Montag, 14. April 2014

Rezension - Moin

Autor: Richard Fasten

Titel: Moin

Genre: Krimi, Humor

Version: eBook und Taschnebuch

erschienen: 11. April 2014

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein
zu Kaufen klick hier

Der Autor Richard Fasten, Jahrgang 1966, wurde in Cham (Oberpfalz) geboren und studierte Geschichte, Philosophie, Archäologie, Kommunikationsforschung und Phonetik in Bonn. Er hat mehrere Sachbücher veröffentlicht und schreibt u.a. für radioeins sowie das rbb-Fernsehen. Richard Fasten lebt und arbeitet in Berlin und ruht sich in Vorpommern aus.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Hinterm Deiche liegt ne Leiche
Provinz-Polizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, eine Krimi-Autorin sucht Inspiration und stachelt die Dorfbewohner auf. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber die stolzen »Hinterküstler« haben noch immer jedem Wetter getrotzt!

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch auch im Genre Humor angesiedelt, denn den braucht man beim Lesen. Ohne Humor tut das Lesen verschiedener Dialoge weh tun. Keine Angst, ich bin der deutschen Grammatik noch mächtig, aber man wird schnell verführt, falsch zu sprechen. Nicht umsonst heißt die Oma vom Dorfpolizisten "Machentut". So schwankte ich auch beim Lesen zwischen "Aua - das tut weh" und "einfach köstlich, diese Oma". Aber das wollte ich nun nebenbei erwähnen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, lernte ich dadurch doch sehr interessante Charaktere kennen. Manches Mal habe ich Kröger bewundert, dass er das aushält. Aber man muss wohl dort aufgewachsen sein, um in diesem Dorf Dienst tun zu können.
Boris Kröger, der Protagonist dieses Buch hatte sofort meine Sympathien, den Mann mochte ich. Hat er mir doch viel Spaß mit seinen Gedankengängen bereitet, die innerhalb einer kurzen Zeit sich völlig umdrehen konnten. Tja, um das alles zu verstehen, sollte dieses Buch gelesen werden. Neben Spaß hat es auch für Spannung gesorgt. Ich war lange auf der falschen Fährte und am Ende über die Wendung mehr als überrascht. Hatte ich doch auch bestimmte Personen als Verdächtige im Auge.

Richard Fasten hat einen wirklich tollen Fastostseeküstenroman geschrieben. Ich konnte Land und Leute und viel vom Dorfleben kennen lernen. Und Leute in diesem Dorf gab es wirklich reichlich, die mich auch amüsiert haben. Sei es Oma Machentut, die es faustdick hinter den Ohren hat und obwohl sie auch Kröger manchmal nervt, doch dafür gesorgt hat, dass es ihm gut geht. Oder Kirschner, der Nachbar von beiden, der für jede Lebenslage einen Spruch oder Geschichte auf Lager hat. Tarek gefiel mir auch, weisse und der Bürgermeister. Ach, schon alleine dafür lohnt es sich, as Buch zu lesen.

Das Buchcover hat mir vorm Lesen schon gefallen, aber hinterher noch mehr, weil vieles dann so richtig gedeutet werden kann.

Fazit:
Wer Spannung und Humor vereint haben möchte, dem kann ich dieses Buch wirklich sehr empfehlen!

Ich danke BloggDeinBuch, die mir die Möglichkeit gegeben haben, dieses Buch zu entdecken, denn ich bin mir nicht sicher, ob in bei der Vielzahl der Bücher dieses gefunden hätte.

