Montag, 20. Februar 2017

Rezension - Kalte Blicke


Autor: Klaus Stickelbroeck

Titel: Kalte Blicke

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. September 2008

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: KBV




Der Autor Klaus Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Vier Jahre später belegte er mit der Story „Wer stiehlt schon einen Song?“ beim Krimiwettbewerb der Düsseldorfer Jazz-Rallye den dritten Platz. „Kalte Blicke” ist nach „Fieses Foul“ sein zweiter Kriminalroman mit dem Privatdetektiv Hartmann.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ganz übersichtlicher Überwachungsauftrag... ganz simpel. Hartmann, Privatdetektiv und ehemaliger Fußballprofi, übernimmt den Fall und liegt... ganz falsch! Er soll sich um den alten Corneli kümmern, den einzigen Anwohner einer Häuserzeile in Flingern, der sein Eigentum noch nicht an den skrupellosen Investor verkauft hat. Dann wird jemand erschossen. Aber es ist nicht Corneli. Der Alte ist nämlich gar nicht so hilflos wie vermutet und pflegt ab und zu mit einer doppelläufigen Flinte auf Privatdetektive zu zielen. Seine Ermittlungen führen Hartmann quer durch Düsseldorf. Ihm zur Seite stehen bei dieser wahnwitzig schrägen Mörderhatz natürlich wieder sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und erstmals auch sein Nachbar Jonny, der Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana. Und trotzdem wird es wieder verdammt eng für Hartmann.



Meine Meinung:
Manchmal stehen im Regal tolle Bücher, die darauf warten, dass sie endlich Gesellschaft weiterer Bücher des Autors bekommen. Vor langer Zeit habe ich "Fieses Foul" gelesen, es war der erste Fall, den Privatdetektiv Hartmann gelöst hat. Jetzt endlich habe ich das zweite Buch gekauft und natürlich sofort gelesen, obwohl hier noch ein großer Stapel Bücher steht. Alle warten sehnsüchtig darauf, endlich gelesen zu werden. Aber manchmal setze ich eben andere Prioritäten 😊
Die Handlung dieses Krimis spielt in Düsseldorf, was ich natürlich ganz toll finde, mag ich doch Regionalkrimis und freue mich, wenn ich die Umgebung kenne. Selbst wenn sie manchmal großzügig etwas geändert wird.
Hartmann, ein ehemaliger Fußballer ist in seinem neuen Beruf nicht ganz so erfolgreich, wie er es gerne wäre. Deshalb ist er begeistert, als ihm ein scheinbar einfacher Überwachungsauftrag angeboten wird. Allerdings hätte er im Traum nicht daran gedacht, wie sich alles entwickeln würde und er selbst in verflixt brenzlige Situationen gerät.
Klaus Stickelbroeck hat in seinem ganz besonderen Schreib- und Ausdrucksstil spannend und humorvoll beschrieben, was Hartmann so alles erlebt. Ihm zur Seite stehen einige Personen, die etwas außergewöhnlich sind, was der Geschichte aber eine gewisse Würze gibt. Naja, wenn ich ehrlich bin, vermittelt Hartmann auch nicht gerade den Eindruck eines erfolgreichen Privatdetektivs und muss sich öfter Kritik über sein Aussehen anhören.
Ich erwähnte ja schon, dass der Autor sich ganz besonders ausdrückt und ich würde hier so gerne einige Stellen aus dem Buch zitieren, was aber nicht möglich ist, weil ich dann auch einiges verraten müsste. Das finde ich jetzt mal sehr schade, aber ich kann allen nur empfehlen, lest es selber und nehmt nicht alles so bierernst 😉

Fazit:
Es hat lange gedauert, bis ich endlich das Buch gekauft und gelesen habe, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich in der nächsten Zeit alle weiteren Folgen lesen will und darauf freue ich mich wirklich.

Den Autor werde ich anlässlich einer Lesung in Leipzig sehen und darauf freue ich mich ebenfalls.

Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension - Das Ende aller Geheimnisse


Autor: Stefan Keller

Titel: Das Ende aller Geheimnisse

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Januar 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt



Stefan Keller, geb. 1967 in Aachen, ist Schriftsteller und Dozent. Nach seinem Studium der Germanistik und Betriebswirtschaft arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle, als Dramaturg und als Autor und Lektor – vornehmlich für Filmproduktionen und TV-Sender. Daneben lehrt er an der Universität zu Köln kreatives Schreiben. Stefan Keller lebt in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heidi Kamemba ist neu bei der Kripo Düsseldorf, und sie fällt auf: Sie ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider sehen die meisten das anders. Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie. Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch war es wirklich Suizid?


Meine Meinung:
Ich hatte mitbekommen, dass es einen neuen Krimi geben sollte, der in Düsseldorf spielt. Das hat mich schon neugierig gemacht. Außerdem sollte die Protagonistin die erste schwarze Kriminalkommissarin Deutschlands sein, das waren gleich zwei weitere Punkte, die mich noch neugieriger auf das Buch machten.
Heidi Kamemba hatte ich vom ersten Moment an in mein Leserherz geschlossen. Ich war voll auf ihrer Seite und habe voller Spannung beobachtet, wie sie den Fall meistert, trotz der ihr anscheinend nicht freundlich gesonnenen Kollegen und der blöden Bemerkungen, die sie sich immer wieder anhören musste. Natürlich waren nicht alle Kollegen unfreundlich zu ihr, es gab auch jede Menge, die sie unterstützen und auf ihrer Seite waren.
Stefan Keller hat einen besonderen Schreibstil, so hatte ich immer wieder das Gefühl, im Wechsel die Gedanken von Heidi und ihren Kollegen kennen zu lernen. Für mich waren das interessante Einblicke, die mir allerdings nicht zu viel verrieten. Verdächtige hatte ich reichlich, denn Geheimnisse hatten fast alle und vorhersehbar war die Geschichte für mich nicht.
In diesem Buch lernte ich nicht nur Heidi, ihren Vater und ihre Kollegen kennen, ich habe auch sehr viel privates von ihnen erfahren. Ich denke, dass es noch reichlich Potential für künftige Bücher geben wird.
Der Autor hat es sehr gut verstanden, ein aktuelles Thema in diesem Krimi aufzunehmen. Ich meine, meistens passieren irgendwelche Morde aus irgendeinem Grund, das gehört nun mal zu einem Krimi. Aber verknüpft mit Ereignissen, die den Lesern bekannt sein können und womit sich viele vielleicht auch beschäftigt haben, gibt der ganzen Sache noch ein besondere Würze.

Fazit:
Mir hat der Auftakt zu einer Serie sehr gut gefallen und mit Sicherheit werde ich Heidi Kamemba im Auge behalten. Aber jetzt empfehle ich diesen Krimi gerne weiter.

Ich möchte mich beim Verlag Rowohlt vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Mein schlimmster schönster Sommer


Autorin: Stefanie Gregg

Titel: Mein schlimmster schönster Sommer

Version: eBook und Taschenbuch

Genre: Frauenroman

erschienen: 17. Februar 2017

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: atb




Stefanie Gregg, geb. 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften bis zur Promotion. Nach Stationen im Bereich Bucheinkauf und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin jetzt nur noch dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt – und vor allem eines findet: die Liebe.


Meine Meinung:
Ein sehr berührendes Buch, das einen auch nachdenklich werden lässt. Was würde man selber machen, wenn festgestellt wird, dass sich im Körper ein sehr großer Tumor befindet?
Isabels Arzt rät ihr bis zur nächsten Untersuchung 14 Tage Urlaub zu machen. Sie fasst ganz spontan einen Entschluss und wird es nicht bereuen.  Eigentlich wollte sie Rasso nur den VW-Bus abkaufen und damit in die Provence fahren. Aber es kommt alles anders und vor allem als sie es sich vorgestellt hat.
Was Isabel und Rasso alles erleben, hat die Autorin sehr gut geschildert, humorvoll aber auch nachdenklich. Muss man erst krank werden, bevor sich einiges im Leben ändert? Georg, der Lebengefährte und auch Isabel machen sich sehr viele Gedanken und überdenken auch einiges. Entscheidungen müssen getroffen werden, Einstellungen ändern sich. Traurig, aber auch realistisch, erst in solchen Momenten wird einem vieles bewusst.
Ich habe Isabel gern begleitet, wenn man es bei diesen Voraussetzungen so sagen kann. Auf jeden Fall hat mich ihre Geschichte sehr berührt. Aber ich konnte auch feststellen, wie sehr Isabel diesen Sommer genießen konnte. Über den Inhalt und das Ende des Buches werde ich hier mit Sicherheit nichts verraten. Der Buchtitel ist so gut ausgewählt, dass er viel verrät aber auch alles offen lässt.

