Freitag, 13. April 2018

Rezension - Ist die Katze aus dem Haus



Autorin: Rita Mae Brown

Titel: Ist die Katze aus dem Haus

Genre: Krimi, Tierkrimi

Version: eBook und Hardcover

erschienen: 6. April 2018

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List by Ullstein Buchverlage



Über die Autorin:
Rita Mae Brown, geboren 1944 in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mary Minor Harry Harristeen ist happy. Endlich tummelt sie sich wieder als Caddie auf dem Golfplatz von Crozet, an ihrer Seite Katze Mrs. Murphy. Plötzlich hört Harry Schüsse. Ein Spieler wurde ermordet, Greg Ginger McConnell, ein emeritierter Professor der University of Virginia. Zuletzt schrieb er an einem Buch über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Spuren, die er in ihrer Gegend hinterlassen hat. Besonders scheint ihn das ehemalige Kriegsgefangenenlager bei Charlottesville interessiert zu haben. Schon bald fragt sich Harry, ob McConnell vielleicht auf eine unliebsame Wahrheit gestoßen ist?


Meine Meinung:
In der Vergangenheit hatte ich ab und zu mal ein Buch der Autorin gelesen und jetzt wieder Lust auf einen neuen Krimi von ihr. Hatte ich es doch in guter Erinnerung, wenn sie gemeinsam mit ihrer Katze Mrs. Murphy ermittelt und Fälle löst.
Die Autorin hat es sich angewöhnt und erwähnt als erstes immer die Personen, die in dem Buch eine Rolle spielen. Mich hat es diesmal verwirrt, denn ich fand, dass es sehr viele waren, die dort aufgeführt wurden und dachte, dass ich mit Sicherheit immer mal wieder nachsehen muss, wer das denn nun wieder ist.
Sehr gut gefallen haben mir die hübschen Schwarz-Weiß Bildchen, die zwischendurch eingefügt wurden und die Geschichte noch anschaulicher gestalteten.
Dann musste ich allerdings feststellen, dass ich mich mit diesem Buch nicht sehr gut anfreunden konnte. Was daran gelegen haben könnte, dass ich mich jetzt nicht so sehr fürs Golfen und die ausführliche Schilderung darüber begeistern konnte.
In diesem Buch spielen Ereignisse während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eine wichtige Rolle, was damals geschah, erfahre ich durch Rückblenden, die die Autorin immer wieder einfügt. Nun mag dies alles vielleicht für den Professor und Bewohner der Gegend sehr wichtig und interessant sein, aber ich fand es wesentlich spannender zu erfahren, wer hat den Professor denn nun ermordet und welche Rolle spielten die Tiere in diesem Fall. Letzteres sollte ich zu meiner Freude und Überraschung dann auch erfahren.

Fazit:
Ich möchte das Buch jetzt nicht schlecht machen, mit Sicherheit gibt es genügend Leser, die das alles wesentlich interessanter finden. Ich allerdings hatte das Gefühl, ausgerechnet eine Folge der Serie erwischt zu haben, die mich nicht ansprach.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Tod kommt mit dem Wohnmobil


Autorin: Susanne Hanika

Titel: Der Tod kommt mit dem Wohnmobil

Genre: Krimi

Version: eBook und Hörbuch

erschienen: 10. April 2018

Seiten: 239

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: beTHRILLED by Bastei Entertainment




Susanne Hanika, geboren 1969 in Regensburg, studierte Biologie und Chemie. Nach der Promotion in Verhaltensphysiologie 1997 arbeitete sie als Wissenschaftlerin im Zoologischen Institut der Universität Regensburg. Susanne Hanika ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt nach wie vor in Regensburg;


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Musch ist tot! Kalt und nackt liegt er in Evelyns Wohnmobil. Aber wie ist er dort hingekommen? Und wer hat ihn ermordet? Evelyn gibt sich ahnungslos - und Sofia ist verzweifelt. Schließlich will sie den Campingplatz, das Erbe ihrer bayerischen Großmutter, einfach nur wieder loswerden. Aber wer kauft schon einen Campingplatz, auf dem ein Mörder frei herumläuft? Zwischen all den verrückten Dauercampern! Die örtliche Polizei erweist sich als wenig hilfreich, präsentiert sie doch Sofias tote Großmutter als vermeintliche Täterin! Jetzt muss Sophia auch noch den Ruf ihrer Familie retten und den Mörder finden, bevor er erneut zuschlägt. Oder handelt es sich gar um eine Mörderin?


