Dienstag, 7. Januar 2014

Rezension - Reiches Erbe Brunettis 20. Fall


Autorin: Donna Leon

Titel: Reiches Erbe Commissario Brunettis 20. Fall

Genre: Krimi

Version: eBook, Gebunden, Broschiert, Hörbuch

erschienen: 22. Mai 2012

Seiten: 321

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Diogenes

Die Autorin Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, lebt seit 1965 im Ausland. Sie arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Seit 1981 wohnt und arbeitet Donna Leon in Venedig. Die ›Brunetti‹-Romane machten sie weltberühmt, doch die Barockmusik ist ihr nicht weniger wichtig. Sie förderte zahlreiche Einspielungen, neu das Orchester ›Il Pomo d’Oro‹.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Herzversagen, das diagnostiziert der penible Pathologe Rizzardi beim Tod von Signora Altavilla. Kein Fall für Brunetti mithin? Der Commissario traut dem Frieden nicht. Wer sucht, der findet

Meine Meinung:
Als Serienfan von den Fällen des Commissario Brunetti konnte ich natürlich dieses Buch  nicht liegen lassen, als ich endlich die Taschenbuchausgabe entdeckt hatte. Allerdings muss ich sagen, dass ich schon spannendere Bücher von ihm gelesen habe. Aber ich mag den Commissario, ebenso seine Frau  Paola und seine Kinder. Im Laufe der Jahre habe ich sie ja auswachsen sehen. Die Sekretärin Signorina Elettra habe ich lieb gewonnen, denn sie ist sehr pfiffig, wie sie alle möglichen Quellen nutzt, um an Informationen zu gelangen und Brunetti tut gut daran, wenn er nicht immer alles hinterfragt. Kurz zusammen gefasst, alle sind mir ans Herz gewachsen, deshalb konnte ich das Buch auch nicht zur Seite legen. Ich wollte natürlich wissen, wie sich alles entwickelt und was am Ende tatsächlich passiert ist.
Eigentlich hätte Brunetti den Fall mit natürlichem Tod abschließen können. Aber seine Spürnase hat ihm keine Ruhe gelassen. Wie so oft in der Vergangenheit deckt er wieder Machenschaften auf, die ihn entsetzen. Ändern kann er an dem ganzen System nichts. Allerdings ermittelt er sehr feinfühlig und am Ende muss er eine Entscheidung fällen, mit der er leben kann. Aber zumindest kennt er jetzt die wahren Zusammenhänge, die zum Tod der Signora geführt haben.

Sollte ein Leser zufällig mit Band 20 starten, wird er wahrscheinlich keine weiteren mehr lesen wollen. Normalerweise lasse ich mich beim Kauf meiner Serienbüchern nicht von anderen Kommentaren beeinflussen, aber ich lese sie hinterher und stelle fest, dass viele bemerken, dass Donna Leon so langsam mit den Büchern nachlässt und sie nicht mehr so gut, wie am Anfang sind.

Fazit:
Ich möchte natürlich keinem vom Kauf abraten, denn Fans wollen wahrscheinlich, genau wie ich, wissen, wie es mit dem Commissario und seiner Familie weitergeht. Ich habe gesehen, dass es noch zwei weitere Bücher gibt. Da ich aber immer nur die Taschenbuchausgabe kaufe, dauert es noch eine Weile, bis ich das nächste Buch laufe und lesen werde. Wahrscheinlich ist dann mein Eindruck, den ich jetzt hatte, nicht mehr so deutlich und ich bin neugierig und gespannt.

