Sonntag, 9. November 2014

Rezension - Unter dem Südseemond



Autorin: Regina Gärtner

Titel: Unter dem Südseemond

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. November 2013

Seiten: 593

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Deutschlehrerin, Pressereferentin, Werbefachfrau und Public-Relation-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.
Die Autorin lebt in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist, aber die die pazifische Region, vor allem Australien und Samoa, haben es ihr besonders angetan.
Regina Gärtner ist Mitglied bei Quo Vadis, dem Syndikat und den Mörderischen Schwestern. Sie schreibt Historische Romane, Liebesromane, Krimis und Kurzgeschichten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln/Samoa 1899: Vom Vater gedrängt heiratet Alma den älteren Hermann, Leiter einer Kolonialhandelsgesellschaft, und begleitet ihn in die Südsee. Für Alma bedeutet es das Ende ihrer Welt – in jeder Hinsicht. Sie muss sich an das unkonventionelle Leben in der Kolonie und die Riten ihrer exotischen Einwohner gewöhnen und sich als Frau behaupten. In dem australischen Seemann Joshua findet Alma ihre große Liebe, aber sie ist verheiratet. Doch nicht nur das macht ihr das Herz schwer, denn es wird immer deutlicher, dass ein bedrohliches Geheimnis über ihre Familie liegt.

Meine Meinung:
Das war für mich mal wieder ein "Hach-Buch". Sicher kennen dieses Gefühl auch andere Leser, das Buch wird mit einem glücklichen Hach zur Seite gelegt. Achja und bei diesem Buch kommt der Spruch "Lesen gefährdet die Dummheit" zum Tragen. Irgendwie hatte ich mich nie so richtig damit beschäftigt, welche Kolonien alle einst zu Deutschland gehörten. Sicher kennt man einige, aber das Samoa dazu gehörte, war mir nicht bewusst.

Dieses Buch hat wirklich sehr viel interessantes vermittelt. In einer Zeit, in der meine Großeltern lebten war es wirklich nicht einfach. Väter beherrschten manches Mal wie Tyrannen die Familie, die Frauen hatten noch kein Wahlrecht, denn (Zitat aus dem Buch:) sie könnten sich schließlich ganz auf die Meinung ihrer Männer verlassen. Frauen hatten selten die Möglichkeit aus Liebe zu heiraten und große Probleme, wenn sie vor der Ehe schwanger wurden.

In dieser Zeit lebt Alma, eigentlich träumt sie von einer schönen Zukunft. Aber widrige Umstände ändern ihren Lebensweg. Sie muss auf Veranlassung vom Vater einen wesentlich älteren Mann heiraten. Hermann hat die Absicht für eine große deutsche Handelsfirma auf Samoa zu arbeiten. Für viele Deutsche ist das eine schreckliche Vorstellung, denn sie meinen, dass dort nur Wilde leben.
So fällt Alma der Abschied von ihren Geschwistern aus mehreren Gründen nicht leicht.
Eine beschwerliche Schiffsreise steht dem Ehepaar bevor, wobei Alma überhaupt keine Probleme hat, Hermann allerdings leidet sehr unter der Seekrankheit. Auf dieser Reise lernt Alma Milli kennen, die ihr eine gute Freundin wird und auch später wesentlichen Einfluss auf ihr Leben haben wird.

Sehr fesselnd beschreibt Regina Gärtner die Reise und den Aufenthalt auf der Insel. Es ist wirklich unvorstellbar, welchen Mut damals viele hatten und sich auf den Weg ans andere Ende der Welt machten. Natürlich hat Alma auch ihre Schwierigkeiten mit dem Personal, den anderen Bewohnern und vor allem mit aufdringlichen Männern. Aber sie gewinnt sehr viele gute Freunde, die ihr immer wieder zur  Seite stehen. In diesem Buch kommt auch die Liebe nicht zu kurz, nur Alma tut sich da sehr schwer, eine endgültige Entscheidung zu fällen. Sie ist aber auch zu sehr eine Frau der Zeit, die sich immer wieder anderen gegenüber verpflichtet fühlt und an sich leider erst sehr spät denkt.

