sich Trauer und Freude über das Erbe die Waage. Allerdings war das Erbe an Bedingungen geknüpft, die Emma einhalten musste. Welche das waren und ob Emma alles so gelungen ist, werde ich hier mit Sicherheit nicht verraten, aber die Autorin hat alles sehr fesselnd beschrieben. Ich dachte trotzdem zwischendurch, halt das kann nicht gut gehen, irgendwo muss es einen Haken geben und dann kam es auch knüppeldick und vor allem sehr spannend. Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.
Alexandra Zöbeli ist mit diesem Buch gelungen, in eine vermeintlich vorhersehbare Romanze mit überraschenden Wendungen große Spannung aufzubauen. So hat sie es geschafft, dass ich an das Buch gefesselt wurde und so schnell wie möglich lesen wollte, wie sich alles entwickelt.
Die beteiligten Hauptpersonen waren mir alle sehr sympathisch und ich war ganz auf der Seite von Emma und habe gehofft, dass alles so klappt, wie sie es sich wünscht. Außerdem hat die Autorin auch noch ein paar Feinheiten eingebaut, die heutzutage immer öfter auftreten und es war interessant, wie Emma dort ihren Standpunkt vertreten konnte. Und natürlich hat es sich mal wieder gezeigt, dass miteinander reden und Vertrauen zueinander haben, sehr wichtig sind. Wie auch immer, ich war am Ende des Buches zu frieden.
Fazit:
Gerne empfehle ich das Buch weiter. Es eignet sich wunderbar zum Zwischendurchlesen und wer Spannung und Romanze sucht, wird das hier bestimmt finden.
Bei Alexandra Zöbeli möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass sie mich auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat. Zu meiner Schande muss ich nämlich gestehen, dass ein weiteres Buch schon seit längerem auf meinem Reader schlummert. Das passiert leider, wenn man den Überblick verliert.
Donnerstag, 5. Januar 2017
Rezension - Blutorangen Liebesterzett
Autorin: Frieda Lamberti
Titel: Blutorangen - Liebesterzett
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 5. Januar 2017
Seiten: 270
Altersempfehlung: Erwachsene
Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Obwohl die Umstände, unter denen Bentes Schwester ums Leben gekommen ist, nun bekannt sind, findet die junge Frau keine Ruhe. Beruflich sieht sie sich Anfeindungen ausgesetzt, und privat entwickelt sich die Beziehung zu Anton anders als erwartet. Der bevorstehende Gerichtsprozess sorgt zusätzlich für Turbulenzen. Den einzigen Trost findet Bente in ihrer Freundschaft zu Antons Bruder Lennart, der ihr nicht von der Seite weicht. Als Bente jedoch beginnt, ihre bisherigen Entscheidungen infrage zu stellen, geraten ihre Gefühle komplett außer Kontrolle. Wird es Bente gelingen, wieder Ordnung in ihr Leben zu bringen?
Meine Meinung:
Puh, es geht wirklich sehr turbulent weiter. Deshalb empfehle ich auf jeden Fall zuerst "Blutorangen Liebesduett" zu lesen, vieles ist dann auch besser zu verstehen.
Wie ich es von Frieda Lamberti gewohnt bin, fesselt sie mich sofort an ihr Buch, sobald ich mit dem Lesen begonnen habe. Sie lässt die Protagonistin und auch mich, die Leserin nicht zur Ruhe kommen. Eigentlich sollte ich ja nun langsam wissen, was sie sich so einfallen lässt und eine Richtung erkennen. Aber Nein, sie lässt sich wirklich immer wieder etwas besonderes und neues einfallen. Langweilig wird es mit ihr nie ;)
Auf den Inhalt des Buches möchte ich auch diesmal nicht eingehen. Da ich immer so richtig eintauche kann es passieren, dass ich mit dem einen oder der anderen Beteiligten spreche, Ratschläge gebe, Fragen stelle und auch schimpfe. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich die Entwicklung gut finde. Aber darauf habe ich nun mal keinen Einfluss, die Autorin hat das Sagen ;)
Das Ende des Buches hat mich jetzt nicht sonderlich überrascht, was nicht negativ gemeint ist. Im Gegenteil, am liebsten würde ich sofort weiterlesen wollen, denn ich bin furchtbar neugierig, wie es weitergeht.
