Sonntag, 4. Juli 2021

Rezension - Viele Erben verderben das Sterben


Autorin: Frau Auerbach

Titel: Viele Erben verderben das Sterben

Genre: Krimi 

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. Mai 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch




Über die Autorin
Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sterben ist Silber, Erben ist Gold! 
Hobbydetektivin Pippa Bolle freut sich auf einige schöne Tage in Venedig. Dort soll sie auf Mara, die blinde Tochter ihrer Schwägerin, aufpassen. Doch dann kommt alles anders und plötzlich steckt Pippa mitten in einem handfesten Erbstreit, ausgelöst von Benito Pazzoli, Venedigs größtem Frauenheld seit Casanova. Als hätte sie damit nicht schon genug um die Ohren, taucht auch noch ein Toter im Kanal auf. Die Hobbydetektivin ist ganz in ihrem Element und stürzt sich Hals über Kopf in die Ermittlungen.


Meine Meinung:
Ich gestehe, obwohl ich ein Krimi-Serien-Fan bin, habe ich nicht alle Bücher von und mit Pippa Bolle gelesen. Aber ich habe kein Problem durch meine Lücken, problemlos kann ich immer wieder in das Geschehen einsteigen. Netterweise teilt mir die Autorin gleich zu Beginn die Namen aller Personen mit, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielen. Diese Übersicht konnte ich gut gebrauchen, denn es waren reichlich Personen, die mitmischten. Demzufolge gab es auch viel zu schildern, bis der erste Tote gefunden wurde. 
Pippa Bolle ist als Haushüterin unterwegs und wird oft genug gebeten, anderen bei Problemen zu helfen. In dieser Folge hatte sie reichlich zu tun. Ich habe sie schon etwas bedauert, denn mir nicht alle Personen sympathisch, die ihr begegneten. Aber es gab auch einige von den Beteiligten, wo ich mich freute, dass sie helfend eingreifen konnte. Besonders Mara brauchte ihre Hilfe und ich fand es sehr gut, wer sie alles unterstützte. Oft erlebe ich es in Krimis, dass die Kommissare nicht begeistert sind, wenn ein "Laie" sich einmischt. Hier hat mir die Reaktion des Ermittlerpaares sehr gut geholfen.
Frau Auerbach hat Pippa Bolle diesmal in Venedig arbeiten lassen und durch einige Begebenheiten habe ich sehr viel über die Stadt erfahren können. Das hat sie sehr gut verbunden.
Wie schon erwähnt, bedauerte ich Pippa etwas, sie war aber auch in einen Sumpf geraten, oder war es Schlamm 😉 wie auch immer, es gab genügend Verdächtige und am Ende eine Überraschung, die ich fast gut fand. Mir scheint als Krimileserin bin ich doch etwas abgebrüht.


Fazit:
Eine unterhaltsame und spannende Folge mit Pippa Bolle, verbunden mit einer Reise nach Venedig.  Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 



#VieleErbenverderbendasSterben #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Die Mutige


 
Autorin: Stephanie Marie Thornton

Titel: Die Mutige

Genre: Biografie, historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. April 2021

Seiten: 565

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rütten & Loening Aufbau Digital



Über die Autorin:
Stephanie Marie Thornton ist eine amerikanische Bestsellerautorin, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Alaska lebt. In ihren Romanen geht es stets um Frauen im Schatten der Geschichte Amerikas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Zuallererst bin ich eine Frau.“ – Ein großer Roman über Jackie Kennedy.
Gegen den Widerstand ihrer Familie löst die junge Jacqueline Bouvier ihre vielversprechende Verlobung. Dann trifft sie ihre große Liebe: John F. Kennedy. Das strahlend schöne Paar wird zum Symbol der Hoffnung des jungen Amerikas: Jackies Eleganz und ihr Charisma machen sie zum Vorbild der Frauen, zugleich ist die hochintelligente Journalistin Triebfeder der Karriere ihres Mannes. Doch die Ehe ist unglücklich, und das Leben als First Lady gerät zur Zerreißprobe für sie. Trotz allem kämpft sie um ihre Liebe zu JFK – bis zu jenem Tag in Dallas. Auf der Suche nach einer Zukunft für sich und ihre Kinder muss Jackie nun ihren eigenen Weg finden.
Die so intime wie mitreißende Geschichte einer Frau, die wie keine andere zur Ikone wurde.


Meine Meinung:
Zunächst hatte ich gezögert und überlegt, ob ich das Buch tatsächlich lesen möchte. Denn in einer anderen Biografie kam sie nicht so gut weg. Aber nun bin ich froh, dass ich auch diese gelesen habe. Es kommt tatsächlich immer darauf an, wer aus welcher Sicht das Buch schreibt.
Auf jeden Fall fand ich es ausgesprochen interessant, mehr über ihr Leben zu erfahren und vor allem, wie sie mit der Situation umgegangen ist, in Dallas neben ihrem Mann zu sitzen und alles mit ansehen zu müssen. Ganz bestimmt finde ich aus heutiger Sicht vieles nicht gut, wie manche Personen in ihrem Umfeld gedacht und gehandelt haben. Aber es war eben auch eine andere Zeit und Jackie kannte es nicht anders.
Die Autorin hat eine sehr lange Zeitspanne gewählt und so erfahren wir viel über die junge Jacqueline Bouvier und spätere Jackie Kennedy. Die Zeit als Mrs. Onassis wurde nicht ganz so ausführlich behandelt, aber das hat die meisten Leser wahrscheinlich auch weniger interessiert. Der Weg zur First Lady war interessanter.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie über Jackie Kennedy, ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen. Sicherlich gibt es einige Leser, die es ebenfalls interessiert.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DieMutige #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Die letzte Sinfonie



