Freitag, 26. September 2014

Rezension - Überwiegend fabelhaft


Autorinnen: Fanny Wagner & Carolin Birk

Titel: Überwiegend fabelhaft

Genre: Roman, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Oktober 2014

Seiten: 299

Altersempfehlung:  Erwachsene

Verlag: rororo
zu kaufen: Klick hier





Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.

Carolin Birk ist das Pseudonym von Katharina Wieker. Sie illustriert und schreibt seit vielen Jahren Kinderbücher und arbeitet seit einiger Zeit auch als Dramaturgin und Dialogautorin für ein namhaftes Berliner Trickfilmstudio. Carolin Birk lebt nicht mit Mr. Right, aber einigen Mr. und Ms. Pleasure-To-Be-Withes in Kreuzberg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nina kann es kaum glauben, ihr Neuanfang in der fränkischen Schweiz ist ein voller Erfolg! Seit sie mit ihrer Tochter von Berlin ins kleine Wiestal zog, scheint ihr alles zu gelingen. Mit Schreiner Christian gibt es einen neuen Mann an ihrer Seite, und ihr Modelabel «Zwiebellook» wächst und gedeiht! Doch der Erfolg hat auch seinen Preis: Zeit ist Mangelware, und den Betrieb mit einem Haufen eigensinniger Dorfbewohner auf Kurs zu halten, fordert ihre ganze Kraft. Obendrein schläft die Konkurrenz nicht, jemand kopiert dreist Ninas Kollektion, die ersten Kunden wenden sich ab. Und zu allem Überfluss taucht auch noch Christians Ex-Frau auf ...

Meine Meinung:
Ach, was hatte ich Spaß beim Lesen dieses Buches. Vor allem das fränkische Reden hat mir gefallen.

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil mir das Buchcover so gut gefallen hat, es ist so liebevoll gestaltet und zieht einen magisch an. Die Buchbeschreibung hörte sich auch interessant an und so landete das Buch dann bei mir.

Dieses Buch wurde von zwei Autorinnen geschrieben und ich muss sagen, diese Zusammenarbeit ist ihnen hervorragend gelungen. Beim Lesen habe ich dann erfahren, dass es bereits ein gemeinsames Buch von den beiden Autorinnen geben muss und zwar sozusagen Band eins über Nina. Nun hatte ich dieses Buch allerdings nicht zur Hand, was aber kein Problem war. Ich hatte keine Wissenslücken, weil ich durch Hinweise auf den laufenden Stand gebracht wurde.

Was Nina als Berlinerin nun im fränkischen Wiestal erlebt, haben die beiden so fesselnd und humorvoll geschrieben, dass ich öfter laut auflachen musste.  Nina hat es nicht leicht, sie muss mit den besonders kauzigen Nachbarn und Mitarbeiterinnen fertig werden, die immer wieder für neuen Trubel sorgen. Außerdem hat sich in ihrer Umgebung ein Spion eingeschlichen, der ihre Kollektion kopiert und an die Konkurrenz verkauft. Die Suche fand ich äußerst interessant und spannend und war am Ende auch überrascht, als ich erfuhr, wer es tatsächlich war.

Bei Nina ist wirklich immer etwas los, auf einmal hat sie eine Theatergruppe auf ihrer Bühne, zu gerne hätte ich bei den Proben zugesehen und mit Sicherheit auch Tränen vor Lachen in den Augen gehabt. Die Schilderungen fand ich schon so toll.

Das man Klappentexte nicht immer Glauben schenken kann, habe ich schon öfter erfahren und nun wartete ich die ganze Zeit darauf, dass die Ex-Frau von Christian auftaucht. Sie spielte in dem Buch auch eine Rolle, aber anders als ich es verstanden hatte. Das macht aber gar nichts, denn es gab reichlich andere Beteiligte, die für Aufregung und Abwechslung sorgten. Zu gerne würde ich hier noch über einige Szenen schreiben, die mir gut gefallen haben, aber dann nehme ich anderen die Lesefreude.

Allen Beteiligten wurden wirklich tolle Charaktere zugeordnet. Dies und das Dialekt machten das Buch so lebendig. So sind mir auch alle sehr ans Herz gewachsen. Das vorherige Buch werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen, aber ich werde nun darauf achten, ob es vielleicht eine Fortsetzung geben wird. Dann Potential ist da reichlich vorhanden.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, wobei mich jetzt noch interessieren würde, wie die beiden Autorinnen sich das Schreiben aufgeteilt haben.
Köstlich fand ich die Kapitelüberschriften und den dazu gehörenden Frosch.