Fazit:
Ein weiteres Buch von Frieda Lamberti, das ich verschlungen habe, gerne weiterempfehle und nun ganz gespannt auf das dritte Buch warte.
Mittwoch, 4. Januar 2017
Rezension - Lippische Seilschaften
Autoren: Jürgen Reitemeier
Wolfram Tewes
Titel: Lippische Seilschaften
Genre: Regionalkrimi
Version: eBook und gebundene Ausgabe
erschienen: 1. Oktober 2015
Seiten: 267
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Topp + Möller
Die Autoren:
Jürgen Reitemeier Geboren 1957 in Hohenwepel-Warburg/Westfalen. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Nach einer handwerklichen Ausbildung zum Elektromaschinenbauer studierte er Elektrotechnik, Wirtschaft und Sozialpädagogik an den Hochschulen Paderborn und Bielefeld. Seit vielen Jahren verheiratet, lebt und arbeitet er mehr als zwanzig Jahre in Detmold. Sein täglich Brot verdient er als Coach und Erwachsenenbildner in seinem Unternehmen modul b.
Wolfram Tewes Geboren 1956 in Peckelsheim/Westfalen. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend in dörflicher Umgebung. Nach einigen Lehr- und Wanderjahren 1982 endlich sesshaft geworden auf der Nordseeinsel Norderney. Als Mädchen für alles bei der Norderneyer Badezeitung zuständig für Anzeigen, Vertrieb, Redaktion und Kaffeekochen. Seit 1987 im Anzeigenbereich der Neuen Westfälischen Zeitung (Bielefeld). Privat ist er verheiratet (seit über 25 Jahren), Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Töchtern und wohnt in Horn-Bad Meinberg im wunderschönen Lipperland.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Lippische Seilschaften 1984! Jupp Schulte ist frischgebackener Kommissar. Seine neue Dienststelle ist nicht die erhoffte pulsierende Großstadt, sondern das beschauliche Detmold. Der immer schon chaotische Jung-Kommissar übernachtet, mangels einer Wohnung, in seinem alten Bulli auf dem Parkplatz der Polizei Detmold. Gleich am ersten Abend wird er unfreiwillig Zeuge einer mysteriösen Verhaftung, die sich als erstes Glied einer Kette von Ereignissen herausstellt, dessen Ende ihm im Jahre 2015 beinahe Kopf und Kragen kostet.
Meine Meinung:
Seit ich 2001 das erste Buch, damals sogar direkt in Detmold entdeckt hatte, bin ich Fan von Jupp Schulte und seinen Freunden und Kollegen. Es sind so urige Typen, die mich immer wieder begeistern. Besonders Anton Fritzmeier hat es mir angetan, wenn er spricht, lese ich mir das oft laut vor, die Wirkung ist klasse.
In diesem Buch erfahre ich zunächst nebenbei, wie 1984 alles begann. Weshalb Jupp nach Detmold kam, wen er alles kennen lernte und welchen Fall er als erstes bearbeiten durfte, bzw nicht durfte. Denn sein Chef steckte mittendrin in den Seilschaften und konnte da einen neuen cleveren Mitarbeiter gar nicht gebrauchen. Etwas schneller als Jupp erkenne ich die Zusammenhänge seines heutigen Falles mit den Vorgängen von damals. Naja, Jupp war auch ziemlich abgelenkt, es war allerhand los. Was? Das werde ich hier natürlich nicht verraten.