Das Buchcover passt wunderbar zu dem Inhalt des Buches und gefällt mir sehr gut. Schlicht und doch passend

Fazit:
Berührend, humorvoll und nachdenklich, alles wechselte sich ab. Und es gibt immer einen Grund, weshalb sich alles so entwickelt. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

Bei dem Aufbauverlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension - Scheinwelten



Autorin: Elke Bergsma

Titel: Scheinwelten - Büttner und Hasenkrug ermitteln Band 15

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Dezember 2016

Seiten: 301

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Elke Bergsma, Jahrgang 1968, ist in Ostfriesland aufgewachsen und hat hier, in der wundervollen Weite der von Windmühlen, Leuchttürmen, Deichen, Schafen und Kühen geprägten Landschaft, auch das Lesen gelernt :) Inspiriert von den Büchern Enid Blytons hat sie schon damals beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Gesagt, getan - nur rund 30 Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Aus Liebe zu ihrer Heimat und deren Bewohnern hat sie sich dazu entschlossen, Ostfrieslandkrimis zu schreiben und macht dies inzwischen hauptberuflich, leidenschaftlich und erfolgreich. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein gemeinschaftlicher Boßelausflug mit dem Lehrerkollegium seiner Frau ist nicht gerade das, was sich Hauptkommissar David Büttner unter einer gelungenen Freizeitgestaltung vorstellt. Umso erleichterter ist er, als seine Gruppe nach der sportlichen Betätigung in eine Gaststätte einkehrt, in der bereits ein traditionelles Grünkohlessen auf sie wartet. Doch währt auch hier die Freude nur so lange, bis vor seinen Augen ein sich in Krämpfen windender Mann vom Stuhl kippt und wenig später verstirbt. Schnell ist klar, dass der Mann einem Giftmord zum Opfer gefallen ist – und dass es weder an Motiven noch an Verdächtigen mangelt. Diesmal wieder mit einem Gastauftritt von Uroma Wübkea.


Meine Meinung:
Inzwischen habe ich ja einige Krimis gelesen, in denen Büttner und Hasenkrug ermitteln und beide sind mir inzwischen sehr vertraut, zumal das Privatleben der beiden Ermittler auch in diesem Buch eine große Rolle spielt.
Ebenfalls vertraut, ist mir der Schreibstil der Autorin, der mir sehr gut gefällt. Sie schafft es doch immer wieder mich an das Buch zu fesseln. Langweilig wird es mir nicht. Ich hatte das Gefühl besonders in diesem Buch wäre alles klar und musste mich dann wirklich sehr überraschen lassen. Immer wenn ich dachte, jetzt aber, gab es eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte. Durch geschickte Schilderungen oder beim Film würde ich jetzt sagen, durch geschicktes aus- oder einblenden erhöhte Elke Bergsma die Spannung in meinen Augen. Beigetragen haben dazu auch verschiedene Nebenfiguren, wie zum Beispiel eine besondere Nachbarin. Aber ich will nicht zuviel verraten. Außerdem war ich beim Lesen sehr froh, dass hier nun langsam der Frühling kommt, denn ich fand das Wetter in diesem Buch richtig ungemütlich und beim Boßeln wäre ich ebenfalls nicht gerne dabei gewesen, dann schon lieber beim Grünkohlessen, naja, beim Essen ohne besondere Erlebnisse.
Köstlich fand ich in diesem Buch verschiedene Personen, denen die Autorin ganz besondere Charaktere zugeordnet hatte. Es wurden zwar Klischees bedient, aber durchaus realistisch. Es passte einfach alles bestens zusammen und leid tat es mir um bestimmte Personen leider nicht.
Das Ende fand ich übrigens ganz besonders gelungen und geschickt eingefädelt ;)

Fazit:
Man muss nicht alle Bücher dieser Serie kennen, aber es wäre schon ganz gut, um verschiedene Zusammenhänge besser zu verstehen. Auf jeden Fall empfehle ich Band 15 gerne weiter.