Fazit:
Wer mal wieder eine gute und humorvolle Unterhaltung sucht, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Ich selber hatte reichlich Spaß beim Lesen.

Ich bedanke mich beim Verlag Rowohlt für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 25. September 2014

Rezension - Begegnungen - irgendwie - irgendwo



Autorin: Karin Büchel 

Titel: Begegnungen - irgendwie - irgendwo

Genre: Kurzgeschichten

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 22. Juli 2014

Seiten: 148

Altersempfehlung: Erwachsene





Autorin Karin Büchel: In Gelsenkirchen geboren, studiert sie nach dem Abitur Sozialwissenschaften an der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn. (Abschluss: Diplom 1985) Sie arbeitet mit körperlich und geistig behinderten Erwachsenen. In ihrer Freizeit schreibt sie Kurzgeschichten: Markante, skurrile, eigenwillige, komische und spannende. Aber auch Kriminalgeschichten mit Lokalkolorit, Erzählungen aus dem Leben und Gedichte gehören zu ihrem Repertoire. Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
BEGEGNUNGEN irgendwie... - irgendwo... Kompakt, kurz und raffiniert zeigen diese Geschichten, in denen es um Begegnungen zwischen Menschen wie DU und ICH geht, einen seltsam schaurigen, cleveren, häufig heiteren Inhalt. Chaotisch hypermotiviert oder amüsant spannend thematisieren sie ein Naturspektakel unter Menschen. Irgendwie und irgendwo passieren sie. Kurzgeschichten aus dem Leben: Gefährlich, tödlich, amüsant. Kurz und eigenwillig. Geschichten für Zwischendurch.

Meine Meinung:
An anderer Stelle hatte ich auch schon mal geschrieben, dass ich eigentlich kein großer Freund von Kurzgeschichten bin, weil ich meist am Ende noch offene Fragen habe und gerne mehr lesen würde.
Aber Ausnahmen bestätigen die Regel - dies könnte ich zu diesem Büchlein schreiben.
Denn diese Kurzgeschichten sind alle unterschiedlich lang, von ganz kurz  bis doch etwas länger war alles dabei. Geschichten, die einen nachdenklich stimmen können, zum Lachen bringen oder wo man bestätigend mit dem Kopf nickt.
Eins rate ich allerdings, diese Geschichten nicht sofort alle nacheinander zu lesen. Es wäre zu schade für die einzelnen Geschichten, sie kämen gar nicht so richtig zur Geltung. Zumal es einige gibt, die noch nachwirken.
Mir hat der Schreibstil von Karin Büchel sehr gut gefallen und auch das Buchcover finde ich sehr originell.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch mit abwechslungsreichen Geschichten, bestens geeignet, wenn man nur mal kurz zwischendurch etwas lesen möchte. So ein Buch bietet sich auch wunderbar als Geschenk an, denn die eine oder andere Geschichte gefällt jedem.

Rezension - Wunderkerzen


Autorin: Anne Hertz

Titel: Wunderkerzen

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: Neuausgabe August 2011

Seiten: 349

Altersempfehlung: Erwachsene



Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 2,5 Kinder und mindestens 0,5 Männer. Mehr Informationen unter: www.anne-hertz.de

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich will Anwältin Tessa nur eine gute Tat vollbringen. Doch als sie mit einem Kuchen voller Wunderkerzen vor der Tür ihres liebeskranken Nachbarn steht, kommt alles anders – er hat die Trennung von seiner Freundin wirklich nicht gut verkraftet und den Gashahn aufgedreht …
Die Explosion pulverisiert das Mehrfamilienhaus und befördert Tessa in Untersuchungshaft. Hier kann sie nur einer rausholen: Philip, der beste Strafverteidiger der Stadt. Da gibt es allerdings ein Problem: Die liebenswerte Chaotin und der Karrieremann waren mal ein Paar. Haben sich vor Jahren im Streit getrennt. Und sprechen seitdem nur noch vor Gericht miteinander …

Meine Meinung:
Ein gutes Buchcover sorgt sehr oft dafür, dass ich mich für ein Buch näher interessiere. So war es auch in diesem Fall, bei einem Bücherbummel fiel mir dieses Cover auf. Da ich von der Autorin gerne mal etwas lesen wollte und die Buchbeschreibung mich neugierig machte, wanderte das Buch in mein Einkaufskörbchen. Ich erwähne dies direkt am Anfang, denn es mag sein, dass andere interessierte Leserinnen sich über das Bild des Buches wundern. Im einschlägigen Handel ist das Buch inzwischen mit einem neuen Cover zu finden. Ich habe heute einfach mal mein Buch fotografiert und das Bild hierzu eingestellt. Denn  wenn ich schon schreibe, dass mir das Cover gefällt, dann sollte auch jeder das sehen, worüber ich schreibe.

