Donnerstag, 6. November 2014

Rezension - Verlieb Dich mal wieder ... oder Sex ist auch eine Lösung


Autorin: Monika Baitsch

Titel: Verlieb dich mal wieder ... oder Sex ist auch eine Lösung

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Juni 2014

Seiten: 164

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Monika Baitsch lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen an der Bergstraße. Im Sommer 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch "Hilfmir - mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten", das auf erstaunlich positive Resonanz stieß. Schnell wurde der Ruf nach mehr laut und es folgten weitere Hilfmir-Bücher. Inzwischen widmet sie sich auch anderen Themen und so entstand in Zusammenarbeit mit einem norddeutschen Musikverlag „ROB74 … und die Macht der Freundschaft“ – ein Musikabenteuer für Kinder ab dem Vorschulalter und „MICHA – Ist Diabetes eigentlich anstecken?“ – eine Geschichte für betroffene Kinder, Angehörige und Interessierte, die die Hintergründe und Fachbegriffe der Erkrankung auf einfache Weise erklärt. "Verlieb dich mal wieder ... oder: Sex ist auch eine Lösung!" ist ihr erstes Buch für Erwachsene - weitere nicht ausgeschlossen! Weitere Informationen unter: www. monika-baitsch.de

Kurzbeschreibung, übernommen:
Für alle Traumfrauen dieser Welt und die, die vergessen haben, dass sie Traumfrauen sind!
Marit, Anfang vierzig und festgefahren in ihrem Leben, fühlt sich machtlos ihrer Situation ausgeliefert. Das ständige Gerangel um einen Platz in der Gesellschaft, den permanenten Perfektionismus, um den Ansprüchen der anderen gerecht zu werden, die Wohlstandswettrennen mit anderen Müttern und nicht zuletzt noch die dauernden Drohungen ihres Mannes Tom, dass er sowieso bald ausziehen will. Um ihre Ehe zu retten, schließt sie mit Tom einen Deal: ›Verlieb dich mal wieder!‹. Sie hat die Hoffnung, dass sich die Schmetterlinge des Frischverliebtseins in ihre Beziehung tragen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Tom nimmt das sofort wörtlich und Marit zerbricht fast daran. Sie zieht kurzerhand die Reißleine und landet zufällig in einem Hotel im Schwarzwald. Sie hat das Gefühl sich selbst verloren zu haben. Wo war sie im Leben falsch abgebogen? Soll das nun ewig so weitergehen? Die Bekanntschaft zu dem Gestütsbesitzer Henning, aus der schnell mehr wird, und das kurze Intermezzo mit dem Schweden Viktor helfen ihr dabei, sich wieder zu finden. Und dann erscheint Tom während des Frühstücks im Hotel …
Verwirrende Gefühle, prickelnde Situationen und die Gewissheit, dass es anderen genau so geht, wie einem selbst. Die Frage ist jedoch: Ist Sex wirklich eine Lösung?

Meine Meinung:
Wer kennt das nicht, wenn man nicht aufpasst, hat der Alltag einen so sehr in Griff, dass man sich selber ganz verliert, ist nur für Familie da, die einen erbarmungslos für die eigene Bequemlichkeit in Anspruch nimmt.
Marit wird von ihren Kindern voll vereinnahmt und macht auch alles für sie. Mit ihrem Mann hat sie immer öfter Probleme. Da hat sie eine ganz ungewöhnliche Idee, die leicht in die Hose gehen kann. Marit verreist, ohne der Familie ihren Aufenthaltsort zu  verraten. Nicht nur die Kinder müssen sehen, wie sie nun klar kommen, auch Tom hat damit Probleme.
Marit trifft gleich zwei Männer, die ihr sehr nahe kommen. An dieser Stelle war ich mir nicht sicher, ob ich das gut fand und auch die erotischen Szenen hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Aber für die Handlung in diesem Buch schien es wohl wichtig zu sein.
Auf jeden Fall hat es Marit sehr geholfen, sie wusste nun, wohin sie gehörte und ihre Familie auf keinen Fall aufgeben will. Allerdings würde sich zukünftig vieles ändern.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und beschreibt ein fast normales Alltagsleben und gibt Tipps, wie man vieles besser machen kann. Es zeigt Ehepaaren, was sie machen können, damit sie sich wieder finden, zeigt Müttern, dass sie nicht alles mitmachen müssen und vor allem nicht alles mit sich machen lassen und zeigt Ehemännern, dass trotz Beruf auch genügend  Zeit für Zweisamkeit da sein sollte. Vor allem sollten Missverständnisse aus dem Weg geräumt und öfter miteinander gesprochen werden sollte. Diese Erfahrung mussten nämlich auch die Freunde von Marit und Tom machen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, das Buch hat mich gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ein ernstes Thema wurde in eine schöne Geschichte verpackt. Auch wenn ich jetzt nicht allen Handlungen zustimmen konnte, habe ich das Buch nicht zur Seite gelegt.
Achja, die Frage der Kurzbeschreibung, ob Sex wirklich eine Lösung ist, will ich nicht unbedingt mit Ja beantworten. Denn um sich nicht im Alltag zu verlieren, muss an mehreren Stellen gearbeitet werden. Zumindest ist dies die Antwort, die ich aus dem Buch ziehen würde.