Autorin: Sophie Oliver

Titel: Die letzte Sinfonie

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. April 2021

Seiten: 280

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Dryas Verlag



Über die Autorin:
Geboren und aufgewachsen in Bayern, verließ Sophie Oliver nach dem Abitur ihre Heimat, um zu studieren und die Welt zu erkunden. Sie lebte in Italien und England und durfte in verschiedenen Berufen Erfahrungen sammeln. Mittlerweile ist sie zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und wohnt mit Familie und Hund auf dem Land. Sophie liebt die bunte Vielfalt, Schräges genauso wie Schönes und vor allem »all things British«. Weitere Informationen über die Autorin: www.sophieoliver.net sowie auf Instagram und Facebook


Kurzbeschreibung, übernommen:
London, 1898. Ein talentierter Trompeter bricht während eines Konzerts tot zusammen. Kurz darauf reist sein Orchester im Rahmen einer Tournee weiter nach Karlsbad. In ihrem neuen Fall tauchen die Gentlemen vom Sebastian Club in eine Welt voller Intrigen, Schein und Eitelkeit ein. Denn das Opfer hatte eine zweite Identität. Und auch einige seiner Kollegen setzen alles daran, ihre Geheimnisse zu bewahren. Die Detektive stehen vor einem Ensemble voller Lügner, von denen einer ein Mörder ist, der jederzeit erneut zuschlagen kann.


Meine Meinung:
Da mich der Sebastian Club, seit ich ihn kennen lernte, begeistert hat, war klar, dass ich weitere Folgen lesen möchte. Jede Folge ist zwar eine abgeschlossene Geschichte, aber wie es bei Serien nun einmal so ist, gibt es im privaten Bereich Begebenheiten, die sich entwickeln und die ich, als Serienjunkie gerne verfolge. Zum Beispiel weiß ich schon länger, dass im Sebastian Club nicht nur Gentlemen Mitglieder sind und ich bin dabei, wenn einer der Mitglieder den Vorsitz übernimmt und Entscheidungen fällen muss.
Sophie Oliver hat es auch diesmal wieder geschafft und mich mit ihrem Krimi begeistern können. Gerne lese ich ja historische Krimis und ganz besonders mag ich es, wenn er in der viktorianischen Zeit angesiedelt wurde. Viele Hilfsmittel standen den Ermittlern damals noch nicht zur Verfügung, was uns heute altbekannt ist, musste sich damals erst einmal durchsetzen. Auch die Reisen waren etwas beschwerlicher. Denn die Mitglieder des Sebastian Clubs mussten nach Karlsbad reisen, um endlich den Fall zum Abschluss bringen zu können.
Die Autorin hat mich an das Buch gefesselt, ich konnte es kaum zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt. Besonders gut hat mir natürlich gefallen, dass wichtige Entscheidungen getroffen wurden, weil manches die Beteiligten zum Nachdenken gebracht hat. So ganz nebenbei durfte ich auch noch etwas über Einstellungen der Gesellschaft erfahren. Im Grunde bin ich nach diesen historischen Krimis meist froh, dass es heutzutage etwas leichter ist, nicht alles, aber ich bin zufrieden.


Fazit:
Eine weitere gelungene Folge, die ich gerne empfehle. Natürlich kann das Buch ohne Kenntnisse der anderen gelesen werden. Aber es bereitet einfach mehr Lesevergnügen, wenn die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden können. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken



#DieletzteSinfonie #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Samstag, 3. Juli 2021

Mörderisch unterwegs - Deutschland


Auch in Deutschland gibt es kriminelle Gegenden, ich gehe jetzt mal ganz anders vor. Ich stelle zuerst die Gegenden vor und dann gebe ich Informationen zu den Serien.  


Ich starte jetzt einfach mal in meiner Nähe:

Bonn und Umgebung 
Die Stadt Bonn wurde vor über 2000 Jahren in einer wunderschönen Gegend angesiedelt. Sie liegt direkt am Rhein und war somit immer sehr gut zu erreichen. Im Westen liegt die Eifel und im Osten das Siebengebirge. Jahrelang war Bonn die Bundeshauptstadt und zahlreiche Behörden befanden sich dort. Nicht alle sind damals nach Berlin umgezogen, es gibt ein Amt, das sich etwas getarnt hat. In der Nähe liegt der Flughafen Köln/Bonn und wer meint, es geht dort beschaulich zu, muss sich belehren lassen, denn es kann gut passieren, dass einem ein Umschlag in die Hand gedrückt wird, mit der Bitte um Weiterleitung. Das ist Janna Berg passiert und auf einmal war sie eine Mitarbeiterin des Agenten Markus Neumann, dessen Schreibtisch in einer ganz besonderen Behörde steht.

