Samstag, 10. August 2019
Rezension - Mordsmäßig verkatert
Autorin: Saskia Louis
Titel: Mordsmäßig verkatert
Genre: Krimi
Version: eBook
erschienen: 23. Juli 2019
Seiten:
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Weltbild exklusiv vorab lesen
Über die Autorin:
Saskia Louis lernte durch ihre älteren Brüder bereits früh, dass es sich gegen körperlich Stärkere meistens nur lohnt, mit Worten zu kämpfen. Auch wenn eine gut gesetzte Faust hier und da nicht zu unterschätzen ist ... Seit der vierten Klasse nutzt sie jedoch ihre Bücher, um sich Freiräume zu schaffen, Tagträumen nachzuhängen und den Alltag einfach mal zu vergessen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Tote im eigenen Wohnzimmer und keinerlei Erinnerungen an die letzte Nacht: der fünfte Fall für Louisa Manu! Der neue Cosy-Krimi von Bestsellerautorin Saskia Louis
In Louisa Manus Wohnzimmer liegt eine Leiche. Das ist gleich doppelt problematisch, denn Lou wird nicht nur zu spät zum Sonntagsbrunch kommen, sie steht auch urplötzlich unter Mordverdacht. Leider fällt es ihr schwer abzustreiten, die Frau getötet zu haben, da sie sich partout nicht daran erinnern kann, was am vergangenen Abend passiert ist. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Unschuld selbst zu beweisen. Zur Sicherheit zieht sie vorübergehend aus dem Tatort aus und bei Kommissar Rispo ein ... und das bringt ganz eigene, nervenaufreibende Probleme mit sich.
Meine Meinung:
Für mich als Serienjunkie war klar, dass ich natürlich auch das fünfte Buch lesen wollte, in dem Louisa Manu wieder, ja was denn, in Schwierigkeiten und somit in einen Mordfall gerät. Aber diesmal konnte sie wirklich nichts dafür, ehrlich! Oder vielleicht doch? Nun, ihr fehlen ein paar Stunden des vergangenen Abends und deshalb kann sie sich auch nicht daran erinnern, ob sie die Person kennt, die tot in ihrem Wohnzimmer liegt.
Das Buch fängt schon gut an, Saskia Louis startet gleich durch, was mir sehr gut gefallen hat. So hat sie mich sofort wieder an das Buch gefesselt. Mal davon abgesehen, dass ich die Protagonisten mag und ich nicht nur eine spannende Unterhaltung bekomme, nein, es geht auch sehr humorvoll zu. Wobei die Autorin aber auch das Alltagsleben nicht zu kurz kommen lässt. Wie immer gehe ich nun nicht näher auf den Inhalt ein, ich will nicht verraten, dass die Mutter einen verwirrt und Rispo... ups, beinahe wäre es doch passiert. Aber es fällt mir nicht leicht, meine Begeisterung zum Ausdruck zu bringen, ohne bestimmte Situationen zu zitieren. Da bleibt nur eins, es sollte sich jeder das Buch holen und lesen. Wer bisher noch keine Folge gelesen hat, kann ohne weiteres einsteigen, denn jede Folge ich abgeschlossen. Allerdings macht es mehr Spaß, die Serie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.
Fazit:
Spannung, sehr gute Unterhaltung und Humor, alles passt wunderbar auf dieses Buch, das ich sehr gerne empfehle.
Bei dp digital publishers möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
Rezension - Honigblütentage
Autorin: Sofie Cramer
Titel: Honigblütentage
Genre: Roman
Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch
erschienen: 18. Juni 2019
Seiten: 288
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Über die Autorin:
Sofie Cramer stammt aus der Lüneburger Heide, geboren wurde sie 1974 in Soltau. Zum Studium der Germanistik und Politik ging sie zunächst nach Bonn, später nach Hannover. Nach ihrer Zeit als Hörfunk-Redakteurin machte sie sich selbständig. Sie lebt in Hamburg, am Waldrand, arbeitet als freie Drehbuchautorin und entwickelt Film- und Fernsehstoffe. Seit ihrem Überraschungserfolg «SMS für dich» hat sie bereits mehrere Romane unter dem Pseudonym Sofie Cramer geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Valerie steht kurz vor einem Burnout, als sie von ihrer Chefredakteurin auf Recherchereise geschickt wird. Das Thema: «Pilgern vor der eigenen Haustür – Selbstfindung pur?». Widerwillig macht sich die Journalistin auf den Heidschnuckenweg südlich von Hamburg – und hat bereits nach wenigen Tagen genug von Rückenschmerzen und geschundenen Füßen. In einer kleinen Pension am Rande des Naturschutzgebietes legt sie eine Pause ein. Die rüstige Besitzerin Annegret erkennt Valeries grundsätzliche Erschöpfung und bringt ihr mit Hilfe eines Bienenzüchters die Natur näher: Honig schleudern, Brot backen und Fliederbeersaft herstellen ...