Fazit:
Ein schönes Buch, das Familien- und Eheprobleme mal ganz anders behandelt. Auf jeden Fall ist es lesenswert.
Ich danke der Autorin, die mich auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat.

Mittwoch, 5. November 2014

Rezension - Ghosem - Das Seelenportal


Autorin: Claudia Schwarz

Titel: Ghosem - Das Seelenportal

Genre: Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Mai 2014

Seiten: 556

Altersempfehlung: Erwachsene


Im Jahre des Herrn 1972 in Nordhorn geboren, lebt die Autorin Claudia Schwarz mit Mann und Kindern in einem kleinen Vorort nahe Aachen. Ihre Liebe zum Schreiben und die Faszination, in vergangene Epochen und den Zauber erdachter Welten einzutauchen, fand bereits in frühster Jugend seinen Anfang. Vor einigen Jahren gab sie sich der tief in ihr verwurzelten Leidenschaft des Schreibens vollends hin und machte ihr einstiges Hobby zum Beruf.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Was wäre, wenn es plötzlich dunkel um dich werden würde? Wenn dein Körper fortan hilflos in einem Krankenhausbett läge? Du nicht mehr fähig wärest, dich zu regen? Was, wenn deine Seele auf Wanderschaft ginge und dein Herz mitnähme? Wie weit würdest du für einen Traum gehen?

Das Leben des neunzehnjährigen Jona gerät abrupt aus den Fugen, als er durch die Folgen eines schweren Motorradunfalls ins Koma fällt. Er erwacht in einer Welt, die gegen alle Regeln des Verstandes zu verstoßen scheint: Ghosem. Dort herrscht Domhnall, ein allmächtiges Gottwesen. Sich von den Ängsten menschlicher Seelen nährend, stellt Domhnall ihn vor die Wahl: Unterwirf dich oder stirb. Während Jonas Körper reglos und angeschlossen an lebenserhaltende Maschinen in einem Krankenhausbett liegt, kämpft seine Seele in Ghosem fortan ums Überleben. Nicht willens, sich seinem Schicksal zu beugen, steht Jona jedoch schon bald vor der Frage: Ist es lohnenswert, für seinen Stolz alles aufs Spiel zu setzen? Doch nicht allein dafür, sondern ebenso für eine verbotene Liebe ist Jona bereit, weit mehr zu opfern als nur seine Unbeugsamkeit …