Die meisten Beteiligten habe ich sehr lieb gewonnen und ich war mal wieder mitten drin in der Geschichte. Das große Geheimnis, von dem im Klappentext beschrieben wurde, hatte ich schon bald vermutet, denn als Leserin habe ich ja einen ganz anderen Überblick, als die Beteiligten im Buch. Ich musste aber auf eine Bestätigung meiner Vermutung warten und das erzeugte eine gewisse Spannung. Aber nicht nur das Geheimnis, auch andere Geschehnisse, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte, sorgten für Spannung. Zumal ich ja immer hoffte, dass es für Alma mal gut ausgehen würde.

Das  Buchcover empfinde ich als sehr ansprechend. Es lenkt auf jeden Fall die Aufmerksamkeit auf das Buch.

Nun habe ich soviel darüber geschrieben, dass ich sehr viel über das Leben ab 1899 erfahren habe und könnte vielleicht den Eindruck erwecken, dass es zu viel trockene Geschichte ist. Aber die Autorin hat es wunderbar verstanden, die damaligen Ereignisse in Köln und Samoa mit einer Familiengeschichte zu verbinden.

Fazit:
Dieses Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.  Inzwischen habe ich gesehen, dass im nächsten Jahr eine Fortsetzung erscheinen wird. Das Buch werde ich mit Sicherheit ebenfalls lesen.

Ich möchte mich recht herzlich bei Regina Gärtner bedanken, die mich auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat.

Samstag, 8. November 2014

Rezension - Vom Tod geküsst


Autorin: Amanda Frost

Titel: Vom Tod geküsst

Genre: Fantasy, Romanze

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. November  2014

Seiten: 346

Altersempfehlung: Erwachsene



Im April 2013 erfüllte Amanda Frost sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches einen lang gehegten Traum. Sie startete die erfolgreiche Siria-Trilogie, die es prompt in die Kindle Top 100 schaffte. Zuvor war Amanda viele Jahre international im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Wenn Amanda nicht gerade Geschichten erfindet, verschlingt sie Bücher oder macht die bayerische Landeshauptstadt unsicher. Als Tochter eines Rennfahrers liebt sie schnelle Autos und Motorräder genauso sehr wie Reisen in ferne Länder.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Er ist der Tod! Und er kommt, um sie zu holen! Doch was, wenn sie nicht sterben kann? Und zudem völlig fasziniert von dem teuflisch gut aussehenden Fremden ist? Diese Frage muss sich die Krankenschwester Lilly stellen. Denn anscheinend gibt es nur eine Alternative: Sie muss sterben, ansonsten wird Sebastian in der Hölle schmoren. Doch soll das wirklich das Ende sein?

Meine Meinung:
Ich habe von Amanda Frost die bereits erschienene Siria-Trilogie mit Begeisterung verschlungen und war nun neugierig auf das neue Buch. Allerdings hatte ich  anfangs erst etwas gezögert, denn Bücher über den Tod lese ich nicht soo gerne. Außerdem bin ich auch kein großer Fan von erotischen Liebesromanen. Aber, da ich die anderen Bücher kannte, war meine Neugierde doch größer und ich habe es nicht bereut, dass ich dieses Buch zur Hand genommen habe.

Sebastian ein erfolgreicher und vermögender Kunstdieb landet auf der Liste derer, die sterben sollen. Da man sich nicht entscheiden kann, ob er in die Hölle oder in den Himmel kommen soll, muss er sich in der Zwischenwelt bewähren. Sebastian war zu Anfang nicht unbedingt mein Freund, was sich aber im Laufe der Geschichte änderte.
Lilly, eine überaus beliebte Krankenschwester soll durch Sebastian sterben und in den Himmel kommen. Allerdings klappt es einfach nicht und Sebastian muss ihrem Geheimnis auf die Spur kommen. Lilly mochte ich sehr, obwohl sie mir manchmal etwas naiv und zu lieb für diese Welt erschien, auf der anderen Seite mochte ich ihren Humor. Und gerade diese Charaktereigenschaften der beiden gaben der Geschichte die entsprechende Würze.
In gewohnt humorvoller und spannender Schreibweise schildert die Autorin, was die beiden Protagonisten Lilly und Sebastian erleben. Es gab sehr viele Dialoge, die mich zum Lachen gebracht haben. So hatte ich auch meinen Spaß, als Lilly den kleinen Höllenhund Thor knuddelte.
Die anderen Beteiligten hatte ich ebenfalls lieb gewonnen, sogar "Thanni" konnte ich sehr gut leiden. Wer das allerdings ist, verrate ich nicht, das muss jede Leserin selbst heraus finden.

