Freitag, 4. September 2020
Rezension - Altes Wissen - Neuer Tod
Autorin: Petra Mehnert
Titel: Altes Wissen - Neuer Tod
Genre: Krimi
Version: Taschenbuch
erschienen: 2. September 2020
Seiten: 274
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : winterwork
Über die Autorin:
Petra Mehnert (1965 in Augsburg geboren) hat schon im Kindesalter ihre Leidenschaft für Bücher und das Schreiben entdeckt. Doch erst nach der Geburt ihrer beiden Kinder (1994 und 1997), in ihrem neuen Wohnort Ottenbach (unter dem Hohenstaufen), hat sie angefangen, zunächst für ihre Kinder Geschichten zu schreiben. Als ehrenamtliche Büchereileiterin verfasste sie dann Fantasy-Geschichten (z.B. Die Bäuchlins - Eine unglaubliche Geschichte), die in ihrer Bücherei "Bücherstube" spielen und sie recherchierte die komplette Geschichte ihres Heimatortes, woraus die "Ottenbacher Zeitreise-Geschichten" ab dem 13. Jahrhundert entstanden sind. Für Jugendliche erschien der Abenteuer-Roman "Arne und Zippora - Allein gelassen". Mit der "Schreibwerkstatt" gemeinsam mit Kindern entstand die Zukunftsgeschichte "Bettys (Um)welt". Mit "Die Messermacher" startete sie ihre Regionalkrimi-Reihe aus dem "Tal der Liebe" - inzwischen gibt es bereits fünf Bände. Neben dem Schreiben ist die Autorin noch Gemeinderätin und 1. Vorstand im TSV 1904 Ottenbach e.V., Leiterin der Showtanzgruppe "Staufer Irish Dancers" und Gymnastik-Übungsleiterin mit B- & C-Lizenz.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Als die vierzigjährige Linda Bockmeyer ein altes Büchlein aus dem Mittelalter findet, glaubt sie, anhand des darin stehenden Heilerwissens des berühmten und gelehrten Mönches Albertus Magnus, ihre Probleme endlich lösen zu können. Doch damit setzt sie Ereignisse in Gang, die sie nicht hatte voraussehen können und die dramatische Folgen nach sich ziehen. Dies alles geschieht im Frühjahr 2020 während der Corona-Krise, welche die Ermittlungen der Göppinger Kripo zusätzlich erschweren. Die junge Ottenbacher Messermacherin Nora wird durch ihren Hund Hasso in den Fall verwickelt und so kann es ihr Freund und Kommissar Joska Kiss auch diesmal nicht verhindern, dass Nora sich einmischt.
Meine Meinung:
Manchmal staune ich schon, wie die Zeit vergeht, beziehungsweise, wie lange es her ist, seit ich ein bestimmtes Buch gelesen habe. Vor sechs Jahren habe ich das Buch "Die Messermacher" gelesen und Nora und Joska kennen gelernt. Danach habe ich noch drei weitere Bücher gelesen, in denen ich die Entwicklung der beiden verfolgen konnte. Beide wurden reifer und im Beruf erfahrener.
Nun zwang dieser verflixte Virus in diesem Jahr viele Leute, eine Auszeit zu nehmen. Petra Mehnert hat es genutzt und ein fünftes Buch geschrieben.
Mir hat an diesem Buch nun mehreres gefallen. Es gab ein Wiedersehen mit den beiden und der Familie von Nora. Die Autorin hat das Geschehen genau in dieser Coronazeit angesiedelt. Ich fand es gut, wie sie das eingebunden hat. Da war nichts belehrendes oder leugnendes, sie hat das ganz normale Empfinden weiter gegeben, das die meisten Menschen ebenfalls hatten. Ermitteln unter erschwerten Bedingungen, was alles sehr real rüberkam. Dabei hat sie natürlich auch nicht die Spannung vergessen, sie hat ganz geschickt Fährten gelegt und es mir sehr schwer gemacht, den Täter zu ermitteln. Ich verrate ja nichts, wenn ich über das Büchlein schreibe, das bereits im Klappentext erwähnt wurde. Ein Büchlein aus dem Mittelalter über Heilerwissen, was mit Sicherheit sehr interessant war zur damaligen Zeit. Heute ist doch vieles anders und kaum einer kann mit dem Wissen richtig umgehen. Es zeigt auch hier, dass einige einfach etwas glauben, worüber andere nur den Kopf schütteln. Passt auch in diese Zeit, nicht wahr?