Meine Meinung:
Wie so oft habe ich mich mal wieder vom Buchcover verführen lassen und mich für ein Buch interessiert. Außerdem las sich die Kurzbeschreibung sehr interessant und deshalb wollte ich diesen Krimi gerne lesen. So kam es, dass ich Sofia kennen lernte und zugleich das erste Buch einer neuen Krimiserie in der Hand hielt.
Sofia will ja eigentlich nur schnell den geerbten Campingplatz verkaufen und dann wieder nach Hause, in den Norden. Aber zunächst musste geklärt werden, weshalb der Tote nicht in seinem Wohnmobil lag und wie er zu Tode gekommen ist.
Susanne Hanika hat diese neue Serie mit Spannung und Humor gestartet. Den Campern hat sie nicht nur originelle Namen gegeben, sie hat sie auch mit ganz besonderen Charakteren versehen. Obwohl mir einiges vom Plot sehr bekannt vorkam, fand ich die Idee mit dem geerbten Campingplatz ganz nett. Auf jeden Fall hat die Autorin es verstanden, reichlich Spannung aufzubauen und mich auf falsche Fährten zu führen. Ich wurde immer wieder überrascht und wusste lange nicht, wer denn nun tatsächlich der Mörder war.


Fazit:
Ein unterhaltsamer Krimi und ein vielversprechender Start einer neuen Serie. Ich bin schon gespannt auf die nächste Folge.

Beim Verlag und NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 10. April 2018

Rezension - Drei Schwestern am Meer


Autorin: Anne Barns

Titel: Drei Schwestern am Meer

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 5. März 2018

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: MIRA Taschenbuch




Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Weiß der Kreidefelsen und das Grün der Bäume spiegeln sich türkis im Meer - Rügen! Viel zu selten fährt Rina ihre Oma auf der Insel besuchen. Jetzt endlich liegen wieder einmal zwei ruhige Wochen voller Sonne, Strand und Karamellbonbons vor ihr. Doch dann bricht Oma bewusstlos zusammen, und Rina muss sie ins Krankenhaus begleiten. Plötzlich scheint nichts mehr, wie es war, und Rinas ganzes Leben steht auf dem Kopf.


Meine Meinung:
Von Anne Barns hatte ich bereits das Buch "Apfelkuchen am Meer" gelesen und weil es mir gefallen hat, wollte ich unbedingt auch das nächste Buch der Autorin lesen.
Diesmal spielt die Geschichte auf Rügen und ich hätte mit der Protagonistin Katharina zwei erholsame Wochen auf der Insel verbringen können, wenn das Schicksal nicht dazwischen gefunkt hätte. Oma Marianne bricht auf einmal zusammen und muss ins Krankenhaus. Katharina und ihre beiden Schwestern Pia und Jana sind auf jeden Fall sofort da und wollen alles für ihre Oma tun
Allerdings hat jede von ihnen irgendwelche Probleme, die auch bewältigt werden müssen. So fand ich mich auf einmal in einem Buch wieder, wo allerhand los war. Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen und mich damit an ihr Buch gefesselt, denn ich wollte natürlich wissen, wie sich alles entwickelt. Wobei für mich das Ende auf einmal viel zu schnell kam und ich gerne noch mehr gelesen hätte. Aber so ist genügend Potential für weitere Bücher vorhanden.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch mit Höhen und Tiefen, es gibt bewegendes und auch nachdenkliches. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Ich möchte mich vielmals beim Verlag und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Das Leben ist ein Seidenkleid