Aber Valerie ahnt, es braucht noch mehr, um zu sich selbst zu finden - und zum kleinen, großen Glück.
Meine Meinung:
Hier hat mich mal wieder die Kurzbeschreibung neugierig gemacht und ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst lernte ich Valerie kennen, die von ihrer Chefredakteurin einen ganz besonderen Auftrag bekam. Sie sollte auf dem Heidschnuckenweg pilgern und davon berichten. Start war Celle und Ziel war Hamburg, wo sie wohnte und arbeitete. Tja, so eine Pilgerreise liegt nicht jedem, ich bin mir nicht sicher, ob ich die Strapazen heute noch auf mich nehmen würde. Aber darüber muss ich mir ja keine Gedanken machen, ich konnte Valerie bequem von zu Hause aus begleiten.
Manchmal bin ich schon der Meinung, dass man Leute zu ihrem Glück zwingen muss. Der Auftrag entwickelte sich für Valerie dann auch ganz anders, als sie es vermutet hatte. Weiter möchte ich natürlich nicht auf den Inhalt eingehen. Auf jeden Fall hat mich die Autorin mit der Geschichte an das Buch gefesselt und ich war sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Es zeigt, dass so eine Pilgerreise für vieles gut ist. Sie gibt einem Zeit über manches nachzudenken, Erkenntnisse werden gewonnen, Entscheidungen werden gefällt. Am Ende kommt alles anders, womit Valerie nie gerechnet hätte. Mir hat es sehr gut gefallen.
Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das einem zeigt, dass doch ab und zu andere Wege gegangen werden müssen, man sich Problemen stellen sollte und es sich lohnt, über festgefahrenes nachzudenken. Natürlich kommt das Alltagsleben und die Romanze ebenfalls nicht zu kurz. Also ein rundherum gelungenes Buch.
Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
Rezension - Islandsommer
Autorin: Kiri Johannson
Titel: Islandsommer
Genre: Roman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 13. Mai 2019
Seiten: 385
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Heyne Verlag
Über die Autorin:
Kiri Johansson ist schon seit ihrer Kindheit fasziniert von guten Geschichten, von Island und seinen Pferden. Sie hält sich für eine talentierte Handwerkerin, hat in London "Fashion History" studiert und liebt die Farben des Nordens. In ihrer Freizeit geht sie gern ins Museum, liest oder tanzt bei Sonnenaufgang in ihrem Garten.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Merit von ihrem Freund verlassen wird, muss die chaotische Lebenskünstlerin sich ein neues Zuhause suchen. Da kommt ihr das Angebot, den Sommer über ein Haus samt Kater zu hüten, gerade recht. Die Sache hat nur einen Haken: Das Haus steht in Reykjavík. Kurz entschlossen verlässt sie Berlin, um in Islands quirlige Hauptstadt zu reisen. Von der Liebe will die talentierte Künstlerin vorerst nichts mehr wissen. Kristján will das auch nicht, denn er hat mit einer anhänglichen Ex und den Dämonen seiner Vergangenheit genug zu tun. Doch nun wirbelt die neue Nachbarin aus Deutschland das ruhige Leben des ordnungsliebenden Piloten mit ihren eigenwilligen Ideen ziemlich durcheinander ..
Meine Meinung:
Dieses wunderschöne Cover und der Titel machen einen neugierig auf das Buch. Wer kennt sich schon auf Island aus, mal ganz davon abgesehen, wer überhaupt schon einmal dort war. Ich war es noch nicht und denke auch, dass ich die Insel wohl nie kennen lernen werde. Aber dafür gibt es ja Bücher, die einen mit auf die Reise nehmen.