Fazit:
Spannung, Alltagsleben, Krankheiten und Heilungschancen - tolle Themen, bestens miteinander verbunden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, außerdem freute ich mich, über Nora und Joska wieder etwas lesen zu können. Gerne gebe ich zu diesem Buch eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
Rezension - Die Saubermacherin
Autorin: Sabine Kunz
Titel: Die Saubermacherin
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 12. August 2020
Seiten: 246
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Gmeiner-Verlag
Über die Autorin:
Sabine Kunz lebt südlich von Wien mit ihrem Mann, einer Katze und vier Hühnern. 2007 hat sie ein Kabarett-Duo mitbegründet, mit dem sie einige Jahre durch ganz Österreich getourt ist und sechs Programme verfasst hat. Außerdem ist sie Co-Autorin des Drehbuchs für den Film „Das kleine Vergnügen«, der 2017 in die Kinos kam und internationale Auszeichnungen erhielt. »Die Saubermacherin« ist ihr erstes Buch.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Staubsaugen, Klo schrubben und nebenbei die Welt retten - ein stinknormaler Tag in Millies Leben. Auf den ersten Blick putzt sich die balkanstämmige Wienerin durch die Haushalte der Oberschicht, doch hinter der Fassade ist Millie Agentin eines internationalen Spionagenetzwerks von Reinigungskräften. Ihr aktueller Auftrag führt sie auf die Spur einer globalen Verschwörung um manipulierte Lebensmittel. So weit Routine, aber warum hat ihre Chefin plötzlich Geheimnisse vor ihr? Und was hat ihr Traummann Max zu verbergen?
Meine Meinung:
Ein weiteres Mal haben der Buchtitel und das Cover dafür gesorgt, dass ich auf das Buch aufmerksam und vor allem neugierig wurde.
Ich habe als Vielleserin ja schon reichlich Protagonisten kennen gelernt, die einen Job haben und nebenher als Ermittler oder wie hier als Agentin tätig sind. Allerdings war eine Putzfrau noch nicht darunter und die Idee finde ich genial.
Ich gestehe aber auch, dass ich anfangs nicht so recht wusste, wie ich Millie einschätzen sollte und ob sie den Weg in mein Leserherz finden würde. Nach kurzer Zeit, in der ich sie näher kennen lernte, stand fest, dass sie es schafft.
Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen, um ein ernstes Thema einzubinden und mir als Leserin sehr viel und ausführlich erklärt. Aber es gab auch soviele humorvolle Erwähnungen, ich musste laut lachen, als ich von Personen las, denen besondere Namen zugeordnet wurden und dachte für mich, tja, es könnte doch wirklich sein, dass.... mehr verrate ich nicht von meinem Gedanken.
Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten, Spannung und auch Romanze fand ich ebenfalls in der Geschichte.
