Mittwoch, 6. Januar 2021

Rezension - Die Protestantin


Autorin: Gina Mayer

Titel: Die Protestantin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2012

Seiten: 600

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kaiserswerth im Jahre 1822. Johanne hat nur einen großen Wunsch: Sie möchte der Armut entkommen und ihr trostloses Elternhaus verlassen. Doch der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt ihre Klugheit und Reife. Er ermutigt sie, ihm in seiner Gemeinde zu helfen. Dabei ist schnell offensichtlich, dass Johanne die ideale Gattin für den ehrgeizigen Pastor wäre. Sie aber lehnt eine Ehe ab und wählt die Freiheit. Fliedner und Johanne bleiben enge Vertraute, verbunden durch ihren Glauben und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth. 
Johannes Hoffnung, ihre jüngere Schwester Catharine, die zu ihr zieht, würde sich ebenso stark in der Kirche wiederfinden wie sie selbst, wird enttäuscht. Catharine geht ihren eigenen Weg. Mit ihrem Geliebten stürzt sie sich 1848 in die Revolution. Zwischen den Schwestern entbrennt ein heftiger Kampf um die persönlichen Überzeugungen. Erst ihre gemeinsame Pflegetochter Magdalena scheint erfolgreich darin zu sein, Glaube, Liebe und politische Überzeugung in Einklang zu bringen.


Meine Meinung:
Meine Vorliebe für historische Bücher ist bekannt. Wenn ich dann noch feststelle, dass die Handlung sich in Kaiserswerth, heute ein Stadtteil von Düsseldorf, abspielt und ich die Diakonie und Umgebung kenne, muss ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte. 
Zunächst lernte ich Johanne König kennen und musste erleben, wie schwer es Protestanten vor rund zweihundert Jahren hatten. Besonders dann, wenn die Familie zu den Armen gehörte. Die Unterschiede in den Gesellschaftsschichten waren enorm. Der junge Pastor Theodor Fliedner musste dies auch feststellen, als er seinen Dienst in der Gemeinde antrat. Dieser Name sollte den meisten bekannt sein, denn er war nicht nur Pastor, sondern auch der Gründer der Kaiserswerther Diakonie. Über ihn und sein Leben erfahren wir Leser in diesem Buch sehr viel. 
Neben Johanne König stehen noch zwei weitere Frauen im Vordergrund. Johanne ist bereits 17 Jahre alt, als sie eine kleine Schwester bekommt. Catharine, um die sie sich Zeit ihres Lebens kümmert und später auch noch eine Pflegetochter, Magdalena. Die Lebensgeschichten der drei Frauen werden eng mit den Begebenheiten verknüpft. Es war allerdings auch eine aufregende Zeit. Die Armut, das Elend und die Revolution, so vieles spielte eine wichtige Rolle im Leben der drei Frauen und natürlich auch im Leben der Familie Fliedner. 
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, es wäre ein Buch, in dem die deutsche Geschichte einfach so aufgearbeitet wird. Nein, die Autorin hat es bestens verstanden, besondere Ereignisse und Situationen der Vergangenheit in einem Roman festzuhalten, sie hat das wirkliche Leben mit Romanfiguren verknüpft. Es gibt die Situation der Frau vor zweihundert Jahren wieder. Außerdem fließt das Leben und Wirken der Diakonissen und der Familie Fliedner mit ein. Ich fand das alles ungemein interessant und habe mich an das Buch fesseln lassen. 
Es hat mir außerdem noch gefallen, dass ich die Örtlichkeiten kannte. Für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir mal eben vom Süden der Stadt in den Norden fahren können. Aber damals mussten sehr viele Wege zu Fuß zurück gelegt werden, nicht jeder hatte ein Fuhrwerk oder sogar Geld für eine Droschke. Also rundherum ein sehr gutes und unterhaltsames Buch, das über viele Seiten verfügt, was niemanden wundern sollte, denn die Zeit war sehr ereignisreich.


