Sonntag, 29. November 2015
Rezension - Ein Gerücht kommt selten allein
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher
Titel: Ein Gerücht kommt selten allein
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 17, November 2015
Seiten: 268
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher wurde 1955 geboren, ist verheiratet und arbeitet als Immobilienfachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt sie Romane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzt. Nach »Mütter, Töchter und andere Krisen« ist »Ein Gerücht kommt selten allein« der zweite Roman, den Brigitte Teufl-Heimhilcher mit Amazon Publishing veröffentlicht.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Umstände, unter denen der Architekt Guido nach Bad Brunn übersiedelt, sind nicht die glücklichsten – nach dem Tod seiner geliebten Frau will er einfach näher bei seiner Stieftochter und deren Großmutter sein. Dass die Bad Brunner alles andere als begeistert über den Neuzugang sind, macht Guidos Start in der neuen Heimat nicht einfacher. Immerhin unterstützt ihn seine langjährige Assistentin Christine ebenso gern wie Katrin, seine ehemalige Geschäftspartnerin. Aber warum reagiert Christine auf einmal so merkwürdig? Und woher kommt die tote Ratte auf der Fußmatte? Rasch merkt Guido, dass das Leben in der beschaulichen Kleinstadt nicht ganz einfach ist …
Meine Meinung:
Von der Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher habe ich inzwischen mehrere Bücher gelesen, die mir gefallen haben und deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch.
Wie in einigen ihrer Bücher spiegelt es sich wieder, dass sie als Immobilienfachfrau gearbeitet hat. Ihr Wissen über den Büroalltag hat sie sehr gut mit der Geschichte um Guido verknüpft.
Guido zieht mit seinem Büro um, er verlässt Wien und zieht in einen Ort, wo Fremde sehr schwer einen Zugang finden. Ich lerne viele der Bewohner kennen, denen ich zu gerne mal meine Meinung gesagt hätte zu ihrem unmöglichen Verhalten.
Einige Bewohner sind Meister darin, falsche und nervige Schlussfolgerungen aus verschiedenen Begebenheiten zu ziehen und so entstehen mehrere Gerüchte. Diese haben leider sehr großen Einfluss auf das Arbeitsleben von Guido und seiner Mitarbeiterin Christine. Beide stellen aber auch fest, dass dies alles sie sehr verbindet und es kommt zu einer Entwicklung, mit der die beiden nicht unbedingt gerechnet hatten, Ich zwar auch nicht, aber ich hatte sie mir gewünscht.
Lange Zeit wusste ich nicht, wer dafür sorgt, dass Guido zusätzlich immer wieder unangenehme Überraschungen vorfindet und war auch hier sehr gespannt. So hat die Autorin es wieder geschafft, mich mit einem weiteren Buch gut zu unterhalten.
Außerdem gab es neben Guido und Christine weitere Beteiligte, die mir sehr sympathisch waren und keine Langeweile aufkommen ließen. Ob es nun Lea war, die mit Hilfe von Guido ihre Großmutter überreden konnte, Reitunterricht nehmen zu dürfen. Oder Dorothea, die Großmutter, die alles wunderbar meistert.
Fazit:
Wer Lust auf einen unterhaltsamen, kurzweiligen Roman hat, der wird bestimmt Gefallen an diesem Buch finden. Ich empfehle es gerne weiter.
Rezension - Die Liebe wohnt überall
Autorin: Rike Stienen
Titel: Die Liebe wohnt überall
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 9. November 2015
Seiten: 288
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten und Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Für den Delia-Literaturpreis 2015 war die Autorin als Jurymitglied tätig.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Charlottes Leben gerät plötzlich aus der Spur, als sie ihren Geliebten, der ausgerechnet auch der Verleger ihrer Liebesromane ist, mit einer anderen erwischt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, verunglückt Charlottes Vater, sodass sie gezwungen ist, seine Schafe auf der Alm im Chiemgau zu hüten. Dabei kann Charlotte Schafe von Ziegen kaum unterscheiden, was dem Tierarzt Markus Heller ein Dorn im Auge ist. Wenn Charlotte gedacht hat, wenigstens auf der vermeintlich einsamen Alm in Ruhe über ihre berufliche Zukunft nachdenken zu können, so wird sie enttäuscht. Erst leistet sie Hilfe bei der Geburt eines Lämmchens, und nach und nach tauchen unerwartete Besucher und damit neue Probleme auf der Alm auf.
