Sonntag, 9. Februar 2014
Rezension - Das Bild der Erinnerung
Autorin: Micaela Jary
Titel: Das Bild der Erinnerung
Genre: Romanze, Historisch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 13. September 2013
Seiten: 413
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Einem Münchner Auktionshaus wird ein Bild des berühmten impressionistischen Malers Leo Reichenstein angeboten, das 70 Jahre als verschollen galt. Die junge Kunsthistorikerin Anna Falkenberg hat Zweifel an der Echtheit des Gemäldes. Ihre Nachforschungen führen sie zur Galerie Richardson in London. Der attraktive Oliver Richardson, der die Galerie leitet, rät Anna, sich an seinen Großvater Henry zu wenden. Oliver begleitet Anna auf ihrer Reise an die wildromantische Küste Cornwalls. Doch als Anna mit Henry Richardson spricht, ist sie zutiefst irritiert. Denn die Geschichte des Bildes führt in das besetzte Berlin der Nachkriegszeit zurück und scheint eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden zu sein.
Meine Meinung:
Das war wieder ein Buch, was mich sehr gefesselt hat. So wurde die vergangene Nacht auch eine Nacht der Lesens. Ich konnte einfach kein Ende finden, nun, dafür war ich heute morgen dann auch ganz schön kaputt. Ich wollte zwar immer ein Kapitel beenden und dann das Buch zur Seite legen, aber den Absprung habe ich einfach nicht geschafft.
Als die Galerie, in der Anna arbeitet, ein Bild zum Verkauf erhält, bekommt Anna Zweifel an der Echtheit des Bildes und damit beginnt für den Leser eine sehr interessante Reise in die nahe (1961) und etwas entferntere Vergangenheit (1946) Ich fand es sehr interessant, denn ich habe dadurch sehr viel über das Leben in der Nachkriegszeit in Berlin erfahren. Es war für alle in Deutschland eine schwere Zeit, aber Berlin war zusätzlich von vier Großmächten besetzt.
Micaela Jary hat es prima geschafft und durch die Sprünge in die verschiedenen Zeitepochen eine Geschichte über Menschen zu erzählen, die immer wieder mit dem Bild zu tun hatten. Sei es nun in der Vergangenheit in Berlin und London oder in der Gegenwart in München und London.
Beinahe hätte ich an dieser Stelle etwas mehr über das Buch geschrieben oder welche Gedanken ich beim Lesen hatte, aber ich habe gerade noch rechtzeitig gemerkt, dass ich damit zu viel verrate.
So muss man mir einfach ohne Beispiele glauben, dass ich das Gefühl hatte auf einer falschen Fährte zu sein und bis kurz vorm Ende ich manche Verbindungen noch immer nicht richtig zugeordnet hatte.
Mit diesem Buch habe ich einiges über Schicksale gelesen, was mich sehr gerührt hat, Spannung war ebenfalls reichlich vorhanden. Sehr gerne hätte ich noch in einem Epilog gelesen, dass..... ne, das kann ich ja auch wieder nicht verraten, aber ich werde dies der Autorin direkt mitteilen, vielleicht kann sie mir ja ein bisschen verraten.
Mir hat das Cover sehr gut gefallen und das war auch der Grund, dass ich mir das Buch näher angesehen habe. Nach der Leseprobe wanderte das Buch sofort auf meinen Kindle.
Fazit:
Ich möchte dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, obwohl ich nicht alles schreiben konnte, was mir so gut gefallen hat, ohne zu viel zu verraten
Samstag, 8. Februar 2014
Rezension - Ein Strauß angespitzter Bleistifte
Autorin: Andrea Wölk
Titel: Ein Strauß angespitzter Bleistifte
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 11. April 2012
Seiten: 82
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Oldigor
Geboren wurde die Autorin Andrea Wölk in Essen, wo sie bis 1996 auch lebte. Schon als Kind waren Bücher und Schreiben für sie das Größte. Als Schülerin begann sie für eine Schülerzeitung zu schreiben. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten und arbeitete 25 Jahre erfolgreich in diesem Beruf. 2011 entstand ihr erster Roman "Der den Regen schenkt". Seit 2013 schreibt sie auch unter dem Pseudonum Kajsa Arnold. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren 6 Kindern und 2 Hunden im Westmünsterland.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Mord mitten in einer Live-Kochshow, vom Täter keine Spur und eine Kommissarin, die auf romantische Liebesfilme steht!