Fazit:
Ein gelungenes erstes Buch von Sabine Kunz und ich hoffe, dass ich noch weitere zu lesen bekomme. Für dieses gebe ich gerne eine Leseempfehlung und fünf Sterne.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#DieSaubermacherin #NetGalleyDE
Donnerstag, 3. September 2020
Rezension - El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde
Autorin: Brigitte Lamberts
Titel: El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: eBook 4. September 2020
erschienen: Taschenbuch 17. September 2020
Seiten: 319
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : edition oberkassel
Über die Autorin:
Brigitte Lamberts ist promovierte Kunsthistorikerin, freiberufliche PR-Beraterin und Redakteurin. Als Autorin sind drei Düsseldorf-Krimis in Zusammenarbeit mit ihrer Co-Autorin bei edition oberkassel Verlag in Düsseldorf erschienen: Ausgeweidet, Totgetanzt und Wutentbrannt. Diverse Kurzkrimis sind in Anthologien und anderen Printmedien veröffentlicht. Als Mitherausgeberin von Mallorca mörderisch genießen und Blutspuren auf Mallorca (Wellhöfer Verlag, Mannheim) kam sie auf den Geschmack ihre Lieblingsinsel in den Fokus zu stellen und es entstand El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier, ihr erster Mallorca-Krimi, dem sogleich die Fortsetzung El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten folgte, ebenfalls bei edition oberkassel Verlag. Sie ist Mitglied im Westdeutschen Autorenverband e.V., im BVjA - Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V., bei den Mörderischen Schwestern e.V. und im Syndikat.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Sven Ruge ist auf Mallorca endgültig angekommen. Es läuft gut bei ihm: Er macht sich als Gastrokritiker einen Namen und unterstützt seinen Freund Manuel bei der Führung von dessen Restaurants. Zufällig lernt er in den Markthallen von Santa Catalina die Schweizerin Sara Füssli kennen und verliebt sich in sie. Sven ist im Glück, denn sie erwidert seine Zuneigung. Gemeinsam erkunden sie die schönsten Orte der Insel und genießen die mallorquinische Küche. Sara möchte mehr über die letzten Wochen ihrer jüdischen Urgroßeltern erfahren. Denn die haben sich 1940 auf der Insel das Leben genommen, um ihrer Deportation zu entgehen. Svens journalistische Neugierde ist geweckt. Doch in seine Verliebtheit mischt sich nach und nach Irritation. Irgendetwas stimmt mit Sara nicht. Sie ignoriert seine Unterstützung. Schließlich stößt Sven auf ein geheimnisvolles Gemälde und ihm wird klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Doch die Zeit läuft.
Meine Meinung:
Erstaunlich wie viele Begebenheiten der Vergangenheit sich auch in der Gegenwart wieder finden. Ein sehr interessantes Thema war diesmal die Grundlage zu diesem Krimi: Beutekunst.
Leider waren viele Juden auch auf Mallorca nicht sicher, denn es gab dort reichlich Nazis, die ihnen das Leben schwer machten, beziehungsweise dafür sorgten, dass es vorzeitig tödlich endete.
Sara möchte mehr über ihre Urgroßeltern erfahren, die sich dort das Leben genommen haben, kurz bevor sie verhaftet werden sollten. Zufällig lernt sie Sven Ruge kennen, der ihr behilflich sein will und ihr aber auch einiges von der Insel zeigt. Ich konnte mal wieder dabei sein und viele Orte wiedersehen, die ich im Urlaub kennen gelernt habe.
Glücklicherweise macht das Lesen der kulinarischen Genüsse ja nicht dick, was mich immer wieder erfreut. Denn Sven lässt es sich als Gastrokritiker nicht nehmen und erklärt Sara viele Gerichte. Natürlich kehren beide in vielen interessanten Restaurants ein. Es könnte alles so schön sein, wenn es da nicht die Kleinigkeit der Merkwürdigkeiten geben würde. Ich verrate nichts, aber ich befürchtete irgendetwas.
Mal wieder war ich an das Buch gefesselt und gespannt, was sich Brigitte Lamberts diesmal hat einfallen lassen. Geschickt hat sie ein weiteres Mal Geschehnisse der Vergangenheit aufgegriffen und sie durch Beteiligte, vorzugsweise Sven Ruge, aufarbeiten lassen. Obwohl Sven ja am liebsten als Gastrokritiker tätig ist, lässt ihm seine journalistische Spürnase keine Ruhe. Die Autorin gönnt sie ihm ebenfalls nicht und es wird eine aufregende Zeit für ihn.