Montag, 6. Januar 2014

Rezension - Das Lied des Falken

Autorin: Andrea Schacht

Titel: Das Lied des Falken

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. November 2013

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet


Nach dem Studium von Werkstofftechnik und Betriebswirtschaft arbeitete die Autorin Andrea Schacht im industriellen Großanlagenbau. Dann wurde sie 1994 freie Schriftstellerin. Im Urlaub hatte ein Hotelkater ihre Fantasie beflügelt und sie zu ihrem ersten Roman "Der Tag mit Tiger" inspiriert. Inzwischen widmet sich Andrea Schacht primär historischen Themen wie in den Geschichten um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart. In vielen ihrer Romane spielen Katzen eine wichtige Rolle - auch angeregt durch die eigenen Hausgenossen. Mehr über die Autorin und deren Bücher findet man hier


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln im Frühjahr 1404. Das gesamte Hauswesen ist in Aufruhr: Der Knecht Peer wurde erschlagen aufgefunden, und von der Hausherrin Alyss fehlt jede Spur. Eine fieberhafte Suche nach ihr beginnt und bald keimt in Alyss’ Freunden ein schrecklicher Verdacht auf: Der wahre Mörder Arndt van Doornes ist noch immer auf freiem Fuß. Wer ist es, und könnten er und seine Handlanger Alyss in ihre Gewalt gebracht haben? Doch warum wurde Alyss entführt? Und wo hält man sie versteckt? John of Lynne setzt alle Hebel in Bewegung, um Alyss zu finden und zu befreien.

Meine Meinung:
Das letzte Buch der Serie ist wirklich sehr spannend und beginnt gleich mit der Entführung von Alyss. Während alle im Hauswesen noch rätseln, wer sie denn entführt haben könnte, kommt mir sofort ein Verdacht, der sich dann auch bestätigt. Aber was derjenige noch alles verbrochen hat, überraschte mich dann auch.
Ich habe sofort nach dem vorherigen Buch weitergelesen und konnte dieses kaum aus der Hand legen. Es wurde für mich mal wieder eine aufregende Lesenacht. Denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie die Familie und Freunde von Alyss das Problem lösen. Schließlich hatten sie es nicht leicht und mussten erst mal nach der Nadel im Heuhaufen suchen.
Andrea Schacht hat es geschafft ein weiteres spannendes Buch zu schreiben. Ich hatte auch wieder mein Vergnügen, wenn ich vom Allmächtigen gelesen habe. Ich hätte damals kein Donnerwetter von ihm erleben wollen. Trotz der ernsten Lage gab es immer wieder Stellen an den ich lachen musste.
Spaß hatte ich bei folgendem Dialog, den ich hier erwähnen möchte, ohne viel zu erraten. John muss Ivo, dem Vater von Alyss einiges erklären und meint zum Schluss "oh my god. My Lord Vater" worauf Ivo antwortet: "Vater reicht, Sohn"
Gefallen hat es mir natürlich auch, wieder über alle Personen des Hauswesens etwas zu erfahren. sind sie doch auch meine Freunde geworden. Außerdem habe ich  mich amüsiert,  dass immer wieder Kölsche Begriffe eingebaut wurden, da läuft Lore doch mit "bläck föös" los und zum Schluss kommt Lores Spruch "Alles war jut"
Andrea Schacht schreibt am Ende des Buches, dass ihr nun etwas fehlt, denn sie hat 13 Jahre an den Büchern ihrer Kölner Familie geschrieben. Und dann fühlte sie sich plötzlich allein. Sie hat es nicht lange ausgehalten und ein neues Buch begonnen. Darin kommen neue Protagonisten vor, aber auch alte Bekannte tauchen wieder auf. natürlich habe ich die Leseprobe beachtet und vieles schon erfahren und neugierig wurde ich auch.
Aber nun schließe ich erst einmal mit der Geschichte der Kölner Familie ab. Auch mir sind alle ans Herz gewachsen und ich werde bestimmt noch einige Tage damit verbringen, mir einiges durch den Kopf gehen zu lassen und bestimmte Situationen noch einmal zu durchleben. Denn auch ich war mittendrin und hatte das Gefühl im Haus in der Witschgasse zu leben.

Fazit:
Ich hatte ja schon bei der Rezension des vorherigen Buches empfohlen, die ganze Serie zu lesen. Wer dies gemacht hat, sollte nun auf keinen Fall das letzte Buch verpassen. Es ist wirklich ein guter Abschluss!

