Mittwoch, 3. Februar 2021

Rezension - Die Schwimmerin



Autorin: Gina Mayer

Titel: Die Schwimmerin

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook und gebunden

erschienen: 24. November 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Harper Collins



Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche sowie einige Erwachsenenromane veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mitten im Wirtschaftswunder stellt sich eine starke Frau den Schatten ihrer Vergangenheit 
Essen 1962: Betty heiratet ihren Martin und ist fest entschlossen, ihr lang ersehntes Glück mit aller Macht festzuhalten. Zu viele Entbehrungen hat sie schon hinnehmen müssen. Der zweite Weltkrieg hat Betty nicht nur ihre Heimat, ihre Familie und ihre erste Liebe genommen, sondern ihr auch ein düsteres Geheimnis aufgebürdet. Seit jener Zeit ist das Schwimmen Bettys Halt und Trost. Eine Überlebensstrategie, den Kopf immer über Wasser zu halten, komme was wolle. Ausgerechnet beim Schwimmen trifft sie nun auf ein junges Mädchen, das ihr eigenartig vertraut erscheint. Und dieses Mädchen hat entschieden, sich ein Stück von Bettys Glück zu greifen. Es beginnt, sie zu verfolgen, zu erpressen. Betty erkennt, dass die Vergangenheit sie hinabzureißen droht, wenn sie sich ihr nicht endlich stellt.


Meine Meinung:
Ich hatte vor kurzem erst das Buch  "Die Protestantin" gelesen, was mir sehr gut gefallen hat und nun war ich gespannt auf dieses Buch. 
Wieder begab ich mich auf eine Reise in die Vergangenheit, die allerdings nicht sehr weit entfernt ist, aber sehr ereignisreich war. Ich lernte Betty kennen und erfuhr viel aus ihrem Leben. Denn die Autorin hat sehr ausführlich beschrieben, was Betty in den Jahren 1942 - 1946 erlebt hat und später ab 1962. Im Wechsel habe ich also lesen können, was ihr so alles passiert ist. Wenn ich nun mal Bezug auf den Buchtitel nehme, dann ist Betty nicht Wettkampfschwimmerin geworden, was ich so ein bisschen erwartet hatte. Trotzdem hat das Schwimmen in ihrem Leben sehr viel Bedeutung gehabt. Aber darauf werde ich nicht näher eingehen.
Ich fand es ausgesprochen interessant zu lesen, wie schwer es war, während des Krieges aus Düsseldorf evakuiert zu werden und in einer fremden Umgebung leben zu müssen. Aber auch später hatten es die Frauen nicht leicht, was Betty mehrfach erfahren musste. Ich bekam einen guten Einblick in das damalige Zeitgeschehen.


Fazit:
Eine sehr unterhaltsame Möglichkeit, einiges über das Leben der vergangenen Jahrzehnte zu erfahren. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieSchwimmerin #NetGalleyDE

Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension - Die Rache des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Die Rache des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hat Liebe einen Preis?
Köln, anno domini 1424: Im Haus von Aleydis de Bruinker zieht einfach keine Ruhe ein. Betrugsversuche in ihrer Wechselstube, übermütige Verehrer, das kriminelle Erbe ihres verstorbenen Mannes … mit all dem muss Aleydis sich fast täglich auseinandersetzen. Und trotz dieser Widrigkeiten kommt sie bestens zurecht, auch ohne Mann. Auch ohne Vinzenz van Clewe, obwohl sie zugeben muss, dass der gutaussehende Gewaltrichter bisweilen durchaus hilfreich sein kann. Doch dann erlebt Aleydis ihren schlimmsten Alptraum: Ihre Mündel Marlein und Ursel werden entführt. Aleydis setzt alles daran, die Mädchen zurückzubekommen. Koste es, was es wolle …