Autorin: Tanja Wekwerth

Titel: Das Leben ist ein Seidenkleid

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 5. März 2018

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: HarperCollins



Die Autorin Tanja Wekwerth wurde in Berlin geboren und arbeitete viele Jahre als Model und Übersetzerin in Paris. Inzwischen lebt die Autorin mit ihrer Familie wieder in Berlin, wo sie neben der Schriftstellerei auch als begeisterte Fotografin tätig ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Kleid kann ein Leben verändern, sagt Maja. Jede Nacht sitzt sie allein an ihrer Nähmaschine und zaubert bestickte Mäntel oder raffinierte Röcke - die kaum jemand zu Gesicht bekommt. Dazu fehlt ihr der Mut. Bis sie sich mit Leonhard anfreundet, einem sanftmütigen älteren Herrn. Seit dem Tod seiner Frau Luise hat niemand mehr ihr Ankleidezimmer betreten dürfen, niemand außer Maja. Dort, zwischen Petticoats und Maßband, stellt sie mit Leos Hilfe bald fest, dass Lebensträume keinem Schnittmuster folgen.


Meine Meinung:
Mal wieder habe ich mich von einem schönen Cover verführen lassen und mich für das Buch interessiert. Die Kurzbeschreibung machte mich neugierig, zumal sie nicht sehr viel verriet und schon aus diesem Grund wissen wollte, was Maja denn wohl alles erleben würde.
Also lernte ich Maja kennen, die einen großen Traum hat, aber im wirklichen Leben weit davon entfernt ist. Neben ihrem Job im Kaufhaus fährt sie am Wochenende Mittagessen zu älteren Leuten und ein neuer Kunde, Leo,  sollte wichtig für ihr Schicksal werden.
Die Autorin hat in ihrer Geschichte sehr viele verschiedene Personen untergebracht und jedem sie einen interessanten Charakter zugeordnet. Meine Empfindungen waren deshalb auch ganz unterschiedlich, ein paar Personen hätte ich zu gerne auf den Mond geschossen, andere haben mein Leserherz sehr schnell erobert und das eine Tränchen oder andere ist dann auch geflossen. Aber weshalb, dass werde ich hier natürlich nicht verraten.
Auf jeden Fall hatte ich hier das Gefühl ein modernes Märchen zu lesen, denn es gab die böse Mutter und noch andere böse Personen und außerdem die Guten, die einem nicht nur den rechten Weg zeigen, sondern auch dabei helfen, dass dieser Weg endlich genommen wird.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch, dass einem vermittelt, von Träumen allein kommt man nicht weiter, es gehört auch Mut dazu und wahre Freundschaft. Wer also mal nach einem netten Buch für zwischendurch Ausschau hält, wird hier vielleicht das richtige finden.


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 8. April 2018

Autoreninterview - Petra Mattfeldt


Liebe Petra,
ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantwortest. Eigentlich müssten es ja mehrere Interviews sein, denn ich kenne Dich unter drei Namen und bin von all Deinen Büchern begeistert. Ob es nun Jugendbücher, Krimis/Thriller oder historische Bücher sind. Letztere schreibst Du unter dem Namen Caren Benedikt und Ellin Carsta. Und als Caren Benedikt habe ich Dich vor vielen Jahren kennen gelernt. Zunächst nur schriftlich und später dann hatten wir die Gelegenheit uns auf Buchmessen zu unterhalten.


Bei unserem ersten Treffen auf der Buchmesse 
 in Frankfurt hatten wir beide auf jeden Fall 
sehr viel Spaß 



Ich finde es schon faszinierend, was Du alles schreibst und das in ganz unterschiedlichen Genres. Wie ist das eigentlich, kann die Petra abschalten, wenn die Caren gerade an einem Buch schreibt?