Sonntag, 5. Januar 2014

Rezension - Mit falschem Stolz


Autorin: Andrea Schacht

Titel: Mit falschem Stolz

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 18. Februar 2013

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Nach dem Studium von Werkstofftechnik und Betriebswirtschaft arbeitete die Autorin Andrea Schacht im industriellen Großanlagenbau. Dann wurde sie 1994 freie Schriftstellerin. Im Urlaub hatte ein Hotelkater ihre Fantasie beflügelt und sie zu ihrem ersten Roman "Der Tag mit Tiger" inspiriert. Inzwischen widmet sich Andrea Schacht primär historischen Themen wie in den Geschichten um die aufmüpfige Kölner Begine Almut Bossart. In vielen ihrer Romane spielen Katzen eine wichtige Rolle - auch angeregt durch die eigenen Hausgenossen.
Mehr über die Autorin und deren Bücher findet man hier

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ivo vom Spiegel hatte ihm die Rückkehr nach Köln untersagt – und doch kommt Arndt van Doorne wieder, um seine Beteiligung an einem Hurenhaus zu kassieren. Er bezahlt dafür mit dem Leben. Als neben seiner Leiche Mats Schlyffers mitsamt einem blutigen Messer gefunden wird, ist für den Schöffen Endres Overstoltz klar: Der Mörder ist der Messerschleifer. Doch der kann sich an nichts erinnern, und es gibt eine ganze Reihe weiterer Verdächtiger, die Arndt auf dem Gewissen haben könnten. Alyss beginnt zu ermitteln und bringt eine ungeheuerliche Wahrheit ans Licht …

Meine Meinung:
Ich habe schon sehr viele Bücher von Andrea Schacht gelesen und vor allem die Serie der Begine Almut und nun auch ihrer Tochter Alyss haben es mir angetan. Wer nun in meinen Rezensionen nach diesen Büchern sucht, wird nichts finden, denn mit dem Lesen über die Begine Almut habe ich vor fast 10 Jahren angefangen und damals ahnte ich noch nicht, dass ich irgendwann mal Rezensionen schreiben werde.
Dieses Buch ist nun das 4. Buch über Alyss und ihre Erlebnisse. Und ich empfehle jedem Interessierten mit dem ersten Buch zu beginnen, noch besser mit der Serie der Mutter Almut.
Es ist mir immer noch nicht zu langweilig geworden, diese Serie zu lesen. Denn Andrea Schacht versteht es immer wieder neue Spannung in die Bücher zu bringen. Zwar habe ich nun oft genug gelesen, dass jemand aus dem Umkreis in den Turm gesperrt wird und Alyss und Familie sich darum kümmern. Aber auch hier passiert immer wieder etwas anderes. Nebenbei habe ich viel über das Leben in Köln um den Zeitraum 1400 herum. Das Leben der Patrizierfamilen und deren Hauswesen. Denn Andrea Schacht benutzt natürlich die Begriffe,die zu der damaligen Zeit üblich waren.
Ich möchte hier nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber es ist schon interessant zu lesen zu welchen Mitteln Alyss, ihre Familie und Freunde greifen, um etwas zu erfahren und wieder in Ordnung zu bringen.
Natürlich kommt die Liebe bzw die Minne nicht zu kurz. Spaß hatte ich auch an den Dialogen von Alyss und John, obwohl die beiden diesmal wenig Zeit hatten, sich auszutauschen. Almut und Ivo habe ich sowieso ins Herz geschlossen. Die Eltern von den Zwillingen Alyss und Marian sind einfach zu köstlich, vor allem, wenn die beiden sich mit Bibelversen unterhalten und wenn das Donnerwetter des Allmächtigen auf einen niedergeht. Ich gestehe, was mir gefällt, können wirklich nur die Leser nachvollziehen, die eben auch die Bücher alle kennen.

Fazit:
Ich kann jedem nur empfehlen die gesamte Serie zu lesen, wer erst jetzt damit beginnt, hat mir gegenüber ja den Vorteil, dass alle Bücher zügig nacheinander gelesen werden können. Ich musste immer wieder warten, was mir manchmal ja auch schwer gefallen ist. Wer die anderen Bücher bereits kennt, sollte dieses auf keinen Fall versäumen. Ich bin nun auch in der glücklichen Lage, das 5. Buch sofort lesen zu können.