Fazit:
Ein sehr guter historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch Wissen erweitern kann. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 5. Januar 2021

Rezension - Die Schwestern Chanel



Autorin: Judithe Little

Titel: Die Schwestern Chanel

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Broschiert

erschienen: 28. Dezember 2020

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : HarperCollins




Über die Autorin: 
Judithe Little ist in Virginia aufgewachsen und hat Politikwissenschaften und Jura studiert. Nach einem Aufenthalt in Frankreich hat sie für verschiedene Fachzeitschriften gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Houston, Texas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1897: Gabrielle Chanel - später unter dem Namen Coco weltberühmt - und ihre Schwester Antoinette werden von ihrem Vater in einem Waisenheim abgegeben. Armut und harte Arbeit bestimmen dort ihren Alltag. Doch Coco ist nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu fügen. Unbeirrbar erobert sie sich ihre Freiheit - unter den teils bewundernden, teils neidischen Blicken ihrer Schwester. Antoinette weicht Coco bei ihrem Weg zur Modemacherin nicht von der Seite und unterstützt sie, wo sie kann. Bald schon spricht man in Paris ehrfurchtsvoll von den »Schwestern Chanel«. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolges müssen die Frauen erkennen, dass selbst Geld und Unabhängigkeit kein Ersatz für das sind, nach dem sie sich am meisten sehnen: Liebe.


Meine Meinung: 
In letzter Zeit wurden reichlich Bücher veröffentlicht, in denen wir Leser, über eine kurze Zeitspanne, etwas aus dem Leben besonderer Frauen erfahren konnten. Ich hatte bereits ein Buch über Coco Chanel gelesen und war gespannt, was ich noch erfahren würde. Der Zeitraum passte bestens, dieses endete ungefähr in dem Jahr, womit in dem anderen Buch begonnen wurde. Allerdings gab es hier einen Unterschied, im Vordergrund stand Antoinette Chanel. Durch ihre Geschichte konnten wir verfolgen, was Coco so machte. Ich fand das alles zwar ganz interessant, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. Deshalb hat es diesmal auch länger gedauert, bis ich es ausgelesen hatte. Der Buchtitel sagt mir zwar, dass ich ein Buch über die Schwestern Chanel in der Hand habe, aber es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin auf die Schwestern näher eingegangen wäre. So erschienen mir einige am Rande und etwas sehr blass. 


Fazit: 
Ein Buch, das zwar sehr interessant ist, mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Wer Interesse hat, mehr über die Chanels zu erfahren, kann es lesen. Mit einer eindeutigen Leseempfehlung bin ich lieber etwas zurück haltend. 


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieSchwesternChanel #NetGalleyDE

Montag, 4. Januar 2021

Rezension - Hannahs Gefühl für Glück



Autorin: Fran Kimmel

Titel: Hannahs Gefühl für Glück

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 18. September 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft 



Über die Autorin:
Fran Kimmel wurde in Calgary (Kanada) geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sie hat mehrere Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht und lebt heute in Lacombe, Alberta.


Kurzbeschreibung, übernommen: 
Wie ein einsames Mädchen das Leben einer ganzen Familie verändert Es herrscht tiefster Winter im Norden Kanadas, als der ehemalige Polizist Eric Nyland ein Mädchen entdeckt, das allein durch den Schnee wandert. Er nimmt das Kind für die Weihnachtstage bei sich zu Hause auf, obwohl seine Frau Ellie nicht gerade begeistert über den unerwarteten Zuwachs ist. Denn die Nylands haben ihre eigenen Probleme. Die Stimmung im Haus ist angespannt. Und alles andere als weihnachtlich. Aber mit Hannahs Ankunft verändert sich etwas, langsam und fast unmerklich. Niemand hätte es für möglich gehalten, niemand könnte es in Worte fassen - doch tatsächlich gelingt es diesem kleinen Mädchen, das völlig allein auf der Welt ist, wieder Wärme und Nähe in die Familie zu bringen.


Meine Meinung:
So manche Kurzbeschreibung verspricht eine schöne und unterhaltsame Lektüre. Deshalb wollte ich dieses Buch gerne lesen. Allerdings musste ich dann sehr schnell feststellen, dass die Geschichte nicht meinen Erwartungen entsprach. Da ich aber neugierig war, habe ich das Buch bis zum Ende gelesen.
Ich lernte die Familie Nyland kennen. In dieser Familie war so gar nichts in Ordnung. Es wirkte sehr deprimierend auf mich. Eigentlich schade und ich konnte nicht alles nachvollziehen beziehungsweise Verständnis aufbringen. Natürlich war die kleine Hannah eine bemerkenswerte Person, mit ihren knapp zwölf Jahren machte sie so vieles richtig und sollte am Ende nicht dafür belohnt werden? Ich war gespannt.
Der Schreibstil der Autorin sagte mir ebenfalls nicht so richtig zu. Zumindest hat sie ein Ende gewählt, mit dem ich sehr zufrieden war.