Meine Meinung:
Mal wieder hat mich das Buchcover verführt und neugierig auf das Buch gemacht. Allerdings habe ich von Rike Stienen schon einige Bücher gelesen und deshalb war mir bewusst, dass sich dahinter eine Geschichte versteckt, die mir gefallen wird.
So fand ich mich schnell mittendrin in der Geschichte von Charlotte, einer Autorin. Von ihr war ich hin und her gerissen, ich wusste nicht, ob ich sie mag. Auf der einen Seite konnte ich sie verstehen, dass sie nicht einfach fremdbestimmt ihr Leben ändern will, auf der anderen Seite war es sehr nervig, wie sie auf alles und besonders ihren Vater reagiert. Auf jeden Fall konnte ich sehr viel aus dem Alltagsleben eines Autors erfahren, egal, ob nun er nun ein eBook selbst veröffentlicht oder mit einem Verleger zusammen arbeitet.
Außerdem war es sehr interessant, Charlotte, ihre Familie und die Dorfbewohner eine Zeit lang zu begleiten und alles kennen zu lernen. Am Ende war es natürlich dann so, dass Charlotte in mein Leserherz erobert hat, denn in meinen Augen hat sie sich so verändert, wie ich es mir gewünscht hatte.
Anfangs erwähnte ich das Buchcover, was ich ausgesprochen niedlich finde. Im ersten Moment würde niemand vermuten, dass sich in diesem Buch eine Geschichte versteckt, die nicht nur niedlich ist. Sehr viel realistisches, Alltagsleben, aber auch Romanze verbirgt sich dahinter. Es regt zum Nachdenken an, denn ein großes Problem verschiedener Generationen wird angesprochen und es zeigt einen aber auch, dass manchmal der Schein trügt und wenn auch spät eine Einsicht kommt.
Alles in allem hat die Autorin ein sehr gutes unterhaltsames Buch geschrieben.
Fazit:
In diesem Buch ist vieles vereint, was ein Leserherz erfreut: Alltag, Humor, Romanze und Wölkchen. Letzteres ist das kleine Schäfchen vom Buchcover. Lasst Euch überraschen, was es alles bewirken kann. Das Buch empfehle ich gerne weiter.
Rezension - Der Zauber des ersten Schnees
Autorin: Michelle Schrenk
Titel: Der Zauber des ersten Schnees
Genre: Weihnachtsbuch
Version: eBook
erschienen: 20. November 2015
Seiten: 133
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Michelle Schrenk wurde 1983 in Nürnberg geboren. Schon von klein auf schrieb sie mit Begeisterung Geschichten. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation arbeitete sie in einer Nürnberger Werbeagentur und konnte dort ihre Kreativität zunehmend zur Entfaltung kommen lassen. Beflügelt von allem Wundersamen, Geheimnisvollen und Fantasievollen widmete sie sich außerdem immer wieder ihrer großen Leidenschaft: dem Schreiben. Mit ihren ersten beiden Kinderbüchern "Das geheimnisvolle Nürnberg Buch" und "Das geheimnisvolle Nürnberg-Fürth Buch" (beide erschienen im Canim-Verlag, Nürnberg) konnte sie sich einen Traum erfüllen. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und zwei Hunden im barocken Allersberg.