Auf dem Köln-Bonner Flughafen startet die Serie "Spionin wider Willen"
 

Spionin wider Willen: Janna Berg. Janna hat sich selbständig gemacht, damit sie sich um ihre beiden Pflegekinder kümmern kann. Als sie ihre Schwester vom Flughafen Köln/Bonn abholen will, wird ihr ein Umschlag in die Hand gedrückt, den sie jemand bestimmten übergeben soll. Damit beginnt die Zusammenarbeit von Janna Berg und Markus Neumann, einem Mitarbeiter einer Behörde in Bonn, die nicht öffentlich bekannt ist. 
Inzwischen sind 13 Folgen erschienen und ein Ende ist bisher noch nicht abzusehen, übrigens sehr zu meiner Freude
Oben zeige ich die beiden Cover der Anfangszeit. Janna setzt oft sehr ungewöhnliche Gegenstände ein und kommt damit gut ans Ziel. Von Anfang an ist Markus als Profi zu erkennen. Im Laufe der Jahre hat sich Janna entwickelt und die Cover sehen nun auch anders aus:


Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier, sie wurde 1978 geboren und lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel (Kreis Ahrweiler). Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Unter ihrem Klarnamen schreibt sie sehr erfolgreich historische Bücher.
Beliebt und ebenfalls sehr erfolgreich sind auch ihre romantischen Weihnachtsromane sowie Liebesromane, die bei MIRA Taschenbuch, Harper Collins sowie Weltbild verlegt werden. Sie ist die Vorsitzende der beiden Jurys der DELIA-Literatupreise und damit Mitglied des Vorstands der Autorenvereinigung DELIA. Unter dem Pseudonym Mila Roth publiziert sie  verlagsunabhängig verschiedene Krimi- und Thrillerserien, unter anderem die hier erwähnte Serie.





Vom Rhein geht es nun in den Norden. Hier konnte ich mich gar nicht so richtig entscheiden. Ich mag die Krimis von Ulrike Busch. Begonnen hat sie mit Serien an der Nordsee und seit kurzem lässt sie auch an der Ostsee ermitteln. Deshalb stelle ich hier nun gleich zwei Serien vor. 

Ulrike Busch lebt gerne in Norddeutschland und bis zur Nord- und Ostsee ist es für sie nicht weit. Ich selber kenne bisher nur die Ostsee, durch Fehmarn und Dänemark. Oft wird ja scherzhaft gesagt, dort ist immer Wasser vorhanden, an der Nordsee ist es oft stundenweise weg. Allerdings hat beides seinen Reiz. Wichtig ist für uns dort der Erholungswert, der Anblick des Meeres und die Seeluft. Durch die Krimis lerne ich die Gegenden noch besser kennen und deshalb beginne ich jetzt mit der Kripo Wattenmeer 

Kuno Knudsen, Kriminalhauptkommissar der Kripo Wattenmeer hat seinen Sitz im malerischen alten Fischerdorf Nebel an der Wattseite von Amrun. Er ist ein Amrumer Urgestein. Kriminalkommissar Arne Zander auf Sylt stationiert und gebürtiger Flensburger. Routinemäßig werden beide auf den Nordfriesischen Inseln und Halligen eingesetzt.
Normalerweise fahren Kommissare mit dem Auto im Bereich ihrer Zuständigkeit herum. Bei Knudsen und Zander ist dies etwas anders. Sicher sind sie auch mit dem Auto unterwegs, aber sehr oft müssen sie Strecken mit dem Schiff zurück legen. Mal ist es eine normale Fähre, mal ist es das Polizeiboot womit sie unterwegs sind. 
So nebenbei erfahre ich als Leser sehr viel von der Gegend und lerne die typischen Insulaner kennen, aber nicht nur das, Getränke und Essen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Ulrike Busch hat inzwischen18 Folgen der Serie "Kripo Wattenmeer" geschrieben und weitere sind in Planung



Von der Nordsee geht es jetzt zur Ostsee, an den Timmendorfer Strand.

Eine wunderschöne Gegend um Urlaub zu machen, aber es gibt reichlich Leute, die dort arbeiten müssen. Allerdings ist es durchaus entspannend, wenn man kurz mal am Meer spazieren gehen kann. Mit nackten Füßen am Wasserrand entlang läuft und Gedanken vom Wind aus dem Kopf pusten lassen kann. Molly Bleck hat sich nach vielen Jahren von der Kripo in  Hamburg zum Timmendorfer Strand versetzen lassen. Dort leitet sie die Soko Mysterious, was sich sehr interessant anhört. Natürlich beschränkt sich ihr Gebiet, um das sie sich kümmern muss nicht nur auf diesen kleinen Bereich. Mit ihren Kollegen fährt sich reichlich durch die holsteinische Küsten- und Seelandschaft. Mit ihrem kleinen Team klärt sie Mordfälle und Entführungen, sucht nach verschollenen Personen und übernimmt Cold Cases, alte ungelöste Fälle.