Fazit:
Es fällt mir schwer, hier eine Leseempfehlung zu geben.  Es mag ja sein, dass die Autorin zeigen wollte, was ein kleines Mädchen alles bewirken kann, aber die Familie hatte mir dann doch zu viele Probleme.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#HannahsGefühlfürGlück #NetGalleyDE

Rezension - Drei Frauen im Schnee


Autorin: Blanca Imboden

Titel: Drei Frauen im Schnee

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Oktober 2016

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wörterseh



Über die Autorin:
Blanca Imboden (1962) lebt in der Innerschweiz. 13 Jahre lang war sie als Musikerin in einem Tanzmusikduo unterwegs. «Seither ist mir nichts Menschliches mehr fremd», sagt sie über ihre Zeit im Nachtleben. Dann arbeitete sie 14 Jahre lang bei einer Zeitung als Redaktionssekretärin und redaktionelle Mitarbeiterin. Als die Zeitung wegrationalisiert wurde, wurde sie Seilbahnfahrerin an der Seilbahn von Morschach auf den Stoos.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sonja, die Heldin in Blanca Imbodens Roman "Drei Frauen im Schnee", ist verheiratet, Mutter von Teenager-Zwillingen und lebt mit ihrer Familie unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Das allein schon sorgt für allerlei Zündstoff. Eines Tages beschließt Sonja: Dieses Jahr muss Weihnachten anders werden. Leider gelingt ihr das nicht wie gewünscht. Im Gegenteil. Das Fest der Liebe und des Friedens gerät völlig aus den Fugen, weil nicht nur anstrengende Menschen, sondern auch noch verstörte Tiere ein nicht sehr weihnächtliches Chaos veranstalten. Also packt Sonja kurzerhand ihren Mantel, verlässt das Haus und – bekommt ein Geschenk: zwei neue Freundinnen. Nachdem die Silvesternacht für Sonja dann noch verrückter endet als Weihnachten, treffen sich die drei Frauen im Schnee, in den Bergen, auf dem Stoos. Und jede verändert damit das Leben der anderen zum Positiven.


Meine Meinung:
Es war mal wieder das Cover und der Titel, die mich neugierig auf das Buch machten. Auch wenn Weihnachten schon hinter uns liegt, kann dieses Buch noch gelesen werden, denn die Erinnerungen sind noch frisch und außerdem gibt es dort Schnee. 
Anfangs zog sich die Geschichte etwas in die Länge und ich wartete sehnsüchtig auf die drei Frauen im Schnee. Letztendlich wurde meine Geduld belohnt. Sonja, die Protagonistin befand sich in einer Situation, die ähnlich vielleicht schon einige Leserinnen kennen gelernt haben. Ihre Geschichte machte nachdenklich, wie würde man sich selber entscheiden. Außerdem wurden Traditionen erwähnt, die oft veraltet sind und wie schwer es ist, dagegen anzukommen. Ich war voll auf Sonjas Seite und fand es prima, dass sie einfach mal alles hinter sich gelassen hat und Abstand gewinnen wollte.
Blanca Imboden hat es nicht nur geschafft, den Beteiligten besondere Charaktere einzuhauchen. Das ganze drum herum war ebenfalls sehr unterhaltsam. Außerdem hat sie mich mit in die Schweiz genommen, was ich ausgesprochen interessant fand. Über die Gegend habe ich mich zwischendurch dann noch mehr informiert. 


Fazit:
Ein nettes unterhaltsames, winterliches Buch, das sich wunderbar zum Zwischendurch lesen eignet. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#DreiFrauenimSchnee #NetGalleyDE

Rezension - Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel


Autorin: Ella Marcs

Titel: Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juni 2020

Seiten: 362

Altersempfehlung. Erwachsene

Herausgeber : Blue Mountains Publishing



Über die Autorin:
Die Autorin Ella Marcs schreibt Liebesromane mit viel Humor und starken Frauenfiguren. In ihrem Debütroman "Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel" erzählt sie vom turbulenten Alltag einer notorischen Ja-Sagerin, die nach vielen Jahren ihre große Liebe wieder trifft - und feststellt, dass da mehr Gefühle sind, als sie geahnt hatte. Die positiven Leserstimmen zu diesem Roman sprechen für sich. 
Wenn Ella Marcs gerade mal nicht schreibt, ist sie mit ihrer Familie auf Reisen, veranstaltet gemeinsame Spieleabende (bei denen sie am liebsten gewinnt) oder probiert zum Leidwesen ihrer Lieben gerne ungewöhnliche Kochrezepte aus.