Im ersten Kapitel des Buches geht es gleich mit einem großen Kawumm los! Tessa will ihren Nachbarn aufmuntern und klingelt mit einem Kuchen, auf dem Wunderkerzen abbrennen. Im nächsten Moment findet sie sich unter einem Berg Schutt und kurz darauf in Untersuchungshaft wieder. Das alles ist schon sehr tragisch aber statt einfach zuzugeben, was wirklich passiert ist, verzettelt sich Tessa immer mehr in ihren Lügengeschichten. So nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Der Aufenthalt in U-Haft ist für Tessa sehr interessant, denn dadurch geht sie auch ganz neue und andere Wege, beruflich und auch privat. Sie lernt eine berühmte Sängerin kennen und unterstützt sie bei einem Ehevertag, außerdem werden Tessa Karten gelegt. Die Deutung erklärt sich Tessa wesentlich später. Aber zunächst muss sie erst einmal wieder raus und dafür braucht sie Hilfe, obwohl sie selber Anwältin ist, braucht sie für das Strafrecht die Unterstützung von Philip, ihrem Ex.

Und nun bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich Tessa gut leiden kann, sie entwickelt sich immer mehr zu einer großen Zicke. Philip dagegen und auch Sabine, ihre Freundin sind mir sehr sympathisch. Tessa kann von Glück sagen, dass sie ihr trotzdem zur Seite stehen.
Obwohl ich das Verhalten von Tessa nicht mehr gut fand und sie mich auch etwas genervt hat, habe ich das Buch dann bis zum Ende gelesen. Denn ich war auf der anderen Seite auch neugierig, wie sich die Geschichte entwickelt. Und vor allem wie Tessa aus allem wieder rauskommt. Gefallen hat mir dann auch das letzte Kapitel, allerdings hätte ich mir die klaren Worte und Erkenntnis schon wesentlich eher gewünscht.

Fazit:
Nun ja, als leichte Lektüre zwischendurch, an die man keine großen Ansprüche stellt, mag dieses Buch ja geeignet sein. Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob ich große Lust habe, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.

Mittwoch, 24. September 2014

Rezension - Zuckersüße Todsünden


Autorin: Janet Evanovich

Titel: Zuckersüße Todsünden

Genre: Roman, Fantasy

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Mai 2012

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene

zu Kaufen: klick hier 

Die Autorin Janet Evanovich, die unangefochtene Meisterin turbulenter Komödien und Erfinderin der äußerst erfolgreichen Stephanie-Plum-Reihe, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Sie wurde von der Crime Writers Association mit dem „Last Laugh Award“ und dem „Silver Dagger“ ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA. „Zuckersüße Todsünden“ ist der erste Band in einer neuen Reihe um Lizzy Tucker und Diesel.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Lizzy Tucker träumt von einem soliden Leben. Gerade hat sie das von ihrer Tante geerbte Häuschen in Salem bezogen und einen Job als Konditormeisterin in Dazzle’s Bakery angenommen, da löst sich dieser Traum mit dem erscheinen des mysteriösen Diesel plötzlich in Luft auf. Diesel glaubt nämlich, dass Lizzy die Gabe besitzt, magische Gegenstände aufzuspüren. Und das könnte einen entscheidenden Vorsprung gegenüber seinem Cousin und Erzrivalen Wulf bedeuten – in einer kosmischen Schlacht, die gerade erst begonnen hat ...

Meine Meinung:
Ich beziehe mich hier mal auf eine "Pressestimme"
„Ein tolles Lesevergnügen: völlig verrückt und einfach nur hinreißend.” (Booklist)
denn, dem kann ich zustimmen. Die Geschichte und die Personen, alles etwas verrückt. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann macht es Spaß das Buch zu lesen.

