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Dienstag, 3. Juli 2018

Rezension - Arme Mörder - Vicent Rius ermittelt auf Mallorcoa




Autorin: Eva-Maria Farohi

Titel: Vicent Rius ermittelt auf Mallorca

Genre: Kurzkrimi

Version: eBook

erschienen: 17. Mai 2018

Seiten: 57

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Musik, Theater, Malerei und Geschichte. Während ihrer Schulzeit war Eva-Maria Farohi öfter am Stehplatz der Oper anzutreffen als vor den Mathematik-Heften.In Wien geboren, erlernte sie zunächst einen „bürgerlichen“ Beruf, wie es die Eltern wünschten, bevor sie Schauspielerin wurde.Immer schon schrieb sie gerne Kurzgeschichten, die sie aber nie veröffentlichte. Von 2003 bis 2009 lebte sie auf Mallorca. Ihre Erinnerungen verarbeitete sie in dem Kurzroman „Septembersonne“, der 2015 als Kindle Single erschien und ein Bestseller wurde.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Etwas stimmt nicht im Haus seiner Mieter, davon ist Salvatore Pons überzeugt. Zuerst gibt es da diesen lauten, nächtlichen Streit. Dann erscheint ein offenbar verwirrter Mann auf der Bildfläche, der sich als Bruder der Mieterin ausgibt und aufgeregt von einer toten Schwester erzählt. Salvatore wendet sich an seinen Freund, Chefinspektor Vicent Rius. Als Rius mit dem fremden Mann sprechen will, ist dieser plötzlich spurlos verschwunden. Vicent Rius’ Spürsinn ist entflammt. Aber wo nur sind die Beweise? Er tappt im Dunkeln. Bis man eine Leiche in der Cala Sa Nau findet. Von diesem Zeitpunkt an will der Chefinspektor nur noch eines. Den Fall lösen …


Meine Meinung:
Vicent Rius ermittelt zum dritten Mal auf Mallorca und da ich ihn während seiner beiden ersten Fälle begleitet habe, wollte ich auch jetzt wieder dabei sein.
Und nun hat die Autorin mich endgültig überzeugt. Bisher habe ich ungerne so kurze Krimis gelesen, aber inzwischen weiß ich es zu schätzen und greife gerne zu einem Kurzkrimi. Besonders dann, wenn die Autorin, wie in diesem Fall, es versteht, in die Kürze reichlich Spannung zu packen.


Fazit:
Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viel Lesevergnügen bereitet und gerne empfehle ich diesen Krimi allen, die etwas kurzes und spannendes suchen.


#Werbung #Kurzkrimi #Mallorca

Montag, 16. März 2020

Rezension - Schwarzwälder Kirsch



Autorin: Mona Franz

Titel: Schwarzwälder Kirsch

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 28. Februar 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Mona Franz ist das Pseudonym einer deutschen Autorin. Die gebürtige Nordschwarzwälderin mag Tannengrün und Holzduft und sagt zu einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte fast nie Nein. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf die heimische Terrasse zurück.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mord im Schwarzwald - Christa Haas ermittelt in ihrem ersten Fall
Im verschlafenen Schwarzwalddorf Maria Brunn wird am helllichten Tage der erfolgreiche Unternehmer Bertie Haberland in seinem Garten ermordet. Maria Brunn steht unter Schock. Doch nicht alle Dorfbewohner scheinen dem Verstorbenen nachzutrauern. Für die pensionierte Kriminalkommissarin Christa Haas ist der Mord ein Lichtblick. Sie ist gerade erst wegen eines Oberschenkelhalsbruchs ins örtliche Betreute Wohnen gezogen. Endlich mehr Action als die verschrobene Altenheimbackgruppe, zu der ihre Tochter sie angemeldet hat. Christa beginnt zu ermitteln und stößt bald auf alten Zorn und offene Rechnungen unter der heilen Maria Brunner Oberfläche ...


