Montag, 31. August 2015

Rezension - Schweinsgalopptage

Autorin: Sabrina Meyer

Titel: Schweinsgalopptage: Das Leben ist doch ein Ponyhof!

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 19. August 2015

Seiten: 224

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag; feelings - Verlagsgrupper Droemer Knaur
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Sabrina Meyer, 1987 in Berlin geboren, arbeitet hauptberuflich als Kundenbetreuerin und schreibt ihre Bücher morgens vor und abends nach der Arbeit. Als Kind ist sie mit allen möglichen Tieren aufgewachsen, sodass diese auch immer ein wichtiger Bestandteil ihrer Bücher sind. Unter dem Pseudonym Serena S. Murray veröffentlicht sie auch spannende und witzige Fantasy Romane.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Leben ist kein Ponyhof? Ist es eben doch! Die junge Tänzerin Melory hat ihr Leben in Columbia satt. Ihr Freund betrügt sie, sie landet deshalb (und wegen eines kleinen Wutausbruchs) im Gefängnis, ihre Mutter und sie hatten auch schon mal ein besseres Verhältnis und generell läuft nichts in Ihrem Leben nach Plan. Da kommt ihr die Bitte ihres Freundes Jared genau recht, ihm auf seinem Ponyhof auszuhelfen. Doch wie sollte es auch anders sein, nimmt das Chaos auch hier kein Ende und die Städterin Mel muss sich erst einmal an das Landleben gewöhnen. Dann wirft sie auch noch buchstäblich ein hübscher junger Mann um… Doch ist der nicht eigentlich schwul?

Meine Meinung:
Ich gestehe, dass diesmal wieder das Buchcover und der Titel schuld waren, weshalb ich mich für dieses Buch interessiert habe. Deshalb kann ich auch direkt erwähnen, dass ich nicht enttäuscht wurde, sondern damit eine lustige Geschichte gefunden habe, die mir sehr viel Spaß bereitet hat.

Die Protagonistin Melory habe ich ziemlich schnell in mein Leserherz geschlossen. Obwohl ich manche ihrer Reaktionen etwas  sehr übertrieben und kindisch fand. Aber sie hat bei mir jede Menge Pluspunkte gesammelt durch den Umgang mit den beiden kleinen jungen Tieren, achja und auch, wie sie sich um Wilfried gekümmert hat. Wer das ist, verrate ich hier jetzt allerdings nicht.

Die Freunde von Melory konnte ich ebenfalls gut leiden, allerdings hatte jeder von ihnen auch ein Päckchen zu tragen, womit sie mehr oder weniger vernünftig umgingen. Aber was solls, das war eben auch die Würze in dieser Geschichte.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen. Den Beteiligten Personen hat sie sehr interessante Charaktere zugeordnet und das Verhalten in verschiedenen Situationen sehr humorvoll beschrieben.

Fazit:
Mir hat es sehr viel Spaß bereitet, das Buch zu lesen. Ich empfehle es gerne als angenehm leichte, aber auch gefühlvolle Lektüre für Zwischendurch.

Bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken,

Rezension - Das unvollkommene Leben oder wie das Glück zu Samuel fand

Autor: Francesc Miralles

Titel: Das unvollkommene Leben oder wie das Glück 
          zu Samuel fand

Version: eBook und gebundene Ausgabe

Genre: Roman

erschienen: 7. August 2015

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List

Der Autor Francesc Miralles arbeitete einige Jahre als Indie-Verleger, bevor er zu schreiben begann. 2009 wurde er mit dem renommierten Premio de la Ciudad de Torrevieja ausgezeichnet. Miralles, der auch Musiker ist, lebt in Barcelona.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Den Literaturprofessor Samuel erreicht eine geheimnisvolle Postkarte. Das Bild zeigt eine japanische Glückskatze, die ihm fröhlich zuwinkt, der Text besteht aus bloß einem Wort: Wabi-Sabi. Heißt das, jemand wünscht ihm viel Glück? Das kann er gut gebrauchen. Seine Freundin hat ihn gerade verlassen, die ersten Anzeichen des Älterwerdens setzen ihm zu, und seine Katze kränkelt. Ob Wabi-Sabi ihm weiterhilft? Die uralte Weisheit aus Japan lobt die Unvollkommenheit aller Dinge. Kurzerhand bricht Samuel auf nach Japan, um den Absender der Postkarte zu suchen. Die Größe seines Abenteuers droht den eher schüchternen Samuel immer wieder zu überwältigen. Aber vielleicht kann er das Unerwartete lieben lernen und mehr Gelassenheit aus dem Nicht-ganz-so-Perfekten ziehen?

Meine Meinung:
Was macht jemand, der erfährt, dass die Freundin nicht von ihrer Dienstreise aus Paris zurück kommen will? Er lässt sich auf etwas ganz ungewöhnliches ein und bucht eine Reise nach Japan. Jetzt werden einige fragend schauen, so ging es mir auf jeden Fall. Samuel erhält zwei etwas merkwürdige Karten, die in Japan abgeschickt wurden und wenig oder gar keinen Text haben. Das macht ihn neugierig und deshalb will er nach Japan den Absender suchen. Dies fand ich schon etwas komisch, hatte dann aber beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und brav weiter gelesen. Obwohl die Geschichte für mich etwas langweilig anfing und ich am Anfang gar nicht wusste, ob mir dieses Buch wohl gefallen wird. Interessant wurde es dann, als Samuel mit der Karte unterwegs war und den Absender suchte. Zu gerne hätte ich ja gewusst, was an der Stelle stand, die Samuel als Adresse vermutete. Auf jeden Fall hat er einige interessante Erfahrungen gemacht und besondere Leute kennen gelernt. Sehr gut fand ich die Rundreise beschrieben, ich hatte das Gefühl Samuel zu begleiten und konnte so ebenfalls einiges besichtigen.
Mizukis und ihr Onkel, die Samuel in einer Bar kennen lernte, waren für ihn und die Geschichte sehr wichtig.  Aber auch Mizukis konnte von Glück sagen, dass sie ihn getroffen hat. Auf jeden Fall haben beide für besondere Erlebnisse gesorgt, den Schattentanz hätte ich gerne gesehen, aber  auf die Gesangseinlagen konnte ich verzichten.
Tja, da macht einer eine weite Reise und sucht sein Glück, ob er es dort oder woanders gefunden hat, werde ich hier nicht verraten. Nur soviel, mir hat das Ende sehr gut gefallen.
Das Buch hat übrigens ein sehr schönes handliches Format, da ich meine Bücher immer mit mir rumschleppe, weil ich jede Gelegenheit zum Lesen nutze, hat mir das sehr gut gefallen.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass der Schreibstil und die Geschichte mich jetzt nicht so doll gefesselt haben, wie es oft der Fall ist. Es plätscherte so dahin, keine rechte Spannung kam auf. Einzig meine große Neugierde hat mich mal wieder getrieben.

Fazit:
Inzwischen weiß ich, dass es noch ein weiteres Buch über Samuel gibt. Wem das damals gefallen hat, wird vielleicht  seine Freude an dem Folgeband haben.

Ich möchte mich bei der Ullstein-Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar bedanken

Dienstag, 25. August 2015

Rezension - Bei Zugabe Mord!

Autorin: Tatjana Kruse

Titel: Bei Zugabe Mord!

Genre: Krimi

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 14. Juli 2015

Seiten: 248

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Haymon Verlag
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Tatjana Kruse, geboren 1960 in Schwäbisch Hall, schreibt seit 1996 Krimi-Kurzgeschichten und seit 2000 Kriminalromane. Sie gehört zu den beliebtesten Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum, besonders mit ihrer Serie rund um den stickenden schwäbischen Ex-Kommissar Seifferheld. Zahlreiche Veröffentlichungen, die auch in Fremdsprachen übersetzt wurden. Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Marlowe-Preis (1996) und dem Nordfälle-Preis (2005), Nominierungen für den Agatha-Christie-Preis und den deutschen Frauenkrimipreis. Bei HAYMONtb: erschien 2014 "Grabt Opa aus!" Ein rabenschwarzer Alpenkrimi und 2015 der Auftakt zu ihrer Krimi-Trilogie rund um die schillernde Opernsängerin Pauline Miller: "Bei Zugabe Mord. Eine Diva ermittelt im Salzburger Festspielhaus".