Fazit:
Mir hat es natürlich wieder gefallen, einen weiteren Krimi der beiden Autoren zu lesen. Und der nächste liegt schon bereit. Gerne empfehle ich die Krimis weiter, sie werden nicht nur Lippern gefallen. Vor allem ist es eine gute Gelegenheit das Lipperland kennen zu lernen. ;)
Rezension - Liebe in Windstärke 10
Autorin: Rike Stienen
Titel: Liebe in Windstärke 10
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 1. Januar 2017
Seiten: 204
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten in Anthologien und zahlreiche Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Ihre Kreativität schöpft sie aus ihrem eigenen Gartenparadies.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Von einem Tag auf den anderen springt die Drehbuchautorin Anne für ihren Vater als Skipperin ein und übernimmt einen Segeltörn von Indien zu den Malediven. So vielfältig wie die Charaktere der Crewmitglieder präsentiert sich der Reiseverlauf. Nichts läuft wie geplant. Die Ausläufer eines Zyklons verlangen der bunt zusammengewürfelten Mannschaft alles ab. Bleibt bei der Schräglage im Sturm noch Platz für die Liebe? An Bord sorgt nämlich der charmante Halb-Inder Nilay für beschleunigten Puls unter den weiblichen Mitseglerinnen.
Meine Meinung:
Puh, was bin ich froh, dass ich nicht wirklich an Bord war, sondern nur als Leserin alles beobachten durfte. Windstärke 10, ganz schön heftig. Damit hat Anne mit Sicherheit nicht gerechnet, als sie kurz entschlossen für ihren Vater einsprang. Aber auch sonst war an Bord einiges los.
Rike Stienen hat fünf Personen mit den unterschiedlichsten Charakteren zu einer gemeinsame Reise antreten lassen. Anne und ich konnten sie im Laufe der Zeit besser kennen lernen, aber trotzdem brauchten wir beide starke Nerven bei diesem Segeltörn. Ich möchte jetzt nicht im Einzelnen auf die Situationen eingehen. Das soll jeder selber nachlesen und seinen Lesespaß daran haben. Ich kann nur soviel sagen, mir fiel es mal wieder schwer, eine Stelle zu finden, wo ich das Buch zur Seite legen konnte. Ich habe sie dann tatsächlich auch nicht gefunden, das Buch in einem Rutsch gelesen und war am nächsten Morgen entsprechend müde. Denn ich lese ja meistens abends im Bett. Mache ich dann das Licht aus, denke ich sofort, was wird ihnen wohl noch passieren, wie geht es weiter und schwubbs ist das Licht wieder an und das Buch wird zu Ende gelesen. Tja, ich habe mich auch öfter schon bei den Autorinnen beschwert, ihrem fesselnden Schreibstil habe ich es zu verdanken, dass ich an manchem Morgen mit kleinen und müden Augen beim Frühstück sitze. Moment mal, das ist ja dann wohl ein Lob an die Autorin, lach.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und ich habe das Gefühl die Gischt zu spüren, meine Haare wehen wie verrückt und naja zum Glück ist Land in Sicht.
Fazit:
Ein weiteres Buch von Rike Stienen, das mich begeistert hat. Mal abgesehen von den aufregenden Wetterkapriolen und deren Auswirkungen, war es auch sehr interessant die Reisenden näher kennen zu lernen und manches Verhalten besser zu verstehen. Und merke, es ist nicht immer so, wie es aussehen mag. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch gerne weiter.
Rezension - Der Klang deines Lächelns
Autorin: Dani Atkins
Titel: Der Klang deines Lächelns
Genre: Schicksal
Version: eBook, broschiert und Hörbuch
erschienen: 2. November 2016
Seiten: 464
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Knaur
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Virusinfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben. In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab - sogar das Leben von Joe und David.
Meine Meinung:
Es gibt eine Redensart: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Dies trifft auf jeden Fall auf die Beteiligten dieses Buches zu. Mag es Zufall oder Schicksal sein, hier hat er ganz schön zugeschlagen.