Zu Anfang schrieb ich, dass ich nicht der Fan von erotischen Liebesromanen bin, allerdings kann ich sagen, dass die erotischen Szenen genau in die Handlungen passten. Auch hier musste ich manches Mal schmunzeln. Ich konnte mein Kopfkino nicht abschalten.

Das Buchcover passt hervorragend zum Buch, aber diesmal gab es nicht den Ausschlag mich näher damit zu befassen, sondern der Name der Autorin hat mich mehr gelockt.

Fazit:
Ein Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehle. Es bietet alles von Humor über Spannung bis zur Romanze. Ich persönlich freue mich schon auf das zweite Buch.

Bei Amanda Frost möchte ich mich recht herzlich bedanken, dass sie mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.

Donnerstag, 6. November 2014

Rezension - Verlieb Dich mal wieder ... oder Sex ist auch eine Lösung


Autorin: Monika Baitsch

Titel: Verlieb dich mal wieder ... oder Sex ist auch eine Lösung

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Juni 2014

Seiten: 164

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Monika Baitsch lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen an der Bergstraße. Im Sommer 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch "Hilfmir - mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten", das auf erstaunlich positive Resonanz stieß. Schnell wurde der Ruf nach mehr laut und es folgten weitere Hilfmir-Bücher. Inzwischen widmet sie sich auch anderen Themen und so entstand in Zusammenarbeit mit einem norddeutschen Musikverlag „ROB74 … und die Macht der Freundschaft“ – ein Musikabenteuer für Kinder ab dem Vorschulalter und „MICHA – Ist Diabetes eigentlich anstecken?“ – eine Geschichte für betroffene Kinder, Angehörige und Interessierte, die die Hintergründe und Fachbegriffe der Erkrankung auf einfache Weise erklärt. "Verlieb dich mal wieder ... oder: Sex ist auch eine Lösung!" ist ihr erstes Buch für Erwachsene - weitere nicht ausgeschlossen! Weitere Informationen unter: www. monika-baitsch.de

Kurzbeschreibung, übernommen:
Für alle Traumfrauen dieser Welt und die, die vergessen haben, dass sie Traumfrauen sind!
Marit, Anfang vierzig und festgefahren in ihrem Leben, fühlt sich machtlos ihrer Situation ausgeliefert. Das ständige Gerangel um einen Platz in der Gesellschaft, den permanenten Perfektionismus, um den Ansprüchen der anderen gerecht zu werden, die Wohlstandswettrennen mit anderen Müttern und nicht zuletzt noch die dauernden Drohungen ihres Mannes Tom, dass er sowieso bald ausziehen will. Um ihre Ehe zu retten, schließt sie mit Tom einen Deal: ›Verlieb dich mal wieder!‹. Sie hat die Hoffnung, dass sich die Schmetterlinge des Frischverliebtseins in ihre Beziehung tragen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Tom nimmt das sofort wörtlich und Marit zerbricht fast daran. Sie zieht kurzerhand die Reißleine und landet zufällig in einem Hotel im Schwarzwald. Sie hat das Gefühl sich selbst verloren zu haben. Wo war sie im Leben falsch abgebogen? Soll das nun ewig so weitergehen? Die Bekanntschaft zu dem Gestütsbesitzer Henning, aus der schnell mehr wird, und das kurze Intermezzo mit dem Schweden Viktor helfen ihr dabei, sich wieder zu finden. Und dann erscheint Tom während des Frühstücks im Hotel …
Verwirrende Gefühle, prickelnde Situationen und die Gewissheit, dass es anderen genau so geht, wie einem selbst. Die Frage ist jedoch: Ist Sex wirklich eine Lösung?

