Freitag, 27. Februar 2015

Rezension - Himmelrot


Autor: Heiner Meemken

Titel: Himmelrot

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Januar 2015

Seiten: 331

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur 




Der Autor Heiner Meemken, 1956 in Friesoythe geboren, arbeitete nach dem Pädagogikstudium als selbstständiger Werbegrafiker, um als alleinerziehender Vater seines kleinen Sohnes Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Später war er Inhaber einer Oldenburger Werbeagentur, die er 2011 verkaufte, um sich ganz auf die wieder gefundene Leidenschaft des Schreibens konzentrieren zu können. Heute lebt er mit seiner Frau und dem 2012 geborenen dritten Sohn in Oldenburg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Klaus Wiesenbach steht am Scheideweg seines Lebens. Genau zu dieser Zeit erreicht ihn eine E-Mail seines alten Freundes Rüdiger, der nicht mehr lange zu leben hat. Er bittet Klaus, für ihn eine Abschiedsfeier mit den ehemaligen Freunden aus der Studentenzeit zu organisieren, die mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut leben. Klaus macht sich auf eine Suche, die Rüdigers letzten Wunsch erfüllen soll – dabei erlangt auch Klaus unerwartet Klarheit und gibt seinem Leben eine neue Richtung.

Meine Meinung: 
Ein Buch, das einen nachdenklich stimmt und auch sehr berührt. So kam es mir auf  jeden Fall vor, als ich es las.
Da ist Klaus, der an einem Punkt in seinem Leben angekommen ist, wo er entscheiden muss, wie es mit ihm weitergehen soll. Nach einer schweren Zeit ist er trocken, aber immer noch krank geschrieben. Ob er weiter als Lehrer arbeiten kann und will, weiß er noch nicht. Genau zu dieser Zeit erhält er eine Mail von seinem Freund Rüdiger, den er während des Studiums in Hamburg kennen gelernt hat. Rüdiger ist an Krebs erkrankt und bittet Klaus, die alten Freunde von damals zu finden.

Ich als Leser konnte Klaus auf seiner Reise kreuz und quer durch Deutschland begleiten, denn er wollte die alten Freunde alle persönlich aufsuchen. Ich denke jetzt einfach mal, dass sich einige solche  Reisen auch wünschen würden. Nicht unbedingt aus diesem traurigen Anlass, aber um zu sehen, was aus ihnen geworden ist. In einem gewissen Alter denkt man doch öfter an einige Wegbegleiter zurück und so ging es auch Klaus. Manchmal kam es mir zwar etwas langatmig vor, wenn er sich an die alten Zeiten erinnerte, aber es war trotzdem interessant zu lesen.
Sehr gut gefallen hat es mir auch, dass ich auf dieser Reise die Orte sehr gut kennen lernen konnte und auch bekannte Gegenden wieder gesehen habe, denn es war alles bildlich vor Augen, weil der Autor es sehr gut beschrieben hat.

Von Rüdiger habe ich vieles aus den Mails an Klaus erfahren, die Haltung des Mannes hat mich schon beeindruckt. Nun kann man mir ja sagen, das ist doch nur eine Geschichte. Aber für mich waren die Beteiligten alle so real und ich habe mit gelitten. Die eine oder andere Träne musste ich mir an einer ganz besonderen  Stelle aus den Augen wischen, die ich hier jetzt aber nicht verraten will.

Heiner Meemken hat einen sehr interessanten Schreibstil. Ich musste schon genau aufpassen, worum es gerade ging, denn Klaus sprang mit seinen Gedanken immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Außerdem hatte Klaus auch eine besondere Art zu sprechen. Seine Gesprächspartner und ich hatten schon Mühe, ihn immer zu verstehen. Aber daran hatte ich mich relativ schnell gewöhnt.

Normalerweise schlage ich mich immer auf die Seite einer oder mehrerer Beteiligter in den Geschichten. Diesmal war es nicht der Fall. Ich habe Klaus ganz einfach nur begleitet und fand es sehr interessant seine Freunde kennen zu lernen und zu sehen, was aus ihnen geworden ist, Denn über ihre Vergangenheit war ich ja durch die wiederkehrenden Erinnerungen von Klaus bestens informiert.


Fazit:
Dieses Buch kann einen veranlassen, sich ebenfalls an viele Erlebnisse, die man während der Ausbildung oder Studium hatte, zu erinnern. Gleichzeitig sich aber auch Gedanken machen. wie man sich bestimmten Situationen verhalten würde.  Auf jeden Fall ist es lesenswert.

Ich bedanke mich beim Verlag Knaur für das Rezensionsexemplar, ohne das Angebot es lesen zu können, hätte ich es wahrscheinlich nicht entdeckt und das wäre dann doch schade gewesen.

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