Ulrike Busch hat bisher drei Bücher geschrieben, 
in denen Molly Bleck ermittelt. 
Weitere Folgen sind geplant

Über die Autorin
Drei Herzenswünsche hat die gute Fee der gebürtigen Ruhrpottpflanze Ulrike Busch erfüllt: Erstens, in Norddeutschland zu leben, und zweitens, als Autorin von Büchern tätig zu sein, die drittens an Nord- und Ostsee spielen. Seit 1986 wohnt die ehemalige selbstständige Texterin in Hamburg. „Dreimal hinfallen, und ich bin an meinen Sehnsuchtsorten: Amrum, Sylt, St. Peter-Ording, Travemünde, Niendorf, Timmendorfer Strand. Überall da, wo es viel Meer, Wind und Wetter und eine salzige Brise gibt.

Ulrike Busch durfte ich bereits für unseren Podcast interviewen, was alle bestimmt im ersten Beitrag gehört haben. Gerne stelle ich hier aber noch einmal meine Fragen und Antworten ein:

1. Bei Serien muss nicht nur der Spannungsbogen innerhalb des Krimis beachtet werden, sondern es entwickeln sich zusätzlich die Figuren über mehrere Bücher. Wie weit planst Du im Voraus, damit bei Deinen Lesern die Neugier aufs Neue steigt?

Für mich erhält das Schreiben seinen Spaß und seine Spannung dadurch, dass ich nur minimal plane. Die Entwicklung meiner Figuren möchte ich gar nicht über mehrere Bände hinweg im Voraus wissen.
Bei mir hängt es vom Thema des jeweiligen Buches ab, wie eine Figur sich gibt und wie das Zusammenspiel der Figuren sich entwickelt, und auch die Themen wähle ich meist relativ spontan aus.



2. Deine Krimis sind in idyllischen Gegenden platziert. Wie kommt man bei dieser natürlichen Schönheit auf so mörderische Gedanken?

In den Regionen, in denen meine Krimis spielen, ergibt sich das gerade aus der Schönheit der Natur. Die Nordsee hat doch einen ziemlich rauen Charme. Und die Ostsee, die ja deutlich lieblicher ist, hat für mich schon immer etwas Mysteriöses gehabt. Außerdem: Gemordet wird in der idyllischsten Gegend, denn das Böse lauert überall.


3. Was nimmt mehr Zeit in Anspruch: Das Plotten des Verbrechens samt Ermittlung oder die Recherche der Umgebung?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Bevor ich ein neues Manuskript anfange, habe ich zwar ein Grundgerüst im Kopf. Ich kenne den Anfang und das Ende und weiß in groben Zügen, was dazwischen passieren könnte. Aber ich gehöre zu den sogenannten Bauchschreibern: Bei mir entwickeln sich die Ideen erst beim Schreiben.
Die Orte, an denen meine Krimis spielen, kenne ich zum größten Teil seit Jahrzehnten von meinen Urlauben oder von Tagesausflügen. Ich muss die Umgebung also nicht groß recherchieren, ich habe sie vor Augen.



4. Beim Start einer Serie werden sicherlich die Figuren festgelegt, kann es vorkommen, dass sich auf einmal eine weitere Person dazu gesellt und nicht mehr verschwinden will.

Ja, das passiert. Bei Meiner Molly-Bleck-Reihe hat sich im zweiten Band ein junger Kripobeamter eingeschlichen, der eigentlich nur auf dem Kommissariat sein sollte, wenn Molly Bleck und ihr Kollege zu Recherchen unterwegs sind. Dann hat er sich so gut ins Team eingefügt, dass er nun eine größere Rolle spielt.
Auch im privaten Bereich passiert so was. Kuno Knudsen von der Kripo Wattenmeer hatte zuerst an seinem Dienstwohnsitz auf Sylt eine Nachbarin, die bei längerer Abwesenheit seine Blumen gießen und den Briefkasten leeren sollte. Über die Bände der Reihe hinweg haben sich die Aufgaben der Nachbarin deutlich verlagert.



5. Kann es sein, dass sich eine Figur so entwickelt, dass sie besser die Serie verlässt? Was unternimmst Du dann?


Das ist bei mir noch nicht passiert, aber wenn das mal notwendig sein sollte – da gibt es viele Möglichkeiten.
Die Person könnte in Rente gehen oder tödlich verunglücken. Sie könnte sich verlieben und nach Bayern versetzen lassen. Oder im Lotto gewinnen und nach Australien auswandern. Oder einfach den Beruf an den Nagel hängen und umsatteln.
Ein Kommissar könnte sogar aus dem Dienst ausscheiden und als Privatdetektiv weitermachen. Da könnte eine neue Reihe draus entstehen. Das ist überhaupt eine spannende Idee.

Interessant fand ich auch die Antworten von Ulrike Busch



Tja, nun habe ich Krimiserien vorgestellt, die im Norden und so zusagen in der Mitte Deutschlands  angesiedelt wurden. Jetzt fehlt mir doch noch etwas im Süden und deshalb führt die Reise uns noch nach Bayern.

Wir stellen uns nun folgende bayrische Kulisse vor: blaues Wasser, klare Luft und bei schönem Wetter sind in der Ferne die Alpen zu sehen.  Mitten in Bayern befindet sich ein idyllischer See - Hirschgrund - mit einem Campingplatz. Allerdings trügt die Idylle, denn auf dem Campingplatz geht es mörderisch zu.