Ich bin ein großer Fan von Janet Evanovich und ihrer Stephanie-Plum-Serie und so fand dieses Buch sofort meine Aufmerksamkeit. Den in der Kurzbeschreibung erwähnte Diesel kannte ich schon und deshalb wanderte dieses Buch in mein Bücherkörbchen. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Wie ich schon erwähnte, man muss sich auf diese Verrücktheit einlassen und vielleicht auch das Buch im Bereich Fantasy ansiedeln.

Lizzy Tucker ist eigentlich glücklich mit ihrem Leben. Sie hat ein Haus von ihrer Tante geerbt und ihr macht der Job in einer Bäckerei auch sehr viel Spaß. Aber auf einmal wird sie aus ihrem Alltagstrott geworfen. Wulf und sein Cousin Diesel tauchen auf einmal auf, weil  sie angeblich besondere Kräfte besitzt und den beiden bei der Suche von magischen Gegenständen helfen soll. Ob sie will oder nicht, sie wird keinen der beiden los. Wobei Diesel in diesem Fall der Gute ist und auch unglaublich gut aussieht und Lizzy sich sogar an ihn gewöhnt.

Aber das Zusammentreffen mit den beiden ist nicht Lizzys einziges Problem. Ihre Kollegin Glo findet ein Zauberbuch und probiert einige Zaubersprüche mit den verrücktesten Ergebnissen aus. Glo ist es auch zu verdanken, dass Lizzy auf einmal zwei "Haustier" hat, einen einäugigen Kater und einen Affen mit dem Namen Carl. Besonders Carl sorgt für viele lustige Situationen, die aber auch nur ich als Leserin lustig fand, Lizzy und Diesel waren wohl nicht so begeistert.

Viele Charaktere, die ich in der Stephanie-Plum-Serie kennen gelernt habe, fand ich auch in diesem Buch wieder. Aber ich fand es immer passend.

Ich möchte behaupten, dass dieses Buch ein typisches Buch a la Janet Evanovich ist. Viel Humor, etwas Spannung und einige Verrücktheiten, eine Kombination, die mir Spaß macht.

Fazit:
Ein schönes Buch für zwischendurch und ich empfehle es gerne weiter.

Dienstag, 23. September 2014

Rezension - Mehr Zeit mit Horst



Autorin: Ingeborg Seltmann

Titel: Mehr Zeit mit Horst

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. April 2014

Seiten: 301

Altersempfehlung: Erwachsene


Die promovierte Historikern Ingeborg Seltmann ist verheiratet und zwei erwachsene Kinder. Sie hat mehrere Jahre an der Universität in Forschung und Lehre gearbeitet und ist seit vielen Jahren als Museumspädagogin im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg beschäftigt. Ingeborg Seltmann hat sich als Autorin von Fachbüchern einen Namen gemacht und unter dem Pseudonym Ines Schäfer mehrere erfolgreiche Kriminalromane verfasst.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ich heiße Gabi König. In sechs Monaten werde ich sechzig. Meine Töchter sind aus dem Haus, nur Maxi, der Jüngste, streckt seine Füße noch unter unseren Tisch. Horst ist Lehrer und geht bald in den Ruhestand. Er möchte, dass ich aufhöre zu arbeiten und wir dann mit dem Wohnmobil durch die USA touren. Ich bin mir nicht sicher, ob Dauerferien unserer Ehe bekommen. Keinen «Papa ante Portas» bitte! Außerdem macht mir die Arbeit als Buchhändlerin Spaß. Auch wenn unser Filialleiter meine Klassikerabteilung für unrentables Gedöns hält und mich immer öfter in die Abteilung „Horror und Vampire“ verbannt.
Tja, so schlingere ich im Zickzackkurs durch diese Monate: Ich lasse mich zu einem Campingurlaub in Italien überreden, mir von einem Bestseller schreibenden Pater ins Dekolleté schauen, lerne viel über Wein und das Liebesleben des Bielefelder Sanitärhandels, stehe plötzlich meiner alten Jugendliebe gegenüber. Und ich treffe eine Entscheidung.

Meine Meinung:
Im Freundeskreis treten jetzt immer mehr in den Ruhestand und deshalb dachte ich, dass es vielleicht ganz interessant sein wird, dieses Buch zu lesen.

Die Autorin Ingeborg Seltmann lässt die Protagonistin Gabi in der Ich-Form erzählen, wie sie sich so fühlt, wenn die Pensionierung ihres Mannes kurz  bevorsteht. Aber nicht nur das beschäftigt sie, die drei Kinder lösen sich immer mehr vom Elternhaus und im Buchladen bekommt sie immer wieder interessante Aufgaben. Das alles sind Situationen mit denen sich Gabi beschäftigen muss, aber irgendwie das nicht so richtig gebacken bekommt.