Fazit:
Ein weiteres Mal hat mir ein Buch, das Brigitte Lamberts geschrieben hat, vieles bieten können: Spannung, Ausflüge auf der Insel, Appetit auf Tapas und auch etwas Romanze kam darin vor. Nach wie vor bin ich begeistert, dass ich auf bequeme Weise Reisen unternehmen kann. Und auch diesmal meine ich, dass Mallorca-Fans sich freuen werden und wer weiß, vielleicht kann der eine oder die andere in den nächsten Jahren mal die Insel besuchen und vielleicht das Buch als kleinen Reiseführer nutzen. Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung ab.
Rezension - Die Pianistin - Clara Schumann und die Musik der Liebe
Autorin: Beate Rygiert
Titel: Die Pianistin - Clara Schumann und die Musik der Liebe
Genre: Biografie, historisch
Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch
erschienen: 18. August 2020
Seiten: 453
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Aufbau Taschenbuch
Über die Autorin:
Beate Rygiert wurde in Tübingen geboren und wuchs im Nordschwarzwald auf. Mit zwölf schrieb sie in ihr Tagebuch: »Eigentlich möchte ich Schriftstellerin werden!« Diesen Traum verwirklichte sie nach dem Studium der Musik- und Theaterwissenschaft und der italienischen Literatur in München und Florenz und nach einigen Jahren als Operndramaturgin an verschiedenen deutschen Bühnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann im Schwarzwald, in Andalusien und immer wieder in Frankreich.
Kurzbeschreibung, übernommen:
„Musik ist die Luft, die ich atme.“ Clara Schumann. Leipzig, 1835: Die sechzehnjährige Pianistin Clara spielt vor ausverkauften Häusern. Fünf Monate lang ist sie mit ihrem Vater auf Tournee. Was wie ein harmonisches Miteinander wirkt, ist in Wirklichkeit die reinste Hölle. Die beiden sind heillos zerstritten. Der Grund: Clara ist verliebt. Ihr Vater ist dagegen, dass sie sich jetzt schon bindet. Und schon gar nicht an diesen zwar hochbegabten, aber absolut lebensuntüchtigen Robert Schumann. Doch Clara, die nicht nur die musikalische Begabung, sondern auch den Eigensinn ihres Vaters geerbt hat, wehrt sich und kämpft für ihre Liebe.
Meine Meinung:
Ich mag die Buchserie des Aufbau Verlages über außergewöhnliche Frauen. Außerdem war ich neugierig und wollte mehr über Clara Schumann erfahren. Es gibt ja kaum einen, der diesen Namen noch nicht gehört hat und mit Sicherheit kennen die meisten auch ein Bild von ihr, denn schließlich war sie auf dem auf dem Hundert-Mark-Schein abgebildet.
Clara musste ab ihrem fünften Lebensjahr bei ihrem Vater Friedrich Wieck leben, der sich vorgenommen hatte, aus ihr ein Wunderkind zu machen. In gewisser Weise ist es ihm auch gelungen, was aber auch daran gelegen haben mag, dass Clara durchaus begabt und ehrgeizig war.
Ich schwankte während des Lesens zwischen Bewunderung und Mitleid hin und her. Ich konnte viel erfahren aus dem Leben dieser begabten Frau, die mich sehr beeindruckt hat. Ich war mir aber auch sicher, dass ich den Vater gar nicht leiden konnte und Robert Schumann fand ich grenzwertig. Er war zwar auch begabt, aber irgendwie lebensfremd und hatte überholte Ansichten, zu Clara als Ehefrau. Wobei ich ihm zu gute halten muss, dass diese Einstellung bei Männern in vielen Jahrhunderten vorherrschten. Wie auch immer, Clara konnte ohne Musik nicht leben. Sie lernte viele berühmte Menschen kennen, die natürlich alle etwas mit Musik zu tun hatten. Sie gab Konzerte vor unterschiedlichstem Publikum. Wenn man es heute so betrachtet, war das alles etwas ganz besonderes. Aber es war auch kein leichtes Leben. Zuerst hatte ihr Vater das Sagen über ihr Leben und später wollte der Ehemann das Sagen haben. Beide haben für Höhen und Tiefen in ihrem Leben gesorgt.