Ein harter Fall für Ermittlerin Paula Engel, wo der einzige Verdächtige doch Alexander Reichenbach ist. Ein äußerst beliebter und attraktiver Fernsehkoch. Alle Spuren führen zu Alex, doch Paula ist von seiner Unschuld überzeugt. Oder wird sie nur von seinen Kochkünsten geblendet ...
Der 1. Fall der Düsseldorfer Mordkommissarin Paula Engel verspricht eine harte Nuss zu werden!
Meine Meinung:
Für die Teilnahme an diesem Challenge suchte ich nach einem für mich passenden Buch im Angebot des Oldigor Verlages. Die Wahl fiel auf dieses Buch, weil ich neugierig auf einen "Pusteblumen-Krimi" war. Außerdem lese ich natürlich gerne Krimis, die in Düsseldorf spielen und weibliche Kommissare finde ich auch immer wieder klasse. Also wanderte dieses Buch auf meinen Kindle und weil es so schön kurz war, konnte es mal eben zwischen anderen Büchern, die aufs gelesen werden warten, eingeschoben werden.
Ich wurde nicht enttäuscht und freue mich, dass ich dieses Buch gefunden und gelesen habe.
Andrea Wölk hat sehr spannend geschrieben und ich wusste bis zum Ende wirklich nicht, wer der Täter war.
Mit den beiden Protagonisten Paula und Alex habe ich mich sofort angefreundet und konnte dieses auf und ab in den Gedanken von Paula bestens nach empfinden.
Fazit:
Für mich war das Buch zu kurz, aber ich habe jetzt nichts vermisst, denn mir kam die Handlung auch nicht lückenhaft vor. Ich werde auf jeden Fall nachsehen, ob ich noch mehr Bücher der Autorin finde, die ich gerne lesen möchte und natürlich auch von der Kommissarin Paula Engel
Freitag, 7. Februar 2014
Rezension - Eine Liebe zwischen den Zeiten
Autorin: Sabine Neuffer
Titel: Eine Liebe zwischen den Zeiten
Genre: Historische Zeitreise
Version: eBook
erschienen: 2. Januar 2014
Seiten: 353
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: dotbooks der eBook-Verlag
zu kaufen klick hier
Die Autorin Sabine Neuffer wurde 1953 in Hannover geboren. Nach dem Studium arbeitete sie als Lehrerin und für eine PR-Agentur, bevor sie ihre Leidenschaft für das Schreiben entdeckte.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude …
Meine Meinung:
Uii, das Buch hat mich so aufgewühlt, ich muss mich jetzt erst einmal beruhigen. Meine Tränen sind inzwischen getrocknet und ich kann die Tasten wieder sehen. Also steht der Rezension fast nichts im Wege.
Bücher über Zeitreisen gibt es ja viele, aber dieses war für mich ein ganz besonderes. Ich habe mir einfach mal vorgestellt, wie es mir gehen würde, wenn ich in die jüngere deutsche Vergangenheit reise und dort Menschen treffe, die ich lieb gewinne und die ich vor dem Unheil retten möchte.
Lea war mir sofort sympathisch und ich habe mit ihr gelitten und war verzweifelt. Ob es ihr gelingen wird, was sie sich vornimmt? Auf die Antwort musste ich aber erst einmal warten und konnte lesen, wie Lea die großen und kleinen Herausforderungen meistert. Sie erbt völlig überraschend das Haus ihrer Großmutter in Braunschweig. Aber nicht nur das, sie erfährt sehr viel mehr über ihre Eltern und Großeltern und kann ihren Vater dadurch besser verstehen.
