Dienstag, 13. August 2013

Rezension - Zeit für Eisblumen


Autorin: Katrin Koppold

Titel: Zeit für Eisblumen

Genre: Romanze

Version: Taschenbuch und  eBook

erschienen: 5. August 2013

Seiten: 254

Altersempfehlung: ? Erwachsene




Über die Autorin: Katrin Koppold, Jahrgang 1976, arbeitete nach ihrer Schulzeit als Journalistin, Fitnesstrainerin, TV-Darstellerin und Pferdepflegerin auf einem Gestüt in Irland, bevor sie sich dazu entschloss, sesshaft zu werden. Heute unterrichtet sie Deutsch und Sport an einer Realschule und wohnt mit ihrer Familie und ihren zwei Katzen bei München.

Kurzbeschreibung:
Fee Baum ist mit sich selbst nicht mehr zu frieden. Seit der Geburt ihres Sohnes Paul fühlt sie sich dick, ist gestreßt im Beruf und hat öfter Streit mit ihrem Freund. Nach einem schwerwiegenden Fehler schickt ihr Chef sie für einige Wochen in Zwangsurlaub. Fee nutzt diese Zeit um mit ihrer Mutter und dem kleinen Paul nach Irland zu reisen. Allerdings verrät sie keinem in der Familie warum sie tatsächlich dorthin will.

Meine Meinung:
Im wirklichen Leben könnte die Protagonistin Fee nie meine Freundin werden. Für mich ist sie zu oberflächlich, zu sehr auf sich selbst bezogen und hat auch einen Beruf, dem ich nichts abgewinnen kann. Sie macht auch zu viel Theater um die Geburt und der Dinge, die danach passiert sind. Außerdem stellte ich  mir oft die Frage, ist diese Frau wirklich erwachsen, warum will sie unbedingt nach Irland, hat sie sich da nicht in etwas verrannt? Nachvollziehen konnte ich das nicht wirklich und es hat sehr lange gedauert, bis ich sie endlich mochte.
Diese Reise führte dann auch endlich dazu, dass Fee zu sich selber fand. Ihr wurde so manches Mal vor Augen geführt, dass sie falsch gehandelt hat und sie kam zu der Erkenntnis, dass sie es immer noch besser machen kann. Was in der Vergangenheit passiert ist, kann sie nicht rückgängig machen, aber in der Zukunft kann sie es besser machen.
Auf alle Einzelheiten in diesem Buch möchte ich nicht eingehen, es soll jede Leserin unvoreingenommen lesen. Ich gebe hier auch nur meinen persönlichen Eindruck wieder. Allerdings möchte ich wenigstens eine Stelle erwähnen. Ich fand es schon einen Hammer, dass Fee ihrer Mutter vorwirft, sich von ihrem Mann trennen zu wollen und sich mit einem ollen Knilch, wie sie Ian nennt, abgibt. Dass Fee sich ebenfalls von ihrem Freund getrennt hat, ist anscheinend etwas ganz anderes. Fee schaut nur auf Äußerlichkeiten und sieht nicht, dass Ian ihrer Mutter mit seinem Verhalten gut tut.
Obwohl ich, wie anfangs erwähnt, Fee nicht sonderlich mochte, wollte ich doch wissen, wie es in ihrem Leben weitergeht und ob sie es am Ende doch packt.

Fazit:
Dieses Buch ist der zweite Teil einer Familiengeschichte und ich konnte es auch nicht aus der Hand legen. Neben der Geschichte von Fee passiert ja noch einiges in der Familie. Die Autorin hat sehr schön die Reise durch Irland beschrieben. Ich würde jetzt auch nicht unbedingt im November/Dezember durch das Land reisen wollen, aber reizvoll beschrieben wurde es auch zu dieser Jahreszeit.
Dieses Buch hat zum Nachdenken angeregt und das Ende hat mir dann auch gefallen. Es könnte aus dem Leben gegriffen sein, wobei ich sehr hoffe, dass vieles überspitzt dargestellt wurde. Es sind ja noch 2 weitere Bücher geplant und ich bin trotz allem gespannt, was uns da erwartet.

Kommentare:

  1. Schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich man Bücher wahrnimmt ... ich konnte sie total verstehen. Sogar das mit der Mutter. Ich denke, das hatte weniger damit zu tun, dass Ian alt war, sondern mehr, dass die heile Welt auseinander bricht ... und letztendlich hat sie es ja auch eingesehen :)

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    1. ja, sicher, was man selber macht, dürfen Eltern noch lange nicht. Für einige sind Eltern in manchen Sachen ein Neutrum ;) Und wenn die Mutter sich vom Vater trennen will, dann bricht das schöne Familienleben und eine Welt auseinander, das stimmt schon. Nur ihre Art das zu vermitteln war etwas ungeschickt.

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