Zunächst muss ich sagen, dass ich mich selbst natürlich nicht als unterschiedliche Personen wahrnehme, die Pseudonyme sind wirklich nur Aushängeschilder.

Das Gute ist, dass ich sehr interessiert im Bereich Geschichte bin und deswegen in allen Bereichen, egal ob nun bei Jugendbüchern, Krimis oder historischen Romanen begeistert meine Ideen selbst entwickle. Mir wird nicht vorgeschrieben, was für Stoff ich schreiben soll. Deswegen ist jedes Buch eine echte Herzensangelegenheit, ich stecke alles in meine Bücher und deshalb denke ich überhaupt nicht daran, für welches Pseudonym ich schreibe. Im Vordergrund sollte meiner Meinung nach nicht der Autor stehen, sondern das Werk selbst. Das versuche ich immer so gut wie möglich hinzubekommen.



Kommen Dir beim Schreiben eines Buches schon Ideen für ein weiteres? 

Ja, das ist tatsächlich so! Es ist wirklich schwierig alle Figuren richtig zu ordnen. Ich hatte schon einige historische Romane, in denen plötzlich mein Kommissar Cornelsen über den Mittelaltermarkt spazierte. Das heißt, ich bekomme nicht nur weitere Ideen zu der Reihe, die ich gerade schreibe, sondern auch zu anderen Büchern. Das ist wirklich extrem spannend, weil für mich bei einem Buch, das ich schreibe, bestimmt drei bis vier weitere Buchideen entstehen. Somit regt der Prozess mich sofort zu neuen Büchern an!


Und woher kommen die Ideen?

Meine Ideen kommen von überall. Ich weiß, das hört sich sehr klischeehaft an, aber es ist wirklich so! Das kann ein Bild von einem Weinbau sein, das ich betrachte und plötzlich möchte ich eine Familiengeschichte dazu schreiben. Oder sogar noch weniger: Es reicht ein Geruch, der mir in die Nase steigt und mich an einen mittelalterlichen Basar im fernen Osten denken lässt oder eine Melodie, die mir in den Kopf steigt. Manchmal ist das sehr anstrengend, weil ich aus dem Nichts aufspringe und mein Handy greife, um mir ein Zitat zu notieren, an das ich denken muss. Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht die geringste Ahnung, zu welcher Figur oder Geschichte das gehören könnte, ich schreibe es einfach auf und hoffe das Beste (lacht)!



Wie lange schreibst Du an einem Buch und wer darf es als erstes lesen?

Das ist von Buch zu Buch unterschiedlich. Das Gute ist, dass ich recht schnell schreiben kann und deshalb die wirkliche Schreibzeit gar nicht so lange ist. So schnell wie meine Gedanken springen, ist das auch gut so! Viel länger dauert für mich das Einfühlen in die Zeit und natürlich die Recherche. Zum Glück übernehme nicht ich diese, sondern mein Mann. Mir fehlt einfach die Geduld dafür. Dennoch dauert es für mich einige Zeit, bis ich mich in die Zeit zurückversetzt habe und die Atmosphäre für mich aufnehmen kann.
Als Erster liest immer mein Mann und das nicht nur, weil er die Recherche macht und deshalb über den Inhalt und meine Fragen dazu Bescheid wissen muss. Mein Mann ist einfach selbst ein begeisterter Leser und mir ist der Austausch mit ihm unglaublich wichtig, weil ich sichergehen will, dass die Gedanken der Figuren glaubhaft sind und man der Handlung gut folgen kann. Wenn er stundenlang nur am Manuskript sitzt und die Augen gar nicht mehr abwendet, dann ist das für mich das größte Lob, das ich kriegen kann!