So eine Zeitreise ist nicht leicht und schwer zu verarbeiten. Lea hat Glück, dass ihr der väterlicher Freund Carl zur Seite steht. Ob sie sonst mit allem fertig geworden wäre? Gerade das Jahr 1938 und die Allgegenwart der Nazis muss schon beängstigend gewirkt haben. Und dann das Wissen, wie sich alles entwickeln wird. Aber auch der Alltag war nicht leicht, wenn Lea mit ansehen musste, wie sich Daniels Tochter abmüht und einen Haushalt führt, ohne die technischen Hilfsmittel nutzen zu können. Ganz schwer stelle ich es mir auch vor, sich nicht zu verplappern. Wie bereits erwähnt, ich war auch mittendrin in der Zeitreise und immer bei Lea, die ebenso lieb gewonnen habe, wie Carl und Daniels Familie.
Dieses Buch hat sehr nachdenklich gemacht, wir wissen alle, wie viele Juden damals meinten, so schlimm kann es nicht werden und es wird schon gut gehen. Gerade mit dem Wissen, wie schlimm es doch wird, konnte ich die Hilflosigkeit von Lea selber fühlen.
Die Autorin hat es mit diesem Buch geschafft, aus einem Stück der Geschichte einen spannenden Roman zu schreiben. Ich war von Anfang an gefesselt und habe wirklich gefiebert, wie es denn ausgeht. Denn die deutsche Geschichte konnte ja nicht umgeändert werden, aber es haben so viele noch rechtzeitig geschafft aber viele wurde auch in letzter Minute aufgehalten. Wie wird es für die Protagonisten ausgehen? Ich werde hier nichts verraten, denn ich möchte keinem die Spannung nehmen. Ich kann nur so viel verraten, das Buch hat mich nachdenklich gemacht und auch zu Tränen gerührt.
Fazit:
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, es beinhaltet so vieles, was man als Leser gerne hat:
Spannung, Liebe, Schicksal und.... lest es selber, kann ich nur sagen.
Dieses Buch durfte ich lesen und rezensieren für die Seite BloggDeinBuch
Mittwoch, 5. Februar 2014
Rezension - Knalltüten
Autorin: Kerstin Klein
Titel: Knalltüten
Genre: Humor
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 17. Januar 2014
Seiten: 513
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: blanvalet
Die Autorin Kerstin Klein machte zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin, bevor sie ein Jahr in Griechenland lebte. Danach kehrte sie nach Hamburg zurück und arbeitete bis zur Geburt ihres Sohnes in einem Fachverlag, dann als Journalistin für eine lokale Zeitungsgruppe in der Nordheide. Seit 2000 wohnt Kerstin Klein mit ihrem Mann in einem sehr kleinen Dorf zwischen Hamburg und Bremen, wo sie bis vor zwei Jahren Pferde und Hängebauchschweine gezüchtet hat – und jetzt ihrer großen Leidenschaft, dem Schreiben, nachgeht.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn es am schönsten ist, soll man gehen? Findet die liebenswerte, etwas tollpatschige Alice nicht. Aber da ihr Chef vom Maklerbüro »Haus im Glück« ausgewandert ist, müssen sich Alice und ihre beste Freundin Mimi einen neuen Job suchen. Und werden schnell fündig: Zukünftig werden sie ihre Brötchen als Geldeintreiberinnen für ein Inkasso-Unternehmen verdienen! Klingt gefährlich? Ist es auch! Vor allem, wenn man wie Alice die Gabe hat, das Chaos magisch anzuziehen. Selbst ihr Freund, der hinreißende Nick, ist da manchmal nur noch ratlos. Aber Alice und Mimi sind fest entschlossen, ihren neuen Job zu meistern. Komme, was da wolle …
Meine Meinung:
Ich wusste echt nicht, wo ich dieses Buch einordnen sollte: Humor, Romanze oder Krimi. Denn in diesem Buch vereint sich alles. Humorvoll und spannend wurde über die neue Tätigkeit von Alice und Mimi geschrieben und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Inzwischen weiß ich, dass es vor diesem Buch schon zwei gab, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, diese unbedingt lesen zu müssen, denn dieses Buch kann für sich alleine gelesen werden. Zu wissen, worum es in den anderen ging, brauchte ich nicht, ich hatte keine Wissenslücken.