Samstag, 4. Januar 2014

Rezension - Ledig...Geschieden...Verwitwet Gesamtausgabe Band 1 - 4



Autorin: Frieda Lamberti

Ttiel: Ledig..Geschieden..Verwitwet  Band 1-4

Genre: Roman, Romanze

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Frieda Lamberti, 52, Hamburgerin, verheiratet seit 1979, 4fache Oma lebt ihre Vorliebe für Frankreich, gutes Essen, lecker Kochen, Wein, Männer und Musik in ihren Geschichten aus.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Band 1 
Unterschiedlicher als die Enddreißigerinnen Tine, Franka und Jette können Frauen nicht sein. Sie sind seit Kindertagen eng befreundet und stehen sich auch heute noch in allen Lebenslagen zur Seite. Franka ist geschieden und lebt nur für ihre Karriere. Jette ist frisch verwitwet und will nach dem Ableben ihres ungeliebten Mannes endlich das Leben in vollen Zügen genießen. Die patente Tine ist noch immer Single. Anders als ihre beiden Freundinnen möchte sie diesen Zustand gern ändern. Als sie anstelle von Franka eine Reise antritt, trifft sie auf den charmanten Ansgar Wickert. Ist er der langersehnte Mr. Right?
Band 2  
Während Tine, die Protagonistin und Erzählerin aus Band 1, vor der Aufgabe steht, Geschäft und Mutterrolle unter einen Hut zu bekommen, plagen Franka andere Sorgen. Auch sie hegt den Wunsch, ein Baby zu bekommen. Allerdings einen Mann will sie nicht. Was liegt näher als ihren Exmann Knut für diese Aufgabe einzuspannen.
Band 3 
Jette hat nur ein Ziel, ihren Masterabschluss. Obwohl sie ständig knapp bei Kasse ist, schlägt sie sich durch und genießt das Leben als unabhängige Frau an der Seite jüngerer Liebhaber bis sie die den älteren und wohlhabenden Mirko Schmelzer kennen und lieben lernt. Er bietet ihr Wohlstand und Luxus. Aber ist ihr Leben auch sorgenfrei?
Band 4 
Malte kommt zurück nach Hamburg und trifft auf das Frauentrio. Jette ist in tiefer Trauer. Franka und Knut plagen geschäftliche Sorgen. Das Ende der Geschichte wird aus Maltes Perspektive erzählt.

Meine Meinung:
Auf meinem Kindle hatte ich schon länger die ersten drei Bücher dieser Reihe und habe mich gefreut, dass ich sie nun in einem Rutsch lesen konnte. Mit Tränen in den Augen wollte ich die Rezension vorbereiten und sehe, dass es noch ein 4. Buch und eine Gesamtausgabe gibt. Sofort war Buch vier auf meinem Kindle und ich habe ohne große Unterbrechung weiterlesen können. Da ich nun alle vier Bücher hintereinander lesen konnte, ist es fast so, als hätte ich die Gesamtausgabe gehabt und deshalb werde ich unter diesem Titel meine Rezension veröffentlichen.

Frieda Lamberti ist mir inzwischen vertraut und ich lese gerne zwischendurch ihre Bücher. Sie versteht es Alltag, Schicksale, Liebe, also alles, was einem so passieren kann, unter einen Hut zu bringen und daraus schöne Bücher zu machen.

Ob ich immer so gehandelt hätte, wie eine der Protagonistinnen der ersten drei Bücher, weiß ich nicht, aber ich konnte ja auch alles aus einer anderen Perspektive betrachten. Ich habe alle drei Frauen und auch Malte, der aus seiner Sicht im 4. Buch alles erzählt, lieb gewonnen. Ich stecke immer richtig mittendrin in der Geschichte und besonders Jettes Schicksal hat mich sehr berührt und auch für Tränen gesorgt. Deshalb hat es mich auch sehr gefreut, als ich das 4. Buch gesehen hatte und dachte, nun könnte alles wieder gut werden.