Wir haben uns ja schon mal über ein Zeitmanagement unterhalten, leider hat der Tag wirklich nur 24 Stunden. Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Tja, das ist mein größtes Problem. Meiner Meinung nach ist die Erfindung der 24 Stunden eine Gemeinheit. Mit 32 Stunden käme ich deutlich besser aus! Mein Tag ist prall gefüllt. Morgens fahre ich im Normalfall mit meinem Mann ins Büro und arbeite dort an diversen Aufgaben, vor allem aber für den Bookspot-Verlag, bei dem ich als Verlagsleiterin mit eingestiegen bin. Immer dabei ist unser jüngstes Familienmitglied Henry, ein Cavalier King Charles Spaniel, der mir hilft, in der ganzen Arbeit nicht unterzugehen. So gut es möglich ist, schreibe ich auch in der Zeit, doch oft ist gar keine Zeit mehr für meine Geschichten. Dann fahre ich nach Hause, koche für die Familie und fahre danach entweder wieder ins Büro oder beginne richtig zu schreiben. Für mich funktioniert jedoch am besten ohnehin das Nachtschreiben, also dass ich mich ab ca. 23 Uhr hinsetze und loslege. Zu keiner anderen Zeit bekomme ich diese Ruhe und kann mich so in die Geschichte einfühlen.



Du hast ja auch Familie, wie kommen Dein Mann und die Kinder mit dieser emsigen Frau und Mutter klar?

Meine Familie unterstützt mich in meiner Arbeit. Manchmal reicht es schon, wenn man ein bisschen aus der Geschichte herauskommt und mal abgelenkt wird, dann ist das auch sehr gut. Aber sobald ich Ruhe brauche oder jemanden zum Reden, ist meine ganze Familie für mich da. Der Zusammenhalt ist mir sehr wichtig und gibt mir die Kraft, die ich brauche.



Du bist ja eine eifrig schreibende Autorin, was mich natürlich sehr begeistert. Werden Deine Bücher von Deiner Familie auch gelesen?

Wie schon gesagt, liest mein Mann jedes Buch als Erster, also ja. Bei meinen Kindern sieht es ein bisschen anders aus, da liest jeder das, was ihn interessiert. Mein Sohn zum Beispiel hat die Jugendromane verschlungen. Er ist selbst angehender Autor und ich habe mit ihm dann auch gleich den zweiten Teil des „Jahrbuchcodes“ zusammengeschrieben.  Meine eine Tochter hat einige der historischen Romane gelesen und meine andere Tochter die Krimis. Das freut mich natürlich, aber ich würde nie von ihnen erwarten, dass sie alle meine Bücher lesen müssen. Geschmäcker sind eben unterschiedlich und das ist gut so.



Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Autorin zu werden?

Es gab bei mir nie die Idee „Jetzt möchte ich Autorin sein“, es waren nur einige Einfälle, die ich aufschreiben wollte. Diese Einfälle wurden zu einer ganzen Geschichte, einem ganzen Roman und den habe ich bei einem Wettbewerb eingereicht. Nachdem ich dort den zweiten Platz machte und die Gedanken um Geschichten nicht aufhören wollten zu sprudeln, hatte ich Blut geleckt und wollte mehr. Insgesamt muss ich sagen, dass mir das alles eher wie ein glücklicher Zufall vorkommt. Oft habe ich einfach angefangen zu schreiben, das Beste gehofft und das hat sich bezahlt gemacht. Aber es war nie das Bewusstsein, dass ich jetzt als Autorin gelten könnte.



Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, welche Bücher fallen Dir spontan ein.

Ja – klar! Ich war ein typischer Pippi Langstrumpf Fan. Die fand ich super. Aber auch die Winnetou Romane und Michael Ende habe ich geliebt!



Hast Du jetzt überhaupt noch Zeit aus Spaß an der Freude Bücher zu lesen?

Die Zeit ist das große Problem. Sobald ich Zeit habe, lese ich auch gerne andere Bücher. Aber gerade im Urlaub ist es die leichte Literatur, die ich mitnehme. Die Romane helfen mir beim Entspannen. Aber ich lese auch unglaublich gerne Krimis oder historische Romane, weil mir das Abtauchen sehr gefällt, dieser Moment, wenn ich ganz in den Bann eines Buches gesogen werde.