Freitag, 11. April 2014

Rezension - Triumph des Himmels




Autorin: Andrea Schacht

Titel: Triumph des Himmels

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 24. März 2014

Seiten: 577

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Blanvalet



Die Autorin Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
1925: Die Rallye »Von Triumph zu Triumph« von Paris nach Berlin verspricht, das Ereignis des Jahres zu werden, und zieht eine illustre Fahrerschaft an. Für den Abenteurer Alastair MacAlan ist ein Sieg die letzte Hoffnung vor dem endgültigen Abstieg, doch einige andere Teilnehmer haben weit dunklere Motive.
Als die junge Berliner Journalistin Emmalou von der abenteuerlichen Unternehmung erfährt, ist sie wie elektrisiert – sie will das Rennen mit dem Flugzeug begleiten, um mit einem sensationellen Bericht Anerkennung zu finden. Doch bei einem Blick auf die Teilnehmerliste entdeckt sie einen Namen, der alte Erinnerungen in ihr weckt, die sie längst begraben glaubte.


Meine Meinung:
Ich kenne viele Bücher von Andrea Schacht, die ich alle mit wachsender Begeisterung gelesen habe. Deshalb habe ich mich für dieses Buch sofort interessiert und wurde überhaupt nicht enttäuscht.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Protagonistin Emmalou konnte ich sofort gut leiden und auch ihre Entscheidungen gut verstehen. Sie hatte es 1925 nicht leicht als Frau und es war sehr mutig, wie sie die Rallye begleitet hat. Die wichtigsten Teilnehmer dieser Rallye konnte ich in den einzelnen Kapiteln kennen lernen. Das hat mir sowieso sehr gefallen. Die Überschriften und Texte fand ich klasse. Durch die Einteilung der Kapitel bin ich auch nicht durcheinander gekommen, denn es wurde von einer Vielzahl Personen berichtet und nie dachte ich, warum wird jetzt darüber geschrieben. Denn alles war sehr fesselnd und überhaupt nicht langweilig. Eine Besonderheit gab es auch hier, wenn Emmalou die Hauptperson war, wurde die Geschichte aus ihrer Sicht in Ich-Form erzählt.

Die meisten der Rallyefahrer haben sich, aus ihrer Sicht, aus wichtigen Gründen angemeldet. Einem Fahrer war es besonders wichtig und er hatte böse Absichten den anderen gegenüber. Sehr lange wusste ich nicht, wer denn dieser Bösewicht war. Erst ein winziger Hinweis brachte mich auf die richtige Fährte. So ging es mir dann wie allen betroffenen Teilnehmern, ich wusste nichts und war gespannt mehr zu erfahren.

Nebenbei habe ich natürlich auch noch etwas mehr von der damaligen Zeit erfahren, wie schwer es für viele war, sich durchzuschlagen. Wie sehr einige noch an alte Zeiten hingen und sich in Uniform sicher fühlten und nicht merkten, wie peinlich das war. Aber es zeigte auch, wie schlimm es für die Soldaten im Krieg war und wie lange sie von den Geschehnissen verfolgt wurden. Außerdem zeigte es mal wieder, dass der äußere Schein nicht unbedingt etwas über den Menschen aussagen kann.  Ach, ich kann hier gar nicht alles aufzählen. Deshalb kurz und knapp, dieses Buch ist Andrea Schacht sehr gut gelungen. Auch wenn ich mich wiederhole, die Geschichte ist fesselnd geschrieben und macht den Leser neugierig und nachdenklich, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es ist für mich sehr ansprechend und passt genau zu dem Inhalt. Sehr gut haben mir auch die Bilder im Buch gefallen. Bei Gelegenheit werde ich mich noch mehr über die Autotypen informieren, denn auch darüber habe ich viel interesantes erfahren.


Fazit:
Ein rundherum gelungenes Buch mit einer tollen interessanten Geschichte, fesselnd und spannend. Bei mir fällt es in die Sparte "ich-konnte-es-mal-wieder-nicht-aus-der-Hand-legen" und natürlich auch empfehlenswert!!!

