Freitag, 19. August 2016

Rezension - Die Elefantenhüterin



Autorin: Julia Drosten

Titel: Die Elefantenhüterin

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 8. August 2016

Seiten: 375

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autoren Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht ihnen die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs und für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für die Elefantenhüterin besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist
Ceylon im Jahr 1803, in der Königsstadt Kandy: Phera wird als Tochter des Gajenayke Nilami geboren, des obersten Hüters der königlichen Elefanten. Doch ihr Vater Jeeva braucht einen Sohn als Erben für sein hohes Amt bei Hof. Er und seine Frau Anshu entscheiden, Phera wie einen Jungen aufzuziehen und stürzen ihre Tochter damit in einen tiefen Zwiespalt. Doch Phera ist stark und kämpft für ihre Träume und ihre Freiheit. Halt findet sie dabei in der großen Zuneigung zu ihrer Elefantenkuh Siddhi. Als die Briten Kandy erobern, verliert Jeeva Macht und Titel. Er schließt sich Rebellen an und die Familie flieht in die Berge. Als das Versteck von den Briten aufgespürt wird, kommt es zu einem schrecklichen Blutbad, das Phera für immer verändert. Jahre später, inzwischen zur jungen Frau herangewachsen, ist sie immer noch von dem Gedanken an Rache besessen. Fast gegen ihren Willen verliebt sie sich in den britischen Regimentsarzt Henry Odell, dessen Bruder Charles das Massaker in ihrem Zufluchtsort zu verantworten hatte. Wird sie es schaffen, den Hass gegen ihren Todfeind Charles aufzugeben und sich für die Liebe zu seinem Bruder zu entscheiden?


Meine Meinung:
Da mir bisher alle Bücher des Autorenpaares gefallen haben, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Zumal ich verfolgen konnte, was die beiden auf ihrer Recherchereise alles erlebt haben.
Durch die wirklich interessante Schilderung habe ich einen guten Eindruck über die Geschehnisse während der damaligen Zeit bekommen. Uns allen ist bekannt, dass die so genannten Eroberer nirgendwo einfühlsam mit den Einheimischen umgegangen sind. Manchmal musste ich mich richtig "Fremdschämen" und einer Person habe ich nichts gutes gewünscht.
Aber in der Hauptsache ging es in diesem Buch um die Protagonistin Phera und ihrer Elefantenkuh Siddhi. Beide haben mein Leserherz erobern können. Phera hat es nicht leicht in ihrem Leben, muss sie doch die ersten Jahre ihres Lebens als Junge aufwachsen. Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen die Frau sich in einen Mann umwandelt und dann immer etwas besonderes erlebt. Bei Phera ist es anders, ihre Eltern bestimmen über ihr Leben. Wie sie damit klar kommt, haben die beiden Autoren sehr gut beschrieben. Ich konnte das Buch mal wieder schwer zur Seite legen und habe es regelrecht verschlungen. Wie immer hört so eine Geschichte für mich viel zu früh auf, ich habe dann am Ende immer noch Fragen. Nein, das Buch lässt keine Fragen offen, es wurde sehr gut abgeschlossen. Ich bin immer so furchtbar neugierig und würde einfach gerne weiterlesen.

Das Buchcover gefällt mir ebenfalls ausgesprochen gut. Es passt hervorragend zum Buch. Dies möchte ich deshalb gerne erwähnen, weil es bei manchen Büchern oft nicht der Fall ist. Wobei ich die Cover zu den Büchern von Julia und Horst Drosten immer sehr gut finde.


Fazit:
Wer nach einem Buch sucht, das für gute Unterhaltung sorgt, in dem historische Ereignisse verknüpft sind mit dem Alltagsleben und sogar die Liebe nicht zu kurz kommt, der wird hier das richtige Buch finden. Ich empfehle es auf jeden Fall gerne weiter.

Bei Julia und Horst Drosten möchte ich mich recht herzlich für das Buch bedanken und macht weiter so!

1 Kommentar:

  1. Ich hab "Die Honigprinzessin" von ihnen gelesen. Ich wusste aber nicht, dass sie auch historische Romane schreiben.

    Danke für den Tip.

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