Rezension - Erwin, Enten, Präsidenten


Autor: Thomas Krüger

Titel: Erwin, Enten, Präsidenten

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 13. Februar 2017

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




Der Autor Thomas Krüger, geb. 1962 in Ostwestfalen, ist Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Die 3 Superbrillen) und zahllosen Sonetten an Donald Duck. Seiner Serie um Erwin Düsedieker verdanken wir die ersten Ermittlungsenten der Kriminalliteratur.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In Versloh, der Gemeinde mit den Dörfern Bramschebeck und Pogge, steht die Wahl vor der Tür. Alle paar Jahre wieder wird Fritzwalter Kleinebregenträger hier zum Bürgermeister gewählt. Nie gab es einen Gegenkandidaten. Eines Morgens allerdings liegt Kleinebregenträger tot neben der Bundesstraße. War es Mord? Oder ein Unfall? Erwin Düsedieker, den man im Ort für trottelig hält, weil er mit seinen Enten spricht und in Gummistiefeln Spaziergänge unternimmt, macht sich so seine Gedanken. Und verstrickt sich unversehens in einen schmutzigen Wahlkampf ...


Meine Meinung:
Erwin überrascht in diesem Buch nicht nur mich, auch die Bewohner von Bramschebeck und Pogge werden über ihn staunen. Dies war mein Eindruck, als ich das Buch las. Aber ich will nicht vorgreifen.
Hatte ich doch vor kurzem erst von Erwins großer Reise auf die Insel Oddinsee gelesen, war ich jetzt glücklich, mit ihm wieder in seiner vertrauten Umgebung sein zu dürfen. Da fühlte er sich mit seinen Enten und natürlich mit Lina am wohlsten. Mir hat es dort auch wesentlich besser gefallen.
Ich hatte außerdem sehr viel Spaß dabei, die kleine Landkarte der beiden Orte auf der Klappeninnenseite zu betrachten und das habe ich sehr oft gemacht. Zum einen konnte ich dann besser nachvollziehen, welche Wege Erwin mit seinen Enten einschlägt, zum anderen hatte ich großes Vergnügen mir immer wieder die Namen der Dorfbewohner laut vor zu lesen. Ja genau, laut musste es sein, denn dann hatten sie ein ganz andere Wirkung. Lest mal nur mit den Augen Fritzwalter Kleinebregenträger und dann lest den Namen mal laut. Aber dies wollte ich nur mal nebenbei erwähnen, wobei, wenn ich es mir recht überlege, macht dies das Lesen des Buches zu einem Lesevergnügen. An den besonderen Schreibstil des Autors hatte ich mich ja inzwischen gewöhnt und kam damit wunderbar zurecht.
Wie ich schon erwähnte, hat mich Erwin wirklich überrascht, obwohl mir durchaus klar war, dass er in Wirklichkeit gar nicht der Dorftrottel ist. Aber es ließ sich für ihn einfacher damit leben. Unauffällig zu sein hat manchmal durchaus seine Vorteile. Und Menschen, die ihn mochten, haben ihn sowieso richtig eingeschätzt.
Auf jeden Fall ist es Erwin ein weiteres Mal gelungen, nicht nur einen Fall zu lösen, denn es passierte in den beiden Dörfern einiges, was einem merkwürdig vorkam. Die Neugierde seiner Enten haben ihm dabei wieder geholfen und natürlich seine Freunde, allen voran Arno, über den ich mich schon sehr amüsiert habe. Obwohl es manches Mal besser gewesen wäre, wenn er sich etwas zurück gehalten hätte.
Das Buchcover finde ich so toll und auch diesmal passt es hervorragend zum Inhalt des Buches. Eine Ente in der Ente ;)


Fazit:
Buch vier hat mich wieder sehr begeistert und ich bin gespannt, ob es weitere Folgen geben wird. Obwohl eine gewisse Würze jetzt nicht mehr da ist, oder doch?  Wie auch immer, ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

Bei dem Verlag Heyne möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 14. Februar 2017