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Diva in Nöten und eine tote Maus am Fußabstreifer
Bei den Salzburger Festspielen wird neuerdings mehr gestorben als gesungen. Nachdem die exzentrische Primadonna Pauline Miller eine morbide Drohbotschaft erhalten hat - vor ihrer Tür liegt eine tote Maus mit der Nachricht "Aus die Maus" -, verstummt während der Proben zu Mozarts "Entführung aus dem Serail" ein Sänger nach dem anderen - für immer. Die Millerin, eine echte Operndiva, die ihren Beruf schrill und mit Herzblut ausübt, kann das natürlich nicht einfach so akzeptieren. Also wird die Sopranistin zur Schnüfflerin und fühlt verdächtigen Opernfeinden auf den Zahn. Bis sie sich plötzlich selbst in Gefahr sieht, bald ihre letzten Töne geträllert zu haben …

Meine Meinung:
Ein Krimi, der in Salzburg spielt? Das machte mich doch schon wieder neugierig auf das Buch und ich sollte auch nicht enttäuscht werden. Allerdings war dieser Krimi ganz anders geschrieben, als ich es gewohnt war. Die Protagonistin Pauline ist eine Kollegin der Ermordeten. Der Ermittler Pittertatscher spielt eher eine Nebenrolle in dieser Geschichte. Aber es sollte mich nicht wundern, denn schließlich ist Pauline eine Primadonna, was sie oft genug genießt und manchmal so richtig ausnutzt.  Überhaupt hat sich die Autorin eine Reihe ganz besonderer Charaktere einfallen lassen, die sie den Beteiligten zugeordnet hat, es hat richtig Spaß gemacht, diese Personen zu beobachten. Sogar der kleine Hund, der im übrigen auf dem Buchcover abgebildet  ist, verhält sich nicht normal. Oft genug hatte ich ein Grinsen im Gesicht, obwohl es doch einige Tote gab, Aber irgendwie konnte ich das alles nicht sehr ernst nehmen. Trotzdem war das Buch ungemein spannend, ich hatte zwar mal den einen oder anderen Verdacht, lag aber völlig daneben und war über das Ende mehr als überrascht.
Mit Humor und Spannung hat Tatjana Kruse in ihrem besonderen Schreibstil diesen Krimi geschrieben. Anfangs war es etwas ungewohnt für mich, aber ich habe mich schnell in das Geschehen herein gefunden. Deshalb habe ich es mal wieder geschafft das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Die Geschichte wird aus Sicht von Pauline Miller in der Ich-Form erzählt, so konnte ich ihren Gedanken bestens folgen und ihre Handlungen gut verstehen. Wir beide haben eins gemeinsam, wir lieben Schokolade, ob ich allerdings diese Menge Mozartkugeln geschafft hätte.....

Fazit:
Ein unterhaltsamer und spannender Krimi, was mir sehr gefallen hat und wenn ich es richtig verstehe, dann kann ich irgendwann Pauline noch öfter begleiten. Ich freu mich drauf, aber zunächst empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

Bei Blogg Dein Buch möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch so ohne weiteres in dem großen Angebot gefunden hätte, was ich sehr schade gefunden hätte.

Montag, 24. August 2015

Rezension - Die Tochter des Seefahrers


Autorin: Linda Holeman

Titel: Die Tochter des Seefahrers

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. April 2015

Seiten: 704

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin lebt in Toronto und Santa Monica, Kalifornien.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Portugal 1745: Auf einer kleinen, von Armut geplagten Insel wächst die junge Diamantina auf. Trost findet sie in den Geschichten ihres Vaters Arie, eines Seefahrers, der ihr oft von fernen, faszinierenden Ländern erzählt. Als Arie sein Glück in Südamerika sucht, träumt auch seine Tochter davon, die karge Insel zu verlassen. In ihrer Not nimmt sie den Antrag des Weinbauern Bonifacio an und geht mit ihm nach Madeira. Doch die Ehe wird zum Gefängnis. Den einzigen Ausweg sieht die junge Frau in der Flucht in die Neue Welt. Schon bald aber muss Diamantina sich fragen, wo ihr Herz sie wirklich hinzieht, denn zwischen ihr und Bonifacios Bruder Espirito entsteht eine zarte Liebe ...

Meine Meinung:
Puh, da hatte ich mir ja etwas vorgenommen, ein so dickes Buch hatte ich schon lange nicht mehr in den Händen gehabt. Als mich das Cover dazu verführt hat, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen, habe ich darauf überhaupt nicht geachtet. Aber ich kann auch gleich sagen, dass mich die Geschichte überhaupt nicht gelangweilt hat, obwohl nur eine relativ kurze Zeitspanne beschrieben wurde.
Anfangs lernte  ich die Protagonistin Diamantina als kleines Mädchen kennen und sollte sie einige Jahre ihres Lebens begleiten. Da ich sie sofort in mein Leserherz geschlossen hatte, habe ich mich mit ihr freuen können, aber auch leiden können. Wobei sie sehr viel Leid ertragen musste, denn die Zeiten waren schwer. Ihre Vater hat sie verlassen und ist nach Brasilien ausgereist. Ihre Mutter, die nicht so recht in die Gemeinschaft auf der Insel gehörte, wollte sie nicht mit dem Vater gehen lassen. An dieser Stelle war ich auf die Mutter etwas zornig, denn ich fand es etwas egoistisch, aber wir beide, Diamantina und ich mussten damit klar kommen.
Sehr fesselnd hat die Autorin über das Leben auf der Insel Porto Santo und Madeira geschrieben. Ich war erfreut, dass Diamantina immer wieder ihren Weg fand, obwohl es ihr von vielen Seiten nicht leicht gemacht wurde. Glücklicherweise gab es in dennoch sehr liebenswerte und hilfsbereite Menschen, die ihr immer wieder zur Seite standen. Gar nicht leiden konnte ich ihren Mann Bonifacio, der mit seinem fanatischen Glauben sehr großes Leid über einige der Beteiligten brachte.
Wie so oft, steckte ich mal wieder mitten drin im Geschehen und zu meinem Bedauern konnte ich das Buch nicht so schnell lesen, wie ich es gerne getan hätte.

Ich erwähnte ja schon, dass mich das Buchcover mal wieder verführt hatte, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und gibt einen wunderbaren Eindruck wieder. Ich kann Diamantina verstehen, dass sie den Anblick des Meeres nicht missen wollte.

Fazit:
Ein historisches Buch, das mir sehr viel über das Leben einer außergewöhnlichen jungen Frau im 18. Jahrhundert vermittelt hat. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Beim Verlag Goldmann möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ohne Drehbuch ins Glück


Autorin: Sabine Landgraeber

Titel: Ohne Drehbuch ins Glück

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 21. August 2015

Seiten: 188

Altersempfehlung: Erwachsene






Sabine Landgraeber ist Autorin und Regisseurin. Sie lebt mit ihrem Mann in Berlin. Ganz sicher haben Sie schon einmal etwas im Fernsehen von ihr gesehen, denn sie hat an vielen erfolgreichen Serien mitgewirkt. "Verliebt in Berlin", "Verbotene Liebe", "Schloss Einstein" und "Der letzte Zeuge" sind nur einige Beispiele für ihre Regiearbeit. Mit ihren Büchern versucht sie ihre Leser genauso zu unterhalten, wie mit ihren Filmen und Serien.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Lana Vandenberg, eine gefeierte Schauspielerin, verliert von heute auf morgen ihre Arbeit bei der beliebten Serie "Die See-Adler". Doch ein Unglück kommt bekanntlich niemals allein. Sie muss aus ihrer Wohnung ausziehen, ihr Freund schläft mit ihrer Konkurrentin, ihre verschollene Schwester erscheint plötzlich wieder auf der Bildfläche und ihre Mutter zeigt erste Anzeichen von Demenz. Und dann trifft sie auch noch eine alte Schauspielerin, deren großen Wunsch sie einfach nicht ausschlagen kann … Von nun an muss sie ihr Leben ganz ohne Drehbuch meistern.