Meine Meinung:
Ich gebe jetzt zu, dass ich mit dem Lesen vor einiger Zeit schon mal begonnen hatte und dann abgebrochen habe. Irgendwie sagte es mir nicht so richtig zu. Nun habe ich mich noch einmal daran gewagt und bin froh, dass ich das gemacht habe. Nach dem Anfang, den ich auch diesmal nicht so toll fand, weil es mir einfach zu gruselig vorkam, wurde es richtig spannend und abenteuerlich. Das zeigt mir mal wieder, dass ich nicht zu früh aufgeben soll. Nun ja, ich bin eben nicht der größter Fan von Fantasybüchern, aber ab und zu fesseln sich mich doch.
Den Protagonisten Jona habe ich sehr lieb gewonnen und ich habe um ihn gebangt und gezittert und auch ein paar Tränen vergossen.
In diesem Buch hat die Autorin ein sehr interessantes Thema verarbeitet. Was erleben Komapatienten tatsächlich. Ich kenne jemanden, der einige Tage im Koma lag und sehr schlimme Träume hatte, die er leider nicht abwehren konnte.
Jona befindet sich auf einmal in diesem Seelenportal und hat die Chance zurück in seinen Körper zu kommen. Allerdings muss er sich gegen diesen Domhnall wehren und den Weg zurück finden. Seine Erlebnisse sind sehr spannend geschrieben, manchmal zog es sich meiner Meinung nach zu sehr in die Länge. Dafür ging am Ende alles sehr schnell und ließ bei mir auch einige Fragen offen, die ich dem Vater ebenfalls  gerne gestellt hätte.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch vom Verlag als Jugendbuch angesehen wird, wenn das der Fall ist, dass finde ich es nicht gut, denn es gibt mir zu viele grausame Szenen.
Ich finde, dass dieses Buch nach einer Fortsetzung schreit, ich sage da nur: Eva.
Was ich damit nun meine, sollte jeder Leser selber herausfinden.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend.  Die Farben vermitteln eine Harmonie, die ich an verschiedenen Stellen leider nicht entdeckt habe, aber wer weiß schon, wie es in der Zwischenwelt aussieht.

Fazit:
Also, ich bin froh, dass ich mit dem Lesen noch einmal begonnen habe und kann dieses Buch jedem nur empfehlen. Ich denke, dass Jona vielen ans Herz wachsen wird.

Dienstag, 4. November 2014

Rezension - Frühstück inklusive



Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Frühstück inklusive

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. November 2014

Seiten: 134

Altersempfehlung: Erwachsene



Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind.
»Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«

Kurzbeschreibung, übernommen:
Edda Fischer ist in Hamburg auf Wohnungssuche. Ihr Lebenspartner Achim hat ihr genau sieben Tage Zeit gegeben, sein Haus zu verlassen und sich eine neue Bleibe zu suchen, was in der Hansestadt schlichtweg unmöglich ist. Edda zieht daraufhin in die Lüneburger Heide zu ihrer Schwester Pia. Während Pia von Heidschnucken und Hünengräbern die Nase gestrichen voll hat und lieber heute als morgen das Jobangebot eines Pariser Galeristen annehmen würde, findet Edda immer mehr Gefallen am romantischen Landleben. Als Pia ihrer Schwester gesteht, dass das Haus bald zwangsversteigert wird, handelt Edda und übernimmt das verschuldete Anwesen. Mit ihrer Entscheidung, im Ort ein Bed and Breakfast Inn zu eröffnen, macht sie sich im Dorf vor allem den Bürgermeister zum Feind, der es auf ihr Grundstück abgesehen hat, um dort ein Hotel zu bauen. So idyllisch wie Edda es sich vorgestellt hat, gestaltet sich ihr neues Leben nicht. Aber sie gibt nicht auf.

Meine Meinung:
Das war mal wieder ein Buch, was mir sehr gefallen hat. Eine Mischung aus ganz normalem Alltag und Wunschtraum einer Frau, die ihr Leben neu gestalten möchte.
Edda, eine Hamburgerin mit dem Herzen am rechten Fleck und einem Mund, der manchmal zu schnell etwas freches sagt, zieht aufs Land, in das geerbte Haus der Großmutter. Dort erwarten sie einige Überraschungen und reichlich Kosten. Außerdem legt sie sich mit dem Bürgermeister des Dorfes an, der sehr selbstherrlich regiert. Allerdings bekommt sie ihr Privatleben nicht so richtig in Griff, wie sie es gerne hätte. Mit ihrem Ex-Freund spricht sie wenig über ihre Gefühle, dafür umso mehr mit ihrem Chatfreund, der sie in allem unterstützt und viele Tipps gibt. Aber wer ist der große Unbekannte? Bis zum Ende habe ich es nicht gewusst und war auch sehr überrascht über Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Es ist Frieda Lamberti ein weiteres Mal  gelungen, ein fesselndes Buch für den Lesehunger zwischendurch zu schreiben. Inzwischen weiß ich ja, dass ihre Geschichten nicht vorhersehbar sind und ich lasse mich gerne darauf ein. Wie ich bereits erwähnte, wusste ich bis zum Schluss nicht, wer der große Unbekannte ist und bin immer wieder verblüfft, was ihr so alles einfällt, um mich als Leserin immer wieder zu überraschen.