Mittwoch, 9. April 2014

Rezension - Ein Mann wie Holm

Autor: Matthias Keidtel

Titel: Ein Mann wie Holm

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: April 2014

Seiten: 379

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks - Der eBook-Verlag


Der Autor Matthias Keidtel wurde 1967 in Itzehoe in Schleswig-Holstein geboren und wuchs im Iran und in Japan auf. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Nach ersten Veröffentlichungen machte Matthias Keidtel das Schreiben 1998 zum Hauptberuf. Mit seiner Familie lebt er heute in Berlin-Kreuzberg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Holm wusste überhaupt sehr wenig über das Freizeitverhalten seiner Altersgenossen. Seit dem Ende seiner Schulzeit hatte er kaum noch mit ihnen zu tun gehabt. Was taten diese Menschen nach Einbruch der Dunkelheit? Holm ist Ende 30, lebt bei seiner Tante, die eine Vorliebe für Eierlikör hat, und war noch nie mit einer Frau zusammen. Vielleicht ist das nicht normal, aber ein Mann wie Holm braucht auch keine Abenteuer. Schließlich ist es aufregend genug, auf der Suche nach Toilettenpapier die Abteilung für Intimpflege eines Supermarktes zu durchforsten. Aber dann lernt Holm eine Frau kennen – und das ist schon für normale Menschen ein Ereignis, das zu Komplikationen führen kann. Ist es Liebe? Und wenn ja, woran erkennt man das?

Meine Meinung:
Vorab will ich gleich erwähnen, dass ich dieses Buch abgebrochen habe, weil es so gar nicht meinen Erwartungen entsprach. Es kommt doch relativ selten vor, dass ich ein Buch abbreche, denn meistens gebe ich ihm eine Chance. Es kann auch keiner von mir sagen, dass ich hier nur über Bücher schreibe, die zu meinem bevorzugten Genre gehören. Wenn ich mich bei BloggDeinBuch für ein Buch bewerbe, entscheide ich es meistens aus meinem Bauchgefühl heraus, lasse mich von der Kurzbeschreibung und Buchcover leiten. Diesmal habe ich zusätzlich noch die Pressestimmen dazu gelesen und diese gaben dann den Ausschlag für meine Bewerbung.
Allerdings entsprach das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. Mit dem Schreibstil kam ich auch nicht klar. Mir fehlte die Kennzeichnung der wörtlichen Rede, es ging für mich alles ineinander über. Das Lesen erforderte schon eine hohe Konzentration. Damit wäre ich ja noch klar gekommen, aber für mich war das Buch sehr langweilig. Man kennt es ja, oft wird zu Anfang des Buches etwas ausgeholt, damit der Leser alles besser versteht. Aber nachdem ich 20% gelesen hatte, war es für mich immer noch langweilig. Ich habe dann einige Zeilen überflogen, in der Hoffnung, dass nun mal etwas kommt und mich fesselt. Leider wurde es für mich nicht interessant und ich kam auch nicht mit den Gedankengängen von Holm klar.
Schade, aber dies ist wirklich kein Buch, was ich schon alleine aus Neugierde zu Ende gelesen hätte.
Vielleicht ist dies jetzt wirklich mal ein Buch, das Männer besser verstehen.

Fazit:
Diesmal kann ich das Buch nicht weiter empfehlen, hoffe aber, dass ich mit meinen Ausführungen einigen bei ihrer Kaufentscheidung helfen konnte.

