Dienstag, 2. Juni 2020
Rezension - Sommerglück - Traummann mit Plumpsklo
Autorin: Mira Morton
Titel: Sommerglück - Traummann mit Plumpsklo
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 1. Juni 2020 Taschenbuch
erschienen: 6. Juni 2020 eBook
Seiten: 228
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: PINK CROWN Edition
Über die Autorin:
Mira Morton ist das Pseudonym einer österreichischen Autorin. Glamour, Luxus, Witz, verdammt reiche und attraktive Männer, malerische Schauplätze, intelligente Frauen sowie ein Schuss Sexiness - das ist die Welt von Mira Morton! Und ab und zu wird es ein wenig magisch ... Immer ist es großes Kino mit einem einzigen Anspruch der Principessa: Sich beim Lesen aus dem Alltag zu beamen. Für ein paar Stunden in Geschichten rund um die große Liebe einzutauchen.
Die Autorin teilt uns zu diesem Buch folgendes mit:
Liebe Leserinnen und Leser!
Vielleicht werden viele von uns den Sommer nicht so verbringen, wie es vor der Krise geplant war. Ich hoffe aber, ich kann Sie in meinen Romanen für ein paar Stunden an traumhaft schöne Urlaubsziele entführen!
Alles Liebe, Ihre Mira Morton
Kurzbeschreibung, übernommen:
Adas neuer Job als persönliche Assistentin eines berühmten Filmemachers ist ein Hammer. Doch dann landet sie mit ihrem Boss Carl mitten im Nirgendwo. Für Ada kommt es noch schlimmer, denn plötzlich steht sie Auge in Auge einer ausgewachsenen Kuh gegenüber. Milo, der zufällig vorbeikommt, kann sich vor Lachen kaum halten. Diese hübsche Blondine macht sich doch glatt vor Elsa, der zahmsten Kuh der Welt, ins Höschen! Obwohl ihn die schlagfertige Fremde sofort fasziniert, weiß er, dass er mit seinem schrägen Einsiedlerleben sicher nicht in die Kategorie Traummann fällt. Um Adas Herz zu gewinnen, kommt Milo auf eine verwegene Idee: Er bewirbt sich bei ihr. Als Hausmädchen! Doch was will Carl?
Meine Meinung:
Zwischen all den Krimis, die ich im Moment so lese, tut es richtig gut, zur Abwechslung mal einen leichten Roman zu lesen, so dachte ich und lag mit diesem Buch genau richtig.
Es fing schon sehr gut an, Ada blickt einer Kuh direkt in die Augen oder sollte ich besser schreiben, die Kuh blickt Ada sehr neugierig an. Ich kann schon verstehen, dass einer Frau aus der Stadt da Angst und bange wird, denn irgendwie ist so eine Kuh doch auch voluminöser und somit weitaus kräftiger. Wie zu erwarten, taucht ein gut aussehender Retter auf. Ebenfalls, wie zu erwarten, nimmt das Schicksal seinen Lauf, halt nicht ganz. Ich wartete regelrecht auf eine Situation, die ich in den vielen Büchern immer wieder vorfand. Aber nein, die Autorin hat sich etwas anderes einfallen lassen, was mich natürlich sehr begeistert hat. Nun kann es sein, dass ich einige neugierig mache, was ja auch meine Absicht ist, denn ich werde jetzt nicht weiter auf den Inhalt eingehen.
Fest steht, dass mich Mira Morton an ihr Buch gefesselt hat. Ich habe ihr Buch verschlungen und mich dabei prächtig amüsiert. Vor allem konnte sie mich damit begeistern, dass sie nicht auf das Vorhersehbare eingegangen ist.
Fazit:
Unterhaltsam und humorvoll, bestens geeignet, um uns Leser in dieser doch ungewöhnlichen Zeit aufzuheitern. Aber natürlich kann es zu jeder anderen Zeit auch gelesen werden, denn leichte Lektüre liest jede Frau doch gerne. Ich gebe auf jeden Fall für alle Zeiten eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken. Sie gab mir die Möglichkeit, das Buch vorab lesen zu können. Das hat meine Bewertung allerdings nicht beeinflusst. Allerdings kann ich deshalb meine Rezension frühzeitig abgeben.