Der Plot des Buches ist jetzt überhaupt nichts ungewöhnliches, zu oft gibt es die Frau, die überraschend vom Freund verlassen wird und eine neue Wohnung, wenn nicht sogar einen neuen Job suchen muss. Aber ich bin ja immer wieder der Meinung, man kann aus dieser Situation so vieles machen und hier fährt Merit kurz entschlossen von Berlin nach Reykjavik, um dort ein Haus und einen Kater zu hüten. Originell und für mich tatsächlich eine neue Variante, zumal ich dadurch vieles über Land und Leute erfahren konnte.
Natürlich lernt Merit gleich zu Beginn einen Mann kennen. Kristján, der ein Geheimnis mit sich herum trägt. Bei vielen Büchern ist das Ende vorhersehbar und hier ist es nicht anders, aber bis es soweit ist, passiert einiges und ich als Leserin bin immer dabei. Natürlich werde ich hierzu nichts verraten. Auf jeden Fall ist es interessant, denn ich hatte die Möglichkeit beide gut kennen zu lernen, weil im Wechsel mal über Merit und mal über Kristján geschrieben wurde.
Fazit:
Ein schönes unterhaltsames Sommerbuch, das mich nach Island entführt hat. Die Autorin hat vieles miteinander vereint. Höhen und Tiefen eines Lebens, Mut und Romanze, Alltagsleben und besondere Gewohnheiten. Wer nach einer schönen Sommerlektüre Ausschau hält, könnte hier das richtige finden.
Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Montag, 5. August 2019
Rezension - Der Horizont der Freiheit
Autorin: Ines Thorn
Titel: Der Horizont der Freiheit
Genre: Historisch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 15. März 2019
Seiten: 392
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Rütten & Loening
Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Heute arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche erfolgreiche historische Romane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Frau in den Wirren der Revolution.
Frankfurt 1848. Die Stadt ist in heller Aufregung. Die Nationalversammlung tagt in der Paulskirche. Auch der Verleger Joseph Rütten wird von dieser Aufbruchsstimmung angesteckt. Mit seinem Geschäftspartner Zacharias Löwenthal möchte er all die wesentlichen Texte drucken, um die Revolution zu befördern – allen voran den Roman »Wally – die Zweiflerin « von Gutzkow. Doch seinen Verlag plagen nicht nur Probleme mit der Zensur, sondern zudem große Geldsorgen. Und er ist verliebt – in Wilhelmine Pfaff, die Witwe eines Druckers. Die revolutionäre Atmosphäre in der Stadt droht umzuschlagen. Zwei Delegierte werden ermordet – und bald hat die Obrigkeit eine Verdächtige gefunden: Henriette Zobel, eine Freiheitskämpferin und Wilhelmines beste Freundin.
Meine Meinung:
Voriges Jahr habe ich die Gelegenheit und genutzt und habe mir einen Tag vor der Buchmesse unter anderem die Frankfurter Paulskirche angesehen, Ich wusste ja, dass dort so richtig Geschichte gemacht wurde und deshalb war ich nun ganz besonders neugierig auf dieses Buch.
Ich lernte erfundene Personen kennen, aber auch einige, die damals so richtig dabei waren und alles hautnah mitbekamen. Die Autorin hat alle Figuren wunderbar miteinander verbunden und ein spannendes und informatives Buch geschrieben. So mag ich Geschichte, ich fühlte mich bestens unterhalten und war so sehr mit allem verbunden, als wäre ich mittendrin und dabei gewesen. Ich fand es ungemein interessant, was die Drucker und Verleger damals alles so erleben mussten. Gleichzeitig erlebte ich den Beginn des Verlages in dem dieses Buch erschienen ist. Wer nun mehr wissen möchte, sollte das Buch lesen, denn ich werde nicht weiter auf den Inhalt eingehen und etwas verraten.
Fazit:
Die Autorin hat es bestens verstanden, Spannung, geschichtliches, Alltagsleben und etwas Romanze miteinander zu verbinden. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
#DerHorizonDerFreiheit #NetGallyDe
Rezension - Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen
Autorin: Corina Bomann
Titel: Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen
Genre: Historisch
Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch
erschienen: 27. Dezember 2018
Seiten: 688
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Über die Autorin:
Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen „Wachsstift-Illustrationen“, später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einem Unfall liegt Solveigs Welt in Scherben. Gerade noch glaubte die junge Braut, die Zukunft glänzend vor sich zu sehen. Traurig zieht sie zurück auf den Löwenhof zu ihrer Mutter und Großmutter. Dort wird sie gebraucht, die Zeit hat dem ehrwürdigen Gut zugesetzt. Solveig hat viele Ideen, doch welcher Weg ist der richtige? Ein Besucher aus Amerika und ein attraktiver Geschäftsmann aus Stockholm stoßen für Solveig die Tür auf in die weite Welt. Doch kann sie die Trauer um ihr verlorenes Glück wirklich schon loslassen? Solveig will noch einmal von vorne anfangen, für den Löwenhof und auch für eine neue große Liebe.
Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und musste dann feststellen, dass ich das dritte und letzte Buch einer Trilogie erwischt hatte. Allerdings hatte ich keine Probleme damit, wichtiges wurde eingeflochten und somit erklärt. Ich hatte dann auch nicht das Gefühl, dass ich großartig etwas verpasst hatte und besser vorher auch die beiden anderen Bücher gelesen hätte.
Die Geschichte rund um Solveig beginnt im Jahr 1967 und für mich war es sehr interessant, wurde ich doch an Begebenheiten erinnert, die ich als Kind und Jugendliche selber erlebt habe. Wobei manche "Nebensächlickeit" sehr ausführlich beschrieben wurde und andere Situationen in meinen Augen nicht unbedingt erforderlich waren. Auch war mir manches Mal klar, dass ich von Personen noch Ärger erwarten könnte, natürlich nicht ich, sondern die Protagonistin. So ein bisschen Lesefreude hat mir das schon genommen. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und das Buch bis zum Ende gelesen, weil ich einfach zu neugierig war und wissen wollte, wie sich alles entwickelt und vor allem, wie es enden wird.
Fazit:
Ich fühlte ich durchaus gut unterhalten, weil ich viele Situationen durch das Buch noch einmal erleben konnte. Auf der anderen Seite hätte ich jetzt auch nichts vermisst, wenn manche Schilderungen gar nicht oder eben kürzer vorgekommen wären. Wer Gefallen daran findet, neben der Hauptgeschichte auch noch einiges aus den 60er/70er Jahren zu erfahren, wird wahrscheinlich das Buch gerne lesen wollen.
Ich möchte mich vielmals beim Verlag und bei NetGalleyDe für das Rezensionsexemplar bedanken
#DieFrauenVomLöwenhofSolveigsVersprechen #NetGalleyDe
Rezension - Das Kino am Jungfernstieg
Autorin: Micaela Jary
Titel: Das Kino am Jungfernstieg
Genre: Historisch
Version: eBook und broschiert
erschienen: 15. Juli 2019
Seiten: 368
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Goldmann Verlag
Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein kleines Landhaus nahe Rostock.
Kurzbeschreibung, übernommen:
November 1946: Die Film-Cutterin Lili Paal kehrt aus Berlin in ihre Heimatstadt Hamburg zurück. In der im Krieg zerbombten Innenstadt besitzt ihre Mutter ein ehemals glamouröses, nun wenig erfolgreiches Kino, das Lilis Halbschwester Hilde und deren Mann unbedingt schließen möchten. Lili will keinesfalls aufgeben, wurde im elterlichen Lichtspielhaus doch ihre Leidenschaft für den Film geweckt. Gleichzeitig sucht sie nach den Negativen eines im Krieg verschollenen Streifens, den sie restaurieren möchte. Dabei lernt Lili sowohl den smarten britischen Offizier John Fontaine als auch den charismatischen Regisseur Leon Caspari kennen. Bringt der gesuchte Film Licht in einen mysteriösen Todesfall, der Lili mehr betrifft, als sie ahnt?
Meine Meinung:
Ich musste nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen wollte. Es sprach so vieles dafür. Ich mag die Bücher der Autorin, ich fahre gerne nach Hamburg und freue mich, wenn ich mit Hilfe von Büchern noch mehr über die Stadt erfahren kann. Außerdem machte mich die Kurzbeschreibung neugierig.
Es gibt so vieles, was ich nicht weiß und worüber ich mir bisher auch noch keine Gedanken gemacht hatte. Klar, mir ist bewusst, dass nach Kriegsende vieles wieder aufgebaut werden musste und es nicht immer leicht war. Manche mögen jetzt denken, es gab wohl wichtigeres, als ein Kino wieder in Betrieb zu nehmen. Das mag bedingt stimmen, aber es gab den Menschen auch wieder Hoffnung und sie konnten träumen und für ein paar Stunden in eine andere, heilere Welt abtauchen.