Wie ich schon erwähnte, fand ich das Buch auch humorvoll, denn es gab oft genug Situationen, wo ich lachen musste. Zum Beispiel wenn Nick Alice unwahrscheinliche Geschichten erzählt und sie es tatsächlich glaubt, aber Alice ist lernfähig und schlägt mit gleicher Waffe zurück. Spannend wurde auch genügend aufgebaut. Kamen die beiden Damen doch oft genug in verzwickte Situationen, die einem Herzklopfen verursachten.
Die Liebe kam ebenfalls nicht zu kurz, ging es bei Alice und Nick darum, ihre Freundschaft immer mehr zu festigen, hatte Mimi schon mehr Probleme, den richtigen Mann zu finden und ihr Herz flatterte oft genug hin und her.
Die Protagonisten kamen sehr gut rüber, wobei ich bei meiner Sympathie zu Alice sehr schwankte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Frau von dreißig sich so dumm anstellt und so oberflächlich ist, letzteres glaube ich schon eher. Es hat mich dann auch etwas genervt, dass Alice und Mimi immer shoppen mussten und so viel wert auf ihr Aussehen legten. Wobei ich nicht meine, dass sie sich nicht ordentlich zurecht machen sollten, aber es war schon etwas übertrieben, wie wichtig es war, immer geschminkt zu sein.
Wenn ich bei Kurzromanen bemängel, dass ich da immer wieder "Lücken" entdecke, die ich gerne geschlossen hätte, fand ich hier, dass es manchmal zu viel des Guten war. Wenn beschrieben wurde, wer wen mit dem Auto hin und her fährt oder dass die beiden sich immer wieder ablenken liessen, wenn sie zum Beispiel jemanden beschatten wollten.
Trotz allem hatte ich Spaß beim Lesen des Buches. Das hatte aber auch einen anderen Grund. Mit diesem Buch wurde ich sehr an eine Buchserie erinnert, die ich unwahrscheinlich gerne lese. Und mich hatte es wirklich interessiert, wie weit die beiden Bücher übereinstimmen.
Fazit:
Wer Fan von Stephanie Plum ist, wird dieses Buch mögen. Wer sie nicht kennt, wird bestimmt auch Spaß an diesem Buch haben. Denn der Titel des Buches sagt ja eigentlich, dass man nicht alles so ernst nehmen darf und die Knalltüten machen ihrem Namen alle Ehre.
Dienstag, 4. Februar 2014
Rezension - Hamburger Deerns
Autorin: Frieda Lamberti
Titel: Hamburger Deerns Band 1
Genre: Spannung, Humor, Liebe, Tragik
Version: eBook später Taschenbuch
erschienen: 4. Februar 2014
Seiten: 256
Altersempfehlung: Erwachsene
Ich habe die Autorin jetzt schon so oft vorgestellt und möchte Euch nun mal etwas anderes zeigen:
Eine Übersicht der Bücher, die Frieda Lamberti geschrieben hat und bei Amazon zu erwerben sind.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Halbe Fünfundzwanzig
Uta ist mit ihrem Leben rundum zufrieden. Sie hat einen guten Job als Physiotherapeutin, führt nebenberuflich Yoga-Kurse durch und ist mit ihrem Mann Gunnar seit 12,5 Jahren glücklich verheiratet. Aber das Blatt wendet sich am Abend ihrer Petersilienhochzeit und sie muss sich unerfreulichen Tatsachen stellen.
Erben für Anfänger
In nur einer Woche wird das Leben der ledigen Schwestern Lisa und Vanessa Stockmann völlig auf den Kopf gestellt, denn eine Erbschaft zwingt sie, sich mit ihrer wahren Familienbiografie auseinanderzusetzen. Die Geschichte Erben für Anfänger handelt von Liebe, Stolz, Verantwortung, Vertrauen, Verzeihen und späten Einsichten.
Verhängnisvolle Ferien
Obwohl Lucie und Andreas sich erst kurze Zeit kennen, geben sie sich das Jawort und verbringen ihre Hochzeitsreise in aller Abgeschiedenheit auf einer schwedischen Schäreninsel. Doch die romantischen Flitterwochen entwickeln sich zu verhängnisvollen Ferien.