Meine Meinung:
Bisher entführte mich Sabine Landgraeber immer in weit entfernte Länder, was mir sehr gefallen hat. Diesmal blieben wir aber in Deutschland und das fand ich ebenfalls ganz toll, zumal ich gerne an die Ostsee fahre und jetzt die Umgebung noch besser vor Augen hatte.

Aber bevor ich die Beteiligten an die See begleiten konnte, sollte ich erst einmal Einblicke in die Welt der Schauspieler bekommen. Ich lernte den Arbeitsalltag am Set kennen und dabei hat mir sehr gut gefallen, dass dies von einer Autorin geschrieben wurde, die weiß, wie es dort zugeht.
Schnell stellte ich mal wieder fest, dass Freud und Leid sehr nahe beieinander liegen und oft kommt es dann so geballt, dass die Betroffenen nur noch gefrustet sind.
Dies musste Lana feststellen, denn während der Dreharbeiten bricht vor ihren Augen ihr Kollege tot zusammen. Die Produzenten wollen sie aus der Serie rausnehmen, ihre Mutter verunglückt und und und....

Anfangs erwähnte ich die Ostsee, wohin Lana und andere Beteiligte aus einem bestimmen Grund fuhren, den ich hier aber nicht schreiben werde, denn dann würde ich zu viel verraten und den Lesern die Lesefreude nehmen. Auf jeden Fall fand ich die Entscheidung, diese Fahrt zu machen toll und mutig. Es kann uns Leser auch nachdenklich machen. Wann waren wir zuletzt so richtig glücklich über besondere Momente, haben wir sie festgehalten? Sollte man nicht nur aus eigenen Fehlern sondern auch denen der anderen lernen und sie nicht unbedingt wiederholen?
Wichtige Entscheidungen, die andere treffen, sollte man hinnehmen und sie nicht unbedingt voreilig korrigieren wollen. Nun, wer jetzt wissen möchte, was ich damit meine, sollte dieses Buch lesen. Ich habe es übrigens mit einem tiefen Seufzer zur Seite gelegt, nachdem ich es ausgelesen hatte.

Sabine Landgraeber hat die Geschichte sehr flüssig geschrieben, ich konnte das Buch in einem Rutsch durchlesen. Sehr gut hat mir gefallen, dass sie auch "ganz normale" Geschehnisse, die jeden von uns treffen können, in die Geschichte der Schauspielerin Lana Vandenberg eingebunden hat.
Die Protagonistin, ihre Familie und engsten Freunde waren mir sehr sympathisch und mir haben die Charaktere gefallen, die die Autorin ihnen zugeordnet hatte.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das es wert ist gelesen zu werden. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.
Achja, was ich noch sagen wollte, der Titel passt wunderbar und zeigt uns auch mal wieder, dass das Leben doch die besten Drehbücher schreiben kann.


Achtung: Dieses Buch erscheint in der Zweitausgabe unter einem neuen Titel


erschienen am 5. August 2016

Samstag, 22. August 2015

Rezension - Die Rosenfrauen

Autorin: Cristina Caboni

Titel: Die Rosenfrauen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Die Welt der Düfte und Essenzen, in der ihr Debütroman Die Rosenfrauen spielt, ist ihre große Leidenschaft.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Elena Rossini hat ein besonderes Talent für Düfte, denn sie stammt aus einer Familie begnadeter Parfümeurinnen. Lange hat sie sich dagegen gesträubt, die Tradition fortzusetzen. Doch als Elenas Leben plötzlich zerbricht, beschließt sie kurzerhand, sich ihrem Schicksal zu stellen: Sie will herausfinden, was sich hinter dem »perfekten Parfüm« verbirgt, das eine ihrer Ahninnen entdeckt haben soll. Die Suche danach führt Elena in die Toskana und die Provence, in die Vergangenheit ihrer Familie, vor allem aber zu sich selbst – und zur Liebe ...

Meine Meinung:
Noch bewegt von den Geschehnissen auf den letzten Seiten des Buches sitze ich hier und versuche die richtigen Worte für die Rezension zu finden. Beginne ich einfach mal damit, was den Ausschlag gegeben hat, mich für dieses Buch zu interessieren. Das Cover hat mich angesprochen und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Außerdem hätte ich sehr gerne eins der kleinen Gebäcke genascht,
Anfangs lernte ich Elena kennen und ihre besondere Beziehung zu den Düften und Parfüm. Leider hatte sie es als Kind nicht leicht und sie wollte sich ihrer Begabung einfach nicht stellen. Ein weiteres einschneidendes Ereignis zwang sie dann doch dazu, vieles zu überdenken und einen anderen Weg, als geplant zu beschreiten. Sie zog von Italien nach Paris, weil ihr dort ihre beste Freundin eine Arbeitsstelle besorgt hat. Bei ihrem neuen Arbeitgeber traf sie auf viele neue Kollegen, die aber nur scheinbar nett zu ihr waren. Über einiges war ich sehr verwundert, aber das Verhalten aller Beteiligen musste wohl so sein, damit der Verlauf der Geschichte einen Sinn hat. Wobei mir Elena allerdings auch etwas zu naiv vorkam, ich hätte wahrscheinlich viel mehr hinterfragt. Aber was solls, es musste ja so sein, damit Elena ihren Weg geht und ihrem Traum immer näher kommt.
So kam es dann natürlich, dass ich einige der Beteiligten so gar nicht leiden konnte, aber die Anzahl der sympathischen war deutlich höher. Obwohl ich Elena nicht immer verstand, konnte ich sie doch sehr gut leiden und auch ihren Nachbarn Cail und seinen Hund John. Schade fand ich nur, dass auch hier die Beteiligten wieder den Fehler machten und nicht miteinander redeten, sondern vieles in sich hinein fraßen.
Auf jeden Fall hatte ich beim Lesen dieses Buches das Gefühl bald auch eine angehende Parfümeurin zu sein. Die Autorin hat sehr ausführlich über die Zusammensetzung der Düfte geschrieben, was ich sehr interessant fand. Ich konnte Elena auf der Suche nach dem "perfekte Parfüm" begleiten und erleben, wie sie alle möglichen Situationen meistert, oft mit Hilfe von Cail.
Wie die Suche nun ausgegangen ist und was sie alles erlebt hat, möchte ich hier natürlich nicht erwähnen. Auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war, was ich dort gelesen habe, konnte ich das Buch doch nicht aus der Hand legen, Das zeigt doch, dass die Autorin mich mit dem Inhalt und ihrem Schreibstil gefesselt hat.

Fazit:
Eine sehr schöne Sommerlektüre, die einen nebenbei dazu verführen kann, mal schnuppernd durch den Sommer zu gehen.

Beim Verlag blamvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 19. August 2015

Rezension - Die Frauen der Rosenvilla

Autorin: Teresa Simon

Titel: Die Frauen der Rosenvilla

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 9. Februar 2015

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne


Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die mit ihrem Mann in München lebt. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, hat sich schon seit Jugendtagen für die aufregende Geschichte der Schokolade interessiert – und liebt die wunderschöne Elbmetropole Dresden, aus der ein Teil ihrer mütterlichen Linie stammt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Anna Kepler, Erbin einer alten Schokoladendynastie, hat gerade ihre zweite Chocolaterie in der Dresdner Altstadt eröffnet. Auch die Familienvilla hat Anna wieder in Familienbesitz gebracht. Als sie den legendären Rosengarten, der der Villa einst ihren Namen gab, neu anlegt, stößt sie auf eine alte Schatulle. Sie enthält das Tagebuch einer Frau, die vor hundert Jahren in der Villa gelebt hat. Doch Anna hat noch nie von dieser Emma gehört und begibt sich auf Spurensuche. Dabei stößt sie auf ein schicksalhaftes Familiengeheimnis ...