Meine Meinung:
Wer kennt das nicht, wenn man nicht aufpasst, hat der Alltag einen so sehr in Griff, dass man sich selber ganz verliert, ist nur für Familie da, die einen erbarmungslos für die eigene Bequemlichkeit in Anspruch nimmt.
Marit wird von ihren Kindern voll vereinnahmt und macht auch alles für sie. Mit ihrem Mann hat sie immer öfter Probleme. Da hat sie eine ganz ungewöhnliche Idee, die leicht in die Hose gehen kann. Marit verreist, ohne der Familie ihren Aufenthaltsort zu  verraten. Nicht nur die Kinder müssen sehen, wie sie nun klar kommen, auch Tom hat damit Probleme.
Marit trifft gleich zwei Männer, die ihr sehr nahe kommen. An dieser Stelle war ich mir nicht sicher, ob ich das gut fand und auch die erotischen Szenen hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Aber für die Handlung in diesem Buch schien es wohl wichtig zu sein.
Auf jeden Fall hat es Marit sehr geholfen, sie wusste nun, wohin sie gehörte und ihre Familie auf keinen Fall aufgeben will. Allerdings würde sich zukünftig vieles ändern.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und beschreibt ein fast normales Alltagsleben und gibt Tipps, wie man vieles besser machen kann. Es zeigt Ehepaaren, was sie machen können, damit sie sich wieder finden, zeigt Müttern, dass sie nicht alles mitmachen müssen und vor allem nicht alles mit sich machen lassen und zeigt Ehemännern, dass trotz Beruf auch genügend  Zeit für Zweisamkeit da sein sollte. Vor allem sollten Missverständnisse aus dem Weg geräumt und öfter miteinander gesprochen werden sollte. Diese Erfahrung mussten nämlich auch die Freunde von Marit und Tom machen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, das Buch hat mich gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Ein ernstes Thema wurde in eine schöne Geschichte verpackt. Auch wenn ich jetzt nicht allen Handlungen zustimmen konnte, habe ich das Buch nicht zur Seite gelegt.
Achja, die Frage der Kurzbeschreibung, ob Sex wirklich eine Lösung ist, will ich nicht unbedingt mit Ja beantworten. Denn um sich nicht im Alltag zu verlieren, muss an mehreren Stellen gearbeitet werden. Zumindest ist dies die Antwort, die ich aus dem Buch ziehen würde.

Fazit:
Ein schönes Buch, das Familien- und Eheprobleme mal ganz anders behandelt. Auf jeden Fall ist es lesenswert.
Ich danke der Autorin, die mich auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat.

Mittwoch, 5. November 2014

Rezension - Ghosem - Das Seelenportal


Autorin: Claudia Schwarz

Titel: Ghosem - Das Seelenportal

Genre: Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Mai 2014

Seiten: 556

Altersempfehlung: Erwachsene


Im Jahre des Herrn 1972 in Nordhorn geboren, lebt die Autorin Claudia Schwarz mit Mann und Kindern in einem kleinen Vorort nahe Aachen. Ihre Liebe zum Schreiben und die Faszination, in vergangene Epochen und den Zauber erdachter Welten einzutauchen, fand bereits in frühster Jugend seinen Anfang. Vor einigen Jahren gab sie sich der tief in ihr verwurzelten Leidenschaft des Schreibens vollends hin und machte ihr einstiges Hobby zum Beruf.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Was wäre, wenn es plötzlich dunkel um dich werden würde? Wenn dein Körper fortan hilflos in einem Krankenhausbett läge? Du nicht mehr fähig wärest, dich zu regen? Was, wenn deine Seele auf Wanderschaft ginge und dein Herz mitnähme? Wie weit würdest du für einen Traum gehen?

Das Leben des neunzehnjährigen Jona gerät abrupt aus den Fugen, als er durch die Folgen eines schweren Motorradunfalls ins Koma fällt. Er erwacht in einer Welt, die gegen alle Regeln des Verstandes zu verstoßen scheint: Ghosem. Dort herrscht Domhnall, ein allmächtiges Gottwesen. Sich von den Ängsten menschlicher Seelen nährend, stellt Domhnall ihn vor die Wahl: Unterwirf dich oder stirb. Während Jonas Körper reglos und angeschlossen an lebenserhaltende Maschinen in einem Krankenhausbett liegt, kämpft seine Seele in Ghosem fortan ums Überleben. Nicht willens, sich seinem Schicksal zu beugen, steht Jona jedoch schon bald vor der Frage: Ist es lohnenswert, für seinen Stolz alles aufs Spiel zu setzen? Doch nicht allein dafür, sondern ebenso für eine verbotene Liebe ist Jona bereit, weit mehr zu opfern als nur seine Unbeugsamkeit …

Meine Meinung:
Ich gebe jetzt zu, dass ich mit dem Lesen vor einiger Zeit schon mal begonnen hatte und dann abgebrochen habe. Irgendwie sagte es mir nicht so richtig zu. Nun habe ich mich noch einmal daran gewagt und bin froh, dass ich das gemacht habe. Nach dem Anfang, den ich auch diesmal nicht so toll fand, weil es mir einfach zu gruselig vorkam, wurde es richtig spannend und abenteuerlich. Das zeigt mir mal wieder, dass ich nicht zu früh aufgeben soll. Nun ja, ich bin eben nicht der größter Fan von Fantasybüchern, aber ab und zu fesseln sich mich doch.
Den Protagonisten Jona habe ich sehr lieb gewonnen und ich habe um ihn gebangt und gezittert und auch ein paar Tränen vergossen.
In diesem Buch hat die Autorin ein sehr interessantes Thema verarbeitet. Was erleben Komapatienten tatsächlich. Ich kenne jemanden, der einige Tage im Koma lag und sehr schlimme Träume hatte, die er leider nicht abwehren konnte.
Jona befindet sich auf einmal in diesem Seelenportal und hat die Chance zurück in seinen Körper zu kommen. Allerdings muss er sich gegen diesen Domhnall wehren und den Weg zurück finden. Seine Erlebnisse sind sehr spannend geschrieben, manchmal zog es sich meiner Meinung nach zu sehr in die Länge. Dafür ging am Ende alles sehr schnell und ließ bei mir auch einige Fragen offen, die ich dem Vater ebenfalls  gerne gestellt hätte.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch vom Verlag als Jugendbuch angesehen wird, wenn das der Fall ist, dass finde ich es nicht gut, denn es gibt mir zu viele grausame Szenen.
Ich finde, dass dieses Buch nach einer Fortsetzung schreit, ich sage da nur: Eva.
Was ich damit nun meine, sollte jeder Leser selber herausfinden.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend.  Die Farben vermitteln eine Harmonie, die ich an verschiedenen Stellen leider nicht entdeckt habe, aber wer weiß schon, wie es in der Zwischenwelt aussieht.

Fazit:
Also, ich bin froh, dass ich mit dem Lesen noch einmal begonnen habe und kann dieses Buch jedem nur empfehlen. Ich denke, dass Jona vielen ans Herz wachsen wird.

Dienstag, 4. November 2014

Rezension - Frühstück inklusive



Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Frühstück inklusive

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. November 2014

Seiten: 134

Altersempfehlung: Erwachsene



Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind.
»Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«

Kurzbeschreibung, übernommen:
Edda Fischer ist in Hamburg auf Wohnungssuche. Ihr Lebenspartner Achim hat ihr genau sieben Tage Zeit gegeben, sein Haus zu verlassen und sich eine neue Bleibe zu suchen, was in der Hansestadt schlichtweg unmöglich ist. Edda zieht daraufhin in die Lüneburger Heide zu ihrer Schwester Pia. Während Pia von Heidschnucken und Hünengräbern die Nase gestrichen voll hat und lieber heute als morgen das Jobangebot eines Pariser Galeristen annehmen würde, findet Edda immer mehr Gefallen am romantischen Landleben. Als Pia ihrer Schwester gesteht, dass das Haus bald zwangsversteigert wird, handelt Edda und übernimmt das verschuldete Anwesen. Mit ihrer Entscheidung, im Ort ein Bed and Breakfast Inn zu eröffnen, macht sie sich im Dorf vor allem den Bürgermeister zum Feind, der es auf ihr Grundstück abgesehen hat, um dort ein Hotel zu bauen. So idyllisch wie Edda es sich vorgestellt hat, gestaltet sich ihr neues Leben nicht. Aber sie gibt nicht auf.

Meine Meinung:
Das war mal wieder ein Buch, was mir sehr gefallen hat. Eine Mischung aus ganz normalem Alltag und Wunschtraum einer Frau, die ihr Leben neu gestalten möchte.
Edda, eine Hamburgerin mit dem Herzen am rechten Fleck und einem Mund, der manchmal zu schnell etwas freches sagt, zieht aufs Land, in das geerbte Haus der Großmutter. Dort erwarten sie einige Überraschungen und reichlich Kosten. Außerdem legt sie sich mit dem Bürgermeister des Dorfes an, der sehr selbstherrlich regiert. Allerdings bekommt sie ihr Privatleben nicht so richtig in Griff, wie sie es gerne hätte. Mit ihrem Ex-Freund spricht sie wenig über ihre Gefühle, dafür umso mehr mit ihrem Chatfreund, der sie in allem unterstützt und viele Tipps gibt. Aber wer ist der große Unbekannte? Bis zum Ende habe ich es nicht gewusst und war auch sehr überrascht über Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Es ist Frieda Lamberti ein weiteres Mal  gelungen, ein fesselndes Buch für den Lesehunger zwischendurch zu schreiben. Inzwischen weiß ich ja, dass ihre Geschichten nicht vorhersehbar sind und ich lasse mich gerne darauf ein. Wie ich bereits erwähnte, wusste ich bis zum Schluss nicht, wer der große Unbekannte ist und bin immer wieder verblüfft, was ihr so alles einfällt, um mich als Leserin immer wieder zu überraschen.

Fazit:
Da diese Geschichten immer wieder neue Überraschungen verbergen, wird es auch nicht langweilig, Bücher von Frieda Lamberti zu lesen. Empfehlen kann ich sie alle.

Rezension - Der Jahrbuchcode



Autorin: Petra Mattfeldt

Titel: Der Jahrbuchcode

Genre: Jugendkrimi

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 31. Oktober 2014

Seiten: 208

Altersempfehlung: Jugendliche und  Erwachsene





Die Autorin Petra Mattfeldt lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als freie Journalistin und hat unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits mehrere Historische Romane veröffentlicht

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer zu lange gewartet hat und auf den letzten Drücker in eine AG gehen muss, hat keine andere Wahl als die unter den Schülern unbeliebte Jahrbuch-AG, denn da waren stets noch Plätze frei. Niklas, Lilly und Philipp treffen dort aufeinander und müssen auch noch den faulen Eltis mitschleppen. Doch schon bald entpuppt sich die scheinbar langweilige Aufgabe, am Computer mit allen Texten und Klassenfotos das neue Jahrbuch der Schule zusammenzustellen, als brisant. Denn die Gruppe stößt bei der Sichtung der früheren Jahrbücher auf ein seltsames Phänomen: Jahr für Jahr taucht dort auf einem Klassenfoto der jeweiligen 10c der immer gleiche unbekannte Junge auf, der scheinbar nicht älter wird. Wer ist das und wie kam er überhaupt in die Jahrbücher? Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen und stoßen dabei auf eine schier unglaubliche Geschichte…

Meine Meinung: 
Hach, durch dieses Buch bin ich doch wieder richtig jung geworden. Wird vom Hersteller doch das empfohlene Alter mit 12 - 18 Jahren angegeben. Lach, mir hat es nämlich unwahrscheinlich gut gefallen. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl zu alt für dieses Buch zu sein und bin auch der Meinung, dass es Jugendlichen bestimmt gut gefallen wird.
Ich habe schon einige Bücher von Petra Mattfeldt gelesen und war nun gespannt, ob mir der Jugendkrimi gefallen wird. Es knüpft ja so ein bisschen an den Jugendbüchern an, in denen Jugendliche "Kriminalfälle" lösen und ich weiß, dass es sehr viele Erwachsene gibt, die immer noch Anhänger solcher Bücher sind.
Die Geschichte beginnt mit einer typischen Szene aus dem Alltagsschulleben, wer kennt es nicht, sich eine geeignete AG suchen zu müssen. Da gibt es ja immer AGs, die sehr beliebt sind und andere wiederum, die keinen großen Zulauf haben. Hier finden sich vier Jugendliche zusammen, die das Jahrbuch erstellen sollen. Bei der Durchsicht der alten Büchern, in denen sie sich Anregungen suchen wollten, stoßen sie auf ein Gesicht, das in jedem Jahr auf einem Klassenfoto zu sehen ist. Neugierig wollen sie der Sache nachgehen und stechen damit in ein Wespennest. Die Erwachsenen verhalten sich auf einmal merkwürdig, Unfälle passieren und es wird eingebrochen.
Petra Mattfeld beschreibt sehr spannend die Geschehnisse rund um dieses Foto. Ich war wirklich sehr gefesselt und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Sie hat es wunderbar geschafft, mich genau, wie einige Beteiligten im Buch auf verschiedene Fährten zu führen und mit dem Ende sehr überrascht.  Manchmal ist es bei Jugendbüchern ja so, dass man wirklich die Auflösung ahnen kann, aber hier wurde es so geschickt geschrieben, dass ich lange Zeit im Dunkeln tapste.

Die Jugendlichen waren mir sehr sympathisch, auch der Umgangston hat mir gefallen. Und das war mit Sicherheit nicht erfunden, es gibt wirklich solche Jugendliche, die ein angenehmes Verhalten an den Tag legen. Aber auch hier kam ab und zu typisches zu Tage, eben ganz realistisch.

Das Cover des Buches sagt mir auch zu, mit Sicherheit würde es mir auf einem Büchertisch sofort ins Auge fallen.

Fazit:
Jedem Jugendlichen würde ich dieses Buch empfehlen, aber es kann durchaus auch von Erwachsenen gelesen werden. Ich bin schon jetzt auf das nächste Buch gespannt.

Ich habe mich gefreut, dass ich dieses Buch bei einer Aktion gewonnen habe und möchte mich bei der Autorin für die nette  Widmung bedanken.

Montag, 3. November 2014

Rezension - Hoffnung - Vertrauen - Vergebung

Autorin: Sarah Saxx - Hoffnung
               Annika Bühnemann- Vertrauen
               Frieda Lamberti - Vergebung

Titel: Hoffnung - Vertrauen - Vergebung

Genre: Kurzgeschichten

Version: Taschenbuch

erschienen: 31. Oktober 2014

Seiten: 230

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Sarah Saxx lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Oberösterreich in einem kleinen, idyllischen Kurort. Ihre Vorliebe für romantische Romane und der Wunsch nach noch mehr Geschichten, die das Herz berühren, waren schließlich der Auslöser, ihre eigenen Ideen und Gedanken niederzuschreiben.

Einen Kaffee, einen Stift und ein Notizbuch - mehr braucht Annika Bühnemann (Jahrgang 1987) nicht, um glücklich zu sein. Da ein Notizbuch allein aber nicht die Miete bezahlt, hat die Lebensoptimistin zunächst Business Administration studiert und einen "ordentlichen" Beruf ergriffen, bevor sie zum Schreiben kam. Mit ihren lustigen Liebesgeschichten will sie anderen Frauen Mut machen, Träume umzusetzen und für das eigene Glück zu kämpfen.

Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind. »Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hoffnung (Sarah Saxx): Langsam, aber sicher begräbt Sophie ihre Hoffnung auf eine gemein­­same Zukunft mit ihrem Freund Fabian. Seit er sich selbstständig gemacht hat, stellt er die Arbeit über alles – auch über Sophie. Als sie dann auch noch hinter sein großes Geheimnis kommt, steht Sophie vor einer folgenschweren Entscheidung. Und das alles kurz vor Weihnachten.

Vertrauen (Annika Bühnemann): Von “Frohen Weihnachten” ist Carolin weit entfernt. Nicht nur, dass sie bis zum Hals in Schulden steckt – sie verliebt sich zudem in Raphael, den charmanten Assistenten ihres Auftraggebers, obwohl sie den Männern abgeschworen hat. Doch Raphael verschweigt ihr etwas, das Caros Vertrauen zu erschüttern droht.

Vergebung (Frieda Lamberti): Von außen betrachtet führt Patrizia ein beneidenswertes Leben. An der Seite des politisch ambitionierten Nikolas ist ihr der Aufstieg in die Hamburger Gesellschaft gelungen. Als sie kurz vor Weihnachten von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, fallen die Masken und die Wahrheit tritt ans Licht.

Meine Meinung:
Hoffnung - Wer kennt das nicht oder hat zumindest schon mal etwas davon gehört, dass Partner sich arg vernachlässigt fühlen, weil der andere sich so richtig tief in seine Arbeit kniet und wenig Zeit für gemütliche Abende hat. Ausgerechnet in einer Zeit, wo viele emotional sowie schon sehr empfindsam sind, wird es in der Beziehung von Sophie und Fabian immer schlimmer. Sophie plant einen netten Abend vor dem Fernseher und Fabian sitzt stundenlang noch am PC. Oder er vergisst die Verabredung zum Plätzchenbacken. Statt die schöne Adventzeit gemeinsam zu genießen kommt es beinahe zu einer Trennung. Aber Sophie ergreift endlich die Initiative und handelt, dabei findet sie etwas heraus, womit sie nie gerechnet hätte. Besteht noch Hoffnung für die Beiden? Eine sehr schön geschriebene Kurzgeschichte, wo man so richtig mitleidet und selber hofft, dass es gut ausgeht.

Vertrauen - oh oh, keine leichte Zeit für Caro. Statt die Adventszeit so richtig zu genießen, arbeitet sie bis zum Umfallen. Denn als selbständige Malerin muss sie Aufträge reinkriegen, damit sie fällige Rechnungen bezahlen kann. Dabei kommt es ihr gerade recht, dass sie für einen reichen Hausbesitzer arbeiten darf und sogar am Wochenende keine Pause machen muss. Allerdings lenkt sie Raphael, der Assistent ihres Auftraggebers immer wieder ab und zu allem Überfluss verliebt sie sich noch in ihn. Allerdings verheimlicht er ihr etwas und es ist nicht sicher, ob er ihr Vertrauen zurück gewinnen kann. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ich war gespannt, wie es endet.

Vergebung - puh, das war ein Weihnachtsfest, das es in sich hatte! Aber die Zeit vorher war auch schon sehr turbulent im Leben von Patrizia. Eigentlich verläuft ihr Alltag ziemlich eintönig und Patrizia ist auch nicht sehr glücklich mit diesem Zustand. Da taucht jemand aus ihrer Vergangenheit auf und nichts ist mehr so, wie es war. Vor allem muss sie sich mit einigen Geschehnissen auseinandersetzen, die ihr Leben beeinflusst haben und woran sie nie wieder erinnert werden wollte.
Ob sie vergeben kann und ihr vergeben wird ist die Frage und die Antwort bekommt der Leser am Ende der Geschichte.

Normalerweise mag ich keine Kurzgeschichten, weil ich immer noch weiter lesen möchte, wenn die Autorin ihre Geschichte enden lässt. Aber diese drei Geschichten hatten die passende Länge und ich fand es sehr passend, sie gemeinsam in einem Buch zu veröffentlichen.
Jede hat für sich eine sehr packende und auch rührende Geschichte geschrieben.

Fazit:
Dieses Buch eignet sich auch bestens als Geschenk, damit kann nichts falsch gemacht werden. Achja, obwohl ich erwähnt habe, dass ich die Länge der Geschichten passend fand, hätte ich trotzdem nichts gegen Fortsetzungen einzuwenden.