Dienstag, 11. August 2015
Rezension - Als Papst lebt man gefährlich
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher
Titel: Als Papst lebt man gefährlich
Genre: Roman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 29. Juli 2015
Seiten: 164
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Weiter geht’s mit der Geschichte um den – leider fiktiven - Papst Leo XV. Nachdem sich Leos Sicht der Dinge - durch seinen unfreiwilligen „Heimaturlaub“ und den Kontakt zu seinen Jugendfreunden Erika und Clemens – in manchen Bereichen veränderte, hat er’s im Vatikan nicht leicht. Den einen ist er nun zu fortschrittlich, den anderen immer noch zu konservativ. Wie gut, dass er Erika in den Vatikan geholt hat, um die von ihm eingesetzte Reformkommission zu leiten. Doch Erikas Anwesenheit sorgt ebenso für Unmut, wie Leos Bemühungen, in der Vatikanbank aufzuräumen. Während Erika versucht, Leos Reformeifer anzukurbeln, und nach und nach bemerkt, wie tief ihre Gefühle für ihn immer noch sind, denken andere darüber nach, wie man sich des ungeliebten Papstes endgültig entledigen könnte …
Meine Meinung:
Ich fand es schon toll, wie Brigitte Teufl-Heimhilcher in ihrem Buch "Die andere Schwester des Papstes" verschiedene brisante Kirchenthemen hat einfließen lassen. Deshalb freute ich mich auf ein weiteres Buch und war gespannt, was sich alles hinter dem Buchtitel verbirgt. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin hat auch diesmal wieder fiktive mit realen Themen verknüpft und so einen unterhaltsamen und vor allem spannenden Roman geschrieben. Wobei ich durchaus einige der fiktiven Themen sehr glaubhaft finde. Manchen Gruppen traue ich eben sehr viel zu, vor allem, wenn sie um ihre Annehmlichkeiten fürchten müssen.
Auf jeden Fall war ich sofort auf der Seite von Leo und Erika, die mir beide sehr sympathisch waren. Beiden habe ich es gegönnt, dass sie es schaffen werden und wenigstens einiges, was sie sich vorgenommen hatten, durchsetzen konnten. Zuvor hatten sie aber noch ganz andere Probleme zu lösen, die durchaus lebensgefährlich enden konnten. Mehr werde ich dazu aber nicht verraten.
Ich erwähnte ja schon, dass die Autorin reales und fiktives miteinander verknüpft hat. Deshalb musste sie auch keine Namen nennen, jeder wusste wer mit diesem verschwenderischen Bischof gemeint war.
Obwohl ich das Buchcover sehr aussagekräftig finde, kann es mich nicht so richtig begeistern. Allerdings könnte ich jetzt auch keinen besseren Vorschlag machen.
Fazit:
Ich habe dieses Buch mal wieder verschlungen und empfehle es sehr gerne weiter. Als Leser erleben wir einen Zeitabschnitt aus dem Leben eines Papstes, der im Grunde ein sehr einsames und gefährliches Leben führt.
Sonntag, 9. August 2015
Rezension - Liebe kommt im Schottenrock
Autorin: Martina Gercke
Titel: Liebe kommt im Schottenrock
Genre: Frauenroman
Version: eBook
erschienen: 7. August 2015
Seiten: 235
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Neben ihrer Arbeit als Purser bei einer großen Deutschen Luftfahrtgesellschaft, schreibt sie Liebesromane. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Ihre Kinder war zunächst die treibende Kraft, die sie bewegten ihre ausgedachten Gute-Nacht Geschichten aufzuschreiben. Nachdem Martina Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Martina Gercke schließlich dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Klatschreporterin Cassie Devinmoore hat ihr Leben im Griff. Zusammen mit ihren Freundinnen Emily, Taylor und Olive lebt sie in einer schicken WG im angesagten Londonerviertel Portobello. Als sie jedoch den Shootingstar der Serie "Highlander Kisses" interviewen soll, ist sie nicht sonderlich erfreut, denn der gutaussehende Sam MacLeod verkörpert alles, was Cassie nicht mag: Schottland und Schauspieler. Missmutig bricht sie nach Applecross, einem kleinen Dorf im Norden Schottlands, auf. Dummerweise ist Sam MacLeod ebenfalls nicht begeistert darüber, dass ausgerechnet die Reporterin ein Interview mit ihm führen soll, die ihn in ihrer Kolumne vor knapp ei-nem Jahr bereits bloßgestellt hat. Doch dann läuft Cassie ein Schaf über den Weg und plötzlich kommt alles anders als geplant ...
Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja kein so großer Fan von Liebesromanen, aber für die Bücher von Martina Gercke mache ich gerne immer wieder eine Ausnahme. Außerdem bin ich schon lange ein Fan von Büchern, die in Schottland spielen und in denen gut aussehende Schotten beteiligt waren. Damit habe ich dann gleich auch den Unterschied zwischen mir und der Protagonistin Cassie gefunden. Sie als Engländerin kann die Schotten so gar nicht leiden und war überhaupt nicht begeistert, als sie den Auftrag bekam, Sam MacLeod für ihre Zeitung zu interviewen. Na, das konnte ja heiter werden, dachte ich bei mir und war gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln würde.
So begleitete ich Cassie also auf ihre Fahrt nach Applecross und lernte nebenbei wieder einiges von Schottland kennen, wobei mir viele Ortsnamen bekannt vorkamen, was ich toll fand. Martina Gercke hat die Gegend wirklich gut beschrieben, ich hatte alles wunderbar vor Augen und habe mir trotzdem zusätzlich alles bei Google Earth angesehen.
Anfangs konnte ich mich mit Cassie noch nicht so richtig anfreunden, was sich aber im Laufe der Geschichte sehr änderte. Sam McLeod fand ich sehr sympathisch, allerdings habe ich zwischendurch mit ihm schimpfen müssen, weil ich sein Verhalten nicht unbedingt gut heißen konnte. Man merkt, ich war mal wieder mittendrin im Geschehen und habe zu vielem meine Kommentare abgegeben. Manchmal ist es schon gut, dass mich niemand beim Lesen beobachten kann.
Wie bei vielen Liebesromanen üblich, ist das Ende vorhersehbar, da kommt es dann oft auf den Weg dahin an und da hatte Martina Gercke einige Überraschungen auf Lager. Natürlich werde ich hier nichts verraten, aber mich hat das Buch mal wieder gefesselt und ich habe es, wie so oft, in einem Rutsch gelesen.
Neben Cassie und Sam lernte ich noch viele andere Beteiligte kennen, wobei mir am allerbesten Cassies Freundin Taylor gefallen hat. Da ich ja nun weiß, dass dieses Buch das erste einer Serie ist, die von den "Portobello Girls" erzählt, bin ich mir sicher, dass ich noch einiges von Taylor und den anderen Freundinnen von Cassie zu lesen bekomme.
Das Buchcover gefällt mir gut, natürlich findet sich der Inhalt des Buches dort wieder. Schließlich spielen Schottenmuster und ganz besonders ein Schaf eine sehr große Rolle.
Fazit:
Dieses Buch empfehle ich sehr gerne, denn es eignet sich hervorragend als Sommerlektüre. Außerdem wird so einiges miteinander verknüpft - Reise - Romanze und Humor.
Ich hatte das Vergnügen, dieses Buch als Testleserin vorab lesen zu dürfen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und vor allem über den Austausch mit Dir, liebe Martina.