Rein zufällig treffen sich Ally und Charlotte auf einer Intensivstation wieder. Jede ist dort, um ihrem Mann beizustehen. Joe, der Mann von Ally liegt im Koma. David, der Mann von Charlotte hat große Probleme mit seinem Herzen. Die beiden Frauen sind nicht gerade erfreut, sich dort zu treffen. Es gibt da einige Erinnerungen aus der gemeinsamen Vergangenheit. Nach und nach lernte ich alles kennen, denn während die beiden Frauen immer wieder warten mussten, gab es reichlich Rückblenden. Manchmal haben sie mich schon gestört, weil ich viel eher wissen wollte, wie es den beiden Männern geht. Nun gut, am Ende war mir klar, dass diese Rückblenden durchaus erforderlich waren, damit ich alles verstehen kann. Aber trotzdem fand ich sie manchmal etwas langatmig.
Irgendwann war mir klar, wie sich alles entwickeln wird, es war sehr vorhersehbar, aber trotzdem liefen einige Tränen, denn die Autorin hat es verstanden reichlich Emotionen auszulösen.
Fazit:
Obwohl ich wieder Taschentücher in meiner Nähe haben musste, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Eine bewegende, gefühlvolle und vor allem traurige Geschichte, die allerdings auch nachdenklich macht. Und dies alles soll mich aber nicht davon abhalten, das Buch weiter zu empfehlen.
Ich möchte mich bei dem Verlag Knaur vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Rezension - Im Palast von Knossos
Autor: Nikos Kazantzakis
Titel: Im Palast von Knossos
Version: gebundene Ausgabe
Genre: Historisch
erschienen: 30. November 2016
Seiten: 448
Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene
Verlag: Griechenland Zeitung
Der Autor Nikos Kazantzakis wurde 1883 in Heraklion auf Kreta geboren und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Griechenlands. 1902 zog er nach Athen, um Rechtswissenschaften zu studieren. Sein Erstlingswerk erschien 1906 unter einem Pseudonym. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller (Prosa, Lyrik, Theater) war er auch Journalist, Musiker, Philosoph, Politiker und Übersetzer (u. a. Friedrich Nietzsche und Johann Wolfgang von Goethe). Zusätzlich bekannt machten ihn auch die Verfilmungen seiner Werke (etwa "Alexis Sorbas" und "Die letzte Versuchung Christi"). Kazantzakis wurde neunmal für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Wegen seiner Auslegung des Lebens von Jesus Christus zog er sich die Gegnerschaft sowohl der griechisch-orthodoxen als auch der katholischen Kirche zu. Er unternahm zahlreiche Reisen ins Ausland. Kazantzakis starb 1957 in Freiburg an einer Leukämieerkrankung.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Aus der Sicht jugendlicher Helden beschreibt der weltberühmte griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis („Alexis Sorbas“) das Leben am Hofe des sagenhaften Königs Minos auf Kreta. Frisch und lebendig erzählt er von Ariadne und Phädra, von Theseus, Daidalos und Ikaros. Alle diese Gestalten der griechischen Mythologie werden bei ihm von Mythen zu Menschen. Ganz nebenbei arbeitet Kazantzakis das Alltagsleben plastisch heraus. Bei der Lektüre taucht man in eine 3500 Jahre alte Zivilisation ein, und diese geheimnisumwitterte Vergangenheit erscheint plötzlich wie zum Greifen nahe. Ein Werk, das an Aktualität niemals einbüßen wird.
Meine Meinung:
Als ich gefragt wurde, ob ich dieses Buch lesen möchte, musste ich nicht lange überlegen. Es gab mehrere Gründe, zum einen habe ich vor vielen Jahren die Ausgrabungen von Knossos besichtigt, zum anderen kannte ich ein anderes weltberühmtes Buch, nämlich "Alexis Sorbas" von dem Autor. Außerdem hatte ich schon immer ein sehr großes Interesse an Geschichten aus und über Kreta. Soll doch dort die Wiege Europas sein und ich kannte natürlich auch einige Gestalten der griechischen Mythologie.
Leider konnte ich nicht herausfinden, wann Nikos Kazantzakis dieses Buch geschrieben hat. Aber ich weiß, dass Michaela Prinzinger es aktuell sehr gut übersetzt hat.