Fazit:
Da diese Geschichten immer wieder neue Überraschungen verbergen, wird es auch nicht langweilig, Bücher von Frieda Lamberti zu lesen. Empfehlen kann ich sie alle.

Rezension - Der Jahrbuchcode



Autorin: Petra Mattfeldt

Titel: Der Jahrbuchcode

Genre: Jugendkrimi

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 31. Oktober 2014

Seiten: 208

Altersempfehlung: Jugendliche und  Erwachsene





Die Autorin Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere Historische Romane veröffentlicht

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Meine Meinung: 
Hach, durch dieses Buch bin ich doch wieder richtig jung geworden. Wird vom Hersteller doch das empfohlene Alter mit 12 - 18 Jahren angegeben. Lach, mir hat es nämlich unwahrscheinlich gut gefallen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl zu alt für dieses Buch zu sein und bin auch der Meinung, dass es Jugendlichen bestimmt gut gefallen wird.
Ich habe schon einige Bücher von Petra Mattfeldt gelesen und war nun gespannt, ob mir der Jugendkrimi gefallen wird. Es knüpft ja so ein bisschen an den Jugendbüchern an, in denen Jugendliche "Kriminalfälle" lösen und ich weiß, dass es sehr viele Erwachsene gibt, die immer noch Anhänger solcher Bücher sind.
Die Geschichte beginnt mit einer typischen Szene aus dem Alltagsschulleben, wer kennt es nicht, sich eine geeignete AG suchen zu müssen. Da gibt es ja immer AGs, die sehr beliebt sind und andere wiederum, die keinen großen Zulauf haben. Hier finden sich vier Jugendliche zusammen, die das Jahrbuch erstellen sollen. Bei der Durchsicht der alten Büchern, in denen sie sich Anregungen suchen wollten, stoßen sie auf ein Gesicht, das in jedem Jahr auf einem Klassenfoto zu sehen ist. Neugierig wollen sie der Sache nachgehen und stechen damit in ein Wespennest. Die Erwachsenen verhalten sich auf einmal merkwürdig, Unfälle passieren und es wird eingebrochen.
Petra Mattfeld beschreibt sehr spannend die Geschehnisse rund um dieses Foto. Ich war wirklich sehr gefesselt und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Sie hat es wunderbar geschafft, mich genau, wie einige Beteiligten im Buch auf verschiedene Fährten zu führen und mit dem Ende sehr überrascht.  Manchmal ist es bei Jugendbüchern ja so, dass man wirklich die Auflösung ahnen kann, aber hier wurde es so geschickt geschrieben, dass ich lange Zeit im Dunkeln tapste.

Die Jugendlichen waren mir sehr sympathisch, auch der Umgangston hat mir gefallen. Und das war mit Sicherheit nicht erfunden, es gibt wirklich solche Jugendliche, die ein angenehmes Verhalten an den Tag legen. Aber auch hier kam ab und zu typisches zu Tage, eben ganz realistisch.

Das Cover des Buches sagt mir auch zu, mit Sicherheit würde es mir auf einem Büchertisch sofort ins Auge fallen.

Fazit:
Jedem Jugendlichen würde ich dieses Buch empfehlen, aber es kann durchaus auch von Erwachsenen gelesen werden. Ich bin schon jetzt auf das nächste Buch gespannt.

Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Buch bei einer Aktion gewonnen habe und möchte mich bei der Autorin für die nette  Widmung bedanken.