Sofia und die Hirschgrundmorde 
Sofia, ein waschechtes Nordlicht erbt von ihrer Oma den Campingplatz an einem See in Bayern, eigentlich fährt sie nur dorthin, weil sie den Platz verkaufen möchte. Allerdings stolpert sie dort über einen Toten und verliebt sich in den Kommissar. Seitdem wohnt sie dort und schliddert von einem Abenteuer ins nächste.

"Der Tod kommt mit dem Wohnmobil" ist der erste Roman in der neuen Bayern-Krimi-Reihe "Sofia und die Hirschgrund-Morde" von Erfolgsautorin Susanne Hanika. Krimi trifft auf Humor, Nordlicht auf bayerische Dickschädel, Singlefrau auf Jugendliebe und feschen Kommissar - dazu jede Menge Leichen, Mörder und Ganoven. Und all dies vor herrlich bayrischer Kulisse!

Die Autorin Susanne Hanika hat bisher 12 Folgen von "Sofia und die Hirschgrund-Morde" geschrieben und bestimmt können wir noch weitere erwarten.


Über die Autorin: Susanne Hanika, geboren 1969 in Regensburg, lebt noch heute mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in ihrer Heimatstadt. Nach dem Studium der Biologie und Chemie promovierte sie in Verhaltensphysiologie und arbeitete als Wissenschaftlerin im Zoologischen Institut der Universität Regensburg. Die Autorin ist selbst begeisterte Camperin und hat bereits zahlreiche Regiokrimis veröffentlicht.

Gestern waren wir mit Frau Goethe liest in Europa unterwegs und morgen reisen wir in die Vergangenheit

Donnerstag, 1. Juli 2021

Rezension - Ciao, Bella mia!



Autorin: Luzi van Gisteren

Titel: Ciao, Bella mia!

Genre: Kurzkrimi

Version: eBook

erschienen: 26. Juni 2021

Seiten: 14

Altersempfehlung: Erwachsene






Über die Autorin:
Luzi van Gisteren diktierte bereits im frühen Kindesalter ihrer Mutter kleine Geschichten. Ihren ersten Roman schrieb sie mit 13 Jahren, widmete sich nach dem Abitur jedoch zunächst ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre. Ihre Erstveröffentlichung „Keimfrei", ein schwarzhumoriger Kurzkrimi, hatte im Januar 2014 in kurzer Zeit mehrere tausend eBook-Downloads; seither kann Luzi van Gisteren nicht mehr vom Schreiben lassen. Die Autorin lebt mit ihrer italienischen Familie inzwischen wieder in ihrer Bodenseeheimat. Sie engagiert sich in mehreren Autoren–Netzwerken und hat viele Jahre den Kurs „Kreatives Schreiben“ geleitet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Der Wind hat mir mystische Geschichten in meinen Lebensbaum eingehaucht. Wenn Tiziano meinen Vornamen ausspricht, durchläuft mich ein wohliges Kribbeln: Das ‚Annabelle‘ aus seinem Mund klingt wie ‚Bella mia – meine Schöne‘. Seit ich ihn kenne, fühle ich mich um Jahre erneuert, wenn nicht um Jahrzehnte. Ich kann mich gar nicht sattsehen an dem schönen Sizilianer. Er ist mein Jungbrunnen und ein gemeinsames Glas Wein lässt mich zeitweilig vergessen, dass über dreißig Jahre zwischen uns liegen.“ Annabelle genießt ihren Lebensabend unter der prallen Mittelmeersonne Italiens. Über den Hügeln Siziliens geht sie ihrer besonderen Leidenschaft nach: dem Sammeln von Todesanzeigen. Die Einsamkeit findet ein jähes Ende, als ein junger attraktiver Sizilianer in ihr Leben tritt. Tiziano bekocht sie fortan mit Leidenschaft, so lange, bis die Parmigiana einen ganz bitterbösen Geschmack annimmt… . 


Meine Meinung:
Ich stelle es mir so vor, der Sommer kommt noch nicht, also schreibt Frau Autorin mal eben einen sizilianischen Sommer-Krimi. 
Luzi van Gisteren hat einen Sommer-Kurzkrimi geschrieben, der uns nach Sizilien entführt, Appetit auf leckeres Essen macht und für Überraschungen sorgt. Schwarzhumorig, wie sie gerne schreibt, hat sie mich auch diesmal wieder gut unterhalten.


Fazit:
Ein Kurzkrimi für zwischendurch, sehr empfehlenswert. 

Premierenlesung Böse Fall der Krimi Cops


Wer dieses Plakat vor Ort gesehen hat, hatte mit Sicherheit einen humorvollen, unterhaltsamen und spannenden Abend. 

Endlich! Endlich gab es wieder eine Lesung. Meine Freundin und ich haben es uns nicht nehmen lassen und uns auf den Weg nach Erkrath begeben. Natürlich rechtzeitig, denn wir kannten weder die Örtlichkeiten, noch wussten wir, wie alles abläuft. Vorab möchte ich erwähnen, Sara, eine Mitarbeiterin der Buchhandlung Weber hat sich vor Ort um alles gekümmert und uns einen supertollen Abend ermöglicht.

Aber weiter im Text 😉 wir waren rechtzeitig vor Ort und konnten unsere Plätze einnehmen. Die Wartezeit war auch sehr kurzweilig. Viele Hardcorefans waren anwesend und es gab reichlich "Hallo" und Freude über ein Wiedersehen.