Die Autorin Beate Rygiert hat sehr gut recherchiert und mir mit ihrem Buch die eindrucksvolle Pianistin und Komponistin näher gebracht.
Fazit:
In diesem Buch wird über eine lange Zeitspanne über das Leben von Clara Schumann berichtet. Ich fand es überaus interessant. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#DiePianistin #NetGalleyDE
Rezension - Ziemlich hitzige Zeiten
Autorin: Angelika Schwarzhuber
Titel: Ziemlich hitzige Zeiten
Genre: Roman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 17. August 2020
Seiten: 384
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag
Über die Autorin:
Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als erfolgreiche Drehbuchautorin für Kino und TV und wurde für das Drama »Eine unerhörte Frau« unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Zum Schreiben lebt sie gern auf dem Land, träumt aber davon, irgendwann einmal die ganze Welt zu bereisen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Bei allzu hitzigen Zeiten sollte man immer einen kühlen Kopf bewahren ...
Von der Liebe hat Anna die Nase gestrichen voll. Auch ohne Mann geht es in ihrem Leben turbulent zu: Hochzeitsvorbereitungen der einen Tochter und Abiturstress der anderen. Dazu eine eigenwillige Mutter und lästige Hitzewellen. Als ihr Jugendschwarm Jo zurück in die Stadt kommt, erwachen jedoch Gefühle, die sie längst für ausgestorben hielt. Doch Jo kann sich nicht einmal mehr an ihre damalige Nacht erinnern. Zudem nervt sie Paul, der Vater einer Mitschülerin ihrer Tochter. Frustriert lässt sie sich von ihren Freundinnen Zoe und Ilona dazu ermuntern, sich auf die Einladung eines jungen Mannes einzulassen. Und damit nimmt das Chaos seinen Lauf ...
Meine Meinung:
Das humorvolle Cover und der Buchtitel versprachen mir sehr viel Lesevergnügen und so war es denn auch.
Die Protagonistin Anna war mir sofort sehr sympathisch, zumal ich vieles nachvollziehen konnte, denn manche Situationen kenne ich ebenfalls, vor allem hitzige Zeiten. 😉
Angelika Schwarzhuber schildert in diesem Buch Begebenheiten aus dem Alltags- und Familienleben, die, bis auf ein paar Ausnahmen, viele wahrscheinlich kennen. Ich möchte jetzt nicht im Einzelnen erwähnen, was alles passiert ist, aber an meinen Empfindungen lasse ich alle teilhaben. Für mich war es ein Buch mit vielen Emotionen, ich musste lachen und hatte ein breites Grinsen im Gesicht und dann gab es Tränen. Ja, ich bin nah am Wasser gebaut, genau wie Anna und ihre Mutter und und und. Man stelle sich mal vor, ich nehme ja gerne ein Buch zum Lesen mit, wenn ich mit der Bahn fahren muss und da saß ich nun und las, was Anna so erlebte und hatte das Gefühl neben ihr zu sitzen. Prompt kamen einige Tränen in meine Augen. Ob die Leute sich wohl wundern und denken, was liest sie da bloß? Vorsichtig geschaut, nein es hat mir niemand beobachtet.
Auf jeden Fall fühlte ich mich sehr gut unterhalten und dank des flüssigen Schreibstils konnte ich das Buch in einem Rutsch lesen. Es gab einige Wendungen, die mich nicht so überrascht haben, weil ich damit gerechnet hatte. Aber mit dem Ende war ich sehr zufrieden, denn es war so, wie ich es mir gewünscht hatte.