Kurzbeschreibung, übernommen:
100 To-do´s und nur 21 Tage Zeit? Kira Spatz kann einfach nicht Nein sagen. Statt mit ihrem Verlobten in den Urlaub zu fliegen, stellt sie für ihre hochschwangere Schwester eine Last-Minute-Märchenhochzeit auf die Beine. Von Anfang an geht schief, was nur schiefgehen kann, und dann gesteht ihr der zukünftige Schwager auch noch, dass seine Werbeagentur pleite ist und er die Hochzeit nicht bezahlen kann. Retten würde ihn ein Auftrag von Marc, Erzfeind der Familie, der Kira vor zwölf Jahren das Herz gebrochen hat - und ausgerechnet sie soll ihn mit ihrem Charme überzeugen. Kiras Gefühle fahren ebenso Achterbahn wie ihr vollgestopfter Terminkalender ... wird sie dieses Mal Nein sagen können?


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, da mich der Titel neugierig machte, wollte ich auch gerne lesen. Ich muss allerdings gestehen, dass mir der Einstieg etwas schwer fiel. Ich konnte mich mit der Protagonistin Kira gar nicht anfreunden. Unverständlich für mich, was sie sich alles gefallen lässt und dafür auch noch einen so tollen Urlaub absagt. Aber ich habe das Buch nicht zur Seite gelegt, denn eine Entwicklung trat ein, die mir gut gefallen hat. Es wurde immer besser und es gab reichlich Situationen, bei denen ich lachen musste. Ich steckte dann plötzlich mittendrin im Geschehen. Eine beste Freundin, die Kira mit Rat und Tat zur Seite stand, gab es in der Geschichte. Das wäre auch ein Part für mich gewesen. 
Ella Marcs hat es dann geschafft, dass ich mich nach anfänglichen Schwierigkeiten so richtig wohl fühlte und Spaß beim Lesen hatte. Sie hat sich interessante Eigenschaften für die beteiligten Personen einfallen lassen, sie hat dafür gesorgt, dass es lange ein Geheimnis gab und erst durch eine ganz besondere Situation aufgelöst wurde. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, es fiel so aus, wie ich es mir im Grunde gewünscht hatte.


Fazit:
Turbulent mit Höhen und Tiefen, so möchte ich das Buch bezeichnen. Es hat für gute und auch humorvolle Unterhaltung gesorgt und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich vielmals bedanken

Rezension - DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf


Autorin: Gabi Bierhaus

Titel: DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juli 2020

Seiten: 429

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published




Über die Autorin:
Gabi Bierhaus - Jahrgang 1952 - lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. Sie hat nach dem Studium der Volkswirtschaft und einem Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung einige Jahre als Wirtschaftsjournalistin beim Handelsblatt gearbeitet, was sich jedoch in den achtziger Jahren als relativ inkompatibel mit der Familienplanung erwies
Also sattelte sie um und arbeitete zusammen mit ihrem Mann selbstständig als Steuerberaterin. Seit einer ihrer Söhne ihren Job übernommen hat, hat sie wieder mehr Zeit zum Schreiben und zum Reisen. Impressionen dieser Touren finden sich teilweise in ihren Büchern und auch in Form von Reiseberichten auf der Website unter www.gabi-bierhaus.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer hat die millionenschwere Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch mit dem Gift des Kugelfisches ins Jenseits befördert? Hatte etwa einer der japanischen Mitbürger in Düsseldorf damit zu tun?
Eher nicht, denn an ihrem Todestag waren die sie liebenden Verwandten bei Iris zum Tee und haben ihr eine Flasche ›DüsselGin‹ überreicht, die das Gift enthielt. Nur - wie ist es dort hineingekommen? Neffe und Nichte schwören Stein und Bein, sie hätten die Flasche und sich gegenseitig nicht aus den Augen gelassen.
Hauptkommissar Otto Tjombe, dem Nachfolger Tom Brechts als Leiter des KK11, ist überhaupt nicht wohl bei der Sache, als der Neffe schließlich angeklagt wird. Und auf Otto Tjombes gutes Bauchgefühl war bisher stets Verlass.
Die junge und unerfahrene Juristin Luzie Holm verteidigt in ihrem ersten großen Schwurgerichtsprozess den Neffen und Erben der Toten. Ihr Gegenspieler ist der nette Kommissar Axel König vom KK11, der sich mit Luzie eigentlich lieber bei einem Candle-Light-Dinner treffen würde als vor Gericht.


