Freitag, 22. August 2014

Rezension - Liebeslügen - Ki und das Geschäft mit den Gefühlen


Autorin: Cornelia Lotter

Titel: Liebeslügen - Ki und das Geschäft mit den Gefühlen

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 20. August 2014

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene



Dies schreibt die Autorin über sich:
Geboren wurde ich 1959 in der Dichterstadt Weimar. Da ich dieses Privileg schon bald als Verpflichtung empfand, begann ich bereits zu schreiben, als ich das Alphabet halbwegs beherrschte. Näheres zu meiner "schriftstellerischen" Entwicklung finden Sie unter dem Punkt "Schreiben" auf meiner Homepage: www.autorin-cornelia-lotter.de. Wie alle in der DDR lebenden Kinder besuchte ich die Polytechnische Oberschule und studierte anschließend in Meiningen Unterstufenlehrerin. Anschließend arbeitete ich mangels freier Lehrerstelle 2 Jahre im Schulhort. Da ich aus persönlichen Gründen (man kann sich eben nicht aussuchen, in wen man sich verliebt) einen Ausreiseantrag zu stellen beabsichtigte, wechselte ich danach in ein christliches Altenpflegeheim, wo ich ebenfalls 2 Jahre arbeitete. Im Herbst 1984 kam endlich die erlösende Nachricht. Ich durfte nach Tübingen übersiedeln. Da mein Lehrerstudium (mangels Abi) dort nicht anerkannt wurde, schulte ich auf Industriekauffrau um. Seit 1987 arbeite ich als Sekretärin, mein Traum ist es aber, in absehbarer Zeit vom Schreiben leben zu können.

Kurzbeschreibung, übernommen:
In Leipzig wird Anna al-Hamid erwürgt aufgefunden. Ihr marokkanischer Ehemann, der mit dem gemeinsamen 2-jährigen Sohn in seine Heimat geflohen ist, steht unter dringendem Tatverdacht. Die Auslieferungsbestimmungen lassen jedoch keinen Zugriff der Strafverfolgungsbehörden zu. Für Hauptkommissar Martin Bender und sein Team ist dies zutiefst unbefriedigend. Bei ihren Ermittlungen im Umfeld des Verdächtigen und in der Familie des Opfers erfährt Bender zum ersten Mal von einem Geschäft, das unter dem Begriff Bezness bei den Betroffenen bekannt ist. Frauen aus Europa verlieben sich im Urlaub in afrikanischen Ländern in Einheimische, die durch Vorspielen von Gefühlen versuchen, an das Geld dieser Frauen zu kommen oder durch Heirat eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.
Auch Ki hat es mit einem solchen Fall zu tun. Eine Mutter beauftragt sie, ihre in Ägypten verschwundene Tochter zu suchen. Es ist die Zeit des arabischen Frühlings. Ki fliegt Anfang März 2011 nach Hurghada, um dort nach Simone Rosenau zu suchen. Auch sie selbst gerät bei dieser Suche in Gefahr. Ein Krimi um vorgetäuschte Gefühle, enttäuschte Erwartungen und Hoffnungen, und den verzweifelten Wunsch vieler Männer, aus Elend und Perspektivlosigkeit in ein scheinbar besseres Leben zu gelangen.

Meine Meinung:
In diesem Buch werden zwei Geschichten erzählt, die sich allerdings sehr ähneln. In beiden Fällen geht es um Frauen, die nach Marokko und Ägypten reisen und dort dem Charme der Männer erliegen, die sich eigentlich nur Frauen suchen, um sich damit ein besseres Leben zu ermöglichen. Wobei Anna ihr Leben verliert und Simone es wieder findet.

Cornelia Lotter hat aus leider wahren Tatsachen einen spannenden Roman gestrickt. Der Hintergrund ist an sich schon erschütternd und kann einen ganz schön mitnehmen. Aber ich empfand die Suche von Ki in Ägypten wirklich sehr spannend und ich war wieder mal gefesselt. Interessant fand ich auch, was Kommissar Martin Bender in seinem Fall alles heraus fand und wie er ausging.

Hauptkommissar Martin Bender und Kirsten Stein kannte ich bisher noch nicht, obwohl es schon einige Bücher gibt, in denen sie gemeinsam an Fällen arbeiten und sich auch wohl näher kommen.  Ich hatte aber keine Probleme und habe über ihre Geschichte durch kurze Rückblenden genug erfahren können. Mir gefällt es ja immer wieder, wenn in den Büchern nicht nur die Fälle abgearbeitet werden, sondern ich auch über Privates der Beteiligten erfahre. Da ich im vorigen Jahr in Leipzig war, kannte ich die Orte und wusste wie eine Leipziger Lerche schmeckt.

Über den Inhalt muss ich nicht mehr schreiben, denn der Klappentext ist schon sehr ausführlich. Ich möchte allerdings noch einmal erwähnen, dass ich ganz begeistert bin, wie die Autorin diese Begebenheiten in diesem Buch zu einer wirklich spannenden und fesselnden Geschichte umsetzen konnte.

Fazit:
Krimis sind halt keine Märchen und wenn Tatsachen in einem Krimi eingesetzt werden, kann auch keiner etwas schlechtes dazu sagen. Mich hat das Buch zwar auch etwas erschüttert, aber eben auch gefesselt und deshalb empfehle ich es auf jeden Fall weiter.

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