Meine Meinung:
Diesmal habe ich mich wieder von dem ansprechenden Buchcover verleiten lassen und mich für das Buch interessiert. Und dann wollte ich gerne hinter das Geheimnis des Gartens der Villa kommen.

Anna Kepler möchte im Garten der von ihrem Großvater geerbten Villa wieder einen Rosengarten anlegen und findet dabei eine alte Schatulle. Darin befindet sich allerlei, unter anderem auch Blätter eines Tagebuches. Allerdings stellt Anna schnell fest, dass diese Blätter wohl aus mehreren Tagebüchern stammen müssen. Deshalb lernen sie und ich nun drei Frauen kennen, die in dieser Villa gewohnt haben. Wobei mich Teresa Simon mit ihrem Schreibstil heraus forderte. Sie hat Anna die Aufzeichnungen der Frauen nicht in der richtigen zeitlichen Reihenfolge lesen lassen, was für mich auch erhöhte Konzentration bedeutete. Aber ich habe nicht aufgegeben, denn die Erlebnisse der Frauen waren sehr interessant. Natürlich habe ich ebenfalls vieles über Anne und ihr Leben in der Gegenwart erfahren. Zu gerne würde ich mal zur Blütezeit ihrer Rosen durch den Garten gehen und von ihren Pralinen hätte ich mit Sicherheit nicht nur eine probieren wollen. Deshalb fand ich die Rezepte am Ende des Buches auch ganz toll. Mal sehen, ob ich das eine oder andere mal ausprobieren werde.

Teresa Simon hat es geschafft und mich an ihr Buch gefesselt. Ich erwähnte ja schon, dass ich die Erlebnisse der Frauen sehr interessant fand. Zumal die damaligen Ereignisse in Deutschland auch eine wichtige Rolle spielten. Von 1892 bis 1940 ist so vieles passiert, was auch das Schicksal der beteiligten Frauen beeinflusst hat. Was denn nun wirklich das große Geheimnis war, verrate ich hier nicht. Ich hatte zwischendurch schon mal die eine oder andere Idee, wie alles zusammenhängen könnte, aber mit diesem Ende und der Auflösung hatte ich dann doch nicht gerechnet.

Fazit:
Ein sehr kurzweiliges Buch über die Frauen der Rosenvilla. Gerne empfehle ich es als Sommerlektüre.

Dem Verlag Heyne möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken.

Rezension - Zurück zu ihr


Autorinnen: Elke Becker, Joleen Carter, 
                  Johanna Danninger, Babsy Tom, 
                  Greta Milan, Ramona Seidl

Titel: Zurück zu ihr

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 19. August 2015

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene





Normalerweise stelle ich an dieser Stelle den Autor des Buches vor. Allerdings würde dies den Rahmen sprengen und deshalb mache ich sofort weiter mit der

Kurzbeschreibung, übernommen:
Unüberwindbar scheint die Zeit - wenn zwei Liebende durch das Schicksal getrennt werden. Was bleibt ist die Sehnsucht und die Hoffnung, dass ihre Liebe immer stärker sein wird, als jegliches Hindernis auf ihrem Weg ...
Eine silberne Taschenuhr, verloren im Tosen des Zweiten Weltkrieges, wird Zeugin einiger solcher Begegnungen. Auf ihrer jahrzehntelangen Reise um die Welt, wechselt sie nicht nur einmal ihren Besitzer und beeinflusst dabei so manche Entscheidung. Begleite die Uhr auf ihrem Weg und erlebe sieben wundervolle Liebesgeschichten. Tragisch, erfüllend, denkwürdig und nachhaltig wie das Leben selbst.

Meine Meinung:
"Zurück zu ihr" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Autorinnen Elke Becker, Joleen Carter, Johanna Danninger, Greta Milán, Ramona Seidl und Babsy Tom. Dies hatte ich noch als weitere Information, bevor ich das Buch gelesen habe. Und nun kann ich sagen, es ist den Autorinnen wunderbar gelungen. Die Geschichten haben mich sehr bewegt und jede hatte etwas besonders. Ich  konnte die Uhr über Jahrzehnte begleiten und es war wirklich interessant,  wem sie immer gehörte und was die Besitzer selbst erlebt haben. Ein Stück deutsche Geschichte spielt dabei eine große Rolle

Ich möchte hier jetzt nicht auf jede einzelne Geschichte eingehen, dadurch würde ich anderen Leserinnen zu viel verraten. Da jede Autorin ein anderes Kapitel geschrieben hat, interessierte es mich sehr, wie die Zusammenarbeit abgelaufen ist. Ich habe Elke Becker mit meinen Fragen gelöchert. Ich wollte wissen, ob es Vorgaben gab, durfte jede schreiben, was sie wollte. Hat die nächste Autorin immer an die vorherige Geschichte anknüpfen müssen?
Ich habe auch Antworten auf meine Fragen bekomme, die ich hier aber nicht so ausführlich weitergebe, wie ich sie bekommen habe. Denn meine Fragen kamen natürlich nachdem ich das Buch gelesen hatte und ich den Inhalt kannte.

Den Autorinnen war klar, dass die Taschenuhr die Hauptrolle spielen sollte und alles im 2. Weltkrieg beginnt. So stand der Anfang fest und es wurde auch festgelegt, wer zum Schluss die Taschenuhr erhalten sollte. Danach sagte jeder, welchen Zeitraum er schreiben möchte und in welchem Land die Geschichte spielt. Es wurde auch festgelegt, wer die Uhr besitzen würde. Jeweils vor und nach der eigenen Geschichte wurde festgelegt, wer die Uhr hat und wer sie erhalten soll. Danach war jeder frei in seiner Geschichte - nur die "Übergabe" und der anschließende Besitzer wurde festgelegt. Es sollte ja für den Leser einen fließenden Übergang geben, der rund ist und keine Lücken aufweist. Wenn anschließend doch noch ein Haken war, dann wurde der noch nach gemeinschaftlicher Absprache angeglichen. 
Wie ich schon erwähnte bin ich der Meinung, dass den Autorinnen diese Zusammenarbeit wunderbar gelungen ist. Mich haben die Geschichten sehr berührt und am Ende hatte ich sogar ein paar Tränen in den Augen. Und das mir, wo ich doch eigentlich kein allzu großer Freund von Kurzgeschichten bin. Aber ich fand das alles ganz in Ordnung und sollte ich am Ende einer Geschichte noch Fragen haben, dann konnte ich mir selber ausmalen, was noch hätte geschehen können.
Jede Autorin hat natürlich in ihrem eigenen Schreibstil ihre Geschichte geschrieben, was dem Buch noch eine besondere Würze gab.

Fazit:
Ich weiß jetzt zwar nicht, wie aufwändig dies alles war, aber ich würde mich freuen, wenn ich öfter solche Bücher zum Lesen bekomme. Und es sollte jedem nun klar sein, dass ich eine eindeutige Leseempfehlung für dieses Buch abgebe.

Montag, 17. August 2015

Rezension - Vergoogelt!



Autorin: Julia K. Stein

Titel: Vergoogelt!