Fazit:
Ein sehr gutes unterhaltsames Buch mit vielen Emotionen. Mich hat es begeistert und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Dienstag, 1. September 2020
Rezension - Der Petticoat Mörder
Autor: Leonhard Bell
Titel: Der Petticoat Mörder
Genre: Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 31. August 2020
Seiten: 432
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Ullstein Taschenbuch
Über den Autor:
Leonard Bell ist ein Pseudonym. Der Mensch dahinter ist ein erfolgreicher Drehbuch- und Romanautor. Bells heimliche Leidenschaft gilt den 50er Jahren, die er, da zu spät geboren, nicht miterleben durfte. Aber dank lebenshungriger Eltern ist er im Geist von Elvis Presley, James Dean, Marilyn Monroe und den anderen Größen dieser Zeit aufgewachsen. Leonard Bell lebt in Berlin und in der Märkischen Schweiz.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Der erste Fall des Ermittlerduos Fred Lemke und Ellen von Stain im Berlin der goldenen 50er Jahre.
Berlin 1958 – Fred Lemke, ehemals Laternenanzünder, jetzt Quereinsteiger bei der akut unterbesetzten Kreuzberger Kriminalpolizei, wird mit seinem ersten Mordfall betraut. Am Ufer des Rixdorfer Teiches wurde eine männliche Leiche gefunden. Sein Kollege würde den Fall am liebsten als Raubmord klassifizieren und zu den Akten legen, doch Lemke sieht die Sache anders. Zuerst geraten Ehefrau, Haushälterin und Geliebte des Toten ins Visier, doch dann erfährt er mehr über die Vergangenheit des Opfers und über dessen Verstrickungen in den Nationalsozialismus. In einem Berlin, in dem aus den Kellern zerbombter Häuser Rockmusik dringt, und wo sich die jungen Leute auf den Straßen kleiden wie die großen amerikanischen Stars, ermittelt Fred Lemke gemeinsam mit seiner Kollegin, der selbstbewusst-schillernden Baronesse Ellen von Stain. Und sie stoßen dabei auf Widerstände, die zeigen, wie viel Macht die alten Kader noch immer haben.
Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich aus mehreren Gründe sehr neugierig. In den 60er Jahren hatte ich auch einen Petticoat und fand das ungemein toll. Diese Geschichte spielt sich im Jahr 1958 ab. Fred Lemke war zu dem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Ich war erst ein Jahr alt und weiß natürlich nicht, wie es damals im Berufsleben so abging. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Ich lernte Fred Lemke kennen, der als Kriminalassistent seinen Dienst antreten soll und sofort mit einem altgedienten Kommissar zu einem Tatort mitgenommen wird. Fred noch jung und voller Tatendrang, sieht und deutet einiges anders, als sein älterer Kollege. Seine Kollegin Ellen von Stain tritt ihren Dienst ebenfalls zeitgleich mit ihm beim LKA an. Allerdings umgibt sie ein Geheimnis und ihr Verhalten kommt Fred manchmal schon recht merkwürdig vor.
Der Autor schildert sehr fesselnd, was Fred Lemke alles erlebt, welche Schlüsse er zieht, was er so alles wagt und wie er gebremst wird. Denn leider hat sich an manchen Stellen und vor allem in manchen Köpfen, auch dreizehn Jahre nach Kriegsende, nichts geändert. Mit Spannung verfolgte ich alles und rätselte auch, wie und was denn nun wirklich passiert ist. Das Ende hat mich dann überrascht, obwohl es durchaus Verdachtsmomente gegeben hat.
Mir hat sehr gut gefallen, dass ich nicht nur die Mitarbeiter des LKA kennen lernte und bei der Arbeit begleiten durfte, sondern auch erfahren habe, wie damals gearbeitet werden musste. Zu schnell haben wir vergessen, dass den Ermittlern nicht die technischen Mittel der heutigen Zeit zur Verfügung standen. Fahrt zum Einsatz mit dem Fahrrad - Bericht direkt der Sekretärin diktieren, die es mit der Schreibmaschine tippt. Außerdem bekam ich reichlich Informationen über Alltagsleben der normalen Bürger, was ich ebenfalls sehr interessant fand.