Ich stellte zu meiner aller größten Freude fest, dass ich endlich, endlich mal alle fünf Krimi-Cops bei einer Lesung hören sollte. 

Die "Jungs" bereiten sich vor: vlnr Martin Niedergesähs, Carsten Rösler, Ingo Hoffmann, Klaus Stickelbroeck und Carsten Vollmer.


Klaus Stickelbroeck begrüßt uns im Namen 
der Krimi Cops und dann geht es los


Carsten Vollmer darf starten und anscheinend
hat er eine gute Stelle gelesen, auf jeden Fall
scheint es Klaus Stickelbroeck zu gefallen



Wer schon öfter zu den Premierenlesungen gehen 
konnte, weiß, dass dort immer ein besonderer
Kuchen übergeben wird. Ist das nicht eine tolle Idee?

Die Freude ist große, wie unschwer zu erkennen ist.


Was da gerade wohl gelesen wird ;) 


Nicht nur die Bücher der Krimi Cops sind ein Garant für humorvolle spannende Unterhaltung, auch ihre Lesungen versprechen dies. Psst, ich will nicht zu viel verraten, aber es gibt Duftbäume die wackeln, oder war es welken 😂 Es gab kurze Einlagen zu besonderen Situationen, jaja die Schwerkraft, was so alles nach unten fallen kann. Aber ich verrate nichts.


Auf jeden Fall empfehle ich allen, die einmal die Möglichkeit bekommen sollten, eine Lesung der Cops zu besuchen, nutzt die Gelegenheit. Achja, unabhängig davon, solltet Ihr natürlich die Bücher lesen. Es gibt inzwischen sieben Folgen dieser Serie.


Böse Falle

Kurzbeschreibung, übernommen: Die Krimi-Cops schlagen wieder zu! Mieses Spiel in Düsseldorf Kriminalhauptkommissar »Struller« Struhlmann genießt im Aquarium bei seinem einarmigen Kumpel Krake das wohlverdiente Feierabendbierchen, als ihn der merkwürdige Anruf von Karel Skupa, einem Kollegen von der Kripo Prag, erreicht. Der Mann, den Struller bei einem früheren Fall kennengelernt hat, bittet ihn um ein Treffen. Aber auf dem Parkplatz nahe der A3 erwartet ihn nicht Skupa, sondern eine tote Frau in einem tschechischen Fahrzeug. Vom Täter fehlt jede Spur, ebenso von der roten Sport­tasche, die kurz zuvor bei einer zivilen Routinekontrolle noch auf dem Rücksitz lag. Als Struller wenig später diese Tasche in seinem Büro findet, ahnt er, dass ihm jemand eine Falle stellen will! Struller taucht ab. Und es ist jetzt nicht nur Oma Jensen, die ihm energisch unter die Arme greifen muss. Im Aquarium formiert sich um Krake, Bertie Spurtmann und seinen Ex-Praktikanten Jensen eine zu allem entschlossene Task-Force der schrägen Art, die sogar auf den smarten Ex-­Fußballer und Privatdetektiv Hartmann zurückgreifen muss.

Mörderisch unterwegs - Südeuropa



Mit mir geht die Reise heute nach Südeuropa, genauer gesagt nach Mallorca, in die Toskana und nach Sizilien. Ach, ich könnte noch so viele tolle Serien in anderen Ländern erwähnen, aber ich will den Rahmen nicht sprengen und stelle nun drei Serien vor:




Brigitte Lamberts ist die Autorin von "El Gustario de Mallorca"


Sven Ruge, ein Düsseldorfer Gastrokritiker wird nach Mallorca geschickt. Er soll einen kulinarischen Reiseführer über Mallorca schreiben. Bei seiner Recherche auf der Insel fährt er zu schönen Orten und kommt in reichlich kulinarischem Genuss. Allerdings gerät er jedes Mal in irgendwelche Machenschaften, die immer mit Begebenheiten der Vergangenheit zu tun haben. 


erschienen sind die Bücher im Verlag edition oberkassel 
Bisher sind drei Folgen erschienen und an der vierten Folge wird gerade eifrig gearbeitet.




Mallorca - Entweder kennt man die Insel oder lernt sie durch die Krimis kennen. Oft wird dann auch die Reiselust geweckt. Sven Ruge, mit einem kulinarischen Auftrag von Düsseldorf nach Mallorca gereist, hat einen guten Grund über die Insel zu reisen. Vielen ist der Ballermann ein Begriff, aber den schönen Ort Valdemossa oder die kleinen Häfen am Meer kennen nicht viele. Ob nun mit der Bahn von Sóller durch Orangenplantagen zum Port Sóller gefahren wird oder woanders mallorquinische Vorspeisen, hervorragende Hauptgerichte und leckeres Dessert mit entsprechenden Getränken zu sich genommen wird, Sven genießt die Zeit und die Köstlichkeiten auf der Insel. Allerdings gibt es gefährliche Begebenheiten für ihn oder seinem Freund. Oft haben sie mit Ereignissen der Vergangenheit zu tun. Mallorca hat in dieser Beziehung viele Geheimnisse, die nicht jeder offenbaren möchte. 