Auch wer sich bisher noch nicht mit der Mythologie beschäftigt hat, wird großen Gefallen an dem Buch finden. Denn Nikos Kazantzakis hat es bestens verstanden, mit dem Wissen über die damalige Zeit einen unterhaltsamen Roman zu schreiben. Als Leserin hatte ich schnell das Gefühl dabei zu sein, ich lernte das Alltagsleben der Bewohner kennen, ebenso ihre Sorgen und Probleme. Ich erwähnte ja schon, dass mir einige Gestalten durchaus bekannt waren. So fand ich es klasse, dass ich etwas über Ikarus lesen konnte. Kennt Ihr ihn und wisst, dass Wachs für ihn eine wichtige Rolle spielte? Oder kennt Ihr den Ariadnefaden? So vieles, was ich schon mal an anderer Stelle gelesen hatte, kam in der Geschichte um den Palast von Knossos vor.
Ursprünglich war dieses Buch wohl für jugendliche Leser bestimmt, aber ich bin der Meinung, dass es auch von älteren Lesern angenommen wird.
Fazit:
Mir hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Historisches und mythisches wurde wunderbar vereint. Ich konnte mir das Leben zur damaligen Zeit bestens vorstellen und fand die mythischen Gestalten sehr gut und lebendig untergebracht. Gerne empfehle ich das Buch weiter und nicht nur denen, die schon mal auf Kreta waren. Das ist nämlich keine Voraussetzung ;)
Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich vielmals bedanken. Es kann nämlich durchaus sein, dass ich bei der Menge Bücher, die angeboten werden, ausgerechnet dieses übersehen hätte.
Rezension - Unter Briten
Autor: Christoph Scheuermann
Titel: Unter Briten
Version: eBook und gebundene Ausgabe
Genre: Reisen; Sachbuch
erschienen: 11. Oktober 2016
Seiten: 240
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: DVA
Der Autor Christoph Scheuermann, Jahrgang 1977, ist seit 2009 beim SPIEGEL, wo er zunächst als Redakteur im Deutschland-Ressort arbeitete und über Terroristen, Salafisten, Neonazis und Banker schrieb. Seit 2012 ist er Großbritannien-Korrespondent des Nachrichtenmagazins. Scheuermann hat Politikwissenschaften, Germanistik und Anglistik in Köln und Birmingham studiert, ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule und Stipendiat des ifa-Instituts in Beirut. Für seine Texte ist er mit dem Axel Springer-Preis für Junge Journalisten und dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet worden.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Was ist eigentlich mit den Briten los? Um diese Frage zu beantworten, ist Christoph Scheuermann kreuz und quer über die Insel gereist, von Südengland bis in die schottischen Highlands. Er besucht Menschen und Orte, die den Blick freigeben auf die merkwürdigen und manchmal unbegreiflichen Seiten Großbritanniens: Er diniert mit den Fulfords, einer chaotischen Familie aus dem verarmten Landadel, er feiert in Yorkshire mit hysterischen jungen Frauen einen Junggesellinnenabschied, er sucht nach Ufos, vergrabenen Schätzen und dem Geheimnis royalen Smalltalks. Sein Buch ist eine Sympathiebekundung an ein schräges, bisweilen melancholisches Volk, das man trotz – oder wegen – seiner Skurrilität einfach lieben muss.
Meine Meinung:
Da ich ja ein begeisterter Londonfan bin, interessiert mich auch, was sonst noch von der Insel geschrieben wird. Ich fand es dann auch ganz interessant, was Christoph Scheuermann so beobachtet und erlebt hat. Kapitelweise wird über Personen, Örtlichkeiten und Ereignissen berichtet. Das hat den Vorteil, dass man kann das Buch immer wieder zur Seite legen und nach einer Weile das nächste Kapitel lesen kann.
Fazit:
Wer beabsichtigt sich aus den verschiedensten Gründen mal länger in Großbritannien aufzuhalten, sollte dieses Buch lesen. Aber auf für alle anderen ist es interessant, es macht vielleicht auch manches verständlicher.
Ich möchte mich für das Rezensionsexemplar bei der Random House Verlagsgruppe bedanken.
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