Rezension - Ostfriesische Gier


Autorin: Andrea Klier

Titel: Ostfriesische Gier

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 18. Januar 2017

Seiten: 278

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant





Dies schreibt Andrea Klier über sich:
Seit 1997 arbeite ich als freie Autorin. Schon mit 11 Jahren wollte ich Schriftstellerin werden, doch bevor sich dieser Traum erfüllte, war ich über 24 Jahre als Hebamme tätig.
Bisher habe ich zahlreiche Kurzgeschichten, Wahre Geschichten, Fach- und Sachartikel veröffentlicht, ebenso 4 Hörbücher und bin Mitautorin mehrerer Heftroman- und E-Book Reihen unter verschiedenen Pseudonymen.
Mich faszinieren zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und Freundschaft, alternative Medizin, Psychologie, Mystik und Okkultismus.
Inspiration finde ich unter freiem Himmel, bei Bäumen, hinter meinem Schreibtisch und in der Versenkung alter Lehrbücher unterschiedlichster Sparten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Upstalsboom in Aurich wird die erst siebzehnjährige Elske ermordet aufgefunden, einen goldenen Taler fest umklammert in der Hand. Schnell wird klar: Der Fundort ist nicht der Tatort. Doch wer hat die Tote zum Upstalsboom gebracht, der symbolträchtigen friesischen Versammlungsstätte aus längst vergangenen Zeiten? Hauptkommissar Hauke Holjansen und seinem Kollegen Sven Ohlbeck offenbart sich ein erschreckendes Geflecht aus Gier, Bestechung und Leid. Die Spur der Ermittlungen führt ausgerechnet zu Edo Boysen, dem Chef des örtlichen Jugendamts und einer der einflussreichsten Persönlichkeiten Aurichs. Doch nicht nur er gerät ins Visier der Fahnder, sondern auch Elskes eigene Freunde und ihre Familie. Die Lösung des Falls könnte in einem mysteriösen zweiten goldenen Taler liegen, den Elske vor allen verbarg und der seit ihrem Tod spurlos verschwunden ist...


Meine Meinung:
Leider gibt es auf dem Markt so viele Krimis und es fällt mir schon schwer, den Überblick zu behalten. Rein zufällig war es also, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und dann ausgerechnet auf das 8. Buch. Sollte mir der "späte" Einstieg in die Serie gelingen?

Ja, es war kein Problem für mich. Ganz schnell hatte ich das Gefühl die beiden Ermittler gut zu kennen, was natürlich an dem Schreibstil der Autorin liegt. Sie hat es auch geschafft, dass ich sofort mittendrin war und große Sympathien für Hauke und Sven entwickelte, aber noch größer waren die Antipathien zu verschiedenen Personen. Ich will sie hier nicht namentlich nennen und somit einiges verraten, aber ich fand schon, dass einige das verdient hätten, was andere sich ausgemalt haben. Es mag ja nicht ganz in Ordnung sein, aber auch die Ermittler haben sich Gedanken gemacht und kamen schon mal in die eine oder andere Zwickmühle. Wie erwähnt, ich hatte durchaus Verständnis.

Andrea Klier hat nicht nur einen spannenden Krimi gelesen, sondern mich auch neugierig auf verschiedene geschichtliche Ereignisse gemacht. Bisher kannte ich keinen Upstalsboom und den besonderen Taler, aber jetzt weiß ich mehr. Ich erwähnte ja schon ihren Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Ähnlich wie die Ermittler und ihre sympathischen Helfer Antje und Lina, tappte ich erst einmal im Dunkeln. Ich hatte so gar keine Ahnung, wer denn der Täter war und reichlich Verdächtige. Auch die Passagen, in denen aus Sicht des Täters erzählt wurde, halfen mir da wenig. So war es denn spannend bis zum Ende.
Die Autorin hat in diesem Krimi mehrere interessante Sachverhalte untergebracht: die Geschichte der Gegend, die Gier, die Korruption und nicht zuletzt die Hilflosigkeit in bestimmten Situationen. Einiges hat mich sehr sehr wütend gemacht, aber ich musste leider auch erkennen, dass man gegen bestimmte Seilschaften als kleiner Mann einfach nicht ankommt. Man merkt, mich hat das Buch so richtig gepackt und ich war wieder mittendrin und nur ein bisschen böse über das Ende. Und das kann jeder jetzt auslegen, wie er möchte.