Montag, 3. November 2014

Rezension - Hoffnung - Vertrauen - Vergebung

Autorin: Sarah Saxx - Hoffnung
               Annika Bühnemann- Vertrauen
               Frieda Lamberti - Vergebung

Titel: Hoffnung - Vertrauen - Vergebung

Genre: Kurzgeschichten

Version: Taschenbuch

erschienen: 31. Oktober 2014

Seiten: 230

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Sarah Saxx lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Oberösterreich in einem kleinen, idyllischen Kurort. Ihre Vorliebe für romantische Romane und der Wunsch nach noch mehr Geschichten, die das Herz berühren, waren schließlich der Auslöser, ihre eigenen Ideen und Gedanken niederzuschreiben.

Einen Kaffee, einen Stift und ein Notizbuch - mehr braucht Annika Bühnemann (Jahrgang 1987) nicht, um glücklich zu sein. Da ein Notizbuch allein aber nicht die Miete bezahlt, hat die Lebensoptimistin zunächst Business Administration studiert und einen "ordentlichen" Beruf ergriffen, bevor sie zum Schreiben kam. Mit ihren lustigen Liebesgeschichten will sie anderen Frauen Mut machen, Träume umzusetzen und für das eigene Glück zu kämpfen.

Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind. »Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hoffnung (Sarah Saxx): Langsam, aber sicher begräbt Sophie ihre Hoffnung auf eine gemein­­same Zukunft mit ihrem Freund Fabian. Seit er sich selbstständig gemacht hat, stellt er die Arbeit über alles – auch über Sophie. Als sie dann auch noch hinter sein großes Geheimnis kommt, steht Sophie vor einer folgenschweren Entscheidung. Und das alles kurz vor Weihnachten.

Vertrauen (Annika Bühnemann): Von “Frohen Weihnachten” ist Carolin weit entfernt. Nicht nur, dass sie bis zum Hals in Schulden steckt – sie verliebt sich zudem in Raphael, den charmanten Assistenten ihres Auftraggebers, obwohl sie den Männern abgeschworen hat. Doch Raphael verschweigt ihr etwas, das Caros Vertrauen zu erschüttern droht.

Vergebung (Frieda Lamberti): Von außen betrachtet führt Patrizia ein beneidenswertes Leben. An der Seite des politisch ambitionierten Nikolas ist ihr der Aufstieg in die Hamburger Gesellschaft gelungen. Als sie kurz vor Weihnachten von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, fallen die Masken und die Wahrheit tritt ans Licht.

Meine Meinung:
Hoffnung - Wer kennt das nicht oder hat zumindest schon mal etwas davon gehört, dass Partner sich arg vernachlässigt fühlen, weil der andere sich so richtig tief in seine Arbeit kniet und wenig Zeit für gemütliche Abende hat. Ausgerechnet in einer Zeit, wo viele emotional sowie schon sehr empfindsam sind, wird es in der Beziehung von Sophie und Fabian immer schlimmer. Sophie plant einen netten Abend vor dem Fernseher und Fabian sitzt stundenlang noch am PC. Oder er vergisst die Verabredung zum Plätzchenbacken. Statt die schöne Adventzeit gemeinsam zu genießen kommt es beinahe zu einer Trennung. Aber Sophie ergreift endlich die Initiative und handelt, dabei findet sie etwas heraus, womit sie nie gerechnet hätte. Besteht noch Hoffnung für die Beiden? Eine sehr schön geschriebene Kurzgeschichte, wo man so richtig mitleidet und selber hofft, dass es gut ausgeht.

Vertrauen - oh oh, keine leichte Zeit für Caro. Statt die Adventszeit so richtig zu genießen, arbeitet sie bis zum Umfallen. Denn als selbständige Malerin muss sie Aufträge reinkriegen, damit sie fällige Rechnungen bezahlen kann. Dabei kommt es ihr gerade recht, dass sie für einen reichen Hausbesitzer arbeiten darf und sogar am Wochenende keine Pause machen muss. Allerdings lenkt sie Raphael, der Assistent ihres Auftraggebers immer wieder ab und zu allem Überfluss verliebt sie sich noch in ihn. Allerdings verheimlicht er ihr etwas und es ist nicht sicher, ob er ihr Vertrauen zurück gewinnen kann. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ich war gespannt, wie es endet.