Meine Meinung:
Viele sehen sich im TV die Serie mit den Rentner-Cops an. Ich lese lieber von einer Kriminalkommissarin a. D. und ihren Mitbewohnern, die im Schwarzwald die Annehmlichkeiten des betreuten Wohnens genießen. Naja, Christa Haas muss sich erst einleben und will eigentlich nur kurze Zeit dort wohnen, denn ihr ist schon etwas langweilig. Bis dann ein Mord passiert und die Neugierde von Christa geweckt wird.
Die Autorin hat sehr gut beschrieben, was Christa so alles erlebt und wie sie dem örtlichen Ermittler unter die Arme greift. Dabei gab es ebenfalls reichlich Informationen über das Dorfleben und wie sich Zugezogene fühlen. Der ermordete Bertie Haberland war mit Christa in einer Schulklasse und so trifft sie auch viele ehemalige Mitschüler wieder. Allerdings gibt ihr ein Fundstück doch einige Rätsel auf. Wir als Leser erfahren vieles aus dem vergangenen Leben von Bertie und wissen aber auch nicht, wer denn der Mörder ist. Bis Christa sich an etwas erinnert. Aber dazu werde ich hier nichts verraten.


Fazit:
Ich hoffe, dass dies der Start einer neuen Rentnercops-Serie sein wird. Mir hat es Spaß gemacht, Christa zu begleiten und ich würde mich freuen, wenn ich mehr von ihr lesen kann. Übrigens, habe ich auf einmal so richtig Appetit auf ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte 😉 Achja, gerne empfehle ich dieses Buch weiter.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#SchwarzwälderKirsch #NetGalleyDE

Freitag, 8. August 2014

Rezension - Hochzeitsküsse und Pistolen


Autorin: Katrin Koppold

Titel: Hochzeitsküsse und Pistolen

Genre: Krimi, Humor

Version: eBook

erschienen: 3. August 2014

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene



Damit ich mal etwas Abwechslung in der Vorstellung bieten kann, weise ich hier einfach mal auf die Internetseite der Autorin hin: Katrin Koppold

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Mord im beschaulichen Örtchen Wilbury on the Woods – das gab’s noch nie! Nur wenige Tage, bevor Cathy ihre große Liebe heiratet, stolpert sie auf der Ruine von Glenford Castle über die Leiche der Postbotin Veronica. Was aber noch viel schlimmer ist - Cathys zukünftiger Bräutigam, der ortsansässige Polizist, soll den Fall übernehmen und ihn so schnell wie möglich aufklären. Damit ihre Flitterwochen nicht ins Wasser fallen, sieht Cathy sich gezwungen, ihm tatkräftig unter die Arme zu greifen. Verdächtige gibt es auch mehr als genug, denn das Opfer war eine boshafte Klatschtante. Leider hat Cathy jedoch so gar keine Erfahrung in Sachen polizeilicher Ermittlungen. Kein Wunder, dass sie ihrem Verlobten immer wieder in die Quere kommt – und auch der Mörder bald auf sie aufmerksam wird.

Meine Meinung:
Ich kenne ja bereits einige Bücher von Katrin Koppold und war nun auf dieses besonders gespannt, sollte es doch diesmal ein Krimi sein. Und ich fand sofort Gefallen daran. Mit sehr viel Humor hat die Autorin diesen spannenden Krimi geschrieben.
Cathy und ihre Freundin Janina wollen eigentlich nur mal nachsehen, wo die Fotografin eine Woche später die schönsten Hochzeitsfoto machen kann. Während der Bräutigam Simon noch in seinem Bett schlummert, finden die beiden eine Leiche. Das Buch hat mich sofort von Anfang an gefesselt und ich fand viele Dialoge und Handlungen sehr lustig gelungen. Ich stellte mir bildlich vor, wie Cathy ihr Handy in die Höhe wirft, um damit einen besseren Empfang zu bekommen. Zu gerne hätte ich gewusst, wie sie so ein Telefonat führen will. Aber das Handy fällt ins Gebüsch und dort mach sie die nächste erschreckende Entdeckung. Nun werde ich aber nichts mehr über den Inhalt schreiben, weil ich keinem den Spaß am Lesen nehmen will.

Cathy war mir sofort sympathisch. Sie hat aber auch verrückte Ideen, köstlich fand ich die Idee, was sie unternimmt, damit es eine besonders tolle Hochzeitsnacht wird. Das Buch ist in der Ich-Form aus Sicht von Cathy geschrieben und schon ihre Gedanken zu allem sind köstlich. Aber nicht nur die Gedanken auch ihre Aussagen, ich denke jetzt gerade nur an die Anprobe des Hochzeitskleides.

Katrin Koppold hat die Geschehnisse in dem kleinen Dorf nicht nur mit Humor beschrieben, ihr ist es gelungen, es wirklich sehr spannend zu machen. Ich war doch länger auf einer falschen Fährte. Aber Simon, den ich ebenfalls mochte, konnte zum Ende den Fall bestens abgeschlossen.