Fazit:
Nachdem ich also festgestellt habe, dass man auch beim 8. Buch eine Serie beginnen kann, möchte ich das Buch gerne weiter empfehlen. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich mit Sicherheit auch noch andere Folgen lesen.

Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich vielmals bedanken. Ich erwähnte ja schon, dass bei der Vielfalt der angebotenen Bücher das eine oder andere nicht wahr genommen werden kann. Deshalb freue ich mich, dass mir dieses Buch angeboten wurde.

Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension - Mord in Pilsum


Autorin: Susanne Ptak

Titel: Mord in Pilsum

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Januar 2017

Seiten: 146

Altersempfehlung: Erwaschsene

Verlag: Klarant




Susanne Ptak wurde 1964 in Düsseldorf geboren. 2003 zog sie mit ihrem Ehemann ins schöne Ostfriesland, wo sie vier Jahre lang eine kleine Schafskäserei betrieben haben. Die Autorin liebt Krimis, in denen sie ihre Leidenschaft für Schafe, Wolle, Ostfriesland und leckeres Essen mit einfließen lässt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das ostfriesische Nordseedorf Pilsum wird von grausamen Morden erschüttert. Einmal mehr mittendrin: Dr. Josefine Brenner. Zurzeit hält sich die Rechtsmedizinerin im Ruhestand bei ihrer Freundin Theda in Pilsum auf, und gemeinsam finden sie die Leiche von Klara Schiller. Die Imkerin half ehrenamtlich Au-pair-Mädchen in Not, und in letzter Zeit verschwanden gleich mehrere Au-pairs spurlos... Wenig später taucht eine zweite Leiche auf: ein hübsches chinesisches Au-pair. Beide getötete Frauen waren an Händen und Füßen gefesselt, an den Tatorten lagen rote Gladiolen. Viel deutet auf chinesische Triaden hin, aber organisiertes Verbrechen im tiefsten Ostfriesland? Josefine mag an diese Theorie nicht so richtig glauben. Wie immer ermittelt sie auf ihre eigene Art, und bringt sich dabei in tödliche Gefahr...


Meine Meinung:
Selbst wenn mich das Buchcover nicht schon einige Zeit auf dieses Buch aufmerksam gemacht hätte, gäbe es noch zwei weitere Gründe, weshalb ich das Buch gerne gelesen hätte. Die Autorin ist eine gebürtige Düsseldorferin und ihre Protagonistin wohnt ebenfalls in dieser Stadt. Ihr meint, das hätte nichts zu bedeuten? Mag sein, aber mich hat es neugierig auf das Buch gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.
Bisher kannte ich noch keinen Krimi von Susanne Ptak und so lernte ich erst jetzt Josefine Brenner kennen. Sie  ist Rechtsmedizinerin im Ruhestand und besucht ihre Freundin in Pilsum. Als sie bei einer Imkerin Honig kaufen wollten, finden sie diese ermordet in ihrem Haus vor.
Ich als Leserin habe ja manchmal den Vorteil, dass ich vor den Protagonistinnen etwas erfahre und im Laufe der Geschichte ihnen einen Schritt voraus sein kann. Deshalb war ich dann auch etwas verblüfft, als Josefine und Theda....., halt ich will doch nichts verraten und bleibe auch dabei.
Auf jeden Fall hat mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen und sie zeigt, dass selbst in Büchern, die nicht so umfangreich sind, die Spannung nicht zu kurz kommt. Denn spannend fand ich das Buch von Anfang bis Ende. Ebenfalls gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Ermittler und ihre Kollegen in diesem Fall zusammen arbeiten und letztendlich den Fall auch lösen.

Fazit:
Dies war zwar das erste Buch, das ich von Susanne Ptak gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht das letzte. Inzwischen weiß ich auch, dass Josefine öfter bei der Aufklärung hilft, denn anscheinend passiert immer etwas, wenn sie sich in Ostfriesland aufhält. Ich hatte bei diesem Buch allerdings nicht das Gefühl, die anderen kennen zu müssen. Es war eine abgeschlossene Geschichte und gerne empfehle ich das Buch weiter.

Bei dem Klarant Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.