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. August 2015

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Julia K. Stein wurde in einer Kleinstadt im Ruhrgebiet geboren. Sie hat in Kalifornien und an der Ostküste der USA Literatur studiert, einen Magister der Philosophie und über Literatur promoviert. Davon merkt man in ihren Büchern allerdings (glücklicherweise) nichts. Sie hat Kurzgeschichten, Gedichte und Sachbücher veröffentlicht. Heute lebt sie in München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Lena könnte nicht glücklicher sein. Sie ist mit ihrem Traummann zusammen und betreibt einen beliebten Blog. Doch wie viel Facebook, Twitter und Selfies verträgt eine Beziehung? Und warum verwirrt sie der attraktive Blogger David mehr als sie zugeben will? Als eine alte Rivalin und die viel zu junge Freundin ihres Vaters auf der Bildfläche erscheinen, gerät alles in Gefahr, was Lena sich hart erkämpft hat. Muss Lena sich zwischen Liebe und Karriere (und Smartphone!) entscheiden?

Meine Meinung:
Oh, oh, da hält einem die Autorin mit diesem unterhaltsamen Roman ganz schön einen Spiegel vor Augen. Wer kennt das nicht, man möchte mal eben schnell etwas bei Google nachsehen oder sucht bei YouTube ein Video und bemerkt nach einer Ewigkeit, dass aus "mal kurz eben" ganz schön lange geworden ist. Nun, nicht jeder zieht sich diesen Schuh an, aber nachdenklich macht es einen schon,

Lena, die Protagonistin dieses Buches trifft es besonders schwer, denn sie will mit ihrem Blog Geld verdienen, richtig viel Geld und merkt gar nicht, dass sie dadurch  süchtig wird. Immer wieder muss sie nachsehen, ob jemand auf einen Beitrag geantwortet hat oder wie viele "Follower" sie hat. Wer sich darunter nicht so recht etwas vorstellen kann, ist nach der Lektüre dieses Buches bestens informiert. Ich persönlich habe mich noch nie mit Twitter beschäftigt und komme zu dem Schluss, es auch weiterhin nicht zu machen ;)

Julia K. Stein hat mich mit ihrem flüssig geschriebenen Roman sehr gut unterhalten. Wäre ich nicht immer wieder gestört worden, wie zum Beispiel durch schlafen in der Nacht, hätte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Denn natürlich gibt es für Lena auch ein reales Leben, was sie sehr fordert und mich neugierig gemacht hat. Wobei ich allerdings bei ihr das Gefühl nicht los wurde, dass sie sich oft ziemlich naiv verhält. Deshalb fiel es mir auch sehr schwer, sie in mein Leserherz zu schließen. Björn, ihren Freund mochte ich da schon eher, konnte ich ihn doch auch sehr gut verstehen. Zeigt mir das jetzt, dass ich selber noch nicht hoffnungslos verloren und noch nicht ganz soooo süchtig nach dem WWW bin?  Wie auch immer, der Verlauf der Geschichte und vor allem das Ende hat mir gefallen und am Ende mochte ich Lena auch besser leiden.

Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut, es ist sehr liebevoll gestaltet und beinhaltet so viele kleine Informationen, die ich hier aber nicht verrate, dies soll jeder selber herausfinden.

Fazit:
Inzwischen weiß ich, dass dieses Buch das zweite ist, in dem Lena die Hauptrolle spielt. Aber die Geschichte ist in sich geschlossen und ich hatte nicht das Gefühl, etwas an Informationen zu vermissen. Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung und vielleicht wollen ganz Neugierige zuerst "Liebe kann man nicht googeln" lesen.

Sonntag, 16. August 2015

Rezension - Sizilianisches Blut

Autorin: Ann Baiano

Titel: Sizilianische Blut

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 13. Juli 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Leider ist es mir nicht gelungen, mehr Informationen über die Autorin zu finden:
Ann Baiano ist ein Pseudonym. Die Autorin lebt in Deutschland und in Palermo. "Sizilianisches Blut" ist ihr erster Roman.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ende August, graue Wolken verdunkeln den Sommerhimmel Palermos. In der drückenden Schwüle des Nachmittags erfährt der Reporter Luca Santangelo von der Ermordung seiner Ex-Freundin, der Ballett-Tänzerin Laura. Schockiert macht er sich daran, die Hintergründe des Verbrechens herauszufinden. Zumal Lauras neuer Geliebter in den Fall verwickelt zu sein scheint: Manfredi Guarnieri, Baron von Montevago, dessen Familie auf ausgedehnten Ländereien Wein und Oliven anbaut und der als Teil der sizilianischen feinen Gesellschaft und ihrer Vetternwirtschaft für all das steht, was Luca an seiner Heimat verabscheut. Die Spur führt in ein dichtes Geflecht von Betrügereien, Eifersucht und Gier – und tief in die faszinierende Vergangenheit der Insel, zu einem lang vergessenen Mord in den Olivenhainen eines adeligen Gutes …

Meine Meinung:
Krimis, die auf Sizilien spielen und deren Protagonist ein Commissario ist, kenne ich einige und habe sie mit Begeisterung gelesen. Als ich neulich auf dieses Buch aufmerksam wurde, hat es natürlich meine Neugierde geweckt, zumal der Klappentext sich sehr vielversprechend las und ich wissen wollte, wie und was andere Autoren über Sizilien schreiben.

Der Reporter Luca Santangelo erfährt, dass seine Ex-Freundin ermordet wurde und will natürlich wissen, wie es dazu kam und wer der Mörder ist. Und schon steckten wir beide in einen interessanten Fall. Luca, weil ihm einiges merkwürdig vorkam und ich, weil ich nun mal neugierig bin. Ich war ja auch in Sicherheit und brauchte nur das Buch zu lesen. Luca musste sich mit allen möglichen Leuten herumschlagen, was nicht immer ganz ungefährlich war. Denn wie ich vermutet hatte, gab es auch in diesem Buch die Mächtigen, die Spuren verwischen, unschuldige Menschen ausnutzen und jede Menge Einfluss auf alles mögliche nahmen und vor nichts zurück schreckten.

Ann Baiano bietet uns Leser zwei Erzählstränge, die in verschiedenen Zeiten spielen. Ziemlich schnell hatte ich den Zusammenhang erkannt und war am Ende trotzdem überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet.
Luca und seine Freunde waren mir sehr sympathisch, die Geschichte mich hat gefesselt, sie hätte aber durchaus etwas spannender sein können.
Interessant fand ich, dass ich durch die Erzählung aus der Vergangenheit einiges über die Geschichte der Insel erfahren habe und in der Gegenwart wurde ein Thema eingebunden, was durchaus wahr sein kann und somit ziemlich aktuell ist.

Fazit:
Es stimmt schon, wenn gesagt wird, manchmal schließt sich der Kreis und wenn es erst Generationen später ist. Sehr gut hat die Autorin beschrieben, was alles aufgedeckt wird, wenn ein Reporter den Mörder seiner Ex-Freundin finden will.

Dienstag, 11. August 2015

Rezension - Als Papst lebt man gefährlich


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Als Papst lebt man gefährlich

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 29. Juli 2015

Seiten: 164

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Weiter geht’s mit der Geschichte um den – leider fiktiven - Papst Leo XV. Nachdem sich Leos Sicht der Dinge - durch seinen unfreiwilligen „Heimaturlaub“ und den Kontakt zu seinen Jugendfreunden Erika und Clemens – in manchen Bereichen veränderte, hat er’s im Vatikan nicht leicht. Den einen ist er nun zu fortschrittlich, den anderen immer noch zu konservativ. Wie gut, dass er Erika in den Vatikan geholt hat, um die von ihm eingesetzte Reformkommission zu leiten. Doch Erikas Anwesenheit sorgt ebenso für Unmut, wie Leos Bemühungen, in der Vatikanbank aufzuräumen. Während Erika versucht, Leos Reformeifer anzukurbeln, und nach und nach bemerkt, wie tief ihre Gefühle für ihn immer noch sind, denken andere darüber nach, wie man sich des ungeliebten Papstes endgültig entledigen könnte …

Meine Meinung:
Ich fand es schon toll, wie Brigitte Teufl-Heimhilcher in ihrem Buch "Die andere Schwester des Papstes" verschiedene brisante Kirchenthemen hat einfließen lassen. Deshalb freute ich mich auf ein weiteres Buch und war gespannt, was sich alles hinter dem Buchtitel verbirgt. Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin hat auch diesmal wieder fiktive mit realen  Themen verknüpft und so einen unterhaltsamen und vor allem spannenden Roman geschrieben.  Wobei ich durchaus einige der fiktiven Themen sehr glaubhaft finde. Manchen Gruppen traue ich eben sehr viel zu, vor allem, wenn sie um ihre Annehmlichkeiten fürchten müssen.