Freitag, 7. August 2015
Rezension - 8 Pfoten und ein Traummann
Autorin: Poppy J. Anderson
Titel: 8 Pfoten und ein Traummann
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 31. Juli 2015
Seiten: 119
Altersempfehlung: Erwachsene
Poppy J. Anderson ist das Pseudonym einer deutschen Autorin mit amerikanischer Verwandtschaft, die an deutschen als auch ausländischen Universitäten studiert hat. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Liebesgeschichten, spielt mit ihrem Hund, beschäftigt sich mit ihrem vergötterten Patenkind und liebt es, Sport zu schauen! Vor allem deutschen Fußball und US-Football! Bereits seit ihrem 12. Lebensjahr erfindet sie Geschichten und hat mit "Touchdown fürs Glück" ihren ersten Roman veröffentlicht. Für ihre Romanhandlungen wird sie von alltäglichen Begebenheiten, witzigen Vorkommnissen aus ihrem Freundeskreis und plötzlichen Ideen inspiriert. Sie sagt, dass ihre Leser/innen bei der Lektüre lachen, weinen, schmunzeln und seufzen sollen - Hauptsache, sie freuen sich am Ende des Buches über das Happyend.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich sollte Alexis Grayson im pulsierenden Miami sein, um dort die aufsehenerregendste Party des Jahres zu organisieren und endlich die heiß ersehnte Beförderung zu erhalten, auf die sie hart hingearbeitet hat. Doch dann kommt es anders, als die Eventmanagerin gedacht hat, und sie fährt mit einem klapprigen Mietauto ins beschauliche Hailsboro, um dort die Einhundertfünfzig-Jahr-Feier der Stadt zu organisieren. Ausgerechnet auf dem Weg dorthin stößt sie auf ein ausgesetztes Hundepaar, das sie vor dem Hitzetod rettet und anschließend einfach nicht loswird. In Hailsboro wird ihr schnell bewusst, dass die Uhren auf dem Land anders ticken als in der Stadt, dass die Organisation der Feier ständig von einer Gruppe älterer Damen torpediert wird, die sie mit ihren ausgefallenen Vorstellungen beinahe in den Wahnsinn treiben, und dass die beiden Hunde ihr Übriges tun, um Alexis um den Verstand zu bringen. Der einzige Lichtblick in diesem Chaos ist der attraktive Tierarzt Henry – doch dieser scheint mit Alexis nichts anfangen zu können.
Meine Meinung:
Ich glaube, ich gehöre wohl zu den wenigen Leserinnen, die kaum ein Buch von Poppy J. Anderson gelesen haben. Das mag aber vielleicht daran liegen, dass ich halt lieber Krimis und historische Romane lese. Im vergangenen Jahr hatte ich bei einer Sommeraktion ein Buch von ihr gewonnen, was mir auch gefallen hat.
Und jetzt kann ich gestehen, dass mich das niedliche Buchcover zum Kauf dieses Buch verführt hat. Die beiden Welpen sind wirklich zum Knuddeln und ich kann die Frauen von Hailsboro verstehen, wenn sie bei dem Anblick dahin schmolzen.
Es hat mir sehr viel Spaß bereitet die wirklich schöne Geschichte zu lesen. Allerdings ist es einfach nicht mehr meine Welt mit diesen jungen Frauen, die besondere Berufe haben und mit großem Ehrgeiz ihre Karriere voran treiben.
Die Protagonistin Alexis war mir sympathisch und ich fand es besonders witzig, dass sie immer wieder behauptete nicht mit Tieren umgehen zu können und dann alles für die beiden kleinen kauft und macht. Der Tierarzt hat es ja nicht nur den Frauen im Buch angetan, auch ich war begeistert von ihm, aber wohl eher, weil er so ein großes Herz für Tiere hatte und alles andere wunderbar im Griff hatte.
Aber es dreht sich ja nicht nur um die Hunde und dem Arzt in diesem Buch. Schließlich hat Alexis dort einen Job zu erledigen und die Autorin hat sehr humorvoll geschildert, was Alexis dabei alles berücksichtigen soll und wie sie mit den älteren Damen hervorragend umgeht. Zu gerne wäre ich mal Mäuschen auf so einer Sitzung gewesen und hätte alles beobachten können.
Fazit:
Eine schöne Kombination von Tier-RomanzeAlltag findet die Leserin in diesem Buch, was sich hervorragend als Sommerlektüre eignet.
Donnerstag, 6. August 2015
Rezension - Ein Pastor zum Verlieben
Autorin: Regina Mengel
Titel: Ein Pastor zum Verlieben
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 14. Dezember 2013
Seiten: 294
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder Hörbuch veröffentlicht. Wer mehr über Regina Mengel wissen möchte, ist herzlich auf ihre Homepage eingeladen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
"Ein Pfaffe kommt mir nicht ins Haus." Da ist sich Saskia sicher. Schließlich steht sie sowieso mehr auf die echten Kerle, vorzugsweise Bad Boys mit gut definierten Bauchmuskeln. Und dieser Jan ist zwar niedlich, aber eben auch viel zu schüchtern. Nur merkwürdig, dass sie gerade ihn schon wenige Wochen später in ihr Gästezimmer einlädt. Und dann, als wäre Saskias Leben nicht schon verrückt genug, tauchen auf dem Friedhof Leichen auf, die dort nicht hingehören. Bald ist klar: Es handelt sich um Mord. Ausgerechnet ihr bescheuerter Exfreund entpuppt sich als der zuständige Kriminalbeamte. Logisch, dass sich da Saskia berufen fühlt, die Sache aufzuklären. Und Jan? Der punktet auf seine eigene Weise.
Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Hochzeit mit Huhn" gelesen hatte, war ich neugierig auf dieses. Zumal mir die Beteiligten ja zum größten Teil bekannt waren. Diesmal drehte sich alles um Saskia, die mir im ersten Buch sehr sympathisch war, aber das hat sich nun total geändert. Mir hat es einfach nicht gefallen, dass sie immer so laut sein musste und ihr Verhalten fand ich meist unmöglich. Leider kann ich das nicht erklären, weil ich dann zu viel verraten müsste.
Warum ich das Buch bis zum Ende gelesen habe, mag sich nun mancher fragen. Tja, der Krimianteil hat mich gelockt. Ich wollte doch wissen, wer der Täter ist. Die Autorin hat es verstanden, durch geschickt eingeschobene Zwischenspiele die Spannung zu erhöhen. Sie hat mich auf eine Spur gebracht, bis mir am Ende der Gedanke kam: Ach, so verhält es sich, alles klar.
Fazit:
Ich sollte nun wirklich mal die Finger von den Frauenromanen lassen, denn es zeigt sich, dass die meisten mich einfach nicht mehr überzeugen können. Schade, aber es gibt ja zum Glück für mich noch genügend andere Genre und zum Glück der Autoren reichlich Leserinnen, die an diesem Buch Gefallen finden werden.
Rezension - Worte in meiner Hand
Autorin: Guinevere Glasfurd
Titel: Worte in meiner Hand
Genre: Historischer Roman
Version: eBook, gebunden und Hörbuch
erschienen: 7. August 2015
Seiten: 432
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: List
Die Autorin Guinevere Glasfurd ist im bergigen Norden Englands aufgewachsen, doch jetzt lebt sie in einer der flachsten Gegenden der Welt, am Rand der Fens nahe Cambridge, gemeinsam mit Ehemann, Tochter und zwei Katzen. Die Arbeit an "Worte in meiner Hand" ist vom Arts Council England gefördert worden. Guinevere Glasfurds Texte sind immer wieder ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem TLC's Pen Factor Award.
Kurzbeschreibung, übernommen:
René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte
Amsterdam, 1630er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein großes Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben und geht mit offenen Augen durch die Welt. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und Helena ist angewiesen, ihn „Monsieur“ zu nennen. Der Fremde zieht viele Besucher an, und sie erfährt seinen echten Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was unmöglich ist: Sie ist Calvinistin, er Katholik. Sie ist nur eine einfache Magd, er Europas aufstrebender Philosoph. Die beiden sind zwei kühne, mitreißende Geister, die sich von dem Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten lassen.
Meine Meinung:
Da ich gerne historische Bücher lese, hat mich zunächst die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Ich gestehe, dass ich auf die Namen der Protagonisten gar nicht geachtet hatte, weil sie mir auch nichts sagten. Nachdem ich mich aber mehr über das Buch informiert hatte, freute ich mich regelrecht darauf es zu lesen. Denn ganz besonders mag ich Bücher über Personen, die tatsächlich gelebt haben. Leider ist nicht immer alles über deren Leben überliefert und dann finde ich es ganz lobenswert, wenn Autoren sich die Arbeit machen und aus dem bisschen an Informationen, die bekannt sind, einen Roman schreiben.