Neben der Protagonistin, von der wir mit Sicherheit noch mehr erfahren werden, gab es noch weitere Beteiligte, die mir fast alle sympathisch waren. Ihnen wurden aber auch interessante Charaktere zugeordnet.
Ich hatte reichlich Spaß beim Lesen, ich sage nur Möhrchen und noch etwas anderes fällt mir ein. Aber ich will auch die lustigen Stellen nicht alle verraten.

Wie ich bereits erwähnte, hat mich das Buch von Anfang an gefesselt und ich konnte es mal wieder nicht aus der Hand legen und habe es in einem Zug durchgelesen.

Das Buchcover finde ich sehr gelungen, es fällt einem sofort auf und passt bestens zum Buch.

Fazit:
Ein wirklich humorvolles und spannendes Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen möchte.

Sonntag, 26. Juni 2016

Indie-Autoren-Challenge Medusa Mabuse


Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:




Medusa Mabuse (Pseudonym), Jahrgang 65, wollte niemals schreiben. Sie sah ihre Stärke mehr im Lesen von Romanen unterschiedlicher Genres. Diese Geschichten beflügelten ihre Fantasie, bis sie vor einigen Jahren damit begann, ihre Gedanken zu Papier zu bringen.
In ihren Romanen vereint die Autorin Romantik und Thriller. Sie lässt ihre Figuren die große Liebe erleben, ohne dabei kitschig zu werden. Doch bis das Paar schließlich glücklich vereint ist, müssen sie zahlreiche Gefahren meistern.
»Mit meinen Geschichten möchte ich dich aus dem Alltag entführen«, sagt die Autorin über ihre Romane. »Lerne meine Heldinnen und Helden kennen. Lache mit ihnen, weine, wenn nötig, und begleite sie auf dem actionreichen Weg ins Glück.«

Neben dem Schreiben von Romanen engagiert sich die Autorin für soziale Projekte durch Beteiligung mit Kurzgeschichten an Anthologien, deren Erlöse einer gemeinnützigen Organisation gespendet werden. Außerdem betätigt sie sich als Coverdesignerin und fungiert selbst als Herausgeberin diverser Anthologien für Spendenzwecke.

Mehr über die Autorin und  ihre bisherigen Veröffentlichungen auf


Außerdem eine Übersicht ihrer Bücher, die bei Amazon erworben werden können.



Und nun kommen die Begriffe, die Medusa Mabuse von Ava Innings genannt wurden:

1. DNA-Analyse - 2. Kuscheldecke - 3. Staubsauger - 4. Hanfplantage - 5. Vollmond - 6. Sportschuhe - 7. Missionarsstellung - 8. Schlagsahne - 9. Aufbackbrötchen - 10. Schnecke - 11. Schweinebauer - 12. Skandal-Rapper - 13. Fußkettchen - 14. Online-Sexshop - 15. Autoradio


Medusa sagt: »Ava Innings hat mir eine harte Nuss zum Knacken gegeben. Die Worte, mit denen sie mich nominiert hat, ergaben für mich nur in folgender Geschichte einen Sinn.« Und hier ist ihre Story:

Fluchend langte Alexander nach seinem Handy. Sabine, seine derzeitige Schnecke seufzte frustriert und wischte die Schlagsahne, die noch auf ihrem Bauch übrig war, ab.
Er beobachtete sie dabei, während er sich fahrig meldete. »Möllner«, knurrte er in den Hörer und blaffte seinen Kollegen vorwurfsvoll an. »Hast du sie noch alle? Es ist mitten in der Nacht! Außerdem ist es mein freies Wochenende! Das Erste, seit wer weiß wie lange!« Gleich darauf wurde er bleich.
»Es ist Vollmond. Er hat wieder zugeschlagen«, informierte ihn Stefan und nannte ihm die Adresse, zu der Alexander kommen sollte.
Hastig erhob er sich vom Bett. Ehe er das Schlafzimmer verließ, drehte er sich noch einmal zu der jungen Frau um, die sich anbetungswürdig auf dem Laken räkelte.
Träge murmelte sie: »Schade, dass du schon weg musst. Wenn du willst, warte ich auf dich. Ich könnte uns noch Spielzeug aus diesem Online-Sexshop besorgen. Das hat dir doch Spaß gemacht, nicht wahr?«
Er musste schlucken. Durch halb geschlossene Lider sah sie ihn an, fuhr mit den Händen über ihren flachen Bauch und bedeckte anschließend ihre festen vollen Brüste.
Mit belegter Stimme antwortete er: »Ich würde ja sagen, dass du genau so liegen bleiben solltest, aber ich weiß nicht, wann ich wieder komme. Es wird sicher ein anstrengender Tag. Wärst du so nett und machst mir einen Kaffee, während ich dusche?«
Langsam leckte sie über ihre Lippen. Die Beine spreizte sie dabei gerade so weit, dass ihre Hand dazwischen passte und begann sich selbst zu streicheln. Das war zuviel für Alexander. Mit einem Satz war er über ihr. Er besorgte es ihr in der Missionarsstellung und als er sie anschließend verließ, schnurrte sie zufrieden wie ein Kätzchen.
Wenig später kam er frisch geduscht aus dem Bad. Er schnappte sich seine Sportschuhe und folgte dem Duft von Kaffee und Aufbackbrötchen in die Küche. Von Sabine keine Spur, doch darüber wollte er jetzt nicht nachdenken.
Alexanders Ohren dröhnten, als er den Tatort erreichte. Auf der Fahrt dort hin hatte er das Autoradio voll aufgedreht. Nicht weil ihm die ’Musik’ des Skandal-Rappers gefiel, sondern weil er versuchte, den Kopf frei zu bekommen. Schon wieder ein Mord, und wieder war es Vollmond. Er hasste den Gedanken, doch die unausgesprochene Vermutung, ein Serienmörder könne sein Unwesen treiben, wurde immer wahrscheinlicher.
»Seid ihr sicher, dass es sich um den gleichen Täter handelt?«, erkundigte er sich als erstes, nachdem er seinen Kollegen erreicht hatte.
»Die Leiche lässt keinen anderen Schluss zu. Schau es dir selbst an.« Stefan winkte Alexander mit sich und führte ihn hinter das Absperrband.
Möllners Magen rebellierte, als er die baufällige Hütte betrat. Das Opfer war, genau wie bei den früheren Morden, auf einem Tisch ’angerichtet’ worden wie ein gegrilltes Spanferkel. Arme und Beine ausgestreckt, den Kopf auf einer Servierplatte, lag die Frau auf dem Bauch. Aus ihrem Mund ragte ein Bündel Hanf.
Nicht ihr Anblick verursachte ihm Übelkeit, sondern die Kuscheldecke, die über ihrem Po lag, und einen beißenden Chlorgeruch verbreitete. »Spuren?«, fragte er knapp, während er zum Fenster trat, um frische Luft zu schnappen.
Vor ihm lag eine Hanfplantage, die beinahe vollständig abgeerntet war. Er vermutete, dass die Gerichtsmediziner einiges davon in der Leiche finden würden. Es war offensichtlich. Der Schweinebauer war hier am Werk gewesen. Die genaue Untersuchung würde ergeben, dass die Frau über offenem Feuer geröstet worden war. Gegrillt wie ein Schwein. Diese Tatsache brachte dem Täter den Namen Schweinebauer ein.
Sie wussten nichts über ihn, gingen lediglich davon aus, dass es sich um einen Mann handeln musste. Um die Opfer auf den Grill zu hieven bedurfte es enormer Kraft. Andererseits wurde der Tatort stets akribisch gereinigt. Der Boden hier machte ebenfalls den Eindruck, als hätte ein Staubsauger selbst den kleinsten Krümel mit sich genommen.
Resignierend wandte sich Alexander an Stefan. »Lass sie wegschaffen. Wir werden nichts finden.«
Mitten in der Bewegung hielt er inne. Unter seinem Schuh hatte er ein knirschendes Geräusch vernommen. Stefan musste es ebenso gehört haben, denn er stand schon neben ihm, als er sich bückte. Alexander ließ sich von ihm einen Handschuh reichen und förderte zwischen den Ritzen der Holzbohlen ein Fußkettchen zu Tage.
Der Täter hatte etwas übersehen. Vermutlich gehörte das Kettchen dem Opfer, doch eine DNA-Anlayse würde vielleicht noch weitere Erkenntnisse bringen. Der Mörder musste es angefasst haben, denn es war am Verschluss geöffnet worden.




Meine Bemerkung dazu:
Puh, das ist aber eine Geschichte, die mich sofort gepackt hat und von der ich gerne die Fortsetzung lesen möchte.