Auf jeden Fall war ich sofort auf der Seite von Leo und Erika, die mir beide sehr sympathisch waren. Beiden habe ich es gegönnt, dass sie es schaffen werden und wenigstens einiges, was sie sich vorgenommen hatten, durchsetzen konnten. Zuvor hatten sie aber noch ganz andere Probleme zu lösen, die durchaus lebensgefährlich enden konnten. Mehr werde ich dazu aber nicht verraten.

Ich erwähnte ja schon, dass die Autorin reales und fiktives miteinander verknüpft hat. Deshalb musste sie auch keine Namen nennen, jeder wusste wer mit diesem verschwenderischen Bischof gemeint war.

Obwohl ich das Buchcover sehr aussagekräftig finde, kann es mich nicht so richtig begeistern. Allerdings könnte ich jetzt auch keinen besseren Vorschlag machen.

Fazit:
Ich habe dieses Buch mal wieder verschlungen und empfehle es sehr gerne weiter. Als Leser erleben wir einen Zeitabschnitt aus dem Leben eines Papstes, der im Grunde ein sehr einsames und gefährliches Leben führt.

Sonntag, 9. August 2015

Rezension - Liebe kommt im Schottenrock


Autorin: Martina Gercke

Titel: Liebe kommt im Schottenrock

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 7. August 2015

Seiten: 235

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Neben ihrer Arbeit als Purser bei einer großen Deutschen Luftfahrtgesellschaft, schreibt sie Liebesromane. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Ihre Kinder war zunächst die treibende Kraft, die sie bewegten ihre ausgedachten Gute-Nacht Geschichten aufzuschreiben. Nachdem Martina Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Martina Gercke schließlich dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Klatschreporterin Cassie Devinmoore hat ihr Leben im Griff. Zusammen mit ihren Freundinnen Emily, Taylor und Olive lebt sie in einer schicken WG im angesagten Londonerviertel Portobello. Als sie jedoch den Shootingstar der Serie "Highlander Kisses" interviewen soll, ist sie nicht sonderlich erfreut, denn der gutaussehende Sam MacLeod verkörpert alles, was Cassie nicht mag: Schottland und Schauspieler. Missmutig bricht sie nach Applecross, einem kleinen Dorf im Norden Schottlands, auf. Dummerweise ist Sam MacLeod ebenfalls nicht begeistert darüber, dass ausgerechnet die Reporterin ein Interview mit ihm führen soll, die ihn in ihrer Kolumne vor knapp ei-nem Jahr bereits bloßgestellt hat. Doch dann läuft Cassie ein Schaf über den Weg und plötzlich kommt alles anders als geplant ...

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja kein so großer Fan von Liebesromanen, aber für die Bücher von Martina Gercke mache ich gerne immer wieder eine Ausnahme. Außerdem bin ich schon lange ein Fan von Büchern, die in Schottland spielen und in denen gut aussehende Schotten beteiligt waren. Damit habe ich dann gleich auch den Unterschied zwischen mir und der Protagonistin Cassie gefunden. Sie als Engländerin kann die Schotten so gar nicht leiden und war überhaupt nicht begeistert, als sie den Auftrag bekam, Sam MacLeod für ihre Zeitung zu interviewen. Na, das konnte ja heiter werden, dachte ich bei mir und war gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln würde.

So begleitete ich Cassie also auf ihre Fahrt nach Applecross und lernte nebenbei wieder einiges von Schottland kennen, wobei mir viele Ortsnamen bekannt vorkamen, was ich toll fand. Martina Gercke hat die Gegend wirklich gut beschrieben, ich hatte alles wunderbar vor Augen und habe mir trotzdem zusätzlich alles bei Google Earth angesehen.

Anfangs konnte ich mich mit Cassie noch nicht so richtig anfreunden, was sich aber im Laufe der Geschichte sehr änderte. Sam McLeod fand ich sehr sympathisch, allerdings habe ich zwischendurch mit ihm schimpfen müssen, weil ich sein Verhalten nicht  unbedingt gut heißen konnte. Man merkt, ich war mal wieder  mittendrin im Geschehen und habe zu vielem meine Kommentare abgegeben. Manchmal ist es schon gut, dass mich niemand beim Lesen beobachten kann.

Wie bei vielen Liebesromanen üblich, ist das Ende vorhersehbar, da kommt es dann oft auf den Weg dahin an und da hatte Martina Gercke einige Überraschungen auf Lager. Natürlich werde ich hier nichts verraten, aber mich hat das Buch mal wieder gefesselt und ich habe es, wie so oft, in einem Rutsch gelesen.

Neben Cassie und Sam lernte ich noch viele andere Beteiligte kennen, wobei mir am allerbesten Cassies Freundin Taylor gefallen hat. Da ich ja nun weiß, dass dieses Buch das erste einer Serie ist, die von den "Portobello Girls" erzählt, bin ich mir sicher, dass ich noch einiges von Taylor und den anderen Freundinnen von Cassie zu lesen bekomme.

Das Buchcover gefällt mir gut, natürlich findet sich der Inhalt des Buches dort wieder. Schließlich spielen Schottenmuster und ganz besonders ein Schaf eine sehr große Rolle.

Fazit:
Dieses Buch empfehle ich sehr gerne, denn es eignet sich hervorragend als Sommerlektüre. Außerdem wird so einiges miteinander verknüpft - Reise - Romanze und Humor.

Ich hatte das Vergnügen, dieses Buch als Testleserin vorab lesen zu dürfen. Darüber habe ich mich sehr gefreut und vor allem über den Austausch mit Dir, liebe Martina.

Freitag, 7. August 2015

Rezension - 8 Pfoten und ein Traummann


Autorin: Poppy J. Anderson

Titel: 8 Pfoten und ein Traummann

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 31. Juli 2015

Seiten: 119

Altersempfehlung: Erwachsene


Poppy J. Anderson ist das Pseudonym einer deutschen Autorin mit amerikanischer Verwandtschaft, die an deutschen als auch ausländischen Universitäten studiert hat. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit schreibt sie in ihrer Freizeit moderne Liebesgeschichten, spielt mit ihrem Hund, beschäftigt sich mit ihrem vergötterten Patenkind und liebt es, Sport zu schauen! Vor allem deutschen Fußball und US-Football! Bereits seit ihrem 12. Lebensjahr erfindet sie Geschichten und hat mit "Touchdown fürs Glück" ihren ersten Roman veröffentlicht. Für ihre Romanhandlungen wird sie von alltäglichen Begebenheiten, witzigen Vorkommnissen aus ihrem Freundeskreis und plötzlichen Ideen inspiriert. Sie sagt, dass ihre Leser/innen bei der Lektüre lachen, weinen, schmunzeln und seufzen sollen - Hauptsache, sie freuen sich am Ende des Buches über das Happyend.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich sollte Alexis Grayson im pulsierenden Miami sein, um dort die aufsehenerregendste Party des Jahres zu organisieren und endlich die heiß ersehnte Beförderung zu erhalten, auf die sie hart hingearbeitet hat. Doch dann kommt es anders, als die Eventmanagerin gedacht hat, und sie fährt mit einem klapprigen Mietauto ins beschauliche Hailsboro, um dort die Einhundertfünfzig-Jahr-Feier der Stadt zu organisieren. Ausgerechnet auf dem Weg dorthin stößt sie auf ein ausgesetztes Hundepaar, das sie vor dem Hitzetod rettet und anschließend einfach nicht loswird. In Hailsboro wird ihr schnell bewusst, dass die Uhren auf dem Land anders ticken als in der Stadt, dass die Organisation der Feier ständig von einer Gruppe älterer Damen torpediert wird, die sie mit ihren ausgefallenen Vorstellungen beinahe in den Wahnsinn treiben, und dass die beiden Hunde ihr Übriges tun, um Alexis um den Verstand zu bringen. Der einzige Lichtblick in diesem Chaos ist der attraktive Tierarzt Henry – doch dieser scheint mit Alexis nichts anfangen zu können.