Der Autorin ist es wunderbar gelungen. Sie hat es geschafft und ein wirklich fesselndes Buch geschrieben, über das, wie es gewesen sein könnte. Um dies möglich zu machen, hat sie sehr ausführlich recherchiert. So habe ich nicht nur etwas über Helena Jans van der Strom erfahren, sondern auch etwas über den Alltag einer Magd zu der damaligen Zeit. Es war sehr selten, dass Frauen damals lesen und schreiben konnten, zumindest hielten Männer nichts davon und traten mit der bekannten Überheblichkeit auf, wenn Frauen dies bekannt machten und vielleicht sogar Geld damit verdienen wollten. René Descartes, soviel weiß ich nun, war ein bekannter französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Irgendwie muss er Helena kennen gelernt haben. Wie die beiden zueinander gefunden haben könnten und wie sie damit umgingen, ein gemeinsames Kind zu haben, fand ich ebenfalls sehr gut beschrieben. Die Autorin musste dabei ja berücksichtigen, wie die Leute zu der damaligen Zeit mit dieser Situation umgingen. Leicht war es bestimmt nicht.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde in verschiedene Zeitabschnitte gegliedert, die Überschriften sagten immer etwas über den Inhalt in diesen Kapiteln aus. Damit die Geschichte abgerundet ist und keine Lücken aufweist, wurden verschiedene Personen erfunden. Ich fand, dass sie sehr gut eingefügt wurden und ich hatte das Gefühl, dass es genau so gewesen sein könnte. Einzig den Bruder und sein Verhalten hat mir nicht gefallen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass damals so gehandelt wurde.
Fazit:
Ein wunderbares Buch, das die Zeit um 1640 wiederspiegelt. Sehr gut zu lesen und vor allem informativ, ohne langweilig zu sein.
Ich möchte mich beim Verlag recht herzlich für dieses Buch bedanken.
Dienstag, 4. August 2015
Rezension - Einmal Himmelblau und zurück
Autorin: Andrea Bielfeldt
Titel: Einmal Himmelblau und zurück
Genre: Frauenroman, Weihnachtsbuch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 8. November 2013
Seiten: 172
Altersempfehlung: Erwachsene
neues Cover
Die Autorin Andrea Bielfeldt, geboren 1973, sagt über sich selber:
„Ohne ein Ziel bin ich wie ein Schiff in dunkler Nacht auf offener See ohne Orientierung. Mein Ziel ist das Leuchtfeuer in dieser Nacht, das mir den richtigen Weg weist!“ Wer jetzt noch mehr über sie erfahren möchte, kann dies gerne auf ihrer Seite nachlesen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Einmal Himmelblau und zurück ist eine humorvolle Liebesgeschichte mit Tiefgang zum Lachen, Weinen und Träumen. Sie erzählt von der 28-jährigen Johanna, einer jungen Single Frau, die mit wackeligen Beinen im Leben steht. Nicht ganz unschuldig daran ist eine Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Tom, ein homosexueller Frauenversteher, ist ihr einziger Vertrauter. Ihr Motto - Liebe auf den ersten Blick gibt es nur im Märchen - wird über den Haufen geworfen, als sie kurz vor Weihnachten dem attraktiven John begegnet. Auch er scheint ihr gegenüber nicht abgeneigt zu sein und so beginnt für beide eine Nacht voller Turbulenzen …
Meine Meinung:
Huch, das war jetzt aber mal eine superflotte Geschichte. Jo und John lernen sich auf dem Weihnachtsmarkt kennen und Stunden später kommen sie sich sehr nahe und müssen sich schon wieder trennen. Dieses Zusammensein hinterlässt bei beiden Spuren und sie können sich einfach nicht vergessen. Manchmal geht das Schicksal aber auch verrückte Wege und manche Entscheidungen stimmen einen nicht immer glücklich. Ich selber hatte auch manches Mal die eine oder andere Träne in den Augen. Die Stellen verrate ich hier natürlich nicht.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil kann ich erleben, wie die beiden sich kennen lernen und die kurze Zeit miteinander verbringen. Im zweiten Teil erfahre ich einiges von ihnen, denn sie tauschen ihre Gedanken schriftlich aus und im dritten Teil, tja, da warten einige Überraschungen auf mich und natürlich auch auf Jo.
Die Protagonistin Jo ist mir sehr sympathisch und ich fühle in allem mit ihr. Ihren besten Freund Tom kann auch sehr gut leiden, denn er ist für Jo immer da und eine große Stütze.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sehr witzig, aber auch sehr einfühlsam erzählt sie die Geschichte um Jo und John. Wobei ich mich immer wieder über Jo amüsieren musste. Da die Geschichte sehr flüssig geschrieben war, habe ich das Buch auch in einem Rutsch lesen können, was mir ja immer am besten gefällt.
Fazit:
Das Buch spielt zur Weihnachtszeit und ich werde es auch bei meinen Weihnachtsbüchern einordnen. Aber natürlich kann es auch jetzt im Sommer sehr gut gelesen werden. Egal, zu jeder Jahreszeit bereitet es ein großes Lesevergnügen.
Rezension - Lerchenküsse
Autorin: Cornelia Lotter
Titel: Lerchenküsse
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 30. Juli 2015
Seiten: 206
Altersempfehlung: Erwachsene
Die Autorin Cornelia Lotter Geboren 1959 in Weimar, in Thüringen zur Schule gegangen und studiert (auf Lehramt), 2 Jahre im Schuldienst, nach Stellung eines Ausreiseantrags 2 Jahre Arbeit als Altenpflegerin, 1984 Übersiedlung nach Tübingen. Umschulung zur Industriekauffrau, seit 1987 Arbeit als Sekretärin. Schreibt schon immer, Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien sowie unter Pseudonym in verschiedenen Verlagen und als eBooks.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Sophie Ruckaberle, 36 Jahre jung, Urschwäbin, zieht nach Leipzig, um dort einen Erotikshop für Frauen zu eröffnen. Nebenbei hofft sie, in der angesagten Sachsenmetropole auf ihren Mister Right zu treffen. In der Gestalt des smarten Maklers Matthias begegnet ihr gleich der erste Kandidat. Und auch der Enkel ihrer Nachbarin macht ihr Avancen. Doch es gibt auch jede Menge Probleme beim Start in der Wahlheimat, deren Lösung Sophie mit Witz und Charme angeht. Wird sich Sophie gegen pfeifende Kakadus und picklige Kreditberater durchsetzen und ihren Traum verwirklichen können? Eine spritzige und romantische Sommerkomödie, ein Gute-Laune-Buch und eine Hommage an die Stadt Leipzig.
Meine Meinung:
Dies war wieder ein Buch, das durch das wunderschöne Cover meine Aufmerksamkeit erregte. Als ich dann las, dass die Geschichte in Leipzig spielt, war ich besonders neugierig. Denn ich weiß, dass in Leipzig der Begriff Lerche eine besondere Bewandtnis hat und ich wollte wissen, was denn nun mit den Lerchenküssen auf sich hat.
Ich lernte Sophie kennen, die aus dem Schwabenland nach Leipzig ziehen will und dort einen kompletten Neustart plant. Soweit ist es ja nichts besonderes, allerdings hat sie die Idee dort einen Erotikshop zu eröffnen. Ich war gespannt, ob ihr das gelingen würde. So begleitete ich Sophie bei der Suche nach einer neuen Wohnung und später dann nach einem Ladenlokal. Dabei lernt sie sehr viele interessante und hilfsbereite Menschen kennen. Aber es gibt trotzdem noch einiges, womit sie fertig werden musste. Ihre Eltern bringen nicht gerade großes Verständnis auf und in der Umgebung ihrer neuen Wohnung gibt es jede Menge Geräuschquellen.
Wie es so in einer neuen Stadt ist, gibt es vieles zu sehen und zu entdecken. Sophie besucht alleine oder mit Besuch aus der Heimat viele Sehenswürdigkeiten in Leipzig. Das hat mir sehr gut gefallen. Denn ich war nun zweimal in der Stadt, die mich gefallen hat und ich freute mich, dass ich mit Hilfe von Sophie einiges noch einmal besuchen konnte. Schließlich war ich ja bei ihr und somit mitten drin im Geschehen. Und die Erklärung der Lerchenküsse fand ich ebenfalls im Laufe der Geschichte, aber hier werde ich darüber nichts verraten.
Dieses Buch ist nun das dritte, das ich von Cornelia Lotter gelesen habe. Jedes Mal war es für mich ein anderes Genre und jedes Mal hat sie mich mit ihrem Schreibstil an das Buch gefesselt.
Fazit:
Ich habe dieses Buch für mich im Genre Frauenroman eingeordnet und kann allen, die nach einer leichten Sommerlektüre suchen, dieses Buch empfehlen.
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