Auf dem Buchcover steht: ER geht in Rente und IHR auf die Nerven. Das kann ich nun nicht bestätigen, denn mir ging eher sie auf die Nerven und ihn habe ich für seine Ruhe bewundert. Schade, hätten sie beide mal richtig miteinander gesprochen, dann hätte sich mancher Streit vermeiden lassen. Es ist mir klar, dass jeder andere Vorstellungen von der Zeit nach dem Berufsleben hat und ich weiß auch, dass viele Frauen froh sind, noch eine Weile arbeiten gehen zu können, weil es doch einschneidende Veränderungen sind, die auf ein Paar zu kommen. Nun gut, ich betrachte das Buch jetzt als Beispiel, wie es nicht sein sollte.

Aber auch sonst konnte ich mich mit Gabi König nicht anfreunden, Horst war mir wirklich viel sympathischer, obwohl auch er seine Macken hatte.
In der Kurzbeschreibung wird das Auftauchen der Jugendliebe erwähnt, ich fand, das hätte man sich wirklich sparen können. Ich habe in dieser Passage nichts besonderes finden können. Es kann immer mal passieren, dass man seine Jugendliebe wieder sieht, aber bei Gabi war es ja wohl nicht so dramatisch, dass sie eine wichtige Entscheidung treffen musste.
Im Großen und Ganzen ist es eine kurzweilige Geschichte, eine Erzählung über einen kurzen Lebensabschnitt. Es gab dort nichts, was einem fremd vorkam. Viel interessanter wäre es eigentlich gewesen, wenn man über der Zeit des Ruhestandes hätte lesen können.

Das Buchcover hat mir übrigens sehr gut gefallen, sehr originell und damit fällt das Buch auf einem Tisch vieler Bücher angenehm auf.

Fazit:
Wer sich damit auseinandersetzt, was machen wir, wenn wir in Rente sind, könnte dieses Buch lesen und es vielleicht besser machen.

Montag, 22. September 2014

Rezension - Zeit der Stürme

Autorin: Diana Gabaldon

Titel: Zeit der Stürme

Genre: Kurzromane

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 16. September 2013

Seiten: 445

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman »Feuer und Stein« wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans ihrer Romane wurden. Zuletzt wurde Gabaldons Highland-Saga unter dem Titel »Outlander« hochkarätig fürs Fernsehen verfilmt. Diana Gabaldon ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt mit ihrem Mann in Scottsdale, Arizona.

Kurzbeschreibung, aus dem Buch direkt entnommen:


Diesmal habe ich mal etwas ganz anderes gemacht. Ich habe mir erlaubt direkt aus dem Buch die Kurzbeschreibung zu übernehmen, denn ich finde sie aussagekräftiger.

Meine Meinung:
Als großer Fan von den Büchern der Autorin Diana Gabaldon, freute ich mich, als ich dieses Buch entdeckte. Natürlich habe ich die gesamte Ausgabe der Highland-Saga gelesen und auch das Buch: der magische Steinkreis, ein Begleitbuch nach den vier ersten Bänden. Sogar das erste Buch über Lord John habe ich gelesen. Deshalb brauchte ich nicht lange überlegen, ob dieses Buch in mein Einkaufskörbchen landen sollte.
Obwohl ich im Vorfeld dachte, schade, ich hätte viel lieber etwas über die Familie von Jamie und Claire gelesen, haben mich die vier Geschichten doch gefesselt. 
Diana Gabaldon schrieb am Anfang, dass sie es eigentlich nicht schafft, etwas "kurzes" zu schreiben und darüber war ich ganz froh, denn ich mag ja nicht so wirklich Kurzromane, ich finde immer, dass am Ende für mich noch Fragen offen sind. Aber hier war es ja anders. Die vier Geschichten laufen ja nebenher. Wobei mich am meisten das dritte Buch berührt hat, aber was genau verrate ich natürlich nicht. 
Wenn man dieses Buch liest, sollte man wirklich die Hauptbücher kennen, sonst fehlen dort die Zusammenhänge. Auf der anderen Seite kann es auch neugierig machen, denn die Autorin erwähnt immer wieder, zu welchem Buch die jeweilige Geschichte gehört und wer es leider nicht kennt, wird durch Neugierde zugreifen. 
Über den Schreibstil muss ich nicht mehr viel schreiben, denn den meisten sind die Bücher doch bekannt und wenn sie nicht gut geschrieben wären, hätten sie sicher nicht diesen Erfolg erzielt.