Über die Autorin:
Brigitte Lamberts ist promovierte Kunsthistorikerin, freiberufliche PR-Beraterin und Redakteurin. Als Autorin sind drei Düsseldorf-Krimis in Zusammenarbeit mit ihrer Co-Autorin bei edition oberkassel Verlag in Düsseldorf erschienen: Ausgeweidet, Totgetanzt und Wutentbrannt. Diverse Kurzkrimis sind in Anthologien und anderen Printmedien veröffentlicht. Als Mitherausgeberin von Mallorca mörderisch genießen und Blutspuren auf Mallorca (Wellhöfer Verlag, Mannheim) kam sie auf den Geschmack ihre Lieblingsinsel in den Fokus zu stellen und es entstand El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier, ihr erster Mallorca-Krimi, dem sogleich die Fortsetzung El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten folgte, ebenfalls bei edition oberkassel Verlag. Sie ist Mitglied im Westdeutschen Autorenverband e.V., im BVjA - Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V., bei den Mörderischen Schwestern e.V. und im Syndikat.

Ich habe Brigitte Lamberts ein paar Fragen gestellt, die sie mir gerne beantwortet hat:

Bei Serien muss nicht nur der Spannungsbogen innerhalb des Krimis beachtet werden, sondern es entwickeln sich zusätzlich die Figuren über mehrere Bücher. Wie weit planst Du im Voraus, damit bei Deinen Lesern die Neugier aufs Neue steigt?

Meine Hauptfigur Sven Ruge, Düsseldorfer Gastrokritiker und ebenso seine Freunde, sind von ihren Charakteren schon im ersten Buch der Reihe deutlich definiert. Und natürlich können sie alles machen was ihnen, oder mir in den Sinn kommt. Ein gutmütiger, hilfsbereiter Gustario, also Sven Ruge, wird natürlich nicht auf einmal heimtückisch oder kriminell werden. Nein, aber er ist so angelegt, dass er auch interessante Facetten seiner Persönlichkeit ausspielen kann. Ich habe eine genaue Vorstellung von meinen Protagonisten und sie entwickeln sich von Buch zu Buch ohne, dass ich das im Vorhinein groß weitergedacht habe.



Deine Krimis sind in idyllischen Gegenden platziert. Wie kommt man bei dieser natürlichen Schönheit auf so mörderische Gedanken?

Meine El Gustario-Reihe spielt auf Mallorca. Und Mallorca ist geschichtsreicher, als man glaubt. Viel hat diese Insel schon mitgemacht. Wer wollte sich ihr nicht schon bemächtigen. Und so kommen die kriminellen und mörderischen Themen wie von selbst. Bei mir gibt es eben keine Leiche am Pool. Immer liegen die Wurzeln der Verbrechen in der Vergangenheit und sie wachsen weiter und weiter. Irgendwann landen ihre Ausläufer dann in der Gegenwart, dort, wo es zur mörderischen Explosion kommt.


Was nimmt mehr Zeit in Anspruch: Das plotten des Verbrechens samt Ermittlung oder die Recherche der Umgebung?

Das geht wohl jeder Krimiautor anders an. Ich plotte von Mal zu Mal intensiver und doch komme ich immer wieder an einen Punkt, wo ich die Hände über dem Kopf zusammenschlage, und mir denke, Mist, ich hätte intensiver plotten müssen. Ich weiß, wo der Weg hinführt, ich weiß, wer der Mörder ist, doch für den Weg vom Anfang bis zum Ende lasse ich mir Spielraum. Obwohl ich mich gut auf Mallorca auskenne, ist die Recherche nach Restaurants und deren Gerichten rechercheintensiv, ebenso auch nach bestimmten Regionen. Natürlich gibt es Flecken auf der Insel, die ich noch nicht so gut kennen gelernt habe. Aber ich arbeite daran. Der Fall an sich ist mir von Anfang an klar. Da bedarf es keiner großen Recherche mehr. Wohl aber bei den historischen Hintergründen und das ist von Thema zu Thema unterschiedlich.


Beim Start einer Serie werden sicherlich die Figuren festgelegt, kann es vorkommen, dass sich auf einmal eine weitere Person dazu gesellt und nicht mehr verschwinden will?

Natürlich, bei meiner El Gustario-Reihe, kommen immer wieder neue Leute ins Spiel. Menschen, die nur einen kurzen Auftritt haben, andere, die in der Konstellation einen festen Raum gefunden haben und nicht mehr wegzudenken sind. Und welche, die einfach nicht gehen wollen. Wenn sie denn eine dominierende Rolle gespielt haben oder auch nur eine nebensächliche und ich sie wieder brauchen kann, sind sie dabei.


Kann es sein, dass sich eine Figur so entwickelt, dass sie besser die Serie verlässt. Was unternehmt Ihr dann?


Das ist mir bisher nur einmal passiert und das war die Mörderin. Natürlich ist die nach dem gelösten Fall dann weg vom Fenster, obwohl Sven sich in dem nächsten Krimi immer wieder an sie erinnert. Wenn sich so ein Protagonist bei mir einschleichen würde, hätte ich keine Scham ihn verunglücken zu lassen.
Nur ganz nebenbei, privat bin ich nicht so, da versuche ich zu retten, was es zu retten gilt.


Auch hier finde ich die Antworten ausgesprochen interessant.


