Dienstag, 12. August 2014

Rezension - Wings of Silence

Autorin: Aubrey Cardigan

Titel: Wings of Silence

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Juni 2014

Seiten: 344

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Oldigor
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Aubrey Cardigan wuchs in den USA und Deutschland auf und studierte englische Literaturwissenschaften - unter anderem in Wales, wo sie sich vor allem in die walisische Sprache verliebte. Sie singt leidenschaftlich gern, spielt Querflöte, liebt keltische Musik und träumt davon, Harfe zu lernen. Ihre Romane plottet sie bei langen einsamen Spaziergängen durch die Wälder ihrer Wahlheimat im Herzen Deutschlands. Wenn sie nicht an eigenen Büchern schreibt, dann arbeitet sie auch als Übersetzerin.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die 17-jährige Lia Raven ist seit einem Flugzeugabsturz blind und stumm. Als ihre indianischen Großeltern beschließen, dass sie nach Wales zu ihren unbekannten Großeltern mütterlicherseits ziehen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Welche Rolle spielt der mysteriöse 18-jährige Coel, dessen Berührungen Licht in ihre dunkle Welt bringen? Und wieso wird sie das Gefühl nicht los, dass es keine Haut war, die sie spürte, als sich seine Finger zum ersten Mal um ihre schlossen? Sondern Federn? Als die strenge keltische Großmutter Ida alles daran setzt, Lia von Coel fernzuhalten, begreift Lia, dass sie kämpfen muss. Um Coel und um das Recht auf ihre Träume, die untrennbar verbunden sind mit einem uralten Geheimnis.

Meine Meinung:
Geheimnisvoll und fesselnd, so wirkte dieses Buch auf mich. Zunächst beginnt die Geschichte von Lia ganz normal, wenn man es so nennen kann. Denn als 17-jährige hatte sie einen Flugzeugunfall. Ihr Vater kam dabei ums Leben und sie wurde blind und verstummte. Sie fühlte sich bei ihren Großeltern väterlicherseits sehr wohl. Ihr Cousin Delsin kümmerte sich sehr fürsorglich um sie. Schlimm waren die Träume und naja, dass sich wohl kaum etwas in ihrem Leben ändern würde und sie damit klar kommen musste. Es hätte ein Buch über Lia und wie sie mit ihrem Leben fertig wird, werden können.
Da beschließen ihre Großeltern, dass sie bis zur Volljährigkeit bei  ihren keltischen Großeltern in Wales leben soll. Ihre Mutter hatte zwar die Verbindung zu ihren Eltern vollständig gelöst, aber es sollte ihr Wunsch vor ihrem frühen Tod gewesen sein, dass Lia zu ihnen zieht. Ihr Großvater und sein Pflegesohn Coel holen sie ab und damit beginnt für Lia eine aufregende und geheimnisvolle Zeit.
Leider haben sich auch für mich die Geheimnisse nicht gelüftet. Die Großmutter Ida, über alles bestens informiert, hätte Lia und mir als Leserin alles sagen können, damit wir beide die Zusammenhänge besser verstehen. Stattdessen stellte sie Regeln auf, auf deren Einhaltung sie bestand. Ich muss sagen, selbst ich würde gegen sie rebellieren und ich bin aus dem Alter eigentlich schon lange heraus. So wundert es sicher niemanden, dass ich Ida überhaupt nicht mochte. Man merkt, ich steckte selber mitten drin im Geschehen.

Alle anderen Familienangehörigen waren mir sehr sympathisch. Coel und Lia, die beiden Protagonisten konnte ich allerdings nicht richtig einordnen in meiner eigenen Beliebtheitsskala. Obwohl ich ja die Gedanken von Lia kannte, konnte ich nicht jede Handlung nachvollziehen, besonders, was ihr Verhalten gegenüber Coel betraf. Und Coel trug leider auch nicht dazu bei, das große Geheimnis zu lüften, zumindest nicht mit Worten. Schade, ich hätte mir an manchen Stellen mehr Offenheit gewünscht.

Trotz allem hat mich das Buch nicht losgelassen, es interessierte mich wirklich, welche uralten Geheimnisse die Familie umgab und deshalb habe ich das Buch zügig durchgelesen. Sehr zu  meinem Bedauern gab es ein offenes Ende und ich muss nun sehr lange auf die Fortsetzung warten, die mich sehr interessiert.

Dieses Buch wird bei einem großen Anbieter als Jugendbuch angeboten und speziell im Bereich "Freche Mädchen", wenn man dies berücksichtigt gehöre ich wohl kaum zu dem Kreis, der damit angesprochen werden soll und das könnte auch der Grund sein, warum ich das alles etwas kritisch betrachte. Allerdings bin ich der Meinung, dass dieses Buch auch für Erwachsene geeignet ist.

Neben der Hauptgeschichte um Lia spiegelt sich in dem Buch auch das Leben von Jugendlichen wieder. Alltag in der Schule und Freizeit und die ersten Schwärmereien für das andere Geschlecht. Sich durchsetzen gegenüber den allwissenden Erwachsenen. Dies hat die Autorin sehr gut miteinander verknüpft.

Ich selber mache jetzt auch Geheimnisse über weitere Inhalte des Buches. Denn was es mit den Träumen auf sich hat und ich durchaus verstehen kann, weshalb Lia, wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, bei der ersten Begegnung mit Coel meinte, Federn gefühlt zu haben.

Fazit:
Trotz aller offenen Fragen fand ich das erste Buch der Trilogie gelungen und hoffe, dass ich erstens nicht zu lange warten muss und zweitens im zweiten Buch viele Antworten finden werde.

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