Fazit:
Dies war der erste Fall für Lemke und von Stain, ein gelungener Start und ich bin auf weitere Folgen gespannt. Aber zunächst gebe ich hierfür eine Leseempfehlung und bewerte das Buch mit fünf Sternen.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
#DerPetticoatMörder #NetGalleyDE
Rezension - Madame Curie und die Kraft zu träumen
Autorin: Susanna Leonard
Titel: Madame Curie und die Kraft zu träumen
Genre: Biografie
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 31. August 2020
Seiten: 464
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Ullstein Taschenbuch
Über die Autorin:
Susanna Leonard wuchs in Karlsruhe und in Paris auf und liebt bis heute das französische Savoir-vivre. Ihre Bewunderung für mutige Frauen und ihre Liebe zu Paris brachten sie auf die Idee, einen Roman über eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die in Paris gewirkt haben, zu schreiben: Marie Curie. Mit der Veröffentlichung von Madame Curie und die Kraft zu träumen geht für die Autorin ein Herzenswunsch in Erfüllung.
Kurzbeschreibung, übernommen:
„Träume dir dein Leben schön, und mach aus diesen Träumen eine Realität.“ Marie Curie
Paris, 1891. Schon als Kind träumte Marie davon, eines Tages der Enge ihrer von Russland besetzten polnischen Heimat zu entfliehen. Nun, 20 Jahre später, erfüllt sich dieser Traum: Marie darf an der Sorbonne studieren. Dafür musste sie hart kämpfen, denn eine Frau ist in der Welt der Wissenschaft nicht gern gesehen. Doch Marie weiß, was sie will. Trotz aller Anfeindungen stürzt sie sich in die Forschung – und ins Leben. Als sie dem charmanten Physiker Pierre Curie begegnet, ist ihr Glück perfekt. Pierre wird ihre große Liebe, eine Liebe, die ihresgleichen sucht. Mit Pierre erzielt sie bahnbrechende Erfolge. Doch der Preis dafür ist hoch, und Marie ahnt nicht, welche tragischen Schicksalsschläge das Leben noch für sie bereithält.
Meine Meinung:
Marie Curie, eine bemerkenswerte Frau. Natürlich sagt mir der Name etwas, aber ich habe mich bisher nicht weiter für sie interessiert und nun die Gelegenheit ergriffen. Denn mit diesem Buch bekam ich die Chance mehr über sie zu erfahren.
Die Autorin Susanna Leonhard startet im ersten Kapitel im Jahr 1926, Marie Curie ist zu diesem Zeitpunkt bereits 59 Jahre alt und hat einiges erlebt. Das erfahren wir Leser nach und nach, denn immer wieder wird eine Rückblende gemacht.
Ich bin beeindruckt, welche Schwierigkeiten sich Mania, wie sie die ersten Lebensjahre in Polen gerufen wurde, in den Weg stellten. Sie lebte in Warschau, in einem Teil Polens, das sich unter russischer Herrschaft befand. Dort durften Frauen auf keinen Fall studieren und später in Paris musste die immer wieder um Anerkennung kämpfen. Dabei war sie eine Frau, die weitaus besser war, als viele Männer. Das konnten und wollten sie sich damals natürlich nicht gefallen lassen.
Die Autorin hat mir vieles aus dem Leben von Marie Curie berichtet, ohne das ich das Gefühl haben musste, es wäre zu langatmig. Sie hat genau die richtigen Zeitabstände getroffen.
Fazit:
Ich freue mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde und vor allem, dass ich es gelesen habe. Ich bin beeindruckt von der Frau und begeistert, wie die Autorin mich an dem Leben teilhaben ließ. Ich vergebe für dieses Buch fünf Sterne und empfehle es gerne weiter.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#MadameCurieunddieKraftzuträumen #NetGalleyDE
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