Montag, 7. April 2014

Rezension - Tödliche Saat


Autorin: Elke Bergsma

Titel: Tödliche Saat

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Dezember 2013

Seiten: 349

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Elke Bergsma, Jahrgang 1968, ist in Ostfriesland aufgewachsen und hat hier, in der wundervollen Weite der von Windmühlen, Leuchttürmen, Deichen, Schafen und Kühen geprägten Landschaft, auch das Lesen gelernt :) Inspiriert von den Büchern Enid Blytons hat sie schon damals beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Gesagt, getan - nur rund 30 Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Aus Liebe zu ihrer Heimat und deren Bewohnern hat sie sich dazu entschlossen, Ostfrieslandkrimis zu schreiben und macht dies inzwischen hauptberuflich, leidenschaftlich und erfolgreich. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der grausame Mord an einem Journalisten führt Hauptkommissar David Büttner und seinen Assistenten Sebastian Hasenkrug ins idyllische ostfriesische Fischerdorf Greetsiel. Nach ersten Ermittlungen deutet vieles darauf hin, dass der junge Familienvater Opfer einer skrupellosen Agrarlobby wurde. Denn bereits seit längerem waren ihr seine engagierten Recherchen zum massiven Bienensterben und dem Einsatz genmanipulierten Getreides ein Dorn im Auge. Doch auch im Privatleben des Opfers lief nicht alles so harmonisch, wie es auf den ersten Blick schien. Sebastian Hasenkrug gerät angesichts des verworrenen Beziehungsgeflechts der Akteure und der zum Teil unorthodoxen Ermittlungsmethoden seines Chefs an den Rand der Verzweiflung.

Meine Meinung:
Ich hatte im vergangenen Jahr bereits den Krimi "Das Teekomplott" gelesen und war nun neugierig auf ein weiteres Buch der Autorin. Auch dieses Buch fand ich sehr spannend und habe es sehr zügig gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es enden wird.
Hauptkommissar Büttner und sein Assistent Hasenkrug hatten diesmal einen wirklich kniffligen Fall zu lösen. Ich wusste bis zum Ende nicht, wer der Mörder ist und wurde auch so manches Mal auf eine falsche Fährte geführt. Nur einmal musste ich stutzen und wurde misstrauisch, aber der Kommissar nicht und das fand ich merkwürdig. Später wusste ich, dass ich richtig aufgepasst hatte, aber diese Stelle werde ich hier mit Sicherheit nicht verraten.
Neben der Spannung kam der Humor aber auch nicht zu kurz. Ich hatte richtig Spaß, wenn Uroma Wübkea auftauchte. Die Sprüche der alten Dame waren einfach zu köstlich. Und dann das Verhalten der Familie Beekmann, wenn unsereiner grün oder blass geworden wäre, tja, die Städter können nichts ab und selbst bei ganz natürlichen Dingen wird es ihnen schlecht. Das Verhalten der Stadt- und Dorfbewohner wurde sehr humorvoll beschrieben, auch wenn es manchmal etwas makaber erscheinen mag.
Obwohl ich die Gegend um Greetsiel nicht kenne, habe ich jetzt doch das Gefühl dort nicht fremd zu sein, sehr gut wurde alles beschrieben und ich meinte, vor Ort dabei gewesen zu sein.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Büttner und Hasenkrug sind mir sympathisch, wobei letzterer mir manchmal etwas leid tat. Es hat mir nicht immer gefallen, wie sein Chef mit ihm umging.
Auch das Thema, um das es in diesem Buch ging fand ich sehr interessant und auch ganz aktuell.
Kurz, Elke Bergsma hat es geschafft, vieles miteinander zu kombinieren.

Fazit:
Ich kann diesen Krimi sehr empfehlen. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Wobei es zum Ende hin immer dramatischer und spannender wurde. Es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen!

