Samstag, 21. Dezember 2013

Rezension - Die andere Schwester des Papstes


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Die andere Schwester des Papstes

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. Oktober 2012

Seiten: 146

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Anlässlich der Amtseinführung von Papst Leo XV. berichtet die Presse ausführlich über seine Schwester Maria, einer Klosterschwester. Doch dann entdeckt ein findiger Journalist, dass der Pontifex noch eine Schwester hat: Katharina. Aber die passt nicht ins päpstliche Bild, denn sie hat eine uneheliche Tochter, ist geschieden, glücklich wiederverheiratet und unterstützt auch noch die Reforminitiative! Dennoch bewegt dieser Zeitungsartikel den Pontifex dazu, sich anlässlich eines offiziellen Heimatbesuches mit Katharina zu treffen. Damit nicht genug. Eine ziemlich unpassende Krankheit zwingt ihn, ihre Dienste als Ärztin in Anspruch zu nehmen. So kehrt der Papst inkognito in das Haus seiner Schwester zurück und höchst unterschiedliche Standpunkte prallen aufeinander. Doch auch noch andere Überraschungen warten auf seine Heiligkeit. Er muss sich nicht nur mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Florian, der ebenso gebildete, wie liebenswürdige Stiefsohn von Katharina, homosexuell ist, auch seine Freunde aus Jugendtagen haben erstaunliche Ansichten. Warum kämpft sein ehemaliger Freund Clemens bei den Kirchenreformern und warum steht auch seine ehemalige Jugendfreundin Erika auf Seite der Reformer? Längst vergessene Gedanken und Gefühle kommen in ihm hoch. Ist Rom wirklich so weit weg von der Wirklichkeit - und was ist die Wirklichkeit?

Meine Meinung:
Als ich das Buch bekommen hatte, wollte ich nur mal kurz reinschauen und es dann zum späteren Lesen zur Seite legen. Das ist mir nicht gelungen. Ich fand die Geschichte so fesselnd und interessant und im Nu hatte ich das Buch dann durchgelesen.
Mir hat es wirklich Spaß gemacht, wie Katharina immer mit ihrem Bruder, dem Papst gestritten äh diskutiert hat. Denn ich bin mit ihr einer Meinung und steckte wirklich mittendrin in der Geschichte. Man stelle es sich auch einmal vor, der Bruder ist Papst und durch die Krankheit bekommt man als Schwester die Möglichkeit, den Bruder bei sich zu beherbergen und zu kurieren. Aber wichtig ist, dass er dort den ganz normalen Alltag erlebt und selber über vieles nachdenkt. Außerdem können ihm viele Fragen gestellt werden, die nicht nur die eigene Schwester interessieren würden.
Die Autorin hat diese Geschichte wirklich ganz toll geschildert und auch gleichzeitig ihr Wissen über allergische Reaktionen auf Lebensmittel einbauen können. Das ist in der heutigen Zeit auch ein sehr interessantes Thema.
Mit Katharina konnte ich mich sofort anfreunden und fand es toll, wie sie so alle Steine, die ihr durch ihre angeblich gutmeinenden katholischen Verwandten in den Weg gelegt wurden, zur Seite schieben konnte.
Als Protestantin stehe ich vielen Aussagen der Kirche auch kritisch gegenüber und ich finde es sehr mutig von Brigitte Teufl-Heimhilcher, dass sie dieses Thema für ihr Buch gewählt hat.

Fazit:
Ein wirklich interessantes Buch, was sich mit der Kirche und Alltagsfragen auseinander setzt. Es regt zum Schmunzeln und Nachdenken an. Absolut lesenswert!

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