Dienstag, 10. Juni 2014

Rezension - Die Pastellkönigin


Autorin: Micaela Jary

Titel: Die Pastellkönigin

Genre: Historischer Roman

Version: eBook

erschienen: 13. Mai 2014

Seiten: 412

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: books2read

Auf der Homepage des Verlages books2read wurde folgendes über die Autorin veröffentlicht:
"Meine Tochter wird Autorin!" Das soll der berühmte Komponist Michael Jary über seine Tochter Micaela gesagt haben. Und er hat recht behalten: Micaela Jary schreibt seit Jahren Bestseller - u.a. "Sehnsucht nach Sansibar". Wir freuen uns, dass bei books2read ihr grandios recherchierter historischer Roman "Die Pastellkönigin" erscheint. Unsere Autorin lebt abwechselnd in München und Berlin und engagiert sich sehr in der Autorenvereinigung DeLia. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und wird praktisch immer von der Autorenhündin Polly begleitet.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1720: Ganz Paris liegt der italienischen Malerin Rosalba Carriera zu Füßen. Heißbegehrt sind ihre kostbaren kleinen Pastellporträts, sogar den jungen König darf die schöne Künstlerin portraitieren, und ihr berühmter Kollege Antoine Watteau verehrt sie zutiefst. Nur der Mann, dem sie einst beim Karneval in Venedig ihr Herz schenkte, scheint sie nicht mehr wiederzuerkennen: der Schotte John Law, ein Finanz-Hasardeur, der die Börse in Europa gewagt vorantreibt. Doch gerade seine Machenschaften lassen die ungekrönte Pastellkönigin zum Spielball der Mächtigen werden …

Meine Meinung:
Ein tolles Buch über Rosalba Carriera, einer sehr berühmten Pastellmalerin, die von 1675 bis 1757 gelebt hat. Der Leser begleitet sie auf einem Stück ihres Lebensweges. Hauptsächlich ab dem Jahr 1720.

Rosalba lebt in Venedig und lernt als junge Frau durch Zufall beim Karneval einen jungen Mann kennen. In diesem kurzen Moment verliebt sie sich in ihn und wird nicht mehr von ihm loskommen.

Jahre später trifft sie ihn in Paris, im Trubel der großen finanziellen Probleme des Landes, unter denen am meisten das gemeine Volk zu leiden hat. Ausführlich wird hierüber berichtet, was für die Geschichte wichtig ist, denn somit kann man die Zusammenhänge mancher Handlungen besser verstehen. Der junge  Mann von damals ist nämlich John Law, der Generalkontrolleur der Finanzen, eingesetzt vom damaligen Regenten.

Rosalba, ihre Schwestern und Mutter reisen für eine Zeit nach Paris und werden am Hofe eingeführt. Bei diesen Gelegenheit treffen sich die beiden wieder. Ich fand die Schilderungen von der Autorin sehr interessant geschrieben. Konnte ich doch einen Einblick in das Denken und Handeln dieser Zeit bekommen. Allerdings konnte ich diese Schwärmerei von Rosalba für John so gar nicht nachvollziehen, aber das mag eben ein Zeichen der Zeit gewesen sein.

Rosalba hatte nicht nur zu John Kontakt, sondern auch zu einem anderen damals berühmten Maler. Interessant fand ich ja, dass alle Personen wirklich gelebt haben und aus den Notizen, Tagebüchern und Korrespondenz, die Begebenheiten, die die Autorin recherchiert hat, wurde ein sehr interessanter Roman.

Ich persönlich finde dieses Buchcover jetzt nicht so passend und auch den Buchtitel nicht. Denn zeitweise wird eben sehr viel von John Law und den finanziellen Problemen geschrieben. Anfangs dachte ich, wieso heißt es "Die Pastellkönigin", wenn von ihr anfangs so wenig geschrieben wird. Aber das soll nun niemanden vom Lesen abhalten, denn die Verstrickung der beiden Leben Rosalba und John empfand ich wirklich sehr interessant.

Fazit:
Wie ich bereits erwähnte, entstand aus tatsächlich Begebenheiten ein sehr schönes Buch und ich kann es gerne weiter empfehlen.



1 Kommentar:

theatergeist hat gesagt…

Liebe Ulla,

bei historischen Romanen muss ich ja direkt immer weiter lesen. Danke für diese Vorstellung. Es ist in der Tat immer besonders spannend, wenn die Protagonisten existierten und historisch korrekt (nichts gegen Fiktion im Roman, aber ich mag es, wenn das Grundgerüst stimmt) sind.

Viele Grüße,
Theatergeist