Samstag, 5. April 2014

Rezension - Die Trüffelgöttinnen

Autorin: Lexa Holland

Titel: Die Trüffelgöttinnen

Genre: Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15.8.2012

Seiten: 234

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Oldigor


Die Autorin Lexa Holland lebt im Herzen von Rheinland-Pfalz. Den zwischen zwei Buchdeckeln versteckten Geschichten und Schicksalen galt schon als Kind ihre ganz große Leidenschaft, und da gab es schon sehr früh die Gewissheit, dass auch sie sich später dieser Kunst widmen würde. Da sie feststellen musste, dass ihr "richtiger" Name bereits durch eine sehr bekannte Autorin besetzt war, hat sie für die verschiedenen Genres, in denen sie erfolgreich schreibt, auch unterschiedliche Pseudonyme gewählt. Für den Oldigor-Verlag und die in dessen Programm passenden Bücher schreibt sie als Lexa Holland. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und einige Sketche, die auf Kleinkunstbühnen gespielt wurden. Lexa Holland wurde mit dem Literaturpreis des Deutschen Autorenverbandes Hannover ausgezeichnet und war mit ihrem ersten Roman für einen der höchst dotierten Literaturpreise nominiert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
"Falten gehören in einen Faltenrock und nicht in das Gesicht einer Frau!" meint Melanies Mutter, als sie von dem neuesten Schönheitstrend in den USA erfährt. Melanie, eine äußerst attraktive Fernsehmoderatorin, wird zu einem halbjährlichen Gastauftritt nach New York eingeladen, und landet dort zu ihrer Überraschung als erstes auf einer Beautyfarm - um sich vom Sender verordnet Fettpölsterchen und Gesichtsfalten zuzulegen! Zuerst glaubt sie noch an einen schlechten Scherz, doch schon bald wird ihr bewusst: Falten, Rundungen und kalorienreiches Essen sind der neue Trend, geschaffen von dem mittelmäßigen, aber exzentrischen Modezar George Glamour! Doch hinter seiner mit massenhypnotischer Macht propagierten Verehrung kurvenreicher Frauen verbergen sich ganz andere Motive ... Ein Roman, der nicht nur den Schönheitswahn gekonnt unter die Lupe nimmt, sondern bei dem wegen der skurrilen Figuren und Ereignisse auch vor Lachen kein Auge trocken bleibt!

Meine Meinung:
Hatte ich in der letzten Zeit des öfteren in Büchern gelesen, dass sich Frauen selbst mit Größe 38 zu dick vorkamen, so habe ich diesmal über das Gegenteil lesen dürfen.
Melanie, durch ihre Mutter geprägt, verkneift sich jegliches Vergnügen, wenn es ums Essen und Genießen geht. Wie so viele verkneift sie sich alles, nur um sich dem Diktat zu unterwerfen, nur wer dünn ist, ist schön.
Umso überraschter ist sie, als sie in New York ankommt und dort feststellen muss, dass sie eher mitleidig angesehen wird. Die gewohnten bewundernden Blicke bleiben aus. Woran liegt das? Ein Modezar, der besondere Fähigkeiten besitzt, macht allen klar, dass Frauen mit Pölsterchen und Falten weitaus attraktiver sind. Er denkt dabei eher an seinen Gewinn, den er mit dem Verkauf seines Sortiments an Kosmetik und Kleidung erzielen will.
Aber wie so oft folgen viele Menschen solch einem Diktat und die meisten verhalten sich nun völlig gegensätzlich. Hatten sie sich bis dahin von allem, was dick macht, fern gehalten, wurde jetzt wie verrückt ganz besonderes kalorienhaltiges Essen zu sich genommen.
Lexa Holland hat es verstanden auf humorvolle Art vielen einen Spiegel vor Augen zu halten. Schaut rein, wie seht Ihr Euch wirklich? Und wie ist es, wenn man immer dem vermeintlichen Trend folgt. Ganz extrem hat sie das Verhalten mit Schlankheits- und Schönheitswahn beschrieben.  Den Personen wurden tolle Charaktere zugewiesen. Ganz besonders hat mir dabei Gladys gefallen, die sich durch nicht beeinflussen ließ und alles sehr realistisch gesehen hat.
Nun, das Buch endete für mich ganz überraschend, aber mir hat es sehr gefallen und gäbe es Melanie hätte ich ihr meine Glückwünsche ausgesprochen.

Dieses Buch  hatte ich gefunden, als ich auf der Suche nach Büchern war, mit denen ich an der Challenge teilnehmen kann. Ich gebe ja zu, das Buchcover hat mich etwas verführt, denn ab und zu mal Trüffel zu genießen tut der Seele und dem Körper gut. Allerdings hatte ich mir unter dem Titel dann doch etwas anderes vorgestellt.