Meine Meinung:
Voller Spannung habe ich auf dieses Buch gewartet, denn inzwischen fühlte ich mich im Haushalt von Aleydis sehr wohl. Naja, als Leserin, denn vor Ort wäre ich nicht so gerne gewesen, das war mir dann doch zu aufregend. Es war immer etwas los, die Intrigen hörten einfach nicht auf.
Aber ich will zunächst mit dem ersten Seiten des Buches beginnen. Sehr aufmerksam habe ich mir den Stadtplan von Köln angesehen. So konnte ich die Wege, die Aleydis zurück legte, sehr gut vorstellen. Heute kann man es sich kaum vorstellen, welche Strecken meist zu Fuß bewältigt werden mussten und selbst kurze Wege waren nicht ungefährlich. Alleine durfte ein Frau selten losgehen.
Zur Auffrischung diente als nächstes das Personenverzeichnis, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Gerade für mich als Vielleserin ist es sehr hilfreich, lerne ich doch in den vielen Büchern eine Menge Personen kennen.
Und dann startet die Geschichte direkt mit einem aufregenden Prolog. Ohje, was erwartete mich denn jetzt? Die Mündel Ursel und Marlein wurden entführt!
Petra Schier hat sich auch diesmal einiges einfallen lassen und eine tolle Folge der Lombarden-Trilogie geschrieben. Spannung, Romanze und Alltagsleben wurden bestens miteinander kombiniert. Und ich hielt ein weiteres Mal ein Buch in der Hand, das ich einfach nicht zur Seite legen konnte. Gut, dass wir alle im Moment mehr Zeit zu Hause verbringen und in Ruhe Bücher lesen können.
Auf den Inhalt des Buches will ich jetzt nicht weiter eingehen. Auf jeden Fall war ich gefesselt. Ich war begeistert, dass ich alte Bekannte aus anderen Büchern wieder gesehen habe. Und ich finde es immer wieder toll, dass ich dank der guten Recherche der Autorin soviel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren kann.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss einer lesenswerten Trilogie. Von mir aus könnte es noch wesentlich mehr Folgen geben, denn Potential ist reichlich vorhanden. Aber nun gebe ich für dieses Buch, nein für die gesamte Lombarden-Trilogie eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ein niederträchtiger Mord


Autorin: Cora Harrison

Titel: Ein niederträchtiger Mord

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Cora Harrison hat als Lehrerin gearbeitet, bevor sie auf eine Farm im Westen Irlands zog und anfing, historische Romane zu schreiben. «Ein niederträchtiger Mord» ist der erste Band ihrer Reihe um die ermittelnde Nonne Mutter Aquinas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Cork, 1923. Der Fluss Lee spült der Nonne Mutter Aquinas eine junge Frau vor die Füße, im feinen, seidenen Ballkleid - und ganz offensichtlich tot. Die resolute Mutter Oberin verständigt umgehend Sergeant Patrick Cashman, einen ehemaligen Klosterschüler von ihr, der neben einem scharfen Verstand auch einen besonderen Blick fürs Detail besitzt. Nicht umsonst: Am Hals der Toten finden sich Strangulationsmale. Es dauert nicht lange, und der obduzierende Arzt – der unorthodoxe jüdische Dr. Scher – bestätigt die Vermutung, dass die junge Frau ermordet wurde. Auch ist die Identität der Toten schnell geklärt: die als vermisst gemeldete Angelina Fitzsimon, die zwanzigjährige Tochter eines respektablen Teehändlers aus Cork, die kurz davor stand, ein Vermögen zu erben. Als Dr. Scher im Saum von Angelinas Ballkleid eine Fahrkarte für die Mitternachtsfähre nach Liverpool entdeckt, ahnt die Mutter Oberin, dass hinter dem Mord an der jungen Frau mehr steckt, als es den Anschein hat. Gemeinsam mit Sergeant Cashman und Dr. Scher geht die Nonne der Sache auf den Grund – und kommt dem Mörder bald näher, als ihr lieb ist …


Meine Meinung:
Ich gestehe, dieses hübsche Buchcover hat mich sofort angesprochen und deshalb habe ich beschlossen, den Krimi zu lesen. Zumal mich die Kurzbeschreibung neugierig machte und ich gerne historische Krimis lese. 
Cork 1923, mal wieder wird das Leben in der Stadt durch Hochwasser beeinträchtigt. Die Nonne Aquinas findet vor dem Kloster eine tote junge Frau. Sie ruft umgehend nach dem Sergeant Patrick Cashman, denn etwas kommt ihr merkwürdig vor. Sie sollte recht behalten und schon stecken wir alle mittendrin in einem Mordfall. 
Die Autorin hat es verstanden und mich an das spannende Buch gefesselt, außerdem hat sie mich mit interessanten Wendungen überraschen können. Für die Nonne war es nicht leicht, alles herauszufinden, aber letztendlich hat sie es mit dem Sergeant und dem zuständigen Arzt geschafft, zumal sie von einer Seite Hilfe erhielt, mit der sie nicht gerechnet hatte. Abgründe taten sich auch, darüber werde ich aber nichts verraten. Mir hat ebenfalls sehr gut gefallen, dass ich auch hier, so ganz nebenbei viel über das Leben zur damaligen Zeit erfahren konnte. 


Fazit:
Dies ist ein gelungener Auftakt einer neuen Serie, die mir gefallen hat. Mit Sicherheit werde ich weitere Folgen lesen. Aber zunächst gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Samstag, 23. Januar 2021

Rezension - Tod in Abbey View


Autorin: Pia O'Connell

Titel: Tod in Abbey View

Genre: Krimi, Cosy Crime

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2021

Seiten: 344

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Spannungsvoll



Über die Autorin:
Pia O’Connell, geboren in Regensburg, lebt und arbeitet seit den frühen Neunzigerjahren auf der grünen Insel. Anregungen für ihre Geschichten erhält sie aus dem täglichen Leben, aus dem Eintauchen in den irischen Alltag mit seinem unverwechselbaren Menschenschlag und aus der bezaubernden irischen Landschaft. Sie liebt ihre baye-irische Familie, schätzt bayerisches Bier und irischen Whiskey und hat eine Schwäche für leckeres Essen. Pia O’Connell lebt mit ihrem Mann im malerischen County Carlow in „Irelands Ancient East“.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Elli O'Shea, geborene Elisabeth Feuchtwanger, hadert mit sich und der Welt. Warum kann sie nicht einfach mal Nein sagen? Kaum haben sie und ihr Mann Seán mit dem gemeinsamen Sohn Patrick ihre neue Doppelhaushälfte in Abbey View, einer neuen Wohnsiedlung in der irischen Kleinstadt Celbridge in der Grafschaft Kildare, bezogen, als sich auch schon ihre Eltern aus Bayern zu Besuch anmelden. Die Bilder hängen noch nicht an den Wänden, als Ellis Eltern das Gästezimmer beziehen. Dann findet ausgerechnet ihr kleiner Sohn Patrick den nervigen Nachbarn tot in seinem Garten liegen. Mit einem Loch in der Stirn. Ellis Vater, Manfred Feuchtwanger, seines Zeichens pensionierter Kriminalhauptkommissar, läßt es sich nicht nehmen, ein bisschen zu ermitteln. Ellis Mutter versucht alles, um ihre Tochter zur Rückkehr nach Regensburg zu überreden. Doch die hat andere Pläne. Sie will gemeinsam mit Tadhg Kelly eine Privatdetektivagentur eröffnen. Nicht ahnend, dass Tadhg mit eigenen Problemen zu kämpfen hat ...


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach einem Krimi, der mich auch in andere Länder reisen lässt, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Es ist das zweite Buch, in dem Elli O'Shea ermittelt. Schnell stellte ich fest, dass ich problemlos einsteigen konnte. Vorwissen war nicht erforderlich. 
Elli O'Shea kommt ursprünglich aus Regensburg, wohnt aber seit kurzem mit Mann und Sohn in einer irischen Kleinstadt. Als ihre Eltern zu Besuch kamen, hatte ich die Möglichkeit mit ihnen gemeinsam das Alltagsleben in Irland kennen zu lernen, was ich sehr interessant fand. Am Ankunftstag der Eltern finden Ellis Sohn und sein Freund den Nachbarn tot in seinem Garten. Natürlich will Elli wissen, was passiert ist und ihr Vater, als pensionierter Kriminalhauptkommissar ist ebenfalls neugierig. Nun hätte ich erwartet, dass sich alles um die Aufklärung dreht, aber mir kam es so vor, als rückte dies sehr weit in den Hintergrund. Ich begleitete Elli und ihre Familie in der Hauptsache bei ihren Unternehmungen, wobei es meist ums Einkaufen, Kochen, einem Wochenendausflug oder die Einschulung des vierjährigen Sohnes ging. Das alles war wirklich sehr interessant, ich konnte mir das Leben in der irischen Kleinstadt bestens vorstellen. 
In diesem Buch spielte eine weitere Person noch eine Rolle, Tadhg, ein ehemaliger Polizist, der reichlich Probleme hatte und mir nicht ganz so sympathisch war. Elli und Tadgh wollen sich gemeinsam als Detektive selbständig machen. Im Wechsel habe ich dann erfahren, was die beiden so unternehmen. Wobei ich mich nicht wirklich für das gemeinsame Vorhaben begeistern konnte.
Achja, am Ende konnte tatsächlich der Täter ermittelt werden. 


Fazit:
Ich würde dieses Buch als interessanten Irland-Roman bezeichnen, mit einem Hauch krimineller Handlung. Unter diesem Gesichtspunkt fand ich das Buch sehr interessant. So richtig hart gesottenen Krimifans kann ich es nicht unbedingt empfehlen. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#TodinAbbeyView #NetGalleyDE

Roman - Der Tod lässt kein Schwein kalt


Autorin: Ladina Bordoli

Titel: Der Tod lässt kein Schwein kalt

Genre: Cosy Crime

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Ladina Bordoli wurde 1984 im Schweizerischen Jenaz geboren und lebt bis heute im Prättigau, einem kleinen Tal in den Alpen. Nach ihrer Matura begann sie, als Fachfrau für Unternehmensführung im elterlichen Bauunternehmen zu arbeiten. Sie entdeckte schon früh ihre Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen und schreibt vorwiegend in den Bereichen Krimi, Fantasy und Frauenunterhaltung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein verschneites Dorf, eine tiefgefrorene Leiche und ein Wollschwein als Hauptzeuge eines Mordes … »Die Polizei und der Arzt hatten den Tatort verlassen. Odette kniete nieder und kniff die Augen zusammen. Schuhabdrücke. Isoliert. In großen Abständen, als sei der oder die Unbekannte gerannt. Dazwischen ... die Abdrücke von Schweinehufen ... « 
Als die divenhafte Schauspielerin Odette Montebello nicht mal mehr eine Statistenrolle als Leiche angeboten bekommt, kauft sie kurzerhand ein Chalet in den Schweizer Alpen, um durch den Tapetenwechsel einer drohenden Midlife-Crisis zu entgehen. Doch ihr Traum von einer ruhigen Auszeit nimmt ein jähes Ende, als sie eines Wintermorgens die Leiche eines Jugendlichen in ihrem Garten findet – zur Vogelscheuche zweckentfremdet. 
Offenbar gibt es für die Tat nur einen einzigen Zeugen: Wollschwein-Dame Persephone von Odettes mürrischem Nachbarn Anton. Während die örtliche Polizei den Fall schnell als einen unglücklichen Unfall zu den Akten legt, fallen der erfahrenen Krimistatistin Odette sofort Ungereimtheiten auf. So beginnt sie, auf eigene Faust zu ermitteln, denn sie ahnt: Die entscheidenden Hinweise zur Überführung des Täters sind in Persephone verborgen – man muss nur kreativ werden …


Meine Meinung:
Da ich ja sehr auf humorvolle Cover reagiere, ist mir dieses Buch schon vor einiger Zeit aufgefallen und ich freute mich, dass ich es nun endlich lesen konnte. 
Ich lernte Odette Montebello kennen, eine "in die Jahre gekommene" Schauspielerin. Sie hat in über zweihundertfünfzig Tatorten mitgespielt und meinte, dass sie Ahnung hat und weiß, wie der örtliche Polizist zu arbeiten hat. Ihr Nachbar Anton und besonders sein Wollschwein Persephone haben ebenfalls etwas mit dem Toten zu tun, denn das Schwein reagiert auf einmal sehr merkwürdig. Hört sich das nach einem spannenden Krimi an? Nun, für mich hielt sich die Spannung in Grenzen. Allerdings war es ganz interessant zu lesen, denn es gab einige merkwürdige Typen und Odette hatte ziemlich originelle Ideen. Auf mich wirkte sie manchmal etwas zu nervig, Anton konnte sie nicht so richtig einordnen, aber er musste feststellen, dass sein Leben nicht mehr so langweilig war. Außerdem hat am Ende Odette ihr Ziel erreicht und heraus gefunden, was denn nun wirklich passiert ist. 
Erzählt wurde mir die Geschichte im Wechsel aus Sicht von Odette und Anton, was mir gut gefallen hat, konnte ich dadurch auch besser die Gedanken der beiden nachvollziehen. 
Die Handlung spielt in den Schweizer Bergen und ich hatte einige Probleme mit verschiedenen Begriffen, leider gab es am Ende kein Glossar mit Erklärungen. 
Sehr anschaulich waren für mich die Beschreibungen der Orte. Ich hatte das Gefühl ebenfalls dort zu sein. 


Fazit
Saukomisch, aber wenig Spannung. Das Ende lässt vermuten, dass es weitere interessante Folgen geben wird. Mit Sicherheit gibt es genügend Fans, die lieber einen Krimi lesen möchten, in dem nicht am laufenden Band Personen ermordet werden und es sehr blutrünstig zugeht. Ich selber werde dieses Buch allerdings nicht unter Krimi einordnen, sondern eher bei den Cosy Crimes.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerTodLässtKeinSchweinKalt #NetGalleyDe

Freitag, 22. Januar 2021

Rezension - Waldstettener G'schichten - Das alte Gutshaus


 
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten - Das Alte Gutshaus

Genre: Gegenwartsroman, Gesellschaftsroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Januar 2021

Seiten: 211

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : BoD – Books on Demand



Über die Autorin
Brigitte Teufl-Heimhilcher wurde 1955 in Wien geboren und empfand schon zu Schulzeiten einen Deutschaufsatz als erholsame Freistunde. Die ursprünglich, gelernte Immobilien-Fachfrau verbindet in ihren Büchern auf humorvolle Art unterschiedliche Genre miteinander. Brigittes Romane können sowohl Liebesroman-Elemente, als auch kriminalistischen Anteile enthalten. Die Bücher zeichnen sich durch ihre spannende und erfrischende Abwechslung aus, die sich in aktuellen Gesellschaftsthemen eingebettet sehen. Daher kann man sie auch als heitere Gesellschaftsromane bezeichnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Diese Frauen machen mich noch wahnsinnig“, stöhnt Bürgermeister Ludwig Paffler. Als das alte Gutshaus zu einem Seniorenheim umgebaut werden soll, muss sich Ludwig nicht nur mit seiner Schwester Traudl, sondern auch noch mit der neuen Amtskollegin von Stettenkirchen auseinandersetzen. Beide Damen sind ziemlich eigenwillig und verfolgen höchst unterschiedliche Ziele. Traudl ist Anfang fünfzig und nicht gerade ein Ausbund an guter Laune. Da sie mit ihrem Leben reichlich unzufrieden ist, sieht die ehemalige Architekturstudentin in dem Bauvorhaben eine Chance, ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Wesentlich undurchsichtiger sind die Ziele, die Irma Duscher verfolgt. Will die Bürgermeisterin das Projekt Seniorenheim zu Fall bringen? Und warum versucht sie, ausgerechnet Ludwig zu umgarnen? Ein heiterer Gesellschaftsroman mit kriminalistischem Touch.


Meine Meinung:
Nun war ich bereits zum vierten Mal in Waldstetten zu Besuch. Mir gefällt es dort sehr gut, ich habe viele Bewohner in mein Leserherz geschlossen. Allerdings gibt es einige, die ich gerne wieder los werden möchte. Ob es mir diesmal gelingt?

Wer bis jetzt noch keine der Waldstettener G'schichten gelesen hat, kann trotzdem ohne Schwierigkeiten einsteigen. Denn anstelle eines Vorwortes gibt die Autor einen Überblick über die Beteiligten und besondere Ereignisse der drei vorherigen Bücher. Auch für mich war es sehr hilfreich, denn mir als Vielleserin begegnen mir so viele Personen und so war ich sofort wieder auf dem aktuellen Stand. Schnell war ich wieder vor Ort und konnte dem Alltagsleben aller folgen. Es gab reichlich schwierige Situationen, die alle sehr realistisch waren. Allerdings konnte ich nicht immer für alle Verständnis aufbringen und hätte zu gerne mal mitgemischt und denjenigen etwas gesagt. Aber Brigitte Teufl-Heimhilcher hat das natürlich auch ohne meine Hilfe hinbekommen 😉 

Sie hat es auch diesmal geschafft, dass ich das Buch möglichst ohne lange Pausen lesen wollte. Zumal ich sehr neugierig war und wissen wollte, was denn nun tatsächlich passiert ist und wie es für alle endet. So war es diesmal nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch spannend. Aber mehr werde ich dazu nicht verraten.

Inzwischen habe ich ja schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin mit der österreichischen Sprache etwas vertrauter geworden. Aber trotzdem gibt es ab und zu den einen oder anderen Begriff, der mir nicht so geläufig ist und da finde ich die Erklärungen im Glossar sehr hilfreich. 


Fazit:
Die Waldstettener G'schichten finden ein Ende mit dem ich sehr zufrieden bin. Brigitte Teufl-Heimhilcher versteht es bestens unterhaltsame und heitere Gesellschaftsromane zu schreiben. Jedes Buch kann für sich gelesen werden, weil es eine abgeschlossene Geschichte ist. Allerdings macht es mehr Spaß, alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Gerne empfehle ich dieses und die vorherigen Bücher.

 

Nun möchte ich noch etwas persönliches erwähnen. Mich hat es unwahrscheinlich gefreut, dass Brigitte Teufl-Heimhilcher am Ende des Buches meinen Blog erwähnt hat. Ach was, es hat mich richtig stolz gemacht. Es ist ja oft so, dass wir Buchblogger nicht immer so beachtet werden. Für viele ist es selbstverständlich, dass wir Bücher lesen und rezensieren. Wir haben damit natürlich nicht so viel Arbeit, wie die Autoren, aber es nimmt schon etwas Zeit in Anspruch. Ich mache das aus Spaß an der Freud, wie es bei uns so schön heißt und natürlich freue ich mich noch mehr, wenn ich meinen Namen oder die Erwähnung meiner Bücherseite sehe. 💓