Gibt es einen Autor, den Du als Vorbild betrachtest?

Nein, als Vorbild würde ich wirklich nicht sagen. Natürlich finde ich beispielsweise Ken Follett superklasse, weil er toll schreibt und ich seine Bücher verschlinge. Aber nicht als Vorbild, weil ich nicht wie jemand anderes schreiben möchte. Ich mache meine Sachen so, wie ich denke.



Nehmen wir mal an, Du könntest einen Autor in der Vergangenheit besuchen, zu wem würdest Du gerne reisen und weshalb?

Eigenartig – da fällt mir niemand ein. Bei mir wären es nicht so sehr die Autoren, mit denen ich sprechen möchte, sondern die Erfinder. Menschen, die eine Vision hatten und fest an ihr Ziel glaubten, auch wenn sie Rückschläge einzustecken hatten. Solche Leute beeindrucken mich sehr!



Was fällt Dir zu folgenden Namen und /oder Titeln ein:

Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Hab ich nicht gelesen 😊

Astrid Lindgren
Klasse! Abtauchen in eine andere Welt, zusammen mit Pippi Langstrumpf bärenstark sein und tolle Abenteuer erleben!

Die Mädels vom Immenhof
Fand ich selbst als Kind zu kitschig 😊



Bevor ich nun gleich noch über andere Bereiche, in denen Du tätig bist, berichte, gebe ich Dir die Möglichkeit, hier etwas zu erwähnen, was Du immer mal gerne loswerden wolltest, ich aber nicht gefragt habe ;)

Da fällt mir nichts spezielles ein. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gern den Zeigefinger heben und belehrend auf andere einwirken wollen.



Du engagierst Dich ja  in vielen Bereichen, ich möchte zunächst einmal den Homer-Literaturpreis erwähnen, möchtest Du uns dazu etwas sagen?

Ja, das stimmt. Ich bin die Vorsitzende des Vereins HOMER historische Literatur e.V., ein Zusammenschluss von Autorinnen und Autoren, die im historischen Genre schreiben. Hier loben wir jedes Jahr einen Literaturpreis für den besten Roman des Vorjahres aus. Da werden dann auch mal Schätze gefördert, die vielleicht bisher auf dem Markt gar nicht die riesen Beachtung erhalten haben.
Des weitern bin ich Mitglied des Exil PEN. Der PEN dürfte ja als Schriftstellervereinigung doch recht bekannt sein. Es gibt verschiedene Organisationen, die unterschiedliche Ausrichtung haben. Unserer ist der, der damals von den Kollegen Mann gegründet wurde. Ja – da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.
Und dann habe ich eben vor kurzen die Verlagsleitung des Bookspot Verlags, der nun auch schon über fünfzehn Jahre existent ist, übernommen und eine Dependance des Verlages hier im Norden aufgemacht. Mein Leben dreht sich also tatsächlich sehr viel um Bücher!



Du erwähnst, dass Du seit kurzem  Geschäftsführerin im Bereich Nord des Bookspot-Verlages bist. Ich habe mich dort schon  etwas umgesehen und weiß auch, dass demnächst etwas Besonderes geplant ist: Ladies Lounge. Was dürfen wir Ladies dort erwarten?

Ladies Lounge ist ein Label, das wir ins Leben gerufen haben, um lustige, aber nicht flache Frauenliteratur zu bedienen. Ich sehe dort einen soliden Markt. Mir ist wirklich wichtig, dass das Niveau nicht allzu sehr abflacht, deshalb kümmere ich mich selbst um eine strenge Auslese. Ich bin auch für das Lachen, wir lachen viel zu wenig, aber nicht um den Preis unserer Qualität.
Insgesamt wollen wir frischen Wind hereinbringen und was könnte das besser erreichen als lustige Literatur? Bis jetzt haben wir zwei Bücher im Repertoire und von Beiden bin ich restlos überzeugt. Sie sollen den so stressigen Arbeitsalltag mit ihrer Leichtigkeit auflockern. Ich selbst lese – wie schon gesagt – gerne einfach Unterhaltungsliteratur, weil ein herzhaftes Lachen den Tag doch gut ausklinken lässt. Ich hoffe sehr, dass nicht nur ich das so sehe und Ladies Lounge ein voller Erfolg wird.