Zum Schreibstil möchte ich auch noch etwas erwähnen. Oft werden zu Anfang des Buches die Protagonisten vorgestellt, bevor es mit der richtigen Geschichte losgeht. Dieses Gefühl  hatte ich hier zu Beginn auch, aber als nach etlichen Seiten war es noch immer so, dass ich dachte, wann geht es denn richtig los. Irgendwann dachte ich mir dann, dass dies wohl der Schreibstil der Autorin ist. Nun, ich hatte mich daran gewöhnt, aber anfreunden konnte ich mich damit nicht. Trotzdem war dies kein Grund, das Buch zur Seite zu legen. Ich wollte doch mal wieder wissen, wie es weiter geht und wie weit sich alle beeinflussen lassen.

Fazit:
Dies ist doch mal ein Buch für Leserinnen, die etwas mehr auf den Rippen haben. Sie bekommen eine Bestätigung, dass es so schlimm nicht sein kann. Allerdings sollte alles im Rahmen bleiben und es sollte schon klar sein, dass dies eher Satire ist. Also, ein schönes Buch für zwischendurch.

Mittwoch, 2. April 2014

Rezension - Die chinesische Sängerin


Autor: Jamie Ford

Titel: Die chinesische Sängerin

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 31. März 2014

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene



Der Autor Jamie Ford wuchs in der Nähe von Seattles Chinatown auf. Seine chinesischen Verwandten nannten ihn »Ji Mai«, was bald zu »Jamie« wurde. Er ist Absolvent der Squaw Valley Community of Writers. Nach dem Bestseller »Keiko« ist »Die chinesische Sängerin« sein zweiter Roman. Jamie Ford lebt mit seiner Familie in Montana, USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie in seinem Bestseller »Keiko« erzählt Jamie Ford von zwei Menschen, die das Schicksal auseinandergerissen hat, er erzählt von der dramatischen Suche eines verwaisten Jungen nach seiner Mutter, von Liebe und Vergebung. Seit dem Tag, an dem der leblose Körper seiner Mutter aus dem Haus getragen wurde, lebt William Eng im Waisenhaus. Als er im Kino die schöne Sängerin Willow Frost sieht, ist er überwältigt. Täuschend ähnlich sieht sie seiner Mutter. Entschlossen, den fernen Filmstar aufzuspüren, läuft er fort, schlägt sich auf den Straßen Seattles durch, sucht sie in Theatern und Lichtspielhäusern. Er muss Willow Frost finden. Er muss beweisen, dass sie seine Mutter ist, und endlich erfahren, was damals passierte. Vor dem Hintergrund der Großen Depression im Seattle der dreißiger Jahre hat Jamie Ford einen berührenden Roman über einen Jungen geschrieben, der nicht aufhört, an die Liebe seiner Mutter zu glauben, der alles wagt, um sie wiederzufinden.