Amüsant fand ich die Geschichten, die Frieda Lamberti um die drei Frauen gesponnen hat. Tine gerät unvermutet in ein Seminar und es gefällt ihr wider Erwarten gut. Franka spannt der Geliebten ihres Ex-Mannes den Mann wieder aus und muss aber auch erst einiges durchmachen, bevor sie ans Ziel kommt. Jette bekommt endlich den Durchblick und holt so vieles nach, vor allem ihre Berufsausbildung. Zum Schluss kommt Malte und kümmert sich um vieles, was seinen Freunden sehr hilft.

Fazit:
Und wieder ist es ein Buch, was man nicht aus der Hand legen möchte, weil es zu interessant ist über das Leben der drei Freundinnen zu lesen. Ich kann die Gesamtausgabe auf jeden Fall empfehlen.

Freitag, 3. Januar 2014

Rezension - Demetrias Rache, Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen - Erster Roman


Autor: Robert Gordian

Titel: Demetrias Rache

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook

erschienen: 19. April 2013

Seiten: 207

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks

Der Autor Robert Gordian wurde 1938 in Oebisfelde in Sachsen-Anhalt geboren. Nach dem Abitur Studium der Journalistik und Geschichte. Von 1961 bis 1967 Theaterdramaturg in Berlin; seit 1967 freiberuflich tätig. Sein erster Roman "Letzter Kampf in Olympia" erschien 1989. Bekannt wurde er mit der fünfteiligen Serie historischer Krimis "Odo und Lupus". Kommissare Karls des Großen. Gordian lebt heute in Eichwalde bei Berlin.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Frankenreich, Ende des 8. Jahrhunderts. Im Auftrag Karls des Großen bereisen zwei Männer das Land, die unterschiedlicher nicht sein können: Der Adlige Odo ist tapfer bis zur Tollkühnheit und stets bereit, sich von den Reizen der Damenwelt den Kopf verdrehen zu lassen; Lupus hingegen ist ein Mönch und hochgebildeter Rechtsgelehrter, auch wenn er nie etwas gegen einen weiteren Krug Bier einzuwenden hat. Ihre Mission: Für Recht und Ordnung sorgen. So auch, als der Dichter Siegram angeklagt wird, eine junge Edeldame ermordet zu haben. Alle Indizien sprechen gegen ihn – bis zu dem Moment, als ein unerwarteter Zeuge hoch zu Ross in die Gerichtsverhandlung sprengt …

Meine Meinung:
Für meine Teilnahme am Challenge habe ich auch im Dotbooks Verlag nach einem passenden Buch gesucht und gleich etwas gefunden, was weitere Einkäufe nach sich zieht.
Bekanntlich lese ich gerne historische Bücher und Krimis und auch gerne die Kombination davon. Ich dachte mir, kauf mal ruhig das Buch, wenn es Dir nicht gefällt, ist es ja auch nicht schlimm und die weiteren muss ich dann ja auch nicht erwerben. Nun, es hat mir gefallen.

Die Bücher dieser Krimiserie wurden vom Autor in den 90er Jahren geschrieben und im Jahr 2013 vom dotbooks Verlag neu heraus gebracht.

Geschrieben ist das Buch, was ich gelesen habe, in der Ich-Form. Allerdings ist mir ab und zu aufgefallen, dass dies nicht immer so war. Ich könnte mir vorstellen, dass es umgeschrieben und dabei nicht alle Sätze erfasst wurden. Es hatte mich etwas irritiert, aber für den Inhalt war es nicht weiter störend. Da das Buch in der Ich-Form als Brief von Lupus an einen anderen Mönchen geschrieben wurde, bedient der Autor sich auch der damaligen Sprache, was mir auch gut gefallen hat.
Das Buch ist spannend und humorvoll geschrieben. Außerdem habe ich mal wieder so einiges aus dem Leben zur Zeit Karls des Großen kennen gelernt.

