Montag, 11. August 2014

Rezension - Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen

Autorin: Anica Schriever

Titel: Wer ICH sagt, muss auch LIEBE DICH sagen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. August 2014

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein
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Die Autorin Anica Schriever, Jahrgang 1983, wollte bereits mit vierzehn Jahren Schriftstellerin werden. Trotzdem studierte sie nach dem Abitur erst einmal Geschichte und Germanistik in Hannover. Heute lebt sie mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Wismar.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wetten, dass … sich Mr. Right nur verspätet hat? Freund weg, Wohnung weg, Job weg. Das hatte Mia sich kurz vor ihrem 30. Geburtstag anders vorgestellt. Zähneknirschend kriecht sie für ein paar Tage bei ihrem besten Freund Gunnar unter. Dummerweise erinnert der sich noch an diese unsägliche Wette aus ihren Jugendtagen: Sollte Mia bis zu ihrem 30. Geburtstag nicht verheiratet sein, darf ihr bester Freund einen Mann für sie aussuchen. Mia ahnt Schlimmes, denn so sehr sie Gunnar auch mag, seinem Männergeschmack ist nicht unbedingt zu trauen ...

Meine Meinung:
Amalia, die aber lieber mit Mia angesprochen werden möchte, glaubt, dass Nick, ihr Freund, ihr endlich einen Heiratsantrag machen wird. Stattdessen verkündet er die Trennung und bittet sie, aus seiner Wohnung auszuziehen. Am nächsten Tag erhält sie die Mitteilung, dass ihr befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Zwei Katastrophen in einer Woche. Kann es noch schlimmer kommen? Ja, wenn man bei den Eltern alles erzählen muss und sie es ja nur "gut" mit ihr meinen und jede Menge Ratschläge erteilen und sogar bei der Suche eines Ehemannes helfen wollen.
Bei diesem Buch war ich hin und her gerissen. Ich wusste einfach nicht, was ich von Mia halten sollte. Aber dann wurde sie doch meine Freundin. Denn sie ist zwar eine Chaosfrau, aber aber bei der Verteilung von Schicksalsschlägen stand sie wohl immer an erster Stelle und zog sie magisch an. So hatte sie denn bald mein Mitgefühl, allerdings hätte auch ich ihr gerne mal ein paar ernste Worte gesagt und mich eingereiht hinter Eltern und ihrer besten Freundin Kerstin. Wobei meine Worte anders ausgefallen wären. Die Eltern haben mich so sehr genervt und ich weiß nicht, ob ich mich an Mias Stelle anders verhalten hätte. Auch die besten Freunde meinten es ab und zu ZU gut. Auf der anderen Seite hat Mia auch oft den leichteren Weg gewählt und sich lieber alles gut geredet.
Das Buch hat mich sehr gefesselt und wie so oft, habe ich es in einem Rutsch gelesen. Es war aber auch zu interessant, wie Mia durch alles schlängelt und mit den kleineren und größeren Katastrophen fertig wird. Sehr humorvoll hat die Autorin alles geschildert.  Es gab so manche Stellen, da musste ich lachen. Ich stellte es mir bildlich vor, wie Mia die Rathausklinken putzen musste.
Wie ich schon erwähnte, hat es etwas gedauert, bis Mia meine Freundin wurde. Ich hatte dann doch Mitgefühl und wollte wissen, wie sie mit allem klar kommt. Mit Sicherheit konnte ich ihre Eltern und auch Holger überhaupt nicht leiden, naja, Nick stand ebenfalls nicht auf meiner Liste. Aber dafür gab es jede Menge liebenswerter Personen, die Mia hilfreich, mehr oder weniger gut, zur Seite standen.
Insgesamt gesehen, war es ein lesenswerter Bericht aus einem kurzem Lebensabschnitt von Mia. Manches etwas überspitzt, aber das gab dem Buch die Würze.
Denn im Grunde wurden Probleme der heutigen Zeit angesprochen. Den richtigen Arbeitsplatz zu finden ist für die jungen Leute nicht mehr so leicht. Über Freundschaften, enge und lockere, wurde geschrieben, die heutzutage wirklich sehr wichtig sind, auch bei größeren Entfernungen und die Erwartungshaltungen mancher Eltern, die es ihren Kindern nicht immer leicht damit machen. All dies wurde in der Geschichte über Mia und ob sie zum 30. Geburtstag Mr. Right findet, eingebunden.

Fazit:
Ein schönes kurzweiliges Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Ich bedanke mich bei dem Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar

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