Meine Meinung:
Durch die Leseprobe war ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden und neugierig zugleich. Denn es weicht vom Thema her von den anderen Büchern ab, die ich in der letzten Zeit gelesen hatte. Und ich bereue es nicht, dass meine Neugierde so groß war und ich es dann auch tatsächlich gelesen habe. Dieses Buch hat mich sehr berührt. Jamie Ford hat es verstanden, das Schicksal von William und auch seiner Mutter sehr fesselnd zu schildern.
Die Geschichte wird in zwei Zeitperioden erzählt. 1934 darf  William mit den anderen Jungen des Waisenhauses ins Kino gehen und dort meint er, in einer Sängerin seine Mutter zu erkennen. Was er alles unternimmt, um sie zu finden, ist sehr spannend geschrieben. Aber nebenbei habe ich auch vieles erfahren, wie sich das Leben der Kinder im Waisenhaus abspielte und oft genug war ich richtig wütend, wie die Erwachsenen mit den Kindern umgingen. Nun, es ist jetzt "nur" ein Buch, aber ich glaube schon, dass diese Behandlungen wirklich statt gefunden haben. Mir taten die Kinder wirklich leid, denn obwohl die Zeit damals nicht so gut war, sollte die Menschlichkeit nicht auf der Strecke bleiben. Aber manche Menschen waren auch einfach nur dumm. Man merkt, es hat einige Emotionen bei mir ausgelöst.
Der andere Teil der Geschichte beginnt im Jahr 1921. Liu Song alias Willow Frost erzählt aus ihrem Leben. Auch dies war damals nicht einfach. Sie hatte es als chinesisches Mädchen, obwohl in Amerika geboren, ebenfalls nicht leicht. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie sich ihr Leben damals abspielte und wie sie versuchte, trotz vieler Probleme, alles zu meistern. Auch hier hat mich die Dummheit und Unmenschlichkeit vieler Leute geärgert. Aber leider war es damals so und wir können nur froh sein, dass sich vieles gebessert hat.
Auf jeden Fall hat mich auch das Schicksal von Willow Frost sehr berührt und ich habe mich gefreut, dass beide sich wieder gefunden haben. Endlich bekam der Junge seine Fragen beantwortet. Allerdings war das Jahr 1934 auch nicht das beste und ich wusste bis zum Ende nicht, wie es ausgeht. Bleiben Mutter und Sohn zusammen oder werden sich ihre Wege wieder trennen? Ich werde hier mit Sicherheit nichts verraten.

Die ganze Zeit hatte ich überlegt, warum Jamie Ford sich ausgerechnet dieses Thema ausgesucht und ein Buch darüber geschrieben hat. Aber das lag wohl an seinen Wurzeln. Seine Großmutter hatte chinesische Wurzeln und die Geschichte von William ist nach seiner Aussage auch nicht einzigartig, sondern begann als eine Fallstudie über Familienbeziehungen zur Zeit der Großen Depression. Tausende Kinder wurden von den Eltern in Einrichtungen wie dem Waisenhaus, wo William gelebt hat, abgegeben. So gesehen erfährt der Leser in diesem Buch auch etwas über das Leben in Seattle. Mich hat alles wirklich sehr berührt.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend und macht auch neugierig auf das Buch.

Fazit:
Ich empfehle allen, der Neugierde auf dieses Buch nachzugeben und es zu lesen. Und wie ich schon erwähnte, habe ich es nicht bereut, mich auf dieses Buch und einen Teil der Lebensgeschichte von William und seiner Mutter einzulassen.

Dienstag, 1. April 2014

Rezension - Möwenfraß


Autorin: Klara Holm

Titel: Möwenfraß

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. April 2014

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: rororo
zu Kaufen: klick hier



Die Autorin Klara Holm lebt in Oldenburg und hat bereits unter anderem Namen sehr erfolgreich Krimis und historische Romane veröffentlicht. Bei zahlreichen Rügen-Besuchen entdeckte sie ihre Liebe zur größten deutschen Insel, auf der nun ihr jazzbegeisterter Kommissar Luka Kroczek ermittelt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
So hat sich Luka Kroczek seinen ersten Arbeitstag als Leiter der Kripo Bergen nicht vorgestellt: Er kommt viel zu spät, seine kleine Tochter Tilda muss mangels Kindergartenplatz mit ins Büro, die neue Kollegin Conny Böhme empfängt ihn alles andere als herzlich. Und dann muss Luka, der sich nur seiner Lebensgefährtin zuliebe von Düsseldorf nach Rügen beworben hat, auch gleich zu seinem ersten Einsatz. In einem alten Fischerhaus wurde eine Leiche gefunden. Wer hat die Frau derart übel zugerichtet? Hat das Verbrechen mit ihrem Mann zu tun, einem allseits unbeliebten Immobilienspekulanten und Wendegewinner? Luka macht sich an die Ermittlungen. Und erkennt schnell: Auf Rügen wird nichts so schnell vergeben und vergessen …


Meine Meinung:
Puh, das war mal wieder ein Buch für eine Lesenacht. Ich konnte nicht ins Bett gehen, bevor ich das Buch ausgelesen hatte. Es war einfach zu spannend!
Interessiert hatte ich mich für das Buch, weil ich gerne Regionalkrimis lese und Ostseefan bin. Das Buchcover hat mich ebenfalls angesprochen. Es war also eine gute Idee, mich für dieses Buch zu entscheiden.
Luka Kroczek, der Protagonist war mir sofort sympathisch. Kein Wunder, kam er doch aus Düsseldorf. Ne, das war es nicht, ich mochte ihn von Anfang an und seine Kollegin Conny Böhme wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer.
Der erste Arbeitstag von Luka hatte es wirklich in sich. Er kam zu spät, musste sich an diesem Tag um Tilda kümmern und wird direkt an einen Leichenfundort beordert. Ein richtiges Kennenlernen seiner Kollegen war so gar nicht möglich. Aber Luka hat dies alles bestens gemeistert.
Mir gefällt es immer wieder, wenn nicht nur der Fall behandelt wird, sondern ich als Leserin auch etwas aus dem privaten Umfeld der Ermittler erfahre. Denn das spielt ja ebenfalls oft eine Rolle und das Verhalten einiger kann dadurch noch besser verstanden werden.

Ich möchte auch diesmal nicht zu viel über Geschehnisse oder Situationen, die mir gefallen haben, schreiben, denn damit würde ich einfach zu viel verraten. Aber ich kann erwähnen, dass dieser Krimi sehr spannend geschrieben wurde und die Autorin einen ganz tollen Schreibstil hat. Zu oft hat sie mich auf eine falsche Fährte geführt. Verdächtige gab es genügend, aber beim genauen Hinsehen gab es Zweifel. Hatte ich nun einen anderen im Visier, machte sich wieder jemand anderes verdächtig. Also wirklich! Ich hatte als Leserin zwar mehr Informationen, aber was hat es mir genutzt? Ich war genau so hilflos wie Luka und mich musste immer neu umsehen. Bis zum Ende dachte ich... achne, das schreibe ich nicht. Aber ich war wirklich überrascht. Um noch einmal auf den Schreibstil zurück zu kommen. Ich fand es besonders spannend, wie Klara Holm ihre Kapitel gestaltete. Es endete mit einem Knall und beim nächsten dachte ich, ohoh, was ist da nur passiert und dann kam es ganz anders als, ich dachte. Leser werden diese Stelle bestimmt erkennen und vielleicht wie ich empfinden.

Ich war wie so oft mittendrin im Buch und direkt vor Ort beim Geschehen dabei. Bestimmt werde ich Rügen mal besuchen und dann einiges erkennen. Die Haupt- und Nebenpersonen in diesem Buch hatte alle sehr interessante Charaktere. Natürlich mochte ich einige mehr und andere weniger. Weitere Namen nenne ich hier nun aber nicht. Erwähnt hatte ich ja schon, dass mir Luka und Conny sympathisch waren. Gerne würde ich weitere Bücher mit den beiden lesen. Denn mich interessiert auch die Entwicklung im privaten Umfeld.

Natürlich macht einen dieses Buch auch nachdenklich. Nun ist schon so lange Zeit vergangen, seit beide Hälften Deutschlands wieder zusammen sind, aber trotzdem kommt immer wieder das Thema Ossi-Wessi und DDR aufs Tablett. Außerdem kommt Luka aus Düsseldorf in eine Gegend, die eher "dörflich" ist und dort ist das Leben nun einmal anders. Luka muss noch sehr viel lernen, um Land und Leute besser verstehen zu können, denn dort ist er ein Ahnungsloser. Die Vergangenheit hat natürlich vieles geprägt. Auch dieses fand ich sehr interessant zu lesen.


Fazit:
Das ist wirklich ein Buch, dass ich gerne weiter empfehle. Es ist sehr spannend geschrieben und ich konnte, wie erwähnt, es einfach nicht aus der Hand legen.