Montag, 1. Juni 2020
Rezension - Auszeit bei den Abendrots
Autorin: Alexandra Holenstein
Titel: Auszeit bei den Abendrots
Genre: Frauenroman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen; 27. Mai 2020
Seiten: 400
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Über die Autorin:
Alexandra Holenstein lebt in der Schweiz, im Tessin, nahe dem Lago Maggiore. Geboren in Freiburg im Breisgau, hat sie die ersten fünfundzwanzig Jahre ihres Lebens sowohl in Deutschlands Südwesten wie auch in dessen Norden verbracht. Nach dem Studium an der Pädagogischen Hochschule (Deutsch und Politik) und ersten Erfahrungen im Lehramt am Hochrhein hat sie der Lebenswind in die Schweiz getragen.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Sowas kann doch nicht mir passieren, denkt Helene Abendrot. Aber ihr Mann Josef hat sie tatsächlich einfach an einer Autobahnraststätte sitzenlassen. Er bräuchte eine Eheauszeit, sagt er. Blöd nur, dass Josefs Auszeit Nathalie heißt und seine Assistenzärztin ist. Helene ist sauer! Doch dann wagt sie, endlich all das zu unternehmen, wozu Josef nie Lust hatte. Sie bricht auf in die Provence und Toskana, lernt neue Leute kennen und tut Dinge, die sie selbst überraschen. Helenes Welt wird auf einmal ziemlich aufregend. Will sie da die Liebe in der Ehe noch einmal entdecken?
Meine Meinung:
Auszeit bei den Abendrots - Die Geschichte startete gleich mit einer Überraschung. Auf dem Weg in den Urlaub gibt es, wie bei manch anderen Paaren auch, Diskussionen, wer denn nun recht hat: das Navi oder die Beifahrerin sprich Ehefrau. Allerdings kommt es selten vor, dass der Mann dann aussteigt, seine Reisetasche packt und einfach verschwindet.
Helene wusste nicht, wie ihr geschah und auch die weitere Entwicklung entsprach nicht ihren Vorstellungen. Von wegen Auszeit! Was sie nun alles erleben musste, hat die Autorin sehr anschaulich und auch humorvoll geschildert. Im Wechsel der Kapitel hat Helene in der Ich-Form erzählt, was sie denkt und fühlt. Die Ereignisse von Josef konnten wir Leser mit etwas mehr Abstand erfahren. Recht turbulent ging es bei den Abendrots zu. Ich war ja auf der Seite von Helene und wirklich sehr gespannt, wie sich alles entwickeln und vor allem wie sich Helene letztendlich entscheiden würde.
Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen und für überraschende Wendungen gesorgt. Mit den meisten hatte ich nicht gerechnet und mit diesem Ende ebenfalls nicht.
Fazit:
Humorvoll geschrieben mit ernsten Hintergründen, es zeigt mal wieder, dass manches schön geredet wird, gerne voreilige Schlüsse gezogen werden und wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Ein Buch mit vielen Facetten, das ich gerne weiterempfehle.
Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
#AuszeitbeidenAbendrots #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge
Rezension - Nordlicht - Die Spur des Mörders
Autorin: Anette Hinrichs
Titel: Nordlicht - Die Spur des Mörders
Genre: Krimi
Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch
erschienen: 13. April 2020
Seiten: 480
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Über die Autorin:
Anette Hinrichs ist als geborene Hamburgerin ein echtes Nordlicht. Ihre Leidenschaft für Krimis wurde im Teenageralter durch Agatha Christie entfacht und weckte in ihr den Wunsch, eines Tages selbst zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie im Raum München. Ihre Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lebt sie in ihren Küstenkrimis und zahlreichen Recherchereisen in den hohen Norden aus.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Sockel des Idstedt-Löwen in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Druck und müssen rasche Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt …
In diesem Fall hat Vibeke Boisen nicht nur mit einem perfiden Mörder zu kämpfen, die Ermittlungen wühlen auch unliebsame Kindheitserinnerungen auf, denen sie sich stellen muss.
Meine Meinung:
Nachdem mir die erste Folge so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich auch das nächste Buch, in dem Boisen & Nyborg ermitteln, lesen.
Wie die beiden zusammen arbeiten, wusste ich ja bereits. Ich fand es auch diesmal sehr interessant, den deutschen und dänischen Ermittlern bei der Arbeit zuzusehen. Zumal sie einen wirklich verzwickten Fall aufklären mussten. Außerdem hatte die Autorin damit ein sehr brisantes Thema aus der unrühmlichen deutschen, aber auch dänischen Vergangenheit aufgegriffen. Puh, das war schon hart, was ich da lesen musste. In Krimi geht es ja selten zart zu und bestimmte Situationen erhöhen da auch die Spannung. Aber diesmal betraf es wahre Begebenheiten, die einen schon nachdenklich machten.
Anette Hinrichs hat mit ihrem Buch dafür gesorgt, dass ich sehr neugierig war und es am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte. Einige Kapitel erzählten aus der Vergangenheit des Opfers und da so viele Personen an verschiedenen Orten eingebunden waren, mussten die Ermittler reichlich reisen. Ich wusste aber immer, wo sie sich aufhielten, denn die jeweiligen Orte wurden in der Kapitelüberschrift genannt. Wir alle sind ganz schön viel rumgekommen 😉
Was mir ja ebenfalls immer sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt. In diesem Fall mussten sich beide, Vibeke und Rasmus heftigst mit einigem auseinander setzen. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Buch weitergehen wird. Denn eins ist sicher, das möchte ich in jedem Fall auch lesen.
Fazit:
Spannung, Bewältigung von Entscheidungen aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ein sehr gut recherchiertes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Rezension - Das Awaren- Amulett
Autorin: Carmen Mayer
Titel: Das Awaren-Amulett
Genre: Historisch
Version: eBook
erschienen: 1. Juni 2020
Seiten: 438
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Maximum Verlag
Über die Autorin:
Carmen Mayer, geboren und aufgewachsen im württembergischen Mühlacker, lebt seit über vierzig Jahren mit ihrem Mann, ihrer Tochter und deren Familie in Ingolstadt/Bayern. Sie arbeitete nach ihrer kaufmännischen Ausbildung zunächst als au pair in Paris, anschließend in den Bereichen Verkauf, Export und im Sekretariat größerer Industriebetriebe, und bereiste als Einkäuferin für deutsche Unternehmen Asien und Amerika. Ihre ersten Veröffentlichungen als Autorin waren Kurzgeschichten, die über verschiedene Literaturforen im Internet erfolgreich den Weg zu ihren Leserinnen und Lesern fanden. Inzwischen hat sie eine immer größer werdende Fangemeinde, hauptsächlich durch ihre historischen Romane, Krimis und mundartlichen Theaterstücke. Sie ist aktives Mitglied bei den Mörderischen Schwestern e.V. und bei HOMER – Historische Literatur. Carmen Mayer engagiert sich darüber hinaus mit großer Begeisterung in einem Vorlese- und Mitspieltheater für Kinder, arbeitet ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz, und genießt so oft es geht dankbar die Zeit mit ihrer großen Familie, bei der sie für alle ihre Interessenbereiche Unterstützung findet.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Österreich zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Kaiser Ferdinand II will die Bevölkerung seines Landes um jeden Preis rekatholisieren. Johannes, ein junger Protestant, verliert bei einem brutalen Überfall katholischer Söldner auf ein Seitental der Enns seine Eltern; seine geliebte Schwester wird verschleppt. Bei der Leiche seiner Mutter findet er ein seltsames Amulett, das er als Andenken mitnimmt. Schon kurz darauf gerät er in die Wirren der Bauernaufstände im Land ob der Enns. Johannes muss das grausame Frankenburger Würfelspiel, bei dem die Männer gezwungen werden, um ihr Leben zu würfeln, mit ansehen. Er entkommt mit viel Glück, sein Amulett wird gestohlen. Alles scheint verloren. Als er dann unerwartet seinen alten Lehrmeister wieder trifft, den konvertierten Mönch Anselm, flieht er mit ihm zunächst nach Nürnberg, dann ins protestantische Württemberg. In der ehemaligen evangelischen Klosterschule Maulbronn erfährt er, welches Geheimnis sich hinter seinem Amulett verbirgt…
Eine Hexe soll ganz in der Nähe mit diesem Amulett großes Unheil angerichtet haben. Wird es ihm gelingen, die einzige Verbindung zu seiner Familie zurückzuerlangen?
Meine Meinung:
Ich finde historische Bücher immer wieder sehr interessant. Begeistert bin ich dann auch, wenn die Autorin Ereignisse aus der eigenen Familie unterbringen kann. Von Carmen Mayer weiß ich, dass der Großvater über ihre Vorfahren erzählt hat. Sie waren Glaubensflüchtlinge während des Dreißigjährigen Krieges, die, genau wie Johannes, der Protagonist dieses Buches, ihre Heimat verlassen mussten.
Johannes verliert seine Eltern und seine Schwester wird verschleppt. Bei der Mutter findet er ein Amulett, das ihm leider gestohlen wird. So macht er sich aus zwei Gründen auf den Weg, er möchte seine Schwester und auch das Amulett wieder finden.
Man kann sich vorstellen, dass es nicht ungefährlich war, Söldner trieben sich überall herum und die Menschen waren arm und misstrauisch. Carmen Mayer hat sehr eindrucksvoll geschildert, was damals so alles passiert ist und uns Leser vieles über das Zeitgeschehen vermittelt. Ich war sehr gespannt, ob Johannes das findet, was er gesucht hat, denn um das Amulett kreisten einige Geheimnisse.
Fazit:
Spannend und gut recherchiert, das fällt mir sofort dazu ein, wenn ich gefragt werde, wie ich das Buch beurteile. Erstaunlich, dass vieles auch in der heutigen Zeit noch passiert. Auf jeden Fall war ich an das Buch gefesselt und habe Johannes auf seinem abenteuerlichen Weg begleitet. Fans historischer Bücher werden mit Sicherheit Gefallen an diesem Buch finden.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Ich hatte die Möglichkeit, das Buch vorab zu lesen und kann deshalb meine Rezension sehr schnell nach dem Erscheinen einstellen.
Sonntag, 31. Mai 2020
Rezension - Der wunde Himmel
Autorin: Jeannette Oertel
Titel: Der wunde Himmel
Genre: Gegenwartsliteratur, Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 20. Februar 2020
Seiten: 510
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: konkursbuch
Über die Autorin:
Jeannette Oertel ist in Halle/Saale und Ostberlin aufgewachsen. Sängerin zwischen ihrem 15. und 20. Lebensjahr. Gesangsstudium an der Musikhochschule Weimar. Danach Fremdsprachenstudium in Berlin. Tätigkeiten in internationalen Firmen in London, Brüssel, München und Berlin, wo sie auch im Diplomatischen Dienst gearbeitet hat. Veröffentlichung von Kurzgeschichten. Derzeit am Bodensee lebend. Der wunde Himmel ist ihr Romandebüt.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine explosive, atemberaubende Geschichte mit Erotik, Agenten, Krimielementen und politisch Bedrohlichem von heute und aus der Vergangenheit in der DDR. Zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten entwickelt sich eine Amour fou, es spielt in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. Die Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Die Liebe schwankt zwischen totaler Hingabe und Verrat in einer zerfallenden politischen Umgebung, in die verschiedene Geheimdienste und die Hand der ehemaligen Stasi immer stärker mit hineinspielen. Die Autorin hat selbst eine Zeitlang im Diplomatischen Dienst gearbeitet.
Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wurde ich neugierig. Ich gebe zu, in der Masse der Bücher, die sich auf dem Markt tummeln, wäre es mir nämlich nicht aufgefallen, weil mich weder Cover noch Buchtitel angesprochen haben. Aber es stellte sich heraus, dass ich mich gewaltig getäuscht habe.
Ich lernte Tabea Blum kennen, die ihren Dienst in der Botschaft des fiktiven Landes Elydien antritt. Durch sie konnte ich vieles über Abläufe im diplomatischen Dienst erfahren, zumal die Autorin wunderbar das Wissen aus ihrer Arbeitszeit einbringen konnte.
Die Botschaft befindet sich in Berlin und dort wurden von Jeannette Oertel reichlich Beteiligte mit den unterschiedlichsten Charakteren eingesetzt. Nicht jeder hat den Weg in mein Leserherz gefunden, sogar mit Tabea tat ich mich manchmal schwer, nicht jede Handlung konnte ich nachvollziehen, mal davon abgesehen, dass ich auch nicht mit allen einverstanden war, was sie so machte. Man merkt, ich war wieder voll im Geschehen und vor Ort. Dort geschah einiges und verursachte nicht nur bei mir Herzklopfen. Tabea traf Personen wieder, die sie als Kind während der DDR Zeit kennen gelernt hatte, nicht immer zu ihrer Freude. Nun will ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, weil ich sonst zuviel verraten müsste.
Jeannette Oertel konnte in diesem Buch tatsächliche Begebenheiten unterbringen und ihr ist die Mischung sehr gut gelungen. Zumal es ihr Debütroman ist und mich neugierig auf weitere Bücher von ihr macht.
Fazit:
Gegenwart und Vergangenheit, erfundene und wahre Begebenheiten der deutschen Geschichte, beides sehr gut miteinander verbunden. Spannung, Erotik, Politik .... wer diese Kombination mag, sollte das Buch lesen.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Sie hat bei mir angefragt, ob ich das Buch lesen und rezensieren möchte. Diese Anfrage beeinflusst natürlich nicht meine Bewertung. Sehr gut gefallen hat mir der anschließende persönliche Austausch mit der Autorin über ihr Buch.
Rezension - Limonensommer
Autorin: Susanne Fülscher
Titel: Limonensommer
Gerne: Roman
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 4. Mai 2020
Seiten: 320
Altersempfehlung: Erwachsene
Verlag: Piper Taschenbuch
Über die Autorin:
Susanne Fülscher widmete sich nach ihrem Germanistik- und Romanistikstudium sehr schnell dem Schreiben. Bisher sind von ihr um die 60 Romane und Kurzgeschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Susanne Fülscher lebt als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit ein Ereignis ihre Freundschaft vor über zwanzig Jahren zerbrechen ließ, haben Judith, Lene und Katharina nicht mehr miteinander gesprochen. Doch die fünfundvierzigjährige Schauspielerin Judith hofft, in diesem Sommer die Verbundenheit von damals wieder aufleben lassen zu können, und reist zu ihren ehemaligen Schulfreundinnen in die Schweiz und nach Ligurien. Endlich kommen Dinge zur Sprache, über die viele Jahre geschwiegen wurde, und alte Wunden heilen langsam. Während Judith, Lene und Katharina nach und nach die Frage ergründen, was aus den Träumen ihrer Jugend geworden ist, erkennen sie bald, was im Leben wirklich zählt: Die Freiheit, das eigene Glück selbst zu bestimmen, wahre Freundschaft und die Zuversicht, aus den Limonen, die das Leben einem manchmal reicht, Limoncello machen zu können.
Meine Meinung:
Sommer und Limonen und dann so ein einladendes Cover, wer bekommt da keine Lust nach diesem Buch zu greifen? Allerdings verbirgt sich dahinter nicht nur einfach leichte Sommerlektüre. Ein besonderes Thema wird aufgegriffen. Vielleicht hat die eine oder der andere es auch schon erlebt, dass langjährige Freundschaften abbrechen. Manchmal ohne Grund, beziehungsweise, nicht jede kennt den Grund, den die andere dazu veranlasst hatte, sich zurück zu ziehen.
Durch ein besonderes Ereignis im Leben von Judith denkt sie öfter über ihre früheren Freundinnen nach und begibt sich auf die Suche. Wir Leser dürfen sie begleiten und ich war gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Allerdings musste ich vorher besonders viel über vergangene Erlebnisse lesen. Es kamen viele Themen zur Sprache und am Ende zeigt es sich, dass nichts zerbrochen ist und alle zusammenhalten, wenn es darauf ankommt. Aber mehr möchte ich darüber nun nicht verraten.
Fazit:
Limonen und das passende Getränk dazu hat die Autorin ins Geschehen einfließen lassen, mit interessanten Auswirkungen. Ein Sommerbuch mit Höhen und Tiefen. Zumindest zeigt es, dass es für manches nicht zu spät ist.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#Limonensommer #NetGalleyDe #NetGalleyDEChallenge
Rezension - Mordssand
Autorin: Ulrike Busch
Titel: Mordssand
Genre: Krimi
Version: eBook
erschienen: 27. Mai 2020
Seiten: 229
Altersempfehlung: Erwachsene
Über die Autorin:
Drei Herzenswünsche hat die gute Fee der gebürtigen Ruhrpottpflanze Ulrike Busch erfüllt: Erstens, in Hamburg zu wohnen, und zweitens, als Autorin von Büchern tätig zu sein, die drittens an Nord- und Ostsee spielen. Seit 1986 lebt die ehemalige selbstständige Texterin in Norddeutschland. „Dreimal hinfallen, und ich bin an meinen Sehnsuchtsorten: Amrum, Sylt, St. Peter-Ording, Travemünde, Niendorf, Timmendorfer Strand. Überall da, wo es viel Meer, Wind und Wetter und eine salzige Brise gibt.“
Bereits ihr erster Krimi, der 2015 erschienene Bestseller „Der Pfauenfedernmord“, etablierte sich als Longseller. Seitdem arbeitet die hauptberufliche Autorin ständig an neuen Bänden ihrer erfolgreichen Cosy-Krimi-Reihen „Ein Fall für die Kripo Wattenmeer“, „Anders und Stern ermitteln“ und „Ein Fall für Molly Bleck“.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Friso Wiborg, Star-Architekt in St. Peter-Ording, will sich am Ende seiner Karriere ein Denkmal setzen. In idyllischer Lage direkt am Strand soll der Friso-Tower entstehen, ein siebenstöckiges Luxus-Hotel. Die Sache mit dem Denkmal gelingt ihm – allerdings auf gänzlich andere Weise, als er sich das vorgestellt hatte: Nach einem Kreativ-Workshop in der Sandskulpturenwerkstatt in Westerhever wird seine skurril verpackte Leiche entdeckt. Wurde er Opfer der ‚Grünen Windmühlen‘? Die Aktivistengruppe um Lina Kraus kämpft entschlossen gegen den Bau des Hotels. Als hätten Tammo Anders und Fenna Stern mit dem Fall allein nicht schon genug zu tun, grätscht auch noch Fennas Tochter Fee dazwischen ...
Meine Meinung:
Als Serienjunkie fühle ich mich oft den Familien der Ermittler als zugehörig. So geht es mir auf jeden Fall, wenn ich wieder in einem Krimi mit Tammo Anders und Fenna Stern versinke. Inzwischen fühlen die beiden sich in dem "Mehrgenerationen-Familienhaus" sehr wohl, es hat durchaus Vorteile, aber auch manchmal Nachteile. Besonders dann, wenn die Tochter des Hauses sich nicht an Geflogenheiten hält. Aber darauf möchte ich nicht näher eingehen.
An dem Krimi von Ulrike Busch hat mir diesmal sehr gut gefallen, dass wieder ausreichend Spannung vorhanden war, aktuelle Themen, was Bebauung betrifft, angesprochen wurden und ich einiges über Sandskulpturen erfahren habe. Letzteres fand ich sehr gut, denn vor einiger Zeit durfte ich in Dänemark Kunstwerke aus Sand bewundern. Zum Glück habe ich damals keine Leiche vorgefunden.
Die Autorin hat mich ein weiteres Mal mit ihrem Krimi begeistern können. Spannung, Familienleben und vieles mehr hat sie in dieser Geschichte untergebracht. Die Schreibweise ist angenehm flüssig und ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen. Das tut mir manchmal schon etwas leid, denn die Autorin hat natürlich wesentlich mehr Zeit aufbringen müssen, zumal sie immer gut recherchiert, was auch diesmal der Fall war.
Fazit:
Eine weitere Folge mit Fenna und Tammo, die sich die Liebhaber von Krimiserien nicht entgehen lassen sollten. Für dieses und den vorherigen Büchern gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich vorab lesen durfte. Dies hatte allerdings keinen Einfluss auf meine gute Bewertung. Für Bücher, die mir nicht gefallen, nehme ich mir selten die Zeit vorab und auch nicht für den Austausch mit der Autorin.
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