Meine Meinung:
Halbe fünfundzwanzig
Das ist ja ein toller Titel und was soll ich mir darunter vorstellen, dachte ich mir. Aber schnell war klar, es ist die Petersilienhochzeit gemeint. An manchen Orten wird das ja sehr groß gefeiert und eigentlich sollte es auch für Uta ein schöner Tag werden, aber ihr Mann verhält sich so merkwürdig. Am nächsten Tag erfährt sie dann den Grund und steht nun da und muss überlegen, wie sie darauf reagiert. Frieda Lamberti hat in diesem Roman geschildert, dass frau durchaus in der Lage ist, alles bestens zu bewältigen. Zumal Uta eine tolle Freundin hat und einen sehr netten Mann kennen lernt. Allerdings ist da schon etwas mysteriös. Aber schnell klärt sich alles und schon ist das Buch zu Ende. Schade, von mir aus hätte ich gerne noch etwas mehr gelesen, aber so lasse ich dann einfach meiner Phantasie freien Lauf.
Erben für Anfänger
Ich legte das Buch zur Seite und wusste jetzt nicht, ob ich mich freuen oder weiter Mitleid haben sollte. Denn in diesem kurzen Roman hatte ich verschiedene Personen lieb gewonnen. Leid tat mir eine Person, die ich aber kaum kennen gelernt hatte. Also habe ich mich für die beiden Schwestern gefreut, dass sie doch, wenn auch einige Jahre zu spät, so viel Gutes erfahren haben. Wie in vielen Büchern habe ich oft das Gefühl, dass ich vor Ort dabei bin und die Protagonisten bestens kenne. So fand ich das Verhalten von Vanessa am Anfang nicht so gut und sehr übertrieben, zu gerne hätte ich ihr ein paar Takte dazu gesagt. Aber zum Glück hat sie einen tollen Mann an ihrer Seite, der ihr behilflich war und sie auf den rechten Weg geführt hat. Wie bei dem ersten Buch, hätte ich zu gerne noch weiter gelesen, aber eine Kurzgeschichte hat ja nicht umsonst diesen Namen.
Verhängnisvolle Ferien
Gerne hätte ich das Ferienhaus in Schweden kennen gelernt, denn ich konnte es mir wunderschön vorstellen. Dass Lucie es dort allerdings nicht gefallen hat, kann ich gut verstehen. Stellt frau sich doch unter einer Hochzeitsreise etwas anderes vor, als in einer gottverlassenen Gegend Urlaub zu machen. Aber ich greife zu weit vor. Das Buch hatte es in sich, Frieda Lamberti hat es bestens verstanden, falsche Fährten zu lesen. Dachte ich doch am Anfang, dass … ne ich verrate nichts, denn dann nehme ich anderen den Spaß. Nur soviel, ich fand es sehr spannend geschrieben und habe mit Lucie gefiebert und ihr die Daumen gedrückt. Für mich ist es wichtig, dass ein Buch ein Happy End hat, allerdings reicht es mir auch oft, dass bestimmte Personen nicht so gut dabei wegkommen. Hauptsache für meine liebgewonnene Protagonistin geht es gut aus.
Mir hat das Lesen von allen drei Büchern viel Spaß gemacht. Und es war auch jedes Mal etwas anderes los, also nichts war so, dass ich dachte, es wiederholt sich ja doch. In allen Geschichten kam die Liebe nicht zu kurz, aber auch Spannung war da und mir kamen alle Geschichten wie aus dem Leben gegriffen vor. Naja, meistens, ein bisschen durfte das eine oder andere Mal übertrieben werden. Es passiert einem sehr selten, dass auf dem Konto mehrstellige Beträge auftauchen. In welchem Buch das war, verrate ich jetzt nicht.
Noch ein Wort zum Cover, ich war sofort begeistert, als ich es gesehen habe. Ich fühlte mich von diesen Hamburger Deerns sofort angesprochen und auch die liebevollen Bildchen zu den Überschriften haben mir sehr gut gefallen.