Eigentlich sollen Odo und Lupus nach Sachsen reisen und dort für Recht und Ordnung sorgen. Das Sachsenreich schien damals wohl nicht sehr beliebt gewesen zu sein, denn es hat sich sonst keiner gefunden, der dorthin reisen wollte. Beide hatten die Aufgabe auf dem Weg dahin aber auch schon darauf zu achten, wie es im Reich Karls des Großen aussieht und Meldung zu machen. So war immer etwas und ich dachte schon, bei dem Tempo kommen die wohl nie an und zumindest im ersten Buch ist es dann auch so.
So unterschiedlich die beiden Protagonisten doch sind, arbeiten sie gut miteinander und ergänzen sich bestens. Ihren ersten richtigen großen Fall haben sie auf sehr interessante Weise bearbeitet und gelöst.

Fazit:
Für Fans von historischen Krimis ist dies eine Bereicherung und ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Ich werde mit Sicherheit weitere Bücher davon erwerben und lesen, denn ich will wissen, wie es mit den beiden weitergeht und wann sie endlich ihr Ziel erreichen.


Donnerstag, 2. Januar 2014

Rezension - Die Rose von Darjeeling



Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Rose von Darjeeling

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. März 2013

Seiten: 640

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet



Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und wuchs im Ammerland auf. Sie ist für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine tätig. Ihre Reisereportagen führten sie unter anderem nach Darjeeling und auf die Kanalinsel Jersey. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Freunde. Ein Schicksal. Eine Liebe, die nie vergeht … Darjeeling in den Dreißigern. Kathryn, eine junge Engländerin voller Träume, lebt auf der Teeplantage ihres Vaters. Sie ist begeistert als zwei deutsche Reisende bei ihnen Halt machen: der attraktive Gustav, der Kontakte für seinen Teehandel knüpfen will, und sein bester Freund Carl, der auf der Suche nach einer neuen Rhododendrenart ist. Allem Widerstand zum Trotz folgt sie den jungen Männern auf ihre gefährliche Expedition in den Himalaya – und merkt dabei, wem ihr Herz gehört. Doch die Plantage ihres Vaters steht vor dem Ruin, und in Deutschland bricht der Krieg aus

Meine Meinung:
Ein tolles Buch, das mich sehr beeindruckt hat. Ich weiß nur sehr viel mehr über Rhododendren und etwas mehr über Tee.

Kathryn, 19 Jahre alt, lebt mit ihrem Vater in Darjeeling und lernt zwei junge Deutsche kennen, die zu einer Reise nach Sikkim aufbrechen wollen. Carl möchte seltene Rhododendronarten finden und Gustav möchte für seinen Teehandel Beziehungen knüpfen. Die drei erleben eine aufregende Zeit, denn Kathryn hat sich ihnen angeschlossen und reist mit ihnen. Eine interessante Liebesgeschichte entwickelt sich, die leider nicht fort gesetzt werden kann. Die Zeiten ändern sich, der Krieg bricht aus und den Engländern geht es in Indien auch nicht mehr so gut.
Die Geschichte wird in mehreren Zeitzonen erzählt. Begonnen wird mit 1990, dann 1930 und Folgejahre und schließlich 2010.
Der rote Faden ist natürlich die Geschichte der drei jungen Leute und die Züchtung der ganz besonderen Rhododendronart "Queen of Darjeeling". Aber nebenbei konnte ich so vieles über Darjeeling und Sikkim erfahren. Ebenso etwas über Tee und ganz viel über Rhododendren, was mich wirklich sehr interessiert hat. Natürlich habe ich mir die Lage der Orte im Internet angesehen und auch Bilder von der beeindruckenden Umgebung. Es wurde alles so wunderbar beschrieben, dass ich richtig neugierig wurde.

Vor über 20 Jahren hatten wir hier auch mal die Bundesgartenschau und bei dieser Gelegenheit wurde ein so genanntes Rhododendrontal angelegt. Gerne bin ich dort spazieren gegangen und habe auch gesehen, zu welch unterschiedlichen Zeiten die Pflanzen blühten und welche Pracht das war. Wieder wurde meine Neugierde geweckt und ich habe mir Informationen über das Ammerland und die Rhododendren geholt.

Aber mich hat auch das geschilderte Leben der drei Protagonisten sehr gepackt. So richtig frei war damals keiner in seinen Entscheidungen, es musste auf so vieles Rücksicht genommen werden. Vieles kam anders, als es geplant war und am Ende stellt sich heraus, dass die Aussage von dem Lama tatsächlich zutraf.