Meine Meinung:
Ich hatte vor einer Weile einen Zeitungsartikel gelesen, in dem die Düsseldorfer Autorin Gabi Bierhaus und dieses Buch vorgestellt wurde. Da ich oft gezielt Ausschau nach Regionalkrimis halte, war meine Neugierde geweckt und ich wollte diesen Krimi lesen.
Mit DüsselGin startet die Autorin eine neue Serie und ich lernte zunächst viele Personen kennen. Auf der einen Seite Hauptkommissar Otto Tjombe mit seinen Kollegen und seiner Familie. Auf der anderen Seite die Juristin Luzie Holm und auch hier ihre Kollegen und Familie. Dabei hat Gabi Bierhaus einigen Beteiligten sehr interessante Charaktere eingehaucht. Aber dazu möchte ich nicht mehr schreiben, denn es würde stellenweise das Lesevergnügen mindern.
In diesem Fall kommen nicht nur Otto Tjombe und seine Mitarbeiter zum Einsatz, auch Luzie Holm muss zeigen, was sie kann. Die reiche Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch wird tot aufgefunden und für uns alle beginnt das große Rätselraten, wie das Gift in den Gin gekommen ist. Es gibt zwar eine Verhaftung, aber wir alle sind immer noch nicht sicher, ob der wahre Täter gefunden wurde. Luzie Holm sorgt bei ihrem ersten großen Fall vor Gericht dann auch für eine überraschende Wendung. Später bietet die Autorin eine weitere Überraschung und ein Ende, dass mich auf weitere Folgen hoffen lässt.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich alle bei ihrer Arbeit begleiten konnte. Außerdem freute ich mich über die bekannten Düsseldorfer Örtlichkeiten. Die Spannung war jetzt nicht so groß, dass ich Herzklopfen bekam, aber ich fühlte mich von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt und vor allem war ich gespannt auf die Auflösung. Natürlich hatte ich mir ebenfalls Gedanken gemacht, aber auf das Ergebnis bin ich dann doch nicht gekommen, was aber auch daran lag, dass es nicht nur für mich neue Informationen gab.


Fazit:
Ein gelungener Start einer neuen Serie, mit vielen interessanten Personen und rätselhaften Begebenheiten. Ich fühlte mich gut unterhalten und habe das Buch mal wieder in einem Rutsch gelesen. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Rezension - Krone der Welt


Autorin: Sabine Weiß

Titel: Krone der Welt

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 21. Dezember 2020

Seiten: 688

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Lübbe



Über die Autorin:
Sabine Weiß, geboren 1968 in Hamburg, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Journalistin, bevor sie 2007 ihren ersten Roman über das Leben der Wachskünstlerin Marie Tussaud veröffentlichte. Er war ein großer Erfolg, und zwei weitere historische Romane folgten. Nachdem die Autorin für diese Romane monatelang durch Frankreich und Großbritannien gereist war sowie im Elsass und in Süddeutschland recherchierte, freut sie sich nun, für Hansetochter erstmals in die Geschichte ihrer norddeutschen Heimat einzutauchen. Sabine Weiß lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nordheide bei Hamburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?


Meine Meinung:
Amsterdam ist eine tolle Stadt, die ich immer wieder gerne besuche und deshalb interessierte mich dieses Buch sehr. 
Ich lernte Vincent, Ruben und Betje Aardzoon kennen. Es sind die Kinder von Wim Aardzoon, der in Antwerpen als Zimmermann und Festungsbauer arbeitet. Leider muss die Familie die Stadt schnell und fluchtartig verlassen. Ihr Ziel ist Amsterdam. Anhand der Lebensgeschichte der drei Kinder erfahre ich vieles, was vor rund vierhundert Jahren so alles passierte. Glaubenskriege, Entwicklung der Stadt Amsterdam und auch von der großen Politik, Probleme zwischen England und Spanien. 
Sabine Weiß hat alles sehr gut beschrieben, was eine aufwendige Recherchearbeit voraussetzte. Ich fand alles ungemein interessant und konnte mein Wissen durchaus erweitern. Sehr hilfreich fand ich auch das Personenverzeichnis zu Beginn, denn reichlich historische Persönlichkeiten wurden in die Geschichte rund um die Aardzoon Kinder eingebunden.


Fazit:
Wer gerne historische Romane liest, die einen nicht nur gut unterhalten sondern auch reichlich Wissen vermitteln, wird hier das richtige Buch finden. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken