Montag, 23. März 2015

Rezension - Die schwarze Taube von Siwa


Autorin: Julia  Drosten

Titel: Die schwarze Taube von Siwa

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 15. März 2015

Seiten: nn

Altersempfehlung: Erwachsene


Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für ihren neuen Roman "Die schwarze Taube von Siwa" recherchierten Horst und Julia zwei Wochen in Äygpten.

Kurzbeschreibung. übernommen:
London 1888: Für das junge Fotografenpaar Larissa und Ernest Wood erfüllt sich ein Traum, als sie für den Reiseveranstalter Thomas Cook die Jahrtausende alten Sehenswürdigkeiten Ägyptens fotografieren sollen. In Kairo lernen sie den Archäologen Max Wellink kennen, der ihnen die faszinierende Welt der Pharaonen zeigt. Doch als sie durch Ungeschicklichkeit den Zorn einer alten Wahrsagerin erregen, schwindet ihr Glück. Max umwirbt die hübsche Larissa und Ernest erfährt, dass sich in der Oase Siwa das verschollene Grab Alexanders des Großen befinden soll. Von Eifersucht und der Gier nach Ruhm getrieben, schließt er sich einer Karawane nach Siwa an und lässt Larissa alleine in Kairo zurück. Doch seine Spur verliert sich in der Wüste. Von dunklen Albträumen gequält, beschließt Larissa, das Schicksal herauszufordern.

Meine Meinung:
Die beiden Autoren haben mich mitgenommen auf eine Reise in die Vergangenheit und ins ferne Ägypten. Dieses Gefühl hatte ich beim Lesen des Buches, was mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Larissa eine junge deutsche Frau heiratet den Engländer Ernest Wood gegen den Wunsch ihrer Eltern. Dies war schon etwas ungewöhnliches zu der damaligen Zeit, aber auch dort galt schon: ... wo die Liebe hinfällt.... Die Protagonistin hatte ich sofort in mein Herz geschlossen und ich fand es großartig, wie sie alles gemeistert hat. Denn ihr Mann Ernest hat es ihr nicht leicht gemacht. In meinen Augen kam er mir etwas überheblich vor, wenn er so tat, als wäre das Wissen was Larissa sich über das Fotografieren angeeignet hat, gar nichts besonders. Und durch seine überhebliche Einstellung hat er die beiden auch in eine schwere Situation gebracht. Aber bis es dazu kam, konnte ich viel über  die Reisen zu der damaligen Zeit und ganz besonders über die Grabungen lesen, Ich fand dies alles höchst interessant. Die beiden Autoren haben alles so wunderbar geschrieben, dass ich wirklich alles vor Augen hatte. Dazu haben sie auch sehr ausführlich recherchiert, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und ein dickes Lob wert ist.
Ganz toll fand ich, dass mir einiges bekannt vor kam, wer kennt sie nicht die Reisen der Firma Cook und ich freute mich, diese Familie in dem Buch wieder zu finden. Auch zum Thema kleine Fotoapparate von Kodak gab es interessante Diskussionen. Ernest Wood würde sich wundern, wie sich hier die Cameras entwickelt haben. Er musste ja noch sehr aufwändig sein großes Zubehör mit auf Reisen nehmen. Aber auch zu den Grabräuberungen und dem Geschäft mit den Funden haben ich viel wissenswertes lesen können, vieles alt bekannt, aber auch einige bisher unbekannte Details gab es für mich zu lesen.
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dies wäre ein allzu lehrreiches Buch und sonst ist nichts passiert. Nein, ich finde es für mich immer sehr interessant, wenn eine Geschichte über bestimmte Personen mit wahren Begebenheiten verknüpft werden. Wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, macht Ernest sich ganz alleine auf den Weg und will in Siwa nach einem Schatz graben. Was er damit alles auslöst, hätte er sich bestimmt nicht träumen lassen. Larissa hat er alleine in Kairo gelassen. Aber sie trifft auf hilfsbereite Mitmenschen, was sie nun als Frau in einer von Männer beherrschten Welt alles erlebt, wurde auch wieder sehr anschaulich und spannend beschrieben.
Natürlich werde ich jetzt nicht mehr vom Inhalt des Buches verraten, aber ich kann erwähnen, dass ich das Ende der Geschichte sehr gut fand und als neugierige Leserin würde es mich nun interessieren, ob ich vielleicht noch etwas mehr von Larissa erfahren werde.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es gibt vieles aus dem Buch wider und die Bedeutung des Buchtitels erschließt sich beim Lesen ebenfalls. Würde dieses Buch auf einem Büchertisch im Laden liegen, gäbe es für mich mehrere Gründe es in die Hand zu nehmen. Das ansprechende Buchcover und der Name der Autorin, denn für mich verspricht dies alles eine gute Leseunterhaltung.

Fazit:
Mich hat dieses Buch sehr begeistert und ich möchte es wirklich gerne weiter empfehlen. Es vereint so vieles, historisches und Reisebeschreibung, Spannung und Liebe, von allem kommt etwa darin vor.

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