Achja, ich erwähne es immer wieder, gerne hätte ich ein bisschen mehr gelesen. Von einigen liebgewonnenen Personen hätte ich gerne gewusst, wie es in ihrem Leben weitergeht.
Fazit
Ich kann diese Ausgabe über Hamburger Deerns nur empfehlen. Es sind schöne aber auch nachdenkliche Geschichten.
Montag, 3. Februar 2014
Rezension - Ohne Beweis
Autorin: Petra Mehnert
Titel: Ohne Beweis
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 10. September 2013
Seiten: 236
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Petra Mehnert, geboren 1965 in Augsburg, lebt seit 1989 mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Ottenbach. Geschrieben hat sie schon als Jugendliche gern, doch erst mit den eigenen Kindern fing sie an, Bücher zu schreiben.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Pflasterarbeiten rund ums neue Ottenbacher Rathaus gehen zügig voran, doch einer der polnischen Arbeiter ist noch aus einem anderen Grund im schönen „Tal der Liebe“. Um sein Ziel zu erreichen, freundet er sich mit Carmen an, die gerade gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester die ehrenamtliche Bibliothek im neuen Rathaus bezieht. Die junge Messermacherin Nora hilft dort auch mit und wird durch ihre Neugier in einen neuen Fall verwickelt, der eigentlich gar keiner ist. Wieder mal ermittelt sie auf eigene Faust und begibt sich erneut in große Gefahr. Kann ihr Freund, der junge Kommissar Joska Kiss, ihr auch diesmal beistehen?
Meine Meinung:
Manchmal ist es richtig toll, wenn man ein Buch gelesen hat und sofort mit dem nächsten weitermachen kann. Mir hat der erste Regionalkrimi von Petra Mehnert gefallen und deshalb war ich neugierig auf den zweiten.
Ihren Schreibstil kannte ich ja nun und wollte mich nicht verwirren lassen, aber es passierte mir doch wieder. Ich wusste, dass eine Frau vermisst wurde und dachte die ganze Zeit zu wissen, wer es ist. Nur manchmal wurde ich etwas stutzig, weil Namen oder Zusammenhänge einfach nicht passten. Also mussten es auch hier wieder zwei verschiedene Fälle sein, aber ich kam nicht so richtig dahinter. Petra Mehnert hat es auch diesmal wieder verstanden eine Spannung aufzubauen und mich als Leser zu packen und neugierig zu machen. Aber damit nicht genug, als ich dachte, nun ist alles gut und es müsste zu Ende sein, schloss sich wieder etwas Spannendes an. Puh, ich kam aber auch gar nicht zur Ruhe. Aber nun will ich nicht noch mehr verraten.
Diesmal traten einige Charaktereigenschaften bei einigen Personen zu Tage, was ich persönlich nicht so gut fand. Nora hätte ich gerne einmal schütteln wollen, als sie unüberlegt handelte und falsche Schlüsse zog. Auch die Chefin könnte bestimmt noch mal Probleme machen, ich hoffe, sie bekommt sich in Griff.
Da diesmal die Familie von Nora nicht direkt betroffen war, habe ich weniger von ihnen gelesen. Aber ich denke, die beiden Brüder haben alles im Griff. Gerne hätte ich allerdings gewusst, wie es denn der Tante noch so geht.
Wieder hat es mir gefallen, welche Wendungen die Geschichte immer wieder nimmt. Da denke ich doch, was kann jetzt noch passieren und schon treten Dinge ein, an die ich nie gedacht hätte. Ich sage nur Gewitter! Tja, nun habe ich vielleicht wieder jemanden neugierig gemacht. Aber es ist nicht leicht, einiges aus dem Buch hervor zu heben, ohne zu viel zu verraten.
Inzwischen habe ich mich ja nicht nur über die schöne Gegend informiert sondern auch mehr über die Autorin in Erfahrung bringen können. Und es gefällt mir, dass sie vieles aus ihrem Umfeld und privaten Aktivitäten mit ins Buch einfließen lässt. Diesmal kann ich persönlich nicht so viel mit dem Buchcover anfangen, aber ich denke, dass dieses Bild vielen etwas sagen kann.
Fazit:
Auch das zweite Buch hat mir gefallen. Es war schön wieder etwas über Nora und Joska zu lesen.