Dienstag, 19. Januar 2021

Rezension - Blut und Blüten



Autorin: Thea Lehmann

Titel: Blut und Blüten

Genre: Krimi

Version: Taschenbuch

erschienen: 11. November 2020

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : DDV EDITION 






Über die Autorin:
Thea Lehmann arbeitete viele Jahre als Journalistin und freie PR-Beraterin, bevor sie 2015 ihren ersten Regional-Krimi veröffentlichte. Die Sächsische Schweiz ist die zweite Heimat der in Bayern aufgewachsenen Autorin. Diese Region inspiriert sie enorm, deshalb gibt es inzwischen sechs Krimis aus der Reihe um den bayerischen Kriminalkommissar Reisinger und seinen sächsischen Kollegen. Thea Lehmann ist Mitglied bei den Mörderische Schwestern e.V. und im Autorenverein 'Das Syndikat'


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Verhaftung, eine Hochzeit und der Überfall auf einen Lastwagen der Papierfabrik in Königstein - das Jahr hätte für die Kommissare Sandra Kruse und Leo Reisinger auch ruhiger zu Ende gehen können. Zudem müssen die beiden Ermittler einen Kollegen des LKA bei der Suche nach den verschwundenen Paletten voller Geldscheinpapier unter die Arme greifen. Was zunächst nach einer Kleinigkeit aussieht, entwickelt sich schnell zu einem brisanten Fall. Während Sandra ihren eigenen Weg geht, durchlebt Leo Todesangst...
Der 6. Heimatkrimi aus der Feder der Autorin Thea Lehmann und ein weiteres spannendes Abenteuer des sächsisch-bayrischen Ermittlerduos.


Meine Meinung:
Nachdem ich mit Begeisterung den Krimi "Mord im Kuhstall" gelesen hatte, wollte ich eigentlich noch weitere Bücher lesen, in denen das sächsisch-bayerische Duo ermittelt. Aber irgendwie habe ich es einfach nicht geschafft und deshalb freute ich mich sehr, dass ich unverhofft dieses Buch in der Hand hielt.
Das interessante Ermittlerduo hatte ich ja bereits kennen gelernt und in mein Leserherz geschlossen. Sandra Kruse und Leo Reisinger haben mich gleich zu Beginn erfreuen können, zu gerne wäre ich bei der Hochzeit des Kollegen dabei gewesen und hätte sie beim Tanzen beobachtet. Diese Aktion sollte im Laufe der Geschichte öfter dafür sorgen, dass ich schmunzeln musste. Aber schnell werden sie vom Alltag wieder eingeholt. Eigentlich sollte ein nicht gerade beliebter Kollege bei seiner Arbeit unterstützt werden und es sah nach einer langweiligen Arbeit aus. Dass es nicht dazu kam, war unter anderem die Familie Howald schuld. Sie hatten besondere Pläne geschmiedet und ich würde sie gerne als "MöchtegernGangster" bezeichnen.
Im Wechsel konnte ich verfolgen, was bei den Howalds passierte und den Ermittlern bei der Arbeit zusehen. Mir hat dieser Wechsel sehr gut gefallen, dadurch bekam ich ja einen Wissensvorsprung. Allerdings waren noch weitere Personen beteiligt und die gaben mir Rätsel auf.
Was anfangs durchaus unspektakulär aussah, entwickelte sich immer mehr in eine spannende Angelegenheit. Es gab Verwicklungen und Handlungen, die für mich immer aufregender wurden und sich mehr und mehr steigerten. Es passierte auch einiges, womit ich nicht gerechnet hatte und was mich überraschte. An einer Stelle erwischte ich mich, als ich dachte, schade, das hätte nicht sein brauchen. Aber so ist es nun einmal. Dafür wurde ich durch das tolle Ende entschädigt. Für die Howalds freute ich mich sehr und nun bin ich gespannt, wie es mit Sandra und Leo weitergeht.


Fazit:
Eine gelungene unterhaltsame und spannende Folge dieser Serie. Mich hat sie begeistert und da die Neugierde groß ist, werde ich nun darauf achten, dass ich weitere Folgen nicht verpasse. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.