Vergebung - puh, das war ein Weihnachtsfest, das es in sich hatte! Aber die Zeit vorher war auch schon sehr turbulent im Leben von Patrizia. Eigentlich verläuft ihr Alltag ziemlich eintönig und Patrizia ist auch nicht sehr glücklich mit diesem Zustand. Da taucht jemand aus ihrer Vergangenheit auf und nichts ist mehr so, wie es war. Vor allem muss sie sich mit einigen Geschehnissen auseinandersetzen, die ihr Leben beeinflusst haben und woran sie nie wieder erinnert werden wollte.
Ob sie vergeben kann und ihr vergeben wird ist die Frage und die Antwort bekommt der Leser am Ende der Geschichte.

Normalerweise mag ich keine Kurzgeschichten, weil ich immer noch weiter lesen möchte, wenn die Autorin ihre Geschichte enden lässt. Aber diese drei Geschichten hatten die passende Länge und ich fand es sehr passend, sie gemeinsam in einem Buch zu veröffentlichen.
Jede hat für sich eine sehr packende und auch rührende Geschichte geschrieben.

Fazit:
Dieses Buch eignet sich auch bestens als Geschenk, damit kann nichts falsch gemacht werden. Achja, obwohl ich erwähnt habe, dass ich die Länge der Geschichten passend fand, hätte ich trotzdem nichts gegen Fortsetzungen einzuwenden.

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension - Das kastilische Erbe

Autorin: Ulrike Schweikert

Titel: Das kastilische Erbe

Genre: Historisch

Version: eBook, Gebunden und Taschenbuch

erschienen: als TB 15. September 2014

Seiten: 608

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet
zu kaufen: klick hier


Die  Autorin Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin und studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt »Die Tochter des Salzsieders« ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen sind faszinierende, lebensnahe Heldinnen, was sie in diesem Buch erneut unter Beweis stellt. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In einem Antiquariat stößt die Münchner Journalistin Isaura auf ein altes Buch, dessen Autorin sich »La Caminata« nennt. Die Worte erscheinen ihr seltsam vertraut, und sie ist fasziniert von der Geschichte der jungen Hofdame Jimena, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte. Isaura begibt sich auf Spurensuche in Spanien, und kommt in dem kleinen Städtchen Tordesillas einem jahrhundertealten Geheimnis auf die Spur, das sie tief in ihre eigene Familiengeschichte führt …

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Ulrike Schweikert gelesen und so fiel mir die Entscheidung nicht schwer, mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern konnte mich ein weiteres Mal von einem ihrer Bücher fesseln lassen.

Die Journalistin Isaura fühlt sich auf unerklärliche und seltsame Weise mit Spanien verbunden. Als sie dann von der ihr unbekannten Großtante ein Anwesen in Kastilien erbt, kommt sie einem besonderen Geheimnis auf die Spur. Gleichzeitig taucht sie in das Leben von der Hofdame Jimena und der Königin Isabel von Kastilien ein.

Ich als Leserin erfahre nun im Wechsel, was Isaura erlebt und bin über einen kurzen Zeitraum im Leben der Königin dabei. Von Isabel habe ich schon öfter mal etwas gelesen, aber diese Variante der Erzählung hat mich wieder sehr gefesselt. Erstaunlich, was die Könige und die Infanten damals alles durchmachen mussten, Dagegen ist das heutige Leben der spanischen Königsfamilie ein Zuckerschlecken.
Aber auch die Ereignisse im Leben von Isaura haben mich sehr gefesselt, wollte sie doch ursprünglich mit ihrem Mann nach Spanien fahren und mit ihm das Erbe ansehen. Muss sie dann leider erfahren, dass er sie mit einer Kollegin betrügt. Außerdem passiert ihr so vieles, was sie sich nicht erklären kann, alles ist sehr geheimnisvoll.

Ulrike Schweikert ist es gelungen aus wahren Begebenheiten ein spannendes und fesselndes Buch zu schreiben. Manchmal empfinde ich die abwechselnden Kapitel mit den Zeitsprüngen und Ortswechseln etwas störend im Lesefluss. Aber hier hatte ich gar keine Probleme. Sofort tauchte ich wieder in die jeweiligen Geschichte ein und habe auch nicht den Anschluss verloren.
Die Autorin hat gut recherchiert und überhaupt nicht langweilig über die historischen Ereignisse geschrieben. Durch Fantasie und die Verbundenheit mit Isaura der heutigen Zeit wurde der Bericht des Zeitgeschehens aufgelockert. Der  Schreibstil ist sehr flüssig und so habe ich diesen "Wälzer" in einer kurzen Zeit lesen können.