Meine Meinung:
Ich glaube, ich gehöre wohl zu den wenigen Leserinnen, die kaum ein Buch von Poppy J. Anderson gelesen haben. Das mag aber vielleicht daran liegen, dass ich halt lieber Krimis und historische Romane lese. Im vergangenen Jahr hatte ich bei einer Sommeraktion ein Buch von ihr gewonnen, was mir auch gefallen hat.
Und jetzt kann ich gestehen, dass mich das niedliche Buchcover zum  Kauf dieses Buch verführt hat. Die beiden Welpen sind wirklich zum Knuddeln und ich kann die Frauen von Hailsboro verstehen, wenn sie bei dem Anblick dahin schmolzen.
Es hat mir sehr viel Spaß bereitet die wirklich schöne Geschichte zu lesen. Allerdings ist es einfach nicht mehr meine Welt mit diesen jungen Frauen, die besondere Berufe haben und mit großem Ehrgeiz ihre Karriere voran treiben.
Die Protagonistin Alexis war mir sympathisch und ich fand es besonders witzig, dass sie immer wieder behauptete nicht mit Tieren umgehen zu können und dann alles für die beiden kleinen kauft und macht. Der Tierarzt hat es ja nicht nur den Frauen im Buch angetan, auch ich war begeistert von ihm, aber wohl eher, weil er so ein großes Herz für Tiere hatte und alles andere wunderbar im Griff hatte.
Aber es dreht sich ja nicht nur um die Hunde und dem Arzt in diesem Buch. Schließlich hat Alexis dort einen Job zu erledigen und die Autorin hat sehr humorvoll geschildert, was Alexis dabei alles berücksichtigen soll und wie sie mit den älteren Damen hervorragend umgeht. Zu gerne wäre ich mal Mäuschen auf so einer Sitzung gewesen und hätte alles beobachten können.

Fazit:
Eine schöne Kombination von Tier-RomanzeAlltag findet die Leserin in diesem Buch, was sich hervorragend als Sommerlektüre eignet.

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension - Ein Pastor zum Verlieben


Autorin: Regina Mengel 

Titel: Ein Pastor zum Verlieben  

Genre: Frauenroman 

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Dezember 2013 

Seiten: 294

Altersempfehlung: Erwachsene



 Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder Hörbuch veröffentlicht. Wer mehr über Regina Mengel wissen möchte, ist herzlich auf ihre Homepage eingeladen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
"Ein Pfaffe kommt mir nicht ins Haus." Da ist sich Saskia sicher. Schließlich steht sie sowieso mehr auf die echten Kerle, vorzugsweise Bad Boys mit gut definierten Bauchmuskeln. Und dieser Jan ist zwar niedlich, aber eben auch viel zu schüchtern. Nur merkwürdig, dass sie gerade ihn schon wenige Wochen später in ihr Gästezimmer einlädt. Und dann, als wäre Saskias Leben nicht schon verrückt genug, tauchen auf dem Friedhof Leichen auf, die dort nicht hingehören. Bald ist klar: Es handelt sich um Mord. Ausgerechnet ihr bescheuerter Exfreund entpuppt sich als der zuständige Kriminalbeamte. Logisch, dass sich da Saskia berufen fühlt, die Sache aufzuklären. Und Jan? Der punktet auf seine eigene Weise.

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Hochzeit mit Huhn" gelesen hatte, war ich neugierig auf dieses. Zumal mir die Beteiligten ja zum größten Teil bekannt waren. Diesmal drehte sich alles um Saskia, die mir im ersten Buch sehr sympathisch war, aber das hat sich nun total geändert. Mir hat es einfach nicht gefallen, dass sie immer so laut sein musste und ihr Verhalten fand ich meist unmöglich. Leider kann ich das nicht erklären, weil ich dann zu viel verraten müsste.

Warum ich das Buch bis zum Ende gelesen habe, mag sich nun mancher fragen. Tja, der Krimianteil hat mich gelockt. Ich wollte doch wissen, wer der Täter ist.  Die Autorin hat es verstanden, durch geschickt eingeschobene Zwischenspiele die Spannung zu erhöhen. Sie hat mich auf eine Spur gebracht, bis mir am Ende der Gedanke kam: Ach, so verhält es sich, alles klar.

Fazit:
Ich sollte nun wirklich mal die Finger von den Frauenromanen lassen, denn es zeigt sich, dass die meisten mich einfach nicht mehr überzeugen können. Schade, aber es gibt ja zum Glück für mich noch genügend andere Genre und zum Glück der Autoren reichlich Leserinnen, die an diesem Buch Gefallen finden werden.

Rezension - Worte in meiner Hand


Autorin: Guinevere Glasfurd

Titel: Worte in meiner Hand

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 7. August 2015

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag:  List


Die Autorin Guinevere Glasfurd ist im bergigen Norden Englands aufgewachsen, doch jetzt lebt sie in einer der flachsten Gegenden der Welt, am Rand der Fens nahe Cambridge, gemeinsam mit Ehemann, Tochter und zwei Katzen. Die Arbeit an "Worte in meiner Hand" ist vom Arts Council England gefördert worden. Guinevere Glasfurds Texte sind immer wieder ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem TLC's Pen Factor Award.

Kurzbeschreibung, übernommen:
René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte
Amsterdam, 1630er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein großes Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben und geht mit offenen Augen durch die Welt. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und Helena ist angewiesen, ihn „Monsieur“ zu nennen. Der Fremde zieht viele Besucher an, und sie erfährt seinen echten Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was unmöglich ist: Sie ist Calvinistin, er Katholik. Sie ist nur eine einfache Magd, er Europas aufstrebender Philosoph. Die beiden sind zwei kühne, mitreißende Geister, die sich von dem Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten lassen.

Meine Meinung:  
Da ich gerne historische Bücher lese, hat mich zunächst die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Ich gestehe, dass ich auf die Namen der Protagonisten gar nicht geachtet hatte, weil sie mir auch nichts sagten. Nachdem ich mich aber mehr über das Buch informiert hatte, freute ich mich regelrecht darauf es zu lesen. Denn ganz besonders mag ich Bücher über Personen, die tatsächlich gelebt haben. Leider ist nicht immer alles über deren Leben  überliefert und dann finde ich es ganz lobenswert, wenn Autoren sich die Arbeit machen und aus dem bisschen an Informationen, die bekannt sind, einen Roman schreiben.