Auf jeden Fall fand ich es sehr interessant zu erfahren, wie das Alltagsleben ablief. Konnte man einfach mal eben von Berlin nach Hamburg reisen, um die kranke Mutter zu besuchen? Dufte man den Ort wechseln, sich andere Arbeit suchen und so weiter. Ganz nebenbei habe ich alles erfahren und durfte Lili kennen lernen und bei ihren Vorhaben begleiten.
Wie es nun mal in Büchern so ist, wenn sie über vergangene Zeiten berichten, dann passieren auch Sachen, die ich als Leserin nicht so toll finde, aber so war nun mal das wahre Leben, ich musste mich mit dem Ende zufrieden geben. Manchem hätte ich etwas anderes gewünscht und vor allem hätte ich zu gerne weiter gelesen. Zu meiner Freude weiß ich allerdings, dass es ein weiteres Buch geben wird, schade finde ich es, dass ich noch eine Weile darauf warten muss, wo ich doch so neugierig bin. Was sagt uns das alles? Das Buch hat mir gefallen, die Autorin hat mich mit der Geschichte gepackt und ich bin begeistert, was ich nun alles erfahren habe. Dank der guten Recherchearbeit von Micaela Jary.
Fazit:
Ein sehr unterhaltsames und informatives Buch, mich hat es gefesselt und ich empfehle es gerne weiter. Obwohl ich nun noch eine Weile warten muss, freue ich mich schon auf das nächste Buch.
Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken
Rezension - Sterne über der Toskana
Autorin: Karin Seeymayer
Titel: Sterne über der Toskana
Genre: Historisch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 12. Juli 2019
Seiten: 416
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Über die Autorin:
Karin Seemayer wurde 1959 in Reutlingen geboren, lebte von 1960 bis 1993 in Frankfurt und seitdem im Taunus. Mit acht Jahren schrieb sie ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da ihr der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction, und später, als Teenager, schrieb sie Liebesgeschichten. Anfang zwanzig packte sie das Fernweh. Sie machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war die nächsten Jahre beruflich und privat viel unterwegs. Viele ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Die Umsetzung der Ideen musste jedoch warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Wege der Liebe. Italien 1857: Gianna wächst auf einem der größten Weingüter in den malerischen Hügeln der Toskana auf. Ihr Leben erscheint perfekt, sie ist mit Angelo, ihrer großen Liebe, verlobt und wird bald heiraten. Doch dann brechen Unruhen aus und drohen ihr Glück zu zerstören: Ihre Familie und die ihres Verlobten stehen auf gegnerischen Seiten. Gianna sieht keine andere Möglichkeit, als Zuflucht bei ihrer Tante in Genua zu suchen. Erst in der Fremde erkennt sie, wo ihr Herz wirklich zu Hause ist. Doch hat diese Liebe eine Zukunft?
Meine Meinung:
Nachdem ich die beiden ersten Bücher der Toskana-Saga gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch das dritte Buch lesen wollte. Denn natürlich war ich neugierig und wollte wissen, was noch alles passieren wird.
Im dritten Buch stand Gianna im Vordergrund, die Nichte von Marco, den ich im ersten Buch kennen lernte. Auch diesmal dreht sich vieles um die Liebe und auch um die Politik. Selbst wenn Eltern ihrer Tochter erlauben aus Liebe zu heiraten, spielen so viele andere Dinge eine entscheidende Rolle. Italien 1857, das Land ist gespalten, viele junge Männer schließen sich Gruppierungen an. Viele Familien verlieren den Vater, einen Sohn oder Ehemann. Kein Wunder also, dass Karin Seemayer sehr ausführlich über die Unruhen berichten musste, denn sie spielten eine wichtige Rolle für Gianna. Ich möchte hier natürlich nicht näher darauf eingehen, kann aber erwähnen, dass die Autorin sehr gut und viel recherchiert hat und es ihr bestimmt nicht immer leicht gefallen ist, verschiedenes zu schreiben. Ich hatte Gianna in mein Leserherz geschlossen und mit ihr gehofft und gebangt. Mit dem Ende war ich dann durchaus zu frieden.
Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Toskana-Saga. Ich konnte die Familie über viele Jahre begleiten und habe nebenbei sehr viel über geschichtliches erfahren. Gerne empfehle ich alle drei Bücher, die zwar in sich abgeschlossen sind, aber es macht trotzdem Spaß, sie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.
Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#SterneÜberDerToskana #NetGalleyDe
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