Dieses Buch kann ich ebenfalls weiterempfehlen.
Sonntag, 2. Februar 2014
Rezension - Die Messermacher
Autorin: Petra Mehnert
Titel: Die Messermacher
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: Frühjahr 2012
Seiten: 235
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Petra Mehnert, geboren 1965 in Augsburg, lebt seit 1989 mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Ottenbach. Geschrieben hat sie schon als Jugendliche gern. Doch erst mit den eigenen Kindern fing sie an, Bücher zu schreiben.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Dass die krebskranke Seniorchefin der Messermanufaktur in Ottenbach eines natürlichen Todes gestorben ist, steht für die 7-köpfige Familie außer Frage, aber warum ist in der gleichen Nacht der alte Firmenchef spurlos verschwunden?
Seine Enkelin, die 18-jährige Nora ermittelt auf eigene Faust und kommt damit dem jungen Kripo-Assistenten Joska Kiss gewaltig in die Quere. Was hat es mit dieser geheimnisvollen Nachricht auf sich und wer ist der seltsame Mann, der zu Großmutters Beerdigung gekommen ist? Was Nora dann herausfindet, stürzt ihre heile Welt ins totale Chaos. Nur ihr neuer Freund Joska kann ihr helfen, das alles zu überstehen.
Meine Meinung:
Als Vielleser kennt man das ja, oft beginnt das Buch mit einem Prolog und sorgt dafür, dass man schon einen Wissensvorsprung vor den Protagonisten hat. Aber diesmal war es noch etwas anders. Die Autorin hat es gut verstanden, mich zu verwirren und eine falsche Fährte gelegt. Ich dachte, wie jetzt, hast Du mal wieder zu flüchtig gelesen, oder warum verstehst Du das nicht. Bis dann das große Aha kam. Klasse und es freute mich, dass nicht nur ich verwirrt war, sondern Rüdiger ebenfalls. Aber mehr wird jetzt nicht verraten.
Mir hat das Buch sehr gefallen. Normalerweise lese ich gerne Regionalkrimis von Gegenden, die ich kenne. Hier musste ich mich erst einmal schlau machen, wo der Ort liegt. Aber nun habe ich das Gefühl, schon einmal dort gewesen zu sein. Zumindest weiß ich jetzt, wo die Orte liegen und dank dem WWW konnte ich mir auch Bilder der schönen Gegend ansehen.
Die Familie Angerer habe ich in mein Herz geschlossen, sie sind alle so nett beschrieben, dass man das Gefühl hat, die möchtest Du auch kennen lernen. Außer bei Marianne, da war ich von Anfang an etwas skeptisch. Irgendwie konnte ich mich mit ihrem Verhalten nicht so anfreunden und da lag ich ja wohl richtig.
Unsere Heldin ist Nora und ihr verzeihe ich auch, dass sie manchmal etwas vorprescht, sie ist ja noch jung.
Endlich mal ein Krimi, in dem ein junger netter Kommissar eine Rolle spielt. Joska Kiss mochte ich sofort und auch er hat bei mir noch "Welpenschutz".
Mir hat der Schreibstil gut gefallen und auch was Petra Mehnert so geschildert hat, über ein ganz normales Alltags- und Familienleben, eben alles sehr bodenständig. Irgendwie konnte ich alles nachvollziehen und dachte immer wieder, da würde ich mich wirklich wohlfühlen.
Nachdenklich hat mich die Geschichte auch gemacht. Ausgelöst hat ja eigentlich alles, ne verrate ich nicht. Aber Schuld war eben, dass etwas in einem kleinen Ort vertuscht werden sollte, weil so etwas nicht sein darf und man Angst vor dem Gerede der Leute hatte, wenn das öffentlich gemacht würde. Wer jetzt wissen will, was ich meine, dem empfehle ich diesen spannenden Krimi.
Fazit:
Ein spannender Krimi, sehr gut geschrieben, nicht abgehoben. Also, eigentlich alles was dafür spricht, dieses Buch zu kaufen und zu lesen. Ich werde gleich mit dem zweiten Buch weitermachen.
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