Fazit:
Um die Wartezeiten zwischen den einzelnen Büchern zu verkürzen oder um noch mehr Informationen zu bekommen, sollte dieses Buch der Sammlung zufügen.

Sonntag, 21. September 2014

Rezension - Mordseekrabben



Autor: Krischan Koch

Titel: Mordseekrabben

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 1. Juni 2014

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene

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Der Autor Krischan Koch lebt dicht am Wasser in Hamburg, wo er als Filmkritiker für den NDR arbeitet, und auf der Nordseeinsel Amrum, wo er die verrückt-bösen Kabarettprogramme für den "Hamburger Spottverein" erfindet. Dort schreibt er, mit Blick auf die See, auch seine Kriminalromane.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Für Dorfpolizist Thies Detlefsen aus dem nordfriesischen Örtchen Fredenbüll steht der Sommerurlaub an. Wie jedes Jahr geht es mit der ganzen Familie nach Amrum rüber. Ehefrau Heike freut sich auf die Wellness-Pension, doch dort entdecken die Zwillingsmädchen gleich mal einen toten Golfspieler im blau-weißen Friesenbett ihres Zimmers. Noch ehe Thies die Dienstmütze aufsetzen kann, ist die Leiche wieder verschwunden. Gibt es den Toten wirklich oder regt die Hitchcock-Reihe im Inselkino die Fantasie zu sehr an? Da tauchen zwei weitere Tote auf: Touristikchef Heiner Griepenstroh und der reiche Bauunternehmer Pohlmann überleben die feuchtfröhliche Stammtischrunde in der Edelkneipe »Kombüse« nicht. Das kann nur eines bedeuten: Ein Serienmörder geht um auf der Nordseeinsel!

Meine Meinung:
Was mir selten bei Krimis passiert, ich habe das Buch am Ende mit einem Schmunzeln zur Seite gelegt. Das heißt jetzt nicht, dass sich keine Spannung aufgebaut hatte. Ich betrachte das Buch eher als sehr humorigen Krimi.

Anders als der  Dorfpolizist wusste  oder ahnte ich ja, wer den jeweiligen Mord begangen hat. So konnte ich die ganze Geschichte mit sehr viel Humor verfolgen. Köstlich fand ich die "Wanderleiche", was ich aber damit meine, verrate ich nicht, dann würde ich zu viel verraten.

Thies Detlefsen soll ja eigentlich auf Amrum Urlaub machen, aber anscheinend hat er durch die Lösung eines anderen Mordfalles Gefallen an der Aufklärung gefunden. Umgeben ist er von sehr interessanten Menschen, die ihm mehr oder weniger hilfreich zur Seite stehen. Der Autor hat allen so tolle Charaktere zugeordnet, typisch nordfriesisch würde ich jetzt mal behaupten, ohne jemanden beleidigen zu wollen.
Neben der kuriosen Wanderleiche und den anderen Morden werden aber auch sehr ernste Themen angesprochen. Im Naturschutzgebiet wollen einige einen Golfplatz anlegen und damit viel Geld verdienen. Die Natur ist ihnen dabei völlig egal. Außerdem habe ich auch etwas über Petermännchen erfahren. Ob  ich ihn nun unbedingt essen möchte, kann ich nicht sagen.

Achja, ein kleiner Sizilianer hat es auch nicht leicht, seiner Arbeit auf der Insel nachzugehen, über ihn habe ich mich ebenfalls köstlich amüsiert.

Das Buchcover hat mich übrigens zum Kauf des Buches verleitet. Wenn ich so an den Büchertischen vorbei gehe, achte ich sehr auf ansprechende Buchcover und erst dann nehme ich das Buch zur Hand, um den Klappentext  zu lesen. Auf jeden Fall fällt das Cover nicht nur auf, es passt auch ganz genau zum Inhalt.

Dieses Buch ist übrigens der zweite Fall von Thies  Detlefsen. Ich hatte aber nicht das Gefühl, das erste Buch unbedingt kennen zu müssen. Wichtige Informationen daraus wurden eingeflochten und außerdem ist dieses Buch auch in sich abgeschlossen gewesen.


Fazit:
Für Inselfans, die auch gerne Krimis lesen, in diesem Fall, mal einen etwas anderen, ist dieses Buch genau das richtige.