Liebe Petra, ich möchte mich herzlich bedanken, dass Du Dir die Zeit für mich genommen hast.

Sehr gern, liebe Ulla! Wir kennen uns ja nun auch schon ein paar Jahre und ich freue mich immer wieder, wie sehr ich dich mit meinen Büchern begeistern konnte.


An dieser Stelle zeige ich gerne die Buchcover der erschienenen Bücher, aber das würde hier den Rahmen sprengen deshalb stelle ich den jeweiligen Link zur Autorenseite bei Amazon ein:

Petra Mattfeldt: klick hier
Caren Benedikt: klick hier
Ellin Carsta: klick hier

Und wer noch mehr über die Autorin erfahren möchte, klickt hier

Rezension - Die letzte Fahrt



Autorin: Petra Mattfeldt

Titel: Die letzte Fahrt

Genre: Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. März 2018

Seiten: 284

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Edition M



Die Autorin Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie schreibt Jugendbücher, Krimis und Thriller. Unter den Pseudonymen Ellin Carsta und Caren Benedikt veröffentlicht sie außerdem Historische Romane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vermisst: Carla Bornkamp, 36 Jahre alt, mittelblond, blaue Augen, 1,71 m groß, schlanke Figur.
Auf einem Autobahnrastplatz wird eine Frauenleiche gefunden. Nur aus der Nähe ist zu erkennen, dass die aufwendig zurechtgemachte Frau tot ist. Die Leiche hat frappierende Ähnlichkeit mit der vermissten Carla Bornkamp. Doch die Identifizierung der Toten ergibt, dass es sich um eine andere Frau handelt, die bereits vor vielen Jahren verschwunden ist. Ist es purer Zufall oder hat die Polizei es mit einem Serientäter zu tun? Und wo war die aufgefundene Tote über all die Jahre?

Kriminalhauptkommissar Marcus Labrenz und der Journalist David Cramer, der bereits seit Monaten im Fall Bornkamp Recherchen betreibt, stehen vor einem Rätsel. Die beiden steigen immer tiefer in den Fall ein und suchen verzweifelt nach einer Verbindung zwischen den Frauen, nicht ahnend, dass der Täter ihnen immer einen Schritt voraus ist. Können Labrenz und Cramer den Mörder identifizieren und stoppen, bevor es weitere Opfer gibt? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Meine Meinung:
Spannend von Anfang bis Ende war das Buch und Achtung es ist absolut nicht dazu geeignet, kurz vorm Schlafen gehen gelesen zu werden. Lach, ich lese abends immer gerne noch ein paar Seiten im Bett und was passierte, ich wurde putzmunter und habe das Buch verschlungen. Ich hätte es ja eigentlich auch wissen müssen, kenne ich doch die Bücher der Autorin, die unter verschiedenen Namen in unterschiedlichen Genre schreibt. Außerdem wenn Thriller auf dem Umschlag steht, dann ist auch ein Thriller drin 😉
Auf jeden Fall hat mich Petra Mattfeldt mal wieder an ihr Buch gefesselt. Sehr gut gefallen hat mir hier die Zusammenarbeit des Kriminalhauptkommissars Marcus und dem Journalisten David. Als Leserin hatte ich dann auch die Möglichkeit Täter und Opfer beobachten zu können, damit hatte ich zumindest einen kleinen Wissensvorsprung vor den beiden. Die Spannung steigerte sich immer weiter, ich hoffte so sehr, dass die Identität des Entführers ermittelt werden konnte und bekam am Ende richtig Herzklopfen. Weiß ich, welches Ende sich die Autorin ausgedacht hat? Nun, ich war zufrieden und hatte es ein weiteres Mal geschafft, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen.


Fazit:
Thrillerfans werden begeistert sein und ich habe es überlebt, aber Herzklopfen hatte ich schon 😉 Wer es also richtig spannend mag, der sollte nach diesem Buch greifen. Ich empfehle es auf jeden Fall sehr gerne. Das Buch kann mit KU gelesen werden

Ich möchte mich vielmals beim Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplare bedanken. Ansonsten hätte ich auch die Möglichkeit genutzt und mit KU gelesen.

Samstag, 7. April 2018

Rezension - Vier Pfoten am Strand



Autorin: Petra Schier

Titel: Vier Pfoten am Strand

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. April 2018

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: MIRA Taschenbuch



Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Sommer Auszeit, um an seinen Skulpturen zu arbeiten, mehr sucht Ben eigentlich nicht in dem kleinen Ort am Meer! Aber dann stolpert ihm der junge Rüde Boss über den Weg, und Ben beschließt, ihn bei sich aufzunehmen. Der Hund stellt Bens Leben auf den Kopf und seine Geduld auf eine harte Probe. Niemals wird er es allein schaffen, ihn zu bändigen. Zum Glück ist da noch Christina. Sie leitet die Hundeschule und scheint genau die Richtige für Boss zu sein. Und vielleicht auch für sein neues Herrchen …


Meine Meinung:
Wer meinen Rezensionen folgt, wird wissen, dass ich alle Bücher lese, die Petra Schier geschrieben hat, egal in welchem Genre.  Denn bisher war ich von keinem ihrer Bücher enttäuscht.  Deshalb war klar, dass ich natürlich auch dieses Buch lesen wollte.
Diesmal stand eine amerikanische Bulldogge im Vordergrund, sein Name sagt alles: Boss. Ich meine so einem großen Tier kann man auch keinen niedlichen Namen geben. Auf jeden Fall hat Boss einiges erleiden müssen, bis er von seinem schlimmen Besitzer weg geholt wurde. Ben, ein Künstler und keine Ahnung vom Umgang mit Hunden hat ihn adoptiert, was allerdings keine leichte Aufgabe werden sollte. Aber da kam Christina mit ihrer Hundeschule ins Spiel und nun erzähle ich nichts mehr vom Inhalt, denn ich will keinem die Lesefreude nehmen.
Auf jeden Fall hat mich Boss begeistert, denn die Autorin hat ihn so richtig viel und oft zu Wort kommen lassen. Was natürlich nur wir Leser erfahren konnten, Ben und Christina mussten sich da schon etwas mehr anstrengen.
Wer Bücher von Petra Schier kennt, weiß, dass hier die Romanze und auch Erotik nicht zu kurz kommt. Aber auch das normale Alltagsleben spielt eine wichtige Rolle. Die Geschichte rund um Boss spielt an der Nordseeküste in dem kleinen Ort Lichterhaven, den Namen muss niemand auf der Landkarte suchen, denn der Ort ist der Fantasie der Autorin entsprungen. Aber genau solche Orte gibt es an der Küste, also ist es durchaus realistisch.
Petra Schier hat es also ein weiteres Mal geschafft und mich sehr gut unterhalten. Da ich als Leserin ja schon öfter in Lichterhaven war, freute ich mich natürlich alte Bekannte zu treffen und vor allem Schoki, aber sie hat mehr mit Boss gespielt und uns Leser nicht weiter beachtet.
Das Buchcover ist ebenfalls wieder hervorragend gelungen, allerdings befürchte ich, dass Boss wesentlich größer ist, aber Spaß im Sand hatte er auf jeden Fall.


Fazit:
Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, allerdings würde ich doch vorschlagen, auch die anderen Bücher zu lesen. Es macht einfach mehr Spaß, die Bewohner immer wieder zu begleiten. Eine Empfehlung spreche ich sehr gerne aus.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.