Es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Im Grunde spiegelt sich darin auch ein Teil der Geschichte wieder. Die Weltmacht England muss sich aus Indien zurückziehen und einige geben Ländereien auf, die Generationen im Familienbesitz waren. Interessant ist es auch, wie die Engländer in diesen Ländern gelebt haben.

Das Schicksal der Drei hat mich berührt und das ihrer Nachkommen. Ich hatte das Gefühl, als stiller Beobachter immer daneben zu stehen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Und auch dieses dicke Buch konnte ich schlecht zur  Seite legen, ich wollte zu gerne wissen, wie es denn mit allem weiter geht.

Fazit:
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Wie bereits erwähnt, neben der Lebensgeschichte der Drei habe ich wieder so viel Interessantes erfahren. Die Autorin hat es verstanden, keine Langeweile aufkommen zu lassen und das Interesse zu wecken.

Auch hier bedanke ich mich beim Verlag Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension - Eva und die Apfelfrauen


Autorin: Tania Krätschmar

Titel: Eva und die Apfelfrauen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. Oktober 2013

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet




Die Autorin Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Fünf Freundinnen, ein Apfelgarten und ein Sommer auf dem Land, der alles verändert
Die Anzeige im Internet ist ein voller Erfolg: Eva und ihre vier besten Freundinnen erben tatsächlich ein Haus! Allerdings nicht in Berlin, sondern im Wilden Osten, und nur unter einer Bedingung: Sie müssen den riesigen Apfelgarten bewirtschaften, der zum Haus gehört. Aber das ist für die fünf munteren Städterinnen nur eine von vielen Herausforderungen …


Meine Meinung:
Ne, was hatte ich Spaß beim Lesen! Fünf eingefleischte Städterinnen erben ein Haus auf dem Land . Sie haben keine Ahnung vom Landleben, was ich allerdings manchmal doch etwas übertrieben fand, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie so dusselig sind. Aber für die Situationskomik war es klasse! Zum Beispiel wird im Schuppen aufgeräumt und weil das so komische Knollen sind, werden sie einfach auf dem Kompost geworfen. Erst bei der Nachfrage des Nachbarn wird es peinlich. Ja, warum werden die Knollen der schönen Dahlien weg geworfen? Bedingung für die Erbschaft ist es, zumindest bis zur Apfelernte zu bleiben und da gibt es das nächste  Problem, wann ist das denn soweit? Denn im Supermarkt gibt es ja das ganze  Jahr über Äpfel zu kaufen. Aber die fünf Frauen lernen schnell.
Tania Krätschmar hat da ein tolles Buch geschrieben. Sie hat die fünf Charaktere sehr gut ausgewählt:
eine gluckenhafte Mutter, eine Lehrerin mit Burn-Out, eine verlassene Ehefrau und zwei sehr gestresste Kolleginnen.
Vor allem regt es auch zum Nachdenken an, wie viele träumen davon eine WG zu gründen. Da prallen Idee und Wirklichkeit aufeinander und dann die Gegensätze Dorfleben zum Stadtleben. Es  passiert so viel und manches kommt anders, als gedacht. Die  Frauen leben sich ein und werden in der Dorfgemeinschaft aufgenommen.
Mit viel Humor wurde die Geschichte der Frauen beschrieben. Ich musste immer wieder herzhaft lachen, allerdings möchte ich hier nicht alle lustigen Stellen erwähnen, denn ich will keine um den Spaß bringen, es selbst zu lesen. Nur eine noch, ich konnte mir so richtig gut vorstellen, wie Eva in der Schaufel des Treckers saß und ...., nein, ich lasse es. Ich wünsche anderen wirklich den Spaß.


Fazit:
Ein schönes humorvolles Buch, das sich zum Zwischendurch lesen bestens eignet und trotzdem auch ernste Themen behandelt. Ich kann es wirklich weiter empfehlen!

Ich freue mich,dass ich mir dieses Buch als Rezensionsexemplar ausgesucht habe und mir vom Verlag zur  Verfügung gestellt wurde.