Montag, 1. Juni 2020

Rezension - Das Awaren- Amulett



Autorin: Carmen Mayer

Titel: Das Awaren-Amulett

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 1. Juni 2020

Seiten: 438

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Maximum Verlag



Über die Autorin:
Carmen Mayer, geboren und aufgewachsen im württembergischen Mühlacker, lebt seit über vierzig Jahren mit ihrem Mann, ihrer Tochter und deren Familie in Ingolstadt/Bayern. Sie arbeitete nach ihrer kaufmännischen Ausbildung zunächst als au pair in Paris, anschließend in den Bereichen Verkauf, Export und im Sekretariat größerer Industriebetriebe, und bereiste als Einkäuferin für deutsche Unternehmen Asien und Amerika. Ihre ersten Veröffentlichungen als Autorin waren Kurzgeschichten, die über verschiedene Literaturforen im Internet erfolgreich den Weg zu ihren Leserinnen und Lesern fanden. Inzwischen hat sie eine immer größer werdende Fangemeinde, hauptsächlich durch ihre historischen Romane, Krimis und mundartlichen Theaterstücke. Sie ist aktives Mitglied bei den Mörderischen Schwestern e.V. und bei HOMER – Historische Literatur.  Carmen Mayer engagiert sich darüber hinaus mit großer Begeisterung in einem Vorlese- und Mitspieltheater für Kinder, arbeitet ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz, und genießt so oft es geht dankbar die Zeit mit ihrer großen Familie, bei der sie für alle ihre Interessenbereiche Unterstützung findet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Österreich zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Kaiser Ferdinand II will die Bevölkerung seines Landes um jeden Preis rekatholisieren. Johannes, ein junger Protestant, verliert bei einem brutalen Überfall katholischer Söldner auf ein Seitental der Enns seine Eltern; seine geliebte Schwester wird verschleppt. Bei der Leiche seiner Mutter findet er ein seltsames Amulett, das er als Andenken mitnimmt. Schon kurz darauf gerät er in die Wirren der Bauernaufstände im Land ob der Enns. Johannes muss das grausame Frankenburger Würfelspiel, bei dem die Männer gezwungen werden, um ihr Leben zu würfeln, mit ansehen. Er entkommt mit viel Glück, sein Amulett wird gestohlen. Alles scheint verloren. Als er dann unerwartet seinen alten Lehrmeister wieder trifft, den konvertierten Mönch Anselm, flieht er mit ihm zunächst nach Nürnberg, dann ins protestantische Württemberg. In der ehemaligen evangelischen Klosterschule Maulbronn erfährt er, welches Geheimnis sich hinter seinem Amulett verbirgt…
Eine Hexe soll ganz in der Nähe mit diesem Amulett großes Unheil angerichtet haben. Wird es ihm gelingen, die einzige Verbindung zu seiner Familie zurückzuerlangen?


Meine Meinung:
Ich finde historische Bücher immer wieder sehr interessant. Begeistert bin ich dann auch, wenn die Autorin Ereignisse aus der eigenen Familie unterbringen kann. Von Carmen Mayer weiß ich, dass der Großvater über ihre Vorfahren erzählt hat. Sie waren Glaubensflüchtlinge während des Dreißigjährigen Krieges, die, genau wie Johannes, der Protagonist dieses Buches, ihre Heimat verlassen mussten.
Johannes verliert seine Eltern und seine Schwester wird verschleppt. Bei der Mutter findet er ein Amulett, das ihm leider gestohlen wird. So macht er sich aus zwei Gründen auf den Weg, er möchte seine Schwester und auch das Amulett wieder finden.
Man kann sich vorstellen, dass es nicht ungefährlich war, Söldner trieben sich überall herum und die Menschen waren arm und misstrauisch. Carmen Mayer hat sehr eindrucksvoll geschildert, was damals so alles passiert ist und uns Leser vieles über das Zeitgeschehen vermittelt. Ich war sehr gespannt, ob Johannes das findet, was er gesucht hat, denn um das Amulett kreisten einige Geheimnisse.


Fazit:
Spannend und gut recherchiert, das fällt mir sofort dazu ein, wenn ich gefragt werde, wie ich das Buch beurteile. Erstaunlich, dass vieles auch in der heutigen Zeit noch passiert. Auf jeden Fall war ich an das Buch gefesselt und habe Johannes auf seinem abenteuerlichen Weg begleitet.  Fans historischer Bücher werden mit Sicherheit Gefallen an diesem Buch finden.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
Ich hatte die Möglichkeit, das Buch vorab zu lesen und kann deshalb meine Rezension sehr schnell nach dem Erscheinen einstellen.