Der Autorin ist es wunderbar gelungen. Sie hat es geschafft und ein wirklich fesselndes Buch geschrieben, über das, wie es gewesen sein könnte. Um dies möglich zu machen, hat sie sehr ausführlich recherchiert. So habe ich nicht nur etwas über Helena Jans van der Strom erfahren, sondern auch etwas über den Alltag einer Magd zu der damaligen Zeit. Es war sehr selten, dass Frauen damals lesen und schreiben konnten, zumindest hielten Männer nichts davon und traten mit der bekannten Überheblichkeit auf, wenn Frauen dies bekannt machten und vielleicht sogar Geld damit verdienen wollten.  René Descartes, soviel weiß ich nun, war ein bekannter französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Irgendwie muss er Helena kennen gelernt haben. Wie die beiden zueinander gefunden haben könnten und wie sie damit umgingen, ein gemeinsames Kind zu haben, fand ich ebenfalls sehr gut beschrieben. Die Autorin musste dabei ja berücksichtigen, wie die Leute zu der damaligen Zeit mit dieser Situation umgingen. Leicht war es bestimmt nicht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde in verschiedene Zeitabschnitte gegliedert, die Überschriften sagten immer etwas über den Inhalt in diesen Kapiteln aus. Damit die Geschichte abgerundet ist und keine Lücken aufweist, wurden verschiedene Personen erfunden. Ich fand, dass sie sehr gut eingefügt wurden und ich hatte das Gefühl, dass es genau so gewesen sein könnte. Einzig den Bruder und sein Verhalten hat mir nicht gefallen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass damals so gehandelt wurde.


Fazit:
Ein wunderbares Buch, das die Zeit um 1640 wiederspiegelt. Sehr gut zu lesen und vor allem informativ, ohne langweilig zu sein.

Ich möchte mich beim Verlag recht herzlich für dieses Buch bedanken.

Dienstag, 4. August 2015

Rezension - Einmal Himmelblau und zurück



Autorin: Andrea Bielfeldt

Titel: Einmal Himmelblau und zurück

Genre: Frauenroman, Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. November 2013

Seiten: 172

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Andrea Bielfeldt, geboren 1973, sagt über sich selber:
„Ohne ein Ziel bin ich wie ein Schiff in dunkler Nacht auf offener See ohne Orientierung. Mein Ziel ist das Leuchtfeuer in dieser Nacht, das mir den richtigen Weg weist!“ Wer jetzt noch mehr über sie erfahren möchte, kann dies gerne auf ihrer Seite nachlesen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Einmal Himmelblau und zurück ist eine humorvolle Liebesgeschichte mit Tiefgang zum Lachen, Weinen und Träumen. Sie erzählt von der 28-jährigen Johanna, einer jungen Single Frau, die mit wackeligen Beinen im Leben steht. Nicht ganz unschuldig daran ist eine Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Tom, ein homosexueller Frauenversteher, ist ihr einziger Vertrauter. Ihr Motto - Liebe auf den ersten Blick gibt es nur im Märchen - wird über den Haufen geworfen, als sie kurz vor Weihnachten dem attraktiven John begegnet. Auch er scheint ihr gegenüber nicht abgeneigt zu sein und so beginnt für beide eine Nacht voller Turbulenzen …


Meine Meinung:
Huch, das war jetzt aber mal eine superflotte Geschichte. Jo und John lernen sich auf dem Weihnachtsmarkt kennen und Stunden später kommen sie sich sehr nahe und müssen sich schon wieder trennen. Dieses Zusammensein hinterlässt bei beiden Spuren und sie können sich einfach nicht vergessen. Manchmal geht das Schicksal aber auch verrückte Wege und manche Entscheidungen stimmen einen nicht immer glücklich. Ich selber hatte auch manches Mal die eine oder andere Träne in den Augen. Die Stellen verrate ich hier natürlich nicht.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil kann ich erleben, wie die beiden sich kennen lernen und die kurze Zeit miteinander verbringen. Im zweiten Teil erfahre ich einiges von ihnen, denn sie tauschen ihre Gedanken schriftlich aus und im dritten Teil, tja, da warten einige Überraschungen auf mich und natürlich auch auf Jo.
Die Protagonistin Jo ist mir sehr sympathisch und ich fühle in allem mit ihr. Ihren besten Freund Tom kann auch sehr gut leiden, denn er ist für Jo immer da und eine große Stütze.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sehr witzig, aber auch sehr einfühlsam erzählt sie die Geschichte um Jo und John. Wobei ich mich immer wieder über Jo amüsieren musste. Da die Geschichte sehr flüssig geschrieben war, habe ich das Buch auch in einem Rutsch lesen können, was mir ja immer am besten gefällt.


Fazit:
Das Buch spielt zur Weihnachtszeit und ich werde es auch bei meinen Weihnachtsbüchern einordnen. Aber natürlich kann es auch jetzt im Sommer sehr gut gelesen werden. Egal, zu jeder Jahreszeit bereitet es ein großes Lesevergnügen.

Rezension - Lerchenküsse


Autorin: Cornelia Lotter

Titel: Lerchenküsse

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Juli 2015

Seiten: 206

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Cornelia Lotter Geboren 1959 in Weimar, in Thüringen zur Schule gegangen und studiert (auf Lehramt), 2 Jahre im Schuldienst, nach Stellung eines Ausreiseantrags 2 Jahre Arbeit als Altenpflegerin, 1984 Übersiedlung nach Tübingen. Umschulung zur Industriekauffrau, seit 1987 Arbeit als Sekretärin. Schreibt schon immer, Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien sowie unter Pseudonym in verschiedenen Verlagen und als eBooks.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sophie Ruckaberle, 36 Jahre jung, Urschwäbin, zieht nach Leipzig, um dort einen Erotikshop für Frauen zu eröffnen. Nebenbei hofft sie, in der angesagten Sachsenmetropole auf ihren Mister Right zu treffen. In der Gestalt des smarten Maklers Matthias begegnet ihr gleich der erste Kandidat. Und auch der Enkel ihrer Nachbarin macht ihr Avancen. Doch es gibt auch jede Menge Probleme beim Start in der Wahlheimat, deren Lösung Sophie mit Witz und Charme angeht. Wird sich Sophie gegen pfeifende Kakadus und picklige Kreditberater durchsetzen und ihren Traum verwirklichen können? Eine spritzige und romantische Sommerkomödie, ein Gute-Laune-Buch und eine Hommage an die Stadt Leipzig.

Meine Meinung:
Dies war wieder ein Buch, das durch das wunderschöne Cover meine Aufmerksamkeit erregte. Als ich dann las, dass die Geschichte in Leipzig spielt, war ich besonders neugierig. Denn ich weiß, dass in Leipzig der Begriff Lerche eine besondere Bewandtnis hat und ich wollte wissen, was denn nun mit den Lerchenküssen auf sich hat.

Ich lernte Sophie kennen, die aus dem Schwabenland nach Leipzig ziehen will und dort einen kompletten Neustart plant. Soweit ist es ja nichts besonderes, allerdings hat sie die Idee dort einen Erotikshop zu eröffnen. Ich war gespannt, ob ihr das gelingen würde. So begleitete ich Sophie bei der Suche nach einer neuen Wohnung und später dann nach einem Ladenlokal. Dabei lernt sie sehr viele interessante und hilfsbereite Menschen kennen. Aber es gibt trotzdem noch einiges, womit sie fertig werden musste. Ihre Eltern bringen nicht gerade großes Verständnis auf und in der Umgebung ihrer neuen Wohnung gibt es jede Menge Geräuschquellen.

Wie es so in einer neuen Stadt  ist, gibt es vieles zu sehen und zu entdecken. Sophie besucht alleine oder mit Besuch aus der Heimat viele Sehenswürdigkeiten in Leipzig. Das hat mir sehr gut gefallen. Denn ich war nun zweimal in der Stadt, die mich gefallen hat und ich freute mich, dass ich mit Hilfe von Sophie einiges noch einmal besuchen konnte. Schließlich war ich ja bei ihr und somit mitten drin im Geschehen. Und die Erklärung der Lerchenküsse fand ich ebenfalls im Laufe der Geschichte, aber hier werde ich darüber nichts verraten.

Dieses Buch ist nun das dritte, das ich von Cornelia Lotter gelesen habe. Jedes Mal war es für mich ein anderes Genre und jedes Mal hat sie mich mit ihrem Schreibstil an das Buch gefesselt.

Fazit:
Ich habe dieses Buch für mich im Genre Frauenroman eingeordnet und kann allen, die nach einer leichten Sommerlektüre suchen, dieses Buch empfehlen.