Das Buchcover hat mich sehr angesprochen und auch die Zeichnung im Buch über Spanien anno 1480 fand ich sehr hilfreich. Der Buchtitel erklärt sich beim Lesen des Buches und ich finde ihn wirklich passend.

Fazit:
Fans von historischen Büchern kann ich dies auf jeden Fall empfehlen. Historie, Spannung, Fantasie und Gegenwart, alles ist in diesem Buch wunderbar vereint.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Rezension - Kleine Sünden erhalten die Liebe


Autorin: Janet Evanovich

Titel: Kleine Sünden erhalten die Liebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Mai 2013

Seiten: 317

Altersempfehlung: Erwachsene

zu kaufen: klick hier

Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Chaoskönigin und Konditormeisterin Lizzy Tucker muss nicht nur böse Mächte bekämpfen – sondern auch die Anziehungskraft des mysteriösen Diesel ...
Lizzys Leben als Konditormeisterin in Dazzle’s Bakery wird völlig auf den Kopf gestellt, als wieder einmal der so mysteriöse wie muskulöse Diesel auf der Bildfläche erscheint. Der weiß, dass Lizzy nicht nur zaubern kann, wenn es ums Backen geht – und ihre magischen Begabung will er nutzen, um einen äußerst rätselhaften Mordfall zu lösen. Schluss mit der Zuckerbäckerei, plötzlich muss Lizzy gleich zwei Dinge bekämpfen: dunkle Mächte und die ebenso starke wie lästige Anziehungskraft, die der unverschämt gut aussehende Diesel auf sie hat. Dass sich bei ihrem neuestem Fall dann auch noch alles um die Todsünde „Wollust“ dreht, passt da doch bestens ins Bild ...

Meine Meinung:
Wie beim ersten Buch über Lizzy und Diesel ging es hier auch direkt weiter mit den Verrücktheiten. Man muss sich auf das Buch einlassen und es einfach genießen. Denn es ist keine tiefschürfende Lektüre.
Lizzy muss Diesel immer noch bei der Suche nach magischen Gegenständen helfen. Diesmal beginnt die Geschichte leider mit einem Mord, den die beiden aufklären sollen. Carl, der Schimpanse, der immer noch bei Diesel lebt, findet bei dem Toten einen kleinen Schlüssel, der später bei der Auflösung einiger Geheimnisse behilflich wird. Alle Beteiligten des ersten Buches sind natürlich weiterhin dabei. Wobei Wulf und Lizzy in diesem Buch etwas ganz besonderer verbinden wird. Die Kollegin Glo kommt immer besser mit ihren Zaubersprüchen klar und es passieren nur noch wenige Fehler, über die ich als Leserin herzhaft lachen konnte, aber die Beteiligten fanden es wohl nicht gut.
Außerdem taucht eine neue gefährliche Unbekannte auf, die für reichlich Ärger sorgt. Wie schon erwähnt, es geht mit den Verrücktheiten weiter. Auch die Dialoge zwischen den Beteiligten hatten mir wieder sehr viel Spaß bereitet. Die einzig einigermaßen Normale in dieser Geschichte ist wohl Clara, die Besitzerin der Bäckerei. Ich habe sie manches Mal bewundert, dass sie die Nerven bei diesen vielen Verrückten nicht verliert.

Ich muss sagen, dass es mir immer wieder Spaß bereitet, zwischendurch solche Bücher zu lesen. Ich erwähnte ja schon in einer anderen Rezension, dass ich ein Fan der Bücher von Janet Evanovich bin.

Fazit:
Wer nach einem Buch sucht, das nicht so tierisch ernst ist und doch auch etwas Spannung braucht, findet hier das richtige Buch. Allerdings sollte zunächst Band eins gelesen werden. Die richtige Reihenfolge macht mehr Spaß und das zweite Buch ist auch besser zu verstehen.