Kurzbeschreibung, übernommen:
"Was würdest du dir wünschen, wenn jetzt der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt?" Über dreißig Jahre ist es her, doch Elli hat diesen Satz nie vergessen. Er ist der Schlüssel zu einem Geheimnis, das sie seit Ewigkeiten in ihrem Herzen trägt. Als der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt, ist es an der Zeit, ihre Tochter Anna einzuweihen und ihr die Geschichte von ihrer großen Liebe Leo zu erzählen. Denn Anna hat den Glauben an sich und ihre Träume aufgegeben. Doch Elli weiß: Solange es Liebe gibt, wird es auch Zauber und Wunder geben. Sie selbst hat solch ein Wunder erlebt, und das hat ihr Leben für immer verändert.
Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch ausgelesen habe, weiß ich erst gar nicht, wie ich meine Empfindungen ausdrücken soll. Die Geschichte hat mich sehr berührt.
Eigentlich wünscht man sich zur Weihnachtszeit am liebsten nur rührselige Geschichten, die das Herz erfreuen, aber man kann auch nicht die Augen davor verschließen, dass das Schicksal darauf keine Rücksicht nimmt. Immer wenn der erste Schnee fällt, passiert etwas ganz besonderes, wie ich im Prolog erfahren muss. Im Winter 1962 kommt in London eine Schneekugel ins Spiel und sie wird die Beteiligten und mich sehr lange begleiten.
Ich lerne aber auch Elli kennen. Sie erzählt ihrer Tochter Anna von Leo, der in ihrem Leben mal eine wichtige Rolle spielte. Ich hatte sehr große Hochachtung vor ihm und seinem Verhalten. Er hat erkannt, dass Elli ihm geholfen hat und wollte ihr etwas zurückgeben, allerdings verrät er ihr etwas sehr wichtiges nicht. Wenn ich jetzt mal wieder Rätsel aufgebe, dann liegt es daran, dass ich nicht zuviel vom Inhalt verraten will. Und wer sich jetzt fragt, warum ich die Schneekugel am Anfang erwähnt habe, dem will ich dann doch verraten, dass sie eine sehr wichtige, aber auch eine geheimnisvolle Nebenrolle spielt.
Michelle Schrenk hat mich mit der Geschichte an das Buch gefesselt und auch dafür gesorgt, dass die eine oder andere Träne geflossen ist. Das Buchcover gefällt mir sehr gut und war mir bei meiner Suche nach geeigneten Büchern für die Advents- und Weihnachtszeit sehr hilfreich.
Fazit:
Schnee und eine Geschichte fürs Herz, genau das passende, um sich in die Leseecke zu kuscheln.
Gerne empfehle ich das Buch weiter.
Rezension - Liebe macht Pink
Autorin: Roxann Hill
Titel: Liebe macht Pink
Genre: Frauenroman, Weihnachtsbuch
Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch
erschienen: 7. Oktober 2014
Seiten: 208
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Roxann Hill wurde in Brünn/Tschechien geboren. Während des Prager Frühlings kam sie als kleines Mädchen mit ihren Eltern nach Deutschland, wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt. Mittlerweile ist sie berufstätig und muss sich außerdem um zwei Kinder, zwei große Hunde und einen Mann kümmern. Roxann Hill schreibt Romane, die sie selbst gerne lesen würde: romantisch, phantastisch, Krimi/Thriller. Vitales Zentrum ihrer Romane ist und bleibt aber immer die Liebesgeschichte.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Michelle hat alles, was man sich wünschen kann: Gutes Aussehen, einen prima Job, Designerklamotten und viel Geld. Michelle hat auch einen Partner: Valentin von Gertenbach – ein wahrer Traummann und »très dinstingué«. Alles wäre perfekt, wenn es nicht diesen klitzekleinen Haken gäbe: Valentins Frau. Als Michelle kurz vor Weihnachten von Valentin in den französischen Alpen sitzen gelassen wird, beschließt sie, nach Berlin zurückzukehren und um ihn zu kämpfen. Unterwegs trifft sie auf den attraktiven, aber mittellosen David und dessen kleine Tochter Emma. Für die drei beginnt eine rasante Reise quer durch Frankreich bis nach Deutschland, in deren Verlauf sich Michelle immer öfter fragt, was im Leben wirklich zählt und ob es stimmt, dass Liebe pink macht.
Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach geeigneten Büchern für die Advents- und Weihnachtszeit bin ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden. Das Buchcover hat mir sehr gut gefallen und mich sofort angesprochen, außerdem fand ich den Buchtitel witzig und wollte wissen, was sich dahinter versteckt.
Ich musste feststellen, dass man nicht sofort nach dem ersten Eindruck oder ersten Zeilen eine Bewertung abgeben sollte, denn die Geschichte machte eine für mich erfreuliche Entwicklung.
Gleich zu Beginn des Buches lernte ich die Protagonistin Michelle kennen, die mich mit ihrer arroganten und oberflächlichen Art sehr verärgerte, dazu kam, dass ich ihr Benehmen unmöglich fand. Schlechte Voraussetzungen also, um sich in mein Leserherz zu schleichen. Kein Wunder, wenn sie von anderen Beteiligten der Geschichte nicht gut behandelt wird. Und plötzlich tritt die kleine Emma in ihr Leben. Ich musste öfter schmunzeln, was sie so alles bewirkt hat und vor allem Baby hätte ich zu gerne gesehen. Wer das ist, nun, das verrate ich nicht, lasst Euch überraschen.
Nicht nur ich musste die Erfahrung machen, dass man sich nicht zu vorschnell eine Meinung bilden sollte. Michelle hat dies ebenfalls erkannt und es dann doch noch geschafft, bei mir Pluspunkte sammeln zu können. Die Entwicklung der Geschichte hat mir dann doch gefallen und es traf das ein, was ich geahnt und mir gewünscht hatte.
Roxann Hill hat mit ihrem Buch bei mir verschiedene Empfindungen ausgelöst, zuerst die Aufregung über Michelle, dann Spaß an Situationen mit Emma und Baby und zuletzt natürlich Freude über das Ende, wie ich es mir gewünscht habe.
Fazit:
Ein sehr schönes Buch zur Advents- und Weihnachtszeit, das ich gerne weiter empfehle. Achja, was es mit dem Buchtitel: Liebe macht Pink auf sich hat, konnte ich mit einem Grinsen lesen.
Bei Roxann Hill möchte ich mich recht herzlich für den Hinweis auf ihr Buch und das Buch selber bedanken.
Rezension - Stockwerk zum Himmel
Autorin: Luzi van Gisteren
Titel: Stockwerk zum Himmel
Genre: Weihnachtsbuch
Version: eBook
erschienen: 18. November 2014
Seiten: 61
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Luzi van Gisteren ist Betriebswirtin, arbeitet im Online Marketing und hat einige Jahre den Kurs "Kreatives Schreiben für Jugendliche" geleitet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Rosenheim. Neben ihren Kurzgeschichten "Keimfrei" und "Der Osterhasen-Meister" erschienen bei neobooks Selfpublishing 2014 und 2015 die Novelle "Treffpunkt Rom" sowie die Anthologien "Oha! Unheimelige Geschichten" und "Stockwerk zum Himmel". Luzi van Gisteren ist das Pseudonym der Autorin.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Beste aus Luzis Weihnachtskiste: In "Annes Weihnachtswunder" trifft die ausgepowerte Anne ihren persönlichen Weihnachtsengel und erhält ein Geschenk ganz besonderer Natur. "Stockwerk zum Himmel" ist eine moderne Form des Märchens "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" – Sie erinnern sich? Dieses ist zwar nicht von H.C. Andersen, hat dafür aber ein richtiges Happy End! Diese und weitere Beiträge stellt Luzi van Gisteren in diesem Weihnachtsbuch vor. Freuen Sie sich auf Rezepte und weitere Tipps fürs Fest.
Meine Meinung:
Vielen ist inzwischen bekannt, dass ich kein allzu großer Freund von Kurzgeschichten bin, aber manchmal passen Bücher mit diesem Inhalt doch bestens in die Zeit. Gerade in der Adventszeit, wo viele Hektik verbreiten und man sich nicht unbedingt davon anstecken lasse möchte, trotzdem aber wenig Zeit zur Verfügung steht.
Luzi van Gisteren bietet in ihrem Büchlein die richtige Auswahl an, Geschichten, Rezepte, wissenswertes und etwas fürs Herz.
Fazit:
Gerne empfehle ich dieses Büchlein weiter, egal ob nun jemand die Geschichten selber lesen oder vorlesen möchte.
Samstag, 28. November 2015
Rezension - Tote Hippe an der Strippe
Autorin: Lotte Minck
Titel: Tote Hippe an der Strippe
Genre: Kirmi
Version: eBook und broschiert
erschienen: 28. September 2015
Seiten: 304
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Droste
Die Autorin Lotte Minck ist von Geburt halb Ruhrpottgöre, halb Nordseekrabbe. Nach 50 Jahren im Ruhrgebiet entschied sie sich, an die Nordseeküste zu ziehen. Ihre Heldin Loretta Luchs und alle Personen in Lorettas Universum sind eine liebevolle Huldigung an Lotte Mincks alte Heimat, die sie immer gern besucht.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Bisher hat Loretta die Arbeit an der Sexhotline immer Spaß gemacht, aber seit Belinda und Jeanette dort arbeiten, herrscht eine andere Stimmung. Den Grund dafür erfahren Loretta und Erwin, als Chef Dennis sie verzweifelt um Hilfe bittet: Er wird massiv unter Druck gesetzt, binnen vier Wochen sein Personal durch »professionelle« Damen zu ersetzen. Damen wie Belinda und Jeanette, die über die Hotline Freier für einen Puff akquirieren. Zweimal wurde Dennis bereits zusammengeschlagen, seine Scheune ging in Flammen auf und – für ihn das Schlimmste – fünf seiner sechs geliebten Zwergseidenhühner wurden brutal abgeschlachtet. Die »SoKo Hühnerhof« schickt erst Freundin Bärbel, dann Loretta undercover ins Rennen. Und plötzlich eskalieren die Ereignisse ...
Meine Meinung:
Oft werde ich wirklich nur durch ein besonders auffallendes Cover und den Titel auf ein Buch aufmerksam. So war es auch hier. Ich fand das Cover sehr witzig und war neugierig, was sich dahinter verbirgt. Da ich ja ein bekennender Fan von Regionalkrimis bin, hatte das Buch sofort gewonnen. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, was eine Krimödie ist.
Schnell stellte ich fest, dass dies nicht der erste Fall ist, den Loretta und Erwin lösen, aber ich hatte nicht das Gefühl die anderen Bücher kennen zu müssen. Ich war auch sehr schnell drin im Thema.
Mit viel Humor und auch Spannung erzählt Lotte Minck, wie Loretta und ihre Freunde ihrem Chef helfen wollen. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil konnte ich das Buch prima in einem Rutsch durchlesen. Die beteiligten Personen hat sie wunderbar geschildert und ich habe alle, bis auf die Bösen natürlich, in mein Leserherz geschlossen. Die ganze Geschichte wird in der Ich-Form aus Sicht von Loretta erzählt. Was dem ganzen noch eine besondere Würze gab, denn Loretta muss in ganz anderen Kreisen ermitteln und sich dafür verwandeln und über den einen oder anderen Schatten springen. Leider klappt das nicht immer und dadurch wird es sogar sehr dramatisch und die Spannung steigt. Denn leider gibt es Tote, womit die Hobbyermittler in keinster Weise gerechnet hatten. Bevor ich hier nun zu viel verrate. empfehle ich lieber das Buch zu lesen und sich den Spaß nicht entgehen zu lassen.