Aber lassen wir uns nicht aufhalten, es geht nun weiter in die Toskana:




Valentina Morelli ist die Autorin der Serie "Kloster, Mord und Doce Vita" 

Schwester Isabella ermittelt - sie lebt in einem Kloster, in Santa Caterina, einem malerischen kleinen Dorf, mitten im Herzen der Toskana.

In der ersten Folge der Serie findet Schwester Isabella eine Tote und muss aus heiterem Himmel plötzlich in einem Mordfall ermitteln. Nachdem der Fall geklärt ist, macht es sich neugierige Nonne zu ihrer Lebensaufgabe, die großen und kleinen Verbrechen der Dorfbewohner aufzuklären. Der junge Carabiniere Matteo ist froh über die himmlische Hilfe, denn er ist der einzige Polizist des Dorfes und alle Hände voll zu tun. 

erschienen ist das Buch im Verlag Bastei Lübbe und gehört zu der Serie der "Dran Bleiber"

Über die Autorin: Valentina Morelli schreibt seit vielen Jahren Romane. Mit "Kloster, Mord und Dolce Vita" setzt sie der Heimat ihres Herzens ein Denkmal und fängt das unvergleichliche Lebensgefühl unter der Sonne der Toskana ein. Krimis sind für sie ein Mittel, zutiefst menschliche Geschichten zu erzählen.

Die Toskana, ich selber war bisher noch nie dort, aber durch die vielen Bücher ist dieser Teil des Landes bekannt geworden. Die Toskana ist eine Region in Mittelitalien mit der Hauptstadt Florenz und wer kennt sie nicht, die typischen Bilder mit den Hügeln, Weinreben und Zypressen. Auch wer noch nie die Städte besucht hat, weiß etwas interessantes über sie. Auf Anhieb fallen mir Pisa mit dem schiefen Turm ein oder Siena mit dem Dom und dem sehenswerten Turm. Und noch einmal möchte ich Florenz erwähnen, denn die Stadt ist als eine der bedeutendsten Kulturmetropolen der Welt bekannt. Mitten in der Toskana soll also das Kloster stehen, in dem Schwester Isabella lebt und munter mitmischt. 




Eigentlich müsste ich jetzt gar nicht mehr nach Sizilien reisen und Euch Commissario Montalbano vorstellen, aber seit Jahren bin ich ein großer Fan dieser Serie und vielleicht kennt ja die eine oder der andere die Bücher nicht.


Der Autor Andrea Camilleri hat die Sizilien-Krimis geschrieben, in denen er Commissario Montalbano ermitteln lässt.

In vielen Folgen habe ich Salvo Montalbano sehr gut kennen lernen können. Ihm habe ich es auch zu verdanken, dass ich viele Eindrücke über Sizilien sammeln konnte, denn der Autor vermittelt in den Büchern jede Menge sizilianisches Flair und lässt uns einen Kommissar mit erfrischend unorthodoxen Ermittlungsmethoden begleiten. 

Im Laufe der Jahre sind um die 28 Bücher erschienen, in denen Commissario Montalbano ermittelt. 

Leider ist der Autor im Jahr 2019 im Alter von 93 Jahren verstorben. Erst spät begann die Schriftstellerkarriere von Andrea Camilleri. 1994 trat Camilleris wichtigste Romanfigur, Salvo Montalbano, erstmals in das Licht der lesenden Öffentlichkeit. Seine Romane um den beliebten Commissario Salvo Montalbano wurden international zu Bestsellern, und seine Hauptfigur gilt weltweit als Inbegriff für sizilianische Lebensart, einfallsreiche Kriminalistik und südländischen Charme und Humor.
Bestimmt kennen viele die Filme mit dem sizilianischen Commissario, aber wurden alle gesehen? Hier ergibt sich nun die Möglichkeit, vielleicht vorhandene Lücken zu schließen. 

Hatte ich oben geschrieben, dass ich eigentlich nicht mehr nach Sizilien reisen müsste und Euch dort etwas vorstellen sollte. Nun, ich habe trotzdem auf den Commissario hingewiesen und möchte doch noch etwas mehr auf die Insel eingehen. Ich habe mir überlegt, was einem zuerst einfällt, wenn kurze Begriffe genannt werden müssen, die jeder mit Sizilien verbindet. Also, bei mir war es die Lage, als Kind war das für mich immer der "Ball", der von der Stiefelspitze angestupst wurde. Dann fällt mir der Ätna ein und die Mafia, womit wir wieder bei den Krimis angelangt wären. Aber es gibt so viel schönes und interessantes von Sizilien zu berichten. Durch die einzigartige Lage kann die Insel Strände an drei verschiedenen Meeren anbieten. Durch viele Streifzüge weist die Insel eine Vielzahl von Kulturen auf. Sie unterscheidet sich dadurch sehr vom Festland, das nur drei Kilometer entfernt ist. Dies ist nun die Heimat von Commissario Salvo Montalbano.



Habt Ihr schon eifrig Buchstaben gesammelt?

Ich bin wirklich gespannt, wie viele Krimirätselfreunde 
wir unter uns haben.

schaut hier noch einmal vorbei, dort habe ich die Infos
zum Gewinnspiel festgehalten




Und damit Ihr seht, was wir schon geschrieben haben und noch veröffentlichen werden: