Dienstag, 10. Februar 2015

Rezension - Zitronenlimonade


Autorin: Marleen Reichenberg

Titel: Zitronenlimonade

Genre: Schicksal, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24.6.2012

Seiten: 390

Altersempfehlung: Erwachsene



Dies schreibt die Autorin Marleen Reichenberg über sich: Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in Süddeutschland. In meiner freien Zeit spiele ich leidenschaftlich gerne Klavier, lese sehr viel, halte mich mit Yoga und Radeln fit und engagiere mich ehrenamtlich. Wer gerne noch mehr erfahren möchte, kann dies auf ihrer Seite nachlesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Stellen Sie sich vor, Sie sind jung, attraktiv, kerngesund, haben einen interessanten lukrativen Job, viele Freunde und stehen kurz vor der Heirat mit Ihrem Traumpartner. Doch mit einem Mal wird dieses Leben vom Schicksal völlig auf den Kopf gestellt. Plötzlich leben Sie in einer anderen Welt mit gänzlich neuen Spielregeln. Sie haben nicht die leiseste Ahnung, ob und wann Sie Ihr früheres Leben wieder aufnehmen können. Die dreißigjährige Christina findet sich in genau dieser Situation wieder. Ohne zu wissen, ob ihren Anstrengungen Erfolg beschieden sein wird, kämpft Christina an allen Fronten: Um ihre Beweglichkeit, ihre Ausdrucksfähigkeit, ihre Selbstständigkeit, ihren Job und vor allem um ihre große Liebe. Ihre Bekannten, Freunde und die Familie reagieren völlig unterschiedlich auf ihre Probleme und auch Christina selbst stellt plötzlich vieles infrage. Selbstironisch, humorvoll und unterhaltsam schildert sie ihren Weg.

Meine Meinung:
Sehr eindrucksvoll hat Marleen Reichenberg  in diesem Buch über einen Schlaganfall und den schweren und langen Weg der Reha geschrieben. Mir hat das Buch sehr gefallen, von Anfang bis Ende war ich daran gefesselt. Obwohl das Thema nicht ganz alltäglich war. Aber die Schilderungen haben mich berührt und auch nachdenklich gemacht.
Die dreißigjährige Christina erzählt aus ihrer Sicht, wie sie sich fühlt und was sie alles erlebt. Wir Gesunden machen uns um viele Dinge, die zum Beispiel Rollstuhlfahrer betreffen, wenig Gedanken.
Es ist natürlich klar, dass Christina ab und zu in großes Selbstmitleid verfällt, was man sehr gut nachvollziehen kann. Aber eigentlich ist sie eine starke Kämpfernatur und schafft in sehr kurzer Zeit sehr viel. Sie hat ihre Familie und Freundin, die ihr hilfsbereit zur Seite stehen und lernt auch noch viele liebenswerte hilfsbereite Menschen kennen. Es war eine Freude, das alles zu lesen und auch wie sie mit unangenehmen Zeitgenossen umgegangen ist.
Nun mag manch einer denken, nein, das ist kein Buch für mich. Dem möchte ich allerdings widersprechen. Wie ich erwähnte hat mir das Buch gefallen und an manchen Stellen musste ich auch lachen, aber die eine oder andere Träne wollte auch fließen. Also eigentlich ein ganz normales gutes Buch und es kann niemandem schaden, einiges aus Sicht einer Rekonvaleszenten zu betrachten.
Außerdem hat es richtig Spaß gemacht, den manchmal sarkastischen Gedanken von Christina zu folgen und zu denken: richtig so! Mach weiter so!

Dieses Buch ist im Juni 2012 erschienen, inzwischen gibt es die 2. überarbeitete Auflage.
Der flüssige Schreibstil hat es geschafft und mich an das Buch gefesselt, das ich mal wieder in einem Rutsch durchgelesen habe.

Fazit:
Es ist nicht immer leicht, über schwere Schicksalsschläge zu schreiben. Nach meiner Meinung ist dies Marleen Reichenberg aber bestens gelungen und sie bringt uns Leser dem Thema sehr nahe. Außerdem kennen viele betroffene Personen, denen das schon passier ist oder selber im Familien- und Bekanntenkreis erkrankte haben. Dieses Buch hilft einem mehr Verständnis für die Nöte aufzubringen und nebenbei ist es wirklich sehr gut geschrieben. Ich empfehle das Buch gerne und jedem weiter.

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