Fazit:
Klar, ich hatte es mir ja schon gedacht, bei einer Krimödie kann ich davon ausgehen, dass ich sehr viel Spaß haben werde, Lachen muss und aber auch vor Spannung bibbere. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
Beim Droste Verlag und Blogg Dein Buch möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Donnerstag, 26. November 2015
Rezension - Ich heiße nicht Miriam
Autorin: Majgull Axelsson
Titel: Ich heiße nicht Miriam
Genre: Roman
Version: eBook und gebundene Ausgabe
erschienen: 23. Oktober 2015
Seiten: 576
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: List
Die Autorin Majgull Axelsson (* 14. Februar 1947 in Landskrona als Majgull Andersson) ist eine schwedische Schriftstellerin und Journalistin.
Kurzbeschreibung, übernommen:
An ihrem 85. Geburtstag bekommt Miriam Goldberg von ihrer Familie einen silbernen Armreif geschenkt, in den ihr Name eingraviert ist. Beim Anblick entfährt ihr der Satz: „Ich heiße nicht Miriam“. Niemand in ihrer Familie kennt die Wahrheit über sie. Niemand in ihrer Familie ahnt etwas von ihren Wurzeln. Doch an diesem Tag lassen sich die Erinnerungen nicht länger zurückhalten, und sie erzählt zum ersten Mal von ihrem Leben als Roma unter den Nazis, im KZ und als vermeintliche Jüdin in Schweden.
Meine Meinung:
Ab und zu greife ich ganz gerne mal nach einem Buch mit ernsteren Themen. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war ich deshalb sehr neugierig auf dieses Buch.
Die Autorin schildert hierin die Lebensgeschichte einer Deutschen, die als junges Mädchen in ein Konzentrationslager kam. Vorher wurde sie aus ihrer Familie gerissen und in ein Kinderheim gesteckt, wo sie eine gute schulische Bildung erhalten sollte. Leider wendete sich das Blatt und sie kam mit ihrer Cousine und ihrem kleinen Bruder nach Auschwitz. Zu diesem Zeitpunkt hieß sie noch Malika. Weshalb sie ihren Namen und auch ihre Identität ändern musste, beschreibt die Autorin sehr eindrucksvoll.
Miriam, wie sich Malika ab einem Zeitpunkt nennen wird, erinnert sich an ihrem 85. Geburtstag an ihre Erlebnisse. Die Autorin schildert dies in drei Zeitepochen, wobei sie dabei nicht in der chronologischen Reihenfolge bleibt. Es wird öfter hin und her gesprungen, was für mich aber kein großes Problem war, ich konnte der Geschichte sehr gut folgen.
Während des Lesens fragte ich mich dann aber mal, woher Majgull Axelsson alles so genau weiß. Hat sie etwas dazu erfunden oder entspricht alles den Tatsachen. Ich habe also zwischendurch auf den letzten Seiten des Buches nachgesehen und mir das Postskriptum und den Quellennachweis gelesen. Ich verrate bestimmt nicht zuviel, wenn ich erwähne, dass die Autorin dort schreibt, dass es sich bei diesem Roman um eine rein fiktive Erzählung mit fiktiven Personen (bis auf drei Ausnahmen) handelt, aber sie ist auf realen Ereignissen aufgebaut.
Aus den Erkenntnissen ihrer Recherche hat sie eine sehr eindrucksvolle und erschütternde Geschichte um eine Frau geschrieben, die das KZ überlebt hat. Aber auch über die Zeit danach, in der Miriam feststellen musste, dass sie besser weiterhin nicht verrät, wer sie wirklich ist.
Fazit:
Über die Autorin habe ich noch erfahren, dass sie sich als ausgebildete Journalistin schon immer für gesellschaftliche Randgruppen interessiert und ihnen in ihren Büchern eine Stimme verliehen hat. Ich finde das ist ihr mit diesem Buch auch sehr gut gelungen und ich möchte es auf jeden Fall weiter empfehlen.
Bei dem